Archiv für den Monat: August 2019

Visit The USA empfiehlt zehn Reiseziele für Bierliebhaber in den Vereinigten Staaten

Am 21. September startet in München mit dem 186. Oktoberfest das größte Volksfest der Welt. Im Mittelpunkt steht dabei erneut der Gerstensaft, für den Deutschland international berühmt ist. Der Rekord hinsichtlich des Bierverbrauchs stellten die Besucher der Wiesn 1910 auf: 12.000 Hektoliter Bier wurden damals anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Oktoberfests ausgeschenkt. Auch die USA haben seit jeher ein Herz für Bier, der Durchschnittsamerikaner trinkt immerhin knapp 82 Liter pro Jahr. Inzwischen gibt es mehrere tausend Brauereien in den Vereinigten Staaten, vor allem Craftbeer und ausgefallene Biersorten erleben einen Boom, von den Genussstaaten von Neuengland bis nach Alaska. Visit The USA empfiehlt zehn Orte, die Liebhaber eines “kühlen Blonden” begeistern werden.

Helen, Georgia

In Georgia befindet sich die Stadt Helen, ein Hybrid aus süddeutschen Einflüssen und amerikanischem Erfindergeist. Die Stadt feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum und blickt auf eine skurrile Geschichte zurück: 1969 wandten sich Verantwortliche der Stadt an einen in Deutschland stationierten Künstlerfreund und baten ihn um Ideen, wie die ehemalige Holzfällerstadt gerettet und wiederbelebt werden könnte. Helen drohte damals der Niedergang zur Geisterstadt. Der Künstler machte sich ans Werk und versah in Skizzen die Gebäude der Stadt mit einem neuen, bayerisch angehauchten Anstrich. Seine Ideen wurden umgesetzt und Helen erinnerte mehr und mehr an eine Alpenstadt – damit ging auch die Einführung einer ausgeprägten Bierkultur einher. Die Umgestaltung verpasste Helen einen Schub, heute ist der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen. Passend zum Flair der Stadt findet ein Mal im Jahr ein zwei Monate andauerndes Fest statt: Im September und Oktober wird in der “Edelweiß-Strasse” ein Oktoberfest veranstaltet, stilecht mit süddeutschem Essen und Bier.

Yakima Valley, Washington

Im Bundesstaat Washington werden im Yakima Valley etwa dreiviertel des US-Hopfens angebaut. Im Herzen des Valleys findet jedes Jahr Anfang Oktober ein Straßenfest statt, das zu den Top 10 der Bierfeste in den USA zählt. Auf dem “Fresh Hop Ale Festival Yakima” können Bier-Liebhaber die diversen Hopfensorten probieren. Gut für Genießer, noch besser für die Mitmenschen: Alle Einnahmen des Festivals gehen an gemeinnützige Organisationen und Projekte. Wer außerhalb der Festsaison in das Yakima Valley reist, findet eine Vielzahl von Aktivitäten: Brauereiführungen, Wanderungen durch die Hopfenfelder oder eine Tour mit dem “Pacific Pub Cycle”, einem Fahrrad für mehrere Personen, mit dem sieben Brauereien im Valley angesteuert werden.

Burlington, Vermont

In der größten Stadt Vermonts findet jedes Jahr am dritten Juli-Wochenende eines der ältesten Bierfestivals statt, das “Vermont Brewers Festival”. Direkt an der Uferpromenade des Lake Champlain mit Blick auf das Adirondack Gebirge probieren die Besucher die neuesten Craftbiere aus Vermont. Dazu zählen auch die Kreationen der lokalen “Foam Brewery” mit Wassermelonen-, Vanille- oder Obstkuchennote. Zwei Monate später dreht sich erneut alles um den Gerstensaft: Beim Oktoberfest Vermont, angelehnt an die Tradition aus München, gibt es neben amerikanischen Biersorten natürlich auch deutsches Bier im Masskrug. Zudem gibt es Aufführungen und Unterhaltungsangebote wie Live-Musik.

St. Louis, Missouri

St. Louis gilt als Wiege des Bieres in den USA, da es die Heimat des größten Produzenten der USA ist: Anheuser-Busch, gegründet in der Mitte des 19. Jahrhunderts, braut unter anderem Budweiser, das einst meistverkaufte Bier in den Vereinigten Staaten. Um das Kultbier entbrannte ein jahrelanger Streit um Namensrechte mit einer tschechischen Brauerei, der 2010 zum Nachteil des US-Brauers ausging. Bei einer Brauereiführung lässt sich die bewegte Geschichte von Anheuser-Busch nachempfinden. Zudem präsentiert Anheuser-Busch seine saisonalen Kreationen: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Mondlandung gibt es in diesem Jahr das limitierte “Discovery Reserve”, dessen Geschmack von einem Archivrezept aus der Zeit der Mondlandung inspiriert wurde. Mit Noten von geröstetem Voyager-Gerstenmalz erinnert die rötliche Farbe des Lagers an das nächste Ziel im Weltraum – den Mars.

Willamette Valley, Oregon

In der Region Eugene, Cascades and Coast in Oregon sind die Einheimischen besonders stolz auf ihr lokal hergestelltes Bier, das hauptsächlich mit regionalen Zutaten gebraut wird. Wer sich für die dortigen Braustile und Verfahren interessiert, sollte sich auf den sogenannten “Eugene Ale Trail” begeben. Dieser führt zu etlichen Zielen rund um das Bier: große und kleine Craftbier-Brauereien, Händler oder Bars, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt.  Die Stationen lassen sich perfekt auf einer Genusstour durch Oregons Bierszene verbinden.

Chicago, Illinois

Das “Festival of Wood and Barrel-Aged Beer”, kurz “FoBAB”, ist eines der größten und renommiertesten Bierfestivals der Welt. Ausgerichtet wird es alljährlich im November, ein großer Teil davon ist der Wettbewerb: Brauereien aus der ganzen Welt werden nach Chicago eingeladen, um ihre herausragenden und innovativen Brauerzeugnisse zu präsentieren. Voraussetzung ist, dass diese während der Herstellung und Lagerung in Kontakt mit Holz gekommen sind oder im Holzfass gereift sind. 2018 nahmen 210 Brauereien aus 30 Ländern teil. Die exotischen und preisträchtigen Bier-, Cider- oder Metkreationen können Besucher bei Tastings testen. Tickets sind ab 85 US-Dollar erhältlich.

New Braunfels, Texas

Zu den experimentellen Brauereien der USA zählt auch die “New Braunfels Brewing Company” in Texas: Der Besitzer kam eines Tages beim Anblick eines halbleeren Gurkenglases auf die Idee, Bier mit Gurkenwasser zu brauen. Gesagt, gebraut – heute ist das Bier mit dem Namen “Pkl Fkr” eines von acht ausgeschenkten Sorten in Brauerei von New Braunfels. Doch das Gurkenwasser ist nicht die einzige Zutat, die im Bier landet. Die Hefe wird beispielsweise aus Sporen, die in der Luft umherschwirren, gegoren. Der Sud wiederum wird durch das Heu auf einem Bauernhof gefiltert, was ihr ein ganz außergewöhnliches Aroma gibt. Solche und weitere Experimente rund um das Bier liegen in Texas derzeit im Trend. Heraus kommen Craftbiere mit spannenden Geschmacksrichtungen wie Honig, Kürbis oder Erdnussbutter.

Grandy, North Carolina

North Caroline verfügt über die meisten Craftbier-Brauereien in den USA und widmet jeden April dem Gerstensaft einen kompletten Monat, in dem sich bei etlichen Veranstaltungen, Führungen und Verköstigungen alles rund um das Bier dreht. Zu den Pionieren zählt die Mikrobrauerei “Weeping Radish” in Grandy: Sie hat sich überregional einen Namen gemacht, da sie als erste Brauerei in den USA nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut hat. Das Ergebnis können Besucher im dazugehörigen Weeping Radish Pub probieren. Die Brauerei geht sogar noch einen Schritt weiter und serviert im Restaurant “Reinheitsgebot Food”, das nur regionale und selbstangebaute Zutaten in Bioqualität beinhaltet.

Maui, Hawai’i

Bier im Paradies: Die “MAUI Brewing Co.” ist die größte Brauerei auf Hawai’i und präsentiert ihre Biere mit dem Slogan “Brewed with Aloha”. Dabei experimentieren die Braumeister und kreieren außergewöhnliche Sorten mit Ananas- oder Kokosnussnote, die nach Urlaub am Strand schmecken. Die exotischen Biere finden auch in der lokalen Küche Verwendung: Sie dienen als Zutat in Brownies oder Eiscreme. Besucher können die Kreationen in flüssiger und fester Form bei einer Brauereiführung erleben. Im Mai feiert Maui seine Brauereien bei einem Festival, dem “Annual Maui Brewer’s Festival”. In dessen Rahmen gibt es lokales Essen mit und ohne Biernote, Verkostungen, Live-Musik, einen Brauwettkampf und vieles mehr rund um den Gerstensaft.

Juneau, Alaska

Alaska hat eine überraschend reiche Bierkultur zu bieten: Vor allem im Sommer, wenn die Lachse und Heilbutte gefischt werden, ist der Bundesstaat ein perfektes Ziel für Liebhaber des Gerstensafts, da es zu jedem Fischgericht korrespondiere Biere gibt. Diese sind außerhalb Alaskas nur in ein paar Staaten der USA erhältlich, da viele Braumeister nur für lokale Abnehmer produzieren. Zu den größeren Brauereien zählt die “Alaskan Brewing Co.” bei Juneau, der Hauptstadt Alaskas. Diese sehr junge Brauerei zählt bereits zu den besten Bier-Repräsentanten des Staates und konnte schon einige Braukunstwettbewerbe für sich entscheiden. Neben Klassikern wie IPA, Kölsch oder Ale lockt die “Alaskan Brewing Co” mit schön gestalteten Flaschen, limierten Sorten und ausgefallenen Eigenkreationen wie “Raspberry Wheat” mit Himbeernote.

Veldensteiner Rotbier

Ich muss schon sagen, dass die Brauerei bei der Werbung für ihr Rotbier den Mund ganz schön voll nimmt: “Nürnberg und sein Umland galten bereits im frühen Mittelalter als Hochburg der Rotbiere. Diese Tradition wird mit dem Veldensteiner Rotbier gepflegt und fortgesetzt. Seit Generationen privat gebraut im Veldensteiner Land. Fränkische Spezialmalze, die bei höheren Temperaturen gedarrt wurden, sorgen für rötliche Farbreflexe und einen barocken, kernigen Körper sowie eine herausragende Vollmundigkeit.”. Andererseits macht diese Aussage keinen allzu weit hergeholten Eindruck, wenn ich mir ansehe, welche Auszeichnungen das Veldensteiner Rotbier erhalten hat: 2017 erhielt das Bier die Goldmedaille beim European Beer Star, 2018 wurde es mit dem World Beer Award ausgezeichnet und 2019 gab es Silber bei Meininger International Craft Beer Awards. Na, dann kann bei dieser Verkostung wohl kaum etwas schiefgehen.

Rubinrot und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große beige gemischtporige Schaumkrone.

Das Bier duftet nach Karamell mit einem Hauch dunkler Schokolade. Ja, so stelle ich mir ein Rotbier aus Franken vor.

Der Antrunk ist durch eine leichte Karamellsüße geprägt. Dazu kommen einige herbe Noten, wobei die verwendeten Malze eindeutig überwiegen. Zusammen sorgen die Geschmäcker für ein weiches volles Mundgefühl. Im Abgang kommt erstmals auch ein leichtes Bitter zum Vorschein. Trotz der zurückhaltenden Bitterstoffe klingt das Bier überraschend lange nach.

Dieses Rotbier ist der perfekte Begleiter zu einem deftigen fränkischen Mahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,4 %

Brauerei:

Kaiser Bräu GmbH & Co. KG
Oberer Markt 1
91284 Neuhaus
www.veldensteiner.de

Mühlen Kölsch

Vermutlich ist kein anderer Bierstil so penibel definiert wie das Kölsch. Dass es unbedingt in Köln gebraut werden muss ist hinlänglich bekannt. Aber die Brauer in Köln müssen noch eine ganze Reihe weiterer Vorschriften beachten, wenn sie ihr Bier Kölsch nennen wollen. Immerhin 2255 Worte ist die Kölsch-Konvention lang, die der Kölner Brauerei-Verband e.V. beschlossen hat und die am 31. Mai 1985 vom Bundeskartellamt genehmigt wurde. Sie sehen, Kölsch ist wie Karneval – eine bitterernste Sache. Aber jetzt wollen wir uns einmal mit dem Kölsch befassen, das sich in der Flasche befindet, die jetzt vor mir steht.

Die Brauerei, aus der das Mühlen Kölsch stammt, wurde bereits im Jahr 1858 durch den Bierbrauer Hubert Koch am Heumarkt gegründet, damals wie heute im Zentrum von Köln. Na ja, nach so langer Zeit dürften die Brauer die Herstellung von Kölsch wohl aus dem ff beherrschen.

Weizengelb mit einer überdurchschnittlich voluminösen und festen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Bereits beim Einschenken steigen mir die Hopfenaromen in die Nase.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, unterstützt durch einige blumige Noten sowie einem Hauch vom Duft gelber Früchte. Das macht durchaus Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist nur wenig süß und durch die feinperlige Kohlensäure wirklich frisch. Auf der Zunge wirkt es schlank und erfrischend mit überraschend wenigen Bitterstoffen. Aufgrund der recht kräftigen Hopfenaromen hätte ich wirklich mehr Bitter erwartet. Auch im Abgang bleiben die Bitterstoffe im Hintergrund und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Insgesamt ist das Mühlen Kölsch ein erfrischendes und mit 4,8 Volumenprozent auch recht leichtes Bier, das unkompliziert daherkommt und ungeheuer süffig ist. Nichts zum bewusst genießen, aber als schnelles Bier für zwischendurch unschlagbar.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brauerei zur Malzmühle
Schwarz GmbH & Co. KG
Heumarkt 6
50667 Köln

Maisel’s Weisse Alkoholfrei verteidigt Titel als weltbestes alkoholfreies Weißbier

Die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth braut nach Meinung der hochkarätigen Jury des World Beer Awards das beste alkoholfreie Weißbier der Welt. Nachdem die Familienbrauerei bereits im vergangenen Jahr die höchste Auszeichnung bei den World Beer Awards aus London nach Franken holen konnte, wurde ihrer Maisel’s Weisse Alkoholfrei zum zweiten Mal in Folge der international angesehene Spitzenpreis verliehen.

Die Expertenjury der “World Beer Awards” kürte vergangenen Mittwoch in London die besten Biere der Welt. Von der Brauerei Maisel erhielten gleich acht Bierspezialitäten die begehrten Auszeichnungen, was den Bayreuthern Glückwünsche aus aller Welt einbrachte. Besonders freut sich Brauereiinhaber Jeff Maisel über den Folgesieg von Maisel’s Weisse Alkoholfrei: “Es ist unglaublich selten, dass man bei einer Blindverkostung seinen Titel halten kann, deshalb sind wir völlig ausgeflippt, als die Nachricht aus London kam.” Jeff Maisel dankt seinen Braumeistern und allen Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz und dass sie mit ihrem hohen Qualitätsanspruch ihr alkoholfreies Weißbier zum Besten der Welt machen. Neben Maisel’s Weisse Alkoholfrei erreichte auch Maisel’s Weisse Kristall einen Spitzenplatz und wurde zum besten Kristallweizen Deutschlands gekürt. Das sorgte ebenfalls für Freudentaumel in Bayreuth, denn mit dem filtrierten “Champagner-Weizen” fing die Weißbier-Geschichte der Brauerei bereits 1955 an.

Von der Craftbiermarke “Maisel & Friends” wurden sechs Biere mit dem weltbekannten Preis ausgezeichnet. Zum Deutschlandsieger ihres jeweiligen Stils wurden Maisel & Friends Weizen-IPA und Maisel & Friends Marc’s Chocolate Bock gekürt, eine Goldmedaille erhielten Maisel & Friends IPA und das erst seit dem Frühjahr erhältliche Maisel & Friends Hoppy Hell. Das ebenfalls noch sehr neue Maisel & Friends Alkoholfrei wurde mit Silber ausgezeichnet und Maisel & Friends Pale Ale mit einer Bronzemedaille. Die Vielzahl an Auszeichnungen und erreichten Spitzenplatzierungen beim renommierten World Beer Award beweisen, dass sich die innovativen Brauer aus Bayern auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

Der World Beer Award (London)

Der “World Beer Award” ermittelt jährlich die besten Biere der Welt. Dafür verkostet eine internationale, hochkarätig besetzte sowie unabhängige Expertenjury mehr als 3.500 Biere aus über 50 Ländern. Die ersten Verkostungsrunden fanden in Deutschland, England, den USA, Brasilien und Kanada statt. Alle Ländergewinner wurden schließlich am 7. August 2019 in London gegeneinander verkostet, um so “World’s Best Beers” in den einzelnen Bierstilkategorien zu ermitteln.

Maisel’s Weisse von der Brauerei Gebr. Maisel

Hinter Maisel’s Weisse steht die Brauerei Gebr. Maisel, eine Familienbrauerei aus Oberfranken, der Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Über Generationen hinweg prägte die Familie Maisel die Liebe zum Produkt und so war Maisel auch eine der ersten Brauereien, die ein Weißbier auf den Markt brachte. Aus dem einstigen Champagner-Weizenbier entwickelte sich Maisel’s Weisse. Die Bayreuther Spezialitätenbrauer haben dem Trendprodukt Weißbier zum dauerhaften Erfolg verholfen und bieten ihre Weisse heute in fünf Sorten an.

15. 8. – 18. 8. 2019: Hopfenfest Recklinghausen

2019 steht Recklinghausen mit dem Hopfenfest wieder vier Tage ganz im Zeichen des Bieres. Das Hopfenfest in Recklinghausen feiert das Bier in all seinen Facetten und Aromen in entspannter Genussatmosphäre. Auf dem historischen Altstadtmarkt im Stadtkern von Recklinghausen präsentieren zahlreiche Bierbrauer vom 15. bis zum 18. August über 100 regionale und internationale Biere.

Alle Fragen zur Braukunst und dem ultimativen Gerstengeschmackserlebnis können hier aus erster Hand von Experten beantwortet werden. Neben dem traditionellen Pils und Starkbier, werden für experimentierfreudige Hopfenliebhaber auch neue Geschmackssorten in flüssiger Form von außergewöhnlichen Bierstilen und Biercocktails geboten.Und natürlich ist auch Suberg’s bei Boente bei dem Hopfenfest Recklinghausen 2019 wieder mit dabei und den Besuchern euch lokale Biere und Spezialitäten!

Genießen Sie die viertägige Bierexpedition in vollen Zügen und dazu auch leckere Street Food Snacks und Speisen. Die überschäumende Bierfreude wird von atmosphärischer Musik begleitet, welche das Hopfenfest perfekt abrundet. Das Herz von Recklinghausen ist der Altstadtmarkt, der seit jeher als Zentrum der Stadt gilt. Mit seiner jahrhundertealten Geschichte – die “Stadtglocken am Alten Rathaus” spielen heute noch täglich Melodien aus fünf Jahrhunderten – ist er als Mittelpunkt der Altstadt ein wichtiges Symbol der lokalen Identität. Denn genau hier, in der “guten Stube” des Ruhrgebiets, finden das ganze Jahr über das pulsierende Stadtleben und zahlreiche Veranstaltungen statt. Kein Wunder also, dass das “Hopfenfest” in Recklinghausen genau in diesem historisch-romantischen Stadtkern das Bier mit all seinen Aromen in allen Facetten feiert.

15. 8. 2019: Bad Staffelsteiner Bierbrauerfest

Eigentlich ist Bad Staffelstein ja eher als der Geburtsort von Adam Riese bekannt. Weniger bekannt ist, dass es in der fränkischen Bäderstadt immerhin zehn Brauereien gibt – und das bei nur etwa 10.000 Einwohnern. Auf jeweils 1.000 Einwohner eine Brauerei – das dürfte schon fast rekordverdächtig sein. Da wird es wohl auch weitgehend selbstverständlich, dass es einmal im Jahr im Sommer ein großes Bierbrauerfest gibt – in diesem Jahr am 15. August. Das ist einer der Feier-Höhepunkte im Jahreslauf der Adam Riese-Stadt. Alle zehn Brauereien sind wieder dabei, wenn am Feiertag “Mariä Himmelfahrt” mit fränkischer Musik von heimischen Kapellen, den vielfältigen Bad Staffelsteiner Bierspezialitäten und regionalen Schmankerln auf dem Marktplatz ein fröhliches Fest gefeiert wird. Ein ganzer Tag Genuss und Gemütlichkeit, der die Möglichkeit bietet, die Bandbreite und Geschmacksvielfalt der Bad Staffelsteiner Biere kennen zu lernen. Selbstverständlich gibt es als passende “Unterlage” auch kulinarische Köstlichkeiten von der deftigen fränkischen Brotzeit bis zum feinen Bierbrauer-Gulasch. Das Fest beginnt um 18:00 Uhr und endet um 22:00 Uhr.

Ottakringer Brauerei ist achtfacher „Country Winner“ bei den World Beer Awards

Bei den World Beer Awards gestern in London sind gleich acht Biere aus dem Hause Ottakringer als österreichische “Country Winner” ausgezeichnet worden; d.h. jedes als das in seiner Kategorie beste österreichische Bier.

Die Titel errungen haben:

  • Ottakringer Dunkles
  • Ottakringer Wiener Original
  • Goldfassl Zwickl

sowie aus dem Ottakringer BrauWerk

  • Native Tongue
  • Red Impact
  • Sunbeam
  • Big Easy
  • Black and Proud

“Wir bemühen uns täglich, unsere Biere in bester Qualität zu produzieren und kontinuierlich weiter zu verbessern. Einmal mehr wurde diese Leistung nun von externen Experten bestätigt”, freut sich Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. “Dank unserer Biervielfalt haben wir für jeden Geschmack den richtigen Biergenuss. Acht ‚Country Winner’ Auszeichnungen bestätigen uns dafür.”

Bei den jährlich in London stattfindenden World Beer Awards werden die weltweit besten Biersorten von einer unabhängigen Expertenjury aus Europa, den USA und Asien verkostet, beurteilt und gekürt.

Sole-Bier aus Bad Nauheim

“Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue zu wagen” ist ein Zitat des Großherzogs Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein. Diese Motto hat sich die Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH (BNST) zum Vorbild gemacht und Bier mit Bad Nauheimer Heilwasser gebraut. Das Bier trägt, in Anlehnung an den Großherzog, den Namen ERNST und ist ab sofort in der Tourist Information erhältlich.

Bier mit Heilwasser brauen. Geht das überhaupt? Dieser Herausforderung hat sich die BNST in diesem Frühjahr gestellt. Bevor das Bier gebraut werden und in den Verkauf gehen konnte, brauchte es die Expertise von externen Partnern und Analysen der Lebensmittelkontrolle. Nach Vorstellung der Idee beim Kur- und Servicebetrieb erklärte sich dieser dazu bereit, das Heilwasser für das Bier zur Verfügung zu stellen. Im nächsten Schritt ließ sich die BNST beraten, worauf beim Bier brauen mit Heilwasser zu achten ist.

Mit Braumeister Achim Franzen von der Brauerei Obermühle in Braunfels wurde anschließend ein Partner gefunden, der den Geist des Produkts teilt. Nachdem er eine Probe des Heilwassers erhalten hatte, machte er sich daran, das Bier zu entwickeln und so zu brauen, dass es einen runden Geschmack gibt. “Die Herausforderung bestand im Festlegen des richtigen Mischverhältnisses. Denn das Heilwasser hat einen starken Eigengeschmack, was für das Brauen nicht optimal ist” so Franzen. Während er das Bier entwickelte, wurde Elke Schürmeyer, eine Gästeführerin Bad Nauheims, die in Weihenstephan Brauwesen studierte, zur weiteren Beratung ins Boot geholt. Sie empfahl der BNST die notwendigen Kontrollanalysen durch ein unabhängiges Prüflabor durchzuführen.

Nach erfolgter positiver Prüfung durch das Institut Romeis konnte es an die Gestaltung des Etiketts und die Festlegung auf einen Namen für das Bier gehen. Da es mit Heilwasser aus Bad Nauheim gebraut wird, war schnell klar, dass der Name einen klaren Bezug zur Geschichte des Heilbads haben soll. Namensgeber wurde dann Großherzog Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein, denn er prägte das Motto “Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue zu wagen”. Er selbst ging ungewöhnliche Wege, indem er die neuen Bad Nauheimer Kuranlagen im Jugendstil erbauen ließ. “Ungewöhnliche Wege beschritt die BNST mit dem Bier ebenso. Und so lag es nahe, das Bier nach ihm zu benennen” so Lara Tomasoni, Mitarbeiterin der BNST.

Mit dem Bier, Namen und Etikett greift die BNST den schon seit Jahren anhaltenden Trend der Craft Biere auf. ERNST entstand durch einen begeisterungsfähigen Braumeister, in einem kreativen Prozess in einer kleinen unabhängigen Brauerei. Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot wurden nur natürliche Zutaten verwendet. Groß ist ERNST’s Geburtsstätte, die Brauerei Obermühle, nicht, weshalb auch alles noch in Handarbeit erledigt wird. So auch das Abfüllen der Flaschen.

 

Ab sofort ist das Bier ERNST, das mit Bad Nauheimer Heilwasser gebraut ist, in der Tourist Information erhältlich.

Bierabsatz in der ersten Jahreshälfte erneut gesunken

Der Bierabsatz ist im 1. Halbjahr 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,7 % beziehungsweise 127 Millionen Liter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im 1. Halbjahr 2019 rund 4,6 Milliarden Liter Bier abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten im 1. Halbjahr 2019 mit 221 Millionen Litern 4,8 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 wurden 1,5 % weniger Biermischungen abgesetzt.

81,7 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 um 2,7 % auf 3,7 Milliarden Liter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 838,7 Millionen Liter Bier abgesetzt (-2,6 %). Davon gingen 446,3 Millionen Liter (-6,1 %) in EU-Staaten, 386,6 Millionen Liter (+1,7 %) in Nicht-EU-Staaten und 5,8 Millionen Liter (-3,0 %) unentgeltlich an die Beschäftigten der Brauereien.