{"id":2595,"date":"2017-01-23T05:45:26","date_gmt":"2017-01-23T04:45:26","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=2595"},"modified":"2017-01-23T05:45:26","modified_gmt":"2017-01-23T04:45:26","slug":"ein-goettliches-bier-bayerns-brauende-klosterschwester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=2595","title":{"rendered":"Ein g\u00f6ttliches Bier: Bayerns brauende Klosterschwester"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Ein g\u00f6ttliches Bier: Bayerns brauende Klosterschwester\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=2595\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/012317_0445_Eingttliche1.png\" alt=\"\"\/>Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf braut sich Woche f\u00fcr Woche etwas ganz Besonderes zusammen: Dort mixt seit mehr als drei Jahrzehnten eine von deutschlandweit nur drei brauenden Klosterschwestern einen g\u00f6ttlichen Gerstensaft. Zum Brauen kam Schwester Doris wie die Jungfrau zum Kind: Als sie mit 16 ins Kloster kam, gab es im Brauhaus noch Arbeit. Doch schnell wurde der Nonne ihr Schicksal zur Leidenschaft. Als einzige Frau ihres Jahrgangs wurde Schwester Doris vor \u00fcber 38 Jahren an einer Fachschule in Ulm zur Braumeisterin &#8211; als Jahrgangsbeste.\n<\/p>\n<p>Die Brau-Tradition des Klosters Mallersdorf reicht bis ins 16. Jahrhundert. Doch seit Schwester Doris in der Brauerei das Sagen hat, ist die moderne Braukunst hinter den altwehrw\u00fcrdigen Klostermauern eingezogen. &#8222;Das alte Klosterrezept ist ein Mythos und nur ein Werbespruch&#8220;, beichtet die brauende Nonne. Das Bier von damals wolle heute aber auch keiner mehr trinken.\n<\/p>\n<p>Doch trotz technischer Tricks liegt die Qualit\u00e4t des Klosterbiers auch heute noch zum Gro\u00dfteil in Gottes Hand: &#8222;Das Wetter im April und die folgende Gerste-Ernte sind entscheidend&#8220;, sagt Schwester Doris. Verarbeitet wird das Getreide aus eigenem Anbau in einer beauftragten M\u00e4lzerei au\u00dferhalb der Klostermauern.\n<\/p>\n<p>Bei aller Modernit\u00e4t l\u00e4uft in der Klosterbrauerei aber doch noch einiges anders. &#8222;Bei uns ist Bier ein Frische-Produkt&#8220;, sagt Schwester Doris. Nach sechs bis acht Wochen sollte es getrunken sein &#8211; denn in Mallersdorf wird das Bier nicht steril gefiltert wie beim \u00fcblichen Gerstensaft aus dem Getr\u00e4nkemarkt. Dadurch bleiben viele gesunde und geschmacksgebende Inhaltsstoffe erhalten.\n<\/p>\n<p>Einmal w\u00f6chentlich ist &#8222;Sudtag&#8220; im Kloster Mallersdorf: Dann ist Schwester Doris ab halb vier Uhr morgens im Einsatz, um mit ihrem Gesellen rund 70 Hektoliter f\u00fcr etwa 700 K\u00e4sten &#8222;g\u00f6ttliches Bier&#8220; zu brauen. Das f\u00fcllt die Nonne anschlie\u00dfend auch h\u00f6chstpers\u00f6nlich ab. Produziert wird Helles und naturtr\u00fcbes Zoigl. Das Bier hat zw\u00f6lf Prozent Stammw\u00fcrze und f\u00fcnf Prozent Alkoholgehalt. Im Advent und in der Fastenzeit kommt noch ein helles Bockbier dazu.\n<\/p>\n<p>Verkauft wird das besondere Bier t\u00e4glich direkt ab Kloster und in ausgew\u00e4hlten M\u00e4rkten in der Region, beispielsweise in Straubing, Landshut und Regensburg. Doch auch die rund 500 Nonnen von der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen im Kloster Mallersdorf sind ihrem eigenen Bier nicht abgetan: Etwa ein F\u00fcnftel der Jahresproduktion von rund 3000 Hektolitern trinken sie selbst.\n<\/p>\n<p>Ihrer Berufung als brauende Klosterschwester will die 66-j\u00e4hrige Doris Engelhard &#8211; so Gott will &#8211; noch mindestens 20 Jahre nachkommen. Eine Nachfolgerin ist bisher nicht in Sicht. &#8222;Im Kloster wird gearbeitet und gestorben&#8220;, sagt Schwester Doris. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf braut sich Woche f\u00fcr Woche etwas ganz Besonderes zusammen: Dort mixt seit mehr als drei Jahrzehnten eine von deutschlandweit nur drei brauenden Klosterschwestern einen g\u00f6ttlichen Gerstensaft. Zum Brauen kam Schwester Doris wie die Jungfrau zum Kind: Als sie mit 16 ins Kloster kam, gab es im Brauhaus noch Arbeit. 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