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Spießbraten Bier

Auf den ersten Blick erscheint der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, etwas merkwürdig. Aber wenn wir einen Moment darüber nachdenken wird er logisch. Beim Wein gibt es eine ähnliche Namensgebung, beispielsweise den “Wein zum Spargel”. OK, jetzt haben wir das Bier zum Spießbraten. Warum nicht. Messen wir dieses Bier also daran, ob es sich als Begleiter zum Spießbraten eignet.

In hellem Goldgelb mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal einen ordentlichen Eindruck.

Düfte nach Brotkrume steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige würzige Noten.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist die sehr reichlich dosierte Kohlensäure, die die leichte Süße des Bieres in den Hintergrund treten lässt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Dabei ist das Bier einigermaßen vollmundig. Mich stört aber weiterhin die viele Kohlensäure. Sollte ich das Bier eventuell einmal umrühren, damit die anderen Geschmackseindrücke besser zum Tragen kommen? Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber diskret und es klingt auch nur kurz nach.

Passt denn der Name jetzt? Ja, als Begleiter zum Grillen ist das Bier durchaus geeignet, aber es hinterlässt bei mir keinen allzu nahhaltigen Eindruck. So richtig überzeugt scheint auch die Brauerei nicht von dem Bier zu sein. Auf der Website der Brauerei wird es nicht erwähnt und auch die Webadresse, die auf dem Rückenetikett abgedruckt ist, lässt sich nicht aufrufen. Andere Biere von Arcobräu gefallen mir jedenfalls deutlich besser.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Arcobräu GmbH
Schlossallee 1
94554 Moos

Hofbräu Sommerzwickl

Der Sommer ist ja schon lange vorbei, aber jetzt habe ich ganz weit hinten in meinem Kühlschrank noch ein Hofbräu Sommerzwickl gefunden. Das musste ich selbstverständlich gleich öffnen und verkosten, denn bereits Ende April kommt der neue Jahrgang auf den Markt.

Das Bier sieht aus wie ein typisches Märzen, bernsteinfarben und hefetrüb. Die feinporige Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich groß und bleibt recht lange erhalten. Optisch haben die Münchner alles richtig gemacht.

Das Aroma ist würzig. Düfte nach Brotkrume und Kernobst steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen sehr feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu und die Hefe entfaltet ihren Geschmack. Dabei ist das Bier recht vollmundig. Im Abgang bleibt ein leichtes und freundliches Bitter, das mittellang nachklingt.

Ich kann beim Hofbräu Sommerzwickl keine Fehler feststellen, aber so richtig zufrieden bin ich mit diesem Bier nicht. Irgendetwas fehlt mir, auch wenn ich nicht genau definieren kann, was ich vermisse. Aber zum Essen oder beim Fernsehen ist dieses Bier eine gute Wahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Helles Gerstenmalz, Münchner Malz), Hopfen (Herkules, Perle, Magnum, Select), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Dithmarscher Naturtrüb

Wieder einmal steht ein Bier aus dem schleswig-holsteinischen Marne vor mir. Diesmal setzt das Familienunternehmen auf ein naturtrübes Bier und liegt damit voll im Trend. Dabei bleibt die Brauerei ihren Idealen treu und präsentiert dieses Pils in einer gewohnt rustikalen Aufmachung und der klassischen Bügelflasche.

Golden und ordentlich hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist sahnig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist teigig, wobei sich die Düfte der Hefe gut mit den Hopfenaromen verbinden. Dazu das typische Herbe eines norddeutschen Bieres – da kann ich mich ja nur auf den ersten Schluck freuen.

Der Antrunk ist angenehm trocken, bevor die Hefe in den Vordergrund tritt und auch der Hopfen für ein kräftiges aber freundliches Bitter sorgt, was aber die Süffigkeit keinesfalls stört. Der Abgang ist typisch norddeutsch – kurz bitter und mittlerer Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Perle, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,4 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

Veto Zwickelhahn

Der “Zwickelhahn” ist eine Zapfvorrichtung im Lagertank, um Proben des reifenden Bieres zu nehmen. Der “Zwickelhahn”, also ein kleiner Probehahn am Lagertank, ermöglicht dem Braumeister während der Ausreifung des Gerstensaftes sein Bier zu verkosten, bevor es in Flaschen oder Fässer abgefüllt wird.

