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Gordon Finest Platinum 12

Ein Lagerbier mit 12 Volumenprozent Alkohol ist recht selten. Mit dem Gordon Fines Platinum 12 steht ein solches Exemplar jetzt vor mir. Die Brauerei beschreibt es so: “Ein XXXtra Strong Lagerbier, Gordon Finest Platinum, ein reines Juwel mit großem Charakter, steht ganz oben in der Kategorie des starken Lagers. Sein hoher Alkoholgehalt verleiht ihm einen kräftigen Geschmack und eine unbestreitbare Männlichkeit, die auf die berühmten Gordon Highlander Regimenter zurückgehen. Eine Kraft, mit der man rechnen muss, als ob sie aus Gesteinen gewonnen würde, die Millionen von Jahren alt sind. Versuche es, wenn du kannst!” Na gut, die Beschreibung macht durchaus den Eindruck, als wäre sie etwas aus der Zeit gefallen. Aber gut, von der Theorie zur Praxis, öffnen wir die Flasche und schenken uns ein.

Intensiv goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Während mir die Farbe wirklich gut gefällt, lässt der Eindruck der Schaumkrone doch zu wünschen übrig. Sie ist klein und fällt schnell in sich zusammen, und das schneller als ich es von anderen Bieren mit hohem Alkoholgehalt gewöhnt bin.

Das Aroma ist malzbetont mit einigen blumigen Noten. Dabei unterstützt der deutlich wahrnehmbare Alkoholgeruch die Aromen. Auch wenn ich deutlichen Alkoholgeruch in der Regel nicht schätze, ergibt sich hier doch ein recht rundes Aroma. Dieses Bier kann mich wirklich überraschen.

Der Antrunk ist recht süß und jetzt stört mich, dass die sanfte Kohlensäure sehr knapp dosiert ist. Da würde ich mehr erwarten. Auf der Zunge kommt zur Süße ein angenehmes Bitter, wobei der Alkohol immer deutlich zu schmecken ist. Trotz des hohen Alkoholgehalts ist das Mundgefühl mild, aber leider nicht so ganz rund. Vom Hopfen kann ich lediglich die Bitterstoffe schmecken, Aromen bleiben hier leider auf der Strecke. Auch der Abgang ist mild, überraschend wenig bitter und mit wirklich kurzem Nachklang. Der letzte Eindruck, den das Bier hinterlässt, ist ein leichtes Brennen des Alkohols auf der Zunge.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Brauerei:

John Martin s.a
rue du cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.com

Belle-Vue Extra Kriek

Belle-Vue ist eine Marke von ABInBev, des größten Bierkonzerns der Welt. Zu diesem Konzern habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits sind mir die kleinen und unabhängigen Brauereien wichtig, andererseits kommen von ABInBev viele wirklich gute und charaktervolle Biere. Kaum ein Craft Beer-Händler, der kein Leffe im Angebot hat. Würde ABInBev die kleinen Brauereien, die sich im Besitz des Konzerns befinden, alle zumachen, würden doch große Löcher aufgerissen. Hoffen wir das Beste, dass auch die kleinen Brauereien innerhalb dieses Konzerns weiterhin arbeiten können.

Jetzt steht das Extra Kriek von Belle-Vue vor mir. Die Brauerei wurde im Jahr 1913 in Brüssel gegründet und blickt damit auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Ein Blick auf das Rückenetikett der Flasche verrät mir, dass für das Brauen dieses Biers auch ganze Kirschen verwendet wurden, allerdings lediglich 0,9 %. Der Rest der Fruchtigkeit, die ich erwarte, stammt aus Kirschsaft- und Holundersaftkonzentrat. Na, dann will ich mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Mahagonifarben und mit viel sehr festem rosa Schaum präsentiert sich das Bier. Der Schaum bleibt auch lange erhalten, so dass es an der Optik schon mal nichts zu meckern gibt.

Wie erwartet duftet das Bier nach Sauerkirschen, unterstützt durch Aromen von Karamell und einem Hauch Marzipan. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist extrem fruchtig und recht süß. Die Kohlensäure ist leider etwas knapp dosiert. Sehr intensiv geht es auf der Zunge weiter, wo sich ein sirupartiger Geschmack nach Kirsche und Mandel ausbreitet. Mir persönlich ist der Geschmack etwas zu intensiv, aber das ist Geschmackssache. Auch im Abgang bleibt die Fruchtigkeit erhalten, dazu kommt ein minimales Bitter. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Das Belle-Vue Extra Kriek ist ein schönes Dessertbier, das zu Vanillepudding oder auch zu Süßspeisen mit Karamell gut passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaftkonzentrat )7,8 %), Weizen, Zucker, Holundersaftkonzentrat (2,6 %), Kirschen (0,9 %), Aromen, Hopfen, Zitronensäure, Koriander, Orangenschale, Süßstoff Acesulfaam-K

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium SPRL/BVBA
BD. Industriel
21 Industrielaan
1070 Brüssel
Belgien
www.tapintoyourbeer.com

Verzet Golden Tricky

Weshalb die Brauerei Verzet heißt konnte ich leider nicht herausfinden. Es handelt sich dabei um die niederländische Übersetzung des Begriffs “Widerstand”. Na ja, irgendetwas werden die Gründer des Unternehmens sich schon dabei gedacht haben. Aber immerhin kann ich hier widergeben, was die Brauer sich bei der Namensgebung für das Golden Tricky gedacht haben: “Golden Tricky – 7,5% vol. The Golden Tricky ist einem witzigen Geistlichen aus Ostflandern gewidmet. Die australische Ella ist die einzige Hopfensorte, die in diesem Brauprozess verwendet wird. Lassen Sie sich nicht von seinem exotischen Aroma täuschen, das die Erwartung eines süßen Bieres schafft. Schließlich werden Sie feststellen, dass eine solide Nachbarschaft das Ganze schön ergänzt. Machen Sie den Test selbst und lassen Sie einen Bumerang von Aromen durch Ihre Kehle gleiten, bis Sie ganz unten sind.” Na, das wollen wir doch mal sehen.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet blumig, unterstützt durch Düfte von Karamell, Holz, Vanille, Südfrüchten und Pfirsich. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft der Hefe.

Der Antrunk ist kräftig und frisch. Dafür sorgt der Fruchtgeschmack des Hopfens, so dass die geringe Dosierung der Kohlensäure kaum negativ auffällt. Das Mundgefühl ist überraschend schwer, zu den in der Nase wahrgenommenen Aromen kommt noch der Geschmack von Trockenfrüchten. Trotzdem wirkt das Bier nicht durch Süße überladen, da aus dem Hintergrund auch die Bitterstoffe des Hopfens hervorlugen. Der Alkohol schmeckt überraschend kräftig durch. Wirklich überraschend ist aber der Abgang. Zunächst wird das Bier trockener und ich schmecke eine leichte Fruchtigkeit, die recht schnell nachlässt, woraufhin die Bitterstoffe mit dem Geschmack von Grapefruitkernen das Kommando übernehmen und die lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen (Ela), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Tverzet
Grote Leistraat 117
8570 Anzegem
Belgigen
www.brouwerijtverzet.be

Het Nest KoekeDam Saisonstijl

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Brauerei Het Nest im belgischen Turnhout. Die Philosophie der Brauerei erklären die Brauer am besten selbst: “Vor mehr als 10 Jahren haben wir einen eigenen Bierverkostungsclub gegründet. Wir probierten Bier und sprachen über Fußball und Frauen. Unser Interesse an Bier im Allgemeinen wuchs bald, und zwar vor allem am Brauen. Dies führte zu einem Braukurs, und schon bald folgte unser erstes selbst gebrautes Bier: ein köstliches Triple. Eine professionelle Jury stimmte mit uns überein und ehrte uns mit einem dritten Platz bei der Dutch Open Championship for Hobby Brewers. Von da an wurden regelmäßig Biere nach dem Prinzip Try and Error gebraut. Einige waren gut, andere waren nur für die Spüle geeignet. Aber die Qualität wurde eindeutig immer besser. Heute sind wir stolz darauf, Ihnen unser Bierangebot präsentieren zu können.” Zu erkennen sind die inzwischen sieben Biere der Brauerei an den Etiketten, die immer eine Spielkarte zeigen.

Das KoekeDam ist ein Saisonbier, das im Jahr 2017 bei den World Beer Awards die Goldmedaille errungen hat. Die Brauer haben hier den belgischen Bierstil Saison mit einer französischen Hefe und einem amerikanischen Hopfen neu interpretiert.

Hell goldfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei sehr viel sahnigen Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt. Es empfiehlt sich daher, das Bier vorsichtig einzuschenken. Dafür wird der Konsument aber auch mit einem Bier wie gemalt belohnt.

Im Aroma zeigt sich eine deutliche Malzsüße, die durch den Duft nach Maracuja unterstützt wird.

Der Antrunk überrascht mich dann, denn er ist relativ trocken. Mein erster Eindruck ist, dass ich mir mehr der feinperligen Kohlensäure gewünscht hätte. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt entwickelt es erst richtig seine Qualitäten. Das Bier ist extrem fruchtig, Süße und Säure sind gut aufeinander abgestimmt, Bitterstoffe sind kaum zu schmecken. Diese Eindrücke verdichten sich zu einem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, zur Maracuja gesellt sich jetzt auch Grapefruit und der Geschmack klingt erstaunlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Het Nest
Beyntel 17
2360 Oud-Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Wilderen Kriek

Das Wilderen Kriek basiert auf dem Lambiek der Brauerei Omer Vander Ghinste und wurde 2012 erstmals hergestellt. Omer Vander Ghinste ist eine von nur zwei Brauereien, die außerhalb des Tals der Zenne in der Region Brüssel Lambiek produzieren.

Das Kriek ist tiefrot und enthält 25% Kirschsaft (Süßkirsche). Dadurch enthält es natürliche Aromen und zeigt einen sehr fruchtigen Charakter. Für den Brauprozess werden Kupferkessel verwendet.

Der alte Brauturm mit offenem Kühlbecken wird für die Spontangärung des Lambieks genutzt. In der Foederzaal, wo die Holzfässer gelagert werden, vergärt der Lambiek mindestens anderthalb Jahre lang in hochkant stehenden Fässern. Die Verwendung von in Eichenfässern gereiftem Lambiek bewirkt eine spontane Gärung. Außerdem wird das Bier in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen.

Das Bier ist tiefrot, die Farbe erinnert fast an Kirschsaft. Die feinporige rosa Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Wilderen Kriek schon mal sehr ansprechend.

Wie erwartet duftet das Bier nach Kirsche und Marzipan. Das Aroma des Malzes ist eher zu ahnen und hält sich diskret im Hintergrund.

Der Antrunk ist süß und fruchtig und mir gefällt, dass sie sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure reichlich dosiert ist. Auch auf der Zunge bleibt der Geschmack der Kirschen im Vordergrund, unterstützt durch ein leichtes Bitter und etwas Säure. Dadurch wird das Bier sehr vollmundig, auch wenn mir persönlich der Geschmack schon etwas zu intensiv ist. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt länger nach als der Fruchtgeschmack.

Das Wilderen Kriek ist ein schönes Bier für den Sommer und es eignet sich vermutlich auch gut für die Herstellung von Desserts. Allerdings sollte es immer gut gekühlt und jung getrunken werden. Mit seinen nur 3,5 Volumenprozent Alkohol ist es nicht lange lagerfähig.

Zutaten:

Wasser, Malz, Weizen, Hopfen, Hefe, Kirschsaft, Fructose, Süßstoff, Aromen

Alkoholgehalt:

3,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Wilderen
Wilderenlaan 8
3803 Wilderen
Belgien
www.brouwerijwilderen.be

Vedett Extra Ordinary IPA

Das Vedett Extra Ordinary IPA, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Brauerei Duvel Moortgat NV im belgischen Puurs. Es wurde erstmal im März 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt und hat im Jahr 2017 den World Beer Award errungen.

Intensiv rotgolden und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittliche Krone aus festem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Die Optik des Vedett Extra Ordinary IPA ist jedenfalls schon mal sehr ansprechend.

Auch das Aroma gefällt mir. Düfte nach Orangen steigen mir in die Nase, dazu nach Karamell und Kräutern sowie einige blumige Noten. Mehr kann ich selbst von einem IPA nicht erwarten.

Der Antrunk ist recht trocken und für die notwendige Frische sorgt die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge bildet sich ein kräftiges Bitter aus. Da mir etwas die Süße fehlt, erscheint mir das Bier nicht ganz rund, aber trotz allem ist es durchaus süffig. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter dominiert, begleitet durch eine lange anhaltende Fruchtigkeit.

Dieses Bier empfiehlt sich zu einem gut gewürzten asiatischen Essen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Duvel Moortgat NV.
Breendonk-Dorp 58
2870 Puurs
Belgien
www.vedett.com/

La Forestinne Blanche

Wie die anderen Biere aus der Reihe La Forestinne der Brasserie d’Ebly ziert auch das Blanche die erschrocken oder staunend blickende Frau mit den Hopfendolden als Kopfschmuck. Und wie bei den anderen Bieren dieser Reihe spendet die Brauerei von jeder verkauften Flasche einen Cent für den Naturschutz in den Ardennen, wo die Brauerei auch beheimatet ist. Aber kommen wir zum Bier.

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist das La Forestinne Blanche ein Witbier. Und wie es sich für ein gutes Witbier gehört, ergießt es sich golden und leicht hefetrüb ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Banane, Hefe und Gewürznelke, unterstützt durch einige florale Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß, wobei die reichlich dosierte Kohlensäure für eine ordentliche Frische sorgt. Auf der Zunge ist das Bier schlank, eine leichte Säure kommt dazu und sorgt für die Süffigkeit. Der Abgang ist mild und leicht fruchtig. Leider klingt er nur kurz nach.

Alles in Allem ist das La Forestinne ein schönes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Gewürze

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d’Ebly
Rue Champs Claire 4
6860 Ebly
Belgien
http://www.forestinne.be/

La Corne Du Bois Des Pendus Aux Fruits

Über den armen Gehenkten, der auf allen Flaschen der Brasserie d’Ebly abgebildet sind, habe ich mich ja bereits ausreichend ausgelassen. Und da Wiederholungen bekanntlich nicht gefallen, komme ich jetzt gleich und ohne Umwege zum Bier.

Rubinrot und hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Überraschend dabei ist die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sich in strahlendem Weiß präsentiert, nicht rosafarben, wie ich es bei diesem intensiv roten Bier erwartet hätte.

Die Düfte der Himbeere dominieren das Aroma dieses Bieres. Hier mischen sich die Süße und Säure der Früchte mit dem Karamell des Malzes. Im Hintergrund erahne ich noch einen leichten Ton von Harz.

Der Antrunk ist weniger süß als erwartet. Stattdessen steht die Fruchtigkeit im Vordergrund, die gut mit der sehr feinperligen Kohlensäure harmoniert. Das Mundgefühl ist voll, dabei aber frisch. Die Früchte kommen wie bereits im Aroma in den Vordergrund, ohne dabei penetrant zu werden. Auch der Abgang wird durch die Früchte dominiert. Bitterstoffe kann ich nur sehr verhalten feststellen, weshalb der Geschmack nur kurz nachklingt.

Dieses Bier lässt sich gut zu süßen Desserts oder zu Obstsalat genießen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe, Süßstoff aus der Stevia, 3 % Himbeersaftkonzentrat

Alkoholgehalt:

4 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d’Ebly
Rue Champs Claire 4
6860 Ebly
Belgien
http://www.lacorneduboisdespendus.be/

Bertinchamps Triple

Das Sortiment von Bertinchamps umfasst neben dem Bertinchamps Hiver das traditionelle Trio aus Triple, Blonde und Brune. Die Biere werden mit Brunnenwasser, Malz aus lokal angebauter Braugerste, europäischen Hopfensorten und einem speziellen Hefestämmchen gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen belgischen Brauereien setzt Bertinchamps den Bieren werden keine Kräuter zu.

Klar und mit einer schönen Bernsteinfarbe ergießt sich das Bertinchamps Triple ins Glas und bildet dabei eine recht große gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen nach Karamell, Blumen und frischem Heu erinnern an einen Bauernhof, also an die Heimat dieses Bieres.

Der Antrunk weist eine leichte und nicht aufdringliche Süße auf und die Kohlensäure ist recht großzügig dosiert. Auf der Zunge beherrscht Karamell den Geschmack, während sich der Hopfen diskret im Hintergrund hält. Das Mundgefühl ist voll und rund. Das Bertinchamps Triple erinnert mich an ein norddeutsches Bockbier. Im Abgang bleibt die Süße und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

Duvel Tripel Hop Cashmere

Die Brauerei Duvel Moortgat ist in Breendok beheimatet, einem Ortsteil der Gemeinde Puurs-Sint-Amands in der belgischen Provinz Antwerpen. Die Brauer sind immer auf der Suche nach Innovationen um originelle Geschmacksmischungen mit exklusiven Hopfensorten zu kreieren. Im letzten Jahr haben sie die Hopfensorte “Cashmere” entdeckt. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der Kreuzung einer weiblichen “Cascade”-Hopfenpflanze mit einer männlichen “Northern Brewer”-Hopfenpflanze. Jetzt will ich das Ergebnis verkosten.

Strohblond und leicht hefetrüb mit sehr viel feinporigem Schaum fließt das Bier ins Glas. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Aromen nach Zitronenschalen, Melonen und Kräutern steigen mir in die Nase. Da haben die Brauer am Cashmere wirklich nicht gespart.

Beim ersten Kontakt mit dem Bier meldet mir meine Zunge eine leichte Süße, aber nur recht wenig Kohlensäure. Aber dann kommt die Fruchtigkeit zum Tragen. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und sie werden durch ein ordentliches Bitter begleitet, das die Fruchtaromen aber nicht überdeckt. Das Mundgefühl ist samtig und frisch. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter geprägt, das anfangs schnell nachlässt, aber ein Rest klingt lange nach.

Zutaten:

Eine Zutatenliste stellt die Brauerei nicht zur Verfügung; lediglich die Hopfensorten (Saaz, Styrian Golding, Cashmere) wurden veröffentlicht.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Duvel Moortgat
NV-Breendonkdorp 58
2870 Puurs
www.duvel.be