Schlagwort-Archive: Mecklenburg-Vorpommern

Insel-Brauerei Überseehopfen India Pale Ale

Wer hat sie im Getränkemarkt noch nicht gesehen, die in braunes Packpapier gehüllten Flaschen aus der Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen. Inzwischen ist die Auswahl der Biere aus Rambin recht umfangreich und vor mir steht jetzt wieder einmal ein Überseehopfen, das India Pale Ale. Das Bier wurde mit nur einer Hopfensorte gebraut, die aus Tasmanien stammt. Und die Brauer setzen nicht nur auf eine Hopfensorte, sondern verwenden Doldenhopfen, keine Pellets.

Und die Optik dieses IPAs passt absolut zum Anspruch, der im Nordosten unserer Republik an die dort gebrauten Biere gestellt wird. Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier, gekrönt von viel elfenbeinfarbenem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist ähnlich verlockend wie die Optik. Die Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und Kräutern steigen mir in die Nase, dazu der Duft der Hefe. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mit der Zungenspitze vermittelt, ist trocken und spritzig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt spiegeln sich dort die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe – Ananas und Mango sind die hervorstechenden Geschmäcker. Dazu kommt ein ordentliches angenehmes Bitter, das an eine Grapefruit erinnert. Das Mundgefühl ist samtig. Der Abgang ist fruchtig und trocken und er klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig während der Flaschenreifung vergoren), Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstr. 2c
18575 Rambin
www.insel-brauerei.de

Insel-Brauerei Surfers Summer Ale

Die Rügener Insel-Brauerei hat 4 neue alkoholfreie Biere auf dem Markt gebracht. Mit dem Snorkeler`s Sea Salt, dem Surfers Summer Ale, dem Swimmer`s Saison und dem Skipper`s Special Bitter bietet das Unternehmen uns nun vier alkoholfreie Craft Bier Spezialitäten an. Die Besonderheit dieser Biere liegt nach Angaben der Brauerei unter anderem auch in der erstmalig angewendeten neuen Braumethode. Markus Berberich (Brauereigründer) und Frank Lucas (Braumeister) haben sich in einjähriger intensiver Entwicklungszeit bemüht, durch ein ausgereiftes Zusammenspiel aller Komponenten einen unglaublichen Geschmack zu erzeugen. Gebraut wird ausschließlich mit Naturhopfen. Die verwendeten ganzen Dolden entfalten im Braukessel ihrem feinsten Duft und die beste Bittere. Durch diese natürliche Brauart soll sich eine langanhaltend hohe Qualität ergeben.

Bei unter 35 ° C ist die neue Frische-Destillation ein besonders schonendes Verfahren, das den typischen Geschmack des Bieres erhalten soll, indem die bedeutenden Duftnoten werden geschützt werden sollen und das Ergebnis soll dann ein alkoholfreies Craft Bier mit einem natürlichen Mundgefühl, wie wir es von einem Bier erwarten, entstehen. Die Biere aus der Insel-Brauerei sind ja für ihren umwerfenden Geschmack bekannt. Die sorteneigene Kohlensäure wird während des Gärens aufgefangen und dann später dem alkoholfreien Bier wieder zugeführt. Für die alkoholfreien Craft Biere der Rügener Insel-Brauerei bedeutet das ein natürliches Bieraroma mit dem für diesen Bierstil typischen Charakter. Nach dem Abfüllen reifen die alkoholfreien Biere nach der traditionellen Methode. Diese Flaschenreifung mit allen ihren Besonderheiten garantiert die Sauerstofffreiheit der Flaschen und ist dank der Verbindung mit dem Naturpapier als Lichtschutz ausschlaggebend für eine besonders lange Frische.

Soweit die Theorie. Jetzt will ich aber wirklich wissen, wie diese ganzen Mühen sich im fertigen Produkt machen.

Hell kupferfarben und leicht hefetrüb mit sehr viel festem weißem Schaum zeigt sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist fruchtig-herb. Ich rieche Grapefruit, verschiedene andere Südfrüchte und einen Hauch Vanille.

Der Antrunk ist weich und cremig. Er zeichnet sich durch eine leichte Süße und reichlich Kohlensäure aus, die für eine ordentliche Frische sorgt. So geht es auch auf der Zunge weiter. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, unterstützt durch ein angenehmes Bitter, das die Süße und Fruchtigkeit nicht überdeckt. Insgesamt ist das Bier sehr süffig. Im Abgang halten sich Frucht und Bitter die Waage und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Das Surfer’s Summer Ale von der Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen ist ein tolles Sommerbier, das mich vergessen lässt, dass es keinen Alkohol enthält und das sich an viele Speisen anpassen kann. Ich denke da an verschiedene Gerichte mit Fisch oder Meeresfrüchten, aber auch an Currys.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Störtebeker Eis Lager

Um ein Eisbier herzustellen wird zunächst das Bier normal gebraut und anschließend bei unter null Grad Celsius eingefroren. Das Wasser gefriert und der Alkohol, der die Aromen enthält und einen deutlich tieferen Gefrierpunkt hat, bleibt flüssig und kann abfließen. Das Ergebnis ist ein deutlich stärkeres und aromatischeres Bier, in diesem Fall satte 9,8 Volumenprozente.

Jetzt steht das Eis Lager aus der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund vor mir. Bislang kannte ich Eisbiere nur als Eisbock, weshalb diese Verkostung für mich durchaus spannend ist.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich mir das Eis Lager. Die Schaumkrone ist recht üppig und feinporig. Sie bleibt auch lange erhalten. Bei der Optik hat die Brauerei schon mal keinen Fehler gemacht.

Wie ich bei einem Lagerbier erwarte, ist das Aroma malzbetont. Düfte nach Honig, Biskuit und Karamell steigen mir in die Nase. Aber auch der Hopfen steuert Düfte nach Pfirsich und Orangenschale zum Aroma bei. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck ist der eines recht süßen Bieres, was nach der Eisreifung aber zu erwarten war. Außerdem harmoniert die Süße gut mit der sehr feinperligen Kohlensäure. Und noch eine Erwartung von mir wird erfüllt: der Geschmack ist intensiv. Aber erst als sich das Bier auf der Zunge erwärmt lässt es so richtig seine Muskeln spielen. Wuchtig und rund wärmt es mich. Der Alkohol ist gut eingebettet und leistet seinen Beitrag zur Intensivierung des Geschmacks, ohne dass er hervorsticht. Der Abgang ist wenig bitter und lässt eine Whiskeynote erahnen, die sehr lange nachklingt.

Das Störtebeker Eis Lager ist ein tolles Bier, das am besten in kleinen Schlucken genossen wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Calypso), Hefe

Alkoholgehalt:

9,8 % Vol.

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Craftbeer-Shop-Banner

Insel Saison

Die Insel-Brauerei aus Rambin auf Rügen steht einfach für Qualität. Daher habe ich auch keine Befürchtungen das Insel Saison von dort zu öffnen und zu verkosten. Saison, auch Farmhouse Ale genannt, ist ein alter belgischer Bierstil. Traditionell wurde er im Winter gebraut, um im Sommer die Erntehelfer zu motivieren, am nächsten Tag wieder zur harten Arbeit aufs Feld zu gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei groß aus Qualität und konsistenten Geschmack geachtet wurde; vermutlich war die Menge wichtiger und es wurde mit den Zutaten gebraut, die noch in ausreichender Menge verfügbar waren.

Heute ist das Saison ein sehr komplexer Bierstil. Die meisten dieser Biere verfügen über ein sehr fruchtiges Aroma, das sich auch im Geschmack widerspiegelt. Achten Sie auf erdige Hefetöne, milde bis mäßige Säure. Viel Würze und mit mittlerer Bitterkeit. Sie neigen dazu, halbtrocken zu sein, wobei viele nur einen Hauch von Süße haben. Ob dies auch auf das Produkt von Deutschlands größter Insel zutrifft will ich jetzt feststellen.

Rotgolden und praktisch ohne Hefetrübung zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel fester Schaum mit einem leichten Gelbstich, der sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Angenehme Fruchtaromen nach Trockenpflaumen, Orange und Pfirsich seigen mir in die Nase, unterstützt durch einige würzige Noten. Ich meine, Koriander und einen Hauch Nelke zu erkennen.

Der Antrunk ist recht süß und fruchtig, wobei die Orange etwas stärker in den Vordergrund tritt als im Aroma. Leider ist die sehr sanfte und feinperlige Kohlensäure recht knapp bemessen. Da würde ich mir etwas mehr wünschen. Auf der Zunge entwickelt sich eine ordentliche geschmackliche Intensität. Zur Süße gesellt sich eine gut abgestimmte fruchtige Säure, so dass mich die wenige Kohlensäure nicht mehr stört. Bitterstoffe kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Dafür erinnert das Bier jetzt etwas an Wein. Auch der Abgang ist sehr mild und mit minimalen Bitterstoffen. Leider klingt auch die Fruchtigkeit nur kurz nach.

Für mich ist das Insel Saison sicher nicht das beste Bier aus der Brauerei in Rambin, aber der Geschmack ist komplex und wirklich nicht zu verachten. Ich kann jeden Biergenießer verstehen, der von diesem Bier begeistert ist. Ich würde aber trotzdem empfehlen, es etwas kühler zu trinken als mit den von der Brauerei empfohlenen 12° Celsius. Es gilt aber: mit diesem Bier kann der Sommer kommen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker (während der Flaschenreifung vollständig vergoren), Naturhopfen, Hefe, Gewürz

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

Craftbeer-Shop-Banner

Insel Kap

Markus Berberich, Braumeister der Rügener Inselbrauerei sagt über sein Bier: “Durch die spezielle Verarbeitung von Hafer und Röstgetreide erreichen wir einen intensiven Duft von Schokolade und Kaffee. Dieses Bier ist extrem trocken und hat dabei einen erfrischenden cremigen, aber dennoch sehr schlanken Trunk. Das ist wirklich eine neue Erfahrung für ein so tief schwarzes Bier.” Bislang haben mir alle Biere von der größten Insel in der Ostsee sehr gut gefallen, so dass ich mir auch von diesem Oatmeal Stout viel verspreche.

Absolut blickdicht schwarz ist das Insel Kap mit leicht überdurchschnittlich viel stabilem braunem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell, dunkler Schokolade, Kaffee und etwas Vanille. Bis hierhin ist alles stimmig.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber recht knapp dosiert. Erst als sich das Bier im und verteilt nimmt der Geschmack richtig Fahrt auf. Besonders intensiv ist de Geschmack nach Schokolade, dazu kommen Kaffee sowie eine leichte Säure, die den Geschmack gut abrundet. Auch der Abgang wird durch den Geschmack nach Schokolade dominiert und er klingt ellenlang nach.

Ich glaube, es gibt wenige Brauereien, die sich so viel Mühe mit dem Entwickeln und Brauen spezieller Biere gibt. Der Aufwand lohnt sich aber auf jeden Fall. Die Biere aus Rambin haben ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker (vollständig vergoren in Flaschenreifung), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de
Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

Craftbeer-Shop-Banner

Störtebeker Scotch-Ale

In Schottland wird Torf seit eh und je zum Darren von Malz eingesetzt. Das Aroma des Torffeuers überträgt sich dabei auf das Malz und auf diese Weise entsteht das unverwechselbare Aroma der Whisky-Biere. Ein solches Bier steht jetzt vor mir, das Scotch-Ale aus der Braumanufaktur Störtebeker in Stralsund.

Bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Ich sehe relativ viel Kohlensäure und es bildet sich eine durchschnittliche Menge hellgelber sahniger Schaum, der lange erhalten bleibt. Die Optik gefällt mir schon mal.

Das Aroma wird durch das Mal betont. Düfte nach Toffee und etwas Rauch dominieren, daneben kommt auch der Duft des Torfes. Zusammen mit den 9,0 Volumenprozent Alkohol bildet sich ein angenehmer Whiskygeruch, der auch der Namensgeber dieses Bieres aus Stralsund ist.

Der Antrunk ist recht süß und wuchtig. Ohne die reichlich vorhandene Kohlensäure wäre das Bier mir zu süß, aber so gefällt der erste Geschmackseindruck bereits. Die Süße bleibt auch erhalten, dazu kommen die Torf- und Raucharomen auf der Zunge mehr zum Vorschein als im Duft. Der Abgang ist wenig bitter und es entsteht ein leichter Eindruck von Whisky.