Die Benutzung ist nur den Brauern vorbehalten – das Bier ist noch nicht versteuert -, um ein frisches, nicht filtriertes Bier direkt aus dem Tank zu zapfen. Das Zwickeln gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen aller Bierbrauer. Der Zwickelhahn ist auf etwa einem Drittel der Tankhöhe angebracht. Wenn am Zwickelhahn kein Bier mehr zu entnehmen ist, dann ist es ein wirklich guter Sud.

Um unkontrolliertes Öffnen des Probehahnes, meist eines Kükenhahnes, zu vermeiden, hatte das Hahnküken keinen Griff, sondern nur einen Schlitz für die Bedienung mit einem Schraubenzieher. Statt eines Schraubenziehers lässt sich auch eine Münze verwenden, am besten eignete sich dafür früher ein Zweimarkstück, häufig auch Zwickel genannt. So kam der Zwickelhahn zum seinem Namen. Nach ihm ist das Bier benannt, das jetzt vor mir steht.

Wunderbar golden zeigt sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittliche cremige Schaumkrone, die anfangs recht flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Mich wundert, dass das Bier klar ist, es wirkt wie gefiltert. Ich hätte von einem Zwickelbier eigentlich eine Hefetrübung erwartet.

Das Aroma gefällt mir sehr gut. Mir steigen Karamellnoten in die Nase, dazu etwas dunkler Honig, Rosinen und einige Kräuterdüfte.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist eine zurückhaltende Süße, gepaart mit der passenden Menge Kohlensäure. Unterstützt wird der Geschmack durch einige florale Noten. Schnell kommt eine Fruchtigkeit dazu, die mich überrascht, weil ich sie im Aroma nicht festgestellt habe. Im nächsten Moment kommt ein freundliches und gut abgestimmtes Bitter dazu. Im Abgang verstärkt sich das Bitter kurz, geht dann aber auch schnell wieder etwas zurück. Der Rest klingt lange nach.

Der Zwickelhahn ist ein Bier, das wirklich überraschen kann.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Münchner, Pilsner, Caramellmalz), Hopfen (Hersbrucker Spät, Hallertauer Tradition, Opal), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,9° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Hopferei Hertrich
Brückkanalstr. 33
90537 Feucht
www.hopferei.de

DIE BIEROTHEK

Eibauer Zwick‘l naturtrüb

Die Privatbrauerei Eibau in der Oberlausitz wurde 1810 von der Brauereikommune Zittau erbaut. Die Brauerei hat ein feines Biersortiment. Auch wenn sie vor allem für ihr Schwarzbier bekannt ist, bietet Eibauer aktuell 14 verschiedene Biersorten an. Jetzt steht das Eibauer Zwick’l vor mir.

Goldgelb und nur leicht hefetrüb steht das Bier vor mir. Der Schaum ist gemischtporig und durchschnittlich voluminös. Er fällt auch durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Obwohl ich im Bier nur wenig Hefe sehe, tritt sie im Aroma doch deutlich hervor. Dazu kommen eine angenehme Malzigkeit, deutliche bittere Noten und ein Hauch Trockenfrüchte. Bis hierhin kann ich an dem Bier keine Fehler erkennen, aber wirklich vom Hocker hauen mich die Optik und das Aroma nicht.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure ist passend dosiert, so dass der erste Kontakt mit der Zunge durchaus angenehm ist. Dann kommt leider ein kleines Geschmacksloch, bevor sich der bittere Geschmack steigert. Jetzt würde ich mir etwas Fruchtigkeit wünschen. Im Abgang erfreut sich ein kurzes kräftiges Bitter die Kehle, das aber flott nachlässt und dann durchschnittlich lange nachklingt.

