Archiv für den Monat: August 2015

Winzerbier

Wieder einmal steht ein Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir, diesmal das Winzerbier. Da die Angaben auf dem Etikett wie in der Lausitz üblich recht minimalistisch sind, beginne ich gleich mit der Verkostung.

Hellgelb und kristallklar präsentiert das Bier im Glas. Dazu kommt eine lebhafte Kohlensäure. Darüber eine überaus üppige Schaumkrone, weiß, fest und feinporig. Optisch also wirklich hervorragend. Der Schaum bleibt auch enorm lange stehen. Optisch macht das Bier also schon mal was her.

Das Bier duftet nach Getreide, grünen Früchten und einem Hauch Weißwein. Das Aroma ist fein abgestimmt und macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist angenehm süß, der Körper ist ausgeglichen und bringt sowohl den Geschmack des Malzes wie auch ausgeglichen die Bitterstoffe des Hopfens hervor. Der Abgang ist mild und trotzdem bleibt der Geschmack lange im Mund.

Zusammenfassend ist das Winzerbier mein persönlicher Favorit aus der Klosterbrauerei Neuzelle.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

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Bekömmliches Bier? Das geht gar nicht

Zumindest nicht nach der Meinung des Richters Harald Göller am Landgericht Ravensburg. Geklagt hatte der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) gegen die Brauerei Clemens Härle aus dem baden-württembergischen Leutkirch. Die regionale Brauerei hatte auf ihrer Internetseite drei ihrer Biere mit dem Adjektiv “bekömmlich” beworben. Deshalb hatte der VSW die Brauerei abgemahnt. Das Unternehmen argumentierte, dass es sich dabei um eine Angabe handele, die eine Verbesserung des Gesundheitszustands verspreche. Gegen diese Abmahnung hatte sich Gottfried Härle, Geschäftsführer der Brauerei, gewehrt.

Nun verbietet das EU-Recht die Werbung mit gesundheitsfördernden Eigenschaften für Getränke, die mehr als 1,2 Volumenprozente Alkohol enthalten. Deshalb wurde auch vor drei Jahren der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor durch den Europäischen Gerichtshof untersagt, ihren Wein mit Umschreibungen wie “bekömmlich” oder “sanfte Säure” zu bewerben. Dass Bier etwas anderes ist als Wein, dürfte unbestritten sein. Die Frage ist doch wohl, beim Bier das Attribut “bekömmlich” wirklich eine gesundheitsfördernde Wirkung umschreibt.

Nach meinem Gefühl nicht. Für mich bedeutet der Begriff bekömmlich lediglich, dass ich mich nach dem Genuss nicht schlechter fühle als vorher. Da dies aber nur mein persönliches Verständnis dieses Wortes ist, will ich mal online nachsehen, ob ich dieses Wort eventuell einfach falsch verstehe. Wikipedia hilft nicht weiter, dort ist “Bekömmlichkeit” oder “bekömmlich” nicht definiert. Aber der Duden hilft weiter. Dort wird die Herkunft dieses Wortes aus dem Mittelhochdeutschen “bekom(en)lich = passend, bequem” erklärt. Auch hier wird keine gesundheitsfördernde Bedeutung angegeben. Als Synonym für “bekömmlich” wird “verträglich” genannt. Auch Anwendungsbeispiele für “bekömmlich” werden genannt: “ein leicht bekömmliches oder leichtbekömmliches Essen; aber nur ein leichter bekömmliches, ein besonders leicht bekömmliches Essen”. Ist der Konsument nach einem leicht bekömmlichen Essen gesünder als vorher? Eventuell, aber das ist laut Duden nicht zwingend erforderlich.

Weshalb das Urteil so gesprochen wurde wie es nun veröffentlicht wurde ist mir nicht verständlich. In meinen Augen ist das ein krasses Fehlurteil. Aber wie heißt es nicht so schön? Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand. Nach Informationen der “Welt kompakt” überlegt die Brauerei nun, weitere rechtliche Schritte zu unternehmen. Ich hoffe, dass sie beim nächsten Gericht mehr Erfolg hat.

