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Duvel Tripel Hop Cashmere

Die Brauerei Duvel Moortgat ist in Breendok beheimatet, einem Ortsteil der Gemeinde Puurs-Sint-Amands in der belgischen Provinz Antwerpen. Die Brauer sind immer auf der Suche nach Innovationen um originelle Geschmacksmischungen mit exklusiven Hopfensorten zu kreieren. Im letzten Jahr haben sie die Hopfensorte “Cashmere” entdeckt. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der Kreuzung einer weiblichen “Cascade”-Hopfenpflanze mit einer männlichen “Northern Brewer”-Hopfenpflanze. Jetzt will ich das Ergebnis verkosten.

Strohblond und leicht hefetrüb mit sehr viel feinporigem Schaum fließt das Bier ins Glas. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Aromen nach Zitronenschalen, Melonen und Kräutern steigen mir in die Nase. Da haben die Brauer am Cashmere wirklich nicht gespart.

Beim ersten Kontakt mit dem Bier meldet mir meine Zunge eine leichte Süße, aber nur recht wenig Kohlensäure. Aber dann kommt die Fruchtigkeit zum Tragen. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und sie werden durch ein ordentliches Bitter begleitet, das die Fruchtaromen aber nicht überdeckt. Das Mundgefühl ist samtig und frisch. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter geprägt, das anfangs schnell nachlässt, aber ein Rest klingt lange nach.

Zutaten:

Eine Zutatenliste stellt die Brauerei nicht zur Verfügung; lediglich die Hopfensorten (Saaz, Styrian Golding, Cashmere) wurden veröffentlicht.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Duvel Moortgat
NV-Breendonkdorp 58
2870 Puurs
www.duvel.be

Sloeber

Die Geschichte der Brouwerij Roman beginnt 1545 mit einem Mann namens Joos Roman. Er besaß ein Gasthaus namens “De Clocke” in Mater, einem Ortsteil von Oudenaarde. Dieses Bed and Breakfast lag verkehrsgünstig an der deutsch-französischen Handelsroute. Roman besaß ein Gasthaus, einen Bauernhof, eine Mühle, eine Mälzerei und natürlich auch eine Brauerei. Damals war das Bierbrauen nur eine der vielen Tätigkeiten, die dort ausgeführt wurden. Im Laufe der Zeit, als die nächsten Generationen das Ruder übernahmen, wurde Bier zur Haupttätigkeit der Familie.

Auf dem Etikett befindet sich eine anthropomorphe Flasche. Weshalb der Name gewählt wurde, ist mir nicht bekannt. Sloeber ist niederländisch und bedeutet Schuft, Lump oder auch armer Schlucker. Vermutlich ist das der flämische Humor.

Strohgelb präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken bildet sich sehr viel fester Schaum, der lange erhalten bleibt. Es ist also empfehlenswert, das Sloeber vorsichtig einzugießen.

Das Bier duftet nach Limone, Honig und weißem Pfeffer. Für ein Strong Golden Ale ist das Aroma etwas ungewohnt, aber sehr angenehm.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus mit einer sanften feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich ein ordentliches und nicht zu kräftiges Bitter, das sich mit dem Geschmack nach Waldhonig mischt. Jetzt fehlt mir etwas die Fruchtigkeit, die ich im Aroma festgestellt habe. Der Geschmack der 7,5 Volumenprozent Alkohol kommt leicht durch und unterstreicht die anderen Geschmackseindrücke. Das Mundgefühl ist leicht sirupartig. Dabei ist das Bier recht süffig. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und der Geschmack klingt lange nach.

Das Bier passt gut zu Fischgerichten, Steak mit Pommes Frites oder einigen Käsesorten

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brewery Roman
Hauwaart 105
9700 Oudenaarde
Belgien
www.roman.be

La Corne du Bois des Pendus D‘hiver

In der Wallonie liegt nahe der Grenze zu Luxemburg die kleine Gemeinde Ebly, so klein, dass sie weder über eine eigene Website noch über einen Eintrag bei Wikipedia verfügt. Aber eines gibt es – eine Brasserie mit eigenem Bier. Zwar wird es nicht in Ebly gebraut, sondern bei der Brasserie des Légendes in Ellezelles, aber trotzdem gibt es vom La Corne de Bois des Pendus gleich eine ganze Serie unterschiedlicher Biere: Die Trilogie Corne du Bois des Pendus besteht aus einem Lagerbier, einem Schwarzbier und einem Tripel. Diese drei dauerhaft verfügbaren Biere werden durch ein fruchtiges Bier sowie ein winterliches Spezialbier ergänzt. Jetzt steht das Winterbier vor mir. Von diesem Bier werden pro Jahr lediglich 200 Hektoliter hergestellt. Wenn diese weg sind, sind sie weg und auf das nächste Winterbier muss der geneigte Käufer ein Jahr warten.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die hell elfenbeinfarbene Schaumkrone ist feinporig und überdurchschnittlich voluminös und sie fällt nur langsam in sich zusammen. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtig gemacht.

Im Aroma halten sich die Röststoffe des Malzes und die Düfte des Hopfens in etwa die Waage. Das Bier duftet nach frischem Brot und Rübensirup, unterstützt durch ein dezentes Vanillearoma.

Der Antrunk ist recht süß, aber obwohl das Bier recht wenig Kohlensäure enthält, die allerdings sehr feinperlig ist, versteht es das Bier, vom ersten Moment an zu gefallen. Dies gilt besonders, als auf der Zunge ein ordentliches Bitter dazukommt. Insgesamt macht das Bier einen vollmundigen und runden Eindruck und vermittelt ein fas cremiges Mundgefühl. Der Alkohol ist gut eingearbeitet. Er wärmt, obwohl er kaum durchschmeckt. Der Abgang ist überraschend mild. Der Geschmack klingt kaum nach, dafür kommt zum Abschluss doch noch der Geschmack des Alkohols durch.

Dieses Winterbier passt zu Jahreszeit. Es ist ein guter Begleiter zu typischem Weihnachtsgebäck.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Stammwürze:

22° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Brasserie des Légendes
Rue du Castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
http://www.brasseriedeslegendes.be/

für

Brasserie d’Ebly
Rue Champs Claire 4
6860 Ebly
www.lacorneduboisdespendus.com

Das Herzhafte: ein goldenes und kräftiges Bernsteinbier, das 12% Alkohol titriert. Mit seinen holzigen und vanilligen Bourbonaromen bietet das Winterhorn Ihrem Gaumen eine wahre Freude und erwärmt Ihre Seele in den langen Winternächten. Wir produzieren nur 200 HL.