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Überquell – Orange Sunshine Summer Wit

Unmittelbar am Hamburger Fischmarkt auf St. Pauli befindet sich die Brauerei ÜberQuell. Ich war bislang nur einmal dort. Das Wetter war schön, ich konnte draußen sitzen und in sympathisch-improvisiert erscheinender Umgebung mein Bier genießen. Mindestens bei gutem Wetter ist die Brauerei einen Besuch wert. Genauso haben mir auch die Biere gefallen, die ich bislang aus dieser Brauerei verkostet habe und ich hoffe, dass es mir mit dem Witbier, das jetzt vor mir steht, auch so geht.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu ausgeprägt und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Die Düfte der verbrauten Orangenschale steigen mir in die Nase. Sie harmonisieren sehr gut mit dem Aroma des rosa Pfeffers und dem Koriander. Ja, die Jungs auf St. Pauli haben tatsächlich auch rosa Pfeffer mit in den Sud getan. Auch wenn der rosa Pfeffer botanisch kein Pfeffer ist, sondern die Beere des südamerikanischen Schinusbaums, kann er kulinarisch doch als Pfeffer behandelt werden.

Der Antrunk ist frisch und die leichte Süße sorgt bei mir zusammen mit der reichlich enthaltenen Kohlensäure für echte Begeisterung. Auf der Zunge wird das Bier etwas trockener und die würzigen Noten des rosa Pfeffers und des Korianders übernehmen das Zepter. Die Orangenschale schmeckt eher aus dem Hintergrund durch. Der Abgang ist fruchtig-bitter mit kurzem Nachklang.

Durch den rosa Pfeffer ist das Orange Sunshine Summer Wit eine recht eigenwillige Interpretation des belgischen Witbiers, aber es kommt richtig gut. Leider ist der Sommer jetzt vorbei, aber ich hoffe darauf, dass im nächsten Jahr erneut dieses Bier aus Hamburg bei mir landet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Rohweizen, Hopfen, Koriandersaat, Orangenschale, Hefe, rosa Pfeffer

Alkoholgehalt‍:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

ÜberQuell Brauerei
St. Paule Fischmarkt 28
20359 Hamburg
https://ueberquell.com

Bunthaus Hopfengestopftes Pils

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt von Deutschlands größter Flussinsel, aus Hamburg-Wilhelmsburg. Dort existiert seit dem Jahr 2016 die kleine Spezialitätenbrauerei Bunthaus, die nach der Bunthäuser Spitze benannt ist, dem südlichsten Punkt der Elbinsel. Dort teilt sich die Elbe auf ihrem Weg zur Nordsee für 15 km in Norder- und Süderelbe auf.

Wie ich es bei einer norddeutschen Brauerei nicht anders erwarten würde haben die beiden Gründer zunächst mit einem Pils begonnen, ihr Sortiment aufzubauen. Dieses Pils steht jetzt vor mir.

Goldfarben mit einem leichten Rotstich steht das Bier jetzt vor mir. Die Hefetrübung ist nicht allzu ausgeprägt, dafür ist der feinporige Schaum umso üppiger. Ups, bleibt er lange erhalten. Ich hätte wirklich vorsichtiger einschenken sollen.

Das Aroma ist für ein Pils ungewöhnlich fruchtig. Düfte nach Grapefruit, Ananas und Maracuja steigen mir in die Nase, dazu einige blumige Noten.

Der Antrunk ist leicht süß, was bei der sehr reichlich vorhandenen Kohlensäure aber fast nicht ins Gewicht fällt. Auf der Zunge spiegeln sich die fruchtigen Aromen wider. Das Bier erinnert mich jetzt fast an ein Pale Ale, besonders weil es für ein norddeutsches Pils doch erstaunlich wenige Bitterstoffe enthält. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und klingt lange nach. Jetzt bin ich mir sicher – das ist ein richtiges Pils, zwar ein ungewöhnliches, aber dafür richtig lecker.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Columbus, Magnum, Cascade, Mosaic, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Jens Hinrichs
Moorwerder Hauptdeich 33
21109 Hamburg
http://www.bunthaus.beer/

ÜberQuell Shubidu Stout

Direkt am Hamburger Fischmarkt ist ÜberQuell beheimatet. Von dort kommt das Schubidu Stout, das jetzt vor mir steht.

