Berliner Kindl Bock Hell

Im Jahre 1872 wurde in Rixdorf die damalige Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG gegründet. Diese Brauerei wurde 18 Jahre später in Rixdorfer Brauerei umbenannt. Schon damals waren die Biere aus Bayern als qualitativ hochwertig bekannt und so kam es, dass auch in Rixdorf die Brauer bemüht waren, der Konkurrenz aus dem Süden die Stirn zu bieten. Dabei wurden die Bayern auch gerne mal kopiert, so auch in Rixdorf. Nach dem Rezept eines bayrischen Hellen wurde dort das Berliner Kindl gebraut, auch die Namensähnlichkeit mit dem Münchner Kindl ist sicher kein Zufall. Heute gehört die Brauerei zum Oetker-Konzern. Aber jetzt wollen wir uns endlich mit dem Bier beschäftigen.

Bernsteinfarben und klar ergießt sich das Bier ins Glas und bildet dabei recht viel festen Schaum, der lange erhalten bleibt. Wenn das Bier so schmeckt wie es aussieht gibt es daran nichts auszusetzen.

Aus dem Glas strömt mir ein ordentliches Malzaroma mit leichten Karamellnoten entgegen, dazu eine leichte Hopfenherbe.

Der Antrunk ist stiltypisch recht süß. Leider ist die feinperlige Kohlensäure recht knapp bemessen. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, wird aber durch die leichte Herbheit des Hopfens abgemildert. Dabei ist der Alkohol gut versteckt, so dass er kaum durchschmeckt. Obwohl das Bier recht vollmundig ist, kann es mich nicht so recht begeistern. Es hat keine Eigenschaften, über die ich meckern könnte, aber irgendwie wirkt es auf mich ziemlich langweilig. Die Verwendung von Hopfenpellets statt des eingesetzten Hopfenextrakts und/oder mehr Kohlensäure würden diesem Bockbier sicher guttun. Im Abgang kommt ein erstes Bitter dazu. Auch wenn dieses Bitter nicht wirklich kräftig ist, klingt es doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Stammwürze:

16,3 %

Bittereinheiten:

18

Brauerei:

Berliner Kindl Brauerei AG
Indira-Gandhi-Str. 66-69
13053 Berlin
www.berliner-kindl.de

Genys Sutemos

Sutemos ist eines der Baltic Porter im Angebot der litauischen Brauerei Genys. Der Name Sutemos ist litauisch und bedeutet Zwielicht oder Dämmerung. Das Sutemos ist ein Baltic Porter, das mit einer ordentlichen Portion Himbeeren gebraut wurde. Auf ein Bier wie dieses habe ich schon lange gewartet, da ich mir vorstellen kann, dass ein Porter gut mit Fruchtaromen harmoniert, auch wenn ich mir bislang immer das Aroma von Blaubeeren gewünscht habe. Aber jetzt will ich erst einmal testen, wie sich das Sutemos mit den in ihm verbrauten Himbeeren so schlägt.

Absolut blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine mittelbraune Krone aus gemischtporigem Schaum, die aber überraschend lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist anfangs nicht so wuchtig wie ich es aufgrund der tiefschwarzen Farbe erwartet hätte. Anfangs rieche ich dunkle Schokolade und langsam entwickelt sich die Fruchtigkeit, die eindeutig von den verbrauten Himbeeren stammt. Als Konsument sollten Sie also dem Bier etwas Zeit lassen, damit sich das Aroma richtig entwickeln kann. Mir gefällt das sich entwickelnde Aroma aber recht gut.

