Archiv für den Monat: Juni 2019

14. 6. – 15. 6. 2019: Craft Beer Days Osterholz-Scharmbeck

Mit den Craft Beer Days veranstaltet der Wirtschaftstreff Osterholz-Scharmbeck e.V. seit dem Jahr 2017 einmal im Jahr eine zweitägige Veranstaltung auf dem Scharmbecker Marktplatz rund um das handwerkliche gefertigte Bier.

Was ist Craft Beer und warum in Osterholz-Scharmbeck?

Mit dem Begriff verbinden wir die Rückbesinnung auf traditionelle Braukunst, nicht die amerikanische Definition von Craft Beer, die sich auf Deutschland nicht übertragen lässt. Vielmehr empfiehlt es sich bei Craft Beer und der Bewegung darauf zu setzen, was hinter dem Bier steht – ein Mensch, ein Brauer mit Geschichte und Leidenschaft. Craft Beer ist unabhängig und gehört keinem großen Brauereikonzern an und die Entwicklungen, Geschmacksrichtungen und Ideen sind besonders kreativ. Und Craft Beer wird “handwerklich” hergestellt. Zwar werden zur heutigen Zeit auch moderne Brautechniken angewandt, doch auf die Verwendung natürlicher Zutaten wird besonderer Wert gelegt.

Osterholz-Scharmbeck bietet mit seiner traditionsreichen Geschichte des Torfhandwerkes die richtige Kulisse um “handwerkliche” Ideen aufzugreifen. Direkt im Mittelpunkt von Osterholz-Scharmbeck ist mit der “Osterholzer Hausbrauerei” eine kleine Brauerei am Rande des Teufelsmoores entstanden, welche Biere nach traditioneller Braukunst herstellt. Und sogar Zutaten wie der Gagelstrauch, welcher in Nordwesteuropa bereits um 1500 v. Chr. zum Bierbrauen genutzt wurde, sind hier heimisch und werden heutzutage wieder genutzt.

Jedes Jahr im Juni finden heutzutage die Craft Beer Days statt. Etwa 15 Brauer sind vor Ort, schenken Ihre handwerklichen Kreationen aus und erklären den interessierten Besuchern das Brauverfahren. Umrahmt wird diese Veranstaltung von Live-Bands, sowie weiteren Food- und Getränkeherstellern – auch diese meist aus kleineren Manufakturen.

23. 6. 2019: Bier aus dem Norden, Freilichtmuseum am Kiekeberg

Brauen ist wieder ein regionaler Trend: Brauten die Menschen früher auf den Höfen ihr eigenes Bier, sind heute vermehrt individuelle Biere kleiner Brauereien gefragt. Schon zum 12. Mal treffen sich bei “Bier aus dem Norden” kreative Klein- und Craft-Beer-Brauereien am Kiekeberg. Am Sonntag, den 23. Juni, bieten von 10 bis 18 Uhr rund zwei Dutzend Brauereien aus Norddeutschland über 100 verschiedene Sorten an. Das Seminar “Bier aus dem Süden” vergleicht die nord- und süddeutsche Braukunst. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 9 Euro, es gibt auch ein Programm für Kinder. Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei. Das Brauerei-Verzeichnis steht unter www.kiekeberg-museum.de zur Verfügung.

Probieren, fachsimpeln, voreinander lernen und Bier nachhause mitnehmen… unter den 100 traditionellen und neuen Sorten entdeckt jeder Liebhaber Neues und Bier nach seinem Geschmack.

Fachleute und Liebhaber tauschen sich über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Zutaten und das Brauereihandwerk aus. Die Teilnehmer kommen in diesem Jahr wieder aus dem Bereich der Klein- und Craft Beer-Brauereien. Sie produzieren Spezialitäten aus der Region, die die Museumsbesucher nicht im gewöhnlichen Supermarkt finden, und laden zum Probieren ein.

Zwei Mal bietet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des Deutschen Hopfenmuseums Wolnzach, den Vortrag “Bier aus dem Süden” mit Verkostung an. Die traditionell stark besuchte “informative Bierverkostung” findet um 12 Uhr und um 15 Uhr statt – die Karten werden tagsüber vor Ort vergeben. Jenseits liebgewonnener Klischees zeigt Christoph Pinzl gemeinsame Wurzeln und stilistische Unterschiede und Gemeinsamkeiten von norddeutschem und bayerischem Bier – samt Verkostung besonderer süddeutscher Biere aus kleineren Brauereien.

Im Museum empfängt der Geruch von Biersuppe die Besucher schon am Eingang – wie um 1900 wird das nahrhafte Gericht auf dem Feuer gekocht. Besucher können die Suppe auch probieren. Die Darstellergruppe “Gelebte Geschichte 1804” führt in traditioneller Kleidung und Ausrüstung vor, wie Bier vor 200 Jahren gebraut wurde. Zu damaliger Zeit war Bier meist sauberer und länger haltbar als Wasser aus Brunnen und Flüssen. So wurde das Getränk auch von der ganzen Familie getrunken. Die Herstellung war, wie die Lebensmittelversorgung auf dem Hof insgesamt, hauptsächlich Aufgabe der Frauen. Die Rezeptur und Brauweise wurde durch Beobachtung und Mithilfe an die nächste Generation weitergegeben.

Gerade traditionelle und lokale Biersorten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Auf moderne Art kocht eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vor den Augen der Besucher Biermarmelade, die sowohl verkostet als auch gekauft werden kann.

Nach dem Biergenuss auf dem Museumsgelände locken der Gasthof “Stoof Mudders Kroog” mit herzhaften norddeutschen Spezialitäten und die Backstube mit leckeren Brezeln und Gebäck.

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg liegt in den Schwarzen Bergen südlich von Hamburg im idyllischen Rosengarten. Über 40 historische Gebäude und Gärten auf einem zwölf Hektar großen Freigelände erzählen von der Kultur und der Lebensweise in der Winsener Marsch und der nördlichen Lüneburger Heide. Historische Bauernhöfe, Scheunen und Speicher zeigen die bäuerliche Hofwirtschaft seit dem 17. Jahrhundert. Große Acker- und Weideflächen werden von Hand oder mit Schleswiger Kaltblütern bearbeitet. Auf ihnen wachsen alte Getreide- und Gemüsesorten. Bunte Bauern- und Blumengärten, Streuobstwiesen und Weiden ergeben ein Bild vom früheren Leben auf dem Lande. Zum lebendigen Museum gehören auch alte Nutztierrassen wie Pommersche Gänse, Ramelsloher Blaubeine, Bunte Bentheimer Schweine, Schleswiger Kaltblüter, Bentheimer Landschafe und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Die Vorführungen alter Gewerbe und Handwerke zeigen dem Publikum, wie früher auf dem Lande gelebt und gearbeitet wurde: vom Korbflechten über Flachsen, Weben und Schmieden bis hin zum Bierbrauen und Brotbacken. Das ganze Jahr über finden zahlreiche Aktionstage statt. Mit dem Agrarium schlägt das Freilichtmuseum am Kiekeberg den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Es ist Deutschlands einzige Ausstellungswelt mit 3.300 qm zu Landwirtschaft und Ernährung gestern, heute und morgen. Mit der Dauerausstellung “Spielwelten” zeigt das Freilichtmuseum den Wandel in Spielen und Spielwaren von 1950 bis 1970 – von Selbstgemachtem zu hochtechnologischem Spielzeug, von Improvisation und komplexen Spielen. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ein lebendiges und familienfreundliches Museum zum Anfassen. Besucher unter 18 Jahren besonders willkommen und haben freien Eintritt. Die Veranstaltung findet von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Bertinchamps Triple

Das Sortiment von Bertinchamps umfasst neben dem Bertinchamps Hiver das traditionelle Trio aus Triple, Blonde und Brune. Die Biere werden mit Brunnenwasser, Malz aus lokal angebauter Braugerste, europäischen Hopfensorten und einem speziellen Hefestämmchen gebraut. Im Gegensatz zu vielen anderen belgischen Brauereien setzt Bertinchamps den Bieren werden keine Kräuter zu.

Klar und mit einer schönen Bernsteinfarbe ergießt sich das Bertinchamps Triple ins Glas und bildet dabei eine recht große gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen nach Karamell, Blumen und frischem Heu erinnern an einen Bauernhof, also an die Heimat dieses Bieres.

Der Antrunk weist eine leichte und nicht aufdringliche Süße auf und die Kohlensäure ist recht großzügig dosiert. Auf der Zunge beherrscht Karamell den Geschmack, während sich der Hopfen diskret im Hintergrund hält. Das Mundgefühl ist voll und rund. Das Bertinchamps Triple erinnert mich an ein norddeutsches Bockbier. Im Abgang bleibt die Süße und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brasserie de Bertinchamps
4, Rue de Bertinchamps
5030 Gembloux
Belgien
www.bertinchamps.be

19. 6. – 23. 6. 2019: Fränkisches Bierfest Nürnberg

Am 19. Juni 2019 ist es wieder so weit: der romantische Burggraben in Nürnberg wird wieder zu einem der größten Bierfeste Deutschlands. 48 deutsche und internationale Brauereien werden dann den Besuchern ihre Biere anbieten. Zusätzlich kommt die Mönchshof Brauerei mit ihrer mobilen Brauerei, in der die Besucher erleben können, wie ihr Lieblingsgetränk entsteht. Dort können die Besucher auch eine eigene 1 Liter-Siphonflasche abfüllen und mit nach Hause nehmen.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. 24 Stände bieten herzhafte und süße Speisen an. Und damit auch wirklich keine Langeweile aufkommt wird auf fünf Bühnen ein umfangreiches Musikprogramm angeboten.

Ich will hier gar nicht auf die einzelnen Angebote eingehen. Die Veranstalter haben eine umfangreiche Zeitung zum Festival herausgegeben, die auch im Internet im PDF-Format zur Verfügung steht und die alle Einzelheiten enthält. Hier noch die Öffnungszeiten:

Mittwoch 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Donnerstag 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Freitag 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Samstag 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Sonntag 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr

1332 Gose

Auf den ersten Blick erscheint der Name 1332 für ein Bier etwas merkwürdig. Aber er macht durchaus Sinn. Vom 27. März 1332 stammt die älteste erhaltene Urkunde, in der Gose erwähnt wurde. Gebraut wurde sie im Kloster Ilsenburg, einer ehemaligen Benediktinerabtei in der heutigen Stadt Ilsenburg, Landkreis Harz. Die 1332 Gose stammt aber nicht aus Sachsen-Anhalt, sondern aus der Berliner Bierfabrik, gelegen im Bezirk Marzahn.

Strohgelb präsentiert sie die Gose im Glas. Darüber steht eine extrem große sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Es empfiehlt sich also, dieses Bier sehr vorsichtig einzuschenken. Aber dann macht es eine wirklich gute Figur.

Das Aroma ist fruchtig-säuerlich geprägt. Düfte nach Banane, grünen Äpfeln und Birnen steigen mir in die Nase, gut abgerundet durch die leichte Würzigkeit des Korianders.

Der Antrunk ist leicht süß und durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure spritzig. Erst als sich die Gose auf der Zunge verteilt, kommt die Fruchtigkeit kräftig zum Tragen. Der Geschmack roter Johannisbeeren steht im Vordergrund. Er korrespondiert gut mit der hintergründigen Süße. Die Säure ist deutlich zu schmecken, aber nicht zu kräftig. Insgesamt ist das Bier gut ausgewogen. Das Mundgefühl ist schlank, aber trotzdem voll und rund. Im Abgang lässt die Säure etwas nach und die Würzigkeit des Korianders kommt erstmals deutlich hervor. Der Fruchtgeschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Koriander, Salz, Hefe, Milchsäurebakterien

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Brauerei:

BBF Berliner Bierfabrik
Zur Alten Börse 74
12681 Berlin
http://www.berlinerbierfabrik.com

15. 6. – 16. 6. 2019: Jubiläums-Open Air Party bei Glaabsbräu, Seligenstadt

Seit 1744 wird inmitten der idyllischen Seligenstädter Altstadt Glaabsbräu gebraut. Und in diesem Jahr, 275 Jahre später, feiert die Brauerei ihre langjährige Tradition mit einer großen Open Air-Jubiläumsparty feiern!

Deshalb laden die Brauer am 15. und 16. Juni 2019 zu unserem Jubiläumsfest auf den Marktplatz in Seligenstadt ein. Es gibt frisches Glaabsbräu, kulinarische Leckereien aus verschiedenen Foodtrucks und jede Menge zu erleben. Beim Start um 14 Uhr gibts zum kühlen Bier entspannte Kerbmusik und regelmäßige Brauereiführungen für einen Blick hinter unsere Kulissen. Natürlich darf auf keiner Party die richtige Musik für die richtige Stimmung fehlen. Sven Garrecht wird dann am Nachmittag für groovige Musik sorgen und Klangfabrik – DIE Coverband aus Frankfurt übernimmt die Bühne für ein grandioses Open Air Konzert am Abend.

Am Sonntag erfolgt der traditionelle Bieranstich für einen gemütlichen Frühschoppen. Natürlich wird hier auch für das leibliche Wohl und einen entspannten Kerb-Sound im Ohr gesorgt.

Genys Baltas Melas

Jetzt steht das Baltas Melas der kleinen Brauerei Genys aus Kaunas, Litauen, vor mir. Das Bier haben mir die Brauer auf der ProWein in Düsseldorf zum Verkosten mitgegeben. Baltas Melas ist litauisch für “Weiße Lüge”. Wenig überraschend handelt es sich um ein Witbier nach belgischem Vorbild. Die Brauerei beschreibt das Baltas Melas so: “Ohne Sch**ß können wir sagen, dass unser Witbier Baltas Melas zu jeder Jahreszeit immer Teil des Sommers sein wird. Eine Nase von Zitrone und feuriger Orange wird von erfrischenden Weizennoten erfüllt, die die elegant und durch Honignoten unterstützte Bitterkeit von Baltas Melas unterstrichen wird.” Der litauische Onlinehändler Vynoguru (www.vynoguru.lt) wird noch romantischer: “Weiße Lüge. Du versprichst, sie zum Mond und zurück zu bringen. Auch wenn sie weiß, dass das nicht wahr ist, setzt sie einen Helm auf und wartet auf die Magie. Was für eine süße weiße Lüge! Witbier mit orangefarbenen Noten – fühlt sich wie Magie auf dem Mond an.” Na, da bin ich aber mal gespannt, was hier auf mich wartet.

Golden und leicht hefetrüb ergießt sich das Bier ins Glas und bildet dabei eine relativ kleine feinporige Schaumkrone, die leider recht flott in sich zusammenfällt.

Die Minuspunkte, die die Optik gesammelt hat, macht das Aroma aber wieder gut. Das Baltas Melas duftet, wie sich ein Witbier präsentieren soll. Düfte nach reifer Banane und Nelken steigen mir in die Nase, unterstützt durch das Aroma der Orangenschalen. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Frisch und spritzig sind die ersten Eindrücke, die das Bier der Zunge vermittelt. Es ist relativ trocken und enthält viel sehr feinperlige Kohlensäure. Aber dann kommt die Fruchtigkeit mit Macht. Ich schmecke Banane, dazu etwas Karamell und Waldhonig, abgerundet durch den Geschmack der Orangenschale. Das Mundgefühl ist wirklich rund; trotzdem bleibt das Bier leicht. Im Abgang wird die Fruchtigkeit noch stärker und jetzt kommen auch leichte Bitterstoffe dazu. Trotz der geringen Bitterkeit klingt der Geschmack noch lange in der Kehle nach.

Das Baltas Melas von Genys ist ein wunderbares Sommerbier, eines der besten Witbiere, die ich bislang getrunken habe. Dazu gebratener Fisch oder Muscheln und der Abend ist gerettet.

Zutaten:

Wasser, Malz (Pilsener, Weizenmalz, Münchner Malz, Caramalz, Cara Pilsener), Hopfen (Saphir), Bitterorangenschalen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Bittereinheiten:

12 IBU

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

14. 6. – 15. 6. 2019: Craft Market Hamburg

Der Craft Market ist kein reines Bierfest, sondern dort finden Sie auch viele andere handwerklich hergestellte Produkte. Deshalb finden Sie dort nicht nur etwa 30 deutsche und internationale Brauereien, sondern auch elf Food Trucks, viele Spirituosen und Softdrinks sowie ausgewählte Designer. Außerdem finden sich dort viele Aussteller für E-Mobilität und die Besucher können auch den passenden Camper für den bevorstehenden Urlaub finden. Alles in Allem also ein rundes Programm.

Der Craft Market findet direkt an der Rindermarkthalle St. Pauli (Neuer Kamp 31) statt. Er ist auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, am besten mit der U3 oder den Buslinien 3 und 6. Von der Station Feldstraße sind es nur wenige Meter bis zur Location. Parkplätze sind ausreichend im Parkhaus der Rindermarkthalle vorhanden.

​Die Veranstaltungsfläche ist teilweise überdacht, was die Craft Beer Area und den Designmarkt einschließt, die Besucher auch beim sprichwörtlichen Hamburger Schietwetter die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre besuchen können.

Aber Ihnen geht es vermutlich in erster Linie ums Bier. Daher hier die Liste der teilnehmenden Brauereien:

  • Birrificio Shanghait
  • Blech.Brut
  • Bunthaus
  • Brauer & Co. Leipzig
  • Brauminator
  • Hohmann’s Brauerei
  • Kuehn Kunz Rosen
  • Landgang Brauerei
  • RavenKraft
  • Reepbana
  • Rehbocks Braumanufaktur
  • Rügener Insel Brauerei
  • Simian Ales
  • Vagabund Brauerei
  • Wittorfer Brauerei
  • Beavertown
  • Beerbliothek
  • De Moersleutel
  • Göteborgs Nya Bryggeri
  • Lervig
  • Northern Monk
  • Omnipollo
  • Pohjala
  • Siren
  • The Pineridge Brewery
  • The Sisters Brewery
  • To Øl
  • The White Hag
  • Wild Beer

Am Freitag ist der Markt ab 16:00 Uhr und am Samstag ab 13:00 Uhr geöffnet, Schluss ist an beiden Tagen um Mitternacht. Eigentlich war die Veranstaltung für drei Tage geplant, aber leider hat die Stadt Hamburg den Markt am Sonntag nicht genehmigt.

Ganter Wodan

Das Bier, das jetzt vor mir steht, ist vermutlich etwas Besonderes. Schließlich hat das Wodan aus der Brauerei Ganter im Freiburger Stadtteil Wiehre im Jahr 2018 hat bei den World Beer Awards in der Kategorie “Starkbier Lager” Bronze gewonnen und zählt damit zu den besten Bieren der Welt. Außerdem hat die Brauerei Ganter auch schon mehrfach bewiesen, dass sie mit den Rohstoffen kreativ umgehen kann, beispielsweise als sie den Aperitif Wier entwickelt hat, in dem sie Wein und Bier zu einer Einheit verschmolzen hat. Na, dann bin ich ja mal gespannt.

In dunklem Rubin, beinahe schwarz, ergießt sich das Bier ins Glas und bildet dabei einen feinporigen hellbraunen Schaum, der allerdings recht flott in sich zusammenfällt.

Düfte nach Sirup, Pumpernickel und dunklen Früchten steigen mir in die Nase. Dabei meine ich, Kirschen riechen zu können. Ich weis also jetzt schon, dass dieser Doppelbock recht süß sein wird.

Das bestätigt auch der Antrunk. Süß mit dem Geschmack dunkler Schokolade und Lakritz stellt sich das Bier auf der Zunge vor. Auch die anderen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dabei ist das Mundgefühl cremig und auch die 7,5 Volumenprozent Alkohol schmecken deutlich durch, auch wenn er nicht unangenehm wird. Im Abgang wird der Geschmack des Alkohols noch kräftiger und die Fruchtigkeit klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

18,5 %

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Brauerei GANTER GmbH & Co. KG
Schwarzwaldstr. 43
79117 Freiburg
www.ganter.com

Brau Union setzt auf heimische Rohstoffe

Bier ist ein natürliches Getränk und kann nur so gut sein wie die Rohstoffe, aus denen es besteht. Klares Wasser von bester Qualität, feinster Hopfen und beste Braugerste. Grundsätzlich wird in Österreich zu wenig Braugerste angebaut, um den gesamten Biermarkt des Landes zu versorgen. Dabei ist die Rede von der sogenannten Sommerbraugerste. Klimatisch bedingt wird es in Österreich immer schwieriger, Sommergerste als Braugerste zu erhalten. Daher hat sich die Brau Union Österreich schon in verstärktem Maße auf die Verwendung von Wintergerste aus Österreich geeinigt, um die Herkunft und Deckung des Bedarfs aus Österreich weitgehend zu sichern.

“Unser Bemühen ist, die langjährige Zusammenarbeit mit heimischer Landwirtschaft zu erhalten und auch auszubauen, damit wir unsere Rohstoffe aus Österreich beziehen können, sofern Qualität und Verfügbarkeit gewährleistet werden können. Soweit es hinsichtlich unserer Ansprüche an das Produkt Bier vertretbar ist, erweitern wir auch unsere Qualitätsgrenzen und nehmen den Landwirten die Ernte nicht optimaler Braugerste trotzdem zum vereinbarten Vollpreis ab. Die Brau Union Österreich ist der mit Abstand größte Abnehmer heimischer Braugerste von Österreichs Bauern. Wir tun das, um Bier seine Heimat zu geben und auch, um kurze Transportwege zu haben, was sich wiederum positiv auf den CO2-Footprint und einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt auswirkt”, so Harald Raidl, der als Supply Chain Director der Brau Union Österreich die gesamte österreichische Produktion und Logistik verantwortet.

Pro Jahr benötigt die Brau Union Österreich knappe 110.000 Tonnen Braugerste. Dabei ist die Zielsetzung, für den Großteil österr. Braugerste einzusetzen. Im Jahr 2017 war das auch so, mit 91.000 Tonnen. “Wir hätten auch mehr Gerste im Inland gekauft. Leider war keine Gerste mit “Braugerstenqualität in dieser vollen Menge verfügbar”, ergänzt Raidl.

Reichen die österreichischen Rohstoffe für den notwendigen Bedarf nicht aus, wird mit kompetenten Partnern aus den angrenzenden Ländern kooperiert. Dies war bspw. im Jahr 2018 aufgrund einer schlechten Ernte in ganz Österreich der Fall. Da musste bis zum 30% aus dem angrenzenden EU-Ausland importiert werden. Eine volle Deckung mit österreichischen Rohstoffen war schlichtweg nicht möglich. Dies hat den gesamten Biermarkt im Land betroffen, womit nur ein Teil der importierten Braugerste von der Brau Union Österreich verarbeitet wurde bzw. wird.

Hopfen – die Seele des Bieres

Beim Hopfen werden 85-90% aus heimischem Anbau abgedeckt. Für diesen Rohstoff werden langfristige Verträge mit österreichischen Bauern abgeschlossen, deren Preise deutlich über dem europäischen Schnitt liegen.

Die Hauptanbaugebiete von Hopfen in Österreich sind im Mühlviertel (139,9 ha), in Leutschach in der Südsteiermark (94,7 ha) sowie im Waldviertel in Niederösterreich (17,1 ha). Der Gesamtbedarf an Hopfen der Brau Union Österreich kann mit heimischen Sorten nicht gedeckt werden, da es Sorten gibt, die in Österreich aufgrund des Klimas nicht wachsen, aber für die Herstellung spezieller Biersorten wie etwa des Pale Ale nötig sind.

Als 100% österreichisch werden nur jene Biersorten von Marken der Brau Union Österreich deklariert, bei denen dies auch der Fall ist und die AMA-zertifiziert sind. (Quelle: Pressemitteilung der Brau Union)