Archiv für den Monat: September 2016

Flötzinger Bräu Hell

Nun steht ein hochdekoriertes Bier vor mir, das Hell aus der Brauerei Flötzinger in Rosenheim. Das Bier wurde mit dem European Beer Star, mit dem Goldenen Preis der DLG, dem Ehrenpreis des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie beim Word Beer Award 2012 als bestes Helles der Welt und Europas ausgezeichnet. Von diesem Bier kann ich also wirklich etwas erwarten. Mir fällt auf, dass auf dem Rückenetikett der Flasche nur der Ehrenpreis aufgeführt ist, die anderen Auszeichnungen werden nur auf der Website der Brauerei erwähnt.

In hellem Goldgelb und kristallklar mit feinperliger Kohlensäure zeigt sich das Bier im Glas. Dazu bildet sich viel feinporiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch Karamell geprägt und wirkt recht süß. Dazu kommen würzige Duftnoten.

Der Antrunk ist nicht so süß wie erwartet. Leider enthält das Bier relativ wenig Kohlensäure, so dass es nicht wirklich spritzig ist. Schnell kommt die Würze durch, viele Bitterstoffe. Dabei wirkt das Bier etwas wässrig und unausgewogen. Der Abgang ist mild angenehm bitter, ein Geschmack, der überraschend lange erhalten bleibt.

Dies ist das richtige Bier für den Stammtisch oder andere Gelegenheiten, in denen schnell relativ viel getrunken wird. Es ist wirklich nicht schlecht, hat mich aber nicht wirklich begeistert und ich verstehe nicht so recht, weshalb es so viele Preise gewonnen hat. Eventuell liegt es daran, dass das MHD seit zwei Monaten abgelaufen ist. Viele Biere werden flacher, wenn sie zu lange gelagert werden (im Gegensatz zu anderen Bieren, die durch eine längere Lagerung sogar noch an Geschmack gewinnen). Ich glaube, wenn ich das Bier mal wieder irgendwo sehe, werde ich noch eine Flasche kaufen und das Bier erneut testen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,1 %

Brauerei:

Privatbrauerei Franz Steegmüller
Herzog-Heinrich-Str.
83022 Rosenheim
www.floetzinger.de

Gösser legt traditionelle Brauspezialitäten neu auf

Bierbrauen hat in Göss lange Tradition – bereits seit über tausend Jahren wird dort in Österreich Bier gebraut – besondere Bierspezialitäten sind in dieser langen Zeitspanne im Stift Göss entstanden. Beispiele dafür sind das beliebteste Bier Österreichs, das Gösser Märzen und das “Staatsvertragsbier” Gösser Spezial. Nun lässt die Brauerei Göss mit besonderen Neuigkeiten aufhorchen: Ab Oktober gibt es ein Helles und ein Dunkles Stifts-Zwickl, die sowohl bei eingefleischten Gösser-Fans als auch bei vielen Biergenießern, die sich eine besondere bierige Abwechslung gönnen möchten, vermutlich auf Gegenliebe stoßen werden.

Andreas Werner, Braumeister aus Göss, erklärt: “Bierspezialitäten sind im Aufwind. Konsumenten suchen immer öfter nach Abwechslung, in besonderen Situationen möchte man sich auch etwas Besonderes gönnen. Diesem Bedürfnis begegnen wir mit Innovationen aus Göss: Unter dem Namen Gösser Brauschätze bringen wir zwei Zwickl-Biere auf den Markt, die sich durch drei Besonderheiten auszeichnen: Die Basis bilden ausgewählte heimische Rohstoffe, sie werden nach einem ursprünglichen Brauverfahren gebraut und sie präsentieren sich ungefiltert, natürlich trüb. Wir arbeiten mit ‚warmer Gärführung’, das heißt, wir lassen die untergärige Hefe bei höheren Temperaturen als üblich arbeiten. Dadurch wird das Bier besonders fruchtig und mild – und ist jedenfalls eine Verkostung wert.”

Die beiden Biere kommen im Lebensmittelhandel sowie in der Gastronomie in einer trendigen Mehrweg-Bügelflasche im 4er Träger auf den Markt.

Gösser Brauschätze: das Helle Stifts-Zwickl aus dem Stift zu Göss

Das Helle Stifts-Zwickl ist eine Bierspezialität aus drei verschiedenen Malzsorten, verfeinert mit feinstem Celeja Aromahopfen aus dem steirischen Leutschach. Durch die warme Gärführung soll dieses Bier besonders fruchtig und mild sein. Ungefiltert abgefüllt und daher natürlich trüb ist das Helle Stifts-Zwickl eine gold-gelbe Bierspezialität mit hellen Kupfertönen und besonders weichem Geschmack. Aroma und Antrunk sorgen für das typische Erlebnis von Braufrische bei einer Stammwürze von 11,8° Plato und einem Alkoholgehalt von 5,2 Prozent.

Die Brauerei empfiehlt, dass das Helle Stifts-Zwickl hervorragend mit leichten Fischgerichten und zartem Geflügel harmoniert.

Für den optimalen Genuss empfiehlt Braumeister Andreas Werner außerdem eine ideale Trinktemperatur von ca. 8 Grad – als Glas eignet sich am besten das Gösser Spezialitätenglas, das die Eigenschaften der Bierspezialität – Geruch, Geschmack, Schaumqualität – am besten unterstreicht.

Gösser Brauschätze: das Dunkle Stifts-Zwickl aus dem Stift zu Göss

Das Gösser Brauschätze Dunkle Stifts-Zwickl wird aus vier verschiedenen Malzsorten gebraut, darunter dunkles Roggenmalz. Auch hier kommt Celeja Aromahopfen aus dem südsteirischen Leutschach zum Einsatz, auch die warme Gärführung ist eine Parallele zum Hellen Stifts-Zwickl – auch hier ist die Auswirkung die besonders fruchtige Aromatik und das milde Mundgefühl. Das Auge nimmt zunächst die dunkle Bernsteinfarbe und die feinporige, chamois-farbene Schaumkrone wahr, bevor der Genießer eine weiche, blumige Hopfennote und einen Duft nach feinen Honig- und Röstaromen wahrnimmt. Vollmundiger, besonders weicher Geschmack rundet die Sinneseindrücke ab. Das Dunkle Stifts-Zwickl hat eine Stammwürze von 13,2° Plato und einen Alkoholgehalt von 5,7 Prozent.

Die Brauerei empfiehlt zu diesem Bier dunkles Fleisch, ganz besonders gut soll es zu Wildgerichten wie Wildschwein oder Hirsch passen.

Grüne Brauerei Göss: Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

Die Brauerei Göss braut nach eigenen Angaben CO2-neutral – rund 40 Prozent des Wärmebedarfs der Brauerei werden aus der Abwärme des benachbarten Holzverarbeitungsbetriebs Mayr-Melnhof gedeckt, 90 Prozent der während des Brauprozesses entstehenden Abwärme werden genutzt, um damit Wasser aufzuheizen. Außerdem wird ein neuartiges Kochsystem während des Brauprozesses verwendet, das dabei hilft, Strom und Wasser zu sparen. Eine rund 1500 Quadratmeter große Solaranlage hilft zusätzlich bei der Gewinnung umweltfreundlicher Energie. Im Oktober 2015 wurde eine innovative Biertrebervergärungsanlage eröffnet: Die aus den Reststoffen der Brauerei erzeugte Energie wird in der Brauerei zur Dampferzeugung verwendet und Überschussgas in elektrischen Strom umgewandelt. Zusätzlich wird der Gärrückstand, ein Nebenprodukt der Biertrebervergärungsanlage, als hochwertiger Dünger verwendet. Mit Vollbetrieb dieser Anlage wird in der Brauerei Göss zu 100 Prozent CO2-neutral gebraut. Dafür wurde die Brauerei Göss auch bereits mehrfach ausgezeichnet: Unter anderem mit dem Energy Globe Austria, dem EU Sustainable Energy Award inkl. EU Citizens Choice Award oder dem IEA SHC Solar Award. Stolz ist die Brauerei Göss außerdem auf die Verwendung von 100 Prozent österreichischen Rohstoffen. Dafür wurde Österreichs bestes Bier auch mit dem AMA Gütesiegel ausgezeichnet.

 

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Zipfer stellt seine neuen Bierkreationen der Reihe Meisterwerke vor

Nun gibt es Craft Beer bereits seit etlichen Jahren. Immer wieder können wir in den Medien hören und lesen, dass die kleinen Brauereineugründungen den Markt aufmischen würden. Das klingt bei einem Marktanteil im einstelligen Prozentbereich erst einmal übertrieben. Eines muss aber jeder Skeptiker den handwerklichen Brauern zugestehen: immer mehr etablierte Brauereien, die teilweise sogar zu den großen Brauereikonzernen gehören, springen auf den Zug auf. Zumindest haben die Craft Beer-Brauer den lange Zeit langweiligen Biermarkt in Bewegung gebracht.
Nachdem nun die bierigen Spezialitäten abseits des Mainstreams seit geraumer Zeit immer mehr Anhänger finden will auch die Brauerei Zipfer aus Oberösterreich nicht abseits stehen und bietet ab Oktober zunächst zwei Craft Biere an Damit möchte Zipfer eine ganze Serie starten – eine Serie limitierter Spezialitäten, die jährlich im Herbst zur Hopfenernte präsentiert wird, mit einem ausgewählten “Naturhopfen des Jahres” arbeitet und somit mit immer unterschiedlichen geschmacklichen Finessen aufwartet.
Harald Raidl, Braumeister der Brauerei Zipf, erklärt: “Zipfer steht für traditionelles, ursprüngliches  Brauen mit frischem Naturhopfen. Das bedeutet einen Mehraufwand, bringt aber eine einmalig frische Hopfennote ins Bier. Und weil das Thema Hopfen für uns so wichtig ist, haben wir uns auch ein Spezialitätenkonzept einfallen lassen, das jährlich mit einem anderen Naturhopfen arbeitet und die Vielfalt der Möglichkeiten der unterschiedlichen Hopfensorten zeigen wird  – und so die Biergenießer mitnimmt auf eine geschmackliche Entdeckungsreise! Heuer präsentieren wir zwei ausgesuchte Bierstile, die wir mit dem Naturhopfen des Jahres “Calypso” veredeln: ein Pale Ale sowie ein Pils.”

Zipfer Meisterwerke Pils – veredelt mit dem Naturhopfen des Jahres 2016 “Calypso”

Für den Bierstil Pils ist ein intensives Hopfenaroma charakteristisch, es ist hellfarbig, erfrischend und nicht malzig. Das Zipfer Meisterwerke Pils wurde mit Calypso-Hopfen kalt gehopft. Das heißt, dass zusätzlich zu dem Hopfen, der beim Brauprozess verwendet wird, auch bei der Reifung im Lagertank Hopfen zugegeben wird – und sich dabei das Hopfenaroma besonders gut lösen und entfalten kann. Im Zipfer Meisterwerke Pils bringt der Aromahopfen Calypso seine fruchtigen Noten nach Zitronenschalen, in Kombination mit feinen Nuancen der Pinie mit – damit geht er eine perfekte Verbindung mit dem in hellem goldgelb leuchtenden Zipfer Meisterwerke Pils ein. Der schlanke Körper des Bieres gibt dem Hopfen dabei vollen Raum zur geruchlichen und geschmacklichen Entfaltung. Das Zipfer Meisterwerke Pils hat eine Stammwürze von 11,8° Plato und einen Alkoholgehalt von 5,2% – der Wert für die Bittereinheiten (IBU) liegt bei 33.

Zipfer Meisterwerke Pale Ale – veredelt mit dem Naturhopfen des Jahres 2016 “Calypso”

Das Pale Ale ist ein ursprünglich typisch englischer Bierstil, der nach traditioneller, obergäriger Methode gebraut wird, typischerweise hopfenbetont und bitter – und sich aktuell großer Beliebtheit erfreut. Geschichtlich ein obergäriges Bier, das bereits besondere Röstmethoden erforderte – um dem Gerstenmalz eine helle und gleichmäßige Färbung zu geben. Daher auch die helle Farbe des Bieres – und der Namensbestandteil “Pale”, also blass. Eine Besonderheit der obergärigen Biere ist, dass die dafür verwendeten Hefen  besondere Fruchtnoten ins Bier bringen. Dazu kommt die spezielle Hopfensorte 2016: Der Calypso-Hopfen verleiht dem Meisterwerke Pale Ale eine besondere Hopfenaromatik – mit holzigen Nuancen nach Kiefer und Pinie in Kombination mit erfrischenden Zitrusfruchtnoten. Das Zipfer Meisterwerk präsentiert sich dunkel gold-gelb mit einer prägnanten Bittere im Abgang. Die Stammwürze liegt bei 12,8° Plato, der Alkoholgehalt bei 5,4% und das Meisterwerke Pale Ale weist 35 Bittereinheiten (IBU) auf.

Bierkultur pur: Food Pairing und Glasempfehlung

Jedes Bier harmoniert je nach Aroma-Ausprägung mit unterschiedlichen Speisen. Das Zipfer Meisterwerke Pils soll mit Pasteten, Salaten, Aufstrichen, mit Kalb & Geflügel, mildem Käse oder zitronigen Desserts hervorragend harmonisieren. Das Meisterwerke Pale Ale soll  hervorragend zu pikanten und leicht scharfen Gerichten passen, sich aber auch als appetitanregender Aperitif eignen.

Das Zipfer Meisterwerke Pale Ale ist die optimale Begleitung zu würzig-scharfen Vorspeisen, zu Wild & pikanten Gerichten, zu würzigem Käse und fruchtig-süßen Desserts.

Gelebte Bierkultur und der damit zusammenhängende optimale Genuss ist immer auch ein Stück weit von der richtigen Wahl des Glases und der richtigen Trinktemperatur abhängig – beides unterstreicht die Eigenschaften der Bierspezialität – Geruch, Geschmack, Schaumqualität und mehr.

Bierspezialitäten abseits des Mainstreams: ab KW 40 in Lebensmittelhandel und Gastronomie

Im Lebensmittelhandel werden die neuen Zipfer Meisterwerke ab der 40. Kalenderwoche, die am 3. Oktober beginnt, in einem innovativen offenen 4er-Träger erhältlich sein. Selbstverständlich werden die Biere auch an die Gastronomie geliefert, wo sie so manche Bierkarte bereichern werden – und für Bierliebhaber eine genussvolle Abwechslung sind.

Über Zipfer

Die Brauerei wurde 1858 in Zipf gegründet. Insgesamt zwölf unterschiedliche Sorten werden heute gebraut und in 26 Ländern weltweit vertrieben. Zipfer steht für einzigartigen Biergenuss. Seinen besonderen Charakter und die aromatische Hopfennote verdankt das Bier der Verwendung von Rohstoffen höchster Qualität und der speziellen Hopfung nach ursprünglicher Art. Als einzige Österreichs braut die Brauerei Zipf seit jeher mit frischem Naturhopfen, der per Hand vermahlen und zugegeben wird. Die Leitsorte Zipfer Urtyp, 1968 eingeführt, steht für den Inbegriff des hellen Biertyps und ist bis heute der echte Premium-Klassiker am heimischen Biermarkt.

Am 30. September ist der Tag des österreichischen Bieres

Dass in Österreich teilweise wirklich gutes Bier gebraut wird ist nicht neu. Immerhin gibt es in dem kleinen Land aktuell 214 Brauereien. Dass es für nahezu alles einen Gedenktag gibt, ist ebenfalls nicht neu. Das österreichische Bier hatte bislang noch keinen eigenen Tag. Nun wird Österreichs Kalender um einen Feiertag reicher. Ab sofort erklärt das ‚Bierland Österreich’ den 30.09. offiziell zum “Tag des österreichischen Bieres”. Die Datumswahl fiel dabei nicht zufällig auf den letzten Septembertag, wird doch nach altem österreichischen Brauch am 30.09. auch der historische Übergang in das neue Braujahr – der Brausylvester – begangen und gefeiert.

Bis weit ins Mittelalter reicht die Historie des Brausylvester zurück. Vor vielen hundert Jahren waren die Menschen mit einer Situation konfrontiert, die heute unvorstellbar wäre: einem sommerlichen Herstellungsverbot für Bier! In den Sommermonaten hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt und passende Kühlgeräte gab es noch nicht. So erstreckte sich die Biersaison zwischen den Feiertagen Michaeli (29. September) und Georgi (23. April). Zur Freude aller Bierliebhaber und nicht zuletzt dank der Erfindung des Lagerbieres durch den Österreicher Anton Dreher senior steht heute einer ganzjährigen Bierproduktion nichts im Wege. Der 30.09. aber hat sich als bieriges Fest und Bilanzstichtag in vielen Brauereien gehalten.

Tag des österreichischen Bieres

Nun erfährt das bierige Datum noch eine zusätzliche Würdigung besonderer Art. Das ‚Bierland Österreich’ ruft ab sofort den 30.09. als offiziellen ‚Tag des österreichischen Bieres’ aus. “Dass wir als ausgesprochenes Bierland keinen eigenständigen ‚Tag des österreichischen Bieres’ hatten, ist ja fast schon ein Skandal”, meint Sigi Menz, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs. “Mit über 1000 verschiedenen, heimischen Bieren und einem zertifizierten dreifstufigen Ausbildungsprogramm für Biersommeliere gehören wir weltweit zu den absoluten Spitzenreitern in Sachen Biervielfalt und Wissen rund um Hopfen und Malz. Der Tag des österreichischen Bieres ist demnach die Huldigung des Lieblingsgetränks der Österreicher, ein Bekenntnis zu unserer gelebten Genusskultur sowie Ausdruck der Wertschätzung für die ausgezeichnete und leidenschaftliche Arbeit unserer Brauer. Im Grunde haben wir einen neuen inoffiziellen Nationalfeiertag”, so Menz.

Ob es morgen besondere Veranstaltungen zur Feier des Biersylvesters gibt ist mir leider nicht bekannt.

Teilnehmerrekord beim European Beer Star

Europas bedeutendster Bier-Wettbewerb erreicht in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung:

Beim European Beer Star wetteifern aktuell 2.103 Biere aus 44 Ländern um die begehrten Auszeichnungen, durch die seit dem Jahr 2004 die Biere beim European Beer Star in den unterschiedlichen Bierkategorien ausgezeichnet werden. Es werden nur die drei besten je Kategorie prämiert, damit ist der European Beer Star einer der härtesten Wettbewerbe weltweit. Der Wettbewerb beschränkt sich auf Bierkategorien, die ihren traditionellen Ursprung in Europa haben, aber teilnehmen können die Brauereien aus der ganzen Welt – und sie nutzen das auch intensiv. Als neue Kategorien wurden 2016 wieder zusätzliche Spezialitätensegmente aufgenommen, um gerade das Wachstum der internationalen Craft-Biere abzubilden. Neu in 2016 sind:  Brown Ale  Traditional Pale Ale  New Style Pale Ale.

Über die Vergabe von Gold, Silber und Bronze entscheiden am 7. Oktober 124 Bierexperten in der Brau-Akademie Doemens

Während auf dem Münchner Oktoberfest die Wertschätzung für Bier vorrangig in Hektolitern gemessen wird, findet nur knapp elf Kilometer von der Wiesn entfernt zeitnah eine Veranstaltung statt, bei der die Vielfalt der Biere im Fokus steht: Bereits zum 13. Mal ist die Brau-Akademie Doemens in Gräfelfing Austragungsort des bedeutsamsten Bier-Wettbewerbes in Europa, dem European Beer Star. 2.103 Biere aus 44 Ländern aller Kontinente – so viele wie nie zuvor – sind in diesem Jahr für die “Champions-League der Bierwelt” angemeldet. In einer Blindverkostung entscheiden 124 Bier-Experten aus 30 Ländern am 7. Oktober über Gold, Silber und Bronze in 58 Kategorien (Bierstile). “Wir sind natürlich sehr stolz über die phänomenale Entwicklung der Teilnehmerzahlen”, freut sich Oliver Dawid, der neue Geschäftsführer der Privaten Brauereien, die diesen Wettbewerb seit 2003 ausrichten, “der European Beer Star gilt als der vielleicht härteste Bier-Wettbewerb und ist damit zu einer weltweit begehrten Auszeichnung für Brauereien und deren Braumeister geworden!”

Seit einigen Wochen treffen täglich Hunderte Biere aus aller Welt bei Doemens ein und stellen die Mitarbeiter vor gewaltige logistische Herausforderungen. Jedes einzelne Bier wird erfasst, kategorisiert und für die Blindverkostung vorbereitet. Bis zur Verkostung werden so mehr als 20.000 Flaschen in Kühlcontainern eingelagert – hinsichtlich der Sortenvielfalt das wohl größte Bierlager Deutschlands.

Um 5 % auf 847 Biere stieg die Anzahl der teilnehmenden Biere aus Deutschland; sogar um 9 % legten die internationalen Biere zu (1.265). Insgesamt also eine Steigerung bei den eingereichten Bieren um 7 % gegenüber dem Vorjahr (2.103 zu 1.957). Zugelassen beim European Beer Star sind alle Bierstile, die ihren Ursprung in Europa haben.

Damit hat der European Beer Star längst die ursprüngliche Zielsetzung, die Genussvielfalt von Bier noch stärker ins Bewusstsein der Verbraucher zu rücken, hinter sich gelassen. “Mit diesem Wettbewerb haben wir einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet”, erklärt der Präsident der Privaten Brauereien, Gerhard Ilgenfritz, “dass Bier heute wieder viel stärker im Gespräch ist und eine Wertschätzung erfährt, die diesem natürlichen, aufwändig erzeugten Lebensmittel wieder gerecht wird.”

Verkostet werden von den 124 Jury-Mitgliedern (Braumeister, Bier-Sommeliers und Bier-Experten) erstmals Biere in 58 Kategorien: vom Alt- bis zum Zoigl-Bier, bekannte Bierstile wie Weißbiere oder Bockbiere, aber auch hierzulande noch wenig bekannte Sorten wie Porter, Stout, Witbiere oder Pale Ales. In jeder Kategorie werden nur je einmal Gold, Silber und Bronze vergeben. Die Blindverkostung gewährleistet eine transparente und unbestechliche Beurteilung. Bewertet wird ausschließlich nach Kriterien wie sie auch der Konsument zur Beurteilung heranzieht, also Optik, Schaum, Geruch, Geschmack, sortentypische Ausprägung.

Die Verkostung findet am 7. Oktober in der Brau-Akademie Doemens in Gräfelfing statt. In mehreren Teams mit Vor-, Zwischen- und Finalrunden werden die Medaillengewinner ermittelt. “Auf die neuerlich gestiegene Anzahl an teilnehmenden Bieren haben wir mit der Aufstockung der Jury reagiert,” erläutert Verkostungsleiter Sebastian Wedekind, “damit die Urteilskraft unserer Juroren den ganzen Tag über erhalten bleibt.” Verkostet werde ohnehin nur in ganz kleinen Schlucken, versichert Geschäftsführer Dawid, über den Tag gesehen komme da jeder Verkoster nur auf wenig mehr als eine Maß Bier.

Die Verleihung der Preise findet dann am 9. November im Rahmen der internationalen Messe BrauBeviale in Nürnberg statt.

Der European Beer Star der Privaten Brauereien (in Kooperation mit der Association of small and independent Breweries in Europe), seit 2003 weltweit ausgelobt, wird unterstützt von der Barth-Haas Group, der BayWa, Rastal und MicroMatic. Partner sind die Brau-Akademie Doemens und die Brauwelt .

30. 9. 2016: „Prost, NRW! Das Land der Biere“ im WDR

Nachdem der erste Ausstrahlungstermin am 22. Juli wegen des Amoklaufs in München abgesagt werden musste, strahlt der WDR seine Sendung “Prost NRW! Das Land der Biere” nun am 30. September von 20:15 Uhr bis 21:00 Uhr aus. In der Sendung begeben sich Constanze Klaue und Lothar Schröder auf die Suche nach Traditionen und neuen Trends. Sie schauen in Brauhäuser und Brauereien, Kneipen und Biergärten, begleiten einen Biersommelier und einen Hopfenbauern. Aus diesem Anlass hat der WDR den folgenden Pressetext veröffentlich, den ich an dieser Stelle unverändert wiedergebe:

Die mehr als 120 Brauereien des Landes sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – mit langer Tradition. Das Recht, Bier zu brauen, brachte der Stadt Dortmund schon im späten Mittelalter sichere Einkünfte und Wohlstand. Heute weltweit bekannte NRW-Marken wie Veltins, Diebels oder Krombacher gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Viele Biersorten und Produktionsstandorte spiegeln auch die Wirtschaftsgeschichte des Landes: Dortmund entwickelte sich in der Nachkriegszeit zur wichtigsten Bierstadt Europas. Als später die Zechen schlossen, ging der Konsum des traditionellen Export-Bieres zurück. Der Pils-Siegeszug aus dem Sauerland begann, Brauereien mussten schließen oder wurden übernommen.

Neue Bier-Trends

Ein Problem der Brauer von heute ist der sinkende Pro-Kopf-Verbrauch. Neue Sorten, Mix-Getränke und Werbestrategien sollen den Absatz steigern. Im Trend liegt das “Craft Beer”. Gemeint sind in kleinen Mengen und unabhängig von den großen Konzernen gebraute Biere mit eigenem Charakter. Sie werden überwiegend von Jüngeren konsumiert, die der großen Marken überdrüssig und experimentierfreudig sind. Vier junge Männer in Voerde am Niederrhein begannen in der Garage ihr eigenes Bier zu brauen. Das “Brauprojekt 777” ist mittlerweile zu einer kleinen Brauerei geworden. Die kleinste Brauerei Kölns trat bereits vor 15 Jahren mit einem eigenen Reinheitsgebot an: Ins Bier darf alles, was schmeckt und dem Menschen gut tut. Zum Beispiel Hibiskus-Blüten im “Pink-Panther”. Auch mittelständische Betriebe produzieren inzwischen neue Geschmacksrichtungen, indem sie unterschiedliche Hopfen verwenden. Die von drei Frauen geführte Strate-Brauerei in Detmold bekam beispielsweise für ihr Detmolder Chardonnay-Hopfen jetzt einen World Beer Award.

Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den meisten Biersorten. Ob Pils, Kölsch, Alt oder Export: Die Liebe zum regionalen Bier ist tief verwurzelt in der langen Geschichte des Braulandes Nordrhein-Westfalen. Constanze Klaue und Lothar Schröder sind in der WDR-Dokumentation “Prost, NRW! Das Land der Biere” auf der Suche nach Traditionen und neuen Trends. Sie schauen in Brauhäuser und Brauereien, Kneipen und Biergärten, begleiten einen Biersommelier und einen Hopfenbauern. Zu sehen ist der Film am Freitag, 30. September 2016, von 20.15 bis 21 Uhr im WDR Fernsehen und danach in der WDR Mediathek (www.wdr.de/mediathek).

Soweit der Pressetext. Wenn der Film in der Mediathek veröffentlicht wurde, werde ich den Link hier einstellen.

26. September – 1. Oktober: Münster: Bier im Quartier

Das Schöne am Craft Beer ist die Vielfalt. Diese Vielfalt ist aber gleichzeitig das größte Problem. Da geht man in eine Craft Beer Bar und muss sich zwischen vielen verschiedenen Bieren entscheiden. Welches Bier soll ich nehmen? Eine große Hilfe bei der Entscheidungsfindung sind Craft Beer Events. Dort lassen sich nicht nur viele verschiedene Biere verkosten, sondern die Brauer sind vor Ort und können einiges zu den Bieren erzählen. So lassen sich Kontakte knüpfen und so mancher hat dort sein neues Lieblingsbier gefunden.

Ein ganz besonderes Event findet in dieser Woche in Münster statt. Es dauert nicht nur wie üblich ein, zwei oder drei Tage, sondern gleich eine ganze Woche. Eine weitere Besonderheit von “Bier im Quartier” ist, dass nicht an einem Platz einige Stände aufgebaut sind, sondern die Veranstaltung, die eigentlich aus elf Events besteht, findet an täglich wechselnden Locations statt, die über ganz Münster verteilt sind. So lässt sich nicht nur viel Bier kennenlernen, sondern so ganz nebenbei erleben die Besucher auch ganz Münster. Wenn das mal kein Grund ist, eine Reise nach Münster zu unternehmen.

  • Der Auftakt war bereits gestern im Läuterwerk. Dort wurde um 17:00 Uhr ein Bier begonnen zu brauen, das die Gäste per Facebook bestimmt haben. Wenn das Bier in einigen Wochen fertig ist, lohnt es sich sicher auch, die Party zu besuchen, die aus diesem Anlass ausgerichtet wird.
  • Ebenfalls gestern, allerdings erst um 20:00 Uhr, begann bereits das zweite Event in der Musikkneipe Buddenturm. Dort fand die fränkische Bierreise statt, bei der es, wie bei diesem Namen zu erwarten war, fränkische Bierspezialitäten gab.
  • Heute befindet sich bereits seit 17:00 ein Brauer in der Flaschenmeisterei. Welcher Brauer es ist und aus welcher Brauerei er kommt, wurde im Vorfeld leider nicht verraten, lediglich, dass es an diesem Abend Biere dieser Brauerei gibt.
  • Nun kommen wir aus der Vergangenheit in die Gegenwart bzw. in die direkte Zukunft. Heute um 20:00 gibt es in der Mole Craft Beer satt. Dieser Genuss wird leider aber durch die Übertragung des Fußballspiels des BVB gegen Madrid getrübt. Aber eventuell gibt es unter den Lesern ja auch Freunde des runden Leders, die im Gegensatz zu mir dieses doppelte Angebot zu schätzen wissen.
  • Am morgigen Mittwoch geht es bei Getränkefeinkost Münster in der Steinfurter Str. 9 weiter. Ab 17:00 gibt es dort Biere zu verkosten. Das Besondere ist, dass nicht verraten wird, um welches Bier es sich handelt. Ob der beste Biertester etwas gewinnt ist mir nicht bekannt. Bei dieser Herausforderung wäre ein kleiner Preis für den Sieger aber sicher angemessen.
  • Bei Location #6 gibt es etwas zu gewinnen – vermutlich aber nichts stoffliches, sondern Erfahrung und Wissen. Und das ist doch sicher mehr wert als der eine oder andere Flaschenöffner. Auf jeden Fall findet am 28. September ab 20:00 Uhr in der Finne Brauerei in der Kerßenbrockstr. 8 das Bier PubQuiz statt. Was ist im Glas? Single Hop, Witbier oder Oak Aged? Gespielt wird in Fünfergruppen. Da die Plätze beschränkt sind, ist eine vorherige Anmeldung unter info@finne-brauerei.de erforderlich.
  • Am 29. 9. wird es bei James in der Hörsterstr. 27 so richtig englisch. OK, das ist dort nichts Besonderes, aber an diesem Tag kommen ab 17:00 Uhr alle Biere aus der Grafschaft Yorckshire. Das ist dann doch bemerkenswert.
  • Ebenfalls am Donnerstag, allerdings erst von 17:30 Uhr bis 21:30 findet im Lilies am Fischmarkt ein Bier&Foodparing statt. Es gibt ein richtiges Biermenü mit der dazu passenden Bierbegleitung.
  • Kommen wir zur neunten Location. Am 30. September gibt es im Kiosk von Aziz in der Neubrückenstr. 25 nicht nur alles, was Sie in einem Kiosk erwarten, sondern auch Livemusik. Da der Kiosk nicht allzu groß ist, wird dort sicher die Luft brennen. Außerdem wird der Brauer der Gruthaus-Brauerei dort sein.
  • Nun wird es zweistellig und die Location 10 ist das LWL Museum für Kunst und Kultur. Dort finden Sie das Lux, wo es am 30. 9. Ab 20:00 Biercocktails zu trinken gibt. Ein Besuch lohnt sich sicher.

Tschechien hat seine Biere des Jahres gekürt

Neben Deutschland und Belgien ist Tschechien die dritte große Biernation in Europa. Daher ist es auch kein Wunder, dass dort die besten tschechischen Biere jedes Jahrgangs gekürt werden. Am Dienstag letzter Woche war es wieder so weit – und die Biere des Jahres 2016 wurden bekanntgegeben. Sieger wurde in der Hauptkategorie “Helle Lagerbiere” die Brauerei Radegast mit ihrem Bier Ryze Hořká 12ͦ. Den zweiten Platz unter den hellen Lagerbieren belegte “Královské pivo Litovel Premium” Brauerei Litovel aus Mähren. Auf Rang drei landete das “Staropramen Ležák” der Prager Bierbrauerei Staropramen. Für den Wettbewerb wurden insgesamt 58 Biersorten in fünf Kategorien gemeldet. Das sind 20 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Unter den alkoholfreien Biersorten siegte das “Birell Světlý” vor “Birell Polotmavý” und dem alkoholfreien Bier “Bakalář” aus Rakovník. Zum besten dunklen Bier kürte die Jury genauso wie im Vorjahr das Bier “Litovel Dark”. Einen ersten Platz belegte zudem das dunkle Lagerbier Bernard.

Ach ja, bevor ich es vergesse: der Wettbewerb wurde in diesem Jahr zum 16. Mal durchgeführt.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom Tschechischen Verband der Bierbrauereien und Mälzereien veranstaltet. Im Rahmen der Siegerzeremonie wurden der emeritierte Brauer von Pilsener Urquell, Pavel Průcha, und Jiří Špringl von der Firma “Chmel Polepská blata” in die Ruhmeshalle des tschechischen Bierbrauwesens aufgenommen. Průcha arbeitete seit 1970 in der Brauerei in Plzeň / Pilsen, später ist er zum Chefbrauer der Marke “Pilsener Urquell” aufgestiegen. Špringl gilt als Experte für den Anbau des Hopfens “Saazer Mittelfrüher” (Žatecký poloraný červeňák).

Mit Material von Radio Praha.

Forestinne Gothika

Normalerweise lasse ich mich ja nicht über die Gestaltung der Etiketten der Biere aus, da mir der Inhalt der Flaschen wichtiger ist als das Aussehen. Aber bei der Forestinne-Reihe der Brasserie Caracole mache ich mal eine Ausnahme. Das Erkennungszeichen ist ein süßer Waldelf mit neckischem Augenaufschlag, der auf jedem dieser Biere in einer anderen Situation gezeigt wird. Ob diese Darstellung Ihnen gefallen oder nicht müssen Sie selbst entscheiden. Aber eines müssen Sie doch sicher zugeben: der Wiedererkennungswert ist enorm.

Das Bier ist – wie ich es bei dem Namen erwartet habe – schwarz und beinahe blickdicht. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, scheint etwas rubinrot durch. Darüber eine durchschnittliche Menge haselnussbrauner cremiger Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist erstaunlich komplex – ein ganzer Strauß an Karamellaromen steht im Vordergrund. Dazu kommen Rotwein und Pflaumen. Später gesellen sich noch Düfte von Toffee, Vanille und Cognac dazu.

Der Antrunk ist erstaunlich trocken, zumindest aber weniger süß als ich es erwartet habe. Die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt aber für eine gewisse Frische. Der Körper, der nicht so intensiv schmeckt wie es die Farbe des Bieres erwarten ließ, gesellt der verhaltenen Süße dieses Bieres noch Noten dunkler Schokolade hinzu, die angenehme Bitterstoffe mit sich bringen. Die Schokoladengeschmäcker und die Bitterstoffe prägen auch den Abgang, der aber nur kurz nachklingt.

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Caracole
5500 Falmignoul (Dinant)
Belgien
www.forestinne.be

Venloosch Alt

Von dem Bier, das jetzt vor mir steht, behauptet die Brauerei Lindeboom, dass es das erste Altbier aus den Niederlanden wäre. Ich war ja nun schon häufiger dort und hatte eher den Eindruck, dass es sich um das einzige Altbier aus den Niederlanden handelt. Aber egal, wollen wir mal testen, wie dieses Brauereierzeugnis schmeckt.

Intensiv mahagonifarben steht das Bier im Glas, darüber eine durchschnittliche Menge feinporiger elfenbeinfarbener Schaum, der sich leider schnell auflöst. Dafür sehe ich eine überdurchschnittliche Menge Kohlensäure.

Das Aroma ist süßlich und deutlich malzbetont. Dazu rieche ich leichte Röstaromen und Karamell. Allzu komplex ist das Aroma aber nicht.

Der Antrunk ist dann nicht so süß wie ich es erwartet hätte, dafür aber durch die Kohlensäure spritzig. Der Körper ist intensiv. Wirklich intensiv. Ich habe vorher noch nie ein Altbier getrunken, das so einen intensiven Geschmack hatte. Kaffee- und Kakaonoten kommen zum Vorschein und obwohl ich kaum Bitterstoffe schmecke, macht das Bier einen recht ausgewogenen Eindruck. Der Abgang ist eher schwach. Das Bier rinnt durch die Kehle, ohne einen Eindruck zu hinterlassen. Dafür bleibt der Geschmack von Kaffee und Kakao auf der Zunge sehr lange erhalten. Je länger der Geschmack auf der Zunge ist, desto mehr kommt der Kaffeegeschmack in den Vordergrund.

Dieses Altbier ist nur schwer mit dem Altbier zu vergleichen das wir auf Düsseldorf oder Münster kennen. Irgendwie fehlt der Hopfen, aber der starke malzige Geschmack macht dieses Bier zu etwas Besonderen.

Zutaten:

Wasser
Gerstenmalz
Hopfen
Kräuter
Karamel

Alkoholgehalt:

5,0 %

Brauerei:

Lindeboom Bierbrouwerij B.B.
Postbus 4416
6086 ZG Neer
www.lindeboom.nl