{"id":2600,"date":"2017-01-27T08:45:08","date_gmt":"2017-01-27T07:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=2600"},"modified":"2017-01-27T08:45:08","modified_gmt":"2017-01-27T07:45:08","slug":"japaner-will-seine-landsleute-fuer-weissbier-begeistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=2600","title":{"rendered":"Japaner will seine Landsleute f\u00fcr Wei\u00dfbier begeistern"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Japaner will seine Landsleute f\u00fcr Wei\u00dfbier begeistern\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=2600\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/012717_0745_Japanerwill1.png\" alt=\"\"\/>Kenta Yoshimoto will in seinem Heimatland Japan eine eigene Brauerei er\u00f6ffnen. Damit sein Lebenstraum wahr wird, ist er extra nach Niederbayern gezogen &#8211; um dort die Geheimnisse der bayerischen Braukunst zu erforschen.\n<\/p>\n<p>Gut m\u00f6glich, dass k\u00fcnftig in Japan nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut wird. Zwar liegen etwa 9.169 Kilometer Luftlinie und gut zw\u00f6lf Flugstunden zwischen der japanischen Millionenmetropole Osaka und dem niederbayerischen 1.500-Seelen-Ort Gro\u00dfk\u00f6llnbach im Landkreis Dingolfing-Landau. Doch seit kurzem verbindet die Vorliebe beider Nationen f\u00fcr den goldgelben Gerstensaft die beiden Welten auf ungew\u00f6hnliche Weise: Kenta Yoshimoto ist aus der japanischen Gro\u00dfstadt nach Niederbayern gezogen, um dort seinem Lebenstraum einer eigenen Brauerei in seiner Heimat n\u00e4her zu kommen. Der 33-J\u00e4hrige will in Osaka Bier brauen, das sich streng nach dem traditionellen, 500 Jahre alten bayerischen Biergesetz richtet. Seit September lernt der junge Mann aus dem Reich der aufgehenden Sonne in der 1920 gegr\u00fcndeten Privatbrauerei Heinrich Egerer tief in Niederbayern den Beruf des Brauers und M\u00e4lzers.\n<\/p>\n<p>Zusammengefunden haben die Traditionsbrauerei und der Gast aus Japan \u00fcber ein EU-Projekt. M\u00f6glich wurde Kentas Ausbildung \u00fcber das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci. Brauerei-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz Egerer wurde auf den besonderen Bewerber \u00fcber einen Newsletter des Brauerbundes aufmerksam. So kam es, dass sich der fr\u00fchere Reiseleiter Kenta zusammen mit seiner 27-j\u00e4hrigen Frau Ayako aus dem Land der aufgehenden Sonne nach Niederbayern aufmachte.\n<\/p>\n<p>Das Paar stammt urspr\u00fcnglich aus der Pr\u00e4fektur Shiga n\u00e4he Kyoto, einer Gegend, die \u00e4hnlich gr\u00fcn und h\u00fcgelig ist wie Niederbayern. Nach einer Probezeit von zwei Wochen schloss die Brauerei mit dem Nachwuchs-Brauer einen Ausbildungsvertrag. Seine Entscheidung, im fernen Deutschland einen Handwerksberuf zu lernen, traf Kenta auch wegen des dualen Ausbildungssystems, erz\u00e4hlt er. Fachwissen mit gleichzeitiger praktischer Ausbildung im Betrieb &#8211; das sei f\u00fcr viele Teilnehmer des Bildungsprogramms so wichtig, dass sie daf\u00fcr Eltern, Familie und Freunde zur\u00fccklie\u00dfen.\n<\/p>\n<p>Mittlerweile haben die Yoshimotos eine kleine Wohnung bezogen. Bei den Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen half Betriebsinhaber Franz Egerer den Neu-Zugezogenen. Im Vorfeld besuchten die beiden Japaner ein halbes Jahr eine Sprachschule in K\u00f6ln. Die Brauerei ist hochzufrieden mit dem besonderen Azubi: &#8222;Kenta bewegt sich in der Arbeit so, als ob er nie was Anderes gemacht h\u00e4tte, erz\u00e4hlt der Ausbilder.\n<\/p>\n<p>&#8222;Ich will alle Kniffe, alle Prozesse, Geschmack, Farbe und Geruch von Bier und allen anderen Getr\u00e4nken kennenlernen und beeinflussen k\u00f6nnen&#8220;, sagt der ungew\u00f6hnliche Lehrling. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Japan in zwei Jahren will er dort selbst eine Brauerei er\u00f6ffnen und vorrangig auf Grundlage des strengen bayerischen Reinheitsgebots arbeiten. &#8222;Es ist sehr wichtig, erst einmal das Handwerk richtig zu lernen, darauf kann ich dann aufbauen&#8220;, betont er.  Den Ausbildungsberuf Bierbrauer gebe es in Japan nicht, sagt Kenta.\n<\/p>\n<p>In Japan werde heute zu 90 Prozent Pils getrunken, wei\u00df der angehende Brauer. Der Kontrast zwischen der japanischen und der bayerischen Bierwelt mit ihren 600 Braust\u00e4tten k\u00f6nnte gr\u00f6\u00dfer nicht sein: In seinem Heimatland gebe es nur vier ganz gro\u00dfe Brauereien, die \u00fcberdies auch keine Spezialbiere in kleinen Mengen herstellen, sagt Kenta. Er will versuchen, seinen Landsleuten das Wei\u00dfbier, seinen Favoriten, schmackhaft zu machen. &#8222;Deshalb wollte ich in eine kleine Brauerei, weil hier noch viele verschiedene Biersorten zu finden sind.&#8220; Gerade in diesem Spezial-Segment sehe er seine Chance. Bier aus Bayern habe in Japan unter Kennern bereits heute einen sehr guten Ruf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kenta Yoshimoto will in seinem Heimatland Japan eine eigene Brauerei er\u00f6ffnen. Damit sein Lebenstraum wahr wird, ist er extra nach Niederbayern gezogen &#8211; um dort die Geheimnisse der bayerischen Braukunst zu erforschen. Gut m\u00f6glich, dass k\u00fcnftig in Japan nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut wird. 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