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Maisel&Friends Dirty 30

Ein runder Geburtstag ist für viele Menschen etwas Besonderes und aus diesem Grund werden diese Geburtstage häufig auch ganz besonders begangen. Einmalig ist aber wohl das Geburtstagsgeschenk, das sich Markus Briemle, der Braumeister von Maisel&Friends, zu seinem 30. Geburtstag gemacht hat. Er braute sich ein Bier mit 30 unterschiedlichen Malzen und ebenfalls 30 unterschiedlichen Hopfensorten, das Dirty 30.

Das Sprichwort sagt ja aus, dass viele Köche den Brei verderben. Verderben auch viele Rohstoffe das Bier oder kommt dabei etwas ganz Spezielles mit einem ungeheuer komplexen Aromaprofil heraus? Ich habe jetzt das Bier vor mir stehen und bin wirklich gespannt, was dabei herausgekommen ist.

Wenn 30 Malze auf 30 Hopfensorten treffen, dann knallt es auf jeden Fall so richtig. Zwei skelettierte Widder treffen aufeinander, einer mit Hopfen, einer mit Malz beladen. Wenn mir das Bier so gut gefällt wie das Etikett, das von Markus Schwester gestaltet wurde, dann werde ich sicher begeistert von dem Ergebnis sein.

Rein optisch macht das Black IPA schon mal seinem Bierstil alle Ehre. Tiefschwarz und praktisch blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Krone aus festem hellbraunem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma droht, die Wahrnehmungsfähigkeit meiner Nase zu überfordern. Der Duft nach Ananas steht im Vordergrund, dicht gefolgt von anderen Aromen. Ich rieche einen ganzen tropischen Obstsalat, dazu den Duft roter Früchte und von Rosinen, dazu einen Hauch schwarzer Pfeffer. Erst mit der Zeit kommt auch das Aroma des Malzes mit den Düften nach Toffee und dunkler Schokolade hervor. Ich bin davon überzeugt, dass andere Konsumenten noch weitere Duftnoten feststellen werden.

Jetzt ist es aber Zeit für den ersten Schluck. Und der erste Eindruck auf der Zunge ist, dass es sich beim Dirty 30 um ein frisches prickelndes Bier handelt. Es ist nichts zu spüren von der Schwere vieler dunkler Biere. Damit qualifiziert sich dieser Sondersud als ein hervorragendes Sommerbier. Das wird durch die ungeheure Fruchtigkeit des Bieres unterstützt. Zunächst schmecke ich Kumquats, bevor sich alle Aromen, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe, auf der Zunge widerspiegeln. Aber dabei bleibt es nicht. Auch Mandarine, Grapefruit und Banane kommen zum Vorschein. Die 8,2 Volumenprozent Alkohol sind dabei so gut in das Bier integriert, dass sie nicht hervorschmecken, sondern den Geschmack des Hopfens sowie des Malzes unterstützen. Überraschend ist auch der Abgang. Er ist deutlich weniger bitter als der Geschmack auf der Zunge, dafür tritt die Fruchtigkeit noch einmal klar hervor und sie klingt auch lange nach.

Das Dirty 30 ist ein Brauexperiment, das auf Anhieb überzeugen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Dinkelmalz, Hopfen (Amarillo, Ariana, Bramling Cross, Callista, Cascade, Celeia, Centennial, Chinook, Citra, Crystal, Ella, Enigma, Hallertauer Blanc, Hallertauer Herkules, Hallertauer Perle, , Hallertauer Saphir, Hallertauer Tradition, HBC431, Hersbrucker, Hüll Melon, Mandarina Bavaria, Mittelfrüh, Relax, Saazer, Spalter Select, Styrian Fox, Styrian Golding, Tettnanger, Triskel, Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

8,2 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Bittereinheiten:

62 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Kreativsud #1

Das Bier, das ich jetzt testen will, ist ein Novum für mich. Als Hersteller steht kein einzelner Brauer, sondern als Hersteller fungiert der Bundesverband der Kreativbrauer e.V. Auf den ersten Blick scheint es so, als ob dieser Verein das deutsche Reinheitsgebot bekämpft. Liest man sich die Website des Vereins durch, ist schnell zu erkennen, dass die in dem Verein zusammengeschlossenen Brauer eigentlich genau die Regeln leben, die beim deutschen Reinheitsgebot immer betont werden, die aber in der Realität nicht oder zumindest nicht immer eingehalten werden. Reinheit sollte bei Lebensmitteln eigentlich ein Synonym für Natürlichkeit sein, was aber bei industriell gebrautem Bier nicht wirklich zutrifft. Außerdem fordern die Brauer, dass auch andere natürliche Zutaten im Bier verarbeitet werden dürfen, die im Reinheitsgebot oder besser gesagt im vorläufigen Biergesetz nicht vorgesehen sind. Aber beschäftigen wir uns jetzt mit dem Bier.

Bernsteinfarben und ungefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Die feine Süße wird durch den Kümmel und besonders durch den Wacholder unterstützt. Ich weiß ja nicht, wann das Bier genau eingebraut wurde, aber bereits jetzt taucht vor meinem inneren Auge ein leckerer Hirsch-Sauerbraten auf. Ganz offensichtlich ist das Bier für den Winter gedacht.

Der erste Eindruck beim Antrunk ist die Süße des Bieres. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure nur sparsam dosiert. Schnell drängen sich die Gewürze, in erster Linie der Wacholder, in den Vordergrund und verdrängen die Süße. Im Abgang flackert kurz etwas Säure auf, die aber schnell wieder dem Wacholder Platz macht, der sehr lange nachklingt.

Dieses Bier eignet sich gut als Begleiter zu Wildgerichten oder zum Kochen einer winterlichen Soße. Die Gewürze stehen im Vordergrund und lassen dem ebenfalls enthaltenen Hopfen keinen Platz im Geschmack.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Kümmel, Wacholder, Salz, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Brauerei:

Bundesverband der Kreativbrauer e.B.
Rathgeberstr. 7
97656 Oberelsbach
www.deutschkreativbrauer.de

Tucher Urbräu

Heute nehme ich mir mal ein Bier aus der Radeberger-Gruppe vor, das Tucher Urbräu. Das Helle stammt aus Fürth und da die Franken für ihre Braukunst bekannt sind, hoffe ich auf ein leckeres Bierchen, auch wenn es aus einem Großkonzern stammt.

Hellgolden präsentiert sich das Bier im Glas mit viel feinporigem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. An der Optik ist schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach Biskuitteig steigt mir in die Nase. Dazu kommt ein Hauch Fruchtigkeit, ich meine eine Spur Limone entdecken zu können.

Der Antrunk ist mäßig süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist recht ordentlich dosiert. Auf der Zunge nimmt die Süße des Malzes etwas zu. Eventuell erscheint es mir aber auch nur so, denn ich kann nur wenige Bitterstoffe feststellen und von Fruchtigkeit kann keine Rede sein. Genau dieser Eindruck setzt sich auch im Abgang fort. Das können di Franken aber eigentlich besser. Trinken lässt sich das Bier durchaus, aber um zu einem Genusserlebnis zu kommen, fehlt doch sehr viel. Selbst die Brauerei scheint von ihrem Urbräu nicht so richtig überzeugt zu sein, denn auf der Website kann ich keinerlei Informationen zu diesem Bier finden. Schade.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Tucher Bräu GmbH & Co. KG
Tucherstraße 10
90763 Fürth
www.tucher.de

Keiler Land-Pils

Das Keiler Land-Pils, das jetzt vor mir steht, stammt aus Lohr am Main in Unterfranken, genauer gesagt im Spessart. Allerdings ist die Keiler-Bier GmbH, die als Hersteller auf dem Etikett genannt wird, nicht selbstständig, sondern gehört zu Würzburger Hofbräu. Die Würzburger scheinen sich aber nicht viele Gedanken um das Bier aus Lohr zu machen (falls es überhaupt noch in Lohr gebraut wird), denn die Website von Land-Bier wurde seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr gepflegt. Die letzte Presseerklärung des Unternehmens stammt von Mitte Oktober letzten Jahres und nun haben wir bereits Ende Mai. Da ist mir kein Webauftritt doch lieber als solch ein vernachlässigter. Aber ich habe ja noch die Hoffnung, dass die Brauerei dem Bier mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Website, und darauf kommt es schließlich an.

Golden und klar zeigt sich das Land-Pils im Glas. Die überdurchschnittliche Schaukrone ist fest und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet getreidig mit einigen würzigen Noten. Für ein Pils ist das Aroma des Hopfens wirklich schwach ausgeprägt, so dass der Duft eher zu einem Hellen passen würde.

Der Antrunk ist frisch und angenehm. Auf der Zunge kommt ein dezentes Bitter dazu und der Abgang zeigt wenig Hopfen. Trotzdem klingt er relativ lange nach.

Das war die kürzeste Beschreibung eines Bieres, die ich jemals verfasst habe. Aber mehr gibt es zu diesem Bier aus nicht zu sagen. Es handelt sich um ein recht angenehmes Konsumbier, das sich gut trinken lässt, das aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Etwas mehr Ecken und Kanten würden dem Land-Pils gut zu Gesicht stehen. Dann könnte eventuell auch der Untertitel “Die saugute Spezialität” passen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,6 %

Brauerei:

Keiler Bier GmbH
Höchberger Straße 28
97082 Würzburg
www.keilerbier.de

Artbeer #1 Case Maclaim

Jetzt steht mal wieder ein Sondersud von Maisel & Friends vor mir, Artbeer #1 genannt. Das auffällige Etikett wurde von Andreas von Chrzanowski gestaltet, auch als Case Maclaim bekannt. Na ja, bekannt ist wohl relativ. Ich hatte noch nie von ihm gehört, aber immerhin hat er es zu einem eigenen Eintrag auf Wikipedia gebracht. Der Bildausschnitt auf dem Etikett zeigt, wie filigran Case sprayt. Damit passt das Bild gut zu den in der Regel gut komponierten Bieren aus Bayreuth.

Beim Artbeer #1 handelt es sich um ein Hoppy Strong Ale, so dass ich also ein kräftiges, schweres und ordentlich gehopftes Bier erwarte. Mal sehen, wie mir dieses Bier gefällt, bei dem bereits der Name aussagt, dass es sich um das erste einer Reihe handelt.

Golden mit einem ordentlichen Stich ins orange präsentiert sich das Bier im Glas. Dazu kommt eine leichte Hefetrübung, die mich aber noch sehen lässt, dass das Bier recht viel Kohlensäure enthält. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß, dabei aber cremig und mit langer Haltbarkeit. Optisch macht das Bier schon mal einen sehr guten Eindruck.

Das Aroma ist frisch und fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas, Mango und Himbeeren steigen mir in die Nase. Ich kann kaum glauben, dass diese frischen Aromen wirklich mit satten 9,5 Volumenprozenten Alkohol daherkommen. Jedenfalls bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Bereits beim ersten Kontakt des Bieres mit meiner Zungenspitze spiegeln sich die fruchtigen Aromen wider. Die Süße ist angenehm zurückhaltend. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt nimmt die Fruchtigkeit noch zu und das Mundgefühl ist cremig und rund. Ich frage mich nur, wo sich denn die 38 Bittereinheiten verstecken. Die verstecken sich offensichtlich irgendwo hinter der ungeheuren Fruchtigkeit der Hopfensorten Mosaic und Citra und sie kommen erst im recht trockenen Abgang wirklich zum Vorschein. Auch der Geschmack des Alkohols meldet sich erstmals im Abgang, wo er aber gut eingebunden ist. Und wo wir schon beim Abgang sind: die Fruchtigkeit klingt noch ellenlang nach.

Das Artbeer #1 hat mich wirklich überrascht und auch überzeugt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Stammwürze:

19,3° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstaße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Hopfenreiter 2018

(Fast) jeder Mensch und auch (fast) jedes Unternehmen hat gewisse Höhepunkte im Jahresablauf, auf die der Mensch oder das Unternehmen hinarbeitet. Maisel & Friends macht da keine Ausnahme. In der Bayreuther Brauerei gehört das erste Wochenende im März zu diesen Highlights. In diesem Jahr wurde an diesem Wochenende der zweite Geburtstag des Liebesbier gefeiert und die dritte Auflage des Hopfenreiters wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Und die Öffentlichkeit war reichlich vertreten. Etwa 5000 Menschen kamen zusammen, um mit dem Hoppy Birthday Festival das Ereignis gebührend zu feiern. Aber das ist eine andere Geschichte; in diesem Artikel geht es um den diesjährigen Hopfenreiter.

Jeff Maisel ließ es sich nicht nehmen, den Hopfenreiter persönlich vorzustellen. Dabei waren die Brauereien, die für den Freundschaftssud des Hopfenreiters 2018 die Hopfensorten beigetragen haben. Vor Ort waren die Brauereien Superfreunde, Mikkeler, Duvel, Bevog und Frau Gruber. Aber kommen wir jetzt endlich zum Bier.

In intensivem hellem Bernstein leuchtet das hefetrübe Bier im Glas. Darüber bildet sich eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier wirklich nichts auszusetzen.

Wenn in einem Bier sechs Aromahopfen verbraut wurden, ist es ziemlich sicher, dass auf die Nase ein echtes Abenteuer wartet. Und tatsächlich, das Bier duftet intensiv nach Ananas, Limonen, Zitronenschale sowie einigen roten Beeren. Auch würzige Noten schmeicheln der Nase. Ein Fest für jeden Liebhaber von IPAs. Jetzt ist es aber Zeit für den ersten Schluck.

Der erste Eindruck zeichnet sich durch eine feine Süße und durch die sehr feinperlige Kohlensäure durch eine ungeheure Spritzigkeit aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt bleibt die Süße erhalten, wobei sich ein kräftiges hopfiges Bitter dazugesellt, unterstützt durch die für ein IPA typischen Zitrusnoten. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter aus, das an den Geschmack von Grapefruitkernen erinnert und er klingt ellenlang nach.

Wie bereits beim Hopfenreiter 2017 bedauere ich, dass es sich um einen Sondersud handelt, bei dem gilt: Wenn weg, dann weg. Trotz des kräftigen Bitter von 70 IBU kann sich der Malzkörper doch die gesamte Zeit bemerkbar machen, was nicht bei jedem IPA der Fall ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Calypso, Citra, Styrian Golding, Styrian Fox, Enigma, Mandarina Bavaria, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

 

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Backbone Splitter

2012 gründete Biersommelier Christian Hans Müller in Aschaffenburg die Hanscraft Brauerei und bietet den Liebhabern von Craftbieren seitdem ein vielfältiges Sortiment besonderer Biere.

Nach mehreren Auslandsaufenthalten und einer Lehre in den USA kehrte Christian Hans Müller mit vielen Ideen für neue, spannende Biersorten und Rezepten in seine Heimat zurück. In Chicago hatte er zuvor eine Ausbildung als Biersommelier bei der World Brewing Academy absolviert. Die von ihm gegründete Hanscraft Brauerei zählt inzwischen zur Elite der lokalen und internationalen Craft Beer-Bewegung. Von ihm steht jetzt das Backbone Splitter vor mir, ein IPA.

Bernsteinfarben und naturtrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel feinporiger Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt.

Aromen nach Grapefruit, Mango und Kumquats steigen mir in die Nase, unterstützt noch durch einige blumige Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und macht auch aufgrund der gut eingebundenen und feinperligen Kohlensäure einen guten Eindruck. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt zeigt sich aber die ganze Kraft des Backbone Splitter. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, indem sich die Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Grapefruit und Bitterorangen bemerkbar machen. Dazu kommt ein kräftiges Bitter. Im Abgang ist das Bier sanfter und freundlicher als ich es erwartet hätte, dabei auch leicht trocken. Dabei klingt der Geschmack aber lange nach. So bleibt insgesamt ein positiver Eindruck von diesem Bier zurück.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Wiener, Caraamber), Hopfen (Horizon, Amarillo, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Hanscraft & Co. GmbH
Würzburger Straße 152
63743 Aschaffenburg
http://hc-co.de/de/

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Altfränkisch Klosterbier

Die Klosterbrauerei in Weißenohe wurde Ende des 11. Jahrhunderts gegründet und gehört nach eigenen Angaben zu den ältesten Klosterbrauereien Deutschlands. Wann genau erstmals im Kloster Weißenohe Bier gebraut wurde lässt sich nicht mehr feststellen. Das Kloster wurde auf jeden Fall um das Jahr 1050 gegründet und vermutlich wird es nicht mehr allzu lange gedauert haben, bis dort regelmäßig Bier gebraut wurde. Schließlich gehörte Bier in der damaligen Zeit zur täglichen Ernährung. Die Mönche brauten bis zum Jahr 1803. In diesem Jahr wurden bis auf die Kirche die Gebäude des Klosters verkauft und der Braumeister übernahm die Brauerei, um zukünftig auf eigene Rechnung zu arbeiten. Im Jahr 1827 verkaufte er die Brauerei an Friedrich Kraus, dessen Familie das Unternehmen heute in der fünften Generation führt.

Bernsteinfarben glänzt das Bier im Glas. Ich sehe recht viel Kohlensäure sowie eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Malz dominiert den Geruch des Altfränkisch Klosterbier. Neben dem Duft nach Toffee, der klar im Vordergrund steht, steigen mit auch leichte Röstaromen in die Nase. Der Hopfen ist, wenn überhaupt, im Aroma nur sehr dezent vorhanden.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber zur reichlich vorhandenen Kohlensäure passt. Dann lässt das Bier seine Muskeln spielen. Der Geschmack ist rund, vollmundig, ausgewogen und dabei ungeheuer süffig. Damit ist das Bier aus der Weißenoher Klosterbrauerei ein typisches fränkisches Erzeugnis. Die Bitterstoffe kommen erst im Abgang zum Vorschein, sind dabei aber doch recht dezent.

Alles in Allem haben wir hier ein Bier, an das ich mich gewöhnen könnte.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

Klosterbrauerei Weißenohe
Klosterstr. 20
91367 Weißenohe
www.klosterbrauerei-weissenohe.de

Helles Schlenkerla Lagerbier

Die Brauerei Schlenkerla ist bekannt für ihr Rauchbier und nicht ohne Grund hat Slowfood das Rauchbier aus Bamberg in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen. Das helle Lagerbier wird aber ohne Rauchmalz gebraut. Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei, dass das Lagerbier in den gleichen Kupferkesseln wie die anderen Biere gebraut wird und dass sich dabei ein ganz leichter Rauchgeschmack aus dem Kessel auf das Bier überträgt. Ich erwarte also ein Rauchbier für Anfänger, da denen in vielen Fällen der Rauchgeschmack der anderen Biere zu intensiv ist.

Im Glas präsentiert sich das Helle Schlenkerla Lager goldgelb leuchtend mit sehr viel festem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ich kann also nur empfehlen, das Bier vorsichtig einzuschenken.

Das Aroma ist malzig und blumig. Wie ich erwartet habe, ist das Raucharoma recht dezent, gerade so stark, dass klar ist, dass es gewollt ist und dass es sich nicht um ein Fehlaroma handelt. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas haben die Brauer richtiggemacht.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Die Rauchnote kommt erst einen Augenblick später zum Vorschein, zusammen mit einer aromatischen grasigen Hopfennote. Ich würde mir noch etwas Säure dazu wünschen. Trotzdem ist der Geschmack rund und vollmundig. Im Abgang kommt der Rauch noch einmal etwas kräftiger in den Vordergrund, zusammen mit einem leichten freundlichen Bitter. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

11,5 %

Bittereinheiten:

30° IBU

Brauerei:

“Heller-Bräu” Trum GmbH
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
www.schlenkerla.de

Citrilla

Das Citrilla ist ein Weizen-IPA. Obwohl es erst im Jahr 2014 erstmal gebraut wurde, hat es doch schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. 2014 entstand es erstmals durch einen Gemeinschaftssud von Maisel & Friends und der Ratsherrn Brauerei im Hamburger Schanzenviertel. Anlass für diesen Gemeinschaftssud war das einjährige Bestehen der Brauereigaststätte Altes Mädchen der Ratsherrn-Brauerei. Das sehr fruchtige Weißbier hieß damals Citrilla Wheat und war innerhalb weniger Tage durch die Kehlen geflossen. Daher entschieden sich die Brauer aus Bayreuth, dieses Bier noch als Sondersud zu brauen. Da auch der Sondersud auf eine große Nachfrage stieß wurde das Bier im Mai 216 ins feste Sortiment der Brauerei aufgenommen.

Im Glas zeigt sich das Bier golden und leicht hefetrüb mit feinporigem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass die Optik perfekt ist.

Das Aroma zeigt deutlich den Einfluss des Weizenmalzes. Ich rieche den Duft nach Banane und Nelken, der vom Weizen stammt. Dazu kommen die Hopfenaromen nach Südfrüchten, nach Zitrone, Ananas und Grapefruit. Der Duft erinnert deutlich an einen Obstsalat.

Der Antrunk ist leicht süß, wunderbar malzig und süffig. Dazu kommt eine ungeheure Frische. Schnell kommt ein kräftiges Bitter dazu, das zusammen mit der Fruchtigkeit und unterstützt durch die Kohlensäure zu einem frischen angenehmen Geschmack führt. Im Abgang werden die Bitterstoffe milder, die Früchte kommen wieder hervor, zusammen mit einigen grasigen Noten.

Citrilla gefällt mir sehr gut. Das Bier ist von Anfang bis Ende stimmig.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Herkules, Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,7° Plato

Bittereinheiten:

37 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

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