Schlagwort-Archive: Porter

Anchor Porter

Das Anchor Porter aus San Francisco, das jetzt vor mir steht, wird bereits seit dem Jahr 1972 gebraut. Zunächst gab es dieses Bier nur als Fassware, aber seit 1974 wird es auch in Flaschen abgefüllt. Nach eigenen Angaben ist Anchor Brewing die älteste Craft Beer-Brauerei der USA. Dann muss das Bier ja etwas Besonderes sein. Als ich mir die Flasche ansehe, fällt mir auf dem Kronkorken die Inschrift “Use Opener” auf. Na klar, einfacher komme ich nicht an das Bier.

Tiefschwarz und blickdicht zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine sehr feste hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist ungewöhnlich komplex. Düfte nach Schokolade, Toffee, Espresso und Waldhonig steigen mir in die Nase. Da merkt man die Leidenschaft der Brauer.

Der Antrunk ist für ein Porter erstaunlich trocken. Recht viel sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine nicht erwartete Frische. Der Körper ist mild ohne Bitterstoffe und mit einer leichten Säure. Durch das fehlende Bitter ist das Bier nicht wirklich rund, weis aber auch zu gefallen. Der Abgang ist durch eine leichte Fruchtigkeit geprägt und erst im langen Nachklang kommen die Röststoffe zum Tragen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Northern Brewer), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Anchor Brewing Company
1705 Ariposa Street
San Francisco, CA 94107
www.anchorbrewing.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Fuller’s London Porter

Fuller’s ist nach eigenen Angaben Londons letzte verbliebene Familienbrauerei und ist für sein Porter bekannt. Porter boomte vor Jahrhunderten in der Hauptstadt, da es der Ernährung der Hafenarbeiter diente. Anfang der 1900er Jahre geriet dieser Bierstil etwas in Vergessenheit, aber mit dem Aufkommen der Craft-Biere gewann er wieder an Beliebtheit.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Erst als ich es gegen das Licht halte, schimmert ein leichtes Rubinrot durch. Über dem Bier prangt eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Kräftige Röstaromen steigen mir in die Nase. Ich rieche Espresso, dunkle Schokolade, leichte Nussnoten sowie den Duft dunkler Beeren. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend frisch und dabei nicht so süß wie ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Daher passt auch die zurückhaltend dosierte Kohlensäure gut ins Profil. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dabei erzeugt das Bier ein angenehmes cremiges Mundgefühl. Langsam gesellt sich etwas Bitter dazu, so dass sich Bitter und Süß perfekt die Waage halten, während die Frische erhalten bleibt. Der Alkohol ist gut eingearbeitet und schmeckt nur schwach durch. Im Abgang wird das Fuller’s etwas trockener mit einem leichten Schokoladengeschmack, der aber nur kurz nachklingt.

Das Fuller’s London Porter zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Trinkbarkeit aus und es passt gut zu einem Schweinebraten, zu Sauerbraten oder auch zu einem Vanillepudding.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Brown, Chocolate, Crystal, Pale), Hopfen (Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13,3° Plato

Bittereinheiten:

37 IBU

Brauerei:

Fuller Smith & Turner PLC
Chiswick Lane
South London W4 2QB
Großbritannien
www.fullers.co.uk

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Baltika 6

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus Russland, genauer gesagt aus St. Petersburg. Das Baltika 6 ist ein Porter und gehört mit seinen 7,0 Volumenprozenten Alkohol zu den stärkeren Vertretern der Biere der Brauerei, die zum Carlsberg-Konzern gehört. Die Brauerei wurde erst im Jahr 1990 gegründet und wurde schnell zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Baltikum. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt mir aber bereits, dass ich an dieses Bier keine allzu hohen Ansprüche stellen darf. Es wurde nicht nur ohne Hopfen gebraut, sondern lediglich mit Hopfenextrakt; zusätzlich wurde auch Malzextrakt verwendet. Damit ist das Bier bereits enttäuschend. Aber eventuell macht es sich ja im Glas und in der Kehle besser.

Fast blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittliche Krone aus sahnigem hellbraunem Schaum, die recht lange erhalten bleibt. Die Optik ist damit schon mal nicht schlecht.

Das Aroma der Röststoffe steigt mir in die Nase. Düfte nach Espresso und Rübensirup reichen mir allein aber nicht aus. Bei einem Porter erwarte ich eigentlich eine höhere Komplexität.

Der erste Kontakt mit der Zunge zeigt neben einer leichten Süße, dass das Bier eine sehr feinperlige Kohlensäure enthält. Auf der Zunge dominieren die Röststoffe, der Geschmack bleibt aber recht eindimensional und so schlank, wie ich es bei einem Porter wirklich nicht erwartet hätte. Nun kann das Bier wirklich nicht mehr überzeugen. Auch im Nachtrunk mit seinem kurzen Nachklang bleiben die Röststoffe sehr einsam.

Nein, beim nächsten Mal lasse ich das Baltika 6 wirklich im Regal stehen.

Zutaten:

Wasser, Karamellmalz, Röstmalz, Malzextrakt (Gerste, Weizen), Malzextrakt

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Baltika Breweries
6.TH Verkhny Per
19492 St. Petersburg
Russland
www.baltika.ru

Kees! Export Porter

Kees Bubberman ist einer der renommiertesten Brauer der Niederlande. Vor einigen Jahren begann er als Hausbrauer und er gewann innerhalb von zweieinhalb Jahren jeden Wettbewerb, an dem er teilgenommen hatte. Die Emelisse Brauerei ernannte Kees im Jahr 2007 zum Braumeister. Sieben Jahre lang war Kees Emelisse Braumeister, und sein Bier hat es verdient, in die Ratebeers’ Worlds Top 100 Breweries im Jahr 2014 aufgenommen zu werden.

Dann erfüllte sich Kees seinen Traum von einer eigenen Brauerei und Anfang 2015 nahm die Brauerei Brouwerij Kees die Arbeit auf.

Das Export Porter 1750 basiert auf einem englischen Originalrezept von 1750 für ein russisches Imperial Stout – dem berühmten Stil, den Katharina die Große damals bevorzugte.

Und wirklich, das Export Porter ist schwarz, absolut blickdicht schwarz. Es bildet nur wenig mittelbraunen feinporigen Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist so, wie ich es erwartet habe. Düfte nach Espresso, Schokolade und dunklen Früchten steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Er erste Kontakt des Export Porter 1750 mit der Zunge ist vor allem süß, beinahe klebrig und fast schon dickflüssig. Aber dieses Bier kann gleich beim ersten Mundkontakt auch überraschen: Obwohl die sehr feinperlige Kohlensäure extrem knapp dosiert ist, wirkt Bier trotzdem frisch. Das Mundgefühl ist cremig und durch die reichlich vorhandene Malzsüße und die Röstaromen des Malzes wirkt das Bier sehr rund. Auch im Abgang dominieren die Röststoffe und die Süße, wobei beide Eindrücke nicht lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Malz (Pale Ale, Caramel, Carafa 1), Hopfen (Fuggles, Sorachi Ace)

Alkoholgehalt:

10,5 % Vol.

Bittereinheiten:

108 IBU

Brauerei:

Brouwerij Kees!
Voltaweg 16
4338 PS Middelburg
Niederlande
www.brouwerijkees.nl

Schwarze Pumpe

Die Biernation Deutschland hat eine sehr lange Brautradition und zählt nach wie vor zu den großen Biernationen der Welt. Wühlt man in den uralten Aufzeichnungen der Stadt Cottbus, so stößt man u.a. auf die Erkenntnis, dass auch hier bereits im Jahre 1385 Bier gebraut wurde. Doch im Zuge der Industrialisierung und der Tatsache, dass die Großkonzerne den kleinen Brauereien das Leben immer schwerer machten, war irgendwann dann auch in Cottbus Schluss mit dem “Bierbrauen”.

Dies will Biersommelier und Brauer Olaf Wirths mit seinem Team vom LaBieratorium wieder ändern. Ihr Antrieb ist neben der Überzeugung leckeres Bier kreieren, vor allem der Wunsch, in Cottbus endlich wieder Bier zu brauen und diese lange Tradition zurück in diese wunderschöne Stadt zu bringen. Zunächst waren Olaf Wirths und sein Team als Gypsy-Brauer unterwegs und nutzten dabei die freien Kapazitäten anderer, mittelständischer Brauereien, um dort ihre Biere herzustellen. Seit Juli 2017 brauen sie in Cottbus in eigener Brauerei.

