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Haderner IPA

Von meinem letzten Besuch in München steht jetzt ein Bier aus der nach eigenen Angaben kleinsten Brauerei der bayerischen Landeshauptstadt vor mir, das Haderer IPA. Aufgefallen war es mir im Regal aufgrund seines geschmackvollen Etiketts. Hätten noch andere Biere mit einem so gestalteten Etikett danebengestanden, hätte ich sie sicher auch mitgenommen. Aber das IPA stand da so ganz alleine. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal; jetzt will ich erst einmal feststellen, ob sich der Transport überhaupt gelohnt hätte. Aber eigentlich bin ich da ganz zuverlässig. Die Zutaten stammen aus regionalem Bioanbau, was in den meisten Fällen auf einen guten Umgang mit den Rohstoffen hinweist.

Bereits beim Einschenken steigt mir ein intensiver Zitrusduft in die Nase. Wow. Auch die Optik weis zu gefallen. Hell bernsteinfarben und hefetrüb ist das obergärige IPA aus München-Hadern. Darüber steht eine große feinporige Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt.

Im Aroma mischen sich Düfte von Zitrusfrüchten mit denen von Ananas und Mango. Aber auch deutliche herbe Noten steigen mir in die Nase. Das macht doch wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der schlanke Antrunk ist leicht süß und erhält durch die viele sehr feinperlige Kohlensäure eine ordentliche Spritzigkeit. Auf der Zunge präsentiert sich das Haderner IPA zunächst fruchtig und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, aber schnell melden sich die Bitterstoffe zu Wort und überdecken die Fruchtigkeit, die das Bittere aber weiterhin unterstützt. Aber auch wenn das Bitter recht kräftig ist, bleibt es doch immer freundlich. Das gilt auch für den ordentlich bitteren Abgang, der sehr lange nachklingt.

Das Bier hat mir wirklich gut gefallen und wenn ich wieder nach München komme, werde ich auf jeden Fall zusehen, dass ich die anderen drei Biere aus der Brauerei auch erhalten werde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Emmermalz, Weizenmalz, Gerstenröstmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Münchner Girgbräu GmbH
Großhaderner Str. 16
81375 München
www.haderner.de

Altfränkisch Klosterbier

Die Klosterbrauerei in Weißenohe wurde Ende des 11. Jahrhunderts gegründet und gehört nach eigenen Angaben zu den ältesten Klosterbrauereien Deutschlands. Wann genau erstmals im Kloster Weißenohe Bier gebraut wurde lässt sich nicht mehr feststellen. Das Kloster wurde auf jeden Fall um das Jahr 1050 gegründet und vermutlich wird es nicht mehr allzu lange gedauert haben, bis dort regelmäßig Bier gebraut wurde. Schließlich gehörte Bier in der damaligen Zeit zur täglichen Ernährung. Die Mönche brauten bis zum Jahr 1803. In diesem Jahr wurden bis auf die Kirche die Gebäude des Klosters verkauft und der Braumeister übernahm die Brauerei, um zukünftig auf eigene Rechnung zu arbeiten. Im Jahr 1827 verkaufte er die Brauerei an Friedrich Kraus, dessen Familie das Unternehmen heute in der fünften Generation führt.

Bernsteinfarben glänzt das Bier im Glas. Ich sehe recht viel Kohlensäure sowie eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Malz dominiert den Geruch des Altfränkisch Klosterbier. Neben dem Duft nach Toffee, der klar im Vordergrund steht, steigen mit auch leichte Röstaromen in die Nase. Der Hopfen ist, wenn überhaupt, im Aroma nur sehr dezent vorhanden.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber zur reichlich vorhandenen Kohlensäure passt. Dann lässt das Bier seine Muskeln spielen. Der Geschmack ist rund, vollmundig, ausgewogen und dabei ungeheuer süffig. Damit ist das Bier aus der Weißenoher Klosterbrauerei ein typisches fränkisches Erzeugnis. Die Bitterstoffe kommen erst im Abgang zum Vorschein, sind dabei aber doch recht dezent.

Alles in Allem haben wir hier ein Bier, an das ich mich gewöhnen könnte.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

Klosterbrauerei Weißenohe
Klosterstr. 20
91367 Weißenohe
www.klosterbrauerei-weissenohe.de

Andechs Spezial Hell

Wieder einmal steht ein Bier aus der Klosterbrauerei Andechs vor mir – diesmal das Spezial Hell. Da mir die anderen Biere vom heiligen Berg ausnehmend gut gefallen haben, sind meine Erwartungen entsprechend hoch angesetzt.

Hellgelb und klar ist das Bier im Glas, darüber ein recht feinporiger Schaum. Leider fällt der Schaum etwas schnell zusammen, was ich etwas enttäuschend finde. Der Duft wird von Malztönen mit einer milden Süße bestimmt.

Nehmen wir den ersten Schluck. Der Geschmack ist ausgeglichen und mild. Die Süße des Malzes und das Bittere des Hopfens harmonieren gut miteinander. Leider ist der Geschmack des Antrunks mir persönlich nicht intensiv genug. Dieser Eindruck wird aber schnell durch eine angenehme Würze verdrängt. Jetzt wird das Bier süffig und spritzig. Sicher genau das richtige Bier für jemanden, der eher auf milde Sorten steht. Auch wenn dieses Bier im Vergleich mit den bislang getesteten Bieren aus Andechs etwas abfällt handelt es sich eindeutig um ein überdurchschnittlich gutes Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,9 %

Brauerei:

Klosterbrauerei Andechs
Bergstr. 2
82346 Andechs
www.andechs.de/

Helles Schlenkerla Lagerbier

Die Brauerei Schlenkerla ist bekannt für ihr Rauchbier und nicht ohne Grund hat Slowfood das Rauchbier aus Bamberg in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen. Das helle Lagerbier wird aber ohne Rauchmalz gebraut. Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei, dass das Lagerbier in den gleichen Kupferkesseln wie die anderen Biere gebraut wird und dass sich dabei ein ganz leichter Rauchgeschmack aus dem Kessel auf das Bier überträgt. Ich erwarte also ein Rauchbier für Anfänger, da denen in vielen Fällen der Rauchgeschmack der anderen Biere zu intensiv ist.

Im Glas präsentiert sich das Helle Schlenkerla Lager goldgelb leuchtend mit sehr viel festem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ich kann also nur empfehlen, das Bier vorsichtig einzuschenken.

Das Aroma ist malzig und blumig. Wie ich erwartet habe, ist das Raucharoma recht dezent, gerade so stark, dass klar ist, dass es gewollt ist und dass es sich nicht um ein Fehlaroma handelt. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas haben die Brauer richtiggemacht.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Die Rauchnote kommt erst einen Augenblick später zum Vorschein, zusammen mit einer aromatischen grasigen Hopfennote. Ich würde mir noch etwas Säure dazu wünschen. Trotzdem ist der Geschmack rund und vollmundig. Im Abgang kommt der Rauch noch einmal etwas kräftiger in den Vordergrund, zusammen mit einem leichten freundlichen Bitter. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

11,5 %

Bittereinheiten:

30° IBU

Brauerei:

“Heller-Bräu” Trum GmbH
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
www.schlenkerla.de

Chiemseer Hell

Eventuell kennen Sie das Chiemseer Helle ja aus dem Urlaub. In Rosenheim befindet sich das relativ junge Chiemseer Brauhaus, aus dem dieses Bier stammt.

Leuchtend hellgelb ist das Bier und es bringt neben einer durchschnittlichen Schaumkrone eine Menge Kohlensäure mit sich. Im Duft dominiert das Malz, der Hopfen hält sich diskret im Hintergrund. Einem Norddeutschen wird das vermutlich nicht so gefallen, aber in Bayern gibt es recht viele Biere, die auf diese Weise komponiert wurden.

Der Antrunk ist malzbetont, ohne zu süß zu werden. Der Körper ist rund und ausgeglichen und das Bier ist durchaus süffig. Im relativ langen Abgang kommt auch der Hopfen zu seinem Recht, aber auch hier hält er sich diskret im Hintergrund. Alles in Allem ist das Bier angenehm zu trinken, auch wenn es über einen guten Durchschnitt nicht hinauskommt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Chiemseer Brauhaus GmbH
Münchener Str. 80
83022 Rosenheim
http://www.chiemseer.de

Citrilla

Das Citrilla ist ein Weizen-IPA. Obwohl es erst im Jahr 2014 erstmal gebraut wurde, hat es doch schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. 2014 entstand es erstmals durch einen Gemeinschaftssud von Maisel & Friends und der Ratsherrn Brauerei im Hamburger Schanzenviertel. Anlass für diesen Gemeinschaftssud war das einjährige Bestehen der Brauereigaststätte Altes Mädchen der Ratsherrn-Brauerei. Das sehr fruchtige Weißbier hieß damals Citrilla Wheat und war innerhalb weniger Tage durch die Kehlen geflossen. Daher entschieden sich die Brauer aus Bayreuth, dieses Bier noch als Sondersud zu brauen. Da auch der Sondersud auf eine große Nachfrage stieß wurde das Bier im Mai 216 ins feste Sortiment der Brauerei aufgenommen.

Im Glas zeigt sich das Bier golden und leicht hefetrüb mit feinporigem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass die Optik perfekt ist.

Das Aroma zeigt deutlich den Einfluss des Weizenmalzes. Ich rieche den Duft nach Banane und Nelken, der vom Weizen stammt. Dazu kommen die Hopfenaromen nach Südfrüchten, nach Zitrone, Ananas und Grapefruit. Der Duft erinnert deutlich an einen Obstsalat.

Der Antrunk ist leicht süß, wunderbar malzig und süffig. Dazu kommt eine ungeheure Frische. Schnell kommt ein kräftiges Bitter dazu, das zusammen mit der Fruchtigkeit und unterstützt durch die Kohlensäure zu einem frischen angenehmen Geschmack führt. Im Abgang werden die Bitterstoffe milder, die Früchte kommen wieder hervor, zusammen mit einigen grasigen Noten.

Citrilla gefällt mir sehr gut. Das Bier ist von Anfang bis Ende stimmig.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Herkules, Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,7° Plato

Bittereinheiten:

37 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Altenmünster Winterbier Dunkel

Nun steht das Altenmünster Winterbier Dunkel vor mir. Über die Brauerei ist erstaunlich wenig zu erfahren, lediglich Wikipedia schreibt dazu: “Im Kernort Altenmünster befand sich die Brauerei Hämmerle. Sie wurde im April 2005 abgerissen. Erhalten ist nur der Gasthof. Aus der Fusion der Brauerei Hämmerle mit der Sailerbrauerei von Gerd H. Borges in Leuterschach entstand die Unternehmensgruppe Altenmünster, welche 2002 von der Allgäuer Brauhaus übernommen wurde (seit 2003 Teil der Radeberger Gruppe). Die Mainzer Aktien Bierbrauerei (Binding-Gruppe, seit 2002 Radeberger Gruppe der Dr. August Oetker) übernahm die von Sailerbräu Franz Sailer gehaltenen Markenrechte an der Marke für das Altenmünster Brauer Bier. Die zur Firmengruppe Altenmünster gehörende Gesellschaft Kronenbräu Brauhaus zu Altenmünster wurde nicht mitveräußert.” Klingt ziemlich verwirrend und wenig erhellend. Wenden wir uns also dem Bier zu.

Dunkelbraun, fast schwarz steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet süß nach Malzzucker, unterstützt durch ein leichtes Aroma roter Früchte. Aufgrund der Farbe hätte ich Düfte nach Kakao oder Kaffee erwartet; diese Erwartung wird aber enttäuscht.

Der Antrunk ist recht süß, womit ich bei einem Winterbier durchaus rechne. Passend zu der Süße ist die sehr feinperlige Kohlensäure dosiert, weshalb das Bier im ersten Moment eine wirklich gute Figur macht. Dann wird das Bier schlank. Wenig Säure gesellt sich zur Süße und noch weniger Bitter. Auch im Abgang finde ich nur wenig Bitterstoffe und auch keinen Nachklang. Auf der Website schreibt die Brauerei, dass das Bier 25 Bittereinheiten hätte. Weshalb kann ich davon nichts schmecken?

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

13,3 %

Bittereinheiten:

25,0 EBC

Brauerei:

Altenmünster Brauer Bier GmbH
Schwendener Str. 18
87616 Marktoberdorf
www.altenmuenster-brauerbier.de

Mönchshof Weihnachtsbier

Seit 1984 gehört die Firma Mönchshof zur Kulmbacher Brauerei, die auch das Mönchshof Weihnachtsbier gebraut hat, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wird seit dem Jahr 1999 jeweils für die Weihnachtszeit eingebraut. Mönchshof stellt einige Biere her, die in ihrem jeweiligen Bierstil zu den meistgetrunkenen deutschen Bieren gehören. Jetzt will ich feststellen, ob das Weihnachtsbier das Zeug hat, ebenfalls in diese Klasse aufzusteigen.

Altgolden strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge größtenteils feinporiger Schaum, der nur langsam in sich zusammenfällt. Die Optik gefällt mir und ich frage mich, ob ich hier ein Bier vor mir stehen habe, das aus industrieller Produktion stammt und mich trotzdem überzeugen kann.

Das Aroma belehrt mich schnell eines Besseren. Das Aroma des Malzes ist vollkommen OK, aber dazu gesellt sich der typische Geruch von Hopfenextrakt. Er ist allerdings recht dezent und wenn die Brauerei zusätzlich mehr Aromahopfen verwendet hätte, könnte ich mich mit dem Aroma vermutlich anfreunden.

Der Antrunk ist relativ süß, was aber durchaus zu einem Weihnachtsbier passt. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber recht knapp dosiert. Hier würde ich mir mehr wünschen. Schnell kommt ein freundliches aber doch ordentliches Bitter dazu, das auch im Abgang erhalten bleibt.

Das Mönchshof Weihnachtsbier kann mich nicht wirklich begeistern. Es ist nicht so, dass ich sagen könnte, dies oder das am Bier gefällt mir nicht. Aber irgendwie fehlt diesem Bier die Komplexität (na gut, ich gebe zu, dass ich recht verwöhnt bin). Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das Weihnachtsbier von Mönchshof gut als Grundlage für ein Glühbier geeignet ist. Dafür ist aber noch das richtige Rezept erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 %

Stammwürze:

13,3 %

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Aiblinger Schwarzbier

Maxlrain ist ein Ortsteil von Tuntenhausen, gelegen im Landkreis Rosenheim. Ich selbst war nie dort, aber wenn ich mir die Bilder im Internet ansehe, könnte der kleine Ort mit seinem Schloss, seiner Schlossbrauerei und den Heimatfesten einem bayerischen Heimatfilm entsprungen sein. Wenn mir das Bier so gut gefällt wie die Bilder von Maylrain, kann eigentlich nichts schiefgehen. Immerhin wurde die 1636 gegründete Brauerei 2016 bei der DLG 16 x mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Dunkel mahagonifarben steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich ein fester hellbrauner Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Das Aroma enthält erstaunlich wenige Röststoffe, die sich durch einen leichten Kakaoduft zeigen. Stattdessen dominieren neben dem Malz eher blumige Noten. Das ist nicht das, was ich erwartet hatte, aber es gefällt mir nicht schlecht.

Der Antrunk ist leicht süß und die Kohlensäure ist für meinen Geschmack gut dosiert. Schnell gesellt sich der Geschmack dunkler Schokolade zur Süße, gepaart mit einer leichten Säure. Insgesamt ist das Bier rund und recht süffig. Der Abgang ist leicht bitter und auch die Schokoladennoten bleiben erhalten. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Brauerei:

Schlossbrauerei Maxlrain GmbH & Co. KG
Aiblinger Str. 1
83104 Maxlrain
www.maxlrain.de

Braukraft Hell-Oohh

Die Beschreibung, die die Brauerei für dieses Bier liefert, ist euphorisch: “Unsere untergärige Spezialität, für die man auch keinen Anlass zum Genießen braucht… Von allen Stimmungen unbeeindruckt bringt Sie meist einem Lächeln mit. Spätestens wenn sie den Gästen das erste Getränk serviert herrscht auch bei diesen ein zufriedenes Aufatmen. Sollte es dann noch ein wirklich gutes Bier sein wird aus einem langweiligen “Hallo” ein fröhliches “Hell-Oohh”… wer kennt Sie nicht? Die Kellnerin des Vertrauens…. Prost.”

Eine solche Beschreibung kann einem gefallen oder auch nicht. Wichtiger ist aber das Bier, das ich jetzt öffne. Ups, bereits beim Öffnen schäumt das Bier aus der Flasche. Das gefällt mir schon mal nicht sonderlich. Hätte ich die Flasche vorher geschüttelt würde ich das ja verstehen. Aber ich hatte sie doch ganz normal aus der Küche geholt.

Im Glas präsentiert sich das Bier hell bernsteinfarben und hefetrüb. Obwohl das Bier bereits beim Öffnen übergeschäumt war bildet sich im Glas nicht übertrieben viel Schaum. Dafür ist er aber feinporig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont, ansonsten aber recht diskret. Leichter Toffeeduft steigt mir in die Nase, unterstützt durch Düfte nach Hefe und Orangen. Ich würde mir den Duft intensiver wünschen, aber das ist mein persönlicher Geschmack.

Der Antrunk ist leicht süß, überraschend spritzig und rund. Insgesamt ist das Bier süffig. Die Hefe macht zusammen mit der Süße des Malzzuckers und einem leichten Bitter den Geschmack rund. Auch der Abgang ist nur leicht bitter, er klingt aber lange nach.

Anfangs war ich fast etwas enttäuscht von diesem Bier, aber je mehr ich davon trinke, gefällt es mir immer besser. Kurz gesagt war es Liebe auf den zweiten Schluck.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Braukraft GmbH & Co. KG
Hirtackerweg 35
82205 Geisenbrunn
www.braukraft.de