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Zöttler Gold alkoholfrei

Alkoholfreies Bier ist mittlerweile bei den Biertrinkern angekommen. Schließlich muss es nicht immer Alkohol sein. Das haben auch die Brauer der Privat-Brauerei Zötler verstanden, die nach eigenen Angaben die älteste Familienbrauerei der Welt ist. Die geschmackliche Qualität der alkoholfreien Biere hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, so dass hier keine Abstriche mehr gemacht werden müssen.

Das Zötler Gold alkoholfrei wird im Kälte-Kontakt-Verfahren gebraut. Das bedeutet, dass die Brauhefe dem Biersud bei einer Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt zugegeben wird. Dort erledigt sie ihre Arbeit, bis ein Alkoholgehalt von maximal 0,5 gemessen wird. Dieser Zeitpunkt ist im Durschnitt nach 24 Stunden erreicht. Die Grenze, bis zu der ein Bier als alkoholfrei verkauft werden darf, liegt bei 0,5 % Vol.

In hellem Goldgelb strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Der Schaum ist recht grobporig, bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont nach Biskuitteig, unterstützt durch blumige Noten des Hopfens. Dabei ist es nicht so intensiv wie von einem Bier mit Alkohol, aber das können wir von einem alkoholfreien Bier auch nicht erwarten.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe und die sehr feinperlige Kohlensäure ist reichlich vorhanden. Auf der Zunge ist deutlich das Getreide zu schmecken, der Hopfen hält sich dezent im Hintergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass eine etwas reichhaltigere Gabe von Aromahopfen das Bier deutlich aufwerten würde. Der Abgang ist mild und er klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Stammwürze:

7,8° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

Helles Schlenkerla Lagerbier

Die Brauerei Schlenkerla ist bekannt für ihr Rauchbier und nicht ohne Grund hat Slowfood das Rauchbier aus Bamberg in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen. Das helle Lagerbier wird aber ohne Rauchmalz gebraut. Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei, dass das Lagerbier in den gleichen Kupferkesseln wie die anderen Biere gebraut wird und dass sich dabei ein ganz leichter Rauchgeschmack aus dem Kessel auf das Bier überträgt. Ich erwarte also ein Rauchbier für Anfänger, da denen in vielen Fällen der Rauchgeschmack der anderen Biere zu intensiv ist.

Im Glas präsentiert sich das Helle Schlenkerla Lager goldgelb leuchtend mit sehr viel festem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ich kann also nur empfehlen, das Bier vorsichtig einzuschenken.

Das Aroma ist malzig und blumig. Wie ich erwartet habe, ist das Raucharoma recht dezent, gerade so stark, dass klar ist, dass es gewollt ist und dass es sich nicht um ein Fehlaroma handelt. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas haben die Brauer richtiggemacht.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Die Rauchnote kommt erst einen Augenblick später zum Vorschein, zusammen mit einer aromatischen grasigen Hopfennote. Ich würde mir noch etwas Säure dazu wünschen. Trotzdem ist der Geschmack rund und vollmundig. Im Abgang kommt der Rauch noch einmal etwas kräftiger in den Vordergrund, zusammen mit einem leichten freundlichen Bitter. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

11,5 %

Bittereinheiten:

30° IBU

Brauerei:

“Heller-Bräu” Trum GmbH
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
www.schlenkerla.de

Mönchshof Weihnachtsbier

Seit 1984 gehört die Firma Mönchshof zur Kulmbacher Brauerei, die auch das Mönchshof Weihnachtsbier gebraut hat, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wird seit dem Jahr 1999 jeweils für die Weihnachtszeit eingebraut. Mönchshof stellt einige Biere her, die in ihrem jeweiligen Bierstil zu den meistgetrunkenen deutschen Bieren gehören. Jetzt will ich feststellen, ob das Weihnachtsbier das Zeug hat, ebenfalls in diese Klasse aufzusteigen.

Altgolden strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge größtenteils feinporiger Schaum, der nur langsam in sich zusammenfällt. Die Optik gefällt mir und ich frage mich, ob ich hier ein Bier vor mir stehen habe, das aus industrieller Produktion stammt und mich trotzdem überzeugen kann.

