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Rook & Vuur

Die Brouwerij de Molen ist eine Craft Beer-Brauerei mit Sitz in Bodegraven, etwa 30 Autominuten von Amsterdam entfernt. Die Brauerei ist für ihr vielfältiges Angebot an handwerklich hergestellten Bieren bekannt. Ihre Rezepte und Brauprozesse sind sehr spezifisch, um die Aromen und die Bitterkeit zu erreichen, die die Biere dieser Brauerei einzigartig machen. Alle sechs Wochen bringt die Brauerei ein neues Bier auf den Markt, das es vorher noch nicht gab und das es wahrscheinlich nie wieder geben wird. Im Jahr 2017 produzierte die Brauerei etwas mehr als 10.000 Hektoliter. Etwa die Hälfte des Bieres wird in ungefähr 30 Länder weltweit exportiert. Aus dieser Brauerei stammt das Rook & Vuur (Rauch & Feuer), das jetzt vor mir steht. Mit Rauchmalz und Chillies gebraut verspricht es, etwas ganz Besonderes zu sein. Mal sehen, ob es dieses Versprechen auch halten kann.

Praktisch blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die hellbraune Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös, hellbraun und feinporig. Sie bleibt sehr lange erhalten.

Intensive Röststoffe steigen mir mit dem Duft nach Buchenrauch und geräuchertem Speck in die Nase. Dazu kommt noch die Süße nach Pumpernickel und der Duft dunkler Schokolade. Das macht Lust auf den ersten Schluck, auch wenn ich doch hoffe, dass die Chillies nicht zu kräftige Schärfe ins Bier bringen.

Rauch und eine angenehme Süße prägen den ersten Eindruck auf der Zunge. Das Mundgefühl ist cremig und voll. Der Geschmack von geräuchertem Speck, gegrilltem Fleisch und Schokolade mischt sich mit dem von Nüssen und Brombeeren. Und nein, die Chillies sind nicht im Vordergrund, sondern runden den Geschmack subtil ab. Im Abgang lässt die Süße nach und der Rauch verstärkt sich. Jetzt schmecke ich auch die 8,2 Volumenprozente Alkohol, der für einen sehr langen Nachklang sorgt.

Zutaten:

Wasser, Malz Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,2 % Vol.

Brauerei:

Brouwcafè de Molen
Overtocht 43
2411 BT Bodegraven
Niederlande
www.brouwerijdemolen.nl

Buffalo Belgian Stout

Die Geschichte der Brauerei Van Den Bossche ist mit der bemerkenswerten Geschichte von Buffalo Bill verwoben, dem Veranstalter der immer noch berühmten Western-Show. Im Jahr 1907 ging er mit seiner Show auf Europatournee. Er machte im gleichen Jahr auch in Sint-Lievens-Esse Station, dem kleinen Ort, in dem die Brauerei Van den Bossche beheimatet ist. Wie alle anderen wollten auch die Beschäftigten der Brauerei zur Vorstellung auf dem Dorfplatz gehen. Der chinesische Freiwillige, der die kochende Würze aufrühren musste, um sicherzustellen, dass sie nicht verbrennt, ging auch zu der Vorstellung. Die Geschichte besagt, dass die Belegschaft von der Vorstellung zurückkehrte, die Würze kühlte und Hefe zusetzte, ohne etwas zu sagen. Erst als der Braumeister eine Probe nahm, bemerkte er, dass versehentlich ein anderes Bier gebraut worden war. Das Bier zeigte einen Alkoholgehalt von fast sechs Prozent. Mit der Abreise des Zirkus Buffalo aus Sint-Lievens-Esse wurde das gleichnamige Bier geboren. Buffalo 1907 war das erste aus einer Reihe von Buffalo-Bieren. Aufgrund des handwerklichen und regionalen Charakters des Bieres wurde es mit dem regionalen Produktlabel von VLAM ausgezeichnet. Hundert Jahre nach Buffalo 1907 folgte ein erster Nachfolger: Buffalo Belgian Stout. Das Bier wurde auf Wunsch des amerikanischen Importeurs der Brauerei Van Den Bossche gebraut. Es wurde zu einem schweren Büffel: leicht karamellisiert und mit 9 % Alkohol. Für den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte kann ich nicht garantieren, aber die Brauerei erzählt sie so.

Dunkel kastanienbraun ist das Buffalo Belgian Stout. Darüber steht eine durchschnittliche Krone aus beigem gemischtporigem Schaum, die recht lange erhalten bleibt.

Röststoffe dominieren das Aroma, unterstützt vom Duft dunkler Früchte und von Rübensirup. Dazu kommt ein diskreter alkoholischer Duft. Ich würde mir das Aroma noch etwas komplexer wünschen, aber es ist nicht schlecht.

Der Antrunk ist spritzig und überraschend frisch. Auch der Geschmack ist nicht so intensiv wie ich es aufgrund der Optik erwartet habe. Auf der Zunge drängen sich die Röststoffe mit ihrem Kakaogeschmack etwas in den Vordergrund. Auch der Geschmack nach Sirup zeigt sich auf der Zunge, dazu ein leichtes Aroma nach Nüssen und Erde. Die immerhin neun Volumenprozente Alkohol sind gut eingearbeitet und fallen kaum auf. Im Abgang werden die Röststoffe noch etwas stärker und die Süße des Malzes klingt lange nach.

Zu diesem Bier passen gut in Bier gekochte Miesmuscheln.

Zutaten:

Wasser. Gerstenmalz, Hopfen, Nachgärungszucker

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Van Den Bossche
Sint-Lievensplein 16
9550 Sint-Lievens-Esse
Belgien
www.paterlieven.be

CREW Republic Roundhouse Kick

Die Brauerei CREW Republic aus Unterschleißheim steht im Allgemeinen für ehrliche, handwerklich gebraute und geschmacklich außergewöhnliche Biere. Damit schafft das Team ein Zuhause für alle, denen “Standardbiere” nicht genug sind. Jetzt steht das Roundhouse Kick vor mir, ein Imperial Stout.

Absolut blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Es entwickelt sich nur wenig mittelbrauner Schaumgemischtporiger Schaum, der sich sehr schnell auflöst. Würde der Schaum länger erhalten bleiben, würde mir das Bier richtig gut gefallen.

Meiner Nase gefällt das Bier schon erheblich besser, denn hier kommt der erste Kick. Düfte dunkler Schokolade, nach Kaffee und Karamell schmeicheln ihr, unterstützt durch den Duft dunkler Früchte. Ich meine, Kirschen und Pflaumen wahrzunehmen. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Samtweich umschmeichelt das Roundhouse Kick meine Zunge mit seiner Malzsüße. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber auch recht knapp dosiert. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Dafür gefällt mir aber der Geschmack nach dunklen Früchten und Trockenfrüchten, bevor die Röstaromen mich mit dem Geschmack nach dunkler Schokolade und Espresso begeistern. Der Geschmack der 9,2 Volumenprozente Alkohol hält sich diskret im Hintergrund und zeigt sich gerade soweit, dass er den Geschmack des Malzes unterstützt. Jetzt kommt ein ausgewogenes Bitter dazu. Was für ein Bier. Auch im Abgang drängen sich zunächst die Röstaromen in den Vordergrund, bevor im Nachklang der Hopfen wieder zu seinem Recht kommt.

Das Roundhouse Kick ist ein Imperial Stout, das zu überraschen weiß. Obwohl – etwas anderes hätte ich von Crew Republic auch nicht erwartet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Chocolate Malt, Karamellmalz, Röstmalz), Hopfen (Columbus, Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

9,2 % Vol.

Bittereinheiten:

71 IBU

Brauerei:

CREW Republic Brewery GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleissheim
www.crewrepublic.de

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

BrewAge Chicxulub

Nur für den Fall, dass Sie sich fragen, wo dieser merkwürdige Name herkommt: Wikipedia erklärt ihn wie folgt: “Der Chicxulub-Krater (nach dem Ort Chicxulub Puerto, von Mayathan Ch’ik Xulub [tʃikʃuˈlub], ch’ik “Floh, Zecke”, xulub’ “Teufel, Dämon, Horn”)[1] ist ein laut neuester Datierung 66 Millionen Jahre alter Einschlagkrater mit ca. 180 km Durchmesser im Norden der Halbinsel Yucatán in Nordamerika (Mexiko). Da er unter mächtigen Sedimentgesteinen begraben und nicht erodiert ist, zählt er zu den besterhaltenen großen Einschlagkratern der Erde. Im Zusammenhang mit der Kreide-Paläogen-Grenze wird er mit dem Aussterben der Dinosaurier und eines großen Teils der mesozoischen Tier- und Pflanzenwelt während des Übergangs zum Känozoikum in Verbindung gebracht.” Soviel zum Namen des Oatmeal Stout, das jetzt vor mir steht. Kommen wir nun zum Bier.

Eine Besonderheit dieses Bieres ist, dass es unter anderem mit Haferflocken gebraut wurde. Ich erhoffe mir davon eine schön weiche Textur. Mal sehen, ob das Bier meine Erwartungen erfüllt.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Selbst als ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert nichts durch. Dazu kommt eine leicht überdurchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch haben die Jungs aus Wien schon mal alles richtiggemacht.

Düfte nach Schokolade, Espresso, Nüssen und Kirschen steigen mir in die Nase. Am Röstmalz haben die Österreicher nicht gespart.

Der erste Kontakt des Bieres wird durch die kräftige Malzsüße geprägt, unterstützt durch die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure. Nach und nach kommen auf der Zunge die anderen Aromen zu ihrem Recht. Schokolade und Kaffee verbinden sich mit einer geringen Fruchtigkeit zu einem Gesamteindruck. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im sehr milden Abgang wird das Bier trockener, bleibt dabei aber recht mild und jetzt würde ich mir durchaus etwas mehr Bitterstoffe wünschen. Aber insgesamt ist das Bier absolut stimmig.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Karamell, Röstmalze), Haferflocken, Hopfen (Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

16,8° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

BrewAge GmbH
Haberlandtgasse 64/3/1
1220 Wien
Österreich
www.brewage.at

Ratsherrn Nightfall

Das Nightfall stammt aus der Brauerei Ratsherrn im Hamburger Schanzenviertel. Von dort kommen viele gute Biere, die nicht immer nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut sind. Da dort aber mit natürlichen Zutaten gebraut wird und weder demineralisiertes Wasser, das anschließend mit definierten Mineralien versetzt wird, zum Einsatz kommt, noch irgendwelche Konzentrate oder Extrakte und da das Bier nicht mit Plastikgranulat gefiltert wird, das anschließend teilweise in Form von Mikroplastik im Bier enthalten ist, erscheinen mir die Biere aus dieser Brauerei im Grunde reiner als viele Biere, die sich rühmen, dem Reinheitsgebot zu entsprechen. Das Nightfall, ein Chocolate Stout, das ganzjährig verfügbar ist, wurde mit Kakaosplittern und Vanilleschoten gebraut, weshalb Puristen es ablehnen, aber seien wir ehrlich: natürlicher geht es nicht. Dann wollen wir doch mal sehen, was Ian Pyle, der Herr über die Mikrobrauerei im Hamburger Schanzenviertel, hier zustande gebracht hat.

Blickdicht schwarz ist das Nightfall mit einer durchschnittlichen cremigen beigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch den Duft des Malzes sowie dunkler Schokolade dominiert, der durch einige ordentliche Vanillenoten unterstützt wird. An Kakao und Vanille haben die Hamburger also nicht gespart.

Im Antrunk finden sich die Aromen wider, die mir in die Nase gestiegen sind. Eine leichte Süße passt sehr gut zum Geschmack von Schokolade und Vanille, vor allem, weil diese Geschmackseindrücke durch eine sehr feinperlige Kohlensäure unterstützt werden. Schnell kommt eine fein abgestimmte Säure dazu und der Geschmack der Kakaosplitter dominiert zusammen mit dem Malzkörper den Geschmack. Gemeinsam sorgen sie für ein rundes und weiches Mundgefühl. Das Malz bleibt auch im Abgang dominant und der Geschmack geht in der Kehle in ein leichtes Bitter über. Dabei steht erst der Geschmack nach Espresso im Vordergrund, der dann in einen Schokoladengeschmack übergeht. Dieser Eindruck klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener, Biscuit, Chocolate, Röstmalz), Hafermalz, Kakaosplitter, Hopfen (Nugget), Vanilleschoten, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bitterwert:

25 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr.30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
www.ratsherrn.de

Black Czech

Wieder einmal steht ein Bier aus Hildesheim vor mir, ein spezieller Sud aus der Hildesheimer Braumanufaktur. Jan und Malte brauen ihre Biere unter zwei Labeln. Einerseits brauen sie ihre “normalen” Craft-Biere, die sie ausschließlich im Direktverkauf und über verschiedene Händler in der Umgebung von Hildesheim vertreiben. Unter dem Label “Funk Soul Brewers” stellen sie zusätzlich ausgefallene und besonders spezielle Sude her. Diese Sude sollen auch überregional angeboten und verschickt werden. Derzeit gibt es unter diesem Label zwei Biere, von denen ich das “Black Czech” finden konnte und das jetzt vor mir steht. Es wurde mit drei tschechischen Hopfen gebraut, womit die Namensgebung schon mal geklärt wäre.

Das Bier trägt seinen Namen zu Recht. Es ist blickdicht schwarz, selbst als ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert kein Licht durch. Darüber bildet sich eine durchschnittliche mittelbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch haben die Brauer schon mal alles richtig gemacht.

Das komplexe Aroma wird durch Düfte nach Kaffee und Kakao dominiert, aber auch fruchtige und würzige Noten sind vorhanden. Das macht doch schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeigt eine leichte Süße und die obwohl sehr feinperlige Kohlensäure knapp dosiert ist, passt diese Dosierung durchaus. Auf der Zunge lassen die Röststoffe ihre Muskeln spielen, vor allem der Geschmack nach Kaffee. So sehr ich tiefschwarze Biere mag, würde ich mir doch noch etwas Säure und mehr Bitter wünschen. Aber das ist meine persönliche Vorliebe; auch diese Interpretation hat sicher ihre Liebhaber. Im Abgang dominiert der Geschmack nach Espresso, der lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Agnus, Kazbek, Premiant), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GBR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Vanille Ice Cream Stout

Goes ist eine Kleinstadt in der niederländischen Provinz Zeeland, eine niederländische Stadt wie aus dem Bilderbuch. Bereits im 10. Jahrhundert entstand die erste Siedlung am Ufer eines Wasserlaufs, der inzwischen aber eingedeicht wurde. Die Innenstadt von Goes ist reich an malerischen alten Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Außerdem verfügt Goes über einen Jachthafen. Aus dieser traumhaften Kulisse stammt das Bier, das jetzt vor mir steht, das Vanille Ice Cream Stout.

Schwarz und absolut blickdicht ist dieses Bier. Es bildet eine herrliche Schaumkrone, dick, fest und elfenbeinfarben. Der Schaum hält sich sehr lange.

Schon der Duft weist darauf hin, dass das Vanille Ice Cream Stout süß ist und seinen Namen vollkommen zu Recht trägt. Er erinnert wirklich an einen Eisbecher, der aber nicht nur Vanilleeis beinhaltet, sondern auch Schokoladen- und Kaffeeeis. Da habe ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Auftakt ist süß und schnell ist klar, dass die sehr feinperlige Kohlensäure großzügig dosiert wurde. Der Geschmack nach Bourbon Vanille, die den Gaumen harmonisch auskleidet, ist anfangs dominant. Das Mundgefühl ist cremig. Bitterstoffe gesellen sich zur Süße und verwöhnen meine Zunge mit dem Geschmack nach Bitterschokolade. Die Röststoffe drängen mit Espressonoten mehr und mehr in den Vordergrund, bis das Ganze mit einem hübschen Röstgeschmack endet. Der Abgang ist bitter und leicht und klingt extrem lange nach.

Ein schönes Bier zur Abwechslung! Die glatte und cremige Basis und die hervorragende Ausgewogenheit können wirklich überzeugen. Dieses Bier kann mit Sicherheit einen Espresso oder einen Eisbecher als Dessert ersetzen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermehl, Hopfen, Vanille, Hefe, Michzucker

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Emelisse
Singelstraat 5
4461 HZ Goes
Niederlande
www.emelisse.nl

Zombräu Motor Oil

Craftbeer-Revolution beschreibt Zombräu so: “Zombräus Mission ist es, der Welt zu zeigen, was Bier alles kann. Niemals aufhören zu experimentieren und niemals aufhören sich zu verbessern. Bier ist für die beiden Brauer Tobi und Basti keine Massenware. Für sie ist Bier so kompliziert und einzigartig, wie das Leben selbst. Und sie wollen dafür sorgen, dass das auch so bleibt.” Ich habe die beiden Brauer vor einiger Zeit in Bayreuth kennengelernt und kann diese Aussagen nur bestätigen. Jetzt steht das Motor Oil vor mir, ein Imperial Stout, das auf dem Etikett ein Versprechen gibt: “Guaranteed Satisfaction”. Ein hoher Anspruch, von dem ich hoffe, dass dieses Bier ihn erfüllt.

Blickdicht schwarz ist das Bier, mit einer durchschnittlichen Menge mittelbraunen feinporigen Schaums, der lange erhalten bleibt. Optisch ist an dem Motor Oil nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Espresso, Schokolade und Karamell, unterstützt durch einen Hauch Vanille. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist nicht allzu süß und durch die sehr feinperlige Kohlensäure wunderbar frisch. Damit entspricht das Bier nicht meinen Erwartungen, sondern es überrascht mich. Die Überraschung ist aber durchaus positiv. Langsam entwickelt sich aber eine samtige Süße zusammen mit dem Geschmack nach Espresso und Karamell, unterstützt durch ein ordentliches Bitter. Jetzt ist das Bier vollmundig und wärmend, auch der Alkoholgehalt von 7,5 Volumenprozent passt sich gut in das Geschmacksbild ein. Das Bier geht runter wie Öl. Im Abgang kommt die Schokolade mit einem langen Nachklang in den Vordergrund.

Das Motor Öl ist einfach ein tolles Bier, das zu vielen Desserts und anderen Süßspeisen passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmal (Pilsener Malz, Caraamber, Caraaroma, Röstmalz, Chocolate Malt), Hopfen (Nugget), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 zombräu.de
www.zombraeu.com

Noctus 100

Das Bier, das jetzt aus der Braumanufaktur Riegele vor mir steht, wurde erstmals als Geschenk für Katharina die Große am Hof des russischen Zaren gebraut. Die Zahl 100 im Namen steht für 100 Dunkeleinheiten, was bedeutet, dass das Bier tiefschwarz ist. Bei dieser Geschichte darf ich mich wohl auf ein ganz besonderes Bier freuen.

Und tatsächlich, das Bier ist blickdicht schwarz. Selbst als ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert absolut nichts durch. Über dem Bier steht eine durchschnittliche Menge feinporiger brauner Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal königlich.

Betörend ist auch das Aroma. Düfte nach Bitterschokolade und Kaffee steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber gut mit der gut dosierten und sehr feinperligen Kohlensäure harmonisiert. Aber erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt lässt es seine Muskeln richtig spielen. Es ist wuchtig und schwer, wobei der Geschmack nach Schokolade dominiert. Dazu kommt eine leichte Säure die das Noctus 100 gut abrundet. Insgesamt ist der Geschmack sehr stimmig. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Chocolate, Dark Chocolate, Steffi, Münchner Malz, Amber Malz), Weizenmalz, Haferflocken, geröstete Gerste, Hopfen (First Gold, Golding), Hefe (Irische Ale Hefe)

Alkoholgehalt:

10 % Vol.

Brauerei:

Brauerei S.Riegele
Inh. Riegele KG
Frölichstraße 26
86150 Augsburg
www.riegele.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Insel Kap

Markus Berberich, Braumeister der Rügener Inselbrauerei sagt über sein Bier: “Durch die spezielle Verarbeitung von Hafer und Röstgetreide erreichen wir einen intensiven Duft von Schokolade und Kaffee. Dieses Bier ist extrem trocken und hat dabei einen erfrischenden cremigen, aber dennoch sehr schlanken Trunk. Das ist wirklich eine neue Erfahrung für ein so tief schwarzes Bier.” Bislang haben mir alle Biere von der größten Insel in der Ostsee sehr gut gefallen, so dass ich mir auch von diesem Oatmeal Stout viel verspreche.

Absolut blickdicht schwarz ist das Insel Kap mit leicht überdurchschnittlich viel stabilem braunem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell, dunkler Schokolade, Kaffee und etwas Vanille. Bis hierhin ist alles stimmig.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber recht knapp dosiert. Erst als sich das Bier im und verteilt nimmt der Geschmack richtig Fahrt auf. Besonders intensiv ist de Geschmack nach Schokolade, dazu kommen Kaffee sowie eine leichte Säure, die den Geschmack gut abrundet. Auch der Abgang wird durch den Geschmack nach Schokolade dominiert und er klingt ellenlang nach.

Ich glaube, es gibt wenige Brauereien, die sich so viel Mühe mit dem Entwickeln und Brauen spezieller Biere gibt. Der Aufwand lohnt sich aber auf jeden Fall. Die Biere aus Rambin haben ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker (vollständig vergoren in Flaschenreifung), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de
Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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