Schade, von einem Zwickl aus Eibau hätte ich mir eigentlich mehr versprochen. Die Brauerei hat zwar keine Fehler gemacht, aber mir fehlt einfach das Besondere.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
Neueibauer Straße 9
02739 Eibau
www.eibauer.de

Ablassfrei Thaddäus Zwickelbier

Auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Essen steht seit einigen Jahren Ablassfrei und bietet dort Marmeladen und vier Biere an. Die sehr ansprechende Ausstattung des Standes hat mich dazu verleitet, von jedem der Biere jeweils eines mitzunehmen, ohne dass ich mir vorher die Zutatenliste angesehen habe. Als ich das zuhause nachholte, musste ich feststellen, dass beim Brauen der Biere auch Hopfenextrakt verwendet worden war. Hätte ich zwischen 4 und 10 Euro pro Flasche ausgegeben, wenn ich das geahnt hätte? Vermutlich nicht, aber jetzt war es zu spät. Es ist halt wie es ist, deshalb öffne ich die Flasche und schenke mir das erste Glas ein.

Golden und nur leicht hefetrüb opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine minimal überdurchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier eine gute Figur.

Das Aroma ist würzig und hopfig und ähnelt einem Pils. Dazu kommen einige grasige Noten. Damit ist der Duft recht angenehm, wenn auch wenig spektakulär.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle fest, dass das Thaddäus nur wenig Kohlensäure enthält, die aber angenehm feinperlig ist. Schnell gesellt sich ein leichtes freundliches Bitter dazu. Allerdings macht das Bier einen etwas wässrigen Eindruck. Der Abgang ist leicht bitter; er klingt aber lange nach.

Insgesamt ist das Thaddäus Zwickelbier von Ablassfrei kein schlechtes Bier, aber es ist austauschbar. Es handelt sich meiner Meinung nach um ein durchschnittliches Industriebier, das allerdings zum Preis eines Craft Beer verkauft wird. Die € 3,50 im Onlineshop bzw. € 4,00 auf dem Markt ist das Bier wirklich nicht wert.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Medival Food Group
Volkardeyer Weg 51
40472 Düsseldorf
www.ablassfrei.de

Borbecker Zwickl

Und wieder einmal steht ein Bier aus der zur Brauerei Stauder gehörenden Dampfbierbrauerei in Essen-Borbeck vor mir, diesmal das Zwickl.

Sehr schön bernsteinfarben ist das Zwickl. Es enthält allerdings vergleichsweise wenig Hefe. Quasi als Ausgleich bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Krone aus festem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist mild und wird vollständig durch das Malz und die Hefe bestimmt. Düfte nach Toffee und Hefe steigen mir in die Nase; Hopfen kann ich nicht riechen.

Der Antrunk ist wenig süß und ich stelle fest, dass die Kohlensäure sehr feinperlig ist. Schnell kommt eine leichte Säure dazu, die zusammen mit dem Malz für eine ordentliche Süffigkeit sorgt. Auch die Hefe meldet sich auf der Zunge, dazu wenig bitter. Auch im Abgang bleibt das leichte Bitter erhalten und es klingt noch lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Brauerei:

Privatbrauerei Jacob Stauder
Stauderstr. 88
45326 Essen
www.dampfe.de

Hofbräu Winterzwickl

Auch große Brauereien brauen saisonale Biere, so auch die Hofbräu München. Aus dieser Brauerei steht jetzt das Hofbräu Winterzwickl vor mir. Ein Blick auf das Etikett gibt nicht viel her. Anders die Website der Brauerei, wo in Stichworten die Zutaten benannt werden, wie es sonst eher bei Craft Beer üblich ist. Das gefällt mir schon mal.

Dunkel kastanienbraun steht das Bier im Glas. Darüber entwickelt sich viel fester hellbrauner Schaum, der aber relativ schnell in sich zusammenfällt. So fest wie der Schaum anfangs war, hätte ich damit gerechnet, dass sich der Schaum länger hält.

Das Aroma ist malzbetont. Leichte Anklänge von Bitterschokolade steigen mir in die Nase. Dazu kommt noch der Duft von Hefe. Insgesamt gefällt mir der Duft nicht schlecht, aber bei der Farbe des Bieres hätte ich ein kräftigeres und intensiveres Aroma erwartet.

Der Antrunk ist recht süß und das Bier enthält eine sehr feinperlige und milde Kohlensäure. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu, mehr aber noch der Geschmack dunkler Schokolade. Ansonsten ist das Bier eher schlank. Der Abgang ist wenig bitter und der Schokoladengeschmack klingt noch einige Zeit nach.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Bier keine Fehlnoten aufweist, aber auch nicht wirklich ausgewogen wirkt. Außerdem würde ich mir einen etwas intensiveren Geschmack wünschen.

