Archiv der Kategorie: Alkoholfrei

Weihenstephaner Hefeweißbier Alkoholfrei

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus Weihenstephan vor mir, passend zur andauernden Hitze in diesem Jahr das alkoholfreie Hefeweizen. Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: “Unser satt-goldgelbes “Hefeweißbier Alkoholfrei” schmeckt, wie ein Premiumweißbier schmecken muss. Spritzig, frisch und vollmundig, mit Nuancen von Gewürznelken und Honig sowie einer feinen Hefenote. Der einzigartige Weißbiergeschmack wird durch ein in Zusammenarbeit mit der TU München-Weihenstephan entwickeltes Verfahren erreicht: Die Obergärung wird nicht während des Gärprozesses unterbrochen – das Bier erhält die gesamte Zeit zu reifen. Erst nach der vollen Entwicklung wird der Alkohol schonend entzogen. Ein erstklassiger Durstlöscher nach dem Sport oder ein guter Begleiter zu leichten Sommerspeisen, süß-sauren Gerichten oder zu Fruchtsorbets. Gebraut mit der Jahrhunderte währenden Biertradition am Weihenstephaner Berg.” Na, dann wollen wir mal sehen.

Golden und hefetrüb mit sahniger Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten. Damit macht die Optik schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist stiltypisch. Düfte nach Banane, Nelke und Hefe steigen mir in die Nase. Nichts Überraschendes, aber nicht schlecht.

Der Antrunk ist recht trocken und durch die großzügig bemessene Kohlensäure spritzig. Nach diesem guten Anfang lässt das Bier leider nach. Der Körper ist sehr schlank und die Hefe ist der kräftigste Geschmack. Der Abgang ist wenig bitter und er klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, dunkles und helles Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Magnum), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

12,7 % vor Alkoholentzug

Bittereinheiten:

14 IBU

Brauerei:

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Alte Akademie 2
D-85354 Freising
www.weihenstephaner.de

Liebharts Bio Malz

Normalerweise trinke ich kein Malzbier, aber bei diesem Erzeugnis aus Ostwestfalen mache ich doch mal eine Ausnahme. Bislang haben mir alle Biere aus der Brauerei in Detmold recht gut gefallen und wenn die Brauer sich die zusätzlichen Kosten für Biozutaten aufbürden, geben sie sich meist mehr Mühe mit dem Bier, was der Qualität eindeutig zugutekommt. Und letztendlich macht mich die Süßung dieses Malzbiers neugierig. Liebharts Bio Malz wird nicht mit weißem Industriezucker gesüßt, sondern mit Rohrzucker und Reissirup. Diese Süßungsmittel sind zwar nicht unbedingt gesünder als Industriezucker, aber da sie nicht chemisch gereinigt wurden enthalten sie noch Geschmackstoffe, weshalb ich mir durchaus vorstellen kann, dass dieses Bier gut trinkbar ist.

Dunkel-rotbraun ergießt sich das Malzbier ins Glas. Schaum bildet sich fast nicht, und das bisschen Schaum, das sich aufbaut, verschwindet auch fast sofort wieder. OK, das ist bei einem solchen Getränk auch nicht anders zu erwarten.

Das Aroma ist malzig-süß, etwas Karamell kommt dazu und der Hopfen ist bestenfalls zu ahnen. Die Süße war bei dieser Zutatenliste zu erwarten, denn Wasser steht an erster Stelle, danach kommen Malz, Rohrzucker und Reissirup. Aber immerhin ist die Süße nicht so penetrant wie bei einer Limonade oder den Malzgetränken der Industrie.

Auch im Geschmack ist die Süße der vorherrschende Eindruck. Nicht so sehr wie bei Industrieprodukten oder beim Kinderbier, das ich aus der Brauerei Super des Fagnes im belgischen Mariembourg mitgebraucht habe, aber auch das Malzbier von Liebharts ist mir deutlich zu süß. Außerdem enthält es kaum Kohlensäure, so dass es von Anfang an etwas abgestanden wirkt. Eventuell war aber auch das Gummi des Bügelverschlusses porös und bei einem heilen Gummi würde das Bier mehr Kohlensäure enthalten und damit erfrischender sein.

Mein Bier ist das nicht, aber es hat sicher auch seine Liebhaber, denn ansonsten würde es sich nicht verkaufen und in der Folge nicht weiter hergestellt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Rohrzucker, Reissirup, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Geldkamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

Feldschlösschen alkoholfrei

Die Brauerei Feldschlösschen trägt ihren Namen vollkommen zu Recht. Wer auf den Gebäudekomplex zufährt kommt kaum auf den Gedanken, dass er sich der vermutlich größten Brauerei der Schweiz nähert. Sie sieht wirklich wie ein Schloss aus und nicht zu Unrecht bezeichnet sie sich als eine der schönsten Brauereien der Welt. Selbstverständlich bietet die Brauerei auch Führungen durch die Produktion an, die etwa 2,5 Stunden dauern und mit einer Verkostung enden. Beeindruckend ist auch die Bierkarte des Brauereirestaurants, die mehrere Dutzend Biere aus der Schweiz und der ganzen Welt anbietet. Leider ist die Schweiz ein sehr teures Pflaster, so dass eine umfangreiche Verkostung der Biere die Urlaubskasse kräftig beutelt. Jetzt steht ein alkoholfreies Lagerbier aus dem Hause Feldschlösschen auf dem Plan, das darauf wartet, von mir verkostet zu werden.

Goldgelb zeigt sich das Bier im Glas mit recht wenig gemischtporigem Schaum, der sich schnell auflöst. Damit sagt mir die Optik nur bedingt zu.

Auch das Aroma ist eher schwach. Das Bier ist in der Nase kaum wahrzunehmen. Aber die Düfte die mir in die Nase steigen, sind mit ihrer Malzigkeit und der leichten Bitternote recht angenehm.

Der Antrunk ist sehr schlank und daraus sticht lediglich die großzügige Dosierung der Kohlensäure hervor. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu. Von Fruchtigkeit ist nichts zu schmecken, so dass das Bier einen eher unausgewogenen Eindruck macht. Auch der Abgang empfiehlt sich mit einem nur schlappen Bitter und er klingt nur kurz nach.

Normalerweise steht die Schweiz bei mir für Qualitätsprodukte. Das alkoholfreie Feldschlösschen erfüllt diese Erwartung leider nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Stammwürze:

4,3° Plato

Brauerei:

Feldschlösschen Getränke AG
Theophil Roniger-Strasse
4310 Rheinfelden
Schweiz
www.feldschloesschen.swiss

Leikeim frei

Die Brauerei Leikeim, aus der das alkoholfreie Bier stammt, das jetzt vor mir steht, wurde 1887 gegründet und wird jetzt in der fünften Generation von der Familie Leikeim geleitet. Der Jahresausstoß der Brauerei beträgt mehr als 300.000 Hektoliter.

Die goldene Farbe des Bieres gefällt mir. Darüber steht eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt. Was mir auffällt ist, dass ich keinerlei Kohlensäure sehen kann.

Das Aroma ist malzbetont und leicht teigig. Daneben fallen mit einige saure Noten auf, die aber nicht fruchtig sind, sondern mich eher an ein Fehlaroma denken lassen.

Der Antrunk ist trocken und jetzt stelle ich fest, dass die Kohlensäure im Bier gelöst war. Dadurch wirkt das Leikeim frei durchaus frisch, auch wenn es ansonsten einen eher dünnen Eindruck macht. Auf der Zunge kommt schnell ein ordentliches Bitter dazu. Ansonsten ist das Bier recht nichtssagend ohne Fruchtigkeit oder Süße. Der Abgang ist trocken, das Bitter lässt schnell nach.

Das Bier kann mich so nicht überzeugen. Ich bin aber überzeugt, dass sich daraus mit etwas zusätzlichem Aromahopfen und etwas zusätzlicher Malzsüße ein recht ordentliches alkoholfreies Bier entwickeln ließe.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauhaus Leikeim
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

König Ludwig Weissbier alkoholfrei

Die Schloßbrauerei Kaltenberg, besser bekannt als König Ludwig, ist eine der bekanntesten Brauereien in Bayern und in der Regel gefallen mir die Biere aus dieser biederbayerischen Brauerei recht gut. Umso mehr überrascht mich ein Blick auf das Etikett, da ich dort feststelle, dass dieses Bier ausschließlich mit Hopfenextrakt gebraut wurde. Ein Blick auf die Website der Brauerei, die im Übrigen die detailliertesten Informationen zu den Bieren anbietet, die ich bislang gesehen habe, bringt die nächste Überraschung ans Licht: im Bier sind ganze 0,001 % Hopfenextrakt enthalten, also wirklich ein Tausendstel Prozent. Da bin ich wirklich gespannt, ob es den Brauern gelungen ist, mit dieser minimalen Dosis Hopfenextrakt ein gut trinkbares Bier herzustellen.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

In der Nase machen sich getreidige Noten breit. Der stiltypische Bananenduft ist nur in Ansätzen vorhanden. Damit ist das Aroma etwas enttäuschend.

Der Antrunk ist recht trocken, dabei prickelnd und frisch. Damit empfiehlt sich dieses Bier als Durstlöscher an einem heißen Sommerabend. Auf der Zunge ist das Bier getreidig mit wenigen Bitterstoffen und auch eine Fruchtigkeit suche ich recht vergebens. Insgesamt macht das Bier im Mund keinen runden Eindruck. Der Abgang ist wenig bitter und er klingt kaum nach.

Bei diesem Bier dominiert das Malz von Anfang bis Ende. Als Durstlöscher ist es sicherlich geeignet, aber für den Genuss ziehe ich dann doch andere Biere vor.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

0,35 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Brauerei:

König Ludwig GmbH & Co. KG
Schloßbrauerei Kaltenberg
Augsburger Str. 41
82256 Fürstenfeldbruck
www.koenig-ludwig-brauerei.com

Diebels Alkoholfrei

Nun steht ein Altbier des größten Brauereikonzerns der Welt vor mir, das Diebels Alkoholfrei. Die Brauerei beschreibt dieses Bier auf ihrer Website so: “Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot und unter höchsten Diebels Qualitätsstandards. Diebels Alkoholfrei bietet ein erfrischendes Geschmackserlebnis und ist ein idealer Durstlöscher nach dem Sport. Höchste Qualität bewahrt den echten Diebels Geschmack. Auch wenn Sie der Fahrer sind: Mit unserem Diebels Alkoholfrei können Sie getrost anstoßen. Und Sie können sich sicher sein: Bei diesem erfrischenden, geschmackvollen Bier werden Sie bestimmt nicht merken, dass es auch noch kalorienarm und alkoholfrei ist!” Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier dieser Beschreibung entspricht.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine sehr voluminöse Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont. Röststoffe sowie ein leichter Duft nach Pumpernickel steigen mir in die Nase.

Der Antrunk trumpft mit einer leichten Süße sowie einer ordentlichen Dosierung feinperliger Kohlensäure auf. Insgesamt macht das Bier im ersten Moment einen recht frischen Eindruck. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Der Geschmack erinnert entfernt an Schokolade. Aber irgendetwas fehlt im Geschmack, so dass das Bier keinen wirklich runden Eindruck macht. Der Abgang ist schlank und wenig bitter. Er klingt nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

> 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Diebels GmbH & Co. KG
Brauerei-Diebels-Straße 1
D-47661 Issum
www.diebels.de

Liebhart’s Bio Weizen alkoholfrei

Dem Liebhart’s Bio Weizen alkoholfrei, das jetzt vor mir steht, wird nicht nachträglich der Alkohol entzogen. Es wird auf natürliche Weise gebraut, ohne Alkohol entstehen zu lassen. damit verbleiben auch das volle Aroma und alle wertvollen Bestandteile im Bier und ich erwarte auch einen volleren Geschmack.

Goldgelb strahlt mir das Bier entgegen. Was mich nur verwundert ist die fast nicht vorhandene Hefe. Nur eine sehr leichte Trübung ist zu erkennen, das Bier ist fast kristallklar. Gut gefällt mir dagegen die Schaumkrone, feinporig und reinweiß. Sie bleibt lange Zeit erhalten.

Das Bier duftet nach Malz und Karamell, nach Trockenfrüchten und Bananen. Allerdings ist der Bananenduft bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den meisten Weizenbieren. Das ist aber vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es sich hier um ein alkoholfreies Bier handelt.

Der Antrunk zeigt erstaunlich wenig Süße, wirkt durch die gut dosierte Kohlensäure aber frisch. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt, stelle ich fest, dass der Geschmack fast ausschließlich durch das Malz bestimmt wird, während sich der Geschmack des Hopfens diskret im Hintergrund hält, so dass er praktisch nicht zum Tragen kommt. Auch im Abgang kann ich kaum Bitterstoffe feststellen.

In meinen Augen hält das Bier nicht, was das Etikett verspricht. Schade. Die anderen Biere von Liebhart’s haben mir eigentlich alle recht gut gefallen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

Liebhart’s Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Geldkamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

Paulaner Hefe-Weißbier alkoholfrei

Nun steht mal wieder ein alkoholfreies Hefe-Weißbier vor mir, das Paulaner Hefe-Weißbier alkoholfrei. Bei Stiftung Warentest wurde das Bier im Jahr 2010 mit “befriedigend” getestet. Dabei wurde die Sensorik mit “gut” bewertet, woraus ich schließe, dass Paulaner hier ein ganz passables Bier abgeliefert hat. Irgendetwas müssen die Brauer in München auch richtig gemacht haben, da sie ansonsten nicht im Jahr 2016 erstmals mehr als eine Million Hektoliter Bier exportiert hätten. Obwohl – Quantität geht nicht immer Hand in Hand mit der Qualität. Sehen wir mal, wie sich dieses Bier so macht.

Bernsteinfarben und naturtrüb steht das Bier im Glas. Für ein Weizenbier bildet sich relativ wenig Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Dass es nur so wenig Schaum gibt liegt vermutlich daran, dass es sich um ein alkoholfreies Bier handelt.

Das Aroma ist stiltypisch. Düfte nach Banane, Karamell und Gewürznelken steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist leicht süß und auf den ersten Eindruck gefällt mir bereits die gut dosierte feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt eine leichte fruchtige Säure dazu, eigentlich fast nur ein Hauch. Das Bier macht keinen wirklich runden Eindruck, ist aber trotzdem süffig. Der Abgang ist fast ohne Bitterstoffe und er klingt auch kaum nach. Das hätte ich fast erwarten können, denn Hopfen steht in der Zutatenliste ganz hinten.

Nach einem ansprechenden Anfang lässt das Bier doch ziemlich nach. Zum Löschen des Durstes an einem heißen Sommertag ist es sicher gut geeignet, aber ansonsten ziehe ich so manches andere Bier vor.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gärungskohlensäure, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KG
Ohlmüllerstr. 42
84541 München
www.paulaner.de

Krombacher Weizen Alkoholfrei

Dass ich alkoholfreien Bieres kritisch gegenüberstehe (zumindest was den Genusswert betrifft), habe ich schon mehrfach geschrieben und ich will es an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings billige ich den alkoholfreien Weizenbieren durchaus eine Existenzberechtigung zu, da sie im Sommer ein hervorragender Durstlöscher sind. Das Weizen von Krombacher, das jetzt vor mir steht, hat Ende 2010 von der Stiftung Warentest eine gute Beurteilung erhalten, so dass ich an dieses Bier doch so einige Erwartungen habe. Die besten Einzelbeurteilungen hat das Bier übrigens für die Haltbarkeit des Schaums sowie für seine Schadstoffe erhalten (na gut, für die nicht vorhandenen Schadstoffe). Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie sich das alkoholfreie Weizen aus Krombach so macht.

Bernsteinfarben und hefetrüb macht das Bier im Glas eine gute Figur, besonders wenn ich noch den sehr reichlich vorhandenen festen Schaum betrachte, der sich nur langsam auflöst.

Das Aroma verpasst mir aber sofort wieder einen Dämpfer, denn es ist recht schwach. Düfte nach Banane und Hefe steigen mir in die Nase, dazu im Hintergrund etwas Nelke. Auch das Aroma könnte mir gefallen, wenn es bloß deutlich kräftiger ausgeprägt wäre.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält. Auf der Zunge zeigt sich das Bier unspektakulär. Ich schmecke Teig und Hefe, stiltypisch aber nicht intensiv. Der Abgang ist sehr mild und der Nachklang ist schwach und kurz.

Es gibt etliche alkoholfreie Weizenbiere, die mir erheblich besser gefallen. Noch ein Hinweis zum Abschluss: Krombacher hat zwei unterschiedliche alkoholfreie Weizenbiere im Angebot, das Krombacher Weizen alkoholfrei und das Krombacher Weizen 0,0. Als alkoholfrei dürfen Biere mit weniger als 0,5 % Vol. Alkoholgehalt bezeichnet werden, das Krombacher Weizen 0,0 enthält weniger als 0,05 % Vol. Alkohol.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure, Hefe

Alkoholgehalt:

0,4 % Vol.

Stammwürze:

7,9 %

Brauerei:

Krombacher Brauerei
57223 Krombach
www.krombacher.de

Schneider TAP5 – Meine Hopfenweisse

Die Brauerei aus dem bayrischen Kelheim verspricht viel, wenn das Bier beschrieben wird, das jetzt vor mir steht, Meine Hopfenweisse genannt: “Gehen Sie auf Entdeckung: “Meine Hopfenweisse” – das unvergleichliche Genusserlebnis, das alle Vorstellungen übertrifft… hopfig, aber blumig, herb vollmundig, und doch mit malzaromatischer Süße – so facettenreich kann Weissbier schmecken. Ein Hochgenuss speziell nach Schneider-Art! Und zu würzigen Gerichten und raffinierten Schokoladen ein wahres Feuerwerk der Sinne!” Na, dann wollen wir mal sehen.

Golden wie ein Weizenfeld und hefetrüb präsentiert sich Meine Hopfenweisse im Glas. Die Kohlensäure dieses Weizen-Doppelbocks ist sehr aktiv und es bildet sich stiltypisch viel sahniger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist betörend. Düfte nach Zitrone, Orangenschale, Kandis und Toffee steigen mir neben einem intensiven Bananenduft in die Nase, unterstützt durch einige blumige Noten. Ein so komplexes Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber frisch. Auf der Zunge lässt Meine Hopfenweisse die Muskeln spielen. Das Malz prägt neben blumigen Noten den Geschmack. Er lässt sich durchaus als wuchtig beschreiben. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Hallertauer Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

8,2 % Vol.

Stammwürze:

18,5 %

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

G. Schneider & Sohn GmbH
93309 Kelheim
www.scheider-weisse.de

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen: