Schlagwort-Archive: Rotbier

Skyline Red Ale

Das Bier, das jetzt vor mir steht, ist die Hausmarke der Bierothek in Frankfurt. Dass diese Hausmarke Skyline heißt versteht sich eigentlich von selbst. Ich persönlich kann durchaus auf die Hochhäuser von Frankfurt verzichten und hoffe, dass das danach benannte Bier mir besser gefällt als die Namensgeber.

Kupferrot oder auch bernsteinfarben mit einer leichten Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und stabil.

Wie ich es bei einem Rotbier erwarte dominiert das Malz mit seinem Karamellduft das Aroma. Im Gegensatz zum Nürnberger Rotbier kommt aber auch der Hopfen zum Tragen und bringt den Duft roter Früchte mit sich. Dazu kommt noch ein leichter Duft des Alkohols und schon ist das Füllhorn der Düfte für ein gutes Bier komplett.

Der Antrunk kommt mit seiner leichten Süße locker daher, die reichlich dosierte Kohlensäure trägt auch ihren Teil dazu bei. Der Malzkörper ist das hervorstechendste Merkmal dieses Biers mit seinem Karamell- und Brotgeschmack sowie seinen diskreten Noten roter Früchte. Das Mundgefühl ist weich und rund. Erst im Abgang zeigt sich ein minimales Bitter, das aber trotzdem lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze

13° Plato

Brauerei:

St. ERHARD GmbH
Hafenstraße 13
96052 Bamberg
Deutschland
www.bierothek.de

Binkert Amber Spezial

Das Brauhaus Binkert (oder eventuell auch MainSeidla, auf dem Flaschenetikett stehen beide Namen) aus dem oberfränkischen Breitengüßbach gibt es seit dem Jahr 2012. Und wenn Sie der Meinung sind, dass Sie jede Variation des Begriffs “regionales Bier” bereits kennen – die junge Brauerei setzt sicherlich noch das eine oder andere Kriterium obendrauf und nennt diese Kriterien das “fränkische Reinheitsgebot”. Nicht nur, dass alle Zutaten wie Hopfen, Hefe und Malz aus Franken kommen, sondern auch alles andere wie die Bierflaschen (Fa. Wiegand in Steinbach), Kronkorken (Fa. Rauh in Küps), die Brauereianlage (Kaspar Schulz in Bamberg), die Inneneinrichtung der Brauereigaststätte und sogar der verwendete Strom stammen aus Franken. Jetzt wollen wir doch mal sehen, ob sich das in der Qualität des Bieres widerspiegelt.

Rotbraun zeigt sich das Bier im Glas, die feste Schaumkrone ist leicht überdurchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es wirklich nichts zu meckern.

Das Bier duftet nach Karamell und Vanille, unterstützt durch einige blumige Noten. Damit weiß ich schon mal, dass ich hier ein mildes Bier vor mir stehen habe, im Grunde also eines, wie ich es aus Franken erwarten kann.

Der Antrunk ist durch eine angenehme Malzsüße geprägt und die Kohlensäure sorgt für eine ordentliche Spritzigkeit. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein anfangs leichtes Bitter kommt hinzu, das von Schluck zu Schluck kräftiger wird. Die Süffigkeit ist ungeheuer, das MainSeidla Amber ist ein wirklich schönes Biergartenbier. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und ein freundliches Bitter klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Brauerei:

Brauhaus Binkert GmbH & Co. KG
Westring 5
96149 Breitengüßbach
www.mainseidla.de

König Rotbier

Rotbier ist ein alter Bierstil, der in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance erlebt hat. Aus alten Schriftstücken des 17. Jahrhunderts geht hervor, dass damals das Rotbier gegenüber dem Weißbier bevorzugt wurde, da es einen vollmundigeren und runderen Geschmack hat. Rot wurde das Bier aufgrund der damaligen Malzherstellung. Wichtig ist als Zutat das sehr spezielle Melanoidinmalz, das für das vollmundige Aroma und den rötlichen Sud sorgt. Auch die König Brauerei aus Duisburg hat im März 2019 ein Rotbier auf den Markt gebracht, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Die Farbe des König Rotbiers ist vergleichsweise blass, nicht so intensiv wie bei vielen handwerklich hergestellten Rotbieren, die ich bereits verkostet habe. Der elfenbeinfarbene Schaum bleibt lange auf dem Bier erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell. Dieses Aroma wird durch einige würzige Noten unterstützt.

