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Füchschen Pils

Als die Hausbrauerei Füchschen im Juli 2017 ihr Pils auf den Markt brachte, brach erst einmal ein Shitstorm im Internet aus (ich hatte damals darüber berichtet). Der Shitstorm hat sich inzwischen gelegt und kürzlich habe ich das Bier erstmals im Handel gesehen und jetzt will ich es verkosten.

Rotgolden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine recht große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Farbe ist zwar für ein Pils nicht typisch, sieht aber sehr ansprechend aus.

Das Aroma ist blumig und würzig. Ich rieche Zitrusfrüchte und Mango, unterstützt vom Aroma von Biskuitteig.

Der Antrunk ist leicht süß und mir ist die Kohlensäure etwas zu knapp dosiert. Auf der Zunge dominiert ein freundliches Bitter, das aber gut mit der Süße abgestimmt ist. Außerdem kommt eine leichte Fruchtigkeit zum Vorschein, die die Aromen widerspiegelt. Der Abgang ist überraschend mild und wenig bitter, dafür aber fruchtig mit langem Nachklang.

Obwohl dieses Bier mit seiner Farbe und auch der vorhandene Süße eigentlich nicht als Pils durchgeht, kann es mit seinem Geschmack durchaus überzeugen. Ich würde es aber eher für ein hopfenbetontes Helles halten. Nichtsdestotrotz kann mich der Geschmack begeistern und es ist ein schönes Bier für warme Sommerabende.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei im Füchschen
Ratinger Str. 28
40213 Düsseldorf
www.fuechschen.de

Dithmarscher Naturtrüb

Wieder einmal steht ein Bier aus dem schleswig-holsteinischen Marne vor mir. Diesmal setzt das Familienunternehmen auf ein naturtrübes Bier und liegt damit voll im Trend. Dabei bleibt die Brauerei ihren Idealen treu und präsentiert dieses Pils in einer gewohnt rustikalen Aufmachung und der klassischen Bügelflasche.

Golden und ordentlich hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist sahnig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist teigig, wobei sich die Düfte der Hefe gut mit den Hopfenaromen verbinden. Dazu das typische Herbe eines norddeutschen Bieres – da kann ich mich ja nur auf den ersten Schluck freuen.

Der Antrunk ist angenehm trocken, bevor die Hefe in den Vordergrund tritt und auch der Hopfen für ein kräftiges aber freundliches Bitter sorgt, was aber die Süffigkeit keinesfalls stört. Der Abgang ist typisch norddeutsch – kurz bitter und mittlerer Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Perle, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,4 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

Edelhopfen Extra

Maisel ist ja eher für seine Weizenbiere bekannt. Jetzt steht aber ein Pils aus der Bayreuther Brauerei vor mir. Das ist nichts besonderes, denn auf ein Pils kann kaum eine Brauerei verzichten. Aber dieses Bier ist schon etwas anders, denn es handelt sich um ein kalorienreduziertes Pils, das aber trotzdem vom Alkoholgehalt her im Durchschnitt liegt. Diesen Effekt erreicht Maisel, indem das Bier höher vergoren wird als normal. Dadurch wird mehr Alkohol gebildet, der aber anschließend teilweise wieder entzogen wird. Dadurch enthält das Bier nach Angaben der Brauerei 75 % weniger Kohlenhydrate als das “normale” Pils von Maisel und kommt auf lediglich 30 Kilokalorien pro 100 ml. Dafür enthält das Bier nicht so viel Malzzucker wie ein normales Pils und ist daher trockener. Wie sich das auf den Geschmack auswirkt will ich jetzt testen.

Strohgelb und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu groß, bleibt aber durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, Biskuit und leicht nach Zitrone. Bis hierhin gefällt mir das Bier schon mal.

Der Antrunk ist spritzig und frisch, dabei wie erwartet recht trocken. Auf der Zunge ist das Bier sehr schlank und wirkt fast wie ein alkoholfreies Bier. Die Bitterstoffe sind nur sehr knapp dosiert. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber eher diskret. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Das Bier würde als alkoholfreies Pils eine gute Figur machen, aber bei fast fünf Prozent Alkohol hätte ich mehr Geschmack erwartet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

9,5° Plato

Brauerei:

Gebr. Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.edelhopfen.de

Dithmarscher Pilsener

Der für den Norden typische Bierstil ist das Pilsener. Und Pils können die Nordlichter im Allgemeinen ja brauen. Jetzt steht ein solches Pils aus Schleswig-Holstein vor mir. Die Brauerei in Marne bewirbt es mit den folgenden Worten: “Unser Klassiker: Weiches Geestwasser und edler Aromahopfen verleihen unserem mild-würzigen Dithmarscher Pilsener seinen unverkennbaren Charakter. Verfeinert mit angenehm frischer Kohlensäure.” Na, dann will ich doch mal sehen, wie sich das Bier so macht.

