Archiv für den Monat: Juli 2019

26. – 28. 7. 2019: Craft Beer Tap Days in Plankstadt

Wie in jedem Jahr lädt die Welde-Brauerei in Plankstadt zum Weldefest in den WeldeLustgarten. Den Besuchern wird alles geboten, was zu einem gelungenen sommerlichen Brauereifest gehört: Brauereiführungen, Verkostungen, Foodtrucks, ein Bühnenprogramm sowie selbstverständlich auch viele befreundete Brauereien, die auf dem Weldefest ihre besten Braukreationen und Neuheiten vorstellen. Spannende Biere, gebraut von den besten Braumeistern – frisch vom Fass. Und auch an die jüngsten Besucher ist gedacht – der Mitmachzirkus Paletti aus Mannheim sorgt für deren Unterhaltung genau wie die Hüpfburgen.

24. 7. 2019: Schoppe Bräu & Friends Bergfest

Der Pfefferberg bietet mit dem Glaspalast eine wunderschöne überdachte Außenfläche, in die Schoppe Bräu alle Berliner Brauereien eingeladen hat, um einen schönen Abend am Mittwoch – zum Bergfest der Woche und zum ersten Schoppe Bräu & Friends Bergfest der Berlin Beer Week auf den Pfefferberg – zu verbringen. Es gibt 40+ Biere von 15 Brauereien aus Berlin, Leckereien vom Grill, Essen á la Carte aus dem Braugasthaus der Schankhalle Pfefferberg – und das alles ab 16:00 Uhr bei freiem Eintritt!

Am Pfefferberg, Senefelder Platz, Berlin-Prenzlauer Berg

Lossprechungsfeier der Brauer und Mälzer in der Herforder Brauerei

Es gibt Tage im Leben, die muss man ausgelassen feiern. Dazu gehört sicherlich der Tag der Gesellenprüfung. Traditionell am letzten Schultag in Nordrhein-Westfalen, wurden die ehemaligen Auszubildenden im Brauer- und Mälzerhandwerk feierlich losgesprochen. Diesmal wurden die 29 frischgebackenen Junggesellen in der Herforder Brauerei gefeiert.

Als Hausherr und Gastgeber konnte Braumeister Thomas Stukenborg neben den ehemaligen Azubis auch zahlreiche Verwandte, Freunde und Lehrer im Gästezentrum der Herforder Brauerei in Hiddenhausen begrüßen. “Bei diesen Leistungen macht es uns als Ausbildungsbetrieb natürlich sehr viel Spaß und Freude, jungen Menschen einen Lehrberuf mit tollen Zukunftsaussichten zu bieten”. Wie erfolgreich die Ausbildung war, konnten die beiden Brauer und Mälzer der Herforder Brauerei unter Beweis stellen. Sie durften für die Lossprechungsfeier ein eigenes Bier einbrauen.

Als Chef der Prüfungskommission zeigte sich Oliver Landsberger begeistert von der Leistung seiner neuen Kollegen. “Von den 30 zur Prüfung angetretenen Auszubildenden haben 29 bestanden. Und das durchweg mit guten oder sehr guten Noten. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen um unseren Berufsstand. Im Gegenteil: Die nordrhein-westfälischen Brauereien können sich über zahlreiche Bewerbungen von geeigneten Schulabgängern freuen. Das ist eine echte Ausnahme in den heutigen Handwerksberufen.”

Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat natürlich die schulische Ausbildung der angehenden Brauer und Mälzer. “Das Duale System hat sich in der Berufsausbildung junger Menschen bewährt”, meint Studiendirektorin Sabine Droste, Leiterin der Außenstelle “Ruhrallee” des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund. “Gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben führen wir die Auszubildenden während der dreijährigen Ausbildung ans Ziel. Wer sich für diesen sehr anspruchsvollen Beruf interessiert, sollte einen Hang zur Naturwissenschaft und zum Handwerk haben. Wer dann auch noch zur Schichtarbeit bereit ist und eine gewisse Affinität zur Digitalisierung besitzt, hat genau den richtigen Beruf gewählt.”

