{"id":1051,"date":"2015-08-11T09:47:22","date_gmt":"2015-08-11T09:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=1051"},"modified":"2016-03-20T19:11:45","modified_gmt":"2016-03-20T19:11:45","slug":"der-hopfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=1051","title":{"rendered":"Der Hopfen"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Der Hopfen\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=1051\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Mengenm\u00e4\u00dfig wird beim Brauen nur wenig Hopfen verwendet, je Hektoliter lediglich h\u00f6chstens 400 Gramm. Trotz des geringen mengenm\u00e4\u00dfigen Anteils des Hopfens am Bier ist der Einfluss auf den Geschmack nicht zu untersch\u00e4tzen. Ohne Hopfen w\u00e4re der charakteristische Bitterton des Bieres nicht zu erreichen. Nicht umsonst wird der Hopfen h\u00e4ufig auch als die Seele des Bieres bezeichnet. Hier die f\u00fcr das Brauen wichtigsten Bestandteile:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>\u00c4therische \u00d6le<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Diese machen im Durchschnitt 0,8 % der getrockneten Hopfendolde aus, die m\u00f6gliche Bandbreite liegt zwischen 0,2 % und 1,7 %. Sie sind f\u00fcr das Hopfenaroma verantwortlich, das seinerseits f\u00fcr ein gutes Bier Voraussetzung ist.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Bitterstoffe<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Sie betragen etwa 15 % bis 22 % der trockenen Dolden. Durch sie erh\u00e4lt das Bier seinen typischen erfrischenden Geschmack. Au\u00dferdem sorgen sie f\u00fcr die Schaumbildung sowie die Standzeit des Schaums.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Gerbstoffe<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Die Gerbstoffe sind in der getrockneten Dolde mit etwa 4 % bis 6 % enthalten. Sie wirken konservierend und beseitigen Eiwei\u00dfstoffe. Daher sind sie beim Kl\u00e4ren des Bieres von Bedeutung.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Angebaut wird der Hopfen in Deutschland bevorzugt in Teilen von Bayern und Baden W\u00fcrttemberg angebaut, in geringerem Umfang auch in Th\u00fcringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland Pfalz. Seit 2004 wird der Hopfen in geringem Umfang auch auf Sylt angebaut.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Weltweit gibt es mehrere hundert Hopfensorten, die zwischen Bitterhopfen und Aromahopfen unterschieden werden. Der deutlich teurere Aromahopfen f\u00fchrt zu einem Bier mit einem deutlich komplexeren Duft. Leider wird der Aromahopfen in Deutschland nur von wenigen Brauereien verwendet.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Die Hopfensorten<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Ich werde hier die wichtigsten Hopfensorten kurz beschreiben. Als Quelle dienen mir die online gemachten Angaben verschiedener Anbieter von Hopfen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4>Cascade<\/h4>\n<p>Cascade ist eine relativ neue Aromahopfensorte, die in erster Linie von Brauern der Craft-Biere verwendet wird. Sie stammt urspr\u00fcnglich aus England und ist wird dort f\u00fcr Ales und englische Bitterbiere verwendet. Das Aroma besticht durch W\u00fcrzigkeit und Fruchtaromen.<\/p>\n<h4>Centennial<\/h4>\n<p>Der Centennial ist ein beliebter amerikanischer Hopfen, der einen ordentlichen Alphas\u00e4uregehalt mit blumigen Zitrusnoten bietet. Dieser Hopfen wird h\u00e4ufig f\u00fcr amerikanische Ales und Weizenbiere verwendet.<\/p>\n<h4>Chinook<\/h4>\n<p>Chinook ist ein Aromahopfen mit einem sehr starken Grapefruitcharakter und viel Alphas\u00e4ure. Dieser Hopfen wird h\u00e4ufig f\u00fcr Stout, Porter, IPA\u00a0und Lager\u00a0verwendet.<\/p>\n<h4>Columbus<\/h4>\n<p>Columbus hat einen sehr hohen Alphas\u00e4uregehalt und wird daher oft als Bitterhopfen eingesetzt. Bei sp\u00e4ter Hopfengabe verleiht er dem Bier zus\u00e4tzlich ein zitrus- oder limonadenartiges Aroma. Dieser Hopfen wird h\u00e4ufig f\u00fcr Stout, Porter, IPA\u00a0und Lager\u00a0verwendet.<\/p>\n<h4>First Gold<\/h4>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Diese Aromahopfensorte wird sowohl f\u00fcr die konventionelle Hopfung als auch f\u00fcr die Sp\u00e4t- und Tockenhopfung verwendet. Sie verleiht Ales eine ausgewogene Bitternote sowie eine fruchtige und w\u00fcrzige Geschmacksnote. Angebaut wird dieser Hopfen in Gro\u00dfbritannien. Er eignet sich f\u00fcr Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4>Golding<\/h4>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Hopfen.de beschreibt diese Hopfensorte voller Begeisterung: &#8222;Hopfenpellets Goldings wird zu recht der &#8222;K\u00f6nig der englischen Hopfen&#8220; genannt. F\u00fcr ein originales IPA oder ein traditionelles englisches Bitter gibt es keinen besseren Hopfen. Hopfenpellets sind Rohhopfen, die ohne Stiele gemahlen wurden und in St\u00e4bchen gepresst wurden. Der Hopfen ist ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Herbe des jeweiligen Bieres verantwortlich. Verwendet wird dieser Hopfen wie die Sorte First Gold f\u00fcr Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4>Herkules<\/h4>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">&#8218;Herkules&#8216; ist ein sehr ertragreicher Zuchtstamm des Hopfenforschungszentrums H\u00fcll mit sehr hohen \u03b1-S\u00e4ure-Werten. Diese Sorte ist seit 2005 auf dem Markt. Ein Verkauf ist bisher nur mit Genehmigung f\u00fcr den professionellen Anbau erlaubt. Dieser Hopfen verleiht dem Bier eine harmonische, nicht zu kr\u00e4ftige Bittere. Sie vermittelt die verschiedenen Aromaeindr\u00fccke gleichm\u00e4\u00dfig in nicht allzu ausgepr\u00e4gter Form. Lediglich im Trunk ist die hopfenw\u00fcrzige Note im Vergleich zu den \u00fcbrigen Eindr\u00fccken hervorgehoben. Das Aroma ist w\u00fcrzig, fruchtig und blumig mit einigen Zitrusnoten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4>Mittelfr\u00fch<\/h4>\n<p>Die Sorte Mittelfr\u00fch z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Sorten, die heute noch angebaut werden. Sie hat ein w\u00fcrziges Aroma.<\/p>\n<h4>Saphir<\/h4>\n<p>Diese Sorte wurde am Hopfenforschungszentrum in H\u00fcll auf feinw\u00fcrziges Aroma gez\u00fcchtet und 2002 zugelassen. Mit 26-27 Aromapunkten ist Saphir mit Aromasorten wie Spalter, Tettnanger und Saazer vergleichbar. Das Aroma ist w\u00fcrzig, fruchtig und blumig mit etwas Zitrusaroma.<\/p>\n<h4>Simcoe<\/h4>\n<p>Der Simcoe-Hopfen ist unter den Brauern der Craft-Bier-Szene sehr beliebt. Er verstr\u00f6mt Aromen nach Kiefer, Grapefruit und Maracuja.<\/p>\n<h4>Spalter Select<\/h4>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Der &#8218;Spalter Select&#8216; ist eine Weiterentwicklung der alten Spalter Landsorte. Holzige Cognac-Aromen bestimmen sein Geschmacksprofil, zus\u00e4tzlich von s\u00fc\u00dfen Pfirsich- und Kamillenbl\u00fctennoten unterst\u00fctzt. Das Aroma ist w\u00fcrzig, fruchtig und blumig.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4>Tradition<\/h4>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: 12pt;\">Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, handelt es sich bei der Aromahopfensorte Tradition um eine eher neue Sorte. Sie wurde im Hopfenforschungszentrum H\u00fcll entwickelt und 1993 als Sorte zugelassen. Seit 2009 gibt es eine verbesserte Version dieser Sorte. Verwendung findet sie vor allem in Ales und Lagerbieren. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mengenm\u00e4\u00dfig wird beim Brauen nur wenig Hopfen verwendet, je Hektoliter lediglich h\u00f6chstens 400 Gramm. Trotz des geringen mengenm\u00e4\u00dfigen Anteils des Hopfens am Bier ist der Einfluss auf den Geschmack nicht zu untersch\u00e4tzen. 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