Der Antrunk ist frisch und die Kohlensäure ist reichlich bemessen. Auf der Zunge bleibt das Bier mild, die Bitterstoffe des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund, sie sind gerade so bemessen, dass ein runder Geschmack entsteht. Dominant ist aber der Karamellgeschmack des Malzes. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,4 %

Brauerei:

König-Brauerei GmbH
Friedrich-Ebert-Straße 308
47139 Duisburg
www.koenig.de

Veldensteiner Rotbier

Ich muss schon sagen, dass die Brauerei bei der Werbung für ihr Rotbier den Mund ganz schön voll nimmt: “Nürnberg und sein Umland galten bereits im frühen Mittelalter als Hochburg der Rotbiere. Diese Tradition wird mit dem Veldensteiner Rotbier gepflegt und fortgesetzt. Seit Generationen privat gebraut im Veldensteiner Land. Fränkische Spezialmalze, die bei höheren Temperaturen gedarrt wurden, sorgen für rötliche Farbreflexe und einen barocken, kernigen Körper sowie eine herausragende Vollmundigkeit.”. Andererseits macht diese Aussage keinen allzu weit hergeholten Eindruck, wenn ich mir ansehe, welche Auszeichnungen das Veldensteiner Rotbier erhalten hat: 2017 erhielt das Bier die Goldmedaille beim European Beer Star, 2018 wurde es mit dem World Beer Award ausgezeichnet und 2019 gab es Silber bei Meininger International Craft Beer Awards. Na, dann kann bei dieser Verkostung wohl kaum etwas schiefgehen.

Rubinrot und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große beige gemischtporige Schaumkrone.

Das Bier duftet nach Karamell mit einem Hauch dunkler Schokolade. Ja, so stelle ich mir ein Rotbier aus Franken vor.

Der Antrunk ist durch eine leichte Karamellsüße geprägt. Dazu kommen einige herbe Noten, wobei die verwendeten Malze eindeutig überwiegen. Zusammen sorgen die Geschmäcker für ein weiches volles Mundgefühl. Im Abgang kommt erstmals auch ein leichtes Bitter zum Vorschein. Trotz der zurückhaltenden Bitterstoffe klingt das Bier überraschend lange nach.

Dieses Rotbier ist der perfekte Begleiter zu einem deftigen fränkischen Mahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,4 %

Brauerei:

Kaiser Bräu GmbH & Co. KG
Oberer Markt 1
91284 Neuhaus
www.veldensteiner.de

Labieratorium Rot

Im Mittelalter war Rotbier weit verbreitet, geriet dann aber nahezu in Vergessenheit. Lediglich in Nürnberg wurde dieser traditionelle Bierstil noch gepflegt. Im Rahmen der Craft Beer-Bewegung errang dieses malzbetonte Bier wieder einige Beliebtheit und wird wieder von vielen Brauereien hergestellt. So auch von der jungen Brauerei Labieratorium in Cottbus. Dieses Bier steht jetzt vor mir.

Bernsteinfarben bis rot und leicht hefetrüb ergießt sich das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone. Sie ist sehr standfest, was mir schon mal sehr gefällt.

Das Aroma ist malzbetont. Leichte Röstaromen und Karamellnoten steigen mir in die Nase, unterstützt durch eine zurückhaltende Fruchtigkeit nach Trockenfrüchten. Insgesamt duftet das Labieratorium Rot recht süß.

So verwundert es auch nicht, dass der Antrunk ebenfalls durch die Süße des Malzes dominiert wird, was allerdings durch die reichlich dosierte sehr feinperlige Kohlensäure ausgeglichen wird. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu, auch eine leichte Fruchtigkeit stellt sich ein. Erst im Abgang wird das Bier etwas trockener und eine leichte Herbe stellt sich ein und sorgt für einen durchschnittlichen Nachklang.

Insgesamt ist das Labieratorium spektakulär unspektakulär. Alle Geschmackseindrücke sind gut aufeinander abgestimmt und es gibt keine Überraschungen. Aber dieses Bier schmeckt einfach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Karamellmalz Hell, Karamellmalz Rot, Münchner Malz Typ I, Wiener Malz), Hopfen (Hallertauer Tradition, Spalter), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,2 %

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

LaBieratorium GmbH
Finsterwalderstr. 41 a
03048 Cottbus
www.labieratorium.de

Klüvers Rotbier

Mein letzter Besuch in Neustadt/Holstein ist sicher schon 30 Jahre her. Nach meinem Wissen gab es die Firma Klüver damals noch nicht, aber in der Zwischenzeit scheinen die Klüvers dort ein kleines lokales Imperium aufgebaut zu haben. So betreibt das Familienunternehmen dort nicht nur eine Hausbrauerei mit angeschlossener Gastronomie, sondern auch eine Fischräucherei sowie eine Delikatessen-Manufaktur. Dass hier regionale Grundstoffe verwendet werden macht das Unternehmen nur noch sympathischer. Jetzt steht das Rotbier der Nordlichter vor mir.

