{"id":1941,"date":"2016-07-25T07:53:56","date_gmt":"2016-07-25T07:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=1941"},"modified":"2016-07-25T07:53:56","modified_gmt":"2016-07-25T07:53:56","slug":"verbraucher-fuehlen-sich-durch-alkoholfreies-bier-getaeuscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=1941","title":{"rendered":"Verbraucher f\u00fchlen sich durch alkoholfreies Bier get\u00e4uscht"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Verbraucher f\u00fchlen sich durch alkoholfreies Bier get\u00e4uscht\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=1941\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Die Kennzeichnung so genannter alkoholfreier Biere ist irref\u00fchrend und nicht verbraucherfreundlich. Das ist das Ergebnis einer durch das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von foodwatch durchgef\u00fchrten repr\u00e4sentativen Umfrage. Demnach gehen fast zwei Drittel der Befragten davon aus, dass ein &#8222;alkoholfreies&#8220; Bier keinerlei Alkohol enth\u00e4lt. Tats\u00e4chlich aber sind bis zu 0,5 Vol.-Prozent \u00fcblich und auch zul\u00e4ssig.\n<\/p>\n<p>&#8222;Die Ergebnisse untermauern, was foodwatch schon seit Jahren bem\u00e4ngelt: Die Alkoholangabe im Kleingedruckten, zu der sich die Brauerei-Branche vor zwei Jahren durchgerungen hatte, f\u00fchrt nicht zu mehr Transparenz&#8220;, kritisierte Lena Blanken von foodwatch. Zwar &#8222;empfiehlt&#8220; der Deutsche Brauerbund seinen Mitgliedern seit 2014 eine &#8222;freiwillige Kennzeichnung des Restalkoholgehaltes alkoholfreier Biere (Alk.&lt;0,5 %vol.)&#8220;. Ein Blick in die Supermarktregale zeigt jedoch: Wenn \u00fcberhaupt, erfolgt diese Angabe im Kleingedruckten, auf der R\u00fcckseite oder am Flaschenhals. Der Brauerbund ist nicht bereit, auf die irref\u00fchrende &#8222;alkoholfrei&#8220;-Angabe zu verzichten und diese durch einen unmissverst\u00e4ndlichen Begriff wie &#8222;alkoholarm&#8220; zu ersetzen.\n<\/p>\n<p> Verbraucherinnen und Verbraucher w\u00fcnschen sich allerdings zu 90 Prozent eine andere Kennzeichnung, so ein weiteres zentrales Ergebnis der repr\u00e4sentativen Emnid-Befragung: Fast die H\u00e4lfte findet, Biere mit bis zu 0,5 Vol.-Prozent sollten als &#8222;alkoholarm&#8220; ausgewiesen werden. Gut ein F\u00fcnftel votierte f\u00fcr &#8222;alkoholreduziert&#8220;. Nur zehn Prozent sprachen sich f\u00fcr &#8222;alkoholfrei&#8220; aus. Das sind noch weniger als in einer 2013 durchgef\u00fchrten Studie, die das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft selbst finanziert hatte.\n<\/p>\n<p>&#8222;Diese Umfrageergebnisse sind ein Armutszeugnis f\u00fcr die Brauerei-Branche \u2013 und f\u00fcr Christian Schmidt. Obwohl der Ern\u00e4hrungsminister die Zahlen kennt, ignoriert er sie&#8220;, so Blanken. &#8222;Sein Verhalten ist dabei geradezu symptomatisch. Der Minister setzt lieber auf weichgesp\u00fclte freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie, anstatt Verbraucherinnen und Verbraucher mit gesetzlichen Vorgaben vor T\u00e4uschung und Irref\u00fchrung zu sch\u00fctzen.&#8220;\n<\/p>\n<p>Jetzt kommt mir selbstverst\u00e4ndlich der Gedanke, dass diese Erwartungen \u00fcberzogen sein k\u00f6nnten. Wer auf einen Inhaltsstoff in Lebens- oder Genussmitteln grunds\u00e4tzlich verzichten will oder muss, steht doch auch in der Pflicht, sich zu informieren. Dabei kommen wir schnell zu der Information, dass alkoholfreies Bier nicht zwangsl\u00e4ufig vollst\u00e4ndig ohne Alkohol bedeutet. Aber der Restalkohol von maximal 0,5 Vol % reicht sicher nicht aus, um sich zu betrinken. In der Regel d\u00fcrfte weniger Alkohol enthalten sein, da die Brauereien auch bei produktionsbedingten Schwankungen unter dieser Grenze bleiben m\u00fcssen.\n<\/p>\n<p>Viele andere Getr\u00e4nke, bei denen wir erst einmal nicht an Alkohol denken, enthalten eine \u00e4hnliche Alkoholkonzentration. So darf Apfelsaft ebenfalls bis drei Gramm Alkohol enthalten, was immerhin 0,38 Volumenprozenten entspricht. Als das gesundeste Getr\u00e4nk gelten Milchgetr\u00e4nke. Dabei wird aber h\u00e4ufig \u00fcbersehen, dass Kefir immerhin 2 Volumenprozent Alkohol enth\u00e4lt. Auch Limonaden k\u00f6nnen Alkohol enthalten \u2013 laut der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/versteckter-alkohol-das-restrisiko-1.523053-6\">S\u00fcddeutschen Zeitung<\/a> enth\u00e4lt Bionade bis zu 0,13 Volumenprozent.\n<\/p>\n<p>Aber auch Obst enth\u00e4lt Alkohol \u2013 Bananen enthalten, wenn sie reif sind, mit 0,6 % ebenfalls mehr Alkohol als Bier, das als alkoholfrei angepriesen wird. Selbst Brot enth\u00e4lt bis zu vier Gramm Alkohol je Kilogramm (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/12\/Stimmts-Obst-Alkohol\">zeit.de<\/a>).\n<\/p>\n<p>So sehr ich die Arbeit von foodwatch auch sch\u00e4tze \u2013 bei dieser Umfrage ist die Verbraucherorganisation nach meiner Meinung doch ziemlich am Ziel vorbeigeschossen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kennzeichnung so genannter alkoholfreier Biere ist irref\u00fchrend und nicht verbraucherfreundlich. 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