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Die Neuzeller Brauerei gibt 20 % Rabatt auf drei Biere

In diesem Jahr ist der Urlaub im eigenen Zuhause sicherlich eine Variante, die viele Menschen den Einschränkungen in den klassischen Urlaubsorten vorziehen. Was dann noch fehlt ist ein ordentliches Bier, das sich von dem Einheitsbrei im örtlichen Getränkemarkt abhebt. Dabei will Ihnen die Klosterbrauerei in Neuzelle helfen und bietet an diesem Wochenende 20 % auf alle Bestellungen von Neuzeller Pils, Neuzeller Bock und Gourmet Pils an. Dafür müssen Sie lediglich bei Ihrer Bestellung den Gutscheincode PILS2020 eingeben und einige Tage später kommt das Bier versandkostenfrei per DHL zu Ihnen. Zum Onlineshop der Brauerei kommen Sie durch einen einfachen Klick auf das folgende Banner:

Klosterbrauerei Neuzelle: 20 % Rabatt auf das Spargelbier

Nun ist wieder Spargelzeit und derzeit ist des Deutschen Lieblingsgemüse günstig und in großen Mengen erhältlich. Die Klosterbrauerei im brandenburgischen Neuzelle hat das Bier zum Spargel kreiert. Gebraut nach dem Reinheitsgebot wird es im Nachgang mit frischem Spargelsaft veredelt.

Sie können sich das nicht vorstellen und wollen mehr über das Spargelbier erfahren? Am 30. April 2020 wurde von Pro7 in der Sendung Galileo vor einem Millionen Publikum das letzte Geheimnis rund um das Spargelbier gelüftet. Den Beitrag können Sie hier ansehen. Ab Minute 8 geht es um das Spargelbier.

Jetzt wollen Sie noch wissen, wo Sie das Spargelbier erhalten? Ganz einfach: über das folgende Banner.

Entdeckertouren auf den Spuren von Bayerns “grünem Gold”

Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Die Pflanze, die dem Bier seine Würze gibt, entwickelt sich in Ostbayern zunehmend auch zur entspannenden Touristenattraktion: Rad- und Wandertouren bieten ein außergewöhnliches Bild, eine phantastische Landschaft und für jede Kondition das passende Erlebnis.

Alljährlich verwandelt sich das “Hopfenland” Hallertau in ein Meer aus bis zu sieben Meter hohen Hopfenpflanzen, die sich auf rund 17.000 Hektar Anbaufläche über das bayerische Hügelland zwischen Regensburg, Ingolstadt und München erstrecken. Mit dem Start der Ernte fahren die fast 1.000 Hopfenbetriebe der Region jährlich fast 40.000 Tonnen der gefragten Pflanze ein – das sind fast 90 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion.

Unterwegs umgeben sein von viel Natur und frischer Luft: Danach sehnen sich jetzt viele Menschen. Sanfte Hügel, romantische Flusstäler und endlose Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzen die meterhohen Spanndrähte erklimmen, sind in Bayerns Hallertau das Rezept, das immer mehr Menschen zu Entdeckern auf den Spuren des “grünen Goldes” werden lässt.

Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen. Die Tour ist im Internet unter www.tourismus-landkreis-kelheim.de/Media/Touren/Hallertauer-Hopfentour beschrieben.

Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandern Naturfans von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das “Grüne Gold” und das in der Region gebraute Bier erfahren sie auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege, führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht. Auch an Wanderer, die sich nach der Einkehr nicht mehr zu Fuß auf Weg machen wollen, haben Ostbayerns Touristiker gedacht: Im Sommer lässt sich der Rückweg auch bequem und komfortabel mit einem Freizeitbus zurücklegen. Mehr Informationen: www.rauszeit.bayern/de/tour/themenweg/erlebnispfad-hopfen-bier/18988460.

Alkoholfreies Bier gleicht nach dem Sport Mineralstoffverluste aus

Einer von zehn Österreichern trinkt nach dem Sport gerne ein Bier, insbesondere Männer. Denn geschlechterspezifisch betrachtet, greifen sogar 16 % der Männer, aber nur 5 % der Frauen zu Bier als “After Work-out-Getränk”. Dies geht aus dem aktuellen Bierkulturbericht hervor, den die Brau Union Österreich jährlich in Auftrag gibt, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen.