Seinen Namen hat das Rotbier schon mal zu Recht. Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert es sich im Glas. Darüber bildet sich viel sahniger Schaum mit einem leichten Gelbstich, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont. Ich rieche Karamell, gepaart mit einer angenehmen Fruchtigkeit sowie einem Hauch Vanille.

Wie ich es bei einem Rotbier erwarte ist der Antrunk leicht süß mit fruchtigen Noten. Dazu ist die sehr feinperlige Kohlensäure für meinen Geschmack perfekt dosiert. Im Mund entwickelt sich der Geschmack nach Zitrusfrüchten, de aber gleichzeitig durch blumige Einflüsse abgemildert wird. Dadurch ist das Bier recht komplex. Der Abgang ist angenehm bitter und würzig. Er klingt mittellang nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Carared, Melanoidinmalz, Pilsner Malz, Sauermalz), Hopfen (Northern Brewer, Perle). Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 %

Stammwürze:

11,5 %

IBU:

10

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffbrücke 2-4
23730 Neustadt in Holstein
www.kluevers.com

Red Castle Brew Rotbier

Jetzt steht das Rotbier von Red Castle Brew in Gräfenberg vor mir. Rotbier gibt es nicht nur in Nürnberg, sondern auch in der Hanse und in Belgien war bzw. ist das Rotbier verbreitet. Es ist aber das typische Bier aus Nürnberg. Die rote Farbe kommt vom Malz, das zwar stärker als das Helle Malz geröstet wird, aber nicht so stark wie die Malzsorten für die schwarzen Bierstile. Angeblich soll es das Rotmalz bereits seit dem 12. Jahrhundert geben und damit auch das Rotbier. In der Regel sind die Rotbiere sehr vollmundig, so dass ich mich auf dieses Bier richtig freue und ich hoffe, dass es mich nicht enttäuscht.

Kräftig rot ist das Rotbier Red Castle Brew schon mal. Dazu ist es naturtrüb. Leider entwickelt sich die Schaumkrone nicht allzu stark. Obwohl sie unterdurchschnittlich hoch ist, ist der elfenbeinfarbige Schaum schön sahnig und er hält sich auch lange.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Ich rieche Röstaromen nach Toffee, dazu aber auch eine ordentliche Fruchtigkeit des Hopfens, der nach Pomelos duftet. So gefällt mir das Bier.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass die feinperlige Kohlensäure sehr knapp dosiert wurde. Da würde ich mir eindeutig mehr wünschen. Das Bier verteilt sich auf der Zunge und jetzt kommt die Fruchtigkeit richtig zum Tragen. Auch wenn sich jetzt der Geschmack einer überreifen Birne unter die Eindrücke mischt, wirkt das Bier vollmundig und rund. Der Abgang enthält nur sehr wenige Bitterstoffe, die aber trotzdem lange nachklingen.

Das Red Castle Brew Rotbier ist für Menschen gebraut, die vollmundige und milde Biere mögen.

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Brauerei:

Red Castle Brew
Gewerbepark Hüll 17
91322 Gräfenberg
https://www.facebook.com/search/top/?q=red%20castle%20brew

Altstadthof Rotbier

Die kleine Hausbrauerei unterhalb der Nürnberger Burg rühmt sich, die erste Brauerei gewesen zu sein, die ausschließlich mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut hat. Ich kann Ihnen versichern, dass die Franken nicht nur bei den Zutaten auf die Auswahl achten, sondern auch beim Personal. Nur so ist die Qualität zu begründen, die mich bei jedem Besuch in Nürnberg wieder in die Brauereigaststätte zieht. Diesmal steht das Rotbier vor mir. Ich weiß nicht, wo dieser Bierstil ursprünglich herkommt. Den Anspruch, Erfinder des Rotbiers zu sein, beanspruchen sowohl die Nürnberger als auch die Hamburger für sich. Die meisten roten Biere gibt es allerdings in Belgien und eine Brauerei in den Niederlanden braut sogar ein rotes Altbier. Aber eigentlich interessiert mich die Geschichte nicht so sehr, sondern mehr die Gegenwart, also das Bier, das jetzt darauf wartet, von mir verkostet zu werden.