Mit dem LaBieratorium haben Sie sich eine Welt geschaffen, in welcher Sie Ihrer Kreativität, Ihrem Wissen zum Genussmittel Bier und Ihrer Liebe zur Arbeit freien Lauf lassen können. Ihr Ansatz ist dabei, dass Sie unter der Berücksichtigung der historischen Wurzeln der Bierherstellung versuchen, teils vergessene Bierstile wieder zum Leben zu erwecken oder zeitgemäß und modern zu interpretieren. Dabei entsteht Bier mit Charakter, Bier mit Ecken und Kanten aber vor allem Bier, welches mit viel Leidenschaft und Herzblut gebraut wurde. Alle Biere vom LaBieratorium werden mit wertvollen Zutaten, handwerklich sowie zuverlässig gebraut und sind dabei stets in gleichbleibender und hoher Qualität wiederzufinden.

Die Schwarze Pumpe trägt ihren Namen zu Recht. Das Bier ist wirklich blickdicht schwarz mit viel hellbraunem cremigem Schaum, der lange erhalten bleibt. Wow, was für eine Optik.

Düfte nach Schokolade und Espresso steigen mir in die Nase, unterstützt durch Noten nach Lakritze und roten Beeren. Ich meine auch, ein leichtes Raucharoma festzustellen. So soll ein Porter sein.

Der Antrunk ist recht süß, er wird aber durch sehr viel sehr feinperlige Kohlensäure angenehm gemacht. Schnell kommt ein ordentliches Bitter dazu und der Geschmack nach Schokolade bildet sich auf der Zunge. Das Mundgefühl ist weich und rund, fast cremig. Im Abgang kommt der Geschmack nach Espresso zum Vorschein und das Bitter lässt nach. Während des langen Nachklangs kommt auch der Geschmack nach Lakritze hervor.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Karamellmalz Rot, Röstmalz), Weizenmalz, Hopfen (ADHA-527, Northern Brewer), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Stammwürze:

15,9 %

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

LaBieratorium GmbH
Finsterwalder Straße 41a
03048 Cottbus
www.labieratorium.de

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Tallinn Baltic Porter

Vermutlich kann niemand ein Bier so gut beschreien wie der Brauer selbst, zumindest weiß niemand besser als er, was er sich bei der Entwicklung des Bieres vorgestellt hat. Lassen wir also am Beginn dieser Bierverkostung Oliver Wesseloh selbst zu Wort kommen: “Unser Tallinn Baltic Porter ist der Grund sich auf ungemütliches Wetter zu freuen. Die Gischt wütet, der Wind tobt, Regen prasselt ans Fenster und drinnen sorgt unser malzbetontes, dunkles Tallinn für ein wohliges Gefühl, ob mit Kamin oder ohne. Unser Tallinn Baltic Porter war eigentlich als saisonales Bier gedacht. Aber dann hat es uns und Euch so gut geschmeckt, dass wir es in unser Standardportfolio aufgenommen haben. Denn bei uns in Norddeutschland gibt es ja nicht nur im Winter einmal ungemütliche Tage.”

Na gut, dann weiß ich ja schon mal, auf was ich mich einzustellen habe und hoffe nur noch, dass das Bier meine Erwartungen auch erfüllt. Aber bislang haben die Biere von Oliver mich ja noch nie enttäuscht.

Die Optik stimmt jedenfalls schon mal. Blickdicht schwarz ist das Tallinn Porter. Zwar bildet sich nur relativ wenig gemischtporiger hellbrauner Schaum, aber der bleibt lange erhalten.

Und auch das Aroma hat es in sich. Dass das Bier nach Schokolade und Kaffee duften würde, habe ich ja erwartet. Der Duft nach Rosinen ist aber genau wie die Intensität des Aromas eine Überraschung. Da kann ich es kaum abwarten, den ersten Schluck zu probieren.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist Süße, und das nicht zu knapp. Aber da kommt bei mir eine Frage auf: wenn Oliver beim Malz so großzügig war – weshalb wird er bei der Kohlensäure geizig? Aber dafür ist die Kohlensäure wunderbar sanft und feinperlig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt lässt die Süße nach; der Geschmack dunkler Schokolade kommt in den Vordergrund und bringt auch einen leichten Hauch von Espresso mit. Dabei entsteht ein volles und beinahe cremiges Mundgefühl. Jetzt bin ich mit der wenigen Kohlensäure ausgesöhnt. Im Abgang lässt der Schokoladengeschmack nach und der Espressogeschmack kommt mit seinem freundlichen Bitter in den Vordergrund, das auch lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (dunkles böhmisches Tennenmalz, Caramelmalz, Röstmalz), Hopfen (Ella), Hefe

Alkoholgehalt

6,3 % Vol.