In hellem klarem Goldgelb zeigt sich das Bier im Glas. Dabei bildet sich vergleichsweise wenig feinporiger Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist so schwach wie die Schaumkrone. Leichte Zitrusnoten steigen mir in die Nase, unterstützt von einem Hauch Honig. Eigentlich nicht schlecht, aber halt deulich zu schüchtern.

Der Antrunk ist frisch und von verhaltener Süße. Schnell gesellt sich ein auf die Süße abgestimmtes Bitter dazu. Der Geschmack ist sauber, aber für meinen Geschmack deutlich zu schlank. Der Abgang ist nur wenig bitter und er klingt nur kurz nach.

Sollte sich einmal ein Liebhaber des bayerischen Hellen nach Schleswig-Holstein verirren, ist er mit dem Dithmarscher Pilsener auf jeden Fall gut bedient.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,4 %

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

Pepper Pils

Welde und Himbergs Braukunst-Keller haben sich zusammengetan, um das Pepper Pils zu kreieren. Beide Brauereien stehen für gute Biere, so dass ich von diesem Bier etwas Besonderes erwarte. Besonders gespannt bin ich, welche Aromen des rosa Pfeffers dem Bier hinzufügen. Ist es scharf oder fruchtig? Gleich werde ich es wissen.

Bereits beim Einschenken des Bieres steigen mir würzige Noten in die Nase. Das macht das Pepper Pils schon mal sympathisch. Golden bis bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Krone aus feinporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt. Bis hierhin haben die Brauer nichts verkehrt gemacht.

Das Aroma ist wahnsinnig komplex. Das hätte ich bei einem Pils in dieser Ausprägung nicht erwartet. Florale Aromen mischen sich mit dem Duft von Zitrusfrüchten und süßen Südfrüchten wie Mangos. Dazu kommt das würzige Aroma des Pfeffers. Der Duft des Malzkörpers wird dabei in den Hintergrund gedrängt. Bei mir steigt die Neugierde, wie sich der Pfeffer in den Geschmack einpasst.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist süß und kräftig, die reichlich vorhandene Kohlensäure passt sehr gut dazu. Der Pfeffer liefert vom ersten Moment an eine angenehme Würzigkeit, wobei die Schärfe zwar zu schmecken ist, sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Auf der Zunge entwickeln sich die Fruchtaromen. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Maracuja und Pfirsich. Insgesamt macht das Pepper Pils einen ausgewogenen und frischen Eindruck. Auch der Abgang ist durch die Fruchtigkeit im Wechselspiel mit den Aromen und der Schärfe des Pfeffers geprägt. Diese Balance bleibt auch im langen Nachklang bis zum Ende erhalten. Auffällig ist die für ein Pils geringe Bitterkeit.

Das Pepper Pils von Welde und Himbergs Braukunstkeller ist kein Bier für jeden Tag. In meinen Augen eignet es sich aber hervorragend als Aperitif. Leider scheint es sich aber um einen Sondersud zu handeln, der nicht nachgebraut wird. Auf der Website von Welde wird dieses Bier jedenfalls nicht (mehr) erwähnt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Rosa Pfeffer

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Weldebräu GmbH & Co. KG
Brauereistr. 1
68723 Plankstadt
www.welde.de

gemeinsam mit

Himburgs Braukunstkeller GmbH
Alexander Himburg
Ehrengutstraße 27
80469 München
www.himburgs.com

Hofmark Pils

Nun steht nach längerer Zeit mal wieder ein Bier vor mir, das aus biologischen Zutaten gebraut wurde. Nun macht der Bio-Anbau das Bier nicht zwangsweise besser, aber wenn eine Brauerei die teuren Rohstoffe verwendet, geht sie in der Regel auch behutsam damit um, lässt dem Bier die Zeit zum Reifen… Diese Faktoren beeinflussen den Preis stärker als die Zutaten und sorgen in der Regel für einen besseren Biergenuss.

