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La Chouffe Blonde

Im Jahr 1982 begannen die beiden Freunde Chris Bauweraerts und Pierre Gobron im kleinen Dorf Achouffe in den belgischen Ardennen mit dem Brauen. Heute, fast vier Jahrzehnte später, sind ihre Biere nicht nur in Belgien und dem restlichen Europa, sondern auch im Nahen Osten sowie in Kanada beliebt. Das La Chouffe Blonde, das jetzt vor mir steht, war das erste Bier, das unter dieser Marke vertrieben wurde und ist noch heute das meistverkaufte Bier dieser Brauerei.

Golden, leicht hefetrüb und mit einer wunderbar großen sahnigen Schaumkrone strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Besonders dass der Schaum sich wirklich lange hält gefällt mir.

Im Aroma steht die Fruchtigkeit im Vordergrund. Düfte nach Grapefruit und Pfirsich steigen mir in die Nase, unterlegt durch den Malzkörper sowie eine Prise Koriander.

Der Antrunk ist frisch und weist eine leichte Süße auf. Die Kohlensäure ist überraschend knapp dosiert. Auf der Zunge kommt ein passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist trocken, fruchtig und bitter stehen im Mittelpunkt, zwar nur leicht, aber dafür mit sehr langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Invertzuckersirup, Hefe, Hopfen, Koriander

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie d’Achouffe
Achouffe 32
6666 Achouffe
Belgien
www.acouffe.be

Mort Subite Gueuze Lambic

Bei Mort Subite wurde erstmals im Jahr 1686 Bier gebraut. Heute steht die Brauerei für gute und einmalige Biere. Das Senne-Tal in der Nähe von Brüssel ist der einzige Ort, an dem lambische Biere gebraut werden können. Wilde Hefen befinden sich in der lokalen Luft, um eine der ältesten und einzigartigsten Biersorten der Welt herzustellen. Während des Brauens wird keine Hefe hinzugefügt – das Bier wird einfach der Luft ausgesetzt und die wilden Hefen tun ihr Übriges. Die Aufgabe des Braumeisters Bruno Reinders besteht darin, zu sorgen, dass die Natur nicht zu wild wird. Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten ist er der kreative Kopf hinter den Mort Subite-Bieren.

Bernsteinfarben und klar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei viel festen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist säuerlich-fruchtig. Düfte nach getrocknetem Obst und frisch gemähtem Gras steigen mit in die Nase.

Reichlich Kohlensäure sorgt dafür, dass das Bier vom ersten Moment an einen frischen und spritzigen Eindruck hinterlässt. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, der Geschmack nach grünen Äpfeln und getrockneten Birnen breitet sich aus, zusammen mit einer leichten Süße. Das Mundgefühl ist frisch und voll. Der Abgang ist mild mit kurzem säuerlich-fruchtigem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Fructose-Glucose-Sirup, wilde Hefen, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

12,4° Plato

Bittereinheiten:

5 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 7° Celsius

Brauerei:

Mort Subite
Lierput 1
1730 Kobbegem
Belgien
www.mort-subite.be

Brussels BeerProject – Delta IPA

Das Delta IPA ist zwar der vierte Versuchssud (daher der Name), aber das erste auf den Markt gebrachte Craftbier des Beer Project aus Brüssel in Belgien. 2013 wurde es erstmals eingebraut, und ist seitdem das meistverkaufte Bier der Brauer aus Brüssel.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei recht viel gemischtporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist der helle Wahnsinn. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Ananas, Orangen und Harz, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist überraschend süß; so viel Restzucker hätte ich dem Bier nach dem Aroma eigentlich nicht zugetraut. Die Dosierung der Kohlensäure ist durchschnittlich. Auf der Zunge entwickelt sich ein kräftiges angenehmes Bitter, so dass zusammen mit den Aromen, die sich auf der Zunge widerspiegeln, ein ausgewogener Geschmack entsteht. Das Mundgefühl ist dabei voll und weich. Im Abgang wird das Bier stärker und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, Smaragd, Citra, Cascade, Mosaik), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Brussels Beer Project
Antoine Dansaert 188
1000 Brüssel
Belgien
www.beerproject.be

SchuppenBoer Tripel

Ursprünglich wurde das SchuppenBoer Tripel unter dem Namen Bitter Tripel gebraut. Unter diesem Namen erhielt es einen dritten Preis bei der offenen niederländischen Meisterschaft für Amateur-Brauer des Jahres 2008. 2009 wurde es in Schuppenboer Tripel umbenannt. Der Name des Bieres wurde in Anlehnung an Turnhout, die Heimat der Brauerei Het Nest, gewählt. Turnhout ist die Stadt der Spielkarten. Die Brauerei Het Nest hat seitdem eine Reihe von Spielkartenbieren auf den Markt gebracht, aber Schuppenboer war das erste.

Golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Es ist empfehlenswert, dieses Bier vorsichtig einzuschenken, da es sehr viel feinporigen Schaum entwickelt, der auch lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Biskuit, dazu kommen blumige Töne sowie eine feine Fruchtigkeit. Auch der Koriander, der während des Brauens verwendet wurde, spiegelt sich im Duft wider. Der typische Duft belgischer Hefe rundet das Aroma ab.

Der Antrunk ist ziemlich süß, aber die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für eine anständige Frische. Außerdem mildert der würzige Geschmack des Korianders die Süße ab. Auf der Zunge kommen fruchtige Aromen zum Vorschein, begleitet durch ein leichtes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Alkohol ist gut eingearbeitet und sticht nicht hervor. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade), Zucker, Kräuter

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Het Nest
Beyntel 17
2360 Out-Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Archivist Hell

Wieder einmal will ich jetzt ein Bier aus Belgien verkosten, das Lidl im Rahmen einer Sonderaktion nach Deutschland gebracht hat. In Belgien in das Archivist Hell als Archivist Blond im Handel erhältlich. Aber da Lidl dem Bier ein rein deutsches Etikett spendiert hat, wurde auch gleich der Bierstil mit übersetzt.

Trotzdem passt der Name nicht zum Bierstil. Das Archivist ist nicht blond oder hell, sondern rot bis bernsteinfarben. Der feinporige Schaum hat einen beigen Stich und bleibt lange erhalten.

Im Aroma dominiert der Duft nach Toffee, dazu einige würzige Aromen sowie der Duft nach Aprikosen. Alles in Allem ist der Duft sehr süß.

Auch der Antrunk ist süß, was durch die sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure etwas abgemildert wird. Schnell kommt ein passend dosiertes Bitter dazu und auch die würzigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist weich und schwer. Der Abgang zeichnet sich durch ein mildes Bitter mit langem Nachklang aus.

Insgesamt kein Meisterwerk belgischer Braukunst aber durchaus gut trinkbar.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Brabandere
Rijksweg 31
8531 Bavikhove
Belgien
https://www.brouwerijdebrabandere.be

Brunehaut

Brunehaut ist eine Gemeinde in der Provinz Hennegau im wallonischen Teil Belgiens und grenzt im Süden an Frankreich. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht. Es hat zwei Besonderheiten: es wurde aus biologischen Rohstoffen hergestellt und es ist glutenfrei.

Kupferrot mit einer leicht überdurchschnittlich großen festen und elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten.

Das Aroma wird durch eine leichte Süße nach Toffee geprägt sowie durch Röstaromen, die an Kaffee erinnern. Auch einige nussige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk entspricht genau den Eindrücken, die das Aroma in der Nase hinterlassen hat. Eine leichte Süße paart sich mit einer feinperligen Kohlensäure zu einer angenehmen Spritzigkeit. Auf der Zunge setzt sich anschließend der Geschmack nach dunkler Schokolade mit deutlicher Hopfenbittere durch. Eigentlich ist das durchaus eine Mischung, die meinen Geschmack trifft. Leider schafft es das Bier nicht zu einer Vollmundigkeit. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit langem Nachklang aus.

Wie so häufig fällt das glutenfreie Bier bei mir durch. Allerdings nicht vollständig, für ein glutenfreies Bier ist das Brunehaut durchaus trinkbar. In seiner Klasse gehört es zu den besseren Bieren, aber wer keine Glutenunverträglichkeit hat sollte wohl doch auf ein anderes Bier ausweichen. Menschen mit einer Glutenallergie werden dieses Bier aber mögen.

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brunehaut Brewery
Rue des Panneries 17
7623 Rongy
Belgien
https://brunehaut.com/

Steenbrugge Brune

Das Steenbrugge Dubbel Bruin ist ein Abteibier aus Brügge, das mit Grut gebraut wurde. Früher stellte jede Stadt ihr eigenes Grut her, das die Brauer im Kräuter- und Gewürzladen, dem “Gruuthus”, der jeweiligen Stadt kaufen mussten, eine sehr frühe Form der Biersteuer. Immerhin hatte dieses Vorgehen den Vorteil, dass jede Stadt über ein Bier mit einem eigenen Charakter verfügte. Heute ist das Bierbrauen mit Grut in Deutschland selten, in Belgien erfreut es sich aber wieder wachsender Beliebtheit.

Bordeauxrot empfängt mich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist elfenbeinfarben und bleibt lange erhalten.

Röstaromen dominieren den Duft dieses Bieres mit einem Hauch dunkler Schokolade und dem Duft von Rosinen. Dazu kommen die Aromen verschiedener Kräuter und Gewürze, von denen ich aber nur das Zimt identifizieren kann. Aber auf jeden Fall ist das Aroma schon mal sehr angenehm.

Der Antrunk ist recht süß, durch die reichlich vorhandene Kohlensäure aber angenehm frisch. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, die Röstaromen mit ihrem Duft nach dunkler Schokolade und Kaffee dominieren. Der Zimt kommt jetzt stärker durch als in der Nase und ich meine jetzt auch, andere weihnachtliche Gewürze wie Anis zu schmecken. Das Mundgefühl ist samtig und voll. Im Abgang kommt der Kaffeearoma weiter in den Vordergrund. Ansonsten ist der Abgang mild, Bitterstoffe sind nur wenig zu schmecken. Der Geschmack klingt aber lange nach.

Auch wenn es nicht als solches beworben wird, ist das Steenbrugge Brune ein schönes Winterbier, zu dem gut ein Elisenlebkuchen aus Nürnberg passt.

Alkoholgehalt:

6.5 % Vol.

Bittereinheiten:

23 IBU

Farbe:

70 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Palm NV
SA Steenhuffeldorp 3
1840 Steenhuffel
Belgien
www.palm.be

Westmalle Dubbel

Die Trappistenmönche leben nach den Regeln des Heiligen Benedikt. Der Gewinn der Brauerei versorgt das Kloster und wird für karitative Werke eingesetzt. Das erste selbst gebraute Trappistenbier wurde bereits im Jahr 1836 serviert. Die Trappistenbiere werden ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen gebraut und gären in der Flasche nach. Vorläufer des heutigen Westmalle Dubbel war eine festliche Ausgabe des dunklen Tafelbiers, das die Trappistenmönche von Westmalle ab 1856 mit “doppelten” Schüttungen der verwendeten Zutaten zubereiteten. Das Bier galt Anfang des 19. Jahrhunderts als stärkstes Bier Belgiens. Das Rezept wurde 1926 erneuert und begründete den Bierstil “Dubbel”. Unfiltriert, unpasteurisiert und zentrifugiert abgefüllt, mit natürlicher Nachvergärung in der Flasche, die eine lange Haltbarkeit garantiert. Im Vergleich zu den Flaschenabfüllungen soll das Dubbel vom Fass, das in mehr als 300 belgischen Cafés und Kneipen ausgeschenkt wird, etwas weicher und cremiger schmecken.

Kastanienbraun ergießt sich das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Röstaromen dominieren den Duft dieses Trappistenbieres. Schokolade und Kaffee meine ich zu riechen, dazu Brotkrume und Trockenfrüchte, abgerundet durch einen Hauch Lakritz und etwas schwarzem Pfeffer.