Gesunde Wahl fällt auf alkoholfreies Bier

Es zeigt sich auch, dass Österreicher nach ihrem Fitnessprogramm lieber alkoholfreies Bier trinken, im Vergleich wählen 16 % der österreichischen Bevölkerung die alkoholfreie Variante. Und das zu Recht. Denn alkoholfreies Bier enthält nur geringe Mengen Alkohol (<0,5 Volumenprozente) , dafür aber wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, die bei körperlicher Aktivität verloren gehen. Daneben gibt es noch die Biere, die mit 0,0 Prozent Alkohol werben. Aber auch diese Angabe ist der Rundung geschuldet, denn auch diese Biere dürfen maximal 0,05 Volumenprozent Alkohol enthalten (und damit ist diese Alkoholkonzentration ein eher akademischer Wert). Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich, sagt dazu: “Mit den Produkten der AlkoholFREIZONE bieten wir ein erfrischendes Sortiment für jeden Geschmack, von bierig bis leicht fruchtig. Mittlerweile ist es gesellschaftsfähig, nicht nur beim Sport, sondern auch bei geselligen Anlässen zu jeder Tageszeit mit alkoholfreiem Bier anzustoßen”.

Karlsberg-Brauerei veröffentlicht die Jahreszahlen für 2019

Die Karlsberg Brauerei GmbH (Unternehmensanleihe, WKN: A2AATX) hat ihren Jahresabschluss 2019 veröffentlicht. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiteres Wachstum bei ihren Marken im In- und Ausland und konnte so ihren Umsatz im Markengeschäft erneut steigern.

Im inländischen Markengeschäft mit den strategischen Marken Karlsberg und MiXery erhöhte sich der Umsatz leicht von 73,2 Mio. Euro auf 73,3 Mio. Euro. Die Marke MiXery konnte ihren nationalen Distributionsausbau fortsetzen und sich als nationaler Marktführer im Markt der Biermischgetränke mit einem Umsatzanstieg von 1,3 % behaupten. Die Marke Karlsberg profitierte weiterhin von einem neuen Markenauftritt und steigerte ihren Umsatz um 1,1 %. Die Marktführerschaft mit Karlsberg UrPils im regionalen Kernabsatzgebiet konnte so gefestigt werden.

Mit der Fokussierung auf eigene Marken im Export wurden die Markenumsätze im Ausland von 18,3 Mio. Euro auf 19,4 Mio. Euro um 6 % gesteigert.

Die Partnermarken konnten nach signifikanten Umsatzsteigerungen in den Vorjahren auf einem Umsatzniveau von 8,1 Mio. Euro konsolidiert werden.

Die Umsatzerlöse der Karlsberg Brauerei lagen insgesamt, wie prognostiziert, unter Vorjahresniveau und sind vor allem infolge der weiteren Anpassung des niedrig-margigen Lohnproduktionsgeschäftes erwartungsgemäß von 130,9 Mio. Euro auf 125,8 Mio. Euro zurückgegangen.

Durch den weiter verbesserten Umsatzmix mit wachsenden Marken- und sinkenden Lohnproduktionsumsätzen ergab sich eine erneute Verbesserung der Rohertragsmarge auf 59,5 % (VJ: 59,2%). Die Ablaufprozesse und organisatorischen Strukturen wurden zudem weiter optimiert und an die veränderten Anforderungen angepasst, was zu einer weiteren Effizienzsteigerung am Standort führte.

Die operative Ertragskraft der Karlsberg Brauerei konnte verstetigt werden: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit19,7 Mio. Euro auf Niveau des guten Vorjahres (VJ: 19,6 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte auf 10,2 Mio. Euro (VJ: 9,5 Mio. Euro) gesteigert werden. Beide operativen Kennzahlen wurden um für das Geschäftsjahr 2019 enthaltene außergewöhnliche, periodenfremde Erträge bereinigt. Der Jahresüberschuss lag im Berichtszeitraum bei 8,3 Mio. Euro.

Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber: “Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück, in dem unsere Marken weiter an Stärke gewonnen haben und in Umsatz sowie Ertrag gewachsen sind. Zudem wurde

im Berichtszeitraum auch unsere Braukompetenz wieder vielfach ausgezeichnet, u. a. beim ‚World Beer Award’ und beim ‚International Craft Beer Award’. Unsere Strategie, uns voll auf unser Markengeschäft zu konzentrieren, zahlt sich weiter aus. Wir werden daher unseren Weg des weiteren Ausbaus unseres Markengeschäfts im In- und Ausland sowie der nachhaltigen Verbesserung unserer Ertragskraft weiterhin konsequent verfolgen.”