Das Aroma belehrt mich schnell eines Besseren. Das Aroma des Malzes ist vollkommen OK, aber dazu gesellt sich der typische Geruch von Hopfenextrakt. Er ist allerdings recht dezent und wenn die Brauerei zusätzlich mehr Aromahopfen verwendet hätte, könnte ich mich mit dem Aroma vermutlich anfreunden.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber durchaus zu einem Weihnachtsbier passt. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber recht knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Schnell kommt ein freundliches aber doch ordentliches Bitter dazu, das auch im Abgang erhalten bleibt.

Das Mönchshof Weihnachtsbier kann mich nicht wirklich begeistern. Es ist nicht so, dass ich sagen könnte, dies oder das am Bier gefällt mir nicht. Aber irgendwie fehlt diesem Bier die Komplexität (na gut, ich gebe zu, dass ich recht verwöhnt bin). Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das Weihnachtsbier von Mönchshof gut als Grundlage für ein Glühbier geeignet ist. Dafür ist aber noch das richtige Rezept erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 %

Stammwürze:

13,3 %

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Grolsch Premium Lager

Die Brauerei Grolsch ist in Enschede beheimatet und gehört zu den großen Brauereien der Niederlande. Ab und an finden wir das Bier auch in den deutschen Getränkemärkten und in Köln hat Grolsch auch eine deutsche Niederlassung. Das Wasser stammt aus einer Quelle und als die Brauerei im Jahr 2002 eine neue Produktionsstätte errichtete, wurde extra eine sieben Kilometer lange Pipeline gebaut, die die Brauerei mit dem Wasser versorgt. Das Malz stammt aus den Niederlanden, aus Deutschland und Frankreich. Den Hopfen bezieht die Brauerei aus der Hallertau sowie aus Tschechien. Allerdings verwendet Grolsch auch Hopfenextrakt, bei dem die Herkunft nicht immer wirklich klar ist.

Bei der Flasche fällt mir der Inhalt auf. Anders als üblich enthält die Flasche nicht 500 ml, sondern lediglich 450 ml, also 10 % weniger als erwartet. Das gilt auch für die kleinere Flasche, sie statt der üblichen 330 ml nur 300 ml enthält.

Das intensive Gelb des Bieres gefällt mir. Allerdings enthält das Bier recht wenig Kohlensäure und der wenige Schaum ist gemischtporig und sehr kurzlebig. An der Optik könnte die Brauerei wirklich noch arbeiten.

Das Bier duftet nach hellem Malz, dazu einige herbe Noten und ein Hauch Zitrone. Das Aroma ist nicht komplex und spätestens jetzt erwarte ich ein Fernsehbier.

Der Antrunk ist süßlich und aufgrund der knapp dosierten Kohlensäure auch nicht sonderlich frisch. Auf der Zunge wird das Bier flach und wirkt fast wässrig. Der Abgang ist dann recht bitter, was nicht wirklich zum schwachen Körper passt.

Um sich die Kante zu geben ist das Grolsch durchaus geeignet, aber zum Genießen ist es die falsche Wahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Brauerei:

Asahi Brands Europe a.s.
Niederlassung Deutschland
Konrad-Adenauer-Ufer 5-7
50668 Köln
www.grolsch.de

Vedett Extra Blond

Das Vedett, das jetzt vor mir steht, kommt ganz unaufgeregt daher. Es handelt sich um ein Lager aus der Brouwerij Duvel im flämischen Teil von Belgien. Weder auf den Etiketten der Flasche noch auf der Internetseite der Brauerei finden sich mehr Informationen über das Bier als unbedingt erforderlich. Auch dass das Vedett im Internet als Premium Lager bezeichnet wird, hat keine inhaltliche Bedeutung, da der Begriff Premium weder hier noch in Belgien geschützt ist. Auch das “Extra” in der Stilbezeichnung sollten wir nicht überbewerten, dieses Wort hat die Brauerei bei allen Bieren dieser Marke eingefügt. Mir fällt lediglich auf der Website auf, dass die Brauerei das Extra Blond einmal als Premium Lager und einmal als Premium Pilsner bewirbt. Wissen die Texter in der Brauerei wirklich nicht, für was für ein Bier Werbung gemacht werden soll? Das macht mich dann schon etwas stutzig. Jetzt ist es aber genug der Theorie und ich will mich dem Bier zuwenden.

In hellem Goldgelb erstrahlt das Bier. Es enthält viel Kohlensäure und bildet leicht überdurchschnittlich viel feinporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist kräftig hopfig. Offensichtlich hat die Brauerei nicht am Bitterhopfen gespart, andere Aromen sind aber leider Mangelware. Der gute Eindruck der Optik schwindet bereits vor dem ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber durchaus frisch und spritzig. Schnell kommen einige Bitterstoffe dazu. Trotzdem wirkt das Bier nicht wirklich rund, ist aber doch einigermaßen süffig. Der Abgang ist überraschend mild mit wenig Bitter und er klingt nur kurz nach.

Das Vedett Extra Blond ist ein freundliches Bier, das man sich gut gekühlt hinter die Binde kippen kann, aber ein echter Genuss ist es nicht. Es kommt leider über die Qualität eines Fernsehbieres nicht hinaus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saaz-Saaz, Styrian Golding, Hallertau Magnum)

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Duvel Moortgat Belgium
Breendonkdorp 58
2870 Puurs
Belgien
www.vedett.com

Staropramen

In Tschechien liegt bekanntlich die Wiege des Pils und so ist es beinahe verwunderlich, dass das Bier, das jetzt vor mir steht, nicht ebenfalls in diesem Stil gebraut wurde. Tatsächlich handelt es sich um ein Lager. Der Werbespruch “The Spirit of Prague” weist auf ein gehöriges Selbstbewusstsein der Macher hin, steht er doch in Widerspruch zu den PET-Flaschen, in denen ich das Staropramen meist sehe. Jetzt befindet sich das Staropramen aber in einer Glasflasche, so dass ich sie mitgenommen habe. Auf dem Rückenetikett werden dem Bier noch weitere Superlative zugeschrieben: es soll modern, vollmundig und ausgewogen sein. Mal sehen, wie es sich so macht.

Kräftig goldgelb ist das Staropramen mit einer recht voluminösen feinporigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik hält also schon mal, was ich mir von einem Bier aus der Tschechischen Republik verspreche.

Kräftig goldgelb ist das Staropramen, mit recht viel weißem feinporigem Schaum, der sich nur langsam auflöst. Optisch gibt es schon mal nichts an diesem Bier auszusetzen.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Ich rieche Karamell, unterstützt durch einige würzige Noten. Der Duft ist nicht schlecht, aber ohne jegliche Komplexität. Ich würde mir hier eine andere Auswahl der Hopfensorten wünschen.

Der Antrunk ist spritzig, leicht süß und mit einer guten Ration Kohlensäure ausgestattet. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu. Richtig ausgewogen ist das Bier nicht. Auch der Abgang ist nur wenig bitter, aber er klingt lange nach.

Das Bier ist gut zu trinken, aber zu einem echten Spitzenbier fehlt doch einiges. Ich vermisse die Hopfenaromen, die aus diesem Bier eine runde Sache machen würden. So handelt es sich lediglich um ein recht ordentliches Industriebier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt, Kohlensäure.

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Pivoary Staropramen s.r.o.
Nádrazni 84
150 00 Prag
Tschechien
www.staropramen.com

Glaab’s Hopfenlust

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts besteht bereits die Brauerei Glaabsbräu in Seligenstadt und noch immer befindet sie sich in Familienbesitz, mittlerweile in der neunten Generation. Damit gehört sie zu den ältesten Brauereien im Süden von Hessen.

In diesem Jahr hat Glabsbräu zum zweiten Mal einen Sondersud namens “Hopfenlust” gebraut. Diese Saisonspezialität steht nur in begrenzter Menge zu Verfügung und wenn sie weg ist, ist sie weg. Das besondere an der Glaabsbräu Hopfenlust ist, dass für diesen Sud ausschließlich Aromahopfen verwendet wurde. Dadurch soll das Bier weniger herb werden und stattdessen wunderbar fruchtige Hopfenaromen erhalten. Verwendet wurden der bekannte aber recht seltene “Sorachi Ace” und “Citra” Hopfen aus dem amerikanischen Yakima Valley. Diese Hopfen stehen für sehr fruchtige und frische Aromen. Ich kann mich also auf ein besonderes Bier freuen.