Kastanienbraun mit einer sehr voluminösen beigen Schaumkrone zeigt sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also schon mal nichts auszusetzen.

Fast noch besser als die Optik ist das komplexe Aroma. Trockenfrüchte paaren sich mit Röstaromen, unterstützt durch den Duft dunkler Schokolade und einem Hauch Vanille. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, aber durch die sehr feinperlige Kohlensäure wirklich frisch. Aber erst als sich das Bier im Mund verteilt kommt der Geschmack durch. Das Malz steht deutlich im Vordergrund, Süße und leichte Röstnoten verbinden sich mit einer perfekt ausbalancierten Säure und Fruchtigkeit zu einem vollmundigen weichen Vergnügen, das noch durch eine dezente Bitterkeit ergänzt wird. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches und mildes Bitter sowie durch einen sehr langen Nachklang aus.

Zu behaupten, dass das Rotbier aus dem Altstadthof das beste Bier ist, das ich bislang getestet habe, wäre vermutlich übertrieben. Aber auf jeden Fall ist es eines der Biere mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Naturhopfen (Hallertauer Tradition, Smaragd), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bitterwert:

18 IBU

Brauerei:

Hausbrauerei Altstadthof
Bergstr. 19 – 21
90403 Nürnberg
www.hausbrauerei-altstadthof.de

Rhönpiraten Dunkles

Jetzt will ich das dunkle Bier von den Rhönpiraten verkosten. Die Brauerei beschreibt das Bier als untergäriges Dunkelbier und Vollbier. Viel mehr ist auf der Website der Brauerei leider nicht über das Bier zu erfahren. Auch auf Facebook hat die im April 2012 gegründete Brauerei hauptsächlich Bilder veröffentlicht, Infos über die Biere suche ich hier vergebens. Das ist schade, denn diese Biere aus dem fränkischen Ostheim hätten es wirklich verdient, dass sie bekannter werden.

Auch das Etikett der Flasche gibt nur rudimentäre Informationen über das Bier. Interessant ist eigentlich nur die Angabe, dass das Malz und der Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Da diese Bezeichnung geschützt ist, wird klar, dass es sich um Zutaten aus echtem Bioanbau handelt, nicht um das EU-Bio, das ja nun eher ein “bio light” ist. Aber kommen wir nun zum Bier.

Dunkelrot präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich ein hellbrauner feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. An der Optik ist also schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma des Dunklen wird durch Röstaromen geprägt. Ich rieche Kaffee und auch einen Hauch Schokolade. Aber auch der Hopfen kommt mit Düften roter Früchte zum Tragen.

Dementsprechend ist auch der Antrunk. Eine leichte Malzsüße sorgt zusammen mit der reichlich vorhandenen Kohlensäure für eine angenehme Frische. Auch der Körper wird mit dem Geschmack von Kaffee und Schokolade durch die Röststoffe geprägt. Für meinen Geschmack könnte das Bier jetzt ruhig etwas intensiver sein. Der Abgang ist leicht bitter und klingt mittellange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Brauerei:

Rhönpiraten
Inh. Stephan Kowalsky
Friedenstr. 25
97645 Ostheim v.d. Rhön
www.rhoenpiraten.de

Walter Bräu Rotbier

Nun steht wieder ein Bier aus Wesel vor mit, das Walter Bräu Rotbier. Rotbier ist eine Spezialität, die ich hauptsächlich aus Nürnberg und aus Belgien kenne, die aber mehr und mehr auch in Nord- und Westdeutschland gebraut wird. Mal sehen, ob die Westfalen mit diesem Bier auch zurechtkommen.

Rotgold und leicht hefetrüb mit einer durchschnittlichen Menge weißen feinporigen Schaums präsentiert sich das Bier. Der Schaum bleibt durchschnittlich lange erhalten. Ich möchte auch nicht vergessen, die lebhafte Kohlensäure zu erwähnen.

Das Aroma wird durch Karamell dominiert, unterstützt von einer leichten Fruchtigkeit nach Banane und auch einigen Gewürznoten.

Der Antrunk ist frisch mit wenig Süße und lässt bereits erahnen, dass es sich um ein wirklich süffiges Bier handelt. Der Körper bringt den Karamellgeschmack des Malzes, gepaart mit einer leichten Säure. Erst im milden Abgang kommen auch einige Bitterstoffe zum Vorschein. Mir persönlich würde das Bier etwas bitterer vermutlich besser gefallen, aber es gibt ja auch viele Liebhaber wirklich milder Biere.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Walter Bräu Büderich
46487 Wesel
http://www.walterbrau.de