Das Scotch-Ale ist ein prima Begleiter für viele Festtagsgerichte.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Stammwürze:

20,5 %

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Insel Brauerei Baltic Tripel

Seit 2015 braut die Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen unter dem Motto “Expeditionen ins Bierreich” besondere Biere. Dabei werden alte Bierstile neu interpretiert, ohne sich dabei durch das deutsche Reinheitsgebot einschränken zu lassen. Für mich steht aber eine andere Besonderheit der Insel-Brauerei im Mittelpunkt: Während etliche andere Brauer immer nur von “ihrem Hefestamm” sprechen, also in Einzahl, verwendet die Insel-Brauerei 24 unterschiedliche Hefen, jeweils zwei für jedes der zwölf Biere, die in Rambin gebraut werden. Ich kann nicht beurteilen, wie groß die Unterschiede im Ergebnis sind, aber zumindest zeigt die Vielzahl der Hefen an, wie sorgfältig auf Rügen die Zutaten für die Biere ausgewählt werden. Jetzt steht vor mir das Baltic Triple. Das Tripel ist ein belgischer Bierstil, stark eingebraut mit einem Alkoholgehalt bis zu etwa 10 Volumenprozenten. Mal sehen, ob sich ein solches Bier auch in Mecklenburg-Vorpommern brauen lässt.

Dass die Flaschen in Papier gepackt sind, auf dem die Informationen zum Bier stehen, ist im Regal ein guter Blickfang. Außerdem ist auf diese Weise auch mehr Platz für die Informationen. So stehen auf der Flaschenverpackung auch alle Infos, die auf der Website stehen. Eine Information sticht besonders hervor: für das Bier wird eine Trinktemperatur von 16° C empfohlen. Meist wird eine deutlich niedrigere Temperatur empfohlen, für meinen Geschmack häufig eine zu niedrige Temperatur. Ich meine, je besser ein Bier schmeckt und je dunkler und stärker das Bier ist, desto wärmer kann es auch getrunken werden. Dann ist es nicht erforderlich, es fast bis auf Kühlschranktemperatur herunter zu kühlen. Offensichtlich sind die Brauer auf der Insel der gleichen Meinung.

In der Zutatenliste steht an letzter Stelle “Gewürz”. Als ich das bei der Insel Kreide erstmals gesehen habe, habe ich einmal bei der Brauerei nachgefragt, was es damit auf sich hat. Markus Berberich, der Geschäftsführer der Rügener Insel-Brauerei, hat mir damals geantwortet, dass das Bier Kreide enthält und es nicht klar war, ob die Kreide extra ausgewiesen werden muss. Da sie natürlich im Wasser gelöst vorkommt, ist es eigentlich nicht erforderlich, sie in der Zutatenliste aufzuführen. Aber verboten ist es nicht, so dass sie noch als Gewürz auf der Flasche ausgewiesen wird. Jetzt wollen wir aber endlich zum Bier kommen.

Goldgelb und leicht hefetrüb ist das Bier. Es enthält viel Kohlensäure, die vermutlich aus der Flaschengärung entsteht, während der die Hefe den zugesetzten Traubenzucker in Alkohol und Kohlensäure aufspaltet. Darüber bildet sich sehr viel sahniger weißer Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch kann ich schon mal nichts an dem Bier aussetzen.

Das Aroma lässt sich einfach als fruchtig beschreiben. Ich rieche Zitronenschale, Vanille und – für ein helles Bier eher untypisch – rote Beeren. So macht das Bier Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Obwohl die Süße nicht intensiv ist, zeigt sich von Anfang an ein kräftiger Geschmack auf der Zunge, der durch eine leichte Würzigkeit unterstützt wird. Schnell breitet sich der Geschmack im Mund aus und bringt dann eine ordentliche Fruchtigkeit mit. Ich schmecke Zitronen, Bananen und Ananas, dazu etwas Apfel. Süße und Säure sind ausgewogen, Bitter ist eher zu ahnen. Der Abgang ist überraschend fruchtig und langanhaltend.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen, Hefe, Gewürz

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

Craftbeer-Shop-Banner

Insel-Brauerei Baltic Dubbel

Nun habe ich mal wieder ein Bier aus dem hohen Norden vor mir stehen, das Baltic Dubbel aus der Insel-Brauerei auf Rügen. Markus Berberich gibt seinen Bieren immer einen besonderen und persönlichen Touch. Dabei hält er sich nicht sklavisch an die einzelnen Bierstile, sondern macht aus seinen Bieren immer etwas Individuelles, so dass ich auf dieses Bier wirklich gespannt bin, insbesondere, weil die Insel-Brauerei grundsätzlich nur Naturhopfen verwendet, keine Pellets und keinen Hopfenextrakt (na gut, letzteres verbietet sich bei Craft Beer ja von selbst).

Schwarz steht das Bier im Glas, lediglich, wenn ich es gegen das Licht halte, schimmert ein leichtes Rubinrot durch. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge weißer feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch gibt es also schon mal nichts zu meckern.

Das Aroma wird durch die Röststoffe dominiert. Deutlich zu riechen ist der Duft dunkler Schokolade. Aber es kommt noch mehr zum Vorschein. Einen Hauch von Rum kann ich entdecken, zusammen mit Trockenfrüchten. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber zusätzlich meine ich auch den zarten Duft von Walnüssen wahrzunehmen. Auf jeden Fall ist das Aroma sehr komplex und macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist durch die Röststoffe geprägt, dabei recht süß und ich stelle fest, dass die Kohlensäure nicht nur sehr feinperlig ist, sondern auch nach meinem Geschmack perfekt dosiert wurde. Sobald sich das Bier im Mund ausgebreitet hat, geht der Schokoladengeschmack in den Hintergrund und Espressonoten kommen hervor. Das Mundgefühl ist samtig und rund, so dass es an einen Dessertwein erinnert. Beim Schlucken verstärkt sich noch der Geschmack nach Rum und Früchten. Der Abgang ist trocken und langanhaltend mit einem freundlichen Bitter.

Was für ein Bier. Der Geschmack wechselt von süß über Schokolade und Espresso bis hin zu einem leichten Bitter. Wie die anderen Biere aus der Insel-Brauerei nicht zum nebenbei-hinter-die-Binde-kippen, sondern zum bewussten Genießen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren), Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

Craftbeer-Shop-Banner

Insel-Brauerei Baltic Stout

16 Jahre war Markus Berberich Geschäftsführer bei der Störtebeker-Brauerei in Stralsund. Dann wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Rambin die Insel-Brauerei. Das ist erst einige Jahre her und trotzdem ist die Brauerei in der Qualität bereits ganz weit oben. So wurde die Insel-Brauerei im Jahr 2016 beim World Beer Award in London als beste deutsche Brauerei ausgezeichnet.

Bereits im Regal fallen die Biere von der Insel Rügen auf. Sie sind nicht mit Etiketten beklebt, sondern sie sind vollständig mit Papier umwickelt. Sie fallen damit nicht nur auf (angeblich fällt die Kaufentscheidung der Konsumenten in Sekundenschnelle), sondern es bleibt auch mehr Platz für einige Produktinformationen.

Beim Lesen der Zutatenliste fällt eines auf: bei allen Bieren steht dort auch der Eintrag “Traubenzucker (vollständig vergoren in Flaschenreifung. Traditionelle Methode)”. Süß wird das Bier also durch den Traubenzucker nicht, sondern die Zugabe des Zuckers hat einen anderen Grund, den Markus im Gespräch mit Hopfenhelden.de verraten hat: Nach dem “normalen” Brauvorgang mit der offenen Gärung und der Reifung im Tank wird das Bier in Flaschen abgefüllt. So weit ist alles noch recht konventionell. Anschließend wird die noch in der Flasche befindliche Luft abgesaugt und das Bier bekommt noch die Dosis Traubenzucker. Damit bekommen die Hefen noch einmal kräftig etwas zu tun. Sie vergären den Traubenzucker während einer zweiwöchigen Reifung in der beheizten Reifekammer. In dieser Zeit verdauen die Hefen den Zucker. Dadurch wird die Kohlensäure feinperliger und der noch in der Flasche befindliche Sauerstoff wird restlos verbraucht. Dadurch soll auch die Haltbarkeit des Bieres verbessert werden.

Jetzt will ich ein Bier aus dieser neuen Brauerei verkosten, das Baltic Stout, ein Imperial Stout. Das Imperial Stout ist ein traditioneller Bierstil aus England. Schwarz und malzbetont ist dieses Bier. Mal sehen, ob so etwas auch auf Rügen gebraut werden kann.

Bereits beim Einschenken macht das Bier einen guten Eindruck. Tiefschwarz ist es. Selbst als ich das Glas gegen das Licht halte schimmert kein bisschen schwarz durch. An den Zutaten wurde also schon mal nicht gespart. Es bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Menge cremiger haselnussbrauner Schaum, der sich nur langsam auflöst. Die Optik macht also schon mal Lust auf den ersten Schluck. Aber vorher muss erst einmal das Aroma seine Qualität beweisen.

Wie erwartet wird das Aroma durch die Röststoffe des Malzes dominiert. Ich rieche Espresso und eine feine dunkle Schokolade. Für die Feinheit des Schokoladenaromas ist das Hafermalz verantwortlich. Dazu kommen noch Aromen roter Früchte, eventuell von schwarzen Johannisbeeren.

Der Antrunk ist süß und intensiv. Wirklich überraschend ist aber etwas anderes, die extrem safte und feinperlige Kohlensäure, die dem Bier eine überraschende Frische und Spritzigkeit verleiht, die schon von Anfang an einen aparten Kontrast zur Malzsüße bildet. Verdammt, ich würde ja gerne etwas meckern, aber zumindest bis hierher hat die Brauerei nicht nur nichts verkehrt gemacht, sondern sie hat meine höchsten Erwartungen noch übertroffen. Das Bier verteilt sich im Mund und offenbart seine Geschmacksnuancen. Cremig ist es und zusammen mit dem klaren Schokoladengeschmack muss ich an Mousse au Chocolat denken. Während sich das Bier im Mund erwärmt kommt immer mehr der Geschmack von Espresso in den Vordergrund und verbindet sich wunderbar mit dem Schokoladengeschmack. Der Abgang ist dann überraschend trocken und mild, trotzdem aber langanhaltend. Und selbst der Abgang ändert noch seinen Geschmack. Recht flott entwickelt sich in der Kehle der Geschmack von Kakao.

Die Vielfalt der Aromen und Geschmäcker macht das Baltic Stout zu meinem derzeitigen Favoriten aus der Insel-Brauerei. Allerdings habe ich auch noch nicht alle Biere verkostet.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker (vollständig vergoren), Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Craftbeer-Shop-Banner

Störtebeker Bernstein-Weizen alkoholfrei

Nun habe ich wieder einmal ein alkoholfreies Weizenbier aus dem Nordosten unseres Landes vor mir stehen, ein Störtebeker Bernstein-Weizen. Da die Störtebeker Brauerei bereits mit vielen Preisen bedacht worden ist, kann ich wohl mit Fug und Recht einige Ansprüche an dieses Bier stellen.

In der Regel denken wir an Bayern, wenn das Gespräch auf Weizenbier kommt. Die Brauerei schreibt aber bereits auf ihrer Website, dass in Norddeutschland bereits seit der Hansezeit Weizenbier gebraut wurde. Da die Blütezeit der Hanse etwa in der Zeit von 1250 bis 1400 war, geht die Tradition also wohl schon auf Zeiten zurück, als es das deutsche Reinheitsgebot noch nicht gab.

Goldgelb und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Es enthält viel Kohlensäure, was wohl auch einer der Gründe für die große Menge cremigen weißen Schaums ist, die sich bildet. Der Schaum bleibt auch lange erhalten. Optisch hat die Brauerei also schon mal alles richtiggemacht. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Geschmack so gut ist wie die Optik. Da Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger ist, schmecken viele alkoholfreie Biere flach, was den Genuss deutlich einschränkt.

Das Aroma macht jedenfalls einen guten Eindruck. Getreidig mit fruchtigen, blumigen und würzigen Noten ist es. Auch hier gibt es nichts zu meckern.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Es folgt der ausgewogene Körper, in dem sich die Säure und die leichten Bitterstoffe die Waage halten. Der Abgang ist mild mit leichter Säure. Der Geschmack klingt aber nicht lange nach. Der kürze Abgang ist das einzige, das mir an diesem Bier nicht so richtig gefällt. Alles in Allem ist das alkoholfreie Bernstein-Weizen ein erfrischendes Getränk an heißen Sommertagen und ein idealer Begleiter zu allen leichten Speisen. Die Brauerei empfiehlt Salate, Geflügel und Nudelgerichte.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Stammwürze:

12,9 %

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com