Heinz Linden vom Brauereiverband NRW lobte einmal mehr die tollen Leistungen der Auszubildenden. “Dies ist ein erster wichtiger Schritt auf einem spannenden Weg in die berufliche Zukunft”, sagte der Geschäftsführer zu den jungen Männern. “Mit diesem Gesellenbrief können viele Türen geöffnet werden, denn Brauer und Mälzer werden als Experten überall gesucht.” Nach seinen Grußworten zeichnete Linden die Prüfungsbesten aus. Auf dem dritten Platz landete Alexander Maximilian Wendt von der Warburger Brauerei. Dafür bekam er einen Scheck über 100 Euro. Für den Zweitplatzierten Kai Henning Vormbrock von der Herforder Brauerei gab es 200 Euro und für Platz eins sogar 300 Euro. Den sicherte sich Felix Gabriel von der Privatbrauerei Jakob Stauder in Essen.

Dass man auch noch als “Spätberufener” eine Ausbildung im Handwerk erfolgreich absolvieren kann, stellte Felix Gabriel eindrucksvoll unter Beweis. Nach 20 mehr oder weniger leidenschaftslosen Semestern, schmiss der heute 38-Jährige sein Informatikstudium und begann seine Ausbildung in der Privatbrauerei Stauder. “Was vor vielen Jahren als Hobby seinen Anfang nahm, habe ich jetzt mit meiner Gesellenprüfung abgeschlossen”, erzählt der Jahrgangsbeste. Und wie sieht jetzt die Zukunft aus? Studium oder Handwerk? “Studieren kommt für mich nicht mehr infrage. Vielleicht mache ich mich irgendwann einmal mit einer kleinen Handwerksbrauerei selbstständig. Das wäre mein Traum.”

Gusswerk Brotbier

Bier und Brot gehören in vielerlei Hinsicht zusammen:

  • Kulinarisch: eine bayrische Brotzeit ohne ein ordentliches Helles ist ja nun doch eine recht dröge Angelegenheit.
  • Im Volksmund: Wer kennt nicht Aussprüche wie “Bier ist flüssiges Brot” oder ähnliches?
  • In der Welt der Mythologie und Märchen: vermutlich kennt jeder Rumpelstilzchen und den Spruch “Heute back’ ich, morgen brau’ ich…”

Da auch die wichtigsten Zutaten identisch sind – Getreide, Wasser, Hefe – scheint es nur logisch, aus zu viel gebackenem Brot ein Bier zu brauen. Diesen Weg sind in der letzten Zeit einige Brauereien gegangen und jetzt habe ich erstmals ein aus altem Brot gebrautes Bier vor mir stehen. Ich danke Sandra Trautmann, Assistentin der Geschäftsführung beim Brauhaus Gusswerk, für die Zusendung des Biers.

Auffällig ist bereits das Etikett. Der Schriftzug Brotbier ist von der Rückseite geprägt, so dass er nicht nur edel glänzt, sondern auch leicht hervorsteht. Ein so aufwändiges Design habe ich bislang bei noch keinem Bier erlebt.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig, durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und Brotkruste, unterstützt durch einige blumige Noten des Hopfens. Später kommt noch eine leichte saure Nuance dazu. Vermutlich wurde das Brot im Bier mit Sauerteig gebacken. Abgerundet wird der Duft durch einen Hauch Hefe.

Der Antrunk ist leicht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Eleganz. Das Mundgefühl ist vollmundig und cremig, fast dickflüssig. Passend dazu ist der Geschmack sehr komplex. Das Malz steht im Vordergrund und bringt seine Noten nach Toast und Brotrinde ein. Dazu noch einige fruchtige Noten, die im Hintergrund bleiben und sich nicht aufdrängen. Ich meine, Birne und Aprikose zu schmecken. Dazu kommt die leichte Salznote, die das Brot mit sich bringt. Das alles passt gut zur feinen Rezenz. Der Abgang ist sehr gering bitter, aber er klingt trotzdem lange nach, wobei die Fruchtigkeit noch etwas stärker zum Vorschein kommt.

Auf jeden Fall ist das Brotbier ungewöhnlich, sowohl vom Geschmack her als auch von der Verwendung überzähliger Brote. Zu einer Speiseempfehlung zu diesem Bier kann ich mich nicht so richtig durchringen. Was passt dazu? Eventuell ein nicht zu süßes Dessert? Oder sollte da Brotbier einfach solo getrunken werden? Entscheiden Sie es selbst.

Erhältlich ist das Bier in Österreich bei Interspar. Die Interspar Backstube liefert auch das Brot für diese Brauspezialität.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Backwaren (16 %, enthalten Roggen, Weizen, Soja, Sesam), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,8° Plato

Brauerei

Gusswerk GmbH
Römerstraße 3
5322 Hof bei Salzburg
Österreich
www.brauhaus-gusswerk.at

17. 7. – 21. 7. 2019: Brauereimarkt Chemnitz

Vom 17. Bis 21. Juli geht es in Chemnitz rund: mehr als 20 Gastronomen werden in der Inneren Klosterstraße die Erzeugnisse aus 38 Brauereien aus der Region, aus Deutschland und dem Ausland vorstellen. Dafür bringen sie mehr als 100 unterschiedliche Biere mit, insgesamt über 20.000 Liter. Und auch die Stimmung wird vermutlich gut sein. Im letzten Jahr kamen immerhin etwa 20.000 Besucher.

Erstaunlich ist auch die Vielfalt der kulinarischen Spezialitäten, die auf der Veranstaltung angeboten werden. Von Pulled Pork über halbe Hähnchen bis hin zu vegetarischen Speisen lassen die sächsischen Gastronomen keine Wünsche unerfüllt.

Und damit es auch garantiert nicht langweilig wird, gibt es Live-Musik satt. Auf fünf Bühnen gibt es vom Nachmittag bis in den späten Abend was auf die Ohren. Es lohnt also, den Weg in die Innenstadt von Chemnitz auf sich zu nehmen.

Geöffnet ist das Event von Mittwoch bis Freitag jeweils von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr, Samstag von 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr und am Sonntag von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr, so dass die Besucher zum Tatort wieder zu Hause sein können.

Schreckenskammer Kölsch

Wenn ein Bier einen so auffälligen Namen wie in diesem Fall “Schreckenskammer” hat, bin ich etwas kritisch, denn in vielen Fällen ersetzt der reißerische Name die Qualität des Bieres. Ob das auch in diesem Fall so ist will ich jetzt feststellen.

Eine Internet-Recherche ergab, dass der Name Schreckenskammer in diesem Fall wohl historisch gewachsen ist und nicht der ausschweifenden Phantasie eines Braumeisters. Tatsächlich gibt es drei mögliche Erklärungen für den ungewöhnlichen Namen des Brauhauses gegenüber von St. Ursula in der Nähe des Kölner Doms. Ach ja, es ist auch eines der ältesten Brauhäuser in der größten Stadt von NRW. Die Braustätte wurde im Jahr 1442 erstmals urkundlich erwähnt. Aber kommen wir zu den möglichen Erklärungen für den Namen.

Auf der Website der Schreckenskammer wird als eine mögliche Quelle des Namens angegeben, dass sich gegenüber dem Haus Johannisstraße 42 früher die Eisenbahner-Lehranstalt der Fränkisch-Märkischen-Eisenbahn befand. Da diese Anstalt räumlich recht schlecht ausgestattet war, musste bei Prüfungen auf die Räumlichkeit des Brauhauses zurückgegriffen werden. Als wieder einmal eine Prüfung im Brauhaus abgehalten wurde und ein staatlicher Prüfer hinzu kam, fragte dieser, da ihm die Räumlichkeiten nicht bekannt waren: “Na, wo ist denn nun die Schreckenskammer?” Aber es gibt noch eine Erklärung, wie das Brauhaus zu seinem Namen gekommen ist. Nach dieser Erklärung wurden die Gefangen, die im damaligen Gerichtsgebäude, in der Nähe des Rathauses, verurteilt wurden, auf dem Weg zu ihrer Richtstelle (Weckschnapp) in das Brauhaus zur Henkersmahlzeit geführt.

Eine dritte Erklärung geistert durchs Netz und schreibt den Namen der Nachbarschaft zu St. Ursula zu. Dort befindet sich quasi in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schankraum die Goldene Kammer, eine Reliquienkammer, deren vier Wände mit großen Mosaiken aus menschlichen Gebeinen verziert sind. Der Anblick lässt einen wahrlich gruseln.

Jetzt reicht es aber mit der Theorie und Historie und es ist an der Zeit, endlich das Bier zu öffnen.

Recht intensiv goldgelb strählt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die überdurchschnittlich große gemischtporige Schaumkrone bleibt recht lange erhalten.

Malzige Töne mischen sich in meiner Nase mit erdigen Noten und Kräuteraromen, unterstützt durch den Duft von Heu.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle fest, dass die Kohlensäure recht sparsam vorhanden ist. Das hätte ich mir aber bereits denken können, wenn ich vorher das Rückenetikett gelesen hätte, auf dem steht, dass das Schreckenskammer Kölsch ohne zugesetzte Kohlensäure abgefüllt wurde. Dafür ist der Geschmack für ein Kölsch recht kräftig, ohne dass die für diesen Bierstil typische Frische verlorengehen würde. Auch auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu. Das führt zu einem halbwegs runden Mundgefühl. Der Abgang ist minimal bitter und er klingt recht kurz nach.

Das Schreckenskammer Kölsch passt jetzt im Sommer gut zu einem gemütlichen Grillabend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Schreckenskammer KG
Postfach 102405
50464 Köln
www.schreckenskammer.com

Genys Trys Vienuoliai

Nun steht ein Tripel im belgischen Stil vor mir. Es stammt allerdings nicht aus Belgien, sondern aus Litauen. Der Bierstil war vermutlich auch Grundlage für den Namen dieses Biers, Trys Vienuoliai, oder auf Deutsch “Drei Mönche”. Schließlich kennt Belgien nicht nur Tim und Struppi, sondern es ist auch das Land der Trappistenbrauereien. Erstaunlich finde ich aber die Qualität vieler Biere aus dem Baltikum. Diese Gegend ist ja nun traditionell nicht für ihre kulinarischen Hochgenüsse bekannt. Trotzdem kommen gerade von dort in den letzten Jahren etliche Biere in vielen traditionellen Stilen, die sich mit den Erzeugnissen der Brauereien in den jeweiligen Ursprungsländern durchaus messen können. So auch mit den drei Mönchen, die ich jetzt verkosten und durchaus mit der Qualität der belgischen Trappistenbiere im Hinterkopf bewerten werde.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich dieses Tripel im Glas, gekrönt durch eine durchschnittliche Menge feinporigen beigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Aromen nach Karamell und Steinfrüchten steigen mir in die Nase und auch die 7,6 Volumenprozent Alkohol sind deutlich zu riechen, ohne dabei zu stören. Im Gegenteil – der Geruch des Alkohols passt sich gut in die fruchtigen und süßen Aromen ein.

Der Antrunk ist recht süß, dabei nicht aufdringlich, aber ordentlich. Die Kohlensäure ist leider nur unterdurchschnittlich dosiert. Trotzdem macht das Bier einen frischen Eindruck. Auch auf er Zunge dominiert der Geschmack nach Karamell, wobei jetzt ein leichtes Bitter dazukommt. Ergänzt werden diese beiden Geschmackseindrücke durch eine leichte Fruchtigkeit. Ich meine, Banane und Zitronenschale zu schmecken. Das Mundgefühl ist sirupartig voll und rund. Der Abgang ist mild mit einem leichten freundlichen Bitter, das sehr lange nachklingt.

Das Genys Trys Vienuoliai passt gut sowohl zu süßen Desserts als auch zu Hauptgerichten wie Sauerbraten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Caramellmalz hell), Weizenmalz, Hopfen (Styrian Goldings, Tettnanger), Kandiszucker, Hefe

Alkoholgehalt:

7,6 % Vol.

Bittereinheiten:

21 IBU

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

Tegernseer Hell

Die heutige Brauerei geht zurück auf das Jahr 1675, denn dann bekam das Kloster die erste offizielle Braukonzession. So macht bereits das Rückenetikett der Flasche schon neugierig auf den Inhalt: “Eine über tausendjährige Brautradition, zurückgehend auf das Benediktinerkloster Tegernsee, gegründet 746, garantiert wahrhaften Biergenuss.”

Sonnengelb strahlt mir das gut gekühlte Bier entgegen. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Rein von der Optik haben die Brauer schon mal nichts falsch gemacht.

Das Bier duftet nach Biskuit, unterstützt durch leichte Kräuternoten. Ja, die Brauerei hat in den Jahrhunderten ihres Bestehens offensichtlich gelernt, wie ein ordentliches Helles sein sollte.

Der Antrunk ist leicht süß, so wie ich es bei einem Hellen erwarte. Leider hat die Brauerei aber die Kohlensäure ziemlich knapp dosiert. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Auf der Zunge ist das Bier deutlich malzbetont und sehr zurückhaltend gehopft. Trotzdem ist das Bier schön vollmundig und süffig, so dass ich mich direkt nach Bayern zurückträumen kann. Kurz gesagt lässt sich das Bier als erfrischend beschreiben, besonders, weil jetzt auch eine diskrete Zitrusnote auftaucht. Erst im Abgang kommt ein leichtes Bitter zum Vorschein, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee
83684 Tegernsee
www.braustuberl.de

Paulaner Salvator-Preis geht in die dritte Runde

Seit fast 400 Jahren ist die Paulaner Brauerei Bestandteil der Tradition und Geschichte Münchens. Das Wort “Charitas” nahm schon bei den Paulaner Mönchen und ihrem Ordensgründer Franz von Paola ein und das übertrugen sie auch auf ihre Brauerei. Mancher Geschichtsschreiber spricht sogar davon, dass das Wort ihre Bierkrüge schmückte. Ganz in dieser Tradition fördert der Paulaner Salvator-Preis heute mit bis zu 80.000 Euro Initiativen und Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Miteinander in der Stadt München zu verbessern. Das diesjährige Jahresmotto lautet “TraditioNeu – Wie Altbewährtes uns heute verbindet”.

“Liebgewonnene Tradition”, “seit Jahrzehnten bewährt”, “Brauchtumspflege” aber auch “Brautradition”, das sind oft verwendete Redewendungen, wenn man von Brauereien spricht. 2019 ist “TraditioNeu” das Motto des Paulaner Salvator-Preises, mit dem die Brauerei die besten Ideen für München fördert. Und wie die Kombination der Worte “Tradition” und “Neu” schon sagt, dreht sich alles darum bewährte Wege und Instrumente mit neuen Ideen aufzuladen. München ist geprägt von einem ganz eigenen Lebensgefühl, in dem Traditionen eine wichtige Rolle spielen. Sie stellen in einer schnelllebigen Zeit einen Anker dar und verbinden Menschen. Mit dem Preis möchte die Paulaner Brauereieine Anschubfinanzierung für neue Projekte bieten, die diese Idee für ein lebenswertes München unterstützen. Bewerben können sich Einzelpersonen ebenso wie gemeinnützige Organisationen oder sozial ausgerichtete Unternehmen. Neu in der Jury in diesem Jahr ist der bekannte Regisseur David Dietl. “Mein Lebensmittelpunkt ist ja wieder München geworden und ich finde die Idee Klasse, etwas für Stadt und das Zusammenleben zu tun und zu fördern”, so Dietl über sein Engagement.

In den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils über 100 Bewerbungen für den Paulaner Salvator-Preis. 2018 wurden das “Kulturnetzwerk Silberfilm”, “Hofgesellschaften”, “Tee und mehr” und “Aloha Wanderwelt” gefördert. “Der Salvator-Preis hat uns sehr geholfen. Wir konnten das Projekt “Silberfilm” auf München ausbreiten und haben uns mittlerweile ein kleines Netzwerk aufbauen”, freut sich Sabine Distler vom “Kulturnetzwek Silberfilm, ein Projekt, das Kinobesuche für Demenzkranke und ihre Angehörigen organisiert. “Wer eine Idee hat, unbedingt bei dem Preis bewerben. Schon allein der Workshop, den die Brauerei organisiert, hilft den Projekten weiter”, so Distler.

Ideen können unter www.paulaner-salvator-preis.de eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet am 30. Juli 2019, dann beginnt der weitere Auswahlprozess. Über die Gewinner des mehrstufigen Auswahlverfahrens entscheidet eine neunköpfige Jury, bestehend aus Unternehmensvertretern und Experten aus dem sozialen Bereich in München.

Weitere Informationen zum Preis und zu vier Gewinnerprojekten des Vorjahres finden Sie unter www.paulaner-salvator-preis.de.

Jury-Mitglieder des Paulaner Salvator-Preises:

  • Neu in der Jury ist in diesem Jahr der Münchner Regisseur David Dietl
  • Bud A. Willim, Senior Berater bei Schomerus, Beratung für gesellschaftliches Engagement
  • Christian Boenisch, Geschäftsführung des Arbeiter-Samariter-Bund München/Oberbayern
  • Dr. Dominik Domnik, CFO der Social Entrepreneurship Akademie
  • Ute Bertel, Direktorium der Stadt München, Koordinationsstelle Bürgerschaftliches Engagement
  • Prof. Dr. Martina Wegner, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München
  • Christiane Uhl, Geschäftsführerin der Paulaner Brauerei
  • Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Paulaner Brauerei
  • Bernhard Taubenberger, Leiter Kommunikation & Marketing der Schörghuber Unternehmensgruppe

Bio-Brotbier von Gusswerk wird Austria-Produkt des Jahres

Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und NEWS haben das edel-würzige Brotbier von Braumeister Reini Barta aus Hof/Salzburg mit dem Award “Austria-Produkt des Jahres” in der Kategorie “Helles/Lager” ausgezeichnet – und setzen damit ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung, da das Bier quasi upgecycelt ist.

Veredeln statt wegwerfen

Zu viel produziertes Gebäck, wie Bio-Kaisersemmel und Bio-Kornspitz aus der Interspar-Bäckerei werden nachhaltig verarbeitet. Bio-Handsemmeln und Bio-Kornspitz sind die Basis, für das würzig und naturtrübe Bio-Brotbier. Sie verleihen eine resch-feine Geschmacksnote. Das gewonnene Bier ist doppelt fermentiert, weil sowohl Brot als auch Maische einen enzymatischen Prozess durchlaufen. “Ich habe lange getüftelt, um den Salzgehalt im Brot zu harmonisieren. Und was mich besonders freut, es ist gelungen, die schönen Karamelltöne der Brotkruste herauszuarbeiten” so Barta.

“Empfehlenswertes Bier”

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der landesweiten Online-Panel-Befragung bewerteten 230 Produktinnovationen, die von Unternehmen und Konsumentinnen eingereicht werden konnten. Insgesamt 2000 Personen wurden befragt und haben 92.000 Einzelbewertungen abgegeben. Gewonnen hat das Brauhaus Gusswerk in der Kategorie Helles/Lager mit einem Scorewert von 5,51. Gefragt wurde u.a. “ist eine Bereicherung, würde ich Freunden empfehlen.”