Archiv für den Monat: August 2017

Schönramer Imperial Stout

Weshalb heißt ein Bier Imperial Stout und aus welchem Grund ist das Etikett so nostalgisch gestaltet? Beide Fragen beantwortet die Brauerei auf ihrer Website: “Das Imperial Stout verdankt seinen Namen dem kaiserlichen Winterpalast, dem “Imperial Winter Palace” der russischen Zarin, Katharina der Großen. Ende des 18. Jahrhunderts wollten Londoner Brauereien “Eindruck schinden” und schickten ihre obergärige Starkbier-Version eines Englischen Stouts nach St. Petersburg, um die Zarin zu beeindrucken – ihr sollten die langen, dunklen Wintertage erträglicher gemacht werden und der Überlieferung zufolge, hat dieses hocharomatische Bier, das auf jedem Gaumen ein geschmackliches Feuerwerk abbrennt, wie eine “Bombe eingeschlagen” und wurde zum Hof-Bier des Zarenhauses. Das “Bavarias Best” Imperial Stout, gebraut aus erlesenen, ausgesuchten Rohstoffen, vermag auch die eisigste Kälte zu vertreiben.”

Die Optik ist auf jeden Fall schon mal bestechend. Blickdicht schwarz mit einer leicht überdurchschnittlichen, sahnigen und mittelbraunen Schaumkrone, die sehr lange stehen bleibt. Besser geht es wohl nicht.

Wie bei dieser Optik nicht anders zu erwarten, dominieren die Röststoffe des Malzes das Aroma. Ich rieche den Duft dunkler Schokolade, von Kaffee, Karamell und leichte Noten von Kirschen.

Jetzt ist die Zunge gefordert, die Menge der Geschmäcker zu identifizieren, die in diesem Bier enthalten sind. Der allererste Eindruck ist leicht süß, passend zur sehr feinperligen Kohlensäure. Schnell zieht sich die Süße etwas in den Hintergrund zurück und der Geschmack nach Bitterschokolade und Espresso kommt zum Vorschein. Eine leichte fruchtige Säure sorgt für eine hintergründige Fruchtigkeit. Ganz dezent meine ich noch, einige Rauchnoten zu schmecken. Im Abgang drängt sich der Geschmack von Espresso etwas in den Vordergrund; gleichzeitig kommt die Süße zurück. Zusammen sorgen sie für einen Geschmack, der an die Füllung von Mokkabonbons oder auch von Kaffeelikör erinnert. Leider ist der Nachklang recht kurz.

Wow. Besser und edler kann ein Stout wohl nicht mehr sein. Keinesfalls sollte das Bier in den Kühlschrank, die Kälte würde die Geschmackseindrücke verringern und das wäre wirklich schade.

Noch eine Bemerkung zum Abschluss: die Brauerei teilt mit, dass das Imperial Stout in der Flasche noch nachreift und das Bier im Laufe der Zeit noch besser wird. Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal des Imperial Stout, aber das MHD 4. 2. 31 ist im Jahr 2017 schon eine Seltenheit. Nach fünf bis zehn Jahren sollen sich nach und nach Portwein- und Sherrynoten bilden.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Stammwürze:

22° Plato

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Landbrauerei Schönram
Salzburger Str. 17
83367 Petting
www.schönramer.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Erlbräu Helles Bockerl

Jetzt steht ein helles Bockbier vor mir, das Bockerl aus der hochdekorierten Brauerei Erl in Geiselhöring. Die Qualität der Biere aus diesem Ort in Niederbayern kommt nicht von ungefähr. Die Philosophie hinter diesem Bier erläutert die Brauerei auf ihrer Website. Hier die meiner Meinung nach entscheidenden Infos:

Die Rohstoffe stammen von alteingesessenen bayrischen Mälzereien und Hopfenbauern, mit denen die Brauerei bereits über Jahrzehnte zusammenarbeitt. Unabhängig von Weltmarktpreisen und Spekulation legt Erl-Bräu hier den Schwerpunkt auf die Zuverlässigkeit der Partner und die Qualität von Hopfen und Malz. Daher bezieht das Unternehmen seinen Naturhopfen direkt aus der Hallertau, pflegt noch Beziehungen zum Hopfenbauern und verzichtet bewusst auf Hopfenextrakt. Die Braumalze stammen aus der benachbarten Mälzerei Albert Müller sowie aus Bamberg von Mälzereien, die ihre Braugerste von bayrischen Bauern einkaufen. Das weiche Brauwasser stammt aus dem eigenen kontrollierten Tiefbrunnen, wird nicht chemisch aufbereitet und ist eines der wenigen noch nitratfreien Brauwässer in Niederbayern.

Die Biere dürfen nach einem betont langsamen Reifeprozess unter konsequenter Pflege und Verfeinerung der Familienrezepte, in kleinen Chargen, ihr volles Aroma entfalten. Dieser Reifeprozess ist im Zeitalter von Prozessautomation und Massenproduktion so selten wie sehenswert. Die Gärung findet stets handgeführt statt und nicht nur beim Weißbier, sondern auch noch bei untergärigen Sorten pflegt die Brauerei Tradition der offenen Gärbottiche. Im Brauereikeller reifen die Biere anschließend viele Wochen lang, wo sie von den Brauern manuell betreut werden. Bemerkbar machen sich hier auch die kalten, liegenden Lagertanks tief unter der Erde.

Im Anschluss werden die Biere rein natürlich filtriert und in der modernen und hochpräzisen Abfüllanlage der Umwelt zu Liebe in braune Mehrwegflaschen abgefüllt. Danach freuen sie sich schon darauf, von einem Kenner gekostet zu werden. Um den vollen Geschmack zu erhalten sind die Biere nicht kurzzeiterhitzt oder pasteurisiert.

Nach so viel Theorie mache ich jetzt aber endlich das Bier auf und schenke es mir ein. Dabei steigt mir bereits ein angenehmer Malzduft in die Nase, bevor sich das Bier im Glas Golden und hell präsentiert. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger weißer Schaum, der langsam in sich zusammenfällt. Währenddessen gesellen sich zum Malzduft dieses Bieres noch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist stiltypisch recht süß, aber durch die gut dosierte feinperlige Kohlensäure ist er wirklich spritzig und frisch. Aber erst nachdem sich das Bier auf der Zunge verteilt hat, zeigen sich die Stärken dieses Biers wirklich. Es ist intensiv malzig, vollmundig und rund. Der Hopfen wird gerade so stark eingesetzt, dass er den Geschmack des Malzes unterstützt und vervollständigt. Rundherum ein extrem ausgewogenes Bier, das aber trotzdem seinen eigenen Charakter bewahrt. So auch im Abgang, der stiltypisch mild ist und trotzdem lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Landbrauerei Ludwig Erl
Straubinger Str. 10
94333 Geiselhöring
www.erl-braeu.de

Craft Beer mit 3 Gänge-Menü im Dunkeln

Hochwertig und traditionsbewusst – der Trend geht zu handgemachtem Bier aus regionalen Brauereien. Dass dieses Craft Beer nicht nur den Durst löscht, sondern in Kombination mit ausgewählten Speisen ganz überraschende Geschmackserfahrungen bieten kann, zeigt eine Abendveranstaltung in völliger Dunkelheit im Universum® Bremen. Bei dem Event am 21. Oktober sowie am 4. November ab 18.30 Uhr werden verschiedene Craft-Beer-Sorten der Waller Union Brauerei mit einem 3-Gänge-Menü angeboten, das genau auf den Geschmack der jeweiligen Biere abgestimmt ist. Carsten Eger, Brauingenieur und Biersommelier der Union Brauerei, hat die Zusammenstellung ausgewählt und begleitet die Gäste mit fachkundigen Erläuterungen zu den Rohstoffen, dem Brauverfahren und der Herkunft von Craft Beer durch den ungewöhnlichen Abend.

“Das Bier-Tasting mit Speisen im Dunkeln ist auch für mich eine Premiere”, freut sich Eger auf die Veranstaltung. Der Abend stellt ein Sonderformat des beliebten Dinners im Dunkeln dar, das um die exquisite Bierkomponente erweitert wird – die absolute Lichtlosigkeit während der Verköstigung bleibt jedoch erhalten. Denn ohne die Ablenkung durch das Auge werden Zunge und Nase um ein Vielfaches sensibler und ermöglichen den Gästen ganz neuartige Erfahrungen: Wie beeinflussen sich das Aroma von Pale Ale, Porter und Keller Pils mit Mango, rosa Pfefferbeeren und Schokoladendessert gegenseitig? Macht es einen Unterschied, ob ich vor oder nach dem Essen an meinem Bierglas nippe? Und empfindet mein Sitznachbar eigentlich genauso? Die eigenen Sinneseindrücke, der Austausch mit den anderen Gästen und das ungewohnte Setting machen den Abend zu einem Erlebnis mit Nachhall. Unterstützt wird Sommelier Carsten Eger von erfahrenen, sehbehinderten Mitarbeitern des Universum®, die für einen reibungslosen gastronomischen Ablauf sorgen.

Termin: Die 3-stündige Veranstaltung “Herb trifft delikat – Craft Beer und Dinner im Dunkeln” findet am 21. Oktober und 4. November 2017 statt, Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr im Universum® Bremen, Wiener Straße 1a. Der Preis beträgt 75 Euro pro Person inklusive 3-Gänge-Menü, Biere und Mineralwasser. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0421 / 33 46-152 oder -153 ist erforderlich, das Platzangebot ist begrenzt.

Neuzeller Imperial Porter

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Klosterbrauerei Neuzelle vor mir. Das Etikett unterscheidet sich deutlich von den Etiketten der anderen Biere, gefällt mir von der Optik her erst einmal richtig gut. Lediglich die Beschriftung verwundert mich. Einerseits ist als Bierstil Stout vermerkt, weiter unten dagegen Imperial Porter. Angeboten wird das Bier von der Brauerei als Imperial Porter, weshalb ich annehme, dass dies der korrekte Bierstil ist und dementsprechend werde ich das Bier jetzt auch testen.

Schwarz und fast blickdicht steht das Bier im Glas. Nur wenn ich es gegen das Licht halte, schimmert etwas rubinrot durch. Dazu kommt eine voluminöse hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Jetzt hoffe ich nur, dass der Geschmack so gut ist wie die Optik.

Das Aroma wird eindeutig durch die Röststoffe dominiert. Das Bier duftet nach dunkler Schokolade. So einen würzigen Duft würde ich mir häufiger wünschen.

Der Antrunk ist recht süß, wobei die Süße gut mit der sehr schön feinperligen Kohlensäure korrespondiert. Zusammen sorgen sie für eine ungeheure Spritzigkeit. Aber richtig überraschend ist das Bier erst, als es sich im Mund verteilt hat. Es sorgt für ein samtiges Mundgefühl und während im Aroma die Schokoladennoten im Vordergrund standen zeigt sich jetzt ein kräftiger Espressogeschmack. Dazu kommt ein angenehmes Bitter, so dass der Geschmack gut ausgewogen ist. Der Abgang ist leicht bitter, er klingt aber lange nach.

Das Imperial Porter gehört mit Sicherheit zu meinen Lieblingsbieren aus Neuzelle. Es passt gut zu sahnigen Desserts.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

8,1 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com

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9. – 2. 9. 2017: Lingener Bierkultur

Lingen ist zwar so klein, dass es auf der Landkarte schnell übersehen werden kann, aber trotzdem lohnt sich ein Besuch im Emsland, im Nordwesten Deutschlands nahe der niederländischen Grenze gelegen. Das gilt selbstverständlich besonders an diesem Wochenende, wenn die Lingener Bierkultur stattfindet, ich meine, es ist bereits zum dritten Mal. Markus Quadt hat zusammen mit seinem Team der Alten Posthalterei wieder ein tolles Programm zusammengestellt. 19 Brauereien aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden werden ihre Erzeugnisse vorstellen, davon sind fünf Brauereien erstmals dabei. Daraus lässt sich schließen, dass die Veranstaltung nie so wertvoll war wie heute. Hier die Brauereien im Einzelnen:

  • Ale-Mania, Bonn
  • Craft Bee Honigbier, Kassel
  • Emsländer Brauhaus Lünne, Lünne
  • Finne, Münster (NEU dabei!)
  • Georg Lechner, Bamberg
  • Gruthaus-Brauerei, Münster
  • Hanscraft & Co., Aschaffenburg (NEU dabei!)
  • Jopen Beer, Niederlande
  • Kraft Bräu, Trier
  • Kehrwieder Kreativbrauerei, Hamburg
  • Lemke Berlin, Berlin
  • Frau Gruber, Augsburg (NEU dabei!)
  • Mashsee Brauerei, Hannover
  • Mein Sudhaus, Königswinter
  • Munich Brew Mafia, München (NEU dabei!)
  • One Pint GmbH, Dänemark
  • Onkel Bier, Düsseldorf
  • Brauhaus Riegele, Augsburg
  • Uthoka Brouwstudio, Niederlande

Selbstverständlich wird auch an das leibliche Wohl gedacht. Marc Balduan von Meat and Fire in Berlin sowie die Küchenmannschaft der Alten Posthalterei sorgen dafür, dass niemandem der Magen bis in die Kniekehlen hängen muss. Abends gibt es Livemusik mit Jazz, Skiffle, Folk Rock, Pop… Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

9. – 3. 9. 2017: 3. Craft Beer Festival Düsseldorf

Zweimal war das Craft Beer Festival in Düsseldorf ein voller Erfolg. Da ist es kein Wunder, dass es eine dritte Runde gibt. Über 80 Craft Beer-Sorten aus Deutschland, Großbritannien, Irland und Amerika wird es am Wochenende zu verkosten geben. Tauchen Sie ein in die Craft Beer-Welt und genießen Sie hopfige, malzige und experimentelle Biere. Von Pale Ale über IPA bis hin zu Stouts und Porter ist alles vertreten, was das Herz des Bierliebhabers begehrt.

Die folgenden Brauereien werden vor Ort sein:

  • Flinger Bräu, Düsseldorf
  • Emma Biere ohne Bart, Freiburg
  • Sudden Death Brewing Co., Timmendorfer Strand
  • Redemption Craft Brewery, London
  • Forest Road Brewing Co., London
  • BrauArt Sausenheim, Grünstadt
  • Labieratorium, Cottbus
  • 40FT Brewing, London

Zusätzlich werden die beiden Händler aus Düsseldorf vertreten sein:

  • BrauArt Britische Biere
  • Crafters

Hier noch die Location: Düsseldorfer Craft Bier Co. // Emmastrasse 25, 40227 Düsseldorf

Die Öffnungszeiten sind am Freitag von 16:00 Uhr – 22:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

9. – 3. 9. 2017: 1. Lagenser Bierfest

Ich kann mich ja irren, aber ich habe den Eindruck, dass derzeit überall Bierfeste wie die Pilze aus dem Boden schießen, so jetzt auch in Lage an der Lippe. Mehrere örtliche Gastronomen laden unter Führung Udo Wedrat zum “1. Lagenser Bierfest” ein. Die Veranstaltung findet auf dem Marktplatz statt. Gegenüber der Lippischen Landeszeitung erklärte Udo Wedrat: “Deutschland und speziell unsere Region haben eine lange Tradition in der Braukunst, die auch immer wieder neue Spezialitäten hervorbringt.” Nach einem Jahr Vorbereitung sind die Gespräche mit den Brauereien geführt und alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt, so dass die Veranstaltung jetzt am Wochenende starten kann. Und weiter: “Die Ferien sind gerade zu Ende, und wir wollen den Sommer mit einem kühlen Blonden oder auch einem ebenso leckeren ,Schwatten’ ausklingen lassen.”

An neun Ständen gibt es Biere vom Fass, vor allem aus Westfalen und Bayern, aber auch ein belgisches Craft Beer und ein Bio-Bier sind im Angebot. Daneben gibt es selbstverständlich auch alkoholfreie Getränke und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Mehrere Stände versorgen die Gäste mit Speisen aus Deutschland, England und Italien.

Auch die Unterhaltung soll nicht zu kurz kommen. Freitag und Samstag spielt die Coverband “Orange” Oldies aus den 1960er- bis 1990er-Jahren, und am Sonntag gibt es Country von der “Vibration Band”.

Das Fest ist am 1. 9. Von 17:00 bis 24:00 Uhr geöffnet, am Samstag von 16:00 Uhr bis Mitternacht und am Sonntag beginnt es um 11:00 Uhr, bevor um 18:00 Uhr Schluss ist. Der Eintritt ist frei.

9. – 3. 9. 2017: 2. Bierbörse Delmenhorst

Seit mittlerweile 31 Jahren gibt es die Bierbörsen. Damit dürfte die Bierbörse das wohl älteste Bierfest Deutschlands sein, bei dem es auf die Qualität des Bieres ankommt, nicht auf die konsumierten Mengen. Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr kommt die Bierbörse am Wochenende zum zweiten Mal nach Delmenhorst, die Stadt im Schatten von Bremen.

Werner Nolden, von Anfang an der Organisator der Bierbörse und der Kopf hinter den deutschlandweit durchgeführten Veranstaltungen, verspricht, dass in Delmenhorst mehr als 450 unterschiedliche Biere ausgeschenkt werden, darunter Craft Beer, belgische Fruchtbiere vom Fass und auch Raritäten wie das Karlovačko aus Kroatien. Auf der delmenhorster Bierbörse wird also jeder sein Lieblingsbier finden.

Geöffnet ist die Veranstaltung auf dem Marktplatz am Freitag und Samstag von 15:00 bis 24:00 Uhr, am Sonntag von 11:00 bis 20:00 Uhr. Am Freitag wird Oberbürgermeister Axel Jahnz die Veranstaltung um 16:30 Uhr mit einem Fassanstich eröffnen. Das von ihm angestochene Fass wird kostenlos ausgeschenkt.

Red Castle IPA

Nun steht ein IPA aus der Mikrobrauerei Red Castle Brew in Gräfenberg vor mir. Ursprünglich befand sich die Brauerei im Roten Schloss in Heroldsberg in der Nähe von Nürnberg. Daher stammt auch der Name.

Die Brauerei braut nach alter Brautradition im Kupferkessel über offener Flamme. Mehr Tradition geht in der heutigen Zeit wohl nicht mehr. Wie bei einer Brauerei nahe Nürnberg zu erwarten ist ein Rotbier immer im Angebot, ansonsten gibt es ständig wechselnde Biere, die in kleinen Mengen gebraut werden, jetzt das IPA. Die Charge war wohl so klein, dass es sich nicht gelohnt hat, Etiketten zu drucken. Stattdessen stehen die Informationen auf einem angehängten Etikett. Das ist zwar ungewöhnlich, sieht aber wirklich urig aus. Nun reicht es aber wirklich mit der Vorrede, kommen wir nun endlich zum Bier.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Es enthält sehr viel muntere Kohlensäure und bildet eine enorme feste Schaumkrone aus, feinporig und weiß, die fantastisch lange erhalten bleibt. Optisch ist es schon mal ein IPA wie aus dem Buch.

Beim Aroma überrascht mich, dass der Duft des Malzes stark durchkommt und nicht hinter dem des Hopfens zurücktritt. Aber auch der Hopfen kommt mit Düften nach Mandarine, Grapefruit und einigen blumigen Noten gut zum Tragen. Das Aroma ist nicht wirklich typisch für ein IPA, aber es gefällt mir.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt eine gute Fruchtigkeit in den Vordergrund. Hier spiegelt sich das Aroma im Geschmack von Mandarine und anderen Zitrusfrüchten wider. Zusätzlich kommen erste Bitterstoffe ans Licht. Das Mundgefühl ist ausgeglichen und voll. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt lange nach.

Das IPA ist hervorragend trinkbar. Es enthält erheblich weniger Bitterstoffe als ein typisches IPA, ist aber wirklich lecker.

Zutaten:

Wasser
Gerstenmalz
Hopfen (Mandarina Bavaria)
Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 %

Brauerei:

Red Castle Brew
Gewerbepark Hüll 17
91322 Gräfenberg
https://www.facebook.com/search/top/?q=red%20castle%20brew

TV-Tipp: Bier – eine Erfolgsgeschichte, n-tv 17:05 Uhr

Deutsches Bier ist auf der ganzen Welt berühmt und beliebt. Woran liegt das? Was ist das Besondere an dem Bier, das in Deutschland gebraut wird? Ist es ein besonderer Geschmack, der durch das deutsche Reinheitsgebot zustande kommt? Wie wurde es eigentlich erfunden und wer war für die Regeln beim Brauen verantwortlich, die bis heute gelten? Die n-tv Dokumentation blickt zurück auf die Historie des Bieres und zeigt, warum der Hype nicht abebbt.