{"id":2134,"date":"2016-10-05T08:57:03","date_gmt":"2016-10-05T06:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=2134"},"modified":"2016-10-05T08:57:03","modified_gmt":"2016-10-05T06:57:03","slug":"auf-der-suche-nach-der-idealen-hefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=2134","title":{"rendered":"Auf der Suche nach der idealen Hefe"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Auf der Suche nach der idealen Hefe\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=2134\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Es ist schon merkw\u00fcrdig \u2013 wenn ich mir die Etiketten der verschiedenen Biere ansehe, wundere ich mich manchmal, wie offen die Brauer mit ihren Rezepturen umgehen. Freim\u00fctig werden die Malzsorten und der Hopfen genannt, die f\u00fcr das Bier verwendet wurden. Aber wie sieht es mit der Hefe aus? Da halten sich die Brauer bedeckt. In der Zutatenliste steht in der Regel nur Hefe und auch die Internetseiten der Brauereien, die h\u00e4ufig mehr Informationen bereitstellen, geben in der Regel nicht mehr her. Und wenn dort etwas steht, dann eine eher technische Bezeichnung, z.B. Stamm W 177. Weil mich das bereits seit l\u00e4ngerer Zeit wundert, habe ich einige Craft Beer-Brauer auf die Hefe angesprochen. Und auch wenn sie ansonsten gerne und freigiebig \u00fcber ihre Arbeit sprechen, werden sie beim Thema Hefe recht einsilbig.\n<\/p>\n<p>Da k\u00f6nnte der Konsument doch glatt auf den Gedanken kommen, dass die Hefe von untergeordneter Bedeutung und recht langweilig ist. Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Laut Mathias Hutzler, dem Leiter des Hefezentrums im Forschungszentrum Weihenstephan, stammen rund 80 % der Aromastoffe im Bier von der Hefe. Und es gibt viele Hefearten. Wissenschaftler sch\u00e4tzen nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung, dass es weltweit etwa 670.000 Hefearten gibt, die alle ein anderes Aromaprofil haben. Allerdings sind davon nur etwa 1.500 Hefearten bekannt. Auch wenn sich sicher nicht jede der Hefen zum Brauen eignet, gibt es doch offensichtlich noch ein weites unerforschtes Potential f\u00fcr experimentierfreudige Brauer, neue Biere auf den Markt zu bringen, die Aromen mit sich bringen, von denen wir heute nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Das Hefezentrum in Weihenstephan bietet aktuell etwa 300 Hefen an, auch wenn nur von 80 dieser Hefen das Aromaprofil beschrieben ist. Ich bin ja gespannt, was da noch alles auf uns zukommt. \u00dcbrigens: die marktbeherrschenden Brauereien verwenden gerade mal etwa 20 Hefest\u00e4mme \u2013 zusammen. Schade aber verst\u00e4ndlich, schlie\u00dflich wollen und m\u00fcssen diese Brauereien Biere mit dem immer gleichen Geschmack auf den Markt bringen. Die Hefe pr\u00e4gt das Aroma eines Bieres am nachhaltigsten: Wenn ein und dieselbe Bierw\u00fcrze mit unterschiedlichen Hefen vergoren wird, schmeckt das Bier jedes Mal ganz anders. Viel Anklang bei Verkostungen in Weihenstephan fand eine Hefe, die das damit gebraute Bier nach Beeren, Honig und Gummib\u00e4rchen schmecken l\u00e4sst.\n<\/p>\n<p>Damit k\u00f6nnte ich das Thema eigentlich abschlie\u00dfen, aber die Jagd nach immer neuen Hefen ist doch auch recht spannend. Mathias Hutzler ist zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen Steven Wagner in die Eifel zur Vulkanbrauerei gefahren. Diese Brauerei hat den angeblich tiefsten Braukeller der Welt. Dort hat er an jeder Stelle, an der sich kratzen lie\u00df, Hefen gesucht. Die Proben stammen aus F\u00e4ssern, B\u00fcrsten, von Werkzeugen und W\u00e4nden. Dabei ist er auch f\u00fcndig geworden und hat eine Hefe gefunden, die f\u00fcr fruchtige Aromen sorgt.\n<\/p>\n<p>Die Wildhefe, aus der die unterg\u00e4rigen Hefen gez\u00fcchtet wurden, ist \u00fcbrigens bekannt. Allerdings wurde sie nicht in Europa nachgewiesen, daf\u00fcr aber in vielen anderen Gegenden der Welt, so in Patagonien, in Tibet, Neuseeland und Teilen der USA. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon merkw\u00fcrdig \u2013 wenn ich mir die Etiketten der verschiedenen Biere ansehe, wundere ich mich manchmal, wie offen die Brauer mit ihren Rezepturen umgehen. Freim\u00fctig werden die Malzsorten und der Hopfen genannt, die f\u00fcr das Bier verwendet wurden. Aber wie sieht es mit der Hefe aus? Da halten sich die Brauer bedeckt. In [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-dies-und-das"],"aioseo_notices":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/patIpt-yq","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2134"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2135,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134\/revisions\/2135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}