Zutaten.

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Helles Gerstenmalz, Caramelmalz), Hopfen (Hercules, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Waldhaus Ohne Filter

Das Waldhaus Ohne Filter ist ein hefetrübes Kellerbier aus dem südlichen Teil des Schwarzwalds, das mit ganzem Doldenhopfen gebraut wird.

Vermutlich nicht ohne Grund wurde dieses Bier vielfach ausgezeichnet. Beim World Beer Award wurde es 2012 als World Best Seasonal Lager geehrt, beim International Taste & Quality Award in Brüssel erhielt es fünfmal 2 Sterne und dreimal drei Sterne, ebenfalls in Brüssel bekam es von 2012 bis 2017 in jedem Jahr die Goldmedaille, beim European Beer Star in München bekam es zweimal Gold, beim Meiningers International Craft Beer Award Platin, bei 1001 Degustations in Frankreich wurde es 2016 mit Silber und 2017 mit Gold ausgezeichnet und von der DLG bekam es insgesamt 18 Medaillen, davon immerhin zwölfmal Gold. Ich habe es jetzt nicht nachgeprüft, aber ich glaube, noch kein Bier, das ich hier verkostet habe, wurde häufiger ausgezeichnet.

Strohgelb und hefetrüb mit einem leichten Stich ins Grüne steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine sehr schöne feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das gefällt mir schon mal.

Das Bier duftet blumig und erdig und der Naturhopfen spendet auch einige grasige Noten. Dazu kommen noch Düfte nach Vanille und Biskuitteig, unterstützt durch Vanille und etwas Waldhonig. Ein derart komplexes Aroma kann nur ein gutes Bier begleiten.

Durch die sehr feinperlige Kohlensäure ist der Antrunk spritzig. Sofort zeigt sich auch, wie vollmundig das Bier ist. Dabei sorgt die Hefe für ein weiches und rundes Mundgefühl. Der Abgang ist wenig bitter mit einem ordentlichen Malzgeschmack. Trotzdem kommt auch hier der Hopfen mit seinen grasigen Noten zu seinem Recht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Spalt, Tettnang, Hallertau), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Waldhaus
Waldhaus 1
79809 Waldhaus
www.waldhaus-bier.com

Mönchshof Naturtrüb’s alkoholfrei

Die meisten Brauereien in Franken sind bekanntlich kleine Brauereien, in denen mehr oder weniger handwerklich gearbeitet wird. Jetzt steht das Mönchshof Naturtrüb’s Alkoholfrei vor mir. Dieses Bier kommt aus der Kulmbacher Brauerei, dem vermutlich größten Brauereikonzern Frankens, die im Jahr 2010 immerhin 16 Tochterunternehmen in der Bilanz stehen hatte (neuere Zahlen liegen mir leider nicht vor). Jetzt will ich mal feststellen, ob die Brauerei auch ein gutes alkoholfreies Bier brauen kann.

Recht hell ist das Bier und es enthält ordentlich viel Hefe. Die Schaumkrone ist recht klein und besteht aus gemischtporigem weißem Schaum, der aber recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist frisch. Das Bier duftet nach Teig und Gras. Das Aroma gefällt mir jedenfalls schon mal.

Der Antrunk ist mild und bringt überraschend wenig Süße mit sich. Auch wenn das Bier im ersten Moment etwas wässrig wirkt, bringt die sehr feinperlige Kohlensäure einige Frische ins Bier. Leider fällt das Bier dann aber ab. Dem Körper fehlt die Vollmundigkeit, die ich aufgrund der Menge der Hefe eigentlich erwartet habe. Geschmacklich punkten kann nur der angenehm bittere Abgang mit einem recht langen Nachklang.

Das Naturtrübe von Mönchshof hat in meinen Augen die gleichen Probleme wie so viele andere alkoholfreie Biere. Da mit dem Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger fehlt, wirkt es nicht wirklich ausgewogen. Trotzdem ist es an einem warmen Sommerabend ein guter Durstlöscher.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de