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Bertinchamps Triple

Das Sortiment von Bertinchamps umfasst neben dem Bertinchamps Hiver das traditionelle Trio aus Triple, Blonde und Brune. Die Biere werden mit Brunnenwasser, Malz aus lokal angebauter Braugerste, europäischen Hopfensorten und einem speziellen Hefestämmchen gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen belgischen Brauereien setzt Bertinchamps den Bieren werden keine Kräuter zu.

Klar und mit einer schönen Bernsteinfarbe ergießt sich das Bertinchamps Triple ins Glas und bildet dabei eine recht große gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen nach Karamell, Blumen und frischem Heu erinnern an einen Bauernhof, also an die Heimat dieses Bieres.

Der Antrunk weist eine leichte und nicht aufdringliche Süße auf und die Kohlensäure ist recht großzügig dosiert. Auf der Zunge beherrscht Karamell den Geschmack, während sich der Hopfen diskret im Hintergrund hält. Das Mundgefühl ist voll und rund. Das Bertinchamps Triple erinnert mich an ein norddeutsches Bockbier. Im Abgang bleibt die Süße und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

Duvel Tripel Hop Cashmere

Die Brauerei Duvel Moortgat ist in Breendok beheimatet, einem Ortsteil der Gemeinde Puurs-Sint-Amands in der belgischen Provinz Antwerpen. Die Brauer sind immer auf der Suche nach Innovationen um originelle Geschmacksmischungen mit exklusiven Hopfensorten zu kreieren. Im letzten Jahr haben sie die Hopfensorte “Cashmere” entdeckt. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der Kreuzung einer weiblichen “Cascade”-Hopfenpflanze mit einer männlichen “Northern Brewer”-Hopfenpflanze. Jetzt will ich das Ergebnis verkosten.

Strohblond und leicht hefetrüb mit sehr viel feinporigem Schaum fließt das Bier ins Glas. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Aromen nach Zitronenschalen, Melonen und Kräutern steigen mir in die Nase. Da haben die Brauer am Cashmere wirklich nicht gespart.

Beim ersten Kontakt mit dem Bier meldet mir meine Zunge eine leichte Süße, aber nur recht wenig Kohlensäure. Aber dann kommt die Fruchtigkeit zum Tragen. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und sie werden durch ein ordentliches Bitter begleitet, das die Fruchtaromen aber nicht überdeckt. Das Mundgefühl ist samtig und frisch. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter geprägt, das anfangs schnell nachlässt, aber ein Rest klingt lange nach.

Zutaten:

Eine Zutatenliste stellt die Brauerei nicht zur Verfügung; lediglich die Hopfensorten (Saaz, Styrian Golding, Cashmere) wurden veröffentlicht.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Duvel Moortgat
NV-Breendonkdorp 58
2870 Puurs
www.duvel.be

Bertinchamps Blanche

Im Jahr 2011 war die Familie Humblet auf der Suche nach einem Ort, an dem sie eine neue Brauerei bauen und ihre Tradition und lange Liste der von ihrem Vater Benoit Humblet gebrauten Biere fortsetzen konnte. Bei dieser Suche entdeckten sie den Hof von Bertinchamps, unweit von Gembloux gelegen. Obwohl der Hof sehr alt und verfallen war hatte der Bauernhof einen atemberaubenden Charakter, der sich in einer Umgebung befindet, die seinem Prestige entspricht. Es war Zeit für eine gewisse Verjüngung und das Renovierungsprojekt begann sofort. Fast 2 Jahre harter Arbeit folgten. Im März 2013 wurde das Brausystem in den alten Scheunen installiert. Moderne Gärtanks mit einem Fassungsvermögen von 6.000 hl wurden aufgestellt, ein erstaunlicher Kontrast zwischen moderner Technologie und dem Betrieb, der mehr als 7 Jahrhunderte zurückreicht. Aus dieser Brauerei stammt das Bertinchamps B+ Blanche, ein Witbier, das nach altem Rezept gebraut wurde, und das jetzt vor mir steht.

Weizenblond und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich beim Einschenken eine sehr schöne feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Aromen nach Banane, Zitrone und Hefe steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige Kräuterdüfte. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig und erfrischend. Die Kohlensäure ist extrem feinperlig. Und extrem geht es auch weiter, nämlich mit der Fruchtigkeit. Ich schmecke Banane, Zitrusfrüchte und Vanille. Dabei ist das Bier recht vollmundig und süffig. Im Abgang kommt noch ein leichtes Bitter dazu, das die Fruchtigkeit hervorragend ergänzt. Der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Das Bertinchamps B+ Blanche ist ein sehr schönes Sommerbier, von dem ich mir lediglich etwas mehr Zitrusaromen wünschen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, natürlicher Zitronenextrakt, Kräuter

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

Mongoso Mango

Als 2003 der afrikanische Ideengeber Henrique bei einem Unfall stirbt, setzt Mongozo den von ihm eingeschlagenen Weg fort, neue Biere nach Rezepturen aus Afrika zu brauen. Der Niederländer Jan Fleurkens entwickelt eigene Rezepte und bringt im Frühling 2005 Mongozo Coconut auf den Markt. Mongozo Mango ist biozertifiziert: die Mangos sind aus biologischem Anbau. Mongozo gelingt der Brückenschlag zwischen unterschiedlichen Kulturen: zwischen alt und neu, zwischen nah und fern. Anhand bewährter Biertraditionen und neuer Brauverfahren bietet Mongozo fünf exotische Biersorten an. Jetzt steht das Mongozo Mango vor mir. Dieses obergärige Bier wird in guter belgischer Brautradition einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen.

Golden präsentiert sich das Bier im Glas und kleine Fruchtstücke machen zusammen mit der Hefe das Bier naturtrüb. Der wenige feinporige Schaum löst sich schnell auf. Schade. Mit einer schönen Schaumkrone wäre an der Optik nichts auszusetzen.

Der Duft nach Biskuitteig steigt mir in die Nase. Mich überrascht, dass das fruchtige Aroma nach Mango und Banane eher verhalten ist.

Der Antrunk ist fruchtig und frisch. Recht flott übernimmt der Geschmack nach Mango und Banane das Kommando. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und sie werden durch eine angenehme Säure begleitet, die gut auf die Süße dieses Bieres abgestimmt ist. Das Mundgefühl ist voll und das Mongozo Mango ist ungeheuer süffig. Auch der Abgang ist mild und fruchtbetont.

Anfangs konnte mich das Bier mit seiner Optik und den Aromen wirklich nicht begeistern, aber im Mund konnte es viel Boden gutmachen, so dass ich in der Gesamtansicht doch meine, dass es sich um ein schönes erfrischendes Sommerbier handelt.

Zutaten:

Wasser, Malz, Bio-Mango, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

3,6 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Huyghe
Geraardsbergsesteenweg 4/B
9090 Melle
Belgien
www.mongoso.com

Lupulus Blanche

Wenn mich jemand nach meiner belgischen Lieblingsbrauerei fragen würde, käme mir sicher die Brasserie Lupulus in den Sinn. Von der steht jetzt das Lupulus Blanche vor mir, ein Witbier.

Beim Blick auf das Rückenetikett fällt mir noch etwas auf. Das belgische Witbier wird bekanntlich mit Koriander und Orangenschalen gebraut. Diese beiden Zutaten stehen aber nicht auf der Zutatenliste. Andererseits werden sie weiter unten auf dem Etikett genannt. Das verunsichert mich jetzt etwas. Na ja, die Antwort werde ich gleich mit meiner Nase und meiner Zunge erfahren.

Weizengelb und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine üppige feinporige Schaumkrone, die sich mit dem Zusammenfallen viel Zeit lässt. Die Optik kann mich wirklich begeistern.

Düfte nach Zitrusfrüchten steigen mir in die Nase, dazu eine geringe Malzsüße, die sich mit dem Duft nach Banane vereint.

Der Antrunk ist frisch und mäßig süß. Dabei sorgt die reichlich vorhandene feinperlige und trotzdem kräftige Kohlensäure für eine ungeheure Spritzigkeit. Auf der Zunge dominiert der fruchtig-bittere Geschmack von Grapefruit, untermalt von den würzigen Noten des Korianders, den ich jetzt erstmals feststelle. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang lässt das Bitter überraschend nach und die Fruchtigkeit des Hopfens tritt in den Vordergrund, wo sie lange nachklingt.

Das Lupulus Blanche ist durchaus in der Lage, mich zu begeistern, auch wenn ich dieses Bier nicht für ein typisches Witbier halte, sondern es erinnert mich eher an ein Pale Ale. Und um auf meine eingangs gestellte Frage zurückzukommen: ja, Koriander und Orangenschale sind während des Brauprozesses verwendet worden. Weshalb sie nicht in der Zutatenliste stehen, erschließt sich mir allerdings nicht Herausgekommen ist ein angenehmes Bier, das hervorragend zu Muschelgerichten passt, aber auch an einem warmen Abend auf dem Balkon eine gute Figur macht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Brasserie Lupulus
Courtil 50
6671 Gouvy
Belgien
www.lupulus.be

Chapeau Mirabelle

Jetzt steht ein Lambic aus Belgien vor mir, gebraut mit Mirabellen, einer Pflaumenart mit dem wissenschaftlichen Namen Prunus domestica subsp. Syriaca. Das Bier stammt aus der Brouwerij De Troch im flandrischen Wambeek. Seit mehr als 100 Jahren kreiert die Brauerei fruchtige belgische Craft-Biere, was sie zu einem Pionier des Lambic macht.

Golden und nur ganz leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die grobporige Schaumkrone ist klein und löst sich augenblicklich wieder auf.

Das Aroma ist für Brettanomyces typisch fein säuerlich und fruchtig. Die Fruchtigkeit wird durch die 20 % Mirabellen unterstützt, die mit den Brettanomyces- und Malzaromen um meine Aufmerksamkeit buhlen.

Für ein Lambic enthält das Chapeau Mirabelle recht viel Kohlensäure. Von Anfang an ist das Bier vollmundig, wobei sich die Fruchtigkeit und die überraschende Süße gut ergänzen. Der Geschmack ist voll und fruchtig. Im Abgang kommt die Säure stärker in den Vordergrund und erstmals schmecke ich auch eine leichte Bitterkeit. Der Nachklang ist leider recht kurz.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe, Zucker, Aromen, Pflaumen

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Troch
Langestraat 20
1741 Wambeek (Ternat)
Belgien
www.detroch.be

Gruut Bruin

Wieder einmal steht ein Bier aus der Gentse Stadsbrouwerij vor mir, die alle anderen Biere aus dem belgischen Gent ein Gruut. Dieses Bier hat aber auch eine weitere Besonderheit: in ihm wurden auch Nüsse verbraut. Ich bin mal gespannt, wie sich die Nüsse im Bier so machen.

Dunkel mahagonifarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine feste hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Grutbier nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Sirup, Karamell, Rosinen, weißem Pfeffer und Nüssen. Auch der Alkohol kommt leicht durch.

Wie zu erwarten ist der Antrunk recht süß, aber die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Das Mundgefühl dieses süßen runden Grutbiers ist vollmundig. Der Geschmack nach Trockenfrüchten dominiert, unterstützt durch den Geschmack der Nüsse und auch die deutliche Alkoholnote unterstützt den Geschmack. Der Abgang lässt zunächst das Bitter vermissen, denn der Geschmack nach Trockenfrüchten und der Nüsse dominiert. Erst etwas später kommt ein leichtes Bitter durch, später der Geschmack nach Rübensirup. Der Nachklang ist sehr lang.

Zu diesem Bier passen deftige Wildgerichte.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gewürze, Nüsse, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Gentse Stadsbrouwerij Gruut
R. Dodoensdreef 1
8000 Gent
Belgien
www.gruut.be

Timmermans Pêche Lambicus

Jetzt steht ein Lambic aus dem flämischen Itterbeek vor mir. Dieser Bierstil ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt und wird bis heute ausschließlich im Zenne-Tal, insbesondere in der Region Brüssel, gebraut. Es ist die einzige belgische Biersorte mit eingetragener Herkunftsbezeichnung (gemäß dem belgischen Königlichen Erlass vom 20. Mai 1965) und muss nach den gesetzlichen Vorschriften gebraut werden.

Lambic wird mit 70% Malz, 30% Weizen und gealtertem Hopfen hergestellt. Es ist schon erstaunlich. Alle anderen Brauer meiden alten Hopfen wie der Teufel das Weihwasser und dort in Flandern können sich die Brauer nichts schöneres vorstellen. Lambic wurde von Anfang an durch Spontangärung hergestellt, d.h. durch Kontakt der Würze mit den in der Luft vorhandenen Wildhefen. Lambic erhält seinen spezifischen Geschmack durch das im Brauprozess verwendete Getreide (Weizen und Gerste) sowie die im Zenne-Tal vorkommenden Mikroorganismen (darunter Brettanomyces lambicus und Brettanomyces bruxellensis), die die Fermentation bewirken. Aus diesem Grund kann dieses Lambic nur im Umkreis von 15 km um das Stadtzentrum gebraut werden. Um 1900 gab es etwa 300 Lambic-Brauereien. Heute existieren nur noch etwa 10 traditionelle Lambic-Brauereien. Die älteste dieser Brauereien ist nach eigenen Angaben die im Jahr 1702 gegründete Brasserie Timmermans.

Das Timmermans Pêche, das jetzt vor mir steht, ist ein Lambic, das in Eichenfässern vergoren wurde und dem konzentrierter Pfirsichsaft sowie natürliche Pfirsicharomen hinzugefügt wurden.

Schön intensiv bernsteinfarben präsentiert sich das Timmermans Pêche im Glas, mit einer durchschnittlich großen feinporigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet intensiv fruchtig nach Pfirsich. Was im ersten Moment durchaus angenehm ist, wirkt beim zweiten Atemzug eher künstlich, die Brauerei hat hier zu wenig Saft verwendet, dafür aber zu viel Aroma.

Der Antrunk ist süß-fruchtig mit viel Kohlensäure. Im ersten Moment kann ich ausschließlich den Pfirsich schmecken. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt auch das Malz zur Geltung, auch wenn weiterhin die Fruchtigkeit im Vordergrund bleibt. Bitterstoffe kann ich nicht feststellen. Das Bier wirkt jetzt eher wie ein Fruchtnektar, wenn auch ohne die übertriebene Süße, die viele Nektare mitbringen. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und es bleibt fruchtig ohne Bitterstoffe und auch ohne Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Weizen, Pfirsichsaftkonzentrat, Aroma, Hopfen, E300, E330

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Anthony R. Martin
Rue du Cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.brtimmermans.be

Sloeber

Die Geschichte der Brouwerij Roman beginnt 1545 mit einem Mann namens Joos Roman. Er besaß ein Gasthaus namens “De Clocke” in Mater, einem Ortsteil von Oudenaarde. Dieses Bed and Breakfast lag verkehrsgünstig an der deutsch-französischen Handelsroute. Roman besaß ein Gasthaus, einen Bauernhof, eine Mühle, eine Mälzerei und natürlich auch eine Brauerei. Damals war das Bierbrauen nur eine der vielen Tätigkeiten, die dort ausgeführt wurden. Im Laufe der Zeit, als die nächsten Generationen das Ruder übernahmen, wurde Bier zur Haupttätigkeit der Familie.

Auf dem Etikett befindet sich eine anthropomorphe Flasche. Weshalb der Name gewählt wurde, ist mir nicht bekannt. Sloeber ist niederländisch und bedeutet Schuft, Lump oder auch armer Schlucker. Vermutlich ist das der flämische Humor.

Strohgelb präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken bildet sich sehr viel fester Schaum, der lange erhalten bleibt. Es ist also empfehlenswert, das Sloeber vorsichtig einzugießen.

Das Bier duftet nach Limone, Honig und weißem Pfeffer. Für ein Strong Golden Ale ist das Aroma etwas ungewohnt, aber sehr angenehm.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus mit einer sanften feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich ein ordentliches und nicht zu kräftiges Bitter, das sich mit dem Geschmack nach Waldhonig mischt. Jetzt fehlt mir etwas die Fruchtigkeit, die ich im Aroma festgestellt habe. Der Geschmack der 7,5 Volumenprozent Alkohol kommt leicht durch und unterstreicht die anderen Geschmackseindrücke. Das Mundgefühl ist leicht sirupartig. Dabei ist das Bier recht süffig. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und der Geschmack klingt lange nach.

Das Bier passt gut zu Fischgerichten, Steak mit Pommes Frites oder einigen Käsesorten

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brewery Roman
Hauwaart 105
9700 Oudenaarde
Belgien
www.roman.be

La Forestinne Blonde IPA

Ich habe schon einige Biere mit dem Namen La Forestinne beschrieben, die aus der Brasserie Caracole stammten. So war ich ziemlich überrascht, als ich auf der Internorga andere Biere mit diesem Namen gesehen habe, die aber aus der Brasserie d’EBLY stammen. Ich weiß nicht, welche Brauerei den Namen zuerst verwendete, aber offensichtlich können in Belgien zwei Biere mit gleichem Namen friedlich nebeneinander vertrieben werden. In Deutschland würde eine solche Situation sicher zu einer Abmahnung führen.

Im Regal fällt die Flasche aufgrund seines Etiketts gleich auf. Die überrascht schauende Frau mit den Hopfendolden statt Haaren erinnert mich gleich an die Medusa, die Figur aus der griechischen Mythologie. Mal sehen, ob mich das Bier auch so überraschen kann.

Golden strahlt mir das IPA aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt auch durchschnittlich lange erhalten.

Das Aroma überrascht mich auf jeden Fall. Es ist nicht so fruchtig wie bei anderen IPAs, sondern im Vordergrund steht das Aroma nach Biskuit, das durch leichte Zitrusnoten und den Duft nach Ananas sowie einige blumige Noten unterstützt wird. Sehr angenehm, aber halt nicht das, was ich erwartet habe.

Der Antrunk ist leicht süß und das Bier enthält relativ wenig Kohlensäure. Da hätte ich mir jetzt etwas mehr gewünscht. Auf der Zunge entwickelt sich ein freundliches Bitter, dessen Stärke gut mit der Süße abgestimmt ist. Jetzt kommt auch die Fruchtigkeit durch, die die Aromen auf der Zunge widerspiegelt. Der Abgang ist überraschend mild und wenig bitter, sondern fruchtig mit langem Nachklang.

Das La Forestinne Blonde IPA ist ein schönes Bier an einem warmen Sommerabend. Es passt gut zu Fischgerichten und Meeresfrüchten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d’EBLY
Rue Champs Claire 4
6860 Ebly
Belgien
www.forestinne.be