Fast blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine umfangreiche fest und hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Keksen und Lakritz, abgerundet durch einen Hauch des Aromas roter Früchte. Klasse.

Der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mit der Zungenspitze hinterlässt, überrascht durch seine wirklich leichte Süße. Dadurch wirkt das Bier ungeheuer frisch. Auf der Zunge wird das Bier trockener und der Geschmack nach Schokolade und Kaffee breitet sich aus. Das Mundgefühl ist samtig weich und cremig. Richtig trocken ist aber erst der Abgang, der durch ein leichtes Bitter und dem Geschmack dunkler Schokolade überzeugt.

Das Schubidu Stout ist bereits für sich selbst ein Dessert, so dass es eigentlich nichts dazu benötigt. Aber ein Karamelldessert dazu ist sicher auch nicht schlecht, genau wie ein Wildgulasch oder ein Sauerbraten den Genuss ebenfalls perfektionieren würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Karamellmalz, Pilsener, Röstmalz), Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Genusstemperatur:

9° -11 ° Celsius

Brauerei:

ÜberQuell Brauwerkstätten
St. Pauli Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
https://ueberquell.com/

Uwe IPA

Uwe ist eine neue Biermarke aus der Hansestadt Hamburg. Fünf Freunde haben sich das Ziel gesetzt, sich ausschließlich auf das Brauen von alkoholfreiem Bier zu konzentrieren und die Leute darin zu stärken, alkoholfreies Bier endlich selbstbewusst zu trinken. Einfach weil es schmeckt und weil man es kann – z. B. wenn Sie das nächste Mal im Feierabendverkehr feststecken, in der Mittagspause oder vor dem Sport. Um ein möglichst großartiges Geschmackserlebnis zu schaffen, werden alle alkoholfreien Biere von Uwe wie herkömmliche Biere gebraut. Das heißt, dass der Alkohol nicht nach dem Brauvorgang entzogen wird, sondern gar nicht erst entsteht. Das ist keine Magie, sondern die Leistung eines ganz besonderen Hefestammes, der keinen Alkohol verträgt. Dank dieser Wunderhefe gärt das Bier zwar, kommt dabei aber nicht über einen Alkoholgehalt von maximal 0,3% hinaus.

Golden-orange strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist schneeweiß, durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, unterstützt durch leichte Zitrusnoten sowie dem Duft nach Orangen. Ein Hauch Honigduft rundet das Aroma ab.

Der Antrunk ist leicht süß und durch die sehr reichlich vorhandene Kohlensäure herrlich frisch. Auf der Zunge lässt die Süße nach und ein freundliches Bitter kommt zusammen mit leichten grasigen Noten hinzu. Das Mundgefühl ist schlank und frisch. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit durchschnittlichem Nachklang aus.

Mit gefällt das Bier, auch wenn ich es nicht wirklich als IPA identifiziert hätte. Mir kommt es eher wie eine Hopfenbrause vor, aber auf jeden Fall ist es angenehm.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Brauerei:

Avalia Studios GmbH
Beim Grünen Jäger 10a
20359 Hamburg
https://trinkuwe.de/

Landgang Der Kapitän

Wenn es auf hoher See mal wieder stürmisch wird, muss es einen geben, der einen klaren Kopf behält: Der Kapitän! Die Brauerei Landgang hat mit dem Kapitän ihr erstes alkoholfreies Bier gebraut, ein Pale Ale.

Hell bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine recht kleine gemischtporige Schaumkrone, die sich schnell auflöst.

Das Aroma wird durch den Duft nach Zitrusfrüchten dominiert, begleitet durch deutliche bitte Noten. Aber auch das Malz fordert mit seiner Süße aus dem Hintergrund sein Recht.

Der Antrunk ist leicht süß und die sanfte Kohlensäure ist recht knapp dosiert. Aber durch das Malz weiß das Bier durchaus zu gefallen. Auf der Zunge übernehmen die Zitrusnoten die Führung, begleitet durch ein ordentliches Bitter. Die Aromen spiegeln sich also auf der Zunge wider. Trotzdem ist das Bier nicht ganz rund und der Körper ist eher schlank. Der Abgang ist leicht bitter und klingt nur kurz nach.

Alles in Allem ist der Kapitän ein erfrischendes alkoholfreies Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Trinktemperatur:

8° C

Brauerei:

Landgang Brauerei GmbH & Co. KG
Beerenweg 12
22761 Hamburg
www.landgang-brauerei.de

Wildwuchs Große Freiheit

Der Hamburger Jung Friedrich “Fiete” Matthies stellt seit 2014 in der Jaffestraße in Hamburg-Wilhelmsburg an der Elbe seine unkonventionellen Biere her. 2019 eröffnete er die erste Hamburger Bio-Brauerei in Wilhelmsburg und kreiert dort seine ökologischen Craft Biere. Das Wildwuchs Große Freiheit Bitter Ale ist das erste alkoholfreies Biobier aus Hamburg, und entstand in Kooperation mit BrewCraft. Mal sehen, was dabei herausgekommen ist.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Die hellgraue Schaumkrone ist recht klein und fällt auch schnell in sich zusammen. An der Optik könnte Fiete noch etwas arbeiten.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Es ist sehr komplex und so steigen mir herbe Düfte in die Nase, ich rieche Kräuter, auch eine leichte fruchtige Säure und selbstverständlich Espresso. Dabei ist das Aroma aber auch frisch. So gefällt mir das Bier.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durch die reichlich vorhandene und sehr feinperlige Kohlensäure ausgeglichen wird. Als sich das Bier auf der Zunge ausbreitet, erobern kräftige Röststoffe meinen Mundraum, die aber noch etwas Platz für die Säure lassen, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe. Für ein alkoholfreies Bier ist das Mundgefühl überraschend samtig. Im Abgang verstärken sic die Röstaromen noch und wirken jetzt fast überdosiert. Dafür klingen sie lange nach.

Die Große Freiheit ist ein ungewöhnliches Bier, das zu gefallen weiß. Eines ist aber sicher: hier vermisse ich den nicht vorhandenen Alkohol absolut nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,29 % Vol.

Stammwürze:

6 %

Brauerei:

Brauwerk Hamburg KG
Jaffestr. 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

Buddelship Smook in de Piep

Simon Siemsglüss hatte den Traum einer eigenen Brauerei. So mietete er sich im Jahr 2014 im Hamburger Stadtteil Stellingen die Räume einer alten Fischkonservenfabrik und im Mai 2014 ging es mit dem Slogan “Bier mit Charakter – unfiltriert und ohne Kompromisse” mit dem ersten Sud los. Nun steht vor mir ein Imperial Porter von Simon, das Smook in de Piep. Seinen Namen hat das Bier vom Rauchmalz, mit dem es gebraut wurde. Dann wollen wir doch mal sehen, was dabei herausgekommen ist.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken bildet sich eine ordentliche mittelbraune und feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Düfte nach Mokka und dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, dazu einige Rauch- und Speckaromen, deutlich wahrnehmbar, aber nicht aufdringlich. Abgerundet wird die Aromenvielfalt durch den Duft nach Vanille.

Der Antrunk ist süß, was aber durch die großzügig dosierte Kohlensäure wirkt das Bier erfrischend. Das Mundgefühl ist voll, fast sirupartig dickflüssig. Jetzt kommen auch die Röststoffe zum Tragen, die einen angenehmen Espressogeschmack auf die Zunge zaubern, dessen Bitterkeit gut auf die Süße abgestimmt ist. Durch die Kohlensäure wirkt das Bier auch jetzt lebendig. Der Abgang ist zunächst überraschend mild, der Geschmack nach Espresso lässt nach und macht einem freundlichen Bitter Platz, das sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Goldings Nugget Triskei), Hefe

Alkoholgehalt:

9,6 % Vol.

Stammwürze:

23,6° Plato

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Buddelship Brauerei GmbH
Warnstedtstrasse 16L
22525 Hamburg
www.buddelship.de

Buddelship The Steelyard

Die Steelyard befand sich am Nordufer der Themse durch den Abfluss des Walbrook, in der Gemeinde Dowgate der City of London. Noch heute erinnert der Name der Steelyard Passage an der Cannon Street Station daran. Der Steelyard war, wie andere Hanse-Stationen, eine separate ummauerte Gemeinde am Fluss mit eigenen Lagerhallen, eigenem Wiegehaus, Kapelle, Zählhäusern, einer Zunfthalle, Stoffhallen, Weinkellern, Küchen und Wohnquartieren. Händler, die von der Steelyard aus tätig waren, erhielten bestimmte Privilegien und waren von Zöllen und einigen Steuern befreit. Daran erinnert das Pale Ale der Buddelship-Brauerei aus der Hansestadt Hamburg, das jetzt vor mir steht.

Das Buddelship Steelyard Pale Ale ist ein britisch inspiriertes Bier. So ist es mit hochwertigem britischem Malz und verschiedenen Hopfensorten nach englischer Tradition (single-step infusion) gebraut worden. Als ich mir das Bier einschenke, habe ich erst einmal das ganze Glas voll mir festem Schaum. Als sich die Schaumkrone aufzulösen beginnt, sehe ich die schöne goldene Farbe mit der leichten Hefetrübung.

Das Aroma ist betörend. Düfte nach Biskuit und unterschiedlichen Früchten steigen mir in die Nase. Ich rieche Zitrus, Mango und vielleicht auch etwas Banane. Auf jeden Fall macht das schon mal richtig Lust auf den ersten Schluck.

Und so ist der Antrunk auch fruchtig und frisch. Auf der Zunge kommt zur Fruchtigkeit noch ein ordentliches Bitter, das mit der Zeit dominant wird. Dabei bleibt das Mundgefühl aber immer angenehm voll und rund. Im Abgang kommt noch einmal kurz die süße Fruchtigkeit an die Oberfläche, bevor das Bitter mit seinem sehr langen Nachklang wieder dominiert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe (obergärig)

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,8° Plato^

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Buddelship Brauerei GmbH
Warnstedtstraße 16 L
22525 Hamburg
www.buddelship.de

Von Freude Ale Primeur

Über die Brauerei Von Freude habe ich bereits mehrfach geschrieben, so dass ich direkt zum Bier kommen kann. Das Ale Primeur trägt seinen Namen zu Recht, denn es war das erste Bier dieser Brauerei.

Bernsteinfarben mit viel Hefe präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma wird durch Zitrusdüfte dominiert, gemeinsam mit einigen herben und erdigen Noten, dazu ein leichter Kräuterduft und eine leichte Süße, die von Früchten kommen könnte.

Der Antrunk ist frisch. Dafür sorgt schon die reichlich vorhandene Kohlensäure. Auf der Zunge kommen die kräutrigen Noten stärker als erwartet in den Vordergrund, dazu eine leichte süße. Irgendwie erinnert mich das Ale Primeur an ein belgisches Winterbier. Und tatsächlich, auf ihrer Website schreibt die Brauerei, dass sie bei der Entwicklung dieses Bieres auf belgische Hefen zurückgegriffen hat. Im Abgang dominieren die Kräuternoten weiterhin, dazu kommt ein leichtes Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Münchener Malz), Hopfen (Spalter Select, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Von Freude
Colonnaden 72
20354 Hamburg
www.vonfreude.de

Von Freude Das IPA

Es war im Jahr 2016, als sich das Team der Brauerei an die Arbeit gemacht hat, um das perfekte IPA zu kreieren. Es sollte fruchtig und dezent sein, herb und gleichzeitig angenehm. Und wie der Name des Bierstils schon sagt, sollte es hell sein. Halt ein IPA, das man jeden Tag trinken möchte. Und nun, drei Jahre später steht es vor mir. Ein Blick auf das vordere Etikett zeigt schon eine weitere Besonderheit dieses Biers: Mit 4,8 Volumenprozent ist es für ein IPA recht leicht. Ob das auch für den Geschmack gilt will ich jetzt herausfinden.

Goldfarben mit einem leichten Stich ins Rote und einer leichten Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt für ein India Pale Ale überraschend klein aus, bleibt aber lange erhalten.

Und schon steigt mir ein ganzer Obstsalat in die Nase. Ich rieche Grapefruit, Karamell, Äpfel und Kiwi. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und er zeichnet sich durch eine leichte angenehme Süße aus, auf der Zunge bildet dich der Geschmack nach Grapefruit und auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommen Bitterstoffe, die an den Geschmack von Grapefruitkernen erinnern. Ich kann kaum glauben, dass dieses Bier nur 32 IBU hat, so schlank und süffig wie es ist. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang dominiert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

Wahnsinn GmbH
Tarpenbekstraße 143
20251 Hamburg
www.vonfreude.de