Intensiv goldgelb präsentiert sich die Hopfenlust im Glas. Die Farbe spricht mich wirklich an. Darüber bildet sich viel cremiger Schaum, der sich nur langsam auflöst. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtiggemacht.

Der recht intensive Duft wird durch Zitrusaromen dominiert. Ich rieche Orangen, Limonen und Grapefruit, unterstützt durch das Aroma von Kräutern. Hier zeigt sich bereits die gute Auswahl der Hopfensorten.

Der Antrunk ist mild und deutlich süß. Die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure macht ihn aber spritzig. Zusammen mit dem eher geringen Alkoholgehalt von 3,8 % ist es also ein sehr schönes Sommerbier. Schnell entfaltet der Hopfenanteil seine Wirkung. Frisch, fruchtig ist es jetzt und auch die Kräuteraromen kommen stärker zum Tragen. Ein freundliches Bitter verdrängt die anfängliche Süße. Süffig und komplex überzeugt mich das Bier immer mehr. Im Abgang kommt die Süße zurück, gut ausgewogen mit dem jetzt stärker werdenden Bitter. Bemerkenswert ist auch der lange Abgang.

Nachdem ich die Hopfenlust verkostet habe, wundert es mich nicht, dass der ProBier-Club es im Mai 2017 zum “Bier des Monats” gekürt hat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caramel Malz), Hopfen (Citra, Cascade, Sorachi Ace, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Stammwürze:

10,2 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Glaabsbräu GmbH & Co. KG
Wallstr. 1
63500 Seligenstadt
www.glaabsbraeu.de

Berliner Berg Lager

Jetzt steht das Lager aus der Brauerei Berliner Berg vor mir. Die Brauerei gehört nicht zu den kleinsten Craft-Brauereien, immerhin besteht die Belegschaft aus 15 Menschen und zwei Hunden. Das Stammsortiment, zu dem auch das Lager gehört, beschreibt die Brauerei auf ihrer Website wie folgt: “Vier Stammspieler sind unser ganzer Stolz: Knackiges Lager, charakterstarkes Bantam Pils, ausgewogenes Pale Ale und frisches California Wheat Ale. Inspiriert von deutscher Handwerkstradition und internationalen Bierstilen, werden sie mit ausgewähltem Hopfen und Malz gebraut.” Und weiter die Beschreibung des Lager: “Eine Hommage an die deutsche Braukunst. Ein voller Malzkörper, grassig-fruchtiges Hopfenaroma und angenehme Bittere machen das Bier zu einem echten Berliner Lager: vielseitig, charakteristisch und super trinkbar. Dieses Berliner Berg lässt es krachen.” Die Brauerei beschreibt ihr Bier also sehr selbstbewusst. An diesen Aussagen werde ich jetzt das Bier messen.

In kräftigem Goldgelb und leicht hefetrüb strahlt mich das Berliner Berg Lager an. Darüber bildet sich vergleichsweise wenig gemischtporiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert, unterstützt durch den Duft getrockneter Feigen. Ich empfinde es zwar nicht als allzu komplex, aber durchaus als angenehm.

Der Antrunk ist frisch, spritzig und trocken. Dieser positive Eindruck bleibt auch bestehen. Das Bier macht ein angenehmes Mundgefühl, es ist rund und ausgewogen. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu und auch dass das Bier auf der Zunge überraschend wenig Fruchtigkeit zeigt stört mich nicht. Im Abgang tritt das Bitter in den Vordergrund. Es bleibt aber freundlich und klingt lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Carahell), Hopfen (Hüll Melon, Hallertau Blanc, Hersbrucker, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,9 %

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Berliner Berg GmbH
Kopfstraße 59
12053 Berlin
www.berlinerberg.com