Der Antrunk ist recht süß, aber die reichlich dosierte Kohlensäure vermittelt ein Gefühl von Frische. Auf der Zunge erscheint der Geschmack nach dunkler Schokolade, unterstützt durch Honig sowie eine leichte fruchtige Säure. Das Mundgefühl dieses komplexen Bieres ist voll und rund. Im Abgang wird es schlanker mit einem leichten Bitter und dem Geschmack nach Kaffee. Dieser Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (helles und Cara Gerstenmalz), Hefe, Zucker, Hopfen (Saaz-Saaz, Styrian Goldings)

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Stammwürze:

15,7° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

9 – 14° Celsius

Brauerei:

Abdij van de Trappisten van Westmalle
Antwerpsesteenweg 496
2390 Westmalle
Belgien
www.trappistwestmalle.be

Belgian Coast IPA

Aus der Brauerei St. Feuillien in der belgischen Provinz Hennegau stammt das IPA, das jetzt vor mir steht. Auch wenn IPA nicht wirklich die Spezialität belgischer Braukunst ist, hoffe ich doch, dass mir dieses Bier gefällt.

Bernsteinfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die lange erhalten bleibt. Mich verwundet, dass das Bier keine Hefe enthält, was sowohl für diesen Bierstil als auch für viele belgische Biere Standard ist.

Das Aroma versöhnt mich aber wieder mit dem Belgian Coast IPA. Es ist wunderbar fruchtig mit einer ungeheuren Vielfalt der Aromen. Fruchtige Zitrusnoten mischen sich mit dem Aroma nach Ananas und Mango sowie einigen blumigen und grasigen Noten.

Beim ersten Kontakt des Bieres mit der Zunge fällt mir die sehr reichlich dosierte Kohlensäure auf. Anschließend überrascht mich die angenehme Süße, der sich aber schnell ein kräftiges Bitter hinzugesellt. Ich bin mir nicht sicher, ob die Fruchtigkeit jetzt geringer ausfällt als erwartet oder ob das Bitter so kräftig ist, dass es die Fruchtigkeit überdeckt. Egal. Auf jeden Fall kann ich mich über ein volles und rundes Mundgefühl freuen sowie über eine Süffigkeit, die ich bei einem India Pale Ale eher nicht erwartet hätte. Den Brauern ist es gelungen, die Bitterkeit eines amerikanischen IPAs mit der Leichtigkeit vieler belgischer Bierspezialitäten zu vereinen. Im Abgang wird das Bitter schwächer und die Fruchtigkeit kommt wieder mehr in den Vordergrund. Sie klingt auch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Brewer’s Gold, Magnum, Fuggles, Northern Brewer, Mosaic, Citra, Cascade)

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 6° Celsius

Brauerei:

Brouwerij St. Feuillien
Rue d’Houdeng 20
7070 Le Rœulx
Belgien
http://www.st-feuillien.com/

Vedett Extra White

Endlich steht mal wieder ein Witbier vor mir, in meinen Augen das ideale Sommerbier. Außerdem ist Witbier ein zentraler Bestandteil der belgischen Bierkultur. Kein Wunder also, dass nach dem Erfolg des Vedett Extra Blond 2008 das Vedett Extra White das Licht der Welt erblickte. Die Brauerei scheint gedacht zu haben, dass ein Premium-Pils durch ein Premium-Weißbier ergänzt werden sollte. Und das zu Recht.

Weizengelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist für ein Witbier vergleichsweise klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Keksteig. Dazu kommen Zitrusnoten und die Orangenschale kommt deutlich zum Vorschein, auch der Koriander kommt aus dem Hintergrund zu seinem Recht.

Der Antrunk ist relativ süß und mich stört die recht knapp dosierte Kohlensäure. Aber wenn auf der Zunge das ausgewogene Bitter dazukommt, begleitet vom Geschmack des Korianders und der Frische der Orangenschale, dann stimmt es wieder. Das Mundgefühl ist durchaus angenehm, auch wenn das Bier recht schlank ist. Der Abgang ist mild und eine leichte trockene Fruchtigkeit mit kurzem Nachklang übernimmt das Ruder.

Das Bier passt zu Geflügel und vielen Gemüsesorten. Auch Fisch und Muscheln fühlen sich in seiner Begleitung wohl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Glucosesirup, Orangenschalen, Koriandersamen, Hefe, Hopfen (Saazer, Magnum, Hallertau Perle)

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

Die Brauerei empfiehlt 3° – 6° Celsius, ich meine aber, dass dies zu kalt ist, um die Nuancen dieses Bieres schmecken zu können. Ich würde es nicht ganz so weit herunterkühlen.

Brauerei:

Duvel Moortgat
Breendonk-Dorp 58
2870 Puurs
Belgien
www.vedett.com