{"id":10330,"date":"2020-12-08T14:53:44","date_gmt":"2020-12-08T12:53:44","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=10330"},"modified":"2020-12-08T14:53:44","modified_gmt":"2020-12-08T12:53:44","slug":"die-brauereigasthoefe-sind-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=10330","title":{"rendered":"Die Brauereigasth\u00f6fe sind bedroht"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Die Brauereigasth\u00f6fe sind bedroht\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=10330\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><span style=\"background-color:white\">Ich ver\u00f6ffentliche hier eine Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbundes. Das hier beschriebene Problem betrifft allerdings nicht nur die Brauereigastst\u00e4tten in Bayern, sondern da es sich um eine Hilfe des Bundes handelt, die den Brauereigasth\u00f6fen vorenthalten wird, ist das Thema f\u00fcr die gesamte Bundesrepublik aktuell.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Bei Bayerns Brauereigasth\u00f6fen geht die Existenzangst um. Bis vor wenigen Tagen hatten sie gehofft, auch in den Genuss staatlicher Unterst\u00fctzung zu kommen, wie sie dem Gastgewerbe insgesamt versprochen wurde. Doch jetzt droht der Bund sie von staatlichen Hilfsgeldern abzuschneiden.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Wie die gesamte Gastronomie sind auch die Brauereigasth\u00f6fe in Deutschland seit Anfang November zu erzwungener Unt\u00e4tigkeit verurteilt, geschlossen zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie. Um ein gro\u00dffl\u00e4chiges Gastronomiesterben zu verhindern, gew\u00e4hrt der Bund die sog. &#8222;Novemberhilfe&#8220;, die zwischenzeitlich auf den Monat Dezember ausgedehnt wurde: Dem Gast- und Beherbergungsgewerbe wird als Ersatz f\u00fcr die zu tragenden Umsatzausf\u00e4lle eine Entsch\u00e4digung in H\u00f6he von bis zu 75% der Ums\u00e4tze der Vorjahresmonate ausbezahlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Doch Brauereigasth\u00f6fe sollen, wie jetzt bekannt wurde, als &#8222;Mischbetriebe&#8220; durchs Raster fallen. Weil sie neben der Gastronomie und Hotellerie auch eine handwerkliche Brauerei betreiben, h\u00e4tten sie nur eine Chance auf staatliche Unterst\u00fctzung, wenn der Au\u00dfer-Haus-Verkauf der Brauerei an den Handel maximal 20% des Gesamtumsatzes ausmacht.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Durch das ohnehin wenig gewinntr\u00e4chtige Gesch\u00e4ft mit Flaschenbier k\u00f6nnten diese handwerklich arbeitenden Brauereien die enormen Verluste, die der erzwungene Stillstand der gastgewerblichen Betriebsteile verursacht, jedoch bei weitem nicht kompensieren, kritisiert Stefan Stang, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Private Brauereien Bayern, die \u00dcberlegungen des Bundes.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">&#8222;F\u00fcr die vielen Brauereigasth\u00f6fe ist das ein herber R\u00fcckschlag&#8220;, zeigt sich auch Lothar Ebbertz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bayerischen Brauerbundes gleicherma\u00dfen entsetzt wie entt\u00e4uscht. Erst vor wenigen Tagen war Hoffnung aufgekeimt, dass auch die Brauereigasth\u00f6fe in den Genuss der f\u00fcr das Gastgewerbe geschn\u00fcrten Hilfspakete kommen w\u00fcrden. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatten den Brauern pers\u00f6nlich zugesichert, der Bund habe klargestellt, dass auch Mischbetrieben des Ern\u00e4hrungshandwerks November- und Dezemberhilfe zugestanden werde. Hierzu z\u00e4hlen typischerweise auch &#8222;Brauereien mit einer selbst betriebenen gastronomischen Einrichtung&#8220;, wie es im Schreiben des Ministers w\u00f6rtlich hei\u00dft.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Doch jetzt droht der Bund die aufkeimende Hoffnung auf die dringend ben\u00f6tigten Hilfsgelder im Keim zu ersticken.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Eine &#8222;offensichtliche Ungerechtigkeit&#8220; beklagt auch der Bayerische Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband DEHOGA BAYERN und kommentiert die Haltung des Bundes mit v\u00f6lligem Unverst\u00e4ndnis.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Ausdr\u00fccklich sehe der Gesetzgeber eine Sonderregelung f\u00fcr Gastronomiebetriebe vor, die ihre Leistungen auch im Au\u00dferhausverkauf anbieten&#8220;, so DEHOGA Bayern-Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Thomas Geppert, &#8222;bis Corona waren gastgewerbliche Betriebe auch seitens der Politik aufgefordert, sich zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Standbeine zu schaffen und dies soll diesen Vorzeigebetrieben nun ausgerechnet zum Verh\u00e4ngnis werden. Wenn B\u00e4ckereien und Konditoreien richtigerweise f\u00fcr ihre geschlossenen Caf\u00e9s Hilfsgelder abrufen k\u00f6nnen, dann sei es nur recht und billig, auch den staatlicherseits stillgelegten Brauereigasth\u00f6fen in dieser f\u00fcr sie existenzgef\u00e4hrdenden Lage zu helfen.&#8220;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Christof Pilarzyk betreibt im oberfr\u00e4nkischen R\u00f6dental mit seiner Familie einen solchen Privaten Brauereigasthof. Als Vorsitzender der Organisation &#8222;Private Brauereigasth\u00f6fe und Hotels&#8220; vertritt er die Interessen von 63 deutschen H\u00e4usern. &#8222;Wir stehen mit dem R\u00fccken zur Wand.&#8220; Der Chef des fast 600 Jahre alten Gasthofes, zu dem seit \u00fcber 500 Jahren auch eine eigene Brauerei geh\u00f6rt, beklagt Corona-bedingt in diesem Jahr im Gasthof schon 1 Mio. Euro Verlust. &#8222;Die kleine Brauerei kann das niemals auffangen&#8220; sagt er und fordert bei der staatlichen Unterst\u00fctzung eine Gleichbehandlung mit anderen Gastst\u00e4tten und Hotelbetrieben. &#8222;Die angeschlossene Brauerei ist das Markenzeichen der Brauereigasth\u00f6fe&#8220;&#8220;, so Pilarzyk. Es k\u00f6nne nicht sein, dass ihnen das bei der Inanspruchnahme von Hilfsleistungen nun zum Verh\u00e4ngnis werde.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Mit Unverst\u00e4ndnis verweist er auf B\u00e4ckereien und Konditoreien, die f\u00fcr ihre ebenfalls stillgelegten Caf\u00e9s Hilfsgelder abrufen k\u00f6nnen. Sie gelten in den Augen des Bundeswirtschaftsministeriums n\u00e4mlich als &#8222;Gastst\u00e4tten&#8220;, der Thekenbereich als deren Au\u00dferhausverkauf &#8211; unabh\u00e4ngig von seiner Gr\u00f6\u00dfe.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background-color:white\">Sollte der Bund nicht nachbessern, so die \u00fcbereinstimmende Ansicht der Branchenvertreter, w\u00e4ren nicht nur die gastgewerblichen Betriebsteile, sondern auch die oft Jahrhunderte alten Familienbrauereien in ihrem Bestand gef\u00e4hrdet.<\/span>\n\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich ver\u00f6ffentliche hier eine Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbundes. Das hier beschriebene Problem betrifft allerdings nicht nur die Brauereigastst\u00e4tten in Bayern, sondern da es sich um eine Hilfe des Bundes handelt, die den Brauereigasth\u00f6fen vorenthalten wird, ist das Thema f\u00fcr die gesamte Bundesrepublik aktuell. Bei Bayerns Brauereigasth\u00f6fen geht die Existenzangst um. 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