Stammwürze

15,6° Plato

Brauerei:

Kehrwieder Kreativbrauerei
Oliver Wesseloh
Sinstorfer Kirchweg 74-92
21077 Hamburg
www.kehrwieder.beer

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:


Eibauer Porter

Wieder einmal steht ein Bier aus der Privatbrauerei in Eibau vor mir, diesmal das Eibauer Porter. Mir leuchtet nicht so recht ein, was mir der Junge auf dem Etikett sagen soll, trotzdem wirkt das Etikett durchaus edel und ich hoffe, dass diese Eigenschaft auch auf das Bier abfärbt. Also schenke ich mir das Bier mal ein.

Rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas, nicht wie ich es bei einem Porter erwarte in tiefem Schwarz. Darüber bildet sich eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die bis auf einen Rest schnell in sich zusammenfällt. Der Rest bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont, auch wenn ich erst einmal überraschend wenige Röstaromen feststelle. Stattdessen steigen mir Kraramelldüfte in die Nase, die durch den Duft nach Pflaumen und Feigen ergänzt werden.

Der Antrunk offenbart nur geringe Süße, aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure wirkt das Bier recht frisch. Auf der Zunge kommt der Geschmack der Trockenfrüchte in den Vordergrund, die ich auch bereits in der Nase wahrgenommen habe. Obwohl das Porter mit nur 3,5 Volumenprozenten recht leicht ist, schmeckt der Alkohol doch deutlich durch. Aber das passt recht gut zum Geschmack der Trockenfrüchte. Die Fruchtigkeit dominiert auch im Abgang, wo sie lange nachklingt.

Ich mag dieses Bier, auch wenn es für ein Porter absolut ungewöhnlich ist. Hätte ich nicht gelesen, dass es um ein Porter handelt, hätte ich es für eine Lightversion eines Barley Wine gehalten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
Neueibauer Straße 9
02739 Eibau
www.eibauer.de

Vulkan Porter

Mendig, in der Eifel gelegen, ist seit langem als Bierbrauerstadt bekannt. Das liegt an der durch frühere vulkanische Aktivität, durch die viele natürliche Felsenkeller entstanden sind, in denen die Temperatur konstant bei 5° – 8° Celsius liegt. Deshalb gab es in Mendig zeitweise 28 Brauereien, die bis auf eine letzte geschlossen wurden. Auch diese letzte Brauerei stand vor der Schließung, wurde aber durch die Brüder Malte und Hannes Tack gerettet. So entstand im Jahr 2011 die Vulkan Brauerei, aus der das Porter stammt, das jetzt vor mir steht und auf die Verkostung wartet. Von diesem Bier erwarte ich einiges, hat es doch 2016 und 2017 beim Meininger International Craft Beer Award Gold gewonnen.

Praktisch blickdicht schwarz ist dieses Bier mit einer durchschnittlichen Menge cremigem hellbraunem Schaum, der lange erhalten bleibt. Das gefällt mir schon mal.

Intensiver Duft nach dunkler Schokolade und Kaffee steigt mir in die Nase. Bei dieser Farbe hätte ich auch nichts anderes erwartet.

Der Antrunk ist recht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist relativ knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Auf der Zunge entwickelt sich der Geschmack dunkler Schokolade. Fruchtige Noten fehlen vollständig, sondern der Geschmack dieses Bieres konzentriert sich vollständig auf Kaffee und Schokolade. Das Mundgefühl ist weich und cremig. Beeindruckend ist auch die Ausgewogenheit des Geschmacks. Auch im Abgang dominiert der Geschmack dunkler Schokolade, der lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Caramelmalz Hell, Pilsner Malz, Pale Ale, Münchner), Hopfen (Herkules, Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

34 IBU

Brauerei:

Vulkan Brauerei GmbH & Co. KG
Laacher-See-Straße 2
56743 Mendig
www.vulkan-brauerei.de

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Dunkle Macht

Jetzt will ich mich mit der Dunklen Macht auseinandersetzen. Nein, nicht mit der Dunklen Macht aus Starwars, sondern mit dem Smoked Porter aus der Bierschmiede der Hamburger Brauerei Landgang. Die Brauer beschreiben das Bier wie folgt: “Schwarz wie die Nacht. Rauchig wie das Feuer, sinnlich und hochkomplexe Aromen, die sich am besten in einem Rotweinglas verkosten lassen. Es sind die dunklen Mächte der Versuchung, die seit Jahrhunderten ihren Reiz ausüben. Ihnen widmen wir dieses ungewöhnliche Porter, das einzigartig schmeckt durch den Gebrauch von getorftem Malz.” Damit formuliert die Brauerei einen hohen Anspruch, der aber wohl auch erfüllt wird, denn dieses Bier hat im Jahr 2016 die Goldmedaille beim Internationalen Craft Beer Award errungen. Mal sehen, wie es sich bei mir macht.

Absolut blickdicht schwarz präsentiert sich die Dunkle Macht im Glas und macht damit ihrem Namen alle Ehre. Die sahnige Schaumkrone ist mittelbraun und durchschnittlich groß. Sie fällt anfangs relativ schnell zusammen, aber ein Rest bleibt dann lange erhalten.

Das Aroma wird durch die Röstaromen dominiert, genau wie ich es erwartet hatte. Düfte nach Bitterschokolade und Rauch steigen mir in die Nase, aber durchaus auch ein Hauch Blumigkeit, der vom Hopfen stammt.

Der erste Geschmackseindruck ist recht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist wirklich zurückhaltend dosiert. Auf der Zunge entwickeln sich die Geschmäcker nach Schokolade und Kaffee, die durch einen Hauch roter Früchte abgerundet werden. Das Mundgefühl ist cremig und mit dem leichten Bitter und der zurückhaltenden Fruchtigkeit macht das Bier einen runden Eindruck. Der Abgang ist wenig bitter nach dunkler Schokolade. Der Geschmack klingt aber lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Taurus, Northern Brewer”, Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Stammwürze:

16,0 %

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Landgang Brauerei GmbH & Co. KG
Beerenweg 12
22783 Hamburg
www.landgang-brauerei.de

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BRLO Porter

BRLO ist der altslawische Name von Berlin. Auf dem vorderen Etikett des BRLO Porter steht “Handcrafted with Berlin Love” während auf dem Rückenetikett versichert wird, dass die Brauerei in Berlin verwurzelt ist und sich für ein nachhaltiges Miteinander einsetzt. Da würde ich eigentlich erwarten, dass das Bier aus Berlin stammt. Das ist aber ein Irrtum, denn das Porter stammt aus dem sachsen-anhaltinischen Landsberg im Saalekreis. OK, das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil, die kleine Brauerei bezieht ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen, verfügt über eine eigene Malzfabrik und zumindest die eigenen Biere werden mit Hopfen aus dem Elbe-Saale-Anbaugebiet gebraut, so dass die Grundstoffe für das Bier maximal 80 Kilometer transportiert werden. Das macht die Brauerei und auch das dort gebraute BRLO Porter doch gleich sympathisch.

Sehr dunkel bernsteinfarben präsentiert sich das BRLO Porter im Glas. Damit entspricht das Bier schon mal nicht so ganz meinen Erwartungen, da ich eigentlich erwarte, dass ein Porter schwarz wie die Nacht und blickdicht daherkommt. Die leicht bräunliche Schaumkrone gefällt mir schon besser, größtenteils feinporig und mit langem Leben.

Der Antrunk ist schwer und süß, aber absolut nicht schlecht. Der Geschmack nach Karamell, Kaffee, Nüssen und Honig breitet sich auf der Zunge aus. Dabei bleibt das Bier schön süffig. Der Abgang ist mit einem leichten Kaffeegeschmack überraschend mild und er klingt nicht allzu lange nach.

Nachdem mich die Optik nur teilweise überzeugen konnte, konnte das Bier doch durch den Geschmack noch richtig punkten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caramelmalz, Röstmalz), Hopfen (Herkules, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Torstr. 33-35
10119 Berlin
www.brlo.de

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