Auch der Antrunk überrascht mich. Tiefschwarze Biere sind häufig recht süß, wobei das Sutemos mit seiner zurückhaltenden eine Ausnahme bildet. Dabei wirkt es aber sehr frisch. Auf der Zunge erfüllt das Bier aber meine Erwartungen voll und ganz. Der intensive Geschmack nach dunkler Schokolade harmoniert sehr schön mit der leicht säuerlichen Fruchtigkeit der Himbeeren. Das Mundgefühl dieses dessertartigen Bieres ist leicht dickflüssig, rund und vollmundig. Es macht richtig Spaß, sich das Bier im Mund etwas erwärmen zu lassen und die unterschiedlichen Nuancen im Geschmack des Biers zu erkunden. Die Fruchtigkeit verstärkt sich dabei und sie bleibt auch im Abgang schön erhalten, wo sie mittellang nachklingt.

Zu diesem Bier passt nicht nur ein Vanillepudding, ein fruchtiges Dessert oder ein Lebkuchen, sondern auch rheinischer Sauerbraten passt sich diesem Bier gut an.

Zutaten:

Wasser, Malz (Maris Otter, CaraRed, CaraMunich I, CaraMunich III, CaraPils, Röstmalz), Lactose, Himbeeren (5 %), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

Von Freude Frischhopfen

Nur einmal im Jahr gibt es die Möglichkeit, mit frischem Hopfen ein Bier zu brauen, also ein Wet Hop Ale. Diese Gelegenheit hat das Von Freude Team im letzten Jahr in der Hallertau genutzt und eine kleine Rarität gebraut: Das Frischhopfen aus frischem Hallertauer Mittelfrüh Hopfen – da ist das volle Aroma präsent. Als einzige Hopfensorte hat Hallertauer Mittelfrüh diesem Bier sein Aroma verliehen. Mittelfrüh ist eine traditionelle deutsche Hopfensorte, deren Verbreitung durch andere Sorten stark zurückgegangen ist. Dabei sind seine geschmacklichen Eigenschaften hervorragend und geben jedem Bier eine hopfenwürzige Note.

In aller Frühe morgens wurden die Hopfen-Dolden geerntet und dann sofort im Sudhaus das Bier damit eingebraut. So zeigt der Hopfen was er wirklich kann.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche Menge festen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit Noten nach Brombeeren und Kräutern und wie erwartet kommen noch einige grasige Duftnoten dazu.

Der erste Kontakt mit meiner Zunge zeichnet sich durch eine feine Süße aus, zu der durchaus die recht geringe Dosierung der sehr feinperligen Kohlensäure passt. Als sich das Bier auf der Zunge ausbreitet wird der Geschmack überraschend intensiv. Das Bitter ist gut auf die Süße abgestimmt. Dazu kommen einige weinige Noten, die mich an holzfassgereifte Biere erinnern. Der Gesamteindruck ist einfach als edel zu bezeichnen. Der Abgang ist sehr mild, der Geschmack nach Kräutern dominiert und klingt lange nach.

Dieses Bier ist ein sehr guter Begleiter zu Festessen, zu denen sonst Wein gereicht wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Wahnsinn GmbH
Colonnaden 72
20354 Hamburg
www.vonfreude.de

Die Gewinner des Meininger’s International Craft Beer Award stehen fest

Im Rahmen einer großen Preisverleihung vergab der Meininger Verlag zum sechsten Mal den bedeutenden und begehrten Meininger’s International Craft Beer Award. Die internationale Bierbranche feierte die Sieger am 17. Juni im Saalbau in Neustadt/Weinstraße.

Großer Jubel in Stralsund bei der Störtebeker Braumanufaktur: Die Brauer aus dem hohen Norden räumten beim 6. Meininger’s International Craft Beer Award zweimal die Höchstauszeichnung Platin sowie zwei Gold- und zwei Silbermedaillen ab. Mit der besten Bewertung aller aus Deutschland eingereichten Biere darf sich das Nordik-Porter “Craftbier des Jahres 2019 national” nennen, ein 9,1 Volumenprozent starkes Imperial Porter mit Aromen von Backpflaume und Rumtopf. Zudem schaffte es die Störtebeker Braumanufaktur mit ihren prämierten Bieren die höchste durchschnittliche Punktzahl zu erzielen und wurde somit zur Brauerei des Jahres national gekürt.

Als Brauerei des Jahres international wurde die Brauerei Doppelleu Boxer aus Winterthur in der Schweiz prämiert. Sie konnte zwei Platin-, drei Gold- und drei Silbermedaillen erringen.

Craftbier des Jahres international ist das Sauerbier Samuel Adams Kosmic Mother Funk Grand Cru von der Boston Beer Company. Zu den beliebtesten und am härtesten umkämpften Bierstilen zählten dieses Jahr holzfassgereifte und alkoholfreie Biere. Die Zahl der Einreichungen legte im Vergleich zum Vorjahr besonders stark zu: Holzfassgereifte Biere um 44 Prozent, alkoholfreie um 24 Prozent. Durch insgesamt 74 Bierstile testeten sich die 90 Juroren aus 13 Ländern, darunter Brauer und Biersommeliers sowie Sensorikexperten aus Forschung und Lehre.

“Die Preisträger spiegeln die ganze Vielfalt des Bieres wider. Eine wahre Leistungsschau der handwerklichen und kreativen Braukunst”, sagte Benjamin Brouër, Bierexperte und Vorstand Meininger’s Craft Beer Award, anlässlich der Preisverleihung und Urkundenübergabe an die Gewinner.

Beim 6. Meininger’s International Craft Beer Award konkurrierten 1229 Biere aus 31 Ländern um eine Auszeichnung. Damit wuchs der Wettbewerb im sechsten Jahr seines Bestehens erneut. Er erzielte in diesem Jahr eine Steigerung um 12 Prozent.

Der Anteil der internationalen Biere lag bei 33 Prozent (2018: 23 Prozent). Besonders stark waren Brauereien aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Belgien vertreten. Aber auch aus Taiwan, Argentinien, China, Australien und Kolumbien wurden Biere eingereicht.

Hier die Brauereien, die (auch) eine Platinmedaille errungen haben:

Brauerei

Platin

Gold

Silber

Bierbrouwerij de Koningshoeven B.V.

2

1

1

Brauerei-Gasthof Kundmüller

2

6

2

Brauhaus Riegele

2

8

2

CREW Republic

2

4

 

Doppelleu Boxer AG, Schweiz

2

3

3

Laitilan Wirvoitusjuomatehdas, Finland

2

 

1

Störtebeker

2

2

2

Weyermann

2

 

2

Boston Beer Company, USA

1

1

 

Brauerei Gebr. Maisel

1

3

3

Brauerei Lemke

1

2

2

Brauerei Rittmayer

1

1

4

BraufactuM

1

2

1

Brauhaus Faust

1

4

2

Haffner

1

   

Hertog Jan

1

3

1

Jopen BV

1

3

1

Kaiser Bräu

1

 

1

Landgang Brauerei

1

1

1

Privat-Brauerei Zötler

1

4

1

Rügener Insel-Brauerei

1

3

2

Stone Brewing

1

2

1

Union Brauerei Bremen

1

1

1

 

Und hier noch einmal die Biere, die jeweils als bestes eingereichtes Bier ausgezeichnet wurden:

  • Als bestes IPA (American Style) wurde das Hopfenstopfer It’ Doomsday der Brauerei Häffner in Bad Rappenau ausgezeichnet.
  • Aus dem Brauhaus Faust in Miltenberg stammt der Faust Eisbock, der als bestes holzfassgereiftes Bier ausgezeichnet wurde.
  • In Bayreuth hat die Brauerei Gebr. Maisel ihren Sitz, die mit dem Maisel’s Weisse Alkoholfrei das beste obergärige alkoholfreie Bier eingereicht hat.
  • Den Vogel hat die Störtebeker Braumanufaktur abgeschossen, die das nationale Craft Beer des Jahres gebraut hat.
  • Von dort kam ursprünglich auch der Gründer der Rügener Insel-Brauerei in Rambin, die mit der Meerjungfrau das beste Freestyle Bier eingereicht hat.
  • Als bestes Pale Ale (American Style) wurde das Stone Ripper Pale Ale von der Stone Brewing GmbH in Berlin ausgezeichnet.
  • Von Riegele in Augsburg stammt das Riegele Hell Alkoholfrei, das beste untergärige alkoholfreie Bier des Wettbewerbs.
  • Internationales Craft Beer des Jahres wurde das Samuel Adams Kosmic Mother Funk Grand Cru von der Boston Beer Company.

Soweit die Ergebnisse des Meininger’s International Craft Beer Award 2019. Ich gratuliere alle Preisträgern.

Vorschau auf die BrauBeviale 2019

Die BrauBeviale ist eine der wichtigsten Investitionsgütermessen für die weltweite Getränkewirtschaft. Jeweils drei Jahre hintereinander präsentiert sich die Branche drei Tage lang im Messezentrum Nürnberg um anschließend ein Jahr zu pausieren. Die Besucher kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft sowie aus Handel und Gastronomie. Abgerundet wird das Fachangebot durch ein umfangreiches attraktives Rahmenprogramm, das Trendthemen der Branche aufgreift, vorstellt und diskutiert. Absolute Highlights sind das Forum BrauBeviale, die Craft Drinks Area sowie zahlreiche Themenpavillons. Ideeller Träger der BrauBeviale sind die Privaten Brauereien Bayern. In diesem Jahr ist Nürnberg vom 12. bis 14. November 2019 wieder der Mittelpunkt der internationalen Getränkeindustrie. Die überaus erfolgreiche Veranstaltung im vergangenen Jahr mit Bestmarken sowie gute Konjunkturaussichten sind positive Vorzeichen für den diesjährigen “Stammtisch” der Branche. Das Angebot der rund 1.100 Aussteller, davon 53 Prozent international, umfasst die gesamte Prozesskette der Getränkeherstellung: von Rohstoffen über Technologien und Komponenten bis hin zur Verpackung sowie Zubehör und Vermarktungsideen. Leitmotiv ist auch in diesem Jahr die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche: Welche Herausforderungen bewegen sowohl Ausrüster als auch Getränkehersteller? Die BrauBeviale bietet sowohl im Fachangebot als auch im Rahmenprogramm die zentrale Plattform für Austausch und Innovation, sie setzt Impulse und liefert Inspiration.

“Die BrauBeviale 2018 war so groß und international wie noch nie”, blickt Andrea Kalrait, Leiterin BrauBeviale bei der NürnbergMesse, noch einmal auf die Auftaktveranstaltung des aktuellen Triples zurück. “Die Getränkebranche scheint nur darauf gewartet zu haben, wieder nach Nürnberg zu kommen. Und auch in diesem Jahr freuen wir uns auf alte Bekannte sowie neue Teilnehmer, Global Player ebenso wie Mittelstand und Start-ups.” Die Aussteller präsentieren sich im November erneut entlang der Prozesskette der Getränkeherstellung. Die 2018 neu eingeführte Besucherführung hat sich bewährt und bietet den Besuchern die bestmögliche Orientierung in der gewohnt konstruktiven und angenehmen Atmosphäre. Rund um den Messepark finden sie in den Hallen gruppiert in Themenschwerpunkte Rohstoffe und sensorische Veredelung (Halle 1), Technologien (Hallen 6, 7A, 7, 8, 9), Wasseraufbereitung, Analytik und Komponenten (Halle 6), Verpackung (Hallen 4A, 4) sowie Zubehör und Vermarktung (Hallen 5, 6).

