Schlagwort-Archive: Bayern

Zombräu Macumba

Bei diesem Bier fällt zunächst der etwas merkwürdig anmutende Name auf. Eine kurze Internetrecherche lüftet das Geheimnis aber. Macumba ist eine Voodoo-Technik für die Partnerrückführung. Verschiedene Esoterikanbieter versprechen schnelle und zuverlässige Erfolge. Na ja, wer es glaubt… Hoffen wir mal, dass das Bier einen besseren Erfolg nachweisen kann.

Bernsteinfarben, hefetrüb und mit viel festem Schaum zeigt sich das Macumba im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten, so dass das Bier eine gute Figur abgibt.

Ordentliche Fruchtnoten steigen mir in die Nase. Ich rieche Aromen nach Grapefruit, Mango und Ananas. Aber auch der Malzkörper ist deutlich zu riechen, was mir sehr gut gefällt.

Der Antrunk ist mäßig süß und mir fällt auf, dass die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Trotzdem sorgt die Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, für eine ordentliche Frische. Diese wird schnell durch ein kräftiges Bitter ergänzt, später sogar fast überdeckt. Trotzdem bleibt eine angemessene Süffigkeit erhalten. Der Abgang ist durch ein kräftiges Bitter mit relativ langem Nachklang geprägt.

Ich weiß nicht, ob ich das Macumba wirklich als das India Pale Ale bezeichnen soll, das mir am Besten gefällt, aber es befindet sich auf jeden Fall in der Spitzengruppe. Ob es sich für die Partnerrückführung eignet? Eventuell ja, aber auf einen Selbstversuch will ich dann doch lieber verzichten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caraamber), Hopfen (Nugget, Galaxy, Chinook, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 Mirskofen
www.zombräu.de

Zombräu Richtfest

Im Jahr 2015 gründeten die Brüder Tobias und Bastian Merches im niederbayerischen Mirskofen die Brauerei Zombräu. Nun haben die beiden mir sechs ihrer Biere für eine Verkostung zugeschickt. Aus dieser Sammlung verkoste ich heute das erste, Richtfest genannt. Dabei handelt es sich um ein helles Bockbier.

Das Richtfest hat eine Besonderheit. Das Etikett wurde in Zusammenarbeit der Brauerei mit dem Fotokünstler Andreas Richter gestaltet. Und dieses Bockbier hat nicht nur ein Etikett. Auf der Website von Zoombräu sind sechs Etiketten für das Richtfest abgebildet.

Cognacfarben mit einem leichten Rotstich und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Ich sehe relativ wenig Kohlensäure. Die Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und mit leichtem Gelbstich. Sie löst sich bis auf einen Rest durchschnittlich schnell auf, aber der Rest bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal sehr ansprechend.

Das leicht süße Aroma wird durch das Malz mit seinen leichten Röstaromen dominiert. Das ist für einen Bock typisch. Dazu kommen aber noch fruchtige Aromen. Düfte nach Mango und Ananas steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Im Antrunk fällt zunächst eine ordentliche Süße auf, zusammen mit einer feinperligen Kohlensäure, die deutlich reichlicher dosiert ist als es die Optik offenbart hatte. Damit macht das Bier einen sehr frischen Eindruck. Schnell gesellt sich eine leichte fruchtige Säure dazu. Das Bier macht einen vollmundigen und frischen Eindruck und es ist ungeheuer süffig. Der Abgang zeichnet sich durch in leichtes freundliches Bitter mit einem sehr langen Nachklang aus.

Das Richtfest von Zombräu ist ein sehr leckeres Bockbier, das mit seinen fruchtigen Noten zu überraschen weiß. Die 6,6 Volumenprozent sind dabei gut versteckt, so dass das Bier nicht sprittig wirkt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara 20), Hopfen (Nugget, Hallertauer Melon, Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
840051 Mirskofen
www.zombräu.de

And Union Friday IPA

Das Friday von And Union nennt sich nicht nur IPA, sondern auf dem Rückenetikett der Flasche wird es als Über IPA bezeichnet, was immer das auch genau heißen mag. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es sich um ein IPA handelt und dementsprechend werde ich das Bier auch versuchen zu bewerten.

Rotblond und nur leicht hefetrüb, dafür mit einer durchschnittlich großen feinporigen Schaumkrone zeigt sich das Bier im Glas. Der Schaum hat einen leichten Stich ins Beige und er bleibt lange erhalten. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma verrät sofort das Pale Ale. Ein kräftiger Malzkörper bildet mit seinem Toffeeduft den Boden für Aromen von Zitrusfrüchten, Pfirsich und Minze.

Der Antrunk ist leicht süß und dabei durch die ordentlich dosierte feinperlige Kohlensäure richtig schön frisch. Schnell gesellt sich ein kräftiges Bitter dazu, so dass die Fruchtigkeit etwas in den Hintergrund tritt. Das Bitter dominiert auch den Abgang, der lange nachklingt.

Das Friday überrascht, überzeugt dabei durch seine Kraft und hohe Trinkbarkeit. Dabei weiß es zu gefallen. Damit zeigt es mir mal wieder, weshalb ich einfach an keinem Bier vorbeikomme, das ich noch nicht kenne.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Chinook)

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

Brewers & Union UG
Ganghofer Straße 31
80339 München
www.andunion.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Hopfmeister Surfers Ale

Jetzt steht das Hopfmeister Surfers Ale des Münchener Gypsy-Brauers Marc Gallo vor mir. Dieses Bier hat im Jahr 2016 beim International Craft Beer Award von Meininger die Goldmedaille gewonnen. An dieses Bier, das in der Schlossbrauerei Hohenthann gebraut wurde, kann ich also große Erwartungen hegen.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Grapefruit, Mandarine und Gras steigen mir in die Nase, unterstützt durch den angenehmen Duft des Malzes.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist eher trocken. Leider enthält das Surfers Ale nur wenig Kohlensäure; eine etwas großzügigere Dosierung hätte sicher noch einiges an Frische gebracht. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt und ein ordentliches fruchtiges Bitter im Mund verteilt, macht das Bier einen frischen und vollmundigen Eindruck. Der Abgang ist überraschend mild bitter und mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Magnum, Cascade, Citra, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,4 %

Bitterwert:

35 IBU

Brauerei:

HOPFMEISTER Braumanufaktur
Marc Gallo
Kyreinstraße 18
81371 München
www.hopfmeister.de

Hopfenreiter 2018

(Fast) jeder Mensch und auch (fast) jedes Unternehmen hat gewisse Höhepunkte im Jahresablauf, auf die der Mensch oder das Unternehmen hinarbeitet. Maisel & Friends macht da keine Ausnahme. In der Bayreuther Brauerei gehört das erste Wochenende im März zu diesen Highlights. In diesem Jahr wurde an diesem Wochenende der zweite Geburtstag des Liebesbier gefeiert und die dritte Auflage des Hopfenreiters wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Und die Öffentlichkeit war reichlich vertreten. Etwa 5000 Menschen kamen zusammen, um mit dem Hoppy Birthday Festival das Ereignis gebührend zu feiern. Aber das ist eine andere Geschichte; in diesem Artikel geht es um den diesjährigen Hopfenreiter.

Jeff Maisel ließ es sich nicht nehmen, den Hopfenreiter persönlich vorzustellen. Dabei waren die Brauereien, die für den Freundschaftssud des Hopfenreiters 2018 die Hopfensorten beigetragen haben. Vor Ort waren die Brauereien Superfreunde, Mikkeler, Duvel, Bevog und Frau Gruber. Aber kommen wir jetzt endlich zum Bier.

In intensivem hellem Bernstein leuchtet das hefetrübe Bier im Glas. Darüber bildet sich eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier wirklich nichts auszusetzen.

Wenn in einem Bier sechs Aromahopfen verbraut wurden, ist es ziemlich sicher, dass auf die Nase ein echtes Abenteuer wartet. Und tatsächlich, das Bier duftet intensiv nach Ananas, Limonen, Zitronenschale sowie einigen roten Beeren. Auch würzige Noten schmeicheln der Nase. Ein Fest für jeden Liebhaber von IPAs. Jetzt ist es aber Zeit für den ersten Schluck.

Der erste Eindruck zeichnet sich durch eine feine Süße und durch die sehr feinperlige Kohlensäure durch eine ungeheure Spritzigkeit aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt bleibt die Süße erhalten, wobei sich ein kräftiges hopfiges Bitter dazugesellt, unterstützt durch die für ein IPA typischen Zitrusnoten. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter aus, das an den Geschmack von Grapefruitkernen erinnert und er klingt ellenlang nach.

Wie bereits beim Hopfenreiter 2017 bedauere ich, dass es sich um einen Sondersud handelt, bei dem gilt: Wenn weg, dann weg. Trotz des kräftigen Bitter von 70 IBU kann sich der Malzkörper doch die gesamte Zeit bemerkbar machen, was nicht bei jedem IPA der Fall ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Calypso, Citra, Styrian Golding, Styrian Fox, Enigma, Mandarina Bavaria, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

 

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Paulaner Hefe-Weißbier alkoholfrei

Nun steht mal wieder ein alkoholfreies Hefe-Weißbier vor mir, das Paulaner Hefe-Weißbier alkoholfrei. Bei Stiftung Warentest wurde das Bier im Jahr 2010 mit “befriedigend” getestet. Dabei wurde die Sensorik mit “gut” bewertet, woraus ich schließe, dass Paulaner hier ein ganz passables Bier abgeliefert hat. Irgendetwas müssen die Brauer in München auch richtig gemacht haben, da sie ansonsten nicht im Jahr 2016 erstmals mehr als eine Million Hektoliter Bier exportiert hätten. Obwohl – Quantität geht nicht immer Hand in Hand mit der Qualität. Sehen wir mal, wie sich dieses Bier so macht.

Bernsteinfarben und naturtrüb steht das Bier im Glas. Für ein Weizenbier bildet sich relativ wenig Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Dass es nur so wenig Schaum gibt liegt vermutlich daran, dass es sich um ein alkoholfreies Bier handelt.

Das Aroma ist stiltypisch. Düfte nach Banane, Karamell und Gewürznelken steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist leicht süß und auf den ersten Eindruck gefällt mir bereits die gut dosierte feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt eine leichte fruchtige Säure dazu, eigentlich fast nur ein Hauch. Das Bier macht keinen wirklich runden Eindruck, ist aber trotzdem süffig. Der Abgang ist fast ohne Bitterstoffe und er klingt auch kaum nach. Das hätte ich fast erwarten können, denn Hopfen steht in der Zutatenliste ganz hinten.

Nach einem ansprechenden Anfang lässt das Bier doch ziemlich nach. Zum Löschen des Durstes an einem heißen Sommertag ist es sicher gut geeignet, aber ansonsten ziehe ich so manches andere Bier vor.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gärungskohlensäure, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KG
Ohlmüllerstr. 42
84541 München
www.paulaner.de

Franz Josef

Marc Gallo ist Kommunikationsdesigner und Biersommelier. Im März 2015 eröffnete er die Hopfmeister Braumanufaktur, mit der er als Gypsy Brauer Craft Beer braut. Dass er das recht erfolgreich macht beweist die Goldmedaille, die das Franz Josef, ein Helles, im Jahr 2017 beim Mainingers International Craft Beer Award gewonnen hat. Als Gypsy Brauer verfügt Hopfmeister über keine eigene Brauerei, sondern er nutzt die freien Kapazitäten in regionalen Braustätten. Das Franz Josef stammt aus der Hohenthanner Schlossbrauerei. Diese Brauerei ist ja bekannt für gute Craft-Biere, so dass ich keine Bedenken habe, dass es sich beim Franz Josef um ein besonderes Bier handelt.

Golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas, zusammen mit einer schönen feinporigen Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier bereits perfekt. Bereits beim Einschenken steigen mir intensive Düfte nach Grapefruit, Südfrüchten und weißen Johannisbeeren in die Nase. Na, bei einem solchen intensiven Aroma kann bei diesem Bier doch wohl absolut nichts mehr schiefgehen.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Dazu eine gut dosierte sehr feinperlige Kohlensäure. Bis hierhin ist das Bier perfekt. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders die Zitrusaromen kommen in den Vordergrund. Jetzt zeigt das Bier, wie vollmundig, ausgewogen und süffig es ist. Auch der Abgang ist fruchtig, verbunden mit leichten und ausgewogenen Bitterstoffen, die lange nachklingen.

Dieses Bier kann ich mir gut zu Spargel oder gebratenem Fischfilet vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Crystal, Centennial, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

für

Hopfmeister Braumanufaktur
Marc Gallo
Kyreinstraße 18
81371 München
www.hopfmeister.de

Crew Republic Easy

Das Team der Brauerei in Unterschleißheim legt auf seiner Website die Messlatte selbst sehr hoch: “CREW Republic steht für ehrliche, handwerklich gebraute und geschmacklich außergewöhnliche Biere. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Rezepturen und den besten Rohstoffen der Welt. Ein Zuhause für alle, denen “Standardbiere” nicht genug sind. Wir brauen nur Biere, auf die wir Bock haben und füllen nur ab, was uns selber schmeckt. Damit brechen wir Gewohnheiten – Kein Bier für jedermann! 08/15 gibt es schon genug.” Wer sein Bier so vollmundig bewirbt, muss dann aber auch liefern. Mal sehen, ob das Easy aus dem Vorort von München diese hohen Ansprüche der Brauer erfüllt.

In hellem Gold und leicht hefetrüb erstrahlt das Bier. Es bildet eine durchschnittliche Krone aus feinporigem Schaum, der auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma entspricht dem, was ich von einem Summer Ale erwarte. Zitrusnoten steigen mir in die Nase, unterstützt durch Düfte nach Blumen und Heu. Das Aroma passt gut zu einem warmen Nachmittag am See.

Der Antrunk ist spritzig und leicht süß. Leichte Fruchtnoten nach Ananas schmeicheln meinen Geschmacksknospen. Schnell kommt ein ordentliches freundliches Bitter dazu. Für ein Light-Bier ist das Easy erstaunlich vollmundig und süffig. Im Abgang kommt ein kräftiges Bitter in den Vordergrund, das mich bei diesem schlanken Bier überrascht. Die Bitterstoffe klingen lange nach.

Das Crew Republic Easy ist ein köstlicher Durstlöscher und perfektes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Karamellmalz), Hopfen (Tradition, Citra, Cascade, Comet, Amarillo)

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürzegehalt:

11° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

CREW Republic Brewery GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleißheim
www.crewrepublic.de

Dieses Bier können Sie nach einem Klick auf den folgenden Banner versandkostenfrei (ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von € 59,00) bestellen:

Backbone Splitter

2012 gründete Biersommelier Christian Hans Müller in Aschaffenburg die Hanscraft Brauerei und bietet den Liebhabern von Craftbieren seitdem ein vielfältiges Sortiment besonderer Biere.

Nach mehreren Auslandsaufenthalten und einer Lehre in den USA kehrte Christian Hans Müller mit vielen Ideen für neue, spannende Biersorten und Rezepten in seine Heimat zurück. In Chicago hatte er zuvor eine Ausbildung als Biersommelier bei der World Brewing Academy absolviert. Die von ihm gegründete Hanscraft Brauerei zählt inzwischen zur Elite der lokalen und internationalen Craft Beer-Bewegung. Von ihm steht jetzt das Backbone Splitter vor mir, ein IPA.

Bernsteinfarben und naturtrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel feinporiger Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt.

Aromen nach Grapefruit, Mango und Kumquats steigen mir in die Nase, unterstützt noch durch einige blumige Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und macht auch aufgrund der gut eingebundenen und feinperligen Kohlensäure einen guten Eindruck. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt zeigt sich aber die ganze Kraft des Backbone Splitter. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, indem sich die Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Grapefruit und Bitterorangen bemerkbar machen. Dazu kommt ein kräftiges Bitter. Im Abgang ist das Bier sanfter und freundlicher als ich es erwartet hätte, dabei auch leicht trocken. Dabei klingt der Geschmack aber lange nach. So bleibt insgesamt ein positiver Eindruck von diesem Bier zurück.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Wiener, Caraamber), Hopfen (Horizon, Amarillo, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Hanscraft & Co. GmbH
Würzburger Straße 152
63743 Aschaffenburg
http://hc-co.de/de/

Schneider TAP5 – Meine Hopfenweisse

Die Brauerei aus dem bayrischen Kelheim verspricht viel, wenn das Bier beschrieben wird, das jetzt vor mir steht, Meine Hopfenweisse genannt: “Gehen Sie auf Entdeckung: “Meine Hopfenweisse” – das unvergleichliche Genusserlebnis, das alle Vorstellungen übertrifft… hopfig, aber blumig, herb vollmundig, und doch mit malzaromatischer Süße – so facettenreich kann Weissbier schmecken. Ein Hochgenuss speziell nach Schneider-Art! Und zu würzigen Gerichten und raffinierten Schokoladen ein wahres Feuerwerk der Sinne!” Na, dann wollen wir mal sehen.

Golden wie ein Weizenfeld und hefetrüb präsentiert sich Meine Hopfenweisse im Glas. Die Kohlensäure dieses Weizen-Doppelbocks ist sehr aktiv und es bildet sich stiltypisch viel sahniger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist betörend. Düfte nach Zitrone, Orangenschale, Kandis und Toffee steigen mir neben einem intensiven Bananenduft in die Nase, unterstützt durch einige blumige Noten. Ein so komplexes Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber frisch. Auf der Zunge lässt Meine Hopfenweisse die Muskeln spielen. Das Malz prägt neben blumigen Noten den Geschmack. Er lässt sich durchaus als wuchtig beschreiben. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Hallertauer Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

8,2 % Vol.

Stammwürze:

18,5 %

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

G. Schneider & Sohn GmbH
93309 Kelheim
www.scheider-weisse.de

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen: