Archiv für den Monat: April 2018

Super 8 Blanche

Wieder einmal steht ein Bier aus der Brouwerij Haacht in Boortmeerbeek vor mir, das Super 8 Blanche. Auch dieses Bier haben mir die Brauer auf der Internorga mitgegeben. Auch wenn ich für diese Flasche nicht gezahlt habe, werde ich mich bemühen, sie objektiv zu beurteilen.

Super 8 ist eines von fünf Bieren unterschiedlicher Bierstile, für die die Brauerei sogar eine eigene Website eingerichtet hat. Wie der Name bereits aussagt ist das Super 8 Blanche ein Witbier, eines der typischen frischen belgischen Biere, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem deutschen Weizenbier haben, aber meist doch deutlich erfrischender sind. Ob das auch auf dieses Bier zutrifft will ich jetzt feststellen.

In hellem Gold und minimal hefetrüb strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Dazu baut sich beim Einschenken sehr viel fester Schaum auf, der auch lange erhalten bleibt. Es empfiehlt sich also, beim Einschenken vorsichtig zu sein, um nicht zu lange mit dem ersten Schluck warten zu müssen.

Das Bier duftet nach Biskuitteig mit deutlichen Zitrusnoten sowie dem Aroma von Orangenschale und Koriander. Genauso erwarte ich ein belgisches Witbier.

Der Antrunk ist leicht süß und vom ersten Moment an fruchtig und frisch. Auf der Zunge entwickelt sich eine volle und runde Fruchtigkeit, wobei sich die Zitrusnoten mit dem Koriander wunderbar vereinen. Zusätzlich wird das Bier leicht trocken, was es zu einem guten Durstlöscher im Sommer macht. Der Abgang ist kaum bitter und leicht fruchtig. Der Nachklang ist kurz.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Weizenmalz, Koriander, Orangenschale, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Haacht
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.haacht.com

Braukatz Hop Cat

Das Allgäu – eine Bilderbuchlandschaft. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht, das Braukatz Hop Cat aus der Brau-Manufaktur Allgäu in Nesselwang. Die Brauerei ist seit 1883 in Familienbesitz. Neben den traditionsreichen bayrischen Bieren werden hier auch einige Craft-Biere kreiert, so auch das Hop Cat.

Das helle Gelb des Bieres und die leichte Trübung durch die Hefe gefallen mir schon mal gut. Leider hat das Bier nur recht wenig gemischtporigen Schaum, der auch schnell in sich zusammenfällt.

Über die meiner Meinung nach doch noch verbesserungsfähige Optik dieses Bieres trösten aber die fruchtigen Aromen hinweg, die mir bereits während des Einschenkens in die Nase steigen. Vor Allem Limone und Ananas kann ich riechen. Spätestens mein Geruchssinn verrät mir, dass ich hier ein besonderes Bier vor mir stehen habe.

Bei diesem fruchtigen Aroma erwarte ich einen recht süßen Antrunk – und ich werde auch nicht enttäuscht. Die fruchtige Süße, in der sich das Aroma widerspiegelt, wird aber durch die gut dosierte feinperlige Kohlensäure ausgeglichen. Schnell verbindet sich ein kräftiges aber freundliches Bitter mit der Fruchtigkeit. Jetzt zeigt das Hop Cat seinen Charakter – kräftig und ausgewogen, damit aber absolut nicht langweilig. Trotz des kräftigen Bitter bleibt das Bier sehr gut trinkbar. Auch der Abgang ist fruchtig und zeigt dabei ein erstaunlich mildes Bitter. Trotzdem klingt er ellenlang nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Triskel, Brewers Gold), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,0 %

Bittereinheiten:

42 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Regensburger Brauerei Bischofshof wird klimaneutral

Bis zum Jahr 2019 will die Regensburger Stiftungsbrauerei Bischofshof zur ersten völlig klimaneutralen Brauerei in Bayern werden. Wichtigster Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel soll eine rund 8,5 Millionen Euro teure neue Energiezentrale werden, die bis zum Herbst dieses Jahres ans Netz gehen soll. Die neue Energiezentrale, die der Regensburger Energieversorger Rewag auf dem Brauereigelände errichtet, wird die Brauerei sowie ein derzeit entstehendes neues Viertel mit 1.200 Wohnungen und die Kinderklinik St. Hedwig CO2-neutral mit Strom und Wärme versorgen.

Herzstück des neuen “grünen Energiehauses” sind eine Dampfkesselanlage sowie drei Blockheizkraftwerke, die mit Bio-Erdgas aus regionaler Biomasse betrieben werden, wie Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß am 25. April in einem Pressegespräch ankündigte. Zusätzlich soll eine eigene neue Photovoltaikanlage helfen, die Eigenstromversorgung der Brauerei klimaneutral sicherzustellen. Sie produziert jährlich rund 60.000 Kilowattstunden Strom. Diese Menge reicht aus, um etwa eine halbe Million Hektoliter Bier zu brauen.

Die neue Energiezentrale soll nach Aussagen des Rewag-Vorstandschefs Olaf Hermes jährlich rund 28 Millionen Kilowattstunden Wärme und rund 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Wichtiger Schlüssel für die hohe Effizienz der Kraft-Wärme-Kopplung bei den Blockheizkraftwerken ist nach Angaben der Investoren die Nutzung von Synergien: So wird die Abwärme der Brauerei beispielsweise genutzt, um die Wohngebäude im neuen Dörnbergviertel zu beheizen. Damit würde ein außergewöhnlich hoher Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Brauereidirektor Hermann Goß sagte, bis zum kommenden Jahr wolle Bischofshof als Pionier in Bayern komplett klimaneutral produzieren. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Brauerei mit Millioneninvestitionen an diesem Ziel gearbeitet und neue umweltschonende und energiesparende Technologien eingeführt. 2006 weihte die Stiftungsbrauerei, zu der auch Weltenburger gehört das modernste Sudhaus der Welt ein. Es hilft, rund 40 Prozent an Primärenergie einzusparen und erhielt den Umweltpreis der Stadt Regensburg.

Seit 2013 arbeiten die Bischofshof-Mitarbeiter in einer neuen Arbeitswelt, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entstand und die eng an ökologischen und ökonomischen Grundsätzen ausgerichtet ist. Seit 2016 in Betrieb ist ein neuer Gär- und Lagerkeller mit einer deutlich effizienteren Kühlleistung. Weitere Investitionen beispielsweise in Tankmöglichkeiten für E-Fahrzeuge auf dem Brauereigelände sind nach Worten des Brauereidirektors in Planung. Regensburgs Umweltbürgermeister Jürgen Huber sprach bei der Vorstellung der Pläne für die neue Energiezentrale von einem “guten Tag für Regensburg”. Er freute sich, dass globale Herausforderungen mit regionaler Dynamik beantwortet würden.

Lausitzer Dunkel

Auf dunkle Biere hatten die ostdeutschen Brauereien lange Zeit nahezu ein Monopol. Das hat sich zwar in den letzten Jahren geändert, so dass wir uns jetzt auch im Westen ebenfalls über eine größere Biervielfalt freuen können, aber jetzt steht ein Original vor mir, das Lausitzer Dunkel, ein dunkles Lagerbier, von der Eibauer Brauerei im sächsischen Teil der Lausitz. Aus dieser Brauerei kannte ich bislang nur das Schwarzbier, das mir recht gut gefallen hat, so dass ich mir im Onlineshop der Brauerei alle Biere aus Eibau bestellt habe, die ich jetzt nach und nach hier vorstellen werde.

Dunkel ist eigentlich zu wenig gesagt, das Bier ist schwarz, blickdicht schwarz Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert schwach ein leichtes Rubinrot durch. Darüber bildet sich viel feinporiger hellbrauner Schaum, der sich zunächst durchschnittlich schnell auflöst. Ein Rest bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma ist eher schwach und mir steigt nur ein überraschend geringer Duft nach Kaffee in die Nase. Vom Hopfen kann meine Nase nichts feststellen.

Der Antrunk ist ziemlich süß und die reichlich dosierte Kohlensäure macht in diesem speziellen Fall den ersten Eindruck auch nicht besser. Auch als sich das Bier auf der Zunge ausbreitet, bleibt lediglich ein wässrig-süßer Geschmack. Im Abgang stelle ich kurz einen leichten Kaffeegeschmack fest, Bitterstoffe sind nur wenig vorhanden. Ein Nachklang fehlt fast vollständig.

Nachdem mir das Schwarzbier wirklich gut gefallen hat, enttäuscht mich das Lausitzer Dunkel wirklich. Ich werde es sicher nicht noch einmal kaufen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Süßstoff Natrium Saccharin

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i. Sa.
02739 Eibau
www.eibauer.de

Zombräu Blutweisse

Mir gefällt ja die Philosophie der beiden Brauer aus Mirskofen, die sie auf ihrer Homepage zusammenfassen: “Was bereits tot ist, kannst du nicht mehr umbringen! Craft Beer ist kein neues Phänomen, sondern existiert schon seit hunderten von Jahren. Aber mit der industriellen Revolution und der Industrialisierung des Bieres wurden innovative in Handarbeit gebraute Schätze niedergemetzelt und durch Standardbier ersetzt. Gesichtsloses, wässriges Lager, das die Leute nur trinken, weil sie glauben, das müsse so schmecken. Aber sie irren sich gewaltig!” Die Biere von Tobias und Bastian, die ich bislang verkostet habe, haben bereits bewiesen, dass die beiden die Ansprüche, die sie in ihrer Darstellung formulieren, durchaus erfüllen. Daher freue ich mich auf diesen Biertest.

Vor mir steht jetzt die Blutweisse, ein rotes Weizenbier, das vollkommen ohne Weizen auskommt. Wie das geht? Er wurde einfach durch Dinkel ausgetauscht. Dinkel ist ein enger Verwandter des Weizens, einige Quellen sagen auch, dass der Weizen aus dem Dinkel gezüchtet wurde. Tatsächlich sind die beiden Getreidearten so eng miteinander verwandt, dass sie sich sogar kreuzen lassen. Da der Dinkel zumindest im Brot verbacken intensiver schmeckt als Weizen erwarte ich jetzt ebenfalls eine Geschmacksexplosion. Wikipedia schreibt sogar, dass Dinkel auch von Weizenallergikern vertragen wird. Ich weiß zwar nicht, ob diese Menschen auch auf Weizenbier reagieren, aber falls ja, ist die Blutweisse für diese Personen sicher eine Alternative. Wenn Sie von einer Weizenallergie betroffen sind, sollten Sie das aber vor einem Selbstversuch noch genau abklären. Aber genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit, das Glas zu füllen.

Und wirklich – rot mit einem Braunstich und ist leicht hefetrüb. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist fest, hat einen leichten Elfenbeinton und bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal perfekt.

Ein sattes Getreidearoma steigt mir in die Nase, zusammen mit Karamell- und fruchtigen Aromen nach Banane sowie einigen würzigen Noten. Ich meine Düfte nach Pfeffer und Gewürznelken wahrzunehmen. Das runde Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß, dabei intensiv. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig und sanft. Die Rezenz ist cremig, Malze und Banane bestimmen den Geschmack auf der Zunge. Der Abgang ist wenig bitter, aber er klingt lange nach.

Die Blutweisse hat meine Erwartungen vollkommen erwartet. Sie hat Charakter, ist rund und ausgewogen. Schade, dass es dieses Bier im Ruhrpott nicht zu kaufen gibt; es würde sonst sicher häufiger meinen Kühlschrank bevölkern. Außerdem wird die Blutweisse in 0,33 l-Flaschen geliefert, so dass ich mein kleines Weizenbierglas häufiger mal verwenden könnte.

Zutaten:

Wasser, Dinkelmalz, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara50, Cara100, Melanoidinmalz, Special W®), Hopfen (Perle)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürzegehalt:

14° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 Mirskofen
www.zombraeu.com

27. 4. 2018: Tag der offenen Flaschen in Wien

Am Freitag, 27. April, ab 16:00 Uhr lädt die Stiegl-Ambulanz im neunten Wiener Gemeindebezirk zum “Tag der offenen Flaschen”. Dann verwandelt sich das historische Gebäude des alten AKH in das Zentrum der Biervielfalt. Seien Sie beim Festival der handgebrauten Biere dabei und wählen Sie aus über 100 Biersorten. Biersommeliers, Braumeister & Bierexperten werden Sie mit ihrem umfangreichen Wissen begleiten und Ihnen ein großes Angebot an Bierspezialitäten präsentieren.

Neben der Stieglbrauerei und dem Stiegl-Gut Wildshut präsentieren sich Gastbrauereien aus Österreich und dem Ausland, zum Beispiel Brew Age, Brauerei Gusswerk, Next Level Brewing, Bierfracht.at, Pinzgau Bräu, Erzbergbräu, Marchfelder Storchenbräu, Rodauner Biermanufaktur, Beerlovers, Blakstoc Cider, Brauwerk, Xaver, Woif.

Eintritt ist kostenlos. Als Reisegeld beim Streifzug durch die Welt der Biere dienen Bierjetons um 1 Euro pro Stück, die vor Ort erhältlich sind.

Ein Starterpaket kostet 10,- Euro und dafür erhalten Sie ein exklusives Verkostungsglas (das Sie auch behalten dürfen) sowie 5 Bierjetons. Ausschließlich mit den Bierjetons können Sie die Biere erwerben und genießen.

Für ein stimmungsvolles Ambiente mit musikalischer Unterhaltung sorgt DJ Christian Neuberger. Das gesamte Team der Stiegl-Ambulanz freut sich auf zahlreiche Biergenießer.

Termin, Daten und Fakten

“Tag der offenen Flaschen”

Freitag, 27. April 2018, ab 16 Uhr

Stiegl-Ambulanz,
Alserstraße 4
1090 Wien
Österreich

1. 5. 2018: Bierakademie in der Trinkhalle Bochum

Am kommenden Dienstag ist ein Feiertag, was Thomas aber nicht davon abhält, ab 19.00 Uhr zur Bierakademie in seine Trinkhalle einzuladen. Und wenn die Bierakademie ausgerechnet am Tag der Arbeit stattfindet, soll zumindest ein besonderer Brauer zu Gast sein. Diesmal ist es Thomas von der Wiener Craft-Brauerei Brew Age. Die Brauerei wurde allein im letzten Jahr sechsmal für ihre Biere ausgezeichnet, insgesamt sogar 38 mal. Das ist für eine erst 2013 gegründete Brauerei eine reife Leistung. Der Gastgeber des Abends beschreibt seinen Namensvetter wie folgt: “Vor drei Jahren haben wir die sympathischen Jungs von Brew Age kennengelernt. Sie waren zu Besuch auf der Spirits and Beer in der Jahrhunderthalle. Nach einigen lustigen Abenden in der Trinkhalle konnten wir Ihre Reste von der Messe übernehmen. Seitdem gibt es die leckeren Biere dieser Brauerei immer mal wieder in der Trinkhalle.” (Zitat aus der Einladungsmail zu diesem Event).

Am Dienstag werden hopfenbetonte Biere (Pale Ale, IPA, Black IPA und New England IPA) im Vordergrund stehen. Wir können uns also auf einen informativen und genussreichen Abend freuen.

Die Veranstaltung findet statt in der Trinkhalle, Herner Str. 8, 44787 Bochum

27. 4. – 30. 4. 2018: Festival der Dortmunder Bierkultur

2016 wurde anlässlich des 500jährigen Jubiläums des Deutschen Reinheitsgebots das Festival der Dortmunder Bierkultur aus der Taufe gehoben. Wie es sich für die ehemalige Bierhauptstadt gehört, startete das Festival an historischer Stätte, vor um Dortmunder U in absoluter Bahnhofsnähe. Ende April geht es nun in die dritte Runde. Auch in diesem Jahr können wieder viele Biere aus der Region und aus anderen Gegenden getrunken werden, vom traditionell im Ruhrpott favorisierten Pils über Pale Ales bis hin zum obergärigen Starkbier. Passend zu den leckeren Bieren gibt es eine Auswahl an schmackhaftem Street Food und natürlich Musik!

Apoldaer Spezial Domi als Bier des Monats April 2018 gekürt

Zum “Bier des Monats April 2018” wurde vom deutschlandweiten ProBier-Club.de die Bierspezialität “Apoldaer Spezial Domi” von der Vereinsbrauerei Apolda aus Apolda gewählt. Das “Bier des Monats” ist ein bundesweiter Preis, der in jedem Monat nur einer deutschen Brauerei verliehen wird. Ziel von ProBier-Club.de ist es, Bierliebhaber/ -innen auf besondere Bierspezialitäten aufmerksam zu machen, die traditionell handwerklich gebraut werden.

Der Genießerclub wurde 1998 gegründet und wählt seitdem monatlich ein Bier einer Spezialitätenbrauerei zum “Bier des Monats”. Diese Wahl ist gleichzeitig die Nominierung zum “Bier des Jahres”, dem größten und wichtigsten deutschen Konsumentenpreis der deutschen Braubranche.ProBier-Club.de hat weltweit über 6.000 Mitglieder.

Mit der Aktion “Bier des Monats” werden den Clubmitgliedern monatlich besondere Bierspezialitäten zugesandt, die zuvor von einem Konsumenten-Ausschuss ausgewählt wurden. Mitglied bei ProBier-Club.de kann jeder werden, der gerne die verschiedensten Bierspezialitäten aus Deutschland probieren möchte.

Verkostungsnotiz

Selbstverständlich beschreibt ProBier das Domi auch: Goldgelb und mit einer angenehm festen, schönporigen Schaumkrone präsentiert sich das “Domi” im Glas. Der Geruch ist sehr würzig und erinnert an Brotkruste, frisches Getreide, etwas Honig und Kräuter. Im Antrunk kommt eine leichte Bittere dazu, wobei sich eine feine Malzsüße anhängt. Die Harmonie von Hopfen und Malz zeigt sich als schwungvoller Tanz auf der Zunge. Die frische Rezenz, die sich außergewöhnlich lange hält, begeistert und zeugt von höchster Braukunst und langsamer und langer Reifung.

Camba IPA

Camba Bavaria wurde im Jahr 2014 von Meiningers International Award als Craft -Brauer des Jahres ausgezeichnet. 2017 erschien in der Welt ein Artikel, in dem die Redaktion die Brauerei als eine der innovativsten Brauereien beschrieb, gemeinsam mit Maisel & Friends. Diese Beschreibung bezog sich allerdings nicht auf das Bier, sondern auf die Produktion. Die Brauerei beschreibt sich auf ihrer Website wie folgt: “Von der Produktion bis hin zum Vertrieb verfolgen wir gemeinsam ein Ziel: unseren Kunden beste Biere zu bieten – dabei steht der persönliche Kontakt und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit stets an erster Stelle. Unsere Expertise und die Bündelung unterschiedlichster Kompetenzen unter einem Dach zeichnet uns als Brauerei aus. Eine internationale Ausrichtung sowie geballtes Branchen-Know-How, ermöglicht es uns, Kunden aus aller Welt zu beliefern und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.” Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob sich so viel attestierte Kompetenz auch im Bier niederschlägt.

Mit seiner dunklen Bernsteinfarbe, die einen deutlichen Rotstich aufweist und der kräftigen Hefetrübung spricht mich das Bier schon mal an. Auch die sich darüber bildende sehr voluminöse und sahnige Schaumkrone lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Im Aroma halten sich die Fruchtigkeit des Hopfens und der Malzkörper die Waage. Mir steigen Aromen von Mandarinen, Limetten und Ananas in die Nase, gepaart mit dem Karamellduft des Malzes sowie einigen grasigen Noten. Das macht doch richtig Lust auf den ersten Schluck.

Eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure prägen den ersten Eindruck dieses Bieres. Für ein IPA geht es überraschend leicht über die Zunge. Die Bitterstoffe halten sich zunächst diskret im Hintergrund, so dass das Bier recht leicht wirkt. Das bleibt aber nicht so. Als sich das Bier im Mund verteilt, kommt der Geschmack nach Grapefruit in den Vordergrund und zieht auch die Bitterstoffe mit sich. Immer noch wirkt das Bier aber frisch und gut trinkbar. Der Abgang ist durch ein freundliches Bitter mit einem langen Nachklang geprägt.

Zutaten

Brauwasser, helle und dunkle Gerstenbraumalze, Hopfen (Mosaic, Cascade, Chinook, Citra), obergärige Bierhefe

Alkoholgehalt

6,6 % Vol.

Stammwürze

15,5 %

Bittereinheiten

62 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.cambabavaria.de

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