Kona Longboard Island Lager

Eigentlich ist es ja ein ökologischer Wahnsinn, Bier um die halbe Welt zu transportieren. Trotzdem steht jetzt ein Longboard Island Lager aus Hawaii vor mir. Dieses Bier wurde vielfach ausgezeichnet: 2013 erhielt es die Silbermedaille beim North American Beer Award in der Kategorie Dortmunder/Export, 2014 sogar eine Goldmedaille beim Wettbewerb der North American Brewers Association in der Kategorie Helles Lager und im gleichen Jahr die Bronzemedaille beim Great International Beer Festival auf Rhode Island. Auch im Jahr 2015 wurde das Bier zweimal ausgezeichnet, jeweils Silber gab es beim Great International Beer Competition in der Kategorie Helles Lager und beim Great American Beer Festival in der Kategorie Dortmunder/Export. 2016 gab es dann die Goldmedaille in der Kategorie European Lager beim International Craft Awards Competition. Immerhin sechs gute Gründe, doch ein Bier vom anderen Ende der Welt zu probieren.

Im Glas präsentiert sich das Longboard Island Lager in hellem klaren Gelb mit sehr viel Kohlensäure. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß, aber leider recht grobporig und sie fällt schnell in sich zusammen.

Neben einer sanften Süße besticht das Aroma durch fruchtige und blumige Noten. Das Aroma verspricht ein mildes und einfaches, dabei aber durchaus leckeres Bier.

So ist auch der Antrunk leicht süß und mild, dabei aber frisch. Die Milde bleibt auch weiterhin erhalten, auch als das Bier den Geschmack tropischer Früchte auf die Zunge zaubert. Der Abgang ist nur leicht bitter; trotzdem klingt er lange nach.

Das Kona Longboard Island Lager ist ein süffiges Bier, das leicht die Kehle heruntergeht. Es passt gut zu milden Speisen, beispielsweise einem Hähnchen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Bitterwert:

20 IBU

Brauerei:

Kona Brewery
74-5612 Pawai Place Kailua Kona
HI 96740
USA
www.konabrewingco.com

Tilmans Die Dunkle

Die Flaschen von Tilmans fallen durch die von der Künstlerin Maki Shimizu gestalteten Etiketten bereits im Regal auf. Auch die lockeren Sprüche auf den Etiketten (vorderes Etikett: “Nachts sind alle Katzen blau”, Rückenetikett: “Wer das Bier warm lagert, bekommt ‘nen Mordskater”) reizen durchaus zum Kauf. Weiter will ich mich gar nicht über die Etiketten auslassen. Wenn Sie mehr über die Künstlerin erfahren wollen, können Sie sich auf www.makishimizu.de informieren.

Tilman Ludwig wurde an der TUM Weihenstephan zum Braumeister ausgebildet. Im Jahr 2014 hat er sich selbstständig und braut seitdem seine eigenen Biere. Den Hopfen für dieses Bier hat er vom Bodensee und aus Großbritannien bezogen. Aber kommen wir jetzt zum Bier.

Tief rubinrot ist Tilmans Dunkles, gekrönt von einer durchschnittlichen Menge hellbraunen sahnigen Schaums, der auch lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet malzig-süß. Ich rieche getrocknete Feigen, etwas Kaffee und einen Hauch Vanille. Das Aroma erinnert an ein Stout, ist aber nicht so intensiv. Trotzdem verspricht die Nase bereits ein leckeres und gut trinkbares Bier.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Dunkle recht wenig Kohlensäure enthält, die dafür aber sehr feinperlig ist. Etwas mehr Kohlensäure würde den ersten Eindruck noch erheblich verbessern. Schnell breitet sich der Geschmack nach Feigen auf der Zunge aus, wodurch sich das Aroma des Bieres im Geschmack widerspiegelt. Irgendwie macht mir das Bier keinen runden und ausgewogenen Eindruck. Die Süße des Malzes überdeckt weitgehend die anderen Geschmackseindrücke. Auch der Abgang kann mich nicht überzeugen. Ich stelle keine Bitterstoffe fest und der Geschmack klingt auch nicht nach. Schade. Dabei hatte der Test so gut begonnen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Fuggles)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Gut Forsting e.G.
Münchner Str. 21
83539 Forsting
www.brauerei-gut-forsting.de

Für

Tilmans Biere
Tilman Ludwig
Dachauer Straße 114
80636 München
www.tilmansbiere.de