Archiv für den Monat: Februar 2016

Brauereigaststätten

Sicherlich kennen Sie das: Sie sind in einer fremden Stadt und wollen etwas essen. Wo gibt es aber gutes Essen? Ich suche in einem solchen Fall meist nach einer Brauereigaststätte. In der Regel ist das Angebot recht fleischlastig, aber oft regional geprägt, häufig saisonal und fast immer schmackhaft und mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Auflistung erstelle ich, um mir das Leben zu erleichtern. Dabei bin ich mir darüber klar, dass die Liste vermutlich niemals vollständig wird, aber ich gebe mir wirklich Mühe. Wenn Sie mir Hinweise auf fehlende Einträge geben, bin ich Ihnen dankbar. Die Adressen sind nach den Postleitzahlen sortiert.

Deutschland

4

Fieges Stammhaus
Bongardstr. 23
44787 Bochum

Öffnungszeiten:

Montag – Samstag ab 12:00

www.fieges-stammhaus.de

Rüttenscheider Hausbrauerei GmbH
Girardetstr. 2
45131 Essen

Öffnungszeiten

Sonntag – Montag 17:00 – 23:00
Dienstag- Donnerstag 17:00 – 0:00
Freitag- Samstag 17:00 – 1:00

www.ruettenscheider-hausbrauerei.de

Dampfe – das Borbecker Brauhaus
Heinrich-Brauns-Str. 9 – 15
45355 Essen

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag 11:00 – 0:00
Freitag – Samstag 11:00 – 1:00
Sonntag 10:30 – 0:00

www.dampfe.de

7

Braumanufaktur Schönbuch
Bolzstrasse 10
70173 Stuttgart

Öffnungszeiten

Sonntag – Mittwoch 11.00 – 24.00
Donnerstag bis SaSamstag 11.00 – 01.00 Uhr

http://www.brauhaus-schoenbuch.de/stuttgart.html

Braumanufaktur Schönbuch
Lange Str. 20
71032 Böblingen

Öffnungszeiten

Täglich 11:00 – 24:00

www.brauhaus-schoenbuch.de/boeblingen.html

Braumanufaktur Schönbuch
Auf dem Brühl 1
75365 Calw

Öffnungszeiten

Täglich 11:00 – 24:00

http://www.brauhaus-schoenbuch.de/calw.html

9

Lindner Bräu – Heinrich Kolbeck
Weißenregener Str. 4
93444 Bad Kötzting

Öffnungszeiten

Montag – Samstag 9:30 – 24:00

www.lindner-Bier.de

Aldersbacher Kloster Weisse Hell

Wieder einmal ein Weizenbier aus Bayern, diesmal das Aldersbacher Kloster Weiße Hell aus dem niederbayerischen Aldersbach in der Nähe von Passau. Schon das Rückenetikett macht neugierig auf das Bier, da hier keinerlei Hopfenextrakt verwendet wird. Das weist darauf hin, dass es sich um ein handwerklich gebrautes Bier handelt.

Im Glas macht das Bier schon mal einen guten Eindruck. Goldgelb bis Bernsteinfarben lacht es mich an, allerdings nicht ganz so hefetrüb wie viele andere Hefeweizen. Darüber eine gewaltige feinporige Schaumkrone, die auch lange stehenbleibt. So soll ein Weizenbier aussehen.

Und dann erst mal der Duft – Hefe und Banane sind ja typisch für ein naturtrübes Weizen. Dazu kommen noch Noten von Zitrusfrüchten und Blüten. Offensichtlich hat die Brauerei bei der Auswahl ihres Hopfens ein gutes Händchen bewiesen.

Der Antrunk wird von der Hefe bestimmt, die durch eine leichte milde Säure und einem Hauch Banane unterstützt wird. Der Körper ist voll, gut austariert und spritzig. Lediglich den Abgang hätte ich mir etwas kräftiger gewünscht. Dann wäre das Bier perfekt gewesen, aber auch so spielt es eindeutig in der obersten Liga.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Aldersbach
Frhr. V. Aretin KG
94501 Aldersbach
www.aldersbacher.de

Das eigene Bier – so geht es einfach

Bier selbst zu brauen ist nicht trivial. Das Malz muss ausgewählt und schließlich gemaischt werden, und das bei richtiger Temperatur und in der richtigen Zeitspanne, der richtige Hopfen muss zur richtigen Zeit zugesetzt werden… Jeder Schritt ist eigentlich einfach, aber es sind ziemlich viele Schritte, so dass die Arbeit recht komplex wird. Außerdem ist viel Zeit erforderlich, die aufgewandt werden muss, um ein richtig gutes Bier zu erhalten.

Eine Brauerei ähnelt in Teilen einem Chemiebetrieb, sowohl optisch als auch von den Vorgängen her, die zum Bierbrauen erforderlich sind. Andreas Wengert von der Firma Wengert Brauereien hat es gegenüber dem Webportal http://www.schwaebische.de erklärt: “Es ist wichtig, die Temperaturen genau einzuhalten, damit die Enzyme arbeiten können”. Es finden während des Brauens viele unterschiedliche chemische Prozesse statt: Enzyme müssen gebildet und Stärke muss abgebaut werden, die Stärke muss in Zucker umgewandelt und dieser muss von der Hefe in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten werden… Sechs Stunden dauert es etwa, bis das Bier so weit ist, dass es auf 10° Celsius abgekühlt ist und mit Hefe versetzt werden kann, so dass der eigentliche Gärvorgang beginnt.

Dann gärt das werdende Bier fast zwei Wochen, bevor es in Flaschen abgefüllt und dort weiter reifen kann. Vom Beginn des Brauens bis zum ersten Schluck Bier vergehen gut und gerne drei Wochen. Es ist also ein erheblicher Aufwand erforderlich, auf höchstem Niveau ein eigenes Bier zu brauen.

Automatisiert Bier brauen

Die Firma Wengert aus dem schwäbischen Grünkraut stellt Brauereieinrichtungen nicht nur für große Brauereien her, sondern auch den Wengert Brauprofi, mit dem sich weitgehend automatisiert 25 Liter Bier in professioneller Qualität brauen lassen. Allerdings benötigt das Gerät einen Wasseranschluss und einiges an Platz. In vielen Haushalten muss dafür vermutlich die Waschmaschine weichen. Dazu kommt noch der Kaufpreis, der mit allem Zubehör immerhin etwa 2.500 Euro beträgt. Damit ist das Gerät nur bedingt hausfrauenkompatibel. Für das Brauen im Privathaushalt dürfte der Brauprofi daher nur ein Nischendasein fristen.

Und dann kommt das Braufässchen

Einen ganz anderen Ansatz bietet das Startup-Unternehmen Braufässchen aus München. Das Unternehmen verspricht, dass es möglich ist, mithilfe eines Brausets innerhalb einer Woche ein eigenes Bier zu brauen. Dieses Versprechen war für mich Anlass genug, es einmal zu testen.

Die Bestellung

Das Unternehmen unterhält einen Webshop, wo es möglich ist, entweder ein vordefiniertes Brauset zu bestellen oder sich das gewünschte Bier selbst zu konfigurieren. Immerhin 14 vordefinierte Brausets stehen derzeit zur Verfügung. Wem das nicht ausreicht, kann sich auch sein eigenes Bier konfigurieren. Fünf Bierstile stehen zur Auswahl. Exemplarisch habe ich einmal das dunkle Bier ausgewählt. Dafür stehen drei verschiedene Hopfensorten für ein mildes, durchschnittlich herbes oder herbes Bier zur Verfügung. In einem dritten Schritt kann ich zwischen sieben unterschiedlichen Aromen auswählen. Für den ersten Versuch habe ich aber das vorkonfigurierte Pale Ale ausgewählt. Die Bestellung ist schnell erledigt, ich musste mich lediglich erst einmal daran gewöhnen, dass ich im Onlineshop nicht auf meine Wahl klicken musste, sondern die gewählten Zutaten nach oben ziehen musste.

Die Lieferung

Wenige Tage später war es dann so weit: mein Braufässchen kam an. Gut und sicher in einem stabilen Transportkarton fand ich die Verkaufsverpackung. Wenn das Bier so ansprechend ist wie die Verpackung kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ich frage mich lediglich, weshalb es die vorkonfigurierten Brausets nur online gibt, nicht im Getränkemarkt. Aber egal, das ist eine Entscheidung des Anbieters mit seinen drei Gründern Wolfgang Westermeier, Ping Lu und Dominik Guber.

Also mache ich mit dem Auspacken weiter. Die Verkaufsverpackung enthält ein handelsübliches Partyfässchen mit fünf Liter Inhalt, eine Flasche Malzextrakt, drei kleine Fläschchen mit Hopfenaromen, ein Tütchen Hefe, einen Gärverschluss für das Fass, drei Bierdeckel und eine Kurzanleitung für das Brauen.

Werfe ich einen Blick auf die Anleitung. Versprochen wird, dass die Vorbereitung nur zehn Minuten dauert. Ich bin ja gespannt, ob sich diese Zeitangabe bewahrheitet. In dieser Zeit müssen lediglich einige einfache Schritte erledigt werden: der Malzextrakt muss in das Fässchen gefüllt werden, die Flasche muss mit teilweise kaltem und kochendem Wasser ausgespült und das Wasser in das Fass gefüllt werden, das Fass muss mit Wasser aufgefüllt werden, einmal kräftig durchschütteln, Hopfen, Hefe und Aromen müssen in das Fass, das Fass muss verschlossen werden und schon kann das Gären losgehen. Dafür soll das Fass fünf Tage bei Raumtemperatur und zwei Tage im Kühlschrank stehen. Anschließend soll das Bier fertig sein.

Irgendwie erinnert mich das Vorgehen an “Malen nach Zahlen”. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ein Großteil der Komplexität der Aufgabe wird vor dem Anwender verborgen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Also beginne ich an und setze mein Bier an.

Die Vorbereitung

Der Verschluss ist schnell vom Fass genommen und ich kann den Malzextrakt einfüllen. Dabei stelle ich fest, dass der Flaschenhals etwa den gleichen Durchmesser hat wie die Öffnung in Fass. Ich will aber eigentlich vermeiden, dass etwas danebengeht und ich die Außenseite des Fasses verschmiere. Ich bin einfach zu faul, das Fass hinterher zu reinigen. Also verwende ich einen Trichter. Das war aber wohl ein Fehler. Der Malzextrakt ist so dickflüssig, dass es eine dreiviertel Stunde dauerte, bis das Malzextrakt im Fass war. Es wäre wohl doch besser gewesen, eine Verschmutzung zu riskieren. Aber da habe ich wohl zu viel und zu weit gedacht. Das Wasser, die Hefe und die Aromen in das Fass gefüllt, den Gärverschluss eingesetzt und – die reine Arbeitszeit hat wirklich nicht mehr als zehn Minuten benötigt.

Die Gärung

Ich habe das Fässchen in Heizungsnähe aufgestellt. Für den Fall, dass die Gärung zu kräftig wird, habe ich ein Geschirrtuch unter das Fass gelegt und damit auch sicher nichts spritzen kann, habe ich es auch mit einem Tuch abgedeckt. Diese Vorsichtsmaßnahme war aber nicht erforderlich; nur eine minimale Menge wurde aus dem Gärverschluss herausgedrückt. Nach einem Tag musste das Fässchen noch einmal umgedreht werden, dann konnte ich es weitere vier Tage stehen lassen. Dann trat ein Problem auf: das Fass sollte noch für zwei Tage in den Kühlschrank. Das hatte ich zwar gewusst, aber nicht berücksichtigt, so dass einfach kein Platz vorhanden war. Glücklicherweise hat meine Wohnung einen Balkon und draußen herrschen kühlschrankähnliche Temperaturen. Ich habe das Fass also nach draußen gestellt und zwei Tage später war das Bier fertig.

Die Verkostung

Endlich war es so weit und ich konnte das Bier verkosten. Optisch konnte ich nichts aussetzen. Hefetrüb und mahagonifarben präsentierte sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum hatte eine gute Standzeit. Auch das Aroma war für ein IPA typisch. Und der Geschmack? Mir fehlte etwas die sortentypische Süße. Das kann ich aber nicht dem Braufässchen anlasten, sondern ich gehe davon aus, dass die Gärung zu nahe an der Heizung stattgefunden hat, wodurch die Hefe zu viel Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten hat. Ansonsten ließ sich an dem Bier nichts aussetzen. Es war trotz meines Fehlers immer noch erheblich besser als ein Bier aus industrieller Großproduktion.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Braufässchen kostet vorkonfiguriert 35,00 Euro, also 7,00 Euro je Liter. Damit ist es etwa ein Drittel günstiger als professionell gebrautes IPA in der Flasche, das ab circa 3,50 Euro angeboten wird. Dafür ist das Flaschenbier aber nach meinem Geschmack doch noch besser, Fehler wie eine zu warme Gärung wie bei mir kommen dort nicht vor. Wenn Sie eine Party planen und Ihren Gästen etwas Besonderes anbieten wollen, sollten Sie sich überlegen, einmal auf das Angebot von www.braufaesschen.com zurückzugreifen. Allerdings – für den Fall, dass Ihnen etwas Ähnliches passiert wie mir und das Bier nicht perfekt wird, sollten Sie beim ersten Mal die eine oder andere Kiste Bier in den Keller stellen, einfach als Plan B.

Heidaleberg

Der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, erinnert mich an die Studentenszene der 1980er Jahre. Damals machte sich fast jeder einen Spaß daraus, Städtenamen zu verballhornen, auch wenn aus Heidelberg damals Highdelberg wurde. Eventuell lässt der Name dieses IPAs auf das Alter des Geschäftsführers der Brauerei schließen. Aber das nur am Rande. Auch dieses Bier aus der Brauerei zum Klosterhof wird in einer Flasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt, die der Konsument außerhalb von Heidelberg nur im Altglascontainer zurückgeben kann. Das ist zwar schade, aber eventuell entschädigt ja das kunstvolle Etikett für diese Umweltsünde. Und das Etikett verrät auch bereits, dass die Brauer in die Rezeptur dieses Biers viel Herzblut gelegt haben: es wurden für das Brauen sieben Malze, acht Hopfen und zwei Hefesorten verwendet. Da kann ich wohl hoffen, dass dabei etwas ganz Besonderes herausgekommen ist.

Rotgolden und leicht hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Da sich der Schaum bei IPAs häufig schnell auflöst, sticht dieses IPA zumindest optisch schon mal positiv heraus.

Wie ich es erwartet habe, wird das Aroma durch verschiedene Zitrusdüfte geprägt. Dazu kommt auch ein leichter Karamellduft. Ich denke mal, dass der Brauer gerne mit unterschiedlichen Malzarten herumspielt, so dass Duft und Geschmack des Malzes auch im IPA zur Geltung kommen, was bei dieser Biersorte nicht immer der Fall ist. Kommen wir zum ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß. Die Süße paart sich mit einer feinperligen Kohlensäure, wodurch das Bier angenehm frisch erscheint. Im Körper steigert sich die Süße noch und es kommen kräftige Bitternoten dazu. Mir persönlich fehlt jetzt etwas Säure, so dass der Geschmack mir nicht wirklich rund erscheint. Der Abgang ist sortentypisch recht bitter und ganz tief in der Kehle kommen noch Kaffeenoten dazu.

Alles in Allem habe ich hier ein recht gutes IPA vor mir, das sich aber zumindest teilweise von anderen IPAs unterscheidet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Aromahopfen, Ale-Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Brauerei:

Brauerei zum Klosterhof GmbH
Stiftweg 4
69118 Heidelberg
www.brauerei-zum-klosterhof.de

Klosterhof Adventsbock

Ich weiß, der Advent ist bereits längere Zeit vorbei und der nächste Advent lässt auch noch lange auf sich warten, aber der Adventsbock aus der Klosterhofbrauerei in Heidelberg hat mich erst in dieser Woche erreicht. Da ich bei einem Saisonbier wie dem Adventsbock immer etwas ganz Besonderes erwarte, musste ich ihn selbstverständlich sofort verkosten. Das Etikett gibt keine speziellen Informationen her und auch im Internet steht nicht mehr. Trotzdem fällt mir eines auf: das Bier ist in einer Mehrwegflasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt. Dagegen ist eigentlich nichts zu sagen, sondern im Gegenteil sind Mehrwegflaschen umweltfreundlich. Dies gilt selbstverständlich nur dann, wenn der Konsument auch die Möglichkeit hat, die Flasche zurückzugeben. Ich würde es daher begrüßen, wenn das Bier, das verschickt wird, in Standardflaschen abgefüllt würde, die überall zurückgegeben werden können. Die Flasche, in der mich der Adventsbock sowie mehrere andere Biere der Brauerei zum Klosterhof erreicht haben, werde ich in Essen leider nicht los. Schade, damit wird aus einer umweltfreundlichen Mehrwegflasche ein Einweggebinde. Aber kommen wir zum Bier.

In einem dunklen Mahagoniton, fast schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Es ist hefetrüb und bildet einen größtenteils cremigen hellbraunen Schaum, er ist fast weiß, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch Röststoffe dominiert, ich rieche bittere Schokolade, Gewürznelken und Kräuter. Ich habe durchaus den Eindruck, dass der Auswahl des Malzes und der Hopfensorten viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde und dass das Ergebnis überzeugend ist.

Der Antrunk ist mittelsüß und ich stelle eine sehr feine Kohlensäure fest. Auch im recht intensiven Körper dominiert die Süße, Karamelltöne kommen zum Vorschein und eine minimale Säure. Die Bitterstoffe fehlen mir hier etwas. Diese kommen erst im Abgang zusammen mit deutlichen Kaffeenoten zum Vorschein.

Der Adventsbock der Brauerei zum Klosterhof ist ein Bockbier, das sich durchaus angenehm von der Vielzahl der im Handel erhältlichen Bockbiere abhebt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16,5°

Brauerei:

Brauerei zum Klosterhof GmbH
Stiftweg 4
69118 Heidelberg
http://www.brauerei-zum-klosterhof.de

Weseler Brückenschlag

Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, woher der etwas merkwürdige Name dieses Bieres kommt. Weder auf dem Etikett noch auf der Homepage der Brauerei Walter Bräu im Weseler Ortsteil Büderich konnte ich einen Hinweis darauf finden. Lediglich den Hinweis “Ein Bier das verbindet” konnte ich entdecken. Aber ich will mich nicht länger mit dem Namen aufhalten und das Bier verkosten.

Rotgolden und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas. Dazu fällt mir auf, dass das Bier deutlich weniger Kohlensäure enthält als die anderen Biere dieser Brauerei. Es bildet sich nur wenig Schaum, der sich auch augenblicklich auflöst. Optisch macht das Bier nicht so viel her.

Das Aroma ist durch Karamell geprägt, dazu kommt der Duft von Banane. Der Nase gefällt das Bier daher besser als dem Auge.

Der Antrunk ist mittelsüß und ich stelle fest, dass die Kohlensäure sehr feinperlig ist. Der Körper ist malzbetont und leicht bitter. Dabei ist der Geschmack durchaus intensiv und rund, allerdings ist das Bier nicht so süffig wie die anderen Biere aus Wesel. Der Abgang ist angenehm bitter, ein Geschmack, der durchschnittlich lange nachklingt.

Optisch macht das Bier nicht so viel her; dieser Eindruck wird durch den Geschmack aber mehr als ausgeglichen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Walter Bräu Büderich
46487 Wesel
http://www.walterbrau.de

Walter Bräu Landbier

Nun steht noch ein Bier aus Wesel vor mit, das Walter Bräu Landbier.

Rotgold und hefetrüb mit einer durchschnittlichen Menge weißen feinporigen Schaums präsentiert sich das Bier. Der Schaum löst sich schnell auf. Ich möchte auch nicht vergessen, die lebhafte Kohlensäure zu erwähnen.

Das Aroma wird durch Karamell dominiert, unterstützt von einer leichten Fruchtigkeit.

Der Antrunk ist frisch mit leichter Süße und lässt bereits erahnen, dass es sich um ein wirklich süffiges Bier handelt. Im recht intensiven Körper halten sich Süße, Bitterstoffe und die Säure die Waage. Im Abgang kommen die Bitterstoffe etwas stärker zum Vorschein. Dies ist das richtige Bier für diejenigen, denen das Rotbier von Walter Bräu zu mild ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Walter Bräu Büderich
46487 Wesel
http://www.walterbrau.de

Walter Bräu Rotbier

Nun steht wieder ein Bier aus Wesel vor mit, das Walter Bräu Rotbier. Rotbier ist eine Spezialität, die ich hauptsächlich aus Nürnberg und aus Belgien kenne, die aber mehr und mehr auch in Nord- und Westdeutschland gebraut wird. Mal sehen, ob die Westfalen mit diesem Bier auch zurechtkommen.

Rotgold und leicht hefetrüb mit einer durchschnittlichen Menge weißen feinporigen Schaums präsentiert sich das Bier. Der Schaum bleibt durchschnittlich lange erhalten. Ich möchte auch nicht vergessen, die lebhafte Kohlensäure zu erwähnen.

Das Aroma wird durch Karamell dominiert, unterstützt von einer leichten Fruchtigkeit nach Banane und auch einigen Gewürznoten.

Der Antrunk ist frisch mit wenig Süße und lässt bereits erahnen, dass es sich um ein wirklich süffiges Bier handelt. Der Körper bringt den Karamellgeschmack des Malzes, gepaart mit einer leichten Säure. Erst im milden Abgang kommen auch einige Bitterstoffe zum Vorschein. Mir persönlich würde das Bier etwas bitterer vermutlich besser gefallen, aber es gibt ja auch viele Liebhaber wirklich milder Biere.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Walter Bräu Büderich
46487 Wesel
http://www.walterbrau.de

Überwasser Alt

Meist kennen wir Altbier als dunkles Bier. Das Altbier aus Münster ist anders und mit hellem Malz gebraut. Von der Optik her würden wir das Bier eher für ein Lager halten. Aber es handelt sich wirklich um ein obergäriges Altbier.

Goldgelb und hefetrüb steht das Bier im Glas, darüber recht wenig Schaum, der sich schnell auflöst.

Das fruchtige Aroma wird durch den Duft von Grapefruit dominiert und erinnert durchaus an ein IPA.

Der intensive Antrunk ist leicht süß. Schnell breiten sich deutliche Zitrusnoten im Mund aus, perfekt abgestimmt mit der Süße den Bitterstoffen des Bieres. Dabei ist das Bier wunderbar süffig. Der Abgang ist leicht bitter und auch er weist deutliche Zitrusnoten auf. Der Geschmack bleibt lange erhalten.

Dieses wirklich empfehlenswerte Bier ist ideal für alle, denen IPAs zu stark gehopft sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz. Weizenmalz, Hefe, Hopfen (Citra, Amarillo)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
http://www.residenz-biere.de

Im Auftrag von:
Gruthaus-Brauerei
48143 Münster
http://www.gruthaus.de

Crew Republic 7:45 Escalation Double IPA

Nun habe ich ein Double IPA aus der Münchener Bierschmiede Crew Republic vor mir stehen. Weshalb Double IPA? IPAs werden nach dem Brauen noch einmal kalt gehopft. Dieses Bier wird aber nicht nur einmal, sondern zweimal kaltgehopft. Damit wollen die Brauer alles, aber wirklich alles aus dem Aromahopfen herausholen. Ob sich das lohnt will ich jetzt herausfinden.

Bernsteinfarben steht das Bier im Glas, darüber wenig hellbeiger gemischtporiger Schaum, der sich leider auch recht schnell auflöst.

Das Aroma ist bestechend intensiv. Ich kann Düfte von Karamell, Ananas und Bitterorangen feststellen.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle die sehr feinperlige Kohlensäure fest. Der Körper ist mild und ich schmecke hauptsächlich das Karamell des Malzes. Der Abgang ist bitter und sehr langanhaltend.

Dieses Bier hält wirklich alles was es verspricht. Der Aromahopfen ist wirklich reichlich vertreten, selbst für ein IPA ist er überraschend intensiv.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Karamellmalz), Hopfen (Columbus, Simcoe, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

8,3 % Vol.

Bittereinheiten:

83 IBU

Brauerei:

CREW AleWerkstatt GmbH
Fraunhoferstr. 9
80469 München
http://www.crewrepublic.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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