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Slaapmutske Bruin

Der Name der Brauerei hat eine Geschichte: Der Brauer Dany hatte die Aufgabe, einen Namen für seine neue Brauerei zu finden. Er und seine Frau hatten gerade ihr erstes Kind bekommen, und die Familie hatte die Tradition, dass der stolze Vater ein Bier braute, um es mit Familie und Freunden zu teilen, die kamen, um ihnen zu gratulieren. Um das neue Baby ruhig zu halten, wurde der Schnuller des Babys ein paar Mal in Danys Bier getaucht. Er bemerkte, dass der biergetauchte Schnuller eine beruhigende Wirkung auf das Baby hatte und damit hatte er den Namen der Brauerei: Slaapmutske (Schlafmütze), daher auch die Grafik auf dem Etikett.

Tiefrot bis kupferfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Darüber eine sehr große Krone aus festem beigem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Komplexe Aromen von Karamell, Brotrinde und Pflaumen verwöhnen meine Nase, unterstützt von einigen würzigen Noten. Langsam beginne ich, mich in dieses Bier zu verlieben.

Der Antrunk ist süß, dabei aber mit reichlich dosierter Kohlensäure spritzig und frisch. Auf der Zunge lässt die Frische nach und der Geschmack nach Pflaumen und Feigen kommt zum Vorschein, begleitet mit etwas sanftem Bitter. Der Alkohol ist in diesem vollmundigen Bier gut eingearbeitet. Der Abgang ist überraschend mild und schlank mit wenigen bitteren Noten, die aber lange nachklingen.

Das Slaapmutske Bruin ist ein schönes Bier für den Winter und passt gut zu Muscheln.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Koriander, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Brauerei:

Brasserie Slaapmutske
Oefenpleinstraat 15
9090 Melle
Belgien
www.slaapmutske.be

Bacchus Vlaams Oud Bruin

So wie Gueuze-Bier ist auch dieses Bier auch ein echtes flämisches Regionalprodukt. Im römischen Pantheon war Bacchus (Sohn des Jupiters) der Gott des Weins, des Trinkens und der allgemeinen Trunkenheit. So erhielt das Bier 1954 aufgrund seines weinartigen Geschmacks seinen Namen.

Als Luc Van Honsebrouck beschloss, das Brauen von Pils einzustellen, schloss er einen Vertrag mit Krüger aus Ostflandern ab. Krüger fing an, Bacchus in seinen Cafés zu bedienen und im Gegenzug verkaufte Krüger in seinen Betrieben Pils. Schnell war Bacchus weitaus stärker gefragt. Der eigentliche Durchbruch gelang dem Bier 1975, als die Nachfrage nach Rodenbach (ebenfalls ein “Oud Bruin”) exponentiell zunahm und die Brauerei nicht mit der Nachfrage mithalten konnte. So wurde die Produktion von Bacchus intensiviert. Innerhalb weniger Jahre stieg die Produktion auf rund 25.000 hl.

Und so steht das Bier jetzt auch vor mir. Es wurde in gebrauchten Rotweinfässern aus Eiche gereift, so dass ich auch weinartige Nuancen erwarten kann. Außerdem hat dieser Bierstil die Eigenschaft, dass das Bier lange gelagert werden kann und in der Flasche nachreift. Dabei verändert sich auch der Geschmack, was in diesem Fall kein Fehler ist. Im Gegenteil: einige Brauereien lassen ihr Oud Bruin zum Gran Cru reifen.

Dunkel kastanienbraun mit einer durchschnittlichen Krone aus mittelbraunem sahnigem Schaum, der lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Die Optik ist schon mal erstklassig.

Das Aroma ist betörend. Trockenfeigen, deutliche Rotweinnoten, Holzaromen und Vanille umschmeicheln meine Nase.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es erwartet hätte. Die Kohlensäure ist nur in Spuren vorhanden, was aber durchaus stiltypisch ist. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt überrascht mich zunächst die deutliche Säure, die zunächst an Balsamico erinnert, dann aber schnell weinig wird. Dabei ist das Bier recht trocken, wodurch die Holznoten und die Vanille gut zum Ausdruck kommen. Im Abgang klingt die Säure noch kurz nach.

Das Bier ist gut als Aperitif vor einem Festessen geeignet.

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Brauerei:

Brouwerij Van Honsebrouck
Ingelmunstersestraat 46
8870 Emelgem (Izegem)
Belgien
www.vanhonsebrouck.be

Buffalo Belgian Stout

Die Geschichte der Brauerei Van Den Bossche ist mit der bemerkenswerten Geschichte von Buffalo Bill verwoben, dem Veranstalter der immer noch berühmten Western-Show. Im Jahr 1907 ging er mit seiner Show auf Europatournee. Er machte im gleichen Jahr auch in Sint-Lievens-Esse Station, dem kleinen Ort, in dem die Brauerei Van den Bossche beheimatet ist. Wie alle anderen wollten auch die Beschäftigten der Brauerei zur Vorstellung auf dem Dorfplatz gehen. Der chinesische Freiwillige, der die kochende Würze aufrühren musste, um sicherzustellen, dass sie nicht verbrennt, ging auch zu der Vorstellung. Die Geschichte besagt, dass die Belegschaft von der Vorstellung zurückkehrte, die Würze kühlte und Hefe zusetzte, ohne etwas zu sagen. Erst als der Braumeister eine Probe nahm, bemerkte er, dass versehentlich ein anderes Bier gebraut worden war. Das Bier zeigte einen Alkoholgehalt von fast sechs Prozent. Mit der Abreise des Zirkus Buffalo aus Sint-Lievens-Esse wurde das gleichnamige Bier geboren. Buffalo 1907 war das erste aus einer Reihe von Buffalo-Bieren. Aufgrund des handwerklichen und regionalen Charakters des Bieres wurde es mit dem regionalen Produktlabel von VLAM ausgezeichnet. Hundert Jahre nach Buffalo 1907 folgte ein erster Nachfolger: Buffalo Belgian Stout. Das Bier wurde auf Wunsch des amerikanischen Importeurs der Brauerei Van Den Bossche gebraut. Es wurde zu einem schweren Büffel: leicht karamellisiert und mit 9 % Alkohol. Für den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte kann ich nicht garantieren, aber die Brauerei erzählt sie so.

Dunkel kastanienbraun ist das Buffalo Belgian Stout. Darüber steht eine durchschnittliche Krone aus beigem gemischtporigem Schaum, die recht lange erhalten bleibt.

Röststoffe dominieren das Aroma, unterstützt vom Duft dunkler Früchte und von Rübensirup. Dazu kommt ein diskreter alkoholischer Duft. Ich würde mir das Aroma noch etwas komplexer wünschen, aber es ist nicht schlecht.

Der Antrunk ist spritzig und überraschend frisch. Auch der Geschmack ist nicht so intensiv wie ich es aufgrund der Optik erwartet habe. Auf der Zunge drängen sich die Röststoffe mit ihrem Kakaogeschmack etwas in den Vordergrund. Auch der Geschmack nach Sirup zeigt sich auf der Zunge, dazu ein leichtes Aroma nach Nüssen und Erde. Die immerhin neun Volumenprozente Alkohol sind gut eingearbeitet und fallen kaum auf. Im Abgang werden die Röststoffe noch etwas stärker und die Süße des Malzes klingt lange nach.

Zu diesem Bier passen gut in Bier gekochte Miesmuscheln.

Zutaten:

Wasser. Gerstenmalz, Hopfen, Nachgärungszucker

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Van Den Bossche
Sint-Lievensplein 16
9550 Sint-Lievens-Esse
Belgien
www.paterlieven.be

Kasteel Tripel

Die Schlossbrauerei Van Honsebrouck verbindet neueste Technologie mit der Vertrautheit einer inhabergeführten Brauerei. Tradition und Innovation gehen hier Hand in Hand. In den letzten Jahren verzeichnete die Brauerei ein starkes Exportwachstum. Neben dem belgischen Markt bedient die Brauerei nun auch Frankreich, die Niederlande, die USA, Russland, China und Südamerika.

In der Schlossbrauerei Van Honsebrouck werden drei Biermarken gebraut: obergärige Biere vom Typ Kasteel, Mischgärbiere wie Bacchus und spontan fermentierte Biere der Sorte St-Louis. Darüber hinaus ist Van Honsebrouck wie eine Kleinbrauerei in der Lage, kleine Mengen ab 50 Hektolitern zu brauen. Neben der Herstellung des Standardsortiments kann die Brauerei eine Vielzahl von limitierten Suden in eigenen Marken- oder Sonderverpackungen anbieten.

Eine warme Goldfarbe zeichnet dieses Bier aus. Die feinporige Schaumkrone ist überdurchschnittlich groß und sie bleibt sehr lange erhalten. Außerdem sehe ich recht viel Kohlensäure.

Im Aroma mischen sich teigige Noten mit Zitrone, Kandis und Banane. Auch der Alkohol ist deutlich zu riechen, wobei er sich gut ins das restliche Aromaprofil einpasst.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber sehr vollmundig. Der Geschmack von Hefeteig mischt sich mit dem von Vanille und von hellen Trockenfrüchten. So vollmundig und geschmacksstark das Bier auch ist, macht es doch einen frischen Eindruck. Malz und Hopfen halten sich die Waage, wobei sich das Bitter nie in den Vordergrund drängt. Der Abgang ist wenig bitter und leicht säuerlich. Gleichzeitig wärmt der Alkohol Körper und Seele. Der Geschmack klingt durchschnittlich lang nach.

Zutaten:

Wasser, Malz, Zucker, Hopfen, Hefe, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

11 % Vol.

Stammwürze:

20° Plato

Brauerei:

Brouwerij Van Honsebrouck
Ingelmunstersestraat 46
8870 Izegem
Belgien
www.vanhonsebrouck.be

Bink Bloesem

Bink Bloesem heißt das Honigbier aus Sint-Truiden in Belgien, das jetzt vor mir steht, auf Deutsch “blütenrosa”. Die Besonderheit dieses Bieres ist, dass es mit Honig und Birnensirup gebraut wird. Erstmals wurde es im Jahr 2000 aus Anlass des 50. Blütenfestes hergestellt. Es wird nur saisonal gebraut und steht nur von April bis Oktober jeden Jahres zum Verkauf.

Dunkel kupferfarben ist das Bier mit einer durchschnittlichen hellbraunen Schaumkrone. Sie ist größtenteils feinporig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Düfte nach Toffee steigen mir in die Nase, unterstützt durch Honig und getrockneten Birnen.

Wie erwartet fällt der erste Kontakt mit der Zunge recht süß aus. Bei dieser Süße würde ich mir mehr Kohlensäure wünschen, die das Bier frischer machen würde. Zur Süße kommt eine ausgewogene Bitterkeit, die zusammen mit dem Birnensirup einen runden Geschmack ergibt. Das Mundgefühl ist sirupartig. Der Abgang ist sehr mild und die Süße dominiert auch hier. Der Nachklang ist sehr kurz.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Honig, Birnensirup

Alkoholgehalt:

7,1 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Kerkom
Aamsesteenweg 469
3800 Sint-Truiden
Belgien
www.brouwerijkerkom.be

7PK Blond

“PferdeStärken in der WaldLandschaft” ist ein Projekt des Sozialökonomieunternehmens De Winning. Das Ziel ist es die Kaltblutrasse und das zugehörige Handwerk zu erhalten und gleichzeitig Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das arbeitende Kaltblut bietet Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Was hat das mit Bier zu tun? Stijn Pollaris erläutert: “Da die Arbeit mit Kaltblütern nicht mehr so rentabel ist wie früher, haben wir bei De Winning nach Mitteln gesucht, um dieses Projekt unterstützen zu können. Eines dieser Mittel war die Entwicklung eines eigenen lokalen Biers. Das erste 7PK kam im Jahr 2013 auf den Markt. Ein blondes, bitteres und kräftiges Bier, dass die Geschichte und die Leidenschaft des Projekts und von De Winning tragen wird.”

Momentan werden ungefähr 350 Hektoliter in Flaschen abgefüllt und ist 7PK bis über die Grenzen Belgiens erhältlich. Das Bier wird bei der Brauerei Anders gebraut. Gert Poelmans erzählt dazu: “Die Kaltblüter, mit denen alles begann, sind ein fester Wert innerhalb des Unternehmens und unterstützen die Arbeitsgruppen auf verschiedenen Gebieten. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch was die therapeutische Unterstützung betrifft. Es zeigt sich: soziale Ökonomie, Natur und Pferde sind eine Superkombination, die allen Beteiligten nützt. Unsere Kaltblüter werden erneut nützlich eingesetzt und sorgen für eine einzigartige Arbeitsstimmung. Eine Win-Win-Situation für Mensch, Tier und Natur.”

Eine Besonderheit des 7PK ist die Verwendung von Hafer während des Brauens. Bei der Brussels Beer Challenge 2015 wurde es mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei viel feinporigen Schaum, der allerdings recht schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist malzbetont und neben dem Duft von Toffee rieche ich etwas Sauerteig sowie holzige Töne. Nicht schlecht, aber auch nicht so, dass mich das Aroma wirklich begeistern könnte.

Der Antrunk ist süß und voll. Auf der Zunge entwickelt sich ein weiches Mundgefühl und mit dem gut abgestimmten Bitter wirkt das Bier vollmundig und rund. Der Abgang ist eher säuerlich als bitter.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Anders
Stadsbeemd 1025
3545 Halen
Belgien
www.brouwerijanders.be

für

VZW De Winning Maatwerk
Sint-Ferdinandstraat 1
3560 Lummen
Belgien
www.pkbier.be

Oscar Blond

Die Brauerei Eutropius, eine kleine Brauerei in Westflandern, ist ein Projekt von 2 jungen Menschen. Ihr Ziel ist es, ihre Leidenschaft für handwerkliche Biere mit anderen Menschen zu teilen.

Die Geschichte beginnt 2004, als Wouter Vermeersch – im Alter von 16 Jahren – sein erstes Bier trinkt. Allerdings ist der Geschmack nicht genau das, was er erwartet hatte, ein zweites und ein drittes Bier folgt schnell. Am Ende fängt er sogar an, den Geschmack zu mögen. Es dauert nicht lange, bis Wouter merkt, dass er mehr tun will, als nur ein paar Biere zu probieren. Bald gründet er in der Garage seines Elternhauses eine kleine Brauerei als Hobby.

Mit viel Mühe und Rückschlägen beginnt er, seine ersten Biere zu brauen. Der Anfang war eine Katastrophe und viele Biere landeten in der Gosse. Bis….. Nach ein paar Monaten fließt ein Bier aus dem Braukessel mit einem Geschmack, der eigentlich gar nicht so schlecht ist. Um mehr über Biere zu erfahren, beginnt Wouter seine Ausbildung zum Brauereiexperten. Einen Titel, den er im Sommer 2010 erlangt. Ab diesem Moment erscheint die Idee, eine eigene Handwerksbrauerei zu gründen, gar nicht mehr abwegig.

Das einzige Problem ist, dass das Brauen von Bier eine Sache ist, das Aussehen des Bieres attraktiv zu gestalten, ist eine andere Sache… Durch Zufall lernt Wouter im Sommer 2012 Barbara Pratz kennen, eine junge Frau mit Marketinghintergrund. Allerdings ist der Beginn ihrer Beziehung rein amourös (und obwohl Barbara überhaupt kein Interesse an dem verrückten Projekt des Freundes hat), kann Wouter sie ein Jahr später überzeugen, mit an Bord zu kommen.

Im Mai 2014 beginnt Barbara, in der Brauerei zu arbeiten, überarbeitet das Konzept vollständig und gestaltet am Ende die Brauerei, wie wir sie heute kennen. Heute ist das Paar noch immer für die Brauerei verantwortlich und die beiden hoffen, dies auch weiterhin zu tun. Eine Brauerei, in der Freundschaft und Leidenschaft für Bier im Vordergrund stehen. Von dort kommt auch das Oscar Blond, das jetzt vor mir steht.

Oscar war anfangs ein Bier ohne Namen und das erste Bier von Wouter, das erfolgreich war. In Verkostungen mit Freunden, die auch zu Hause brauten, galt Oscar meist als das beste Bier. Testen wir einmal, wie gut es wirklich ist.

Hell-bernsteinfarben und hefetrüb ist das Oscar Blond. Es entwickelt beim Einschenken extrem viel festen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Es empfiehlt sich also, das Bier vorsichtig ins Glas laufen zu lassen.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Brot, Hefe und Toffee steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige fruchtige und blumige Noten.

Der Antrunk ist süß. Da das Bier nur wenig Kohlensäure enthält, wirkt es im ersten Moment fast etwas abgestanden. Schnell kommt aber ein passend zur Süße dosiertes Bitter dazu, so dass das Bier trotz der nur verhalten vorhandenen Fruchtigkeit rund und süffig ist. Der Abgang ist erstaunlich mild und er klingt nur kurz nach.

Auch wenn das Oscar Blond sicher nicht mein Lieblingsbier wird, hat es einen intensiven Geschmack und passt gut zu gegrilltem Fleisch.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Hallertau mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

Eutropius Brewery
Hogeweg 263
8930 Menen
www.brouwerij-eutropius.be

Zinne Bir

Die Brasserie de la Senne ist eine junge, aber talentierte belgische Brauerei, die von Bernard Lebouq und Yvan De Baets geleitet wird und deren Motto ” Qualität ” und ” Tradition ” ist. Aus diesem Grund werden alle Biere dieser Brauerei ungefiltert, unpasteurisiert und ohne Zusatzstoffe gebraut. Für den Brauprozess verwenden die Brauer nur Rohstoffe von höchster Qualität.

Strohgelb und hefetrüb ist das Zinne Bir. Darüber baut sich eine voluminöse feinporige Schaumkrone auf, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Das Aroma ist vor allem fruchtig und süß. Düfte nach Limone und Ananas steigen mir in die Nase, unterstützt vom Duft der Hefe sowie einigen würzigen Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Leichte fruchtige Süße von Aprikosen und Honig schmeichelt meiner Zunge. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Schnell kommt der Hopfen mit einem kräftigen Bitter in den Vordergrund. Dabei bleibt das Bier aber spritzig. Der Abgang ist recht trocken und die sehr angenehmen Bitterstoffe klingen noch lange nach.

Dieses blonde Bier überrascht mit seiner Komplexität.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de la Senne
chaussée de Gand, 565
1080 Bruxelles
Belgien
www.brasseriedelasenne.be/

Arendonker Bruin

Das Brown Ale, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Dorpsbrouwerij Humulus im belgischen Arendonk, das direkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt. Wie so viele belgische Biere wurde auch dieses in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen, wodurch die Kohlensäure im Bier feiner gebunden und der Geschmack in vielen Fällen verbessert wird. Mal sehen, ob das auch bei diesem Bier der Fall ist.

In schönem Kupfer und mit viel Hefe zeigt sich das Bier im Glas. Darüber ein feinporiger elfenbeinfarbiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet angenehm nach Schokolade, Toffee und Trockenpflaumen. Dazu noch das Aroma der Hefe – das hat was.

Der Antrunk ist leicht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure umschmeichelt meine Zunge. Schnell kommt eine fruchtige Säure dazu. Die Aromen spiegeln sich im Mund wider. Das Mundgefühl ist samtig und angenehm, aber das Bier ist trotzdem nicht richtig rund. Der Abgang ist mild und mit sehr wenig bitter. Er klingt auch nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Anders
Stadtbeemd 1025
3545 Halen
Belgien
www.brouwerijanders.be

im Auftrag und unter Aufsicht von

Dorpsbrouwerij Humulus
Pelgrimsplein 19
2370 Arendonk
Belgien
www.dorpsbrouwerijhumulus.be

St. Idesbald

Im Osten Flanderns liegt die Gemeinde Melle, in der die Brauerei Huyghe beheimatet ist, aus der das St. Idesbald stammt, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um eine Privatbrauerei, die Mitglied der “Belgian Family Brewers” ist. Bereits seit 1654 wird dort Bier gebraut. Im Jahr 1906 erwarb Léon Huyghe die Brauerei und nannte sie “Brouwerij-Mouterij den Appel”. 1938 fand die Umbenennung “Léon Huyghe Ltd.” statt.

Golden und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier. Darüber steht eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der recht langsam in sich zusammenfällt.

Düfte nach Brotrinde und Hefe steigen mir in die Nase, dazu eine leichte fruchtige Säure sowie das Aroma frischer Ananas. Damit macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist süß und das Bier macht von Anfang an einen vollmundigen Eindruck. Allerdings würde ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen. Auf der Zunge kommt schnell eine leichte fruchtige Säure dazu. Bitter kann ich nicht feststellen. Erst im fruchtigen Abgang kommen einige Bitterstoffe schüchtern zum Vorschein. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie L. Huyghe
Brusselsestw. 282
9090 Melle
Belgien
www.delirium.be