Daher weisen die Bio-Brauer meist auch in ihrem Webauftritt darauf hin. Die Brauerei Hofmark aus Loifling in der Pfalz macht da eine Ausnahme. Hier die Infos, die auf der Website zu finden sind: “Fein glänzend und in einem sattem Gold präsentiert sich das schaumgekrönte Pils. Seinen Geruch prägen grüne Noten, dezent nach Wiesenkräutern sowie würzige Hopfenaromen. Es ist angenehm spritzig und sehr erfrischend. Beim Trinken spürt man wie sich nach und nach um den leicht vollmundigen Körper eine intensive, harmonische und feinherbe Bittere aufbaut, welche dann langsam am Gaumen ausklingt.” Diese Beschreibung ist eher auswechselbar und von daher für ein Biobier ungewöhnlich.

Goldgelb und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier einen guten Eindruck.

Das Aroma ist malzbetont, unterstützt durch die Düfte grüner Äpfel und Birnen.

Der Antrunk ist frisch und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure spritzig. Schnell kommt eine angenehme Bittere dazu. Obwohl der recht kräftige Körper nicht allzu fruchtig ist, macht das Bier einen vollmundigen frischen und süffigen Eindruck. Im Abgang wird das Pils trockener mit einem freundlichen Bitter, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz aus kontrolliert biologischem Anbau, Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Hofmark Brauerei KG
Hofmarkstraße
93455 Loifling b. Cham
www.hofmark-brauerei.de

Achtern Diek

Achtern Diek, also “hinterm Deich” heißt das Bier, das jetzt vor mir steht. Damit ist die Herkunft dieses Pilseners auch schon treffend umschrieben, liegt doch Marne direkt an der Nordsee. Wo heute die Brauerei steht, existierte bereits im Jahr 1775 eine bäuerliche Braustätte. 1884 wurde dann von Christian Hintz die Brauerei gegründet, die sich bis heute im Familienbesitz befindet. Die Brauer hatten also Zeit genug zum Üben und so erwarte ich jetzt ein gutes und herbes norddeutsches Pils.

Strohgelb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber bildet sich eine leicht überdurchschnittlich voluminöse Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt. Typisch nordisch halt.

Das Aroma ist getreidig bis teigig, unterstützt durch einen leichten Haus Hopfen. Nach der Zutatenliste auf dem Etikett wurde in diesem Bier ausschließlich Hopfen verbraut, meine Nase teilt mir aber mit, dass es sich auch um Hopfenextrakt handeln könnte. Na ja, die Brauerei wird sicherlich keine falschen Angaben machen, weshalb ich davon ausgehe, dass ich hier Bitterhopfen rieche.

Der Antrunk ist frisch und vergleichsweise trocken. Und so geht es auch auf der Zunge weiter. Die Bitterstoffe sind an die Süße angepasst und das Bier lässt sich angenehm trinken. Der Abgang ist leicht bitter mit langem Nachklang. Zusammengefasst ist das Achtern Diek ein typisches norddeutsches Pils ohne Überraschungen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de

Mr. W

Weshalb die Brauer in Hamburg diesem New England Pilsener den Namen Mr. W gegeben haben, ist mir nicht bekannt. Weder auf dem Flaschenetikett noch auf der Website der Brauerei konnte ich eine Erklärung finden. Aber eine Suche im Internet ergab, dass die Brauer ihre Biere zumindest teilweise mit dem letzten Buchstaben durchnummerieren. Ich finde dort Mr. O, K, B, T usw. Ich empfinde es eigentlich als angenehm, wenn der Name eines Bieres wenigstens einen ungefähren Hinweis darauf enthält, was mich erwartet. Aber immerhin habe ich auf der Website von Buddelship eine Beschreibung gefunden, was sich die Brauer bei der Entwicklung ihrer Biere gedacht haben: “Vielerorts in Deutschland, vor allem aber bei uns im Norden, ist der Bezug zu Bier als ein frisch vor Ort und für den unmittelbaren Genuss gebrautes Naturprodukt im Laufe des letzten Jahrhunderts völlig verloren gegangen. Globalisierung, Massenproduktion, Standardisierung, Marketing und Preiskampf stehen auf der einen Seite; Qualität, Vielfalt, Geschmack und Frische meistens auf der anderen. Vielleicht ist diese Entwicklung nirgendwo deutlicher zu spüren als in Hamburg, einst gerühmt als Brauhaus der Hanse und heute, was Bier angeht, mehr oder weniger komplett von der Landkarte verschwunden, um nicht zu sagen: abgesoffen!.

BUDDELSHIP will die Seele des Bieres, nämlich Leidenschaft und handwerkliche Braukunst, wieder zum Leben erwecken und mit der ganzen natürlichen, historischen und geografischen Vielfalt füllen, die Hamburg und die Welt zu bieten haben. Bier ist mehr als nur ein Getränk, es ist Lebensgefühl, Naturverbundenheit und internationales Kulturgut. Deswegen lassen wir unser Bier auch so, wie es ist: unfiltriert, frisch und lebendig.

Darüber hinaus wollen wir auch die Zutaten von Bier wieder in den Vordergrund stellen, denn das Spannende und Schöne beim Bier ist gerade dessen Vielfalt. Wir möchten euch internationale Biere näherbringen und versuchen, neue Akzente zu setzen und Grenzen auszutesten.” Ein hoher Anspruch, den das Bier erst einmal erfüllen muss.

Golden und mit einer leicht überdurchschnittlichen Krone aus sahnigem Schaum, der lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Auffällig ist die reichlich vorhandene Kohlensäure.

Ein ganzer tropischer Fruchtsalat steigt mir in die Nase, aber auch der Malzkörper kommt zu seinem Recht. Das ist für ein Pils ungewöhnlich, aber es gefällt mir durchaus.

Der Antrunk ist recht süß. Die Süße passt aber gut zur Fruchtigkeit und der spritzigen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt es schnell zu einer Geschmacksexplosion. Mango und Ananas stehen dabei im Vordergrund. Rund, vollmundig und ungeheuer süffig zeigt sich das Bier jetzt. Die Fruchtigkeit setzt sich auch im Nachklang fort, wobei sich die Bitterstoffe des Hopfens diskret im Hintergrund halten und trotzdem lange nachklingen.

Mr. W ist ein absolut ungewöhnliches Pilsener und ich hätte es nicht als ein Pils erkannt. Trotzdem ist es wirklich gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze:

14,3° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Buddelship GmbH
Warnstedtstr. 16l
22525 Hamburg
www.buddelship.de

Žatecký Gus

Das Žatecký Gus stammt aus der Brauerei Baltika im russischen St. Petersburg. Die Brauerei gehört zum dänischen Brauereikonzern Carlsberg, dem viertgrößten Brauereikonzern der Welt. Nun habe ich von Carlsberg noch kein Bier gefunden, das mich begeistern konnte. Aber eventuell ist das Žatecký Gus ja die Ausnahme von der Regel. Ich bin da auch guter Hoffnung, denn Carlsberg teilt mit, dass dieses Bier mit dem Aromahopfen Zhatetsky gebraut wurde, der dem Bier ein spezielles Aroma verleihen soll.

Intensiv strahlt mir das Bier in hellem Gold entgegen. Darüber eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Optisch ist das Žatecký Gus ein Pils wie gemalt.

Das Aroma ist malzig mit einem Hauch von Honig. Vom Hopfen kann ich aber so gut wie nichts riechen. Jetzt bin ich doch enttäuscht.

Der Antrunk ist recht trocken und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure spritzig. Schnell wird die vorhandene Süße durch ein ordentliches Bitter überdeckt. Andere Geschmackseindrücke sind aber nicht vorhanden, so dass das Žatecký Gus ziemlich langweilig erscheint. Der Abgang ist überraschend mild und er klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Braugerste, Hopfenextrakt, Malzextrakt (Gerste, Weizen)

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Brauerei:

Baltika Breweries
6.TH Verkhny Per
19492 St. Petersburg
Rußland
www.baltika.ru

Eibauer Jubiläums Pilsener 1810

Bereits im Jahr 1384 wurde die sächsische Gemeinde Eibau erstmals urkundlich erwähnt. 1810 erlangte Eibau mit der dortigen Landbrauerei überregionale Bedeutung (Quelle: Wikipedia). Heute vertreibt die Brauerei ihr Bier nur noch regional sowie über einen eigenen Webshop, aber im Jahr 2010 braute sie erstmals ihr Eibauer Jubiläums Pilsener 1810, das jetzt vor mir steht.

Golden, klar und mit einer durchschnittlichen Menge grobporigem Schaum, der sich auch durchschnittlich schnell auflöst, präsentiert sich das Bier im Glas. Würde die Schaumkrone länger erhalten bleiben, würde mir die Optik durchaus gefallen.

Das Aroma ist malzbetont und brotig, unterstützt durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist malzig, frisch und mäßig süß. Die Kohlensäure ist gut dosiert. Leider folgt nach dem ersten positiven Eindruck ein kleines Loch. Erst im Abgang kommt ein ordentliches und angenehmes Bitter zum Vorschein, das dann lange nachklingt.

Dieses Bier hat zwar seine Schwächen; trotzdem handelt es sich um ein überraschend gutes Pils aus Sachsen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
OT Eibau
Neueibauer Straße 9
02739 Kottmar
www.eibauer.de