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Bayerns Brauer melden für 2018 Rekordergebnis

Wie der Bayerische Brauerbund mitteilt, haben der “Jahrhundertsommer” und Sondereffekte wie die Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr den Bierabsatz mit einem Absatzplus von 3,1% auf ein Rekordniveau ansteigen lassen. Insgesamt produzierten Bayerns Brauer von Januar bis Dezember 24,6 Millionen hl, knapp 740.000 Hektoliter (satte 74 Mio. Maß) mehr als im Vorjahr. Mit diesem Absatzplus liegt Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt (+ 0,5%) und konnte von den Sondereffekten des Sommers 2018 besonders stark profitieren.

Erstmalig stieg der Absatz alkoholfreier Biere, die in den Zahlen des amtlichen Bierabsatzes nicht enthalten sind, auf über 2 Millionen Hektoliter (+10,5% zum Vorjahr) und erreichte so ein Allzeithoch.

Das gute Abschneiden Bayerns führt der Bayerische Brauerbund neben dem Wetter auch auf den Siegeszug bayerischer Bierspezialitäten in anderen Bundesländern und im Ausland zurück. Der Bierexport in Länder außerhalb der EU konnte 2018 um weitere 112.000 Hektoliter (+2,0 %) auf einem neuen Höchststand von 5,75 Mio. hl gesteigert werden.

Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, beurteilt den deutschen Biermarkt jedoch witterungs- und WM-bereinigt als bestenfalls stagnierend und nennt unter anderem die demographische Entwicklung, die gesundheitsbewusstere Ernährung der Bevölkerung sowie ein verändertes Freizeitverhalten als Gründe für den stetig sinkenden Pro-Kopf-Bierkonsum in Deutschland.

Verlässliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit gefordert

Empört äußerte sich Schneider zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG), das erst vor einer Woche zwar die Verfassungswidrigkeit einer im Haushaltsbegleitgesetz von 2004 beschlossenen Biersteuererhöhung für mittelständische Brauereien festgestellt hat, jedoch einer Rückzahlung der überhöht abgeführten Biersteuer an die kleinen Brauereien eine Absage erteilte. Nachdem die Biersteuermengenstaffel keine Subvention der Brauereien darstellt, sondern ein seit Jahrzehnten funktionierendes Mittelstandskorrektiv zum Erhalt der mittelständischen Struktur der bayerischen Brauwirtschaft ist, hatte sich der Spitzenverband der Bayerischen Brauwirtschaft mit seiner Klage durch die Instanzen der Finanzgerichtsbarkeit bis zum Bundesverfassungsgericht weit mehr für die Branche erhofft.

Freiwillig und dem wachsenden Verbraucherinteresse an einer bewussteren Ernährung geschuldet, hat sich die Braubranche für die Deklaration des Brennwertes auf ihren Produkten ausgesprochen. Vor dem Hintergrund dieser Offenheit und dem Grundsatz folgend “Klarheit und Wahrheit für den Verbraucher” übte Schneider jedoch harsche Kritik an der “Gängelung” der Branche durch höchstrichterliche Verbote der Verwendung der Begriffe “bekömmlich” bzw. “wohl bekomm`s” zur Beschreibung eines Bieres mit mehr als 1,2 Vol % Alkoholgehalt.

Herausforderungen in wirtschaftlich schwieriger Lage angehen

Vor dem Hintergrund des steigenden Sortieraufwands und der Kosten, die eine immer größer werdende Individualisierung der Gebinde mit sich bringt, verwies Georg Schneider auf die Vorteile der Mehrwegflasche, die in der bayerischen Bauwirtschaft noch einen sehr hohen Marktanteil besitzt. Klar bezog er dabei Position zur Erhöhung des Flaschenpfandes: “Das Pfand von nur 8 Cent pro Flasche deckt weder die Kosten der Neuglasbeschaffung, noch stellt es einen hinreichenden Anreiz zur Leergutrückgabe dar.” Auch ging Präsident Schneider auf den Fachkräftemangel insbesondere in der Logistik und auf den Kostendruck in der Branche durch Kostensteigerungen im Energiebereich, im Rahmen der LKW-Mautausdehnung auf Bundesstraßen und vor allem bei den Personalkosten ein.

10. Bayerische Bierkönigin – letzte Chance für Bewerberinnen!

Die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler aus dem Nördlinger Ries in Schwaben rief anlässlich der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Brauerbundes bierbegeisterte Damen ab 21 auf, sich noch bis 24:00 Uhr des 20. Februars 2019 um ihre Nachfolge zu bewerben. Bisher liegen dem Bayerischen Brauerbund rund 40 Bewerbungen vor. Am 16. Mai endet die Amtszeit von Johanna. Im Rahmen einer glanzvollen Biergala wird dann die 10. Bayerische Bierkönigin 2019/2020 gekürt, die dann ein Jahr lang das Bayerische Bier und die Tourismusregion “Bierland Bayern” vertritt.

Karlsberg Brauerei: Collaboration Brew mit Big Time Brewery

Wer Höchstleistungen bringen will, braucht immer wieder auch Impulse von außen. Damit ist es auch kein Wunder, dass sich immer wieder Brauer verschiedener Brauereien treffen, um gemeinsam ein besonderes Bier zu brauen. Die Karlsberg Brauerei aus Homburg bildet da keine Ausnahme. So gingen die Braumeister im noch jungen Jahr 2019 auf große Fahrt: Sie reisten Anfang Februar nach Seattle, um gemeinsam mit den Experten der Big Time Brewery ein ganz besonderes Bier zu brauen.

Dieser älteste Brewpub in der US-Metropole braut bereits seit 1988 Spezialitäten wie IPA, Pale Ale, Stout, Barley Wine & Co und gehört damit zu den Pionieren der Craftbier-Bewegung. Für Karlsberg war es, nach dem Collaboration Brew bei der irischen O’Haras Brauerei im September letzten Jahres, die zweite Kooperation mit einer anderen Brauerei.

Vorgenommen hatten sich die seit vielen Jahren über den großen Teich hinweg befreundeten Brauer die Herstellung eines hellen Bockbiers. Hierfür arbeiteten die Karlsberg-Braumeister Darko Zimmer (Betriebsleiter) und Thomas Kaiser mit ihren US-Kollegen Rick (Inhaber) und Roy Mclaughlin (Braumeister) Hand in Hand. Dass dabei ein bemerkenswertes Bier entstehen würde, war zu vermuten; schließlich verstehen nicht nur alle vier aufs Beste ihr Handwerk, sondern beide Seiten brachten jeweils die Kompetenzen und Fertigkeiten ein, die sie am besten beherrschen.

Während man bei Big Time reiche Erfahrung mit der Verwendung und Kombination verschiedener Hopfensorten mitbringt, kann sich Karlsberg eine außergewöhnliche Bockbier-Kompetenz auf die Fahnen schreiben. Das beweist das immer wieder erfolgreiche Abschneiden bei renommierten Wettbewerben wie unter anderem Meiningers International Craft Beer Award. Dort erreichte der Karlsberg Bock im Mai 2018 die höchste Auszeichnung. Platin ging als bestes Bockbier überhaupt aus dem Wettbewerb hervor.

“Für uns war der Co-Brew ein sehr wertvoller Blick über den Tellerrand”, berichtet Thomas Kaiser. “Die Biervielfalt, die wir erlebt haben, und die etwas andere Vorgehensweise beim Brauen haben uns inspiriert und neue Impulse gegeben.” Im Zusammenspiel mit den kreativen Partnern in Seattle habe man nichts weniger geschafft, als “eine traditionelle Biersorte auf ein neues Level zu heben”, berichtet der Braumeister.

Das im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit entstandene Bier werden Kenner bald auch hierzulande probieren können: Die Hälfte der insgesamt 1.700 Liter des hellen Bocks kommen bald nach Deutschland: Etwa 400 0,65-Liter-Flaschen – handabgefüllt und nummeriert – werden dann über den Webshop der Brauerei auf www.karlsberg.de vermarktet. Der Rest wird in Fässer gefüllt und in ausgewählten Gastronomie-Objekten sowie auf der Homburger Braunacht am 27. April ausgeschenkt solange der Vorrat reicht.

Wie gesagt: Das Bier ist ein helles Bockbier mit einer Stammwürze von 16,5 % und einem Alkoholgehalt von 6,5 % Vol. Eingebraut wurden die Malzsorten Münchner Malz, Pilsener Malz und Wiener Malz. Das Bier ist, wie es sich für ein Bockbier gehört, mild gehopft (Bittereinheiten: 19 IBU). Verwendet wurden die Hopfensorten Chinook, Magnum, Hallertauer Mittelfrüher und Mount Hood. Verwendeter Hefestamm: German Bock Lager Yeast.

Das Foto stammt von der Karlsberg Brauerei und zeigt die Brauer während einer Pause im Rahmen des Collaboration Brew in Seattle

Bayerns Brauer schäumen – mit Recht

Am 14. Februar 2019 hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung vom 11. Dezember 2018 (Az. 2 BvL 5/11 und 2 BvL 4/11) bekanntgegeben die ab dem Jahr 2004 eingeführte Erhöhung der Biersteuer für kleine und mittelständische Unternehmen für verfassungswidrig erklärt. Trotzdem erhalten die Brauereien die in 15 Jahren zu viