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CrafTanke Lötkolben

In Essingen hat die im Juli 2019 gegründete CrafTanke von Fabian Maier und Marius Fischer, Biersommelier und studierender Brau- und Getränketechnologe in Weihenstephan, ihren Sitz. Aktuell vertreibt sie drei Biere und zwei Weinschorlen aus der Flasche. Ich habe CrafTanke in München auf der Braukunst Live kennengelernt und kurz darauf haben die beiden mir ein Paket mit ihren Produkten zum Verkosten geschickt. Die Biere durch eine Kooperation zwischen Marius als Rezeptentwickler und der Brauerei Aldersbach als abfüllende Brauerei entstanden, die Weinschorle durch Zusammenarbeit mit dem mehrfach prämierten Weinhof Dieroff. Jetzt steht der Lötkolben vor mir, ein helles Lager.

Intensiv goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas, fast mit einem Stich ins Rote. Die Hefe ist im Bier reichlich vorhanden. Der feinporige Schaum ist eher gering ausgebildet und löst sich bis auf einen Rest relativ schnell auf.

Düfte nach Karamell und Hefe steigen mit in die Nase, unterstützt durch fruchtige Aromen, die an Birne und Maracuja erinnern. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was zur sehr feinperligen Kohlensäure passt. Wie erwartet steht der Geschmack nach Karamell im Mittelpunkt, außerdem enthält das Bier für ein Lager recht viele Bitterstoffe. Zusammen mit den Aromen, die sich auf der Zunge widerspiegeln, macht das Bier einen runden und vollen Eindruck, was sich in einer hervorragenden Drinkability niederschlägt. Der Abgang ist durch ein angenehmes Bitter geprägt, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Denali), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze

13° Plato

Brauerei:

Brauerei Aldersbach
94501 Aldersbach
www.aldersbacher.de

für

crafTanke GbR
Schnaitbergstr. 1
73457 Essingen
www.craftanke.de

Stary Melnik iz Bochonka Myagkoye

Jetzt steht ein Lagerbier aus Russland vor mir, genauer gesagt aus dem Raum Moskau. Die Brauerei gehört zu AB InBev, dem weltgrößten Brauereikonzern, der das Bier für ein Unternehmen im Baden-Württembergischen Herrenberg herstellt.

Auffällig ist bereits die Farbe der Flasche, die bereits im Regal die Farbe des Bieres verrät. Beim Einschenken fällt mir aber doch auf, dass das helle Gold des Bieres etwas blasser ausfällt als ich es erwartet habe. Die unterdurchschnittlich ausgeprägte feinporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont und mild. Düfte nach Biskuit und Heu steigen mir in die Nase. So richtig begeistern kann mich der Duft nicht.

Beim ersten Kontakt des Bieres mit der Zunge fällt vor allem die sehr reichlich vorhandene Kohlensäure auf. Geschmack kann sich dagegen nicht durchsetzen. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt und dabei erwärmt kommen süß und bitter hervor und halten sich in etwa die Waage. Dabei ist der Geschmack etwas intensiver als der erste Eindruck vermuten lässt. Allerdings ist der Geschmack nicht wirklich ausgewogen. Der Abgang ist leicht bitter mit einem durchschnittlich langen aber schwachen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,3 % Vol.

Brauerei:

Moscow-Efes Brewery
28, Moskovskaya street
Klin, 141607
Russland

für

Monolith Süd GmbH
Ohmstr. 7
71083 Herrenberg

Lehrter Lokschuppen

Nun steht mal wieder ein Bier aus Burgdorf in der Nähe von Hannover vor mir. Der Lehrter Lokschuppen ist ein Böhmisch Dunkel, also ein untergäriges dunkles Lagerbier. Mal sehen, wie es sich so macht.

Dunkel mahagonifarben fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich nur wenig gemischtporiger Schaum, der sich auch schnell auflöst.

Das Aroma ist malzbetont. Ich rieche neben dem dominierenden Karamellduft leichte Röstaromen sowie einen Hauch dunkler Schokolade. Damit gefällt mir der Duft schon deutlich besser als die Optik.

Der Antrunk ist überraschend frisch und spritzig. Das Bier enthält eine zur Menge der Röststoffe passende Süße und auch die Kohlensäure ist gut darauf abgestimmt. Nachdem der allererste Eindruck durch die Frische geprägt ist kommen mit dem Erwärmen des Biers im Mund die Röststoffe überraschend in den Vordergrund und bringen sogar einige Kaffeenoten mit sich. Dazu kommt ein verhaltenes Bitter, so dass die gesamte Komposition für ein weiches und rundes Mundgefühl sorgt. Im Abgang kommt zunächst der Geschmack dunkler Schokolade in den Vordergrund, bevor ein freundliches Bitter mit langem Nachklang das Zepter übernimmt.

An der Optik sollte die Brauerei noch einmal arbeiten. Wäre die Optik so gut wie der Geschmack, könnte der Lehrter Lokschuppen durchaus zu meinen Favoriten gehören.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

12 %

Farbe:

62,9 EBC

Brauerei:

Brauerei Burgdorf GmbH & Co. KG
Lise-Meitner-Str. 8
31303 Burgdorf
www.brauerei-burgdorf.de

Gordon Finest Platinum 12

Ein Lagerbier mit 12 Volumenprozent Alkohol ist recht selten. Mit dem Gordon Fines Platinum 12 steht ein solches Exemplar jetzt vor mir. Die Brauerei beschreibt es so: “Ein XXXtra Strong Lagerbier, Gordon Finest Platinum, ein reines Juwel mit großem Charakter, steht ganz oben in der Kategorie des starken Lagers. Sein hoher Alkoholgehalt verleiht ihm einen kräftigen Geschmack und eine unbestreitbare Männlichkeit, die auf die berühmten Gordon Highlander Regimenter zurückgehen. Eine Kraft, mit der man rechnen muss, als ob sie aus Gesteinen gewonnen würde, die Millionen von Jahren alt sind. Versuche es, wenn du kannst!” Na gut, die Beschreibung macht durchaus den Eindruck, als wäre sie etwas aus der Zeit gefallen. Aber gut, von der Theorie zur Praxis, öffnen wir die Flasche und schenken uns ein.

Intensiv goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Während mir die Farbe wirklich gut gefällt, lässt der Eindruck der Schaumkrone doch zu wünschen übrig. Sie ist klein und fällt schnell in sich zusammen, und das schneller als ich es von anderen Bieren mit hohem Alkoholgehalt gewöhnt bin.

Das Aroma ist malzbetont mit einigen blumigen Noten. Dabei unterstützt der deutlich wahrnehmbare Alkoholgeruch die Aromen. Auch wenn ich deutlichen Alkoholgeruch in der Regel nicht schätze, ergibt sich hier doch ein recht rundes Aroma. Dieses Bier kann mich wirklich überraschen.

Der Antrunk ist recht süß und jetzt stört mich, dass die sanfte Kohlensäure sehr knapp dosiert ist. Da würde ich mehr erwarten. Auf der Zunge kommt zur Süße ein angenehmes Bitter, wobei der Alkohol immer deutlich zu schmecken ist. Trotz des hohen Alkoholgehalts ist das Mundgefühl mild, aber leider nicht so ganz rund. Vom Hopfen kann ich lediglich die Bitterstoffe schmecken, Aromen bleiben hier leider auf der Strecke. Auch der Abgang ist mild, überraschend wenig bitter und mit wirklich kurzem Nachklang. Der letzte Eindruck, den das Bier hinterlässt, ist ein leichtes Brennen des Alkohols auf der Zunge.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Brauerei:

John Martin s.a
rue du cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.com

Hellers Hopfengarten

In jedem Jahr braut Hellers in Köln ein Jahrgangsbier und jetzt steht eines dieser Biere vor mir, das Hopfengarten.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist leicht überdurchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Die Optik des Hopfengartens gefällt mir schon mal.

Auch das Aroma kann mich überzeugen. Düfte nach Zitrone, Ananas und Mango steigen mir in die Nase. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht trocken und dabei frisch und fruchtig. Die Fruchtigkeit bleibt auch auf der Zunge erhalten, dabei bleibt das Bier mild; die Bitterstoffe des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund. Sie kommen erst im Abgang etwas mehr hervor, das Bitter ist freundlich und leicht, klingt aber trotzdem recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchner Malz), Hopfen (Callista, Hallertau Blanc), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Heller GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln

Genys Tattoo Lager

Genys Brewing, beheimatet im litauischen Kauna, beschreibt sein Tattoo Lager wie folgt: “Tattoo Lager ist ein leicht zu trinkendes, sprudelndes Gefühl, das perfekt ist, um zu jeder Tageszeit mit so ziemlich jeder Art von Essen zu trinken. Nun, jederzeit nach Mittag.” Nun ja, ein Lager ist wirklich ein Bier, das sich (fast) jedem Essen anzupassen weiß. Dafür muss es aber auch tadellos gebraut sein, denn auch wenn dieser Bierstil auf den ersten Blick kein allzu eindrucksvolles eigenes Profil aufzuweisen hat, verzeiht er doch keine Braufehler, so dass der Konsument jeden Patzer des Brauers gnadenlos präsentiert bekommt. Mal sehen, wie die Balten ihr Lager hinbekommen haben.

Golden und mit einer leichten Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik hat die Brauerei schon mal keine Fehler gemacht.

Das Malz steht im Mittelpunkt des Aromas. Dabei wird es durch einige blumige und fruchtige Noten unterstützt, wie auch durch einen Hauch Kräuteraroma. Das lässt wirklich die Spannung steigen, wie sich denn wohl der erste Schluck so machen wird.

Der Antrunk ist frisch mit leichter Süße, was das Bier von Anfang an angenehm zu trinken macht. Auf der Zunge entwickelt sich die Süße noch weiter, dabei bleiben die Bitterstoffe deutlich im Hintergrund, so dass das Tattoo Lager wirklich mild ist, dabei leicht und trotzdem vollmundig. Leichte würzige und blumige Aromen unterstützen die Vollmundigkeit noch. Auch der Abgang ist sehr mild mit wenig Bitterstoffen und minimaler Säure, so dass der Geschmack auch nur kurz nachklingt.

Das Tattoo Lager ist wirklich ein Allround-Bier, ohne Ecken und Kanten, das sich nahezu jeder Speise anpasst. Dabei ist die Drinkability ungeheuer.

Zutaten:

Wasser, Malz (Pilsener), Hopfen (Saaz)

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

Trockene Geschmacksrichtungen ähnlich wie Zitronensorbet treffen auf eine grasige Bitterkeit und hinterlassen einen Nachgeschmack von zarten und süßen Gewürzen.

Louis Barre Imperial

Im Jahr 1842 gründete der Lübbecker Ernst Johann Barre die Privatbrauerei Ernst Barre. Schnell errang die Brauerei regionale Bedeutung. Louis Barre, nach dem das Lager benannt ist, das jetzt vor mir steht, folgte dem Vater in der Firmenleitung, führte die maschinelle Kühlung in der Brauerei ein und brachte sie auf den neuesten Stand der Technik der damaligen Zeit. Auch der Vertrieb wurde unter seiner Führung massiv ausgeweitet. So bezog zum Beispiel ab 1885 die Bremer Reederei Norddeutscher Lloyd jährlich 300.000 Flaschen aus Lübbecke. Seit 1998 führt Christoph Barre das Unternehmen in der sechsten Generation. Aber kommen wir zum Bier.

Intensiv golden und klar präsentiert sich das Louis Barre Imperial. Beim Einschenken bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. Bei der Optik hat die Brauerei keine Fehler gemacht.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige würzige und blumige Noten.

Der Antrunk ist harmonisch mit einer leichten Süße und Fruchtigkeit. Die Kohlensäure ist feinperlig und sanft, für meinen Geschmack aber etwas zu gering dosiert. Etwas mehr hätte wohl noch mehr Frische in den Geschmack gebracht. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter zum Vorschein, gut abgestimmt mit den Karamellnoten des Malzes. Dazu kommt eine geringe Fruchtigkeit. Das Bier ist vollmundig und süffig. Der Abgang ist durch ein mildes Bitter geprägt, unterstützt durch die Karamellnote. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Louis Barre Imperial ist ein recht universelles Bier, das zu vielen Speisen passt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Caramel Pils, Caramel Hell), Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir)

Alkoholgehalt:

5,4 % vol.

Stammwürze:

12,5 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Ernst Barre GmbH
Berliner Straße 122-124
32312 Lübbecke
www.barre.de

Pardál Lager

Pardál ist tschechisch und hat mehrere Bedeutungen: Panther, Puma, Freund, Kumpel. Hier hat es wohl die Bedeutung Panther. Darauf weist der stilisierte Panther hin, der auf dem Etikett abgedruckt ist. Das Pardál stammt aus der Budweiser-Brauerei und ist dort die Billigmarke der Brauerei. Andererseits kommt aus Budweis ein recht gutes Bier, so dass ich jetzt mal gespannt bin, wie sich das Pardál so macht.

Bernsteinfarben fließt es ins Glas und bildet dabei viel sahnigen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Optisch haben die Tschechen schon mal alles richtig gemacht.

Aromen nach Brotrinde und etwas Malzsüße steigen mir in die Nase. Vom Hopfen ist nicht viel zu riechen. Da hatte ich mir doch etwas mehr versprochen.

Der Antrunk ist mäßig süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist leider recht gering dosiert. Trotzdem macht das Bier keinen abgestandenen Eindruck. Schnell übernimmt der Hopfen auf der Zunge das Zepter, auch wenn das Bitter mild und freundlich bleibt. Der Abgang ist nur gering bitter und klingt mittellang nach.

Als Bier zum Nebenbeitrinken ist das Pardál gut geeignet, aber mehr kann ich diesem Bier nicht zubilligen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11 %

Brauerei:

Budweiser Budvar
K. Světlé 512/4
370 04 České Budějovice
Tschechien
www.budejovickybudvar.cz

Craftwerk Grünhopfen-Bier

Craftwerk beschreibt die Besonderheit dieser Bierspezialität auf ihrer Website so gut, dass ich es nicht besser kann. Daher übernehme ich den Text hier: “Ein Grünhopfen-Bier kann nur einmal im Jahr zur Hopfenernte im August und September gebraut werden. Da der feldfrische Hopfen, wenn er nicht getrocknet wird, nicht lange frisch bleibt, muss er schnellstmöglich vom Hopfengarten in die Brauerei gebracht und verwendet werden. Für unser Grünhopfenbier verwenden wir die Hopfensorte Cascade aus unserem exklusiven Hopfenanbaugebiet in Holsthum bei Bitburg und schaffen es, den Hopfen in weniger als vier Stunden vom Hopfengarten in den Sudkessel zu bringen. So erhalten wir das besonders frische, grasig-grüne Aroma des Hopfens.” Intensiv golden fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das Aroma ist hopfenbetont. Düfte nach frischem Gras und Heu steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Zitrusfrüchten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck. Der erste Eindruck ist spritzig und die Zitrusaromen sorgen für eine ordentliche Frische. Das Bier gleitet die Kehle hinunter und man spürt eine intensive frisch-grasige Hopfenaromatik, gut gepaart mit der diskreten Süße des Malzes. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, ergänzt durch eine moderate Bitterkeit. Ich kenne einige Konsumenten, die die Grasigkeit nicht so toll finden, aber wer diese Bierspezialität mag, die nur einmal im Jahr gebraut werden kann, ist mit diesem Wet Hop Session Lager wirklich gut bedient.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz), Hopfen (Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10,1 %

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Bitburger Braugruppe
GmbH Römermauer 3
54634 Bitburg
www.craftwerk.de


Schwabenbräu Original

Im Stadtteil Vaihingen der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart befindet sich die Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG. Sie wurde 1878 von Robert Leicht gegründet, damals unter dem Namen Bier-Brauerei Robert Leicht. 1897 war Schwaben Bräu die erste Brauerei in Deutschland. Die ihr Bier mit einem LKW auslieferte. Noch in einem anderen Bereich war die Brauerei Vorreiter: bereits 1903 gab es dort eine automatische Flaschenabfüllanlage.

Die folgenden Informationen zur Geschichte der Brauerei in den letzten etwa 40 Jahren stammen aus Wikipedia: “Anfang der 1980er Jahre übernahm Schwaben Bräu die Pfullinger Brauerei Sigel-Klosterbräu. 1994 eröffneten die eigentlich konkurrierenden Brauereien Schwaben Bräu und Dinkelacker unter dem Namen Dinkelacker-Schwaben Bräu Logistik (DSL) ein gemeinsames Logistikzentrum. 1996 schloss sich Schwaben Bräu mit Dinkelacker zur Dinkelacker-Schwaben Bräu AG zusammen.

2003 übernahm InBev die Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH, welche die Mehrheit der damaligen Dinkelacker-Schwaben Bräu AG hielt. Schwaben Bräu gehörte bis zum 31. Dezember 2006 zu InBev, ist aber seit dem 2. Januar 2007 zusammen mit Dinkelacker unter dem Namen Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG wieder eigenständig.”

Golden und klar mit einer leicht unterdurchschnittlichen Krone aus feinporigem Schaum, der sich durchschnittlich lange hält, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Malz steuert dem Aroma den Duft nach Brotkrume bei, der das Aroma dominiert. Vom Hopfen stammen einige würzige Noten. Damit ist das Aroma sauber und geradlinig, aber auch im Mainstream, so dass ich mir jetzt annehme, dass es sich um eines der vielen auswechselbaren Biere handelt, die zwar nicht schlecht sind, aber denen jedes Alleinstellungsmerkmal fehlt.

Der Antrunk ist verhalten süß, dabei aber durchaus spritzig und frisch. Auf der Zunge zeigt sich das Bier dann eher schlank, ein leichtes Bitter zeigt sich. Richtig rund ist das Bier nicht, aber es bleibt frisch und ist süffig. Der Abgang ist wenig bitter und er klingt nur kurz nach.

Das Schwabenbräu Original ist ein gutes Bier, um es auf einer Feier mit Freunden zu trinken. Es geht wirklich gut die Kehle runter und mit einer anderen Malzauswahl kann ich mir durchaus vorstellen, dass es in der Lage wäre, mich zu begeistern. Aber so ist es zwar gut, aber auch auswechselbar.

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze :

12,3 %

Brauerei:

Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG
Tübinger Straße 46
70178 Stuttgart
www.schwabenbraeu.de