Für das Gesamtjahr 2020 wird ein Umsatz nahezu auf dem Vorjahresniveau und ein adjustiertes EBITDA zwischen 16 und 19 Mio. Euro erwartet.

Der vollständige Jahresabschluss der Karlsberg Brauerei ist auf der Unternehmenswebseite unter https://karlsberg.de/investoren/ im Bereich Finanzpublikationen abrufbar.

Frauen trinken verantwortungsvoller und nachhaltiger

Ein Blick anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages zeigt einen Wandel: Bier ist schon länger kein reines Männerthema mehr, die Bierkompetenz ist aktuell sogar vielfach in weiblicher Hand. Den Biersommelier-Weltmeistertitel hat derzeit die erste Frau inne. Elisa Raus aus Deutschland setzte sich 2019 bei den 6. Weltmeisterschaften der Biersommeliers in Rimini, Italien gegen rund 80, vorwiegend männliche, Konkurrenten durch und ist bis zu den nächsten Weltmeisterschaften 2021 amtierende Biersommelier-Weltmeisterin.

Konsum- und Kaufverhalten

Beim Bierkonsum haben nach wie vor die Männer die Nase vorn. Das Geschlechterverhältnis bezüglich Bierkonsum ist gleichbleibend. Dreiviertel der Männer (77 %) in Österreich und nicht ganz die Hälfte der österreichischen Frauen (41 %) trinken regelmäßig Bier. Mehr als ein Viertel der österreichischen Frauen (28 %) konsumieren Bier zumindest mehrmals pro Monat.

Beim Kaufverhalten bleibt dieser Unterschied zwar erhalten, er verringert sich jedoch zugunsten der Frauen. 66 % der Männer kaufen zumindest 1x pro Monat oder häufiger Bier für den Haushalt ein, bei den Frauen ist es jede Zweite. Ein Fünftel der Frauen gibt jedoch an, Bier nur zu bestimmten Anlässen zu kaufen.

Wenn Frauen Bier trinken, greifen sie am häufigsten zu Märzen (46%), Pils (33%) und Weizen (30%), wobei der Konsum von Weizenbier im Trendverlauf leicht zunimmt. Während alkoholfreies Bier relativ ausgewogen von beiden Geschlechtern konsumiert wird, nämlich jeweils von etwa einem Fünftel der Männer (21 %) und Frauen (23 %), zeigt sich bei Biermischgetränken eine klar weibliche Präferenz. Während die Zahl der männlichen Konsumenten bei 46 % stagniert, steigt der Konsum bei den Frauen im Jahresvergleich kontinuierlich an, aktuell greifen 58 % der Frauen gerne zu Biermischgetränken.

Nachhaltige Bierkultur

Insgesamt sehen die Österreicher eine Verbesserung des Images von Bier in den vergangenen Jahren, besonders deutlich nehmen dies Frauen wahr. Diese legen im Geschlechtervergleich auch mehr Wert auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Bierproduktion, insbesondere auf die Verwendung regionaler Rohstoffe, die Schaffung bzw. Sicherung von regionalen Arbeitsplätzen und die Unterstützung der regionalen Wirtschaft sowie der heimischen Bauern.

Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Bierkulturbericht hervor, den die Brau Union Österreich jährlich beim Market Marktforschungsinstitut eine repräsentative Studie in Auftrag gibt, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen.

Die Binding-Brauerei wird 150 Jahre alt

Es war am 1. August 1870, als Conrad Binding mit der Eröffnung seines Brauhauses am Garküchenplatz in der Frankfurter Altstadt den Grundstein für die Binding-Brauerei legt. Dieses Datum jährt sich dieses Jahr zum 150. Mal. Das wird das Frankfurter Original selbstverständlich ordentlich feiern.

Alles beginnt, als Conrad Binding im August 1870 in der Frankfurter Altstadt die kleine Brauerei Ehrenfried Glock erwirbt. Mit unternehmerischem Geschick formt er aus dem Betrieb eine florierende Brauerei und errichtet 1881 eine damals hochmoderne Produktionsstätte auf dem Sachsenhäuser Berg. Bis heute ist die Binding-Brauerei hier zu Hause und feiert ihr Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen.

So dürfen sich die Freunde der Frankfurter Traditionsbrauerei und Liebhaber der Binding Biere auf einen ganz besonderen Höhepunkt freuen, wenn am 1. August 2020 auf dem Betriebsgelände der Brauerei das große Brauereihoffest stattfindet. Ebenso steht der Binding Band Contest im Mittelpunkt des Jubeljahrs. Hier werden die besten Künstler und Bands aus Hessen gesucht. Aktuell befindet sich der Wettbewerb in der spannenden Juryphase.

!In unserem Jubiläumsjahr wollen wir uns bei den vielen Freunden der Binding-Brauerei bedanken, die 150 Jahre Tradition und Erfahrung überlieferter Braukunst schätzen”, sagt Claudia Geisler, Presssesprecherin der Binding-Brauerei. “Wir freuen uns schon jetzt auf die vielen schönen Aktionen und hoffen, dass wir damit vielen Frankfurtern und den Menschen aus der Region zeigen können, warum wir ein beliebtes Frankfurter Original sind.”

Wenn also am 1. August 2020 am Sachsenhäuser Berg der Brauereihof seine Tore zum großen Jubiläumsfest öffnet, dann wird angestoßen und mit einem attraktiven Programm mit Bieranstich, Brauereiführungen, Bierverkostungen und Live-Musik gefeiert. Auf der Binding-Bühne werden auch die Sieger des Binding Band Contests ihren großen Auftritt haben. Und selbstverständlich sind auch die Binding-Botschafter Mundstuhl sowie andere Frankfurter Originale mit dabei. Serviert werden regionale Spezialitäten und natürlich Binding Bier. Alle Binding- und Frankfurt-Liebhaber sowie Kunden sind herzlich eingeladen, mitzufeiern, wenn 150 Jahre Binding-Brauerei gefeiert wird.

“Es ist schön, dass wir in diesem besonderen Jahr mit unserem Jubiläumslogo nicht nur jetzt bei den beiden Fastnachtsumzügen in der Frankfurter Innenstadt und in Klaa Paris, sondern in der ganzen Region unübersehbar sind”, sagt Claudia Geisler. Und sie fügt hinzu: “Natürlich haben wir noch viele Überraschungen parat. Weil das Jahr aber noch jung ist, wird zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alles verraten.”

Das Programm zum Brauereihoffest und nähere Informationen zu weiteren Jubiläumsaktionen sind demnächst auf www.binding.de sowie auf www.facebook.de/binding zu finden.

Hopfige Weihnachtsgefühle

Es ist ein neuer Mega-Trend: Die Deutschen wünschen sich beim Bier immer mehr saisonale Spezialitäten. Mittelständische Brauereien wie Weltenburger haben auf diese Entwicklung früh reagiert. Die älteste Klosterbrauerei der Welt vor den Toren Regensburgs trifft damit gerade jetzt in der Adventszeit den Geschmack von immer mehr Konsumenten.

Weihnachtliches steht in Deutschlands Supermärkten gerade hoch im Kurs. Zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein gesellt sich neuerdings noch eine weitere Spezialität: Biere, die Ente, Gans und Co. besonders gut in Szene setzen und heimelig-adventliche Abende optimal begleiten: die Weihnachts- und Winterbiere. Da will auch die nach eigenen Angaben älteste Klosterbrauerei der Welt vor den Toren Regensburgs mit fast 1.000 Jahren Geschichte nicht abseits stehen, die Brauerei Weltenburger, die jetzt ihren “Winter-Traum” auf den Markt gebracht hat. “Wir bekommen sehr viel Lob für den Geschmack und die hohe Qualität”, sagt Brauerei-Geschäftsführerin Susanne Horn. Die wachsende Lust auf hopfige Weihnachtsgefühle unterstreicht eine Tendenz, die in der Branche seit Jahren an Fahrt gewinnt: “Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen, sind zunehmend gefragt”, so Horn.

Mareike Hasenbeck, eine von Deutschlands renommiertesten Bierexpertinnen, bestätigt diesen Eindruck der ostbayerischen Brauer: Gerade traditionelle Regionalbrauereien könnten mit individuellen Bierspezialitäten fernab des Mainstreams zunehmend neue Kundschaft gewinnen, sagt sie. Kreativere Biere befänden sich im Aufschwung und das Wachstum liege in diesem Segment weit oberhalb des Branchendurchschnitts, betont die Diplom-Biersommelière, die auch Jury-Mitglied bei allen wichtigen europäischen Bier-Wettbewerben und dem World Beer Award ist.

Mittelständische Brauereien helfen mit ihren kreativen Suden, den Markt voranzubringen, betont Hasenbeck. Auch eine der umfassendsten Bier-Studien der jüngsten Zeit, eine Umfrage der Unex Management Consulting Group aus dem Jahr 2017, attestiert dem Trendsegment der Spezialbiere für die Zukunft ein enormes Ertragspotenzial.

Mehr als hundert verschiedene “Bier-Jahreszeiten”

Der Trend zur Saisonalisierung im Biermarkt erreicht aktuell einen neuen Höhepunkt: Handel und Gastronomie unterscheiden mittlerweile mehr als einhundert verschiedene “Jahreszeiten” für den Gerstensaft. Die Reise durch das Jahr beginnt bei Klassikern wie dem Bockbier für die Fasten- und Starkbierzeit zwischen Fasching und Ostern und reicht über die klassischen Oktoberfestbiere im Herbst – Brauereien wie Weltenburger liefern diese heute bis nach China und in die USA – bis hin zu völlig neuen Anlässen und Kreationen, die beispielsweise speziell zu Halloween eingebraut werden.

Brauereien stellt die neue Lust auf Saisonales vor eine Herausforderung, sagt die Weltenburger Geschäftsführerin Susanne Horn. “Es ist eine Herausforderung, die wir gern annehmen, weil es Spaß macht, Tradition und Innovation zu verbinden”, betont sie. Der “Weltenburger Winter-Traum”, den es in der Nische bereits seit zwei Jahrzehnten gibt, avanciert dabei, sehr zur Freude der Brauereichefin, mittlerweile im Handel in ganz Deutschland zum weihnachtlichen Renner: In Leverkusen, tief im Westen der Republik, gibt es in diesem Jahr sogar einen Fassanstich mit dem “flüssigen bayerischen Weihnachtsgefühl”.

Besondere Karamell-Note dank Spezialmalzen

Es ist besonders die außergewöhnliche Karamell-Note, die den Winter-Traum im Geschmack auszeichnet. Dieser entsteht in dem handwerklichen Brauverfahren unter anderem durch eine Mischung mehrerer Spezialmalze. Die bernsteinfarbene Winter-Kreation der Weltenburger Braumeister gilt als angenehm vollmundig, raffiniert und opulent im Geschmack, wie der Weltenburger Biersommelier Tobias Funke sagt, und eigne sich gerade deshalb als Begleiter für den weihnachtlichen Braten, passe aber auch gut zu deftigen Brotzeiten und Süßspeisen.

Eine Brauerei macht Allgäuer Stolz

Eigentlich hat die Familie Stolz dieses Jahr schon genug Grund, zu feiern: Die Brauerei der Isnyer Familie wird 100 Jahre alt. Im Frühjahr gewann das Unternehmen dann auch noch überraschend den “German Brand Award” – einen der wichtigsten Markenpreise Deutschlands. Das Bier “Allgäuer Stolz Hell” ist “Produktmarke des Jahres” und legte laut Jury eine “exzellente Markenkampagne” an den Tag.

Als die Urkunde per Post kam, hielt die Familie das erst mal für einen Irrtum. Wir haben bei der Agentur angerufen und gesagt: “Wir haben da was für Euch, das ist bei uns gelandet”, erzählt Junior-Chefin Tanja Stolz und muss dabei immer noch lachen. Die Mitarbeiter der Agentur klärten sie freundlich auf: Der Preis zeichne die gemeinsame Überarbeitung, die Neugestaltung und die öffentliche Darstellung der Biersorte aus. “Das sind Entscheidungen, die treffen am Ende die Unternehmer”, sagt Christian Rast, der das Bier aus Isny mit den Ideen aus seiner Agentur vor Produkten der Firmen Bahlsen und Coca-Cola platzierte.

So war das am Anfang freilich nicht gedacht: Vor zwei Jahren wollten die Brauer Hans und Johannes Stolz einfach ein neues Bier entwickeln. Mild und süffig sollte es sein und genug Zeit zum Reifen haben. Als beim Probezapfen endlich ein Ergebnis ins Glas floss, das allen schmeckte, waren sie stolz. Und so tauften sie es auch: Allgäuer Stolz. “Wir wollten vor allem unserer Heimat mit dem Namen ein bisschen was zurückgeben”, erklärt Johannes den Gedanken.

Die Brauer füllten das neue Bier in dickbauchige Flaschen ab und ließen dafür noch ein Etikett entwickeln. Ein Freund gestaltete den Flaschenaufkleber, Christian Rasts Agentur Kodiak sollte nur noch Flyer und Plakate dazu drucken. Bei der Besprechung fragte der Grafiker, ob er “was ausprobieren” dürfe, erzählen die Brauer. Zum nächsten Treffen brachte der junge Mann zehn neue Etiketten mit. Man schaute sich die Sache an. “Wir waren schon kurz überfordert mit den Ideen”, erzählt Johannes Stolz. Aber eine handgemachte Zeichnung mit Bergen, einem Fass und einem Mann mit Bierkrug und Fallschirm drauf gefiel der Familie, den Mitarbeitern und einem ausgesuchten Kreis von Freunden sofort. Eine ganze Werbekampagne startete.

Heute, 36 Monate nach dem ersten verkauften “Allgäuer Stolz” mit den handgemalten Etiketten ist klar: Das neue Bier läuft. “Wir waren dazwischen sogar einmal kurz ausverkauft”, erzählt Brauer Johannes Stolz. “Den Leuten schmeckt’s offenbar.” Und den Designern deutschlandweit gefällt’s: Denn die 100 Jahre alte Familienbrauerei aus Isny im Allgäu ist jetzt im sogenannten “Style Book” vertreten. Ein 400 Seiten starkes Buch, das Designern in Agenturen als Inspiration dient. “Hier wird geschaut, wie man Produkte im Moment emotional auflädt und zum Schwingen bringt”, sagt Rast.

Familie Stolz ist von dem überragenden Erfolg immer noch ein bisschen überrascht. Der erfahrene Mann von der Agentur hat vorher schon gewusst, dass “Allgäuer Stolz” gut funktioniert. Die Familie, die Brauerei, die Geschichte, das Produkt: “Die Kampagne war prädestiniert für einen Preis.” Auch wenn er es schon geahnt hatte, stolz ist er jetzt natürlich trotzdem. Genau wie die Brauerfamilie aus Isny.

Bevor ich es vergesse: Das 100-jährige Jubiläum feiert die Familie Stolz mit einem Fest. Am 12. und 13. Oktober lädt die Brauerei ins große Festzelt ein. Vier Kapellen sorgen am Samstagabend für Stimmung und bodenständige Unterhaltung. In der Bar gibt’s interessante Kreationen von originellen Biercocktails. Am Sonntag ist um 9.30 Uhr großer Festgottesdienst. Danach lädt die Familie zum Frühschoppen und zum Tag der offenen Brauerei ein. Gäste können die Herstellung verfolgen und Allgäuer Stolz-Biere verkosten. Der Brauereigasthof Engel serviert an beiden Tagen Krustenbraten und am Nachmittag Kaffee und Kuchen.

Hoepfner AZUBIS beim Hopfen-Ernteeinsatz

Von der Karlsruher Bierburg direkt ins Hopfenfeld zog es die Auszubildenden der Privatbrauerei Hoepfner – und das mit gutem Grund. In Tettnang, wo bester Hopfen angebaut wird, sollten Steffen Büscher, Jonathan Köhler und Haruka Hizawa gemeinsam mit Auszubildenden der Fürstenberg Brauerei praktische Erfahrungen sammeln.

Hopfenbauer Bernhard Bentele freute sich über die Unterstützung. Obwohl bei ihm Hochbetrieb herrschte, ließ er es sich nicht nehmen, die angehenden Brauer und Mälzer über die Anforderungen beim Hopfenanbau und die richtige Pflege der Pflanzen aufzuklären: “Hopfen zu ernten bedeutet jede Menge Arbeit, alles muss genau geplant werden. Zeit ist bei den sensiblen Pflanzen kostbar.” Die Auszubildenden dankten es ihm auf ihre Weise, indem sie kräftig halfen auf den Erntemaschinen. Sie lernten aber auch, von Hand Hopfen zu ernten. Schließlich mussten die wertvollen Pflanzen noch geschnitten, verpackt und für den Transport vorbereitet werden.

Für Dagmar Zimmermann, Pressesprecherin bei der Privatbrauerei Hoepfner, war das eine gelungene Aktion. “Wir wollen unserem Nachwuchs eine gute Ausbildung garantieren und dazu gehört es einfach auch, praktische Erfahrungen zu sammeln, gerade wenn es um die für uns wichtigen Rohstoffe geht.” Die Nachwuchsbrauer waren begeistert von ihrem Ausflug, den sie mit launigen Worten kommentierten: “Das war richtig hart. Da schätzt man ein frisch gezapftes Hoepfner umso mehr, wenn man weiß, was alles an Arbeit dahintersteckt, bevor der eigentliche Brauprozess beginnt.”