Grimbergen Dubbel

Wieder einmal möchte ein Bier aus Belgien von mir verkostet werden, diesmal das Abteibier Grimbergen Dubbel. Wie es bei belgischen Bieren ab und an vorkommt, enthalten die Etiketten keine Zutatenliste. In diesem Fall wundert mich dies nicht weiter, da ich diese Flasche selbst aus Belgien mitgebracht habe. Da die Etiketten außer einem schönen Phönix nichts hergeben will ich mal den Naturkorken öffnen und das Bier verkosten. Vorher aber noch ein Wort zum Phoenix: Die im Jahr 1128 gegründete Abtei ist zweimal abgebrannt und wurde auch zweimal wieder aufgebaut. Seit dem zweiten Aufbau, der im Jahr 1629 stattfand, findet sich auf einem Kirchenfenster der sehenswerten Barockkirche ein Phoenix. Dieser findet sich nun halt auch auf dem Etikett wieder.

Dunkel ist es, wirklich dunkel. Im Glas erscheint es schwarz, nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, kommt ein Rotstich zum Ausdruck, ähnlich der Farbe von böhmischem Granat. Darüber ein feinporiger beiger Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch hat die Brauerei schon mal nichts falsch gemacht. Das Bier duftet nach Malz, nach Banane und anderen hellen Früchten. Auch das Aroma ist durchaus ansprechend.

Der Antrunk ist recht süß, was bei einem so dunklen Bier aber keine Überraschung ist. Der Körper ist malzbetont, gut abgestimmt zur Süße. Dazu kommt eine feine Kohlensäure. Der Abgang ist mild-bitter mit einem Hauch von Banane. Dieser Geschmack bleibt lange erhalten.

Zutaten:

k.A.

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Auch die Brauerei wird nicht verraten. Die einzige Information ist, dass das Bier in der EU gebraut wurde für

N.V. Brouwerijen N.V.

Alken-Maes
Belgien

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Kloster Scheyern Export Dunkel

Nun steht wieder einmal ein Bier aus Bayern vor mir, das Kloster Scheyern Export Dunkel. Der letzte Test eines Bieres dieser Brauerei ist bereits einige Monate her und damals stand auf der Flasche, dass das Bier im Auftrag und unter Kontrolle des Klosters in der Brauerei Tucher gebraut wird. Auf der Website schreibt das Kloster nach wie vor, dass seit 2006 das Bier wieder im Kloster gebraut wird. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mitte Dezember letzten Jahres habe ich im Kloster per Mail nachgefragt, was denn nun stimmt. Leider hat das Kloster bis heute nicht geantwortet und es wird wohl auch keine Antwort mehr kommen. Aber egal. Beginnen wir mit dem Biertest.

Das Bier ist wirklich dunkel, fast schwarz. Gegen das Licht gehalten zeigt es sich in einem eleganten Dunkelrot. Darüber ein elfenbeinfarbener feinporiger und fester Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch gibt es also absolut nichts auszusetzen. Das Aroma dieses Bieres wird von Röstaromen bestimmt, unterstützt durch Karamell und einem Hauch von Pflaumen. Auch der Duft ist wirklich ansprechend.

Der Antrunk ist leicht süß und im Mund breitet sich ein malziger Geschmack mit einer fein abgestimmten Säure aus. Dazu sorgt eine feinperlende Kohlensäure für die gewünschte Süffigkeit. Der Abgang ist leicht bitter und sehr angenehm. Der Geschmack bleibt in der Kehle relativ lange erhalten.

Alles in Allem ein gelungenes Bier mit einem sehr angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis. Es gibt wirklich nichts daran auszusetzen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei

Klosterbier-Vertriebs GmbH
85298 Scheyern
http://www.klosterbrauerei-scheyern.de/

Oder halt auch die Brauerei Tucher. Das verrät das Kloster nicht.

Wolters Märzen

Nun steht ein Bier aus dem niedersächsischen Braunschweig vor mir, das Märzen aus dem Hofbrauhaus Wolters. Meist schmecken die Märzen-Biere ja recht gut. Auch Wolters bewirbt sein Märzen als “Unverwechselbar – feinwürzige und vollmundige Bierspezialität”. Lassen wir uns also überraschen.

Goldgelb mit einem Rotstich steht das Bier vor mir. Darüber ein üppiger feinporiger Schaum mit einer guten Standzeit. Optisch macht das Bier also schon mal was her. Das Aroma ist intensiv; das Bier riecht kräftig nach Malz und bitterem Hopfen. Nun bin ich ja recht verwöhnt, deshalb fehlt mir bei dem Bier die Fülle von Naturhopfen. Und tatsächlich, ein weiterer Blick auf das Rückenetikett bestätigt, dass das Bier mit Hopfenextrakt gebraut wurde. Aber eventuell gefällt das Bier mir beim Trinken ja besser?

Nein. Der Geschmack ist einfach nur süß und bitter, das Bier enthält nur wenig Kohlensäure. Ich empfinde es einfach nur als langweilig, so dass ich es wirklich nicht empfehlen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Hofbrauhaus Wolters GmbH
38102 Braunschweig
http://www.hofbrauhaus-wolters.de

Ratsherrn Summer Ale

Passend zu den derzeitigen Temperaturen steht jetzt das Summer Ale aus der Ratsherrn-Brauerei in den Hamburger Schanzenhöfen. Komponiert aus sechs Hopfen- und vier Malzsorten macht es wirklich neugierig. Und da aus dieser Brauerei bislang immer wirklich gute Biere kamen sind meine Erwartungen entsprechend hoch.

Rotgolden und hell ist das Bier im Glas, darüber ein feinporiger reinweißer Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt. Das Aroma ist würzig und fruchtig mit einigen Zitrusaromen. Doch, das Bier macht den erwarteten guten Eindruck. Zeit also für den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und mir fällt sofort die lebhafte und feinperlige Kohlensäure auf. Schnell füllt sich der Mund mit einer fruchtigen Säure, unterstützt von einer ausgewogenen Menge an Bitterstoffen. Das Bier ist für warme Sommerabende hervorragend geeignet. Der Abgang ist angenehm bitter und der Geschmack bleibt lang erhalten.

Zutaten:

Wasser
Gerstenmalz (Pale Ale, Weizenmalz hell, Carahell, Caramünch), Hopfen (Cascade, Herkules, Tradition, Simcoe, Saphir, Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,3 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
20357 Hamburg

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Gauloise bruin

Heute steht mal wieder ein Bier aus Belgien vor mir – das Gauloise Bruin. Dass das Bier aus Belgien kommt ist ja nun nichts Außergewöhnliches. Dass keine Zutatenliste auf den Etiketten zu finden ist aber schon. Es steht lediglich auf dem Rückenetikett, dass das Bier Gerstenmalz enthält. Ist das überhaupt erlaubt? Bier.de schreibt dazu: “Die Deklaration ist ebenso verpflichtend für Bier, das legal in anderen EU-Mitgliedsstaaten produziert und in Deutschland verkauft wird.” Andererseits habe ich das Bier im KaDeWe in Berlin gekauft und dieses Kaufhaus wird doch wohl wissen, was verkauft werden darf. Aber das Bier wurde im Jahr 2009 mit der Bronzemedaille des European Beer Star ausgezeichnet. Da kann ich schon etwas ganz besonderes erwarten.

Da die Etiketten nichts weiter hergeben gieße ich mir das Bier ein. Tiefschwarz steht das gefilterte Bier vor mir, darüber ein feinporiger und fester Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch haben die Brauer in Purnode schon einmal nichts verkehrt gemacht. Absolut nichts. Das Aroma wird wie erwartet durch Malznoten bestimmt, dazu Düfte von Zitrusfrüchten und anderen Südfrüchten. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet hätte. Anschließend macht sich im Mund ein intensiver Bittergeschmack breit, unterstützt von einer sehr ausgeglichenen feine Säure und Süße. Dazu eine feinperlige Kohlensäure, die dem Bier eine schöne Süffigkeit verleiht. Der Abgang wird durch die Röststoffe bestimmt und klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Gerstenmalz, Keine weiteren Angaben

Brauerei:

Brasserie du Bocq s.a.
Rue de Brasserie 4
5530 Purnode
Berlgien

Alkoholgehalt:

8,1 % Vol.

Robustus 6

Nun steht ein Bier aus der Riegele BierManufaktur vor mir. Es verspricht auf dem vorderen Etikett ein “Kräftiges Vergnügen”. Da mir die anderen Biere von Riegele gut gefallen haben ist meine Erwartung entsprechend hoch.

Tiefschwarz steht das Bier im Glas, ich könnte das Bier auch als fast vollkommen blickdicht beschreiben. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte sehe ich ein leichtes Dunkelrot durchscheinen. Darüber ein hellbrauner feinporiger Schaum mit einer durchschnittlichen Standzeit.

Das Aroma des Bieres wird durch Röstaromen bestimmt, unterstützt durch den Duft von Kaffee und dunkler Schokolade. Das Aroma ist intensiv, ohne aufdringlich zu sein. Der Antrunk ist überraschend mild, nicht so kräftig wie ich es aufgrund der Farbe und des intensiven Dufts erwartet hätte. Dann kommt der volle Körper zum Tragen, intensiv, schokoladig und mit einer ausgewogenen Menge Bitterstoffen. Der Abgang ist überraschend mild, auch wenn der Geschmack der Röststoffe noch lange anhält. Zu diesem Bier können wir “Sie” sagen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Chocolate, Dark Chocolate, Steffi, Münchner Malz, Amber Malz), Weizenmalz, Geröstete Gerste, Hopfen (First Gold, Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Riegele BierManufaktur
S. Riegele KG
Augsburg
http://www.riegele-biermanufaktur.de

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Der Hopfen

Mengenmäßig wird beim Brauen nur wenig Hopfen verwendet, je Hektoliter lediglich höchstens 400 Gramm. Trotz des geringen mengenmäßigen Anteils des Hopfens am Bier ist der Einfluss auf den Geschmack nicht zu unterschätzen. Ohne Hopfen wäre der charakteristische Bitterton des Bieres nicht zu erreichen. Nicht umsonst wird der Hopfen häufig auch als die Seele des Bieres bezeichnet. Hier die für das Brauen wichtigsten Bestandteile:

Ätherische Öle

Diese machen im Durchschnitt 0,8 % der getrockneten Hopfendolde aus, die mögliche Bandbreite liegt zwischen 0,2 % und 1,7 %. Sie sind für das Hopfenaroma verantwortlich, das seinerseits für ein gutes Bier Voraussetzung ist.

Bitterstoffe

Sie betragen etwa 15 % bis 22 % der trockenen Dolden. Durch sie erhält das Bier seinen typischen erfrischenden Geschmack. Außerdem sorgen sie für die Schaumbildung sowie die Standzeit des Schaums.

Gerbstoffe

Die Gerbstoffe sind in der getrockneten Dolde mit etwa 4 % bis 6 % enthalten. Sie wirken konservierend und beseitigen Eiweißstoffe. Daher sind sie beim Klären des Bieres von Bedeutung.

Angebaut wird der Hopfen in Deutschland bevorzugt in Teilen von Bayern und Baden Württemberg angebaut, in geringerem Umfang auch in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland Pfalz. Seit 2004 wird der Hopfen in geringem Umfang auch auf Sylt angebaut.

Weltweit gibt es mehrere hundert Hopfensorten, die zwischen Bitterhopfen und Aromahopfen unterschieden werden. Der deutlich teurere Aromahopfen führt zu einem Bier mit einem deutlich komplexeren Duft. Leider wird der Aromahopfen in Deutschland nur von wenigen Brauereien verwendet.

Die Hopfensorten

Ich werde hier die wichtigsten Hopfensorten kurz beschreiben. Als Quelle dienen mir die online gemachten Angaben verschiedener Anbieter von Hopfen.

Cascade

Cascade ist eine relativ neue Aromahopfensorte, die in erster Linie von Brauern der Craft-Biere verwendet wird. Sie stammt ursprünglich aus England und ist wird dort für Ales und englische Bitterbiere verwendet. Das Aroma besticht durch Würzigkeit und Fruchtaromen.

Centennial

Der Centennial ist ein beliebter amerikanischer Hopfen, der einen ordentlichen Alphasäuregehalt mit blumigen Zitrusnoten bietet. Dieser Hopfen wird häufig für amerikanische Ales und Weizenbiere verwendet.

Chinook

Chinook ist ein Aromahopfen mit einem sehr starken Grapefruitcharakter und viel Alphasäure. Dieser Hopfen wird häufig für Stout, Porter, IPA und Lager verwendet.

Columbus

Columbus hat einen sehr hohen Alphasäuregehalt und wird daher oft als Bitterhopfen eingesetzt. Bei später Hopfengabe verleiht er dem Bier zusätzlich ein zitrus- oder limonadenartiges Aroma. Dieser Hopfen wird häufig für Stout, Porter, IPA und Lager verwendet.

First Gold

Diese Aromahopfensorte wird sowohl für die konventionelle Hopfung als auch für die Spät- und Tockenhopfung verwendet. Sie verleiht Ales eine ausgewogene Bitternote sowie eine fruchtige und würzige Geschmacksnote. Angebaut wird dieser Hopfen in Großbritannien. Er eignet sich für Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.

Golding

Hopfen.de beschreibt diese Hopfensorte voller Begeisterung: “Hopfenpellets Goldings wird zu recht der “König der englischen Hopfen” genannt. Für ein originales IPA oder ein traditionelles englisches Bitter gibt es keinen besseren Hopfen. Hopfenpellets sind Rohhopfen, die ohne Stiele gemahlen wurden und in Stäbchen gepresst wurden. Der Hopfen ist maßgeblich für die Herbe des jeweiligen Bieres verantwortlich. Verwendet wird dieser Hopfen wie die Sorte First Gold für Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.

Herkules

‘Herkules’ ist ein sehr ertragreicher Zuchtstamm des Hopfenforschungszentrums Hüll mit sehr hohen α-Säure-Werten. Diese Sorte ist seit 2005 auf dem Markt. Ein Verkauf ist bisher nur mit Genehmigung für den professionellen Anbau erlaubt. Dieser Hopfen verleiht dem Bier eine harmonische, nicht zu kräftige Bittere. Sie vermittelt die verschiedenen Aromaeindrücke gleichmäßig in nicht allzu ausgeprägter Form. Lediglich im Trunk ist die hopfenwürzige Note im Vergleich zu den übrigen Eindrücken hervorgehoben. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig mit einigen Zitrusnoten.

Mittelfrüh

Die Sorte Mittelfrüh zählt zu den ältesten Sorten, die heute noch angebaut werden. Sie hat ein würziges Aroma.

Saphir

Diese Sorte wurde am Hopfenforschungszentrum in Hüll auf feinwürziges Aroma gezüchtet und 2002 zugelassen. Mit 26-27 Aromapunkten ist Saphir mit Aromasorten wie Spalter, Tettnanger und Saazer vergleichbar. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig mit etwas Zitrusaroma.

Simcoe

Der Simcoe-Hopfen ist unter den Brauern der Craft-Bier-Szene sehr beliebt. Er verströmt Aromen nach Kiefer, Grapefruit und Maracuja.

Spalter Select

Der ‘Spalter Select’ ist eine Weiterentwicklung der alten Spalter Landsorte. Holzige Cognac-Aromen bestimmen sein Geschmacksprofil, zusätzlich von süßen Pfirsich- und Kamillenblütennoten unterstützt. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig.

Tradition

Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, handelt es sich bei der Aromahopfensorte Tradition um eine eher neue Sorte. Sie wurde im Hopfenforschungszentrum Hüll entwickelt und 1993 als Sorte zugelassen. Seit 2009 gibt es eine verbesserte Version dieser Sorte. Verwendung findet sie vor allem in Ales und Lagerbieren.

Das Malz

Im Prinzip ist die Herstellung von Malz einfach. Getreide wird gekeimt, gedarrt und anschließend gemahlen. So einfach das Malzen im Prinzip ist, so viel Können steckt in der Praxis. Sehen wir uns die einzelnen Schritte der Malzherstellung kurz an.

Reinigen

Nach der Ernte ist das Getreide durch vielerlei Fremdstoffe verunreinigt. Steine, Metallteile und andere Pflanzenteile werden in verschiedenen Arbeitsschritten aus dem Getreide entfernt.

Trocknen

In den meisten Fällen wird das Getreide nicht unmittelbar nach der Ernte verarbeitet und muss gelagert werden. Dafür darf es nicht mehr als 15 % Feuchtigkeit enthalten. Ist der Feuchtigkeitsgehalt höher, muss es getrocknet werden. Durch die Trocknung werden die Lebensprozesse im Getreide erhalten und es wird vor Schimmel geschützt.

Weichen

Für die Weiterverarbeitung muss der Wassergehalt des Getreides wieder auf 35 % bis 43 % angehoben werden. Dafür reicht es aber nicht aus, einfach Wasser auf das Getreide zu kippen, da auf diese Weise die Luftzufuhr zum Getreide unterbunden wird, das Getreide dadurch abstirbt und daher nicht mehr keimen kann. Die Keimung ist aber für die Weiterverarbeitung erforderlich. Daher wechseln sich während des ein bis zwei Tage dauernden Prozesses Phasen der Befeuchtung und der Belüftung ab. Obwohl das Weichen des Getreides auf den ersten Blick einfach erscheint, steckt auch in diesem Arbeitsschritt einiges Gehirnschmalz.

Keimen

Im Anschluss wird das Getreide, meist Gerste, in Keimkästen vier bis sieben Tage lang gekeimt. In dieser Zeit bilden sich aus dem Keimling des Korns Blatt- und Wurzelkeime. Parallel dazu bilden sich im Mehlkörper des Korns die erforderlichen Enzyme. Für eine gleichmäßige Keimung des Korns muss das Getreide in dieser Zeit regelmäßig gewendet und gleichmäßig feucht gehalten werden.

Darren

Eigentlich besteht das Darren aus zwei Prozessen, die ich hier aber aus Gründen der Einfachheit zusammenfasse. Während der Darre wird die Feuchtigkeit des Getreides auf vier bis fünf Prozent verringert, um die Lager- und Transportfähigkeit zu gewährleisten. Während der ersten Phase, Schwelken genannt, bleibt die Temperatur weitgehend konstant bei 35 °, die Temperatur wird hauptsächlich verwendet, um die Feuchtigkeit zu verringern. Auf diese Weise werden die im Keimling vorhandenen Enzyme geschont. Erst in der zweiten Phase, Abdarren genannt, wird die Temperatur erhöht. Dabei nimmt das Malz seine endgültige Farbe an. Die Farbe wird durch die Temperatur und Dauer des Abdarrens gesteuert und bestimmt später die Farbe des Biers. Helles Malz wird bei etwa 75 bis 80 ° gedarrt, dunkles Malz bei etwa 105 bis 120 °. Während dieses Prozesses fallen die Wurzelfäden ab, so dass aus 100 kg Gerste etwa 75 bis 80 kg Malz entstehen.

Putzen und Polieren

In diesem Schritt werden die Blatt- und Wurzelkeime entfernt, wodurch ein weiterer Verlust von etwa drei bis vier Prozent der Gesamtmenge entsteht. Da die Keime viel Eiweiß enthalten, werden sie für die Viehfütterung verwendet.

Mischen

Da Malz ein Naturprodukt ist, ist das Ergebnis nicht immer vollständig identisch. Aus diesem Grund wird Malz verschiedener Chargen gemischt, um immer ein einheitliches Ergebnis zu erzielen.

Die Malzsorten

Nun gibt es nicht nur eine Sorte Malz, sondern für jedes Bier gibt es ein spezielles Malz. Für Craft-Biere werden auch Malze gemischt, häufig finden sich darin fünf Sorten. Die Eigenschaften der wichtigsten Malzsorten will ich hier einmal zusammentragen.

Amber

Amber gehört zu den Karamellmalzen. Diese verstärken das typisch “karamellige” Malzaroma des Bieres. Das Bier erhält eine dunklere Farbe und die Schaumstabilität wird erhöht. Zusätzlich wird die Vollmundigkeit des Bieres verstärkt. Es wird für Märzen, Weizenbiere, Dunkelbiere, Bockbiere, Amber Ale und spezielle Lagerbiere verwendet.

Carahell

Carahell wird für die Erhöhung der Vollmundigkeit, für ein intensiveres Malzaroma, für einen vollen Geschmack, für die Intensivierung der Farbe und die Optimierung des Geschmacks von Hefeweizenbieren verwendet. Außerdem sorgt dieses Malz für einen schönen Schaum. Es wird bei den Biertypen Weizenbier, Schankbier, Leichtbier, alkoholreduziertes Bier, für helle Biere, Exportbiere und Festbiere eingesetzt.

Caramünch

Dieses Malz wird in dunklen Bieren, Festbieren, Malzbieren, Schankbieren sowie Leichtbieren verwendet.

Chocolate

Chocolate ist ein Gerstenmalz. Es verleiht dem Bier eine angenehme dunkle Farbe. Das Aroma erinnert an Schokolade, Nuss und Kaffee. Der malzige Geschmack wird zusätzlich betont. Der Schaum bleibt dabei unverändert. Das Malz wird in einem schonenden Röstvorgang hergestellt, der bitteren Geschmack weitgehend vermeidet. Es wird für Schwarzbiere, Bock, Alt, Starkbiere, Porter, Braunbiere, Stouts, und braune Ales verwendet.

Dark Chocolate

Dieses Malz entspricht dem Chocolate. Es ist aber dunkler geröstet und enthält eine dunklere Farbe sowie intensivere Aromen.

Heidelberger

Die Malzsorte Heidelberger kann für alle Biere verwendet werden, deren Charakteristik eine besonders helle Farbe ist. Sie kann wie ein Pilsener Malz verarbeitet werden und verleiht dem Bier einen frischen und runden Geschmack. Dieses Malz ist reich an Enzymen. Es wird bevorzugt für Pilsener, Kölsch, Märzen und Leichtbiere verwendet.

Münchner Malz

Das Münchner Malz intensiviert die Farbe des Bieres und betont das malzige Aroma dunkler Biere. Es wird als Basismalz für Export, Märzen, Alt, Dunkle Biere, Bock, Starkbiere und Weizenbiere eingesetzt.

Münchner Malz Dunkel

Münchner Malz Dunkel intensiviert die Bierfarbe und betont das malzige Aroma dunkler Biere. Es wird für Märzen, Alt, dunkle Biere, Bockbiere und Starkbiere verwendet.

Pale Ale

Pale Ale Malz liegt farblich zwischen Pilsner und Wiener Malz und wird hauptsächlich von Craft-Brauern verwendet, die mit besonderen Maischverfahren das derzeit sehr beliebte Pale Ale brauen.

Pilsener Malz

Pilsener Malz soll dem Bier einen frischen und abgerundeten Geschmack verleihen. Es wird für alle hellen Biere verwendet. Außerdem bildet es eine hervorragende “helle” und enzymstarke Grundlage für viele Bierspezialitäten. Die Eigenschaften des Malzes: Moderate Eiweißwerte, hohe Extraktgehalte, helle Farben und hohe enzymatische Aktivität. Es wird für Pilsener, Export, Kölsch, Lager, Helles, Märzen und Leichtbiere eingesetzt.

Steffi

Steffi ist eine historische Malzsorte. Dieses Malz wird universell für viele unterschiedliche Biere verwendet.

Weizenmalz

Wie der Name bereits aussagt, wird Weizenmalz für Weizenbiere verwendet. Es ist für die spritzige Frische und den obergärigen Weizenbier-Geschmack verantwortlich. Weizenmalz wird aus einem speziellen Brauweizen hergestellt. Es wird nicht nur für Weizenbier, sondern aus für obergärige Biere wie Kölsch verwendet.

Wiener Malz

Wiener Malz verstärkt die goldene Bierfarbe und erzeugt einen angenehmen, vollmundigen Geschmack. Bekannt ist dieses Malz für seine hervorragenden Schaumwerte und eine anregende Glanzfeinheit.