Zentrale Plattform für aktuelle Themen der Branche

Auch in diesem Jahr wird das Leitthema der BrauBeviale die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche sein. Die Fragen und Herausforderungen, mit denen Getränkehersteller sich aktuell konfrontiert sehen, sind über die Landesgrenzen hinweg meist dieselben. Effiziente und flexible Technologien, vielfältige und qualitativ hochwertige Rohstoffe sowie Nachhaltigkeit in der Produktion spielen ebenso eine Rolle wie Digitalisierung und Automatisierung, Zukunftsstrategien für das eigene Unternehmen, Verpackung, Markenbotschaften und die Endkundenkommunikation. Die BrauBeviale greift diese Themen nicht nur im Fachangebot auf, sondern auch im Rahmenprogramm. Angesprochen werden alle Getränkehersteller, ob Brauer, Brunnenbetriebe, Winzer, Spirituosen- oder AFG-Hersteller. Ab Juli: www.braubeviale.de/next

Bereits bewährt haben sich am Vortag der Messe zwei Symposien: Das 7. European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) sowie das Export Forum German Beverages. Selbstverständlich wird auch wieder der European Beer Star, der seit seinem Anfang im Jahr 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat, verliehen. Heute einer der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit, wurde er von den Privaten Brauereien, dem ideellen Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband ins Leben gerufen. BrauBeviale-Besucher küren am ersten Messetag aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier – den Consumers’ Favourite 2019 in Gold, Silber und Bronze. Verkostungen von Bier und weiteren Getränkespezialitäten finden auch – geführt von unabhängigen Experten – in der Craft Drinks Area statt. Besucher können an insgesamt acht Themenbars ungeahnte Geschmacksvielfalt erleben: fünf Bierbars mit speziellen Länderslots, eine Spirituosenbar, eine Bar für Wasser und innovative alkoholfreie Getränke und eine Bar, an der die Beschaffenheit des Glases eine zentrale Rolle für die Sensorik spielt. Im beliebten Forum BrauBeviale finden neben der Eröffnung und verschiedenen Preisverleihungen interessante Vorträge, Präsentationen und Podiumsdiskussionen statt, die dem Zuhörer Information, Inspiration und die Möglichkeit zur Interaktion bieten. Die Themenschwerpunkte spiegeln den BrauBeviale ThinkTank wider: Rohstoffe, Technologien, Verpackung, Marketing und Unternehmertum. Weitere Themenpavillons und Sonderschauen runden das attraktive Rahmenprogramm ab: brau@home mit Speakers’ Corner, Artisan- und Craft Beer Equipment, Innovative Getränkeverpackungen, Innovation made in Germany – der geförderte Gemeinschaftsstand für junge Unternehmen aus Deutschland – sowie in eigener Sache: ein Informationsstand der Beviale Family.

Die Details sind noch nicht festgelegt, sollen aber in Kürze veröffentlicht werden.

Hochzufriedene Fachbesucher aus aller Welt

Über 40.000 Fachleute besuchten die BrauBeviale 2018, davon reisten über 18.000 aus dem Ausland an – aus 132 Ländern: allen voran aus Italien, Tschechien, der Schweiz, Österreich, Russland und Großbritannien, aber auch aus Grönland, Fidschi und Costa Rica. Sie kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der internationalen Getränkewirtschaft – also aus Brauereien und Mälzereien, Betrieben, die alkoholfreie Getränke herstellen und abfüllen, Wein- und Sektkellereien sowie Spirituosen herstellenden Betrieben, Molkereien, dem Getränkefachhandel und -großhandel, dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Dienstleistungsunternehmen für die Getränkebranche.

Aber nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der Fachbesucher spricht für sich und die Relevanz der Messe: Rund 90 Prozent sind in Investitionsentscheidungen ihrer Unternehmen mit eingebunden. “Die wirklich wichtigen Entscheidungsträger waren da”, so der Ausstellerbeirat nach erfolgreichem Abschluss der BrauBeviale 2018. “Da 99 Prozent der befragten Fachbesucher mit dem Messeangebot zufrieden waren und 95 Prozent angaben, dass sie auch 2019 wieder dabei sein möchten, freuen wir uns schon jetzt, diese und auch neue Teilnehmer an unserem Stammtisch begrüßen zu dürfen”, so Andrea Kalrait mit Blick auf den Herbst.

Den hohen Grad der Internationalität (45 Prozent) der Besucher erklärt sie unter anderem mit der zunehmenden Bekanntheit und Bedeutung der Beviale Family – globales Netzwerk der Nürnberger Messe mit Veranstaltungen rund um die Herstellung und Vermarktung von Getränken. Neben der BrauBeviale sind die Beviale Moscow in Russland, die Beviale Mexico, CRAFT BEER Events in China und Italien, CRAFT DRINKS in Indien sowie Kooperationen mit der BeerX in Großbritannien, der Expo Wine + Beer in Chile, der Feira Brasileira da Cerveja in Brasilien, der KIBEX in Südkorea sowie der SEA Brew in Südostasien Mitglieder der Beviale Family. www.beviale-family.com

Verbleibende Termine des aktuellen BrauBeviale-Triples:

BrauBeviale 2019: 12. – 14. November 2019

BrauBeviale 2020: 10. – 12. November 2020

27. 6. 2019: BierIG Stammtisch

Am Donnerstag, den 27.6.2019 findet in der 100 Blumen Brauerei (Endresstraße 18, 1230 Wien) der Stammtisch der Interessensgemeinschaft der Bierkonsumenten, Kirchstättstraße 25, Obertrum statt. Die Veranstaltung beginnt bereits um 17:00 Uhr, da die Brauerei pünktlich um 22:00 Uhr ihre Tore schließen muss. Für alle hungrigen Gäste gibt es Leberkässemmerln zu kaufen, aber auch selbst mitgebrachte Speisen dürfen gerne konsumiert werden.

Hobbybrauerbiere sind wieder herzlich willkommen (bitte bei der Anmeldung dazu schreiben). Anmeldungen erbitten die Veranstalter bis zum 25.7. an felix.prandstaetter@bierig.org.

14. 6. – 15. 6. 2019: Craft Beer Days Osterholz-Scharmbeck

Mit den Craft Beer Days veranstaltet der Wirtschaftstreff Osterholz-Scharmbeck e.V. seit dem Jahr 2017 einmal im Jahr eine zweitägige Veranstaltung auf dem Scharmbecker Marktplatz rund um das handwerkliche gefertigte Bier.

Was ist Craft Beer und warum in Osterholz-Scharmbeck?

Mit dem Begriff verbinden wir die Rückbesinnung auf traditionelle Braukunst, nicht die amerikanische Definition von Craft Beer, die sich auf Deutschland nicht übertragen lässt. Vielmehr empfiehlt es sich bei Craft Beer und der Bewegung darauf zu setzen, was hinter dem Bier steht – ein Mensch, ein Brauer mit Geschichte und Leidenschaft. Craft Beer ist unabhängig und gehört keinem großen Brauereikonzern an und die Entwicklungen, Geschmacksrichtungen und Ideen sind besonders kreativ. Und Craft Beer wird “handwerklich” hergestellt. Zwar werden zur heutigen Zeit auch moderne Brautechniken angewandt, doch auf die Verwendung natürlicher Zutaten wird besonderer Wert gelegt.

Osterholz-Scharmbeck bietet mit seiner traditionsreichen Geschichte des Torfhandwerkes die richtige Kulisse um “handwerkliche” Ideen aufzugreifen. Direkt im Mittelpunkt von Osterholz-Scharmbeck ist mit der “Osterholzer Hausbrauerei” eine kleine Brauerei am Rande des Teufelsmoores entstanden, welche Biere nach traditioneller Braukunst herstellt. Und sogar Zutaten wie der Gagelstrauch, welcher in Nordwesteuropa bereits um 1500 v. Chr. zum Bierbrauen genutzt wurde, sind hier heimisch und werden heutzutage wieder genutzt.

Jedes Jahr im Juni finden heutzutage die Craft Beer Days statt. Etwa 15 Brauer sind vor Ort, schenken Ihre handwerklichen Kreationen aus und erklären den interessierten Besuchern das Brauverfahren. Umrahmt wird diese Veranstaltung von Live-Bands, sowie weiteren Food- und Getränkeherstellern – auch diese meist aus kleineren Manufakturen.

23. 6. 2019: Bier aus dem Norden, Freilichtmuseum am Kiekeberg

Brauen ist wieder ein regionaler Trend: Brauten die Menschen früher auf den Höfen ihr eigenes Bier, sind heute vermehrt individuelle Biere kleiner Brauereien gefragt. Schon zum 12. Mal treffen sich bei “Bier aus dem Norden” kreative Klein- und Craft-Beer-Brauereien am Kiekeberg. Am Sonntag, den 23. Juni, bieten von 10 bis 18 Uhr rund zwei Dutzend Brauereien aus Norddeutschland über 100 verschiedene Sorten an. Das Seminar “Bier aus dem Süden” vergleicht die nord- und süddeutsche Braukunst. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 9 Euro, es gibt auch ein Programm für Kinder. Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei. Das Brauerei-Verzeichnis steht unter www.kiekeberg-museum.de zur Verfügung.

Probieren, fachsimpeln, voreinander lernen und Bier nachhause mitnehmen… unter den 100 traditionellen und neuen Sorten entdeckt jeder Liebhaber Neues und Bier nach seinem Geschmack.

Fachleute und Liebhaber tauschen sich über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Zutaten und das Brauereihandwerk aus. Die Teilnehmer kommen in diesem Jahr wieder aus dem Bereich der Klein- und Craft Beer-Brauereien. Sie produzieren Spezialitäten aus der Region, die die Museumsbesucher nicht im gewöhnlichen Supermarkt finden, und laden zum Probieren ein.

Zwei Mal bietet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des Deutschen Hopfenmuseums Wolnzach, den Vortrag “Bier aus dem Süden” mit Verkostung an. Die traditionell stark besuchte “informative Bierverkostung” findet um 12 Uhr und um 15 Uhr statt – die Karten werden tagsüber vor Ort vergeben. Jenseits liebgewonnener Klischees zeigt Christoph Pinzl gemeinsame Wurzeln und stilistische Unterschiede und Gemeinsamkeiten von norddeutschem und bayerischem Bier – samt Verkostung besonderer süddeutscher Biere aus kleineren Brauereien.

Im Museum empfängt der Geruch von Biersuppe die Besucher schon am Eingang – wie um 1900 wird das nahrhafte Gericht auf dem Feuer gekocht. Besucher können die Suppe auch probieren. Die Darstellergruppe “Gelebte Geschichte 1804” führt in traditioneller Kleidung und Ausrüstung vor, wie Bier vor 200 Jahren gebraut wurde. Zu damaliger Zeit war Bier meist sauberer und länger haltbar als Wasser aus Brunnen und Flüssen. So wurde das Getränk auch von der ganzen Familie getrunken. Die Herstellung war, wie die Lebensmittelversorgung auf dem Hof insgesamt, hauptsächlich Aufgabe der Frauen. Die Rezeptur und Brauweise wurde durch Beobachtung und Mithilfe an die nächste Generation weitergegeben.

Gerade traditionelle und lokale Biersorten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Auf moderne Art kocht eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vor den Augen der Besucher Biermarmelade, die sowohl verkostet als auch gekauft werden kann.

Nach dem Biergenuss auf dem Museumsgelände locken der Gasthof “Stoof Mudders Kroog” mit herzhaften norddeutschen Spezialitäten und die Backstube mit leckeren Brezeln und Gebäck.

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg liegt in den Schwarzen Bergen südlich von Hamburg im idyllischen Rosengarten. Über 40 historische Gebäude und Gärten auf einem zwölf Hektar großen Freigelände erzählen von der Kultur und der Lebensweise in der Winsener Marsch und der nördlichen Lüneburger Heide. Historische Bauernhöfe, Scheunen und Speicher zeigen die bäuerliche Hofwirtschaft seit dem 17. Jahrhundert. Große Acker- und Weideflächen werden von Hand oder mit Schleswiger Kaltblütern bearbeitet. Auf ihnen wachsen alte Getreide- und Gemüsesorten. Bunte Bauern- und Blumengärten, Streuobstwiesen und Weiden ergeben ein Bild vom früheren Leben auf dem Lande. Zum lebendigen Museum gehören auch alte Nutztierrassen wie Pommersche Gänse, Ramelsloher Blaubeine, Bunte Bentheimer Schweine, Schleswiger Kaltblüter, Bentheimer Landschafe und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Die Vorführungen alter Gewerbe und Handwerke zeigen dem Publikum, wie früher auf dem Lande gelebt und gearbeitet wurde: vom Korbflechten über Flachsen, Weben und Schmieden bis hin zum Bierbrauen und Brotbacken. Das ganze Jahr über finden zahlreiche Aktionstage statt. Mit dem Agrarium schlägt das Freilichtmuseum am Kiekeberg den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Es ist Deutschlands einzige Ausstellungswelt mit 3.300 qm zu Landwirtschaft und Ernährung gestern, heute und morgen. Mit der Dauerausstellung “Spielwelten” zeigt das Freilichtmuseum den Wandel in Spielen und Spielwaren von 1950 bis 1970 – von Selbstgemachtem zu hochtechnologischem Spielzeug, von Improvisation und komplexen Spielen. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ein lebendiges und familienfreundliches Museum zum Anfassen. Besucher unter 18 Jahren besonders willkommen und haben freien Eintritt. Die Veranstaltung findet von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Bertinchamps Triple

Das Sortiment von Bertinchamps umfasst neben dem Bertinchamps Hiver das traditionelle Trio aus Triple, Blonde und Brune. Die Biere werden mit Brunnenwasser, Malz aus lokal angebauter Braugerste, europäischen Hopfensorten und einem speziellen Hefestämmchen gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen belgischen Brauereien setzt Bertinchamps den Bieren werden keine Kräuter zu.

Klar und mit einer schönen Bernsteinfarbe ergießt sich das Bertinchamps Triple ins Glas und bildet dabei eine recht große gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen nach Karamell, Blumen und frischem Heu erinnern an einen Bauernhof, also an die Heimat dieses Bieres.

Der Antrunk weist eine leichte und nicht aufdringliche Süße auf und die Kohlensäure ist recht großzügig dosiert. Auf der Zunge beherrscht Karamell den Geschmack, während sich der Hopfen diskret im Hintergrund hält. Das Mundgefühl ist voll und rund. Das Bertinchamps Triple erinnert mich an ein norddeutsches Bockbier. Im Abgang bleibt die Süße und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

19. 6. – 23. 6. 2019: Fränkisches Bierfest Nürnberg

Am 19. Juni 2019 ist es wieder so weit: der romantische Burggraben in Nürnberg wird wieder zu einem der größten Bierfeste Deutschlands. 48 deutsche und internationale Brauereien werden dann den Besuchern ihre Biere anbieten. Zusätzlich kommt die Mönchshof Brauerei mit ihrer mobilen Brauerei, in der die Besucher erleben können, wie ihr Lieblingsgetränk entsteht. Dort können die Besucher auch eine eigene 1 Liter-Siphonflasche abfüllen und mit nach Hause nehmen.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. 24 Stände bieten herzhafte und süße Speisen an. Und damit auch wirklich keine Langeweile aufkommt wird auf fünf Bühnen ein umfangreiches Musikprogramm angeboten.

Ich will hier gar nicht auf die einzelnen Angebote eingehen. Die Veranstalter haben eine umfangreiche Zeitung zum Festival herausgegeben, die auch im Internet im PDF-Format zur Verfügung steht und die alle Einzelheiten enthält. Hier noch die Öffnungszeiten:

Mittwoch 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Donnerstag 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Freitag 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Samstag 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Sonntag 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr