Archiv für den Monat: Mai 2019

19. 5. 2019: Schmankerlmarkt Handwerk & Genuss Nürnberg

Der Schmankerlmarkt ist kein reines Bier-Event, auch wenn selbstverständlich einige Brauereien daran teilnehmen. Tatsächlich präsentiert sich dort das mittelfränkische Lebensmittelhandwerk mit seinen besten Produkten. Die Ausstellerliste lässt auf ein ganzheitliches Event des guten Geschmacks hoffen. Unter dem Motto “frisch, regional, schmackhaft” zeigen mittelfränkische Lebensmittel-Handwerker am Schmankerlmarkt auch in diesem Jahr an über 40 Ständen wieder ihr Können. Sie präsentieren zahlreiche lukullische Spezialitäten: Verwöhnen Sie Ihren Gaumen unter anderem mit deftigen Schlot-Engele, veganer Fruchtschokolade, würzigem Walnussbrot oder einem süffigen Holunderbier.

Der Schmankerlkönig wird dieses Jahr aus den Reihen der Metzger gewählt: Wählen Sie Ihren Publikumsliebling mit der besten Stadtwurst – Hausmacher geräuchert und kreativ. Zu gewinnen gibt es einen kulinarischen Gutschein.

Für zusätzliche Unterhaltung für Groß und Klein sorgt das Programm auf der Bühne.

Und hier die Aussteller:

  • Handwerkskammer für Mittelfranken
  • Bio-Konditorei J. Langgartner
  • Brauerei Wiethaler
  • Bäcker BOCK
  • Allegra Schokolade
  • Bratwurscht89.de
  • Orca brau
  • Sandybel
  • Metzgerei Herrler
  • Deinzer – der Holzofenbäcker
  • Pralinenpoesie
  • Metzgerei Weinmann
  • Die kleine Schleckerei
  • 1. Altenberger Brauhaus
  • Metzgerei Trumpp
  • Brauerei & Gasthof Zwanzger
  • Brauerei Gundel
  • Eiskreationen Paolo Eis
  • Hausbrauerei Schober – Craft Beer aus Zirndorf
  • Bäckerei Tränkenschuh
  • Goldjunge Bäckerei
  • Bäckerei Windsheimer
  • Metzgerei Rösch GmbH Festzeltbetriebe
  • Marx’s himmlische Genüsse
  • Brauerei Kanone
  • Der Beck
  • Törtchenwelt
  • Eppelein & Friends Craftbier-Manufaktur
  • Metzgerei Bernd Wechsler
  • Backhaus Lederer
  • Maueröders Kuhles Eis
  • Hechtbräu Zimmern
  • Fräulein Gusti süsses Handwerk
  • Dreykorn Bräu
  • Metzgerei Eiden e.K.
  • Brezen Kolb
  • Bäckerei Wimmer Bad Windsheim
  • Naturmetzger Seefried
  • German Ade
  • Frimobil Onlineshop
  • Pferdemetzgerei Georg Haller

Da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Der Schmankerlmarkt findet am ^19. Mai von 9:00 bis 17:00 Uhr im Amerikahaus Nürnberg, Gleißühlstr. 9 in Nürnberg statt.

Eibauer Heller Bock

Bis ins Jahr 1786 reichen die Wurzeln der Privatbrauerei Eibau zurück. Die Geschichte der Brauerei war wechselhaft, aber sie so manchen Eigentümerwechsel, die Enteignung während der Zeit der DDR und auch die Rückübereignung an die ursprünglichen Besitzer überstanden und braut nach wie vor ihr Bier. So auch den hellen Bock, der jetzt vor mir steht.

Intensiv goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Leider ist die feinporige Schaumkrone recht klein, aber sie bleibt zumindest einige Zeit erhalten.

Das Aroma ist malzbetont, so wie ich es von einem Bockbier erwarte. Der Hopfen steuert noch diskret den Duft grüner Äpfel bei.

Der Antrunk ist durch die stiltypische Süße geprägt. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber leider recht knapp dosiert. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Auf der Zunge kommt ein gut auf die Süße abgestimmtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist sehr mild und er klingt nur kurz nach.

Das helle Bockbier aus Eibau hat keine Fehler, aber es hat nichts, das geeignet wäre, Begeisterung zu erzeugen. Es ist geeignet, um es nebenbei zu trinken, aber ein echtes Genussbier sieht anders aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i. Sa.
02739 Eibau
www.eibauer.de

Alpirsbacher blickt auf erfolgreiches Jahr 2018 zurück

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei Glauner GmbH & Co. KG bleibt weiter wirtschaftlich erfolgreich. Auch 2018 übertraf die Brauerei aus dem Schwarzwald nach Angaben der Geschäftsführer Carl Glauner und Markus Schlör “deutlich die positiven Marktentwicklungen” und verzeichnete in allen Bereichen “eine besonders positive Entwicklung”. So stieg der Bierabsatz um 5,4 % (Vorjahr 5,0 %), die Bruttoerlöse legten sogar um 8,6 % zu. Überproportional und losgelöst vom Biermarkttrend in Deutschland und Baden-Württemberg wuchs der Absatz bei den Flaschenbieren (+ 7,2 %); auch den Fassbier-Absatz konnte die Familienbrauerei aus dem Kinzigtal um 1,4 % steigern.

“Besonders erfreulich entwickelten sich die Segmente Kloster-Spezialitäten, die in der Produktausstattung überarbeitete Linie der Weizenbiere, die alkoholfreien Biere und die Retro-Linie Schwarzwald Michel”, berichtet Inhaber Carl Glauner, der das erfolgreiche Unternehmen in vierter Generation führt. Geschäftsführer Markus Schlör ergänzt: “Bei den Kloster-Spezialitäten und den Kleingebinden verzeichneten wir Zuwächse von mehr als 30 Prozent, bei den alkoholfreien Bieren mehr als 20 Prozent.” Die Zuwächse seien ausschließlich auf das Plus im steuerpflichtigen Inlandsgeschäft zurückzuführen. Alpirsbacher treffe weiterhin den Geschmack seiner Kunden, sagt Carl Glauner: “Weiterhin ist die Hinwendung der Verbraucher zu regionalen, hochwertigen Bierspezialitäten zu erkennen, dies bildet sich in den Marktdaten entsprechend ab.”

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei Glauner GmbH & Co. KG trotzte damit auch 2018 dem allgemeinen Trend auf dem Biermarkt. Beim steuerpflichtigen Bierabsatz – also dem Inlandsabsatz ohne Export und Haustrunk – verkauften die deutschen Brauereien 2018 lediglich 0,5 % oder rund 450 000 hl mehr als 2017. Der Gesamtbierabsatz von Deutschlands Brauwirtschaft stieg um 0,6 Prozent, ging beim Export in EU-Länder jedoch um 2,8 % zurück.

Auch 2018 investierte die Alpirsbacher Klosterbrauerei nach Angaben von Markus Schlör rund 3,7 Millionen Euro in die Zukunft des Unternehmens. Die Mittel flossen in technische Verbesserungen in der Abfüllung und Logistik sowie in Gebinde- und Markt-Investitionen.

Für das Geschäftsjahr 2019 geht die Geschäftsleitung von Alpirsbacher von einer “weiterhin leicht steigenden Absatzentwicklung” aus. Im Bereich Bier erwartet Alpirsbacher einen Mengenzuwachs von 1 % und einen Umsatzzuwachs von 4 %. Die Brauerei möchte durch neu eingeführte Produkt- und Packungsvarianten die positive Entwicklung der Vorjahre fortsetzen. Aktuell zeigt das neue Produkte Kräuter-Radler “eine sehr positive Resonanz”, konstatiert Markus Schlör. Im Sommer sollen außerdem die Produktlinien Spezial und Pils in der Etikettenoptik überarbeitet werden, wodurch eine deutlichere Schwarzwald-Positionierung und eine höhere Attraktivität für den Verbraucher erreicht wird. Mit der Umstellung haben dann alle Alpirsbacher Produkte nur noch FSC zertifizierte Etiketten.

Im Geschäftsjahr 2020 möchte sich Alpirsbacher dann mit weiteren Produktimpulsen im Bereich Bier und alkoholfreie Getränke zusätzliche Absatz- und Ertragspotenziale erschließen.

Auch für Marktveränderungen fühlt sich die Alpirsbacher Klosterbrauerei gewappnet. Marktseitigen Risiken wie dem Konzentrationsprozess im Lebensmittel-Einzelhandel sowie der rückläufigen Zahl der Gastronomiebetriebe im ländlichen Raum begegnet das Familienunternehmen mit einer starken Markenpräsenz und einer intensiven vertrieblichen Betreuung der Kunden. “Mit entsprechenden Beratungsdienstleistungen stärken wir die Kompetenz sowohl im Handels- als auch im Gastronomiegeschäft”, sagt Markus Schlör. Auch die schwierige Rohstoffsituation beschäftigt das Unternehmen. Durch die dürrebedingten Missernten 2018 sei die Rohstoffversorgung angespannt und das Preisniveau deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, erklärt Carl Glauner.

Über die Brauerei Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co.

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei wird in vierter Generation von Carl Glauner geleitet. Der 61jährige ist der Urenkel des Brauerei-Gründers Johann Gottfried Glauner, der 1877 das Unternehmen kaufte und damit die Benediktiner-Klosterbrauerei aus dem elften Jahrhundert reaktivierte. 1880 ging die Firma an Carl Albert Glauner über. 1906 erfolgte die Umfirmierung in Alpirsbacher Klosterbräu. Geschäftsführer sind der Inhaber Carl Glauner und Markus Schlör. Das Unternehmen im oberen Kinzigtal beschäftigt rund 135 Mitarbeiter. Alpirsbacher Biere werden regelmäßig bei den internationalen Bierwettbewerben World Beer Award und European Beer Star ausgezeichnet. Das Familienunternehmen ist Mitglied beim Verbund “Die Freien Brauer”.

Birra Flea Isabella

Nun steht mal wieder ein Bier der italienischen Brauerei Birra Flea vor mir. Ich muss zugeben, dass ich mit einigen Vorurteilen an diese Verkostung gehe, da es sich beim Isabella um ein glutenfreies Bier handelt und die meisten “free-of-Produkte” geschmacklich doch ziemlich hinter dem Original zurückbleiben. Die Brauerei schreibt dazu: “Bier mit einem Glutengehalt unter 20 ppm, das speziell für Menschen mit einer Unverträglichkeit gegen Gluten entwickelt wurde (Reg. UE 828/2014).”

Wie alle anderen Biere hat die Brauerei auch dieses Bier einer historischen Person gewidmet: “Sie war die Tochter von König John Lackland von England, der König erinnerte sich in der Literatur als Erzfeind von Robin Hood, Isabella heiratete 1235 Friedrich II. nach dem Tod seiner zweiten Frau. Ihre Hochzeit war eine “Make-filiace-Hochzeit”, die von Papst Gregory IX. sehr begehrt war. Chroniken der Zeit feierten Isabella für ihre unbeschreibliche Schönheit und Anmut. Diese Eigenschaften fielen Frederik auf den ersten Blick auf.” Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier auch so schön ist. Auf jeden Fall ist es ungefiltert und unpasteurisiert. Außerdem wurde es einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen. Es handelt sich also auf jeden Fall um ein “richtiges” Bier.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist blumig, unterstützt durch den Duft von Waldhonig und einem Hauch Grapefruit.

Der Antrunk ist frisch und spritzig, aber auch recht schlank. Auf der Zunge entwickelt sich ein malziger Geschmack zusammen mit einem leichten Sauer. Das Bier ist recht trocken und für ein glutenfreies Bier erstaunlich vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit kurzem Nachklang aus.

Das Bier bietet nicht den absoluten Genuss, aber Menschen mit Glutenunverträglichkeit, die gerne ein Bier trinken wollen, werden es sicher zu schätzen wissen. Ich habe dieses Problem nicht, aber auch ich könnte mir vorstellen, dieses Bier noch einmal zu trinken, auch wenn ich die anderen Biere von Birra Flea bevorzugen würde.

Zutaten:

Wasser, Gersten- und Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

Flea Società Agricola a r.l.
Via Fratelli Cairoli
Zona Industriale Sud
06023 Gualdo Tadino, PG
Italien
www.birraflea.com

16. 5. – 18. 5. 2019: Oldenburger Bierfest

Es wird wieder lecker und international auf dem Schlossplatz in Oldenburg: Bei aller Aussicht bei gutem Wetter präsentiert sich dort die Welt des Bieres: An vielen Ständen gibt es Unmengen an unterschiedlichen Bieren aus aller Welt zu verkosten. Dafür sind die Bierfeste, die vom Team der Craft Beer-Bar GiG in Hannover organisiert werden, aber auch bekannt.

Eine Liste der Biere, die auf dem Schlossplatz ausgeschenkt werden, finden Sie unter www.bierfest-oldenburg.de.

Geöffnet ist Donnerstag und Freitag ab 17 Uhr, am Samstag ab 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bayreuther Hell

Bayerisches Bier und das Helle gehören einfach zusammen. Auch über die Grenzen von Bayern wird dieser traditionelle Bierstil immer beliebter. Jetzt steht ein Helles aus dem Bayreuther Brauhaus vor mir, einer Marke von Maisels Weiße.

In sehr hellem Goldgelb mit einer leicht überdurchschnittlichen feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt auch recht lange erhalten.

Ein malzbetonter und würziger Duft steigt mir in die Nase, unterstützt durch leichte Noten nach Honig und Zitrone. Insgesamt ist das Aroma unaufdringlich und angenehm und macht so Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeigt überraschend wenig Süße, aber viel feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge ist das Helle aus Bayreuth schlank, frisch und ungeheuer süffig. Das Hopfenaroma verbindet sich gut mit der Malzigkeit. Erst im Abgang kommt ein leichtes Bitter zum Vorschein, das überraschend lange nachklingt.

Das Bayreuther Hell ist ein schönes Allround-Bier, das sich als Begleitung für die meisten Speisen anbietet. Lediglich wenn die Speisen kräftig gewürzt sind, könnte dieses Bier als Begleitung erschlagen werden, so dass ein anderes Bier sicherlich empfehlenswert wäre.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,6 %

Bittereinheiten:

17 IBU

Brauerei:

Bayreuther Bierbrauerei AG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.bayreuther-brauhaus.de

Teilnahmerekord bei Meininger’s International Craft Beer Award

Noch nie wurden so viele Biere beim Meininger’s International Craft Beer Award eingereicht wie in diesem Jahr. Rund 1.200 Biere werden am 14. und 15. Mai von einer Expertenjury in Neustadt/Weinstraße verkostet und bewertet. Damit wächst der Wettbewerb im sechsten Jahr seines Bestehens kontinuierlich weiter und erzielt in diesem Jahr eine Steigerung um 12 Prozent. Neues Mitglied im Vorstand ist die preisgekrönte Journalistin und Bier-Expertin Mareike Hasenbeck.

1229 Biere aus 31 Ländern konkurrieren beim 6. Meininger’s International Craft Beer Award um eine Auszeichnung. Eingereicht haben in diesem Jahr 250 Brauereien. Die geschmackliche Vielfalt umfasst 74 Kategorien und reicht dabei von holzfassgereiften Bieren, IPA, Pale Ale, helles Weizen über Freestyle Biere, Helles Pils, Kellerbier bis zu Export. Die Anzahl der alkoholfreien Biere beträgt knapp 50 (2018: 38). Der Anteil der internationalen Biere liegt bei 33 Prozent (2018: 23 Prozent). Unter anderem nehmen Biere aus USA, Tschechischen Republik, Taiwan und Dänemark teil. 93 Juroren aus 13 Ländern, darunter Brauer und Biersommeliers sowie Experten aus Forschung und Lehre, verkosten und bewerten die Biere an zwei Tagen.

Neues Vorstandsmitglied bei Meininger’s International Craft Beer Award ist Mareike Hasenbeck. Sie ist von der DLG als sensorische Sachverständige zur Bewertung von Getränken im Bereich Bier zertifiziert und diplomierte Biersommelière. Die gelernte Journalistin betreibt seit fünf Jahren das Portal feinerhopfen.com und war damit eine der ersten Bloggerinnen, die sich der jungen Craft-Bierbranche widmeten. Darüber hinaus schreibt sie als freie Journalistin für Medien wie Focus und Lust auf Genuss, für Meiningers CRAFT-Magazin sowie für die Onlineauftritte der Getränkemessen wie drinktec und BrauBeviale. Für ihre journalistische Tätigkeit ist sie bei den “Beerkeeper Awards” als beste Bierjournalistin im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet worden.

Christoph Meininger, Geschäftsführende Gesellschafter Meininger Verlag: “Wir freuen uns außerordentlich mit Mareike Hasenbeck eine der profundesten Kennerinnen der BierBranche an Bord zu haben. Mit ihrem langjährigen Know-how und ihrer ausgezeichneten Expertise wird sie den Vorstand verstärken und neue Impulse setzen.”

Mareike Hasenbeck, Vorstand Meininger’s International Craft Beer Award: “Der Wettbewerb zählt nicht nur zu den größten in Europa, sondern ist in seiner Vielfalt auch einzigartig. Die Auszeichnungen sind in der Craft-Beer-Branche sehr begehrt. Deshalb freue ich mich, Teil des Teams zu sein und den Wettbewerb gemeinsam weiterzuentwickeln.”

Theresa Seidl ist Siegerin bei der bayerischen Brauermeisterschaft

Kürzlich haben etwa 100 Azubis ihre Lehre zum Brauer und Mälzer beendet. Zum Abschluss traten sie noch einmal gegeneinander um den Titel der Münchner und Südbayerischen Braumeisterschaft an. Aufgabe im praktischen Teil war es, ein untergäriges Münchner Dunkel zu brauen. Teresa Seidl, Auszubildende bei der Paulaner Brauerei, gelang dies am besten. Sie gewann die Wertung aus theoretischer und praktischer Prüfung.

Seit Jahren belegen die Auszubildenden von Paulaner vordere Plätze bei den Brauermeisterschaften. “Paulaner steht schon immer für höchste Qualität. Gut, Besser, Paulaner ist nicht nur ein Werbeslogan, sondern auch Richtschnur für jeden Mitarbeiter. Diese Brautradition wollen wir weitergeben und deswegen liegt uns die Ausbildung ganz besonders am Herzen. Wahnsinn, dass Teresa jetzt südbayerische und Münchner Meisterin geworden ist, wir sind unglaublich stolz”, so Susanne Weber, Leiterin der Brauer- und Mälzer Ausbildung bei Paulaner. Neben dem klassischen Brauhandwerk bekommen die Azubis in ihrer Lehrzeit einen Einblick in die Qualitäts- und Rohstoffkontrolle. “Uns ist es wichtig, eine ganzheitliche Ausbildung unserer Auszubildenden zu ermöglichen. Sie sollen alle Facetten des Brauereiwesens kennenlernen. So bekommt man das richtige Gespür für das Handwerk und das Produkt Bier”, erklärt Weber.

Teresa Seidl hat all dies mit in ihren “Meistersud” eingebracht: “Das Besondere an meinem Bier ist, dass es mit Liebe gebraut ist. Mir macht es Spaß mit dem Bier ein Produkt zu kreieren, das für Zusammenhalt steht”, so Seidl auf der gestrigen Preisverleihung. Ihr Bier überzeugte die Jury durch eine hohe Schaumkrone und einen süffigen, vollmundigen Geschmack.

Bench Clean Slate

Jetzt steht ein kanadisches Bier vor mir, das Clear Slate aus der Brauerei Bench Brewing Company in Ontario. Ich habe das Bier von der ProWein mitgebracht. Diese Messe hatte in diesem Jahr erstmals auch eine ganze Reihe deutscher und internationaler Brauereien als Aussteller.

Die Brauerei bewirbt dieses Bier so: “Unsere erste Brett Saison ist eine Hommage an die historische Maple Grove School in Beamsville, Ontario – der neuen Heimat der Bench Brewing Company. Diese knackige und rustikale Brett-Saison ist strohgelb und mittelkräftig, mit Aromen von Honig, Ananas und weißen Trauben.” Das klingt doch schon mal gut.

Strohblond und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei recht viel feinporigen Schaum, der aber leider relativ schnell in sich zusammenfällt. Da das Clean Slate nicht ausschließlich mit Brettanomyces gebraut wurde, hätte ich mir eigentlich eine etwas bessere Haltbarkeit des Schaums gewünscht.

Das Aroma ist fruchtig und wird durch die typischen frisch-säuerlichen Düfte der Brettanomyces dominiert. Daneben finden aber auch Düfte nach Zitrusfrüchten und Birnen ihren Platz, unterstützt durch einen Hauch pfeffriger Noten. Das Aroma lässt mich vermuten, dass es sich beim Clean Slate um ein “Sauerbier für Einsteiger” handelt. Oder freundlicher ausgedrückt: ich hoffe jetzt, ein Sauerbier mit guter Drinkability vor mir zu haben.

Und wirklich – der Antrunk ist leicht süß und die angenehm dosierte Kohlensäure sorgt für eine schöne Frische. Das Mundgefühl ist samtig und neben einer leichten Malzigkeit beherrschen die Bitterstoffe des Hopfens den Geschmack. Die Säure der Brettanomyces hält sich mit der Fruchtigkeit eher im Hintergrund. Der Abgang ist eher trocken, die Fruchtigkeit kommt wieder in den Vordergrund und klingt zusammen mit dem freundlichen Bitter lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Weizenmalz, Dinkelmalz, Weizen, Hopfen (Nelson Sauvin, Saaz), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Bench Brewing Company
3991 King Street
Beamsville
Ontario
L0R 1B1
Kanada
www.benchbrewing.com

11. 5. – 12. 5. 2019: Spalter Brauereifest 2019

In diesem Jahr wird die Stadtbrauerei Spalt 140 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird an diesem Wochenende zünftig gefeiert. Dafür haben sich die Veranstalter ein umfangreiches Programm einfallen lassen.

SAMSTAG 11.Mai.2019

  • 17:00 Uhr – Beginn
  • 18:00 Uhr – Bieranstich mit unserer BierKönigin Elisa Meyer und den Böllerschützen aus Obererlbach
  • 18:00 Uhr – 0:00 Uhr CraftbierDorf Spalter & Friends – in der kleinen Festhalle
  • 18:00 bis 20:30 Uhr – THE Sharks aus Gunzenhausen – in der großen Festhalle
  • 21:00 bis 0:00 Uhr – THE Grandmas aus Oberösterreich – in der großen Festhalle
  • 21:00 bis 0:00 Uhr – DJ Burns – in der historischen Fasswichs
  • 21:00 bis 0:00 Uhr – TACUM Akkustik Rock – in der BockbierStube Alte Mälzerei
  • 01:00 Uhr Ende…

SONNTAG 12.Mai.2019

  • 10:00 Uhr – Vereinstag & Weißwurstfrühschoppen mit der Spalter Stadtkapelle
  • 10:00 – 18:00 Uhr CraftbierDorf Spalter & Friends – in der kleinen Festhalle
  • 11:00 Uhr – Familientag mit tollem Attraktionen für unsere kleinen
  • 14:00 bis 18:00 Uhr – The Heimatdamisch – aus Bad Tölz in der Festhalle
  • 15:00 Uhr Inthronisierung der neuen Spalter-Bierkönigin
  • 18:00 Uhr Ende…

Und damit alle Besucher sicher wieder nach Hause kommen, bietet die Brauerei ihnen einen kostenlosen Shuttleservice in Kooperation mit der VGN vom Bahnhof Georgensgmünd nach Spalt und zurück an.