Schlagwort-Archive: Pils

Ratsherrn Beef! Dry Hopped Pilsener

Zwei Unternehmen aus Hamburg haben sich zusammengetan, um den Lieblings-Bierstil der Deutschen neu zu interpretieren – die Ratsherrn Brauerei und das Kochmagazin BEEF! aus dem Verlag Gruner & JahrDabei herausgekommen ist ein Craft-Pilsener: das BEEF! Dry Hopped Pilsener. Und genau dieses Bier steht jetzt vor mir. Rund ein Jahr hat es von der ersten Idee bis zum fertigen Bier gedauert. Zusammen mit dem Braumeister Ian Pyle von Ratsherrn sammelte die BEEF! Redaktion Ideen und entwickelte das Braurezept. Dabei wollte die Ratsherrn Brauerei nicht ein weiteres IPA oder Pale Ale brauen, sondern zeigen, dass man auch beim Pilsener neue Aromaimpulse setzen kann, ohne den ursprünglichen Bierstil zu verfälschen.

In hellem Goldgelb strahlt mich das Beef! an. Darüber bildet sich leicht überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist ordentlich kräftig hopfenbetont. Düfte nach Blumen, Zitronenschalen und überreifen gelben Früchten steigen mir in die Nase. Für ein Pilsener ist das Aroma wirklich gut.

Der Antrunk ist leicht süß und die Dosierung der Kohlensäure ist gut auf die Süße abgestimmt. Leider lässt das Bier dann aber stark nach. Zwar ist eine Fruchtigkeit nach Limonen und Grapefruit zu schmecken, zusammen mit einem leichten Bitter, aber insgesamt ist der Geschmack nicht intensiv genug. Von der Ratsherrn Brauerei bin ich wirklich anderes gewöhnt. Jungs, das könnt ihr besser. Der Abgang erinnert mit seinem milden Bitter und einer gewissen Fruchtigkeit eher an ein Helles als an ein Pilsener.

Ich kann nicht sagen, dass das Beef! ein schlechtes Bier ist, aber es dürfte das Bier aus der Brauerei in der Schanze sein, das mir am wenigsten gefällt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Karamellmalz hell), Hopfen (Citra, Saphir)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,4° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
www.ratsherrn.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:


elbPaul Das naturtrübe Stadtpils

Braumeister Dirk Paul ist der Elbe besonders verbunden. Nach einigen Anstellungen bei Lammsbräu und in der Brauerei Altstadthof in Nürnberg ist er in seine Heimatstadt zurückgekehrt und hat sich dort selbstständig gemacht. Das Stadtpils war das erste Bier, das er in eigener Regie gebraut hat und das in Hamburger Restaurants und Kneipen, aber auch im lokalen Handel und in Onlineshops angeboten wird. Und genau dieses naturtrübe Pils steht jetzt vor mir und wartet darauf, von mir verkostet zu werden.

Die Optik ist so, wie es das Etikett verspricht: ein helles und trübes Gold mit durchschnittlich viel feinporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Erst das Aroma hebt das Bier aus dem Durchschnitt heraus. Teigig duftet es, nach Gras und Blumen. Für ein Pils ist das Aroma durchaus ansprechend.

Der Antrunk ist spritzig frisch und recht trocken. Schnell gesellt sich ein angenehmes leichtes Bitter dazu, die auch etwas Fruchtigkeit mit sich bringt, allerdings so diskret, dass auch ein durchschnittlicher Verbraucher nicht abgeschreckt wird, für den “Bier wie Bier schmecken” muss. Im Abgang verstärkt sich das Bitter noch einmal, es bleibt aber angenehm und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasse, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,3 %

Brauerei:

Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
21109 Hamburg
www.elbpaul.de

Keiler Land-Pils

Das Keiler Land-Pils, das jetzt vor mir steht, stammt aus Lohr am Main in Unterfranken, genauer gesagt im Spessart. Allerdings ist die Keiler-Bier GmbH, die als Hersteller auf dem Etikett genannt wird, nicht selbstständig, sondern gehört zu Würzburger Hofbräu. Die Würzburger scheinen sich aber nicht viele Gedanken um das Bier aus Lohr zu machen (falls es überhaupt noch in Lohr gebraut wird), denn die Website von Land-Bier wurde seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr gepflegt. Die letzte Presseerklärung des Unternehmens stammt von Mitte Oktober letzten Jahres und nun haben wir bereits Ende Mai. Da ist mir kein Webauftritt doch lieber als solch ein vernachlässigter. Aber ich habe ja noch die Hoffnung, dass die Brauerei dem Bier mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Website, und darauf kommt es schließlich an.

Golden und klar zeigt sich das Land-Pils im Glas. Die überdurchschnittliche Schaukrone ist fest und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet getreidig mit einigen würzigen Noten. Für ein Pils ist das Aroma des Hopfens wirklich schwach ausgeprägt, so dass der Duft eher zu einem Hellen passen würde.

Der Antrunk ist frisch und angenehm. Auf der Zunge kommt ein dezentes Bitter dazu und der Abgang zeigt wenig Hopfen. Trotzdem klingt er relativ lange nach.

Das war die kürzeste Beschreibung eines Bieres, die ich jemals verfasst habe. Aber mehr gibt es zu diesem Bier aus nicht zu sagen. Es handelt sich um ein recht angenehmes Konsumbier, das sich gut trinken lässt, das aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Etwas mehr Ecken und Kanten würden dem Land-Pils gut zu Gesicht stehen. Dann könnte eventuell auch der Untertitel “Die saugute Spezialität” passen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,6 %

Brauerei:

Keiler Bier GmbH
Höchberger Straße 28
97082 Würzburg
www.keilerbier.de

Fiege Leichter Moritz

Gerade wenn es im Sommer so richtig schön heiß ist, wollen wir nicht so viel Alkohol zu uns nehmen. Dann ist Lightbier angesagt. Auch wenn es darum geht, Kalorien einzusparen, ist ein Lightbier eine gute Wahl, da diese Biere im Vergleich zu einem Vollbier nur etwas mehr als die Hälfte der Kalorien enthalten. Ein solches steht jetzt vor mir, der Leichte Moritz aus der Familienbrauerei Moritz Fiege in Bochum. Die Leichtbiere haben ein ähnliches Problem wie die alkoholfreien Biere. Da der Geschmacksträger Alkohol fehlt bzw. nur in geringer Menge vorhanden ist, fehlt es häufig an Geschmack. Ob dies auch für dieses Bier zutrifft, werde ich jetzt feststellen.

Helles Gold strahlt mir aus dem Glas entgegen, darüber eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik kann also schon mal überzeugen.

Das Aroma wird durch den Hopfen dominiert, aber auch der Malzkörper setzt sich im Duft durch. Vom Hopfen steigen mir holzige und leichte Zitrusnoten in die Nase.

Der Antrunk ist schlank, frisch und spritzig. Schnell kommt ein ordentliches Bitter dazu, das auch im Nachklang erhalten bleibt, der lange nachklingt.

Leichter Moritz weiß durchaus zu überzeugen. Ich würde mir nur noch einen kräftigeren Malzkörper wünschen, der das Bier sicher abrunden würde.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Helles Karamellmalz), Hopfen (Perle, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

2,6 % Vol.

Stammwürze:

7,4 %

Brauerei:

Privatbrauerei MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Straße 1
44787 Bochum
www.moritz-fiege.de

Beverly Pils

Im Süden von Hannover unweit des Maschsees ist die Mashsee Brauerei beheimatet, die die niedersächsische Landeshauptstadt mit guten Bieren versorgt. Von guten Bieren schreibe ich hier ganz bewusst, da mich bislang keines der Biere, die ich aus dieser Brauerei verkostet habe, enttäuscht hat. Ich hoffe, dass diese Aussage auch für das Berverly Pils gilt, ein Bier, dessen Name bereits recht hohe Erwartungen weckt. Ich bin aber guter Dinge, hat dieses Bier mit dem typisch norddeutschen Bierstil doch im Jahr 2017 beim Meininger Craft Beer Award die Goldmedaille gewonnen. Kann da jetzt noch etwas schiefgehen? Ich hoffe nicht. Schließlich verspricht schon der Name dieses Bieres verspricht den Sommer und die Sonne Kaliforniens und damit ein richtig gutes Bier.

Strohgelb und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Bei einem Pils erwarte ich eigentlich ein eher herbes Aroma. Anders bei diesem Bier. Mit seinen fruchtigen Aromen nach Grapefruit, Ananas und Zitrone, unterstützt durch würzige und blumige Noten, erinnert es eher an ein Pale Ale als an ein Pils. Aber die Fruchtaromen verfliegen nach einiger Zeit und der Duft ändert sich, so dass das Bier das typische Pilsaroma durchkommt.

Der Antrunk ist überraschend süß. Die feinperlige Kohlensäure ist leider recht knapp dosiert. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, die mir bereits in die Nase gestiegen sind. Dazu kommt ein angenehmes Bitter. Der Abgang ist frisch und das Bitter klingt durchschnittlich lange nach.

Das Beverly Pils ist ein sehr schönes Allroundbier. Ich hätte es anfangs für ein Pale Ale gehalten, aber wenn die Fruchtigkeit nachlässt, wird es zum vollmundigen und süffigen Pils.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Carapils, Pilsener Malz, Maris Otter), Hopfen (Cascade, Citra, Magnum), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Mashsee Brauerei GmbH & Co. KG
Am Eisenwerk 17
30519 Hannover
www.mashsee.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

Craftbeer-Shop-Banner

Glaabsbräu Pilsener

Wenn mir jemand ein Pils anbietet bin ich ja eher skeptisch. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Biere ohne eigenen Charakter. Das Bier muss ja nicht unbedingt schlecht sein, aber die meisten Pilsener sind problemlos austauschbar. Diese Befürchtung hat sich auch bis nach Hessen rumgesprochen, denn die Brauerei in Seligenstadt beschreibt ihr Erzeugnis so: “Pils ist Mainstream? Nur bei Mainstream Brauereien! Wir setzten zusätzlich zu unserem für das Pils eigens veredeltem Brauwasser, bestes Malz aus der Region ein, das mit zwei Hopfensorten – Saphir und Magnum – zu einem extravaganten, edlen Spitzenprodukt getrieben wird.” An dieser Aussage wird sich das Pils, das jetzt vor mir steht, messen lassen müssen.

Intensiv golden steht das Pilsener von Glaabsbräu vor mir. Darüber bildet sich eine durchschnittlich voluminöse Krone aus feinporigem Schaum, die recht lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma wird erstaunlich stark durch das Malz dominiert, aber auch der Hopfen kommt mit blumigen Noten sowie einem Hauch Zitrusfrüchte zu seinem Recht. Der Duft lässt mich auf ein ungewöhnliches Pils hoffen.

Der Antrunk ist leicht süß und dabei durch die Kohlensäure spritzig. Seine Qualitäten zeigt dieses untergärige Bier erst, als es sich im Mund verteilt. Jetzt spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Dabei bleibt die Süße bestehen, die sich mit den blumigen Noten sowie einer leichten Säure verbindet. Das Ergebnis sind ein voller und runder Geschmack und ein ungeheuer süffiges Bier. Erst im Abgang kann ich ein leichtes und elegantes Bitter schmecken, das recht lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz), Hopfen (Saphir, Magnum)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

Glaabsbräu GmbH & Col. KG
Wallstr. 1
63500 Seligenstadt
www.glaabsbraeu.de

Fiege Pilsbock

Bereits seit 1736 braut die Familienbrauerei Fiege in Bochum Bier. Das heute bekannteste Bier ist das Pils, das seit 1927 gebraut wird. Daneben stellt das Traditionsunternehmen noch etwa ein Dutzend anderer Bierstile her. Jetzt steht der seit 2016 gebraute Pilsbock vor mir. Dieses Bier wird mit den Hopfensorten Amarillo und Simcoe kaltgehopft, weshalb ich mich wieder einmal auf ein besonderes Bier freuen darf.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb steht das Bier vor mir. Der Schaum ist feinporig und er bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Malz und Hopfen sind im Aroma gleichberechtigt. Anfangs ist das Aroma würzig, später kommt eine leichte Fruchtigkeit nach Zitronengras dazu, die gut mit dem ebenfalls vorhandenen Biskuitteig harmoniert.

Der Antrunk ist recht süß, was bei einem Bockbier nicht verwunderlich ist. Die Süße passt aber gut zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure des Pilsbock. Auf der Zunge ist der Geschmack intensiv, der Hopfen kommt gut zur Geltung und sorgt für ein volles rundes Mundgefühl. Mir ist klar, dass dieses Bier ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis hat. Der Abgang ist moderat bitter und er klingt längere Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Taurus, Perle, Tettnanger, Saphir)

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Stammwürze:

18,1 %

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Straße 1
44787 Bochum
www.moritz-fiege.de

Holsten Edel

Fast jeder Mensch, der schon einmal in Hamburg war, kennt den Spruch: “Holsten knallt am dollsten”. Das klingt ja eher abwertend; entsprechend sind die Erwartungen, die ich an dieses Bier stelle. Immerhin wurde hier mit Hopfen gebraut, nicht mit Hopfenextrakt.

Farblich macht das Bier einen guten Eindruck – goldgelb ist es im Glas. Dazu ein durchschnittlicher Schaum. Der Duft wird eindeutig vom Hopfen dominiert, halt typisch norddeutsch.

Der Geschmack wird von Anfang bis Ende einseitig vom Hopfen bestimmt. Im Antrunk schmecke ich zwar auch das Malz, aber leider wirklich zu schwach. Mehr will ich zu diesem Bier gar nicht mehr schreiben – es ist zwar durchaus trinkbar, hat aber einfach noch zu viel Luft nach oben.

Zutaten:
Wasser
Gerstenmalz
Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 %

Brauerei:

Holsten-Brauerei AG
22755 Hamburg
http://www.holsten.de

Glaab’s Reifeprüfung

Bereits im Jahr 1744 wurde die Brauerei Glaab’b in Seligenstadt gegründet. Damit ist sie die älteste Brauerei in Südhessen. Seit der Gründung erhebt die Brauerei den Anspruch, die besten und geschmackvollsten Biere zu brauen. An diesem Anspruch wird sich die Reifeprüfung, die jetzt vor mir steht, messen lassen müssen. Aber da das Unternehmen jetzt in der neunten Generation im Familienbesitz ist, bin ich durchaus optimistisch, dass das Bier seinem Anspruch gerecht wird.

Golden und opalisierend präsentiert sich das Bier, darüber eine üppige feinporige Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. So soll ein gutes Pils aussehen.

Das Aroma ist malzig-herb mit blumigen Anklängen. Der Braumeister hat sich an den Bierstil gehalten und ihn optimiert, nicht versucht, das Pils neu zu erfinden. Das gefällt mir.

Der Antrunk ist schlank, frisch und spritzig, so wie ein Pils sein soll. Schnell gesellt sich ein erstes leichtes Bitter dazu, genau wie eine zurückhaltende Fruchtigkeit. Zum Abgang hin verstärkt sich das Bitter und das Bier macht seinem Namen alle Ehre. Dies gilt auch für den sehr langen Nachklang.

Kurz gesagt handelt es sich um ein schlankes Bier mit Charakter, das durchaus zu gefallen weiß. Ich persönlich würde es nicht alleine genießen, aber zu einem gut gebratenen Steak ist es eine perfekte Begleitung.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Magnum, Blanc)

Alkoholgehalt:

6,5 %

Stammwürze:

14,2 %

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Glaabsbräu GmbH & Co. KG
Wallstr. 1
63500 Seligenstadt
www.glaabsbraeu.de

Marktbier Pils

Im Jahr 2006 gab das Brauhaus Kantine seine Geschäftstätigkeit auf. Damals erwarb Jörg Hieber, Inhaber von einem Dutzend Edeka-Märkten im südlichen Schwarzwald die Brauanlage und baute sie in seinem Markt in Lörrach wieder auf. Dort braut er nun sein Pils und Weizenbier sowie saisonale Biere. Als ich kürzlich in Weil am Rhein war, habe ich auch den örtlichen Edeka-Markt aufgesucht, um das Marktbier zu kaufen. Leider gab es dort nur das Pils in der 0,33 l-Flasche, weshalb ich auch nur dieses Bier gekauft habe.

Sehr hell goldgelb ist das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel gemischtporiger Schaum, der sich recht schnell auflöst. Wenig Hefe macht das Bier leicht trüb und die Kohlensäure ist eher zu erahnen als zu sehen.

Das Bier duftet leicht süß mit grasigen und floralen Noten. Das Aroma gefällt mir deutlich besser als die Optik.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle fest, dass das Bier mehr Kohlensäure enthält als zu sehen war. Die Rezenz ist gut, Säure, Süße und Bitterstoffe sind gut aufeinander abgestimmt und das Bier ist ausgewogen und süffig. Der Abgang ist freundlich bitter und mit langem Nachklang.

Insgesamt weiß dieses Bier zu gefallen, auch wenn noch einige Luft nach oben ist. Ich würde mir etwas mehr Hefe und vor allem eine stabilere Schaumkrone wünschen. Abschließend noch ein Wort zur Bierauswahl im Edeka-Markt in Weil am Rhein: die Bierauswahl hat mir richtig gut gefallen. Neben den üblichen Industriebieren wurden auch viele regionale Biere sowie einige Craft-Biere angeboten, so dass dort jeder Bierliebhaber sein bevorzugtes Bier finden dürfte.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 %

Brauerei:

Hieber’s Frische Center KG
Meeraner Platz 1
79539 Lörrach
www.hieber.de