Überquell Lieblings Imperial Lager

Bei meinem letzten Besuch in Hamburg war ich kurz in der Brauerei-Gaststätte von Überquell am Fischmarkt. Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Es war herrliches Wetter, der Außenbereich mit dem Blick auf den Hamburger Hafen wirkt etwas improvisiert, ist aber perfekt professionell bewirtschaftet. Dazu die hervorragenden Biere – besser kann sich Hamburg nicht präsentieren.

Das Imperial Lager eine besonders intensive Version eines Lagers. Neben knackigen den 5,6 Volumenprozenten Alkohol bedeutet dies vor allem eine besonders kräftige Hopfengabe. Soweit die Beschreibung, die ich von dem Bier, das jetzt vor mir steht, im Netz gefunden habe. Mal sehen, wie es mir gefällt.

Rotgolden präsentiert sich das Bier mit einer durchschnittlich großen gemischtporigen Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das fruchtige Aroma ist betörend. Düfte nach Orange, Mandarine und Hefe steigen mir in die Nase, aber auch der Malzkörper kommt durch. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht trocken und spritzig. Schnell gesellt sich eine ordentliche Fruchtigkeit dazu, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Dazu kommt ein gut abgestimmtes kräftiges Bitter. Insgesamt macht das Bier jetzt einen vollmundigen runden Eindruck. Im Abgang lässt das Bitter überraschend nach. Trotzdem klingt er lange nach.

Das Lieblings Imperial Lager überrascht positiv. So viel Fruchtigkeit und Bitterstoffe finden sich bei einem Lager nur selten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Cara Dunkel), Hopfen (Ariana, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Schnitzlbaumer GmbH
Mühlenstr.8
83278 Traunstein
www.schnitzlbaumer.de

Nach einer Rezeptur von und für

Überquell
St.-Pauli-Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Eibauer Jubiläums Pilsener 1810

Bereits im Jahr 1384 wurde die sächsische Gemeinde Eibau erstmals urkundlich erwähnt. 1810 erlangte Eibau mit der dortigen Landbrauerei überregionale Bedeutung (Quelle: Wikipedia). Heute vertreibt die Brauerei ihr Bier nur noch regional sowie über einen eigenen Webshop, aber im Jahr 2010 braute sie erstmals ihr Eibauer Jubiläums Pilsener 1810, das jetzt vor mir steht.

Golden, klar und mit einer durchschnittlichen Menge grobporigem Schaum, der sich auch durchschnittlich schnell auflöst, präsentiert sich das Bier im Glas. Würde die Schaumkrone länger erhalten bleiben, würde mir die Optik durchaus gefallen.

Das Aroma ist malzbetont und brotig, unterstützt durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist malzig, frisch und mäßig süß. Die Kohlensäure ist gut dosiert. Leider folgt nach dem ersten positiven Eindruck ein kleines Loch. Erst im Abgang kommt ein ordentliches und angenehmes Bitter zum Vorschein, das dann lange nachklingt.

Dieses Bier hat zwar seine Schwächen; trotzdem handelt es sich um ein überraschend gutes Pils aus Sachsen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
OT Eibau
Neueibauer Straße 9
02739 Kottmar
www.eibauer.de

Nesselwanger Hell

Die Post-Brauerei aus Nesselwang im Allgäu braut zwei Produktlinien – einmal das Craft Beer unter dem Namen Braukatz und auch einige traditionelle Biere. Auch aus letzterer Linie hat mir die Brauerei einige Flaschen geschickt und jetzt steht das Nesselwanger Hell vor mir. Auch wenn dieses Bier von den Brauern nicht als Craft Beer vermarktet wird, Wer einmal ein richtig gutes Bier gebraut hat (die Biere aus der Braukatz-Reihe haben mir bislang alle wirklich gut geschmeckt), wird nicht zwischendurch ein austauschbares Bier herstellen. Ein Blick auf die Zutatenliste bringt einen Hinweis, dass diese Erwartung nicht unbegründet ist, denn dort zeigt sich, dass die kleine Brauerei im Allgäu auch hier nur mit Hopfen gearbeitet hat, nicht mit Extrakten.

Golden und klar ist das Nesselwanger Helle. Das Bier enthält viel sichtbare Kohlensäure, die für eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone sorgt, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik haben die Brauer aus dem Allgäu schon mal keine Fehler gemacht.

Das Aroma ist durch das Malz geprägt, aber auch einige ordentliche würzige Noten spielen hier mit, die ich jedoch nicht näher identifizieren kann.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Schnell kommt ein freundliches Bitter dazu, das gut auf die Menge des noch vorhandenen Malzzuckers abgestimmt ist. Auch der Abgang ist stiltypisch wenig bitter, aber mit recht langem Nachklang.

Das Nesselwanger Hell beweist, dass es möglich ist, ohne Extravaganzen ein sauberes und elegantes Bier zu brauen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Feldschlösschen alkoholfrei

Die Brauerei Feldschlösschen trägt ihren Namen vollkommen zu Recht. Wer auf den Gebäudekomplex zufährt kommt kaum auf den Gedanken, dass er sich der vermutlich größten Brauerei der Schweiz nähert. Sie sieht wirklich wie ein Schloss aus und nicht zu Unrecht bezeichnet sie sich als eine der schönsten Brauereien der Welt. Selbstverständlich bietet die Brauerei auch Führungen durch die Produktion an, die etwa 2,5 Stunden dauern und mit einer Verkostung enden. Beeindruckend ist auch die Bierkarte des Brauereirestaurants, die mehrere Dutzend Biere aus der Schweiz und der ganzen Welt anbietet. Leider ist die Schweiz ein sehr teures Pflaster, so dass eine umfangreiche Verkostung der Biere die Urlaubskasse kräftig beutelt. Jetzt steht ein alkoholfreies Lagerbier aus dem Hause Feldschlösschen auf dem Plan, das darauf wartet, von mir verkostet zu werden.

Goldgelb zeigt sich das Bier im Glas mit recht wenig gemischtporigem Schaum, der sich schnell auflöst. Damit sagt mir die Optik nur bedingt zu.

Auch das Aroma ist eher schwach. Das Bier ist in der Nase kaum wahrzunehmen. Aber die Düfte die mir in die Nase steigen, sind mit ihrer Malzigkeit und der leichten Bitternote recht angenehm.

Der Antrunk ist sehr schlank und daraus sticht lediglich die großzügige Dosierung der Kohlensäure hervor. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu. Von Fruchtigkeit ist nichts zu schmecken, so dass das Bier einen eher unausgewogenen Eindruck macht. Auch der Abgang empfiehlt sich mit einem nur schlappen Bitter und er klingt nur kurz nach.

Normalerweise steht die Schweiz bei mir für Qualitätsprodukte. Das alkoholfreie Feldschlösschen erfüllt diese Erwartung leider nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Stammwürze:

4,3° Plato

Brauerei:

Feldschlösschen Getränke AG
Theophil Roniger-Strasse
4310 Rheinfelden
Schweiz
www.feldschloesschen.swiss

Landgang Prollbock

Bockbier wurde in Einbeck “erfunden” und war im Mittelalter ein Luxusartikel, der bis nach Bayern exportiert wurde. Die Brauerei Landgang aus Hamburg, ehemals als Hopper Bräu bekannt, ist der Meinung, dass es genug Oberklassenbrausen gibt und Bier allen gehören sollte. Deshalb wird dieses saisonal limitierte Starkbier aus Hamburg all denjenigen gewidmet, die Bock darauf haben und Spaß an komplexen Geschmäckern haben sowie etwas mehr Geschmack vertragen können. Dann will ich mal testen, ob die Hanseaten diesem Anspruch auch gerecht werden.

Edel sieht dieses Bockbier ja wirklich aus, in dunklem Braun mit seinen roten Reflexen. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß, feinporig und hellbraun. Sie bleibt auch lange erhalten. So gefällt mir ein dunkler Bock.

Düfte nach Rosinen, nach Blumen und Honig steigen mir in die Nase. Dazu kommen noch Noten nach roten Früchten und auch ein würziger Hauch, der mich an Pfeffer erinnert. Jetzt bin ich überzeugt: bei so einem komplexen Aroma kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Der erste Kontakt des Prollbock mit der Zunge ist wie erwartet recht süß. Dieser Eindruck wird aber durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure ausgeglichen. Aber als sich das Bier auf der Zunge verteilt, zeigt es erst seine ganze Fülle. Malzbetont ist der Prollbock auf jeden Fall und die Röststoffe zaubern einen angenehmen Schokoladen- und Biskuitgeschmack auf die Zunge, der durch den Geschmack nach Trockenfrüchten unterstützt wird. Wie ich es bei einem Bockbier, besonders bei einem wirklich dunklen Bockbier erwarte, enthält es nur wenige Bitterstoffe. Erst im Abgang kommt das Bitter etwas deutlicher zum Vorschein. Es ist freundlich und klingt lange nach.

Der Prollbock ist absolut stiltypisch und dabei doch ungewöhnlich. So liebe ich mein Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner, Pilsener, Röstmalz, Spezial Typ 1), Hopfen (El Dorado, Northern Brewer), Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

16,3 %

Bitterwert:

20 IBU

Brauerei:

Landgang Brauerei GmbH & Co. KG
Beerenweg 12
22761 Hamburg
www.landgang-brauerei.de

19. – 21. 7. 2018: Osnabrücker Bierfest

Der Osnabrücker Marktplatz ist schon für sich gesehen wirklich schön. Wenn dort Markt ist, lohnt sich ein Besuch auf alle Fälle. Und wenn auf dem Marktplatz in Osnabrück ein Bierfest stattfindet, bei dem an 29 Ständen etwa 250 Biere ausgeschenkt werden, dann lohnt sich doch wohl auch eine weitere Anreise. Dass es neben der Hopfenkaltschale auch alkoholfreie Getränke sowie feste Nahrung gibt, erwähne ich jetzt einfach mal nicht. Drei Tage lang, von Donnerstag bis Samstag, lädt das Event zum Probieren, Trinken und Verweilen ein.

Geöffnet sind die Stände am Donnerstag von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr, am Freitag von 17:00 Uhr bis Mitternacht und am Samstag von 14:00 Uhr bis Mitternacht und der Eintritt ist wie immer frei.

20. 7. – 22- 7. 2018: Lange Nacht der Münchner Brauereien

In diesem Jahr geht die Lange Nacht der Brauereien bereits in die dritte Runde. Die Craft-Brauer sorgen seit etwa einem Jahrzehnt für eine große Vielfalt in der Münchner Bierlandschaft. Letztes Jahr haben einige dieser Brauereien erstmals bei Giesinger Bräu die Lange Nacht der Münchener Brauereien veranstaltet. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre gibt es vom 20. bis 21. Juli 2018 die dritte Auflage. Die Besucher können sich ein speziell für diese Veranstaltung gemachtes Glas kaufen und dann von Stand zu Stand ziehen, um die Geschmacksvielfalt der verschiedenen Bierstile zu erkunden.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. So gibt es neben dem Bier auch Steckerlfisch (was immer das auch sein mag) und andere bayerische Schmankerl.

Die teilnehmenden Brauereien:

  • Amperbräu
  • Braukraft
  • Bräu z’ Loh
  • Broy
  • Crew Republic
  • Dirndlbräu
  • Frau Gruber
  • Hausfreund
  • Braumanufaktur Hertl
  • Hoppebräu
  • Isarkindl
  • Munich Brew Mafia
  • New Beer Generation Nürnberg
  • Olchinger Braumanufaktur
  • Open Your Mind Brewing
  • Pillmeier Bräu
  • Schillerbräu
  • Tilmans
  • Wildbräu Grafing
  • Wörthseer Craft-Bier
  • Yankee & Kraut
  • Zilz
  • Zombräu

Für die Unterhaltung sorgen nicht nur die Gespräche mit den Brauern und die unterschiedlichen Biere, sondern auf zwei Bühnen wird ein umfangreiches Programm mit Live-Musik angeboten. Die folgenden Gruppen haben zugesagt:

  • IRONHAND
  • die Isarthoren
  • The Horny Makarels
  • Dr. Will!
  • Coconami
  • zwoaBier
  • Zambo Prieto

Die Veranstaltung findet bei GIESINGER BIERMANUFAKTUR & SPEZIALITÄTENBRAUGESELLSCHAFT MBH, Martin-Luther-Str. 2, 81539 München statt

Eibauer Zwick‘l

Die Privatbrauerei Eibau in der Oberlausitz wurde 1810 von der Brauereikommune Zittau erbaut. Die Brauerei hat ein feines Biersortiment. Auch wenn sie vor allem für ihr Schwarzbier bekannt ist, bietet Eibauer aktuell 14 verschiedene Biersorten an. Jetzt steht das Eibauer Zwick’l vor mir.

Goldgelb und nur leicht hefetrüb steht das Bier vor mir. Der Schaum ist gemischtporig und durchschnittlich voluminös. Er fällt auch durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Obwohl ich im Bier nur wenig Hefe sehe, tritt sie im Aroma doch deutlich hervor. Dazu kommen eine angenehme Malzigkeit, deutliche bittere Noten und ein Hauch Trockenfrüchte. Bis hierhin kann ich an dem Bier keine Fehler erkennen, aber wirklich vom Hocker hauen mich die Optik und das Aroma nicht.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure ist passend dosiert, so dass der erste Kontakt mit der Zunge durchaus angenehm ist. Dann kommt leider ein kleines Geschmacksloch, bevor sich der bittere Geschmack steigert. Jetzt würde ich mir etwas Fruchtigkeit wünschen. Im Abgang erfreut sich ein kurzes kräftiges Bitter die Kehle, das aber flott nachlässt und dann durchschnittlich lange nachklingt.

Schade, von einem Zwickl aus Eibau hätte ich mir eigentlich mehr versprochen. Die Brauerei hat zwar keine Fehler gemacht, aber mir fehlt einfach das Besondere.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
Neueibauer Straße 9
02739 Eibau
www.eibauer.de

13. – 15. 7. 2018: 150 Jahre – Eine helle Freude – Brauereifest in Mürsbach

Ein 150jähriges Firmenjubiläum ist durchaus ein Grund zu feiern. An diesem Wochenende ist es in Mürsbach soweit, wo die Familie Schmitt sich darauf freut, möglichst viele Gäste zur 150 Jahrfeier begrüßen zu können. Dort wird es nicht nur die Biere der Brauerei geben, sondern die Veranstalter haben ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Freitag 13.07.

17:00 Uhr: Festanstich mit Gerd Backert’s Mini Big Band
22:00 Uhr: DJ Party mit DJ Hammer

Samstag 14.07.

17:00 Uhr: Sau am Spieß mit den Sendelbachtaler Musikanten
20:00 Uhr: “Best of Rockin’ Music” mit Wednesday Project

Sonntag 15.07.

10:00 Uhr: Frühschoppen mit der Blaskapelle Mürsbach
Danach: gemütlicher Festausklang

Zusätzlich wird täglich der Jubiläumssud in der nach Angaben der Brauerei ältesten historischen Flaschenabfüllung der Welt abgefüllt. Außerdem werden die Kreativbiere der Brauerei vorgestellt. Und für den Fall, dass Fußballfans zum Brauereifest kommen, ist auch eine Übertragung der Spiele um den dritten Platz sowie das Finale geplant.

13. 7. – 14. 7. 2018: Bier und Grillen am Markt Linz

Was passt perfekt zu einem kühlen Craft Bier? Eventuell ein saftiges Steak, zarte Rippchen, Fisch, Burger oder doch lieber gegrilltes Gemüse? Probieren Sie es aus: Zum ersten Mal findet am Linzer Südbahnhofmarkt ein Bier- und Grillfest statt.

Dabei sind unter anderem:

  • Michaeli Bräu
  • Steyrer Bräu
  • Syndicate Brewers
  • The Beer Buddies Brewing Company
  • Die Marktbrauerei
  • Linzer Biermanufaktur

Veranstalter sind David & Sandra von der Marktbrauerei und Andreas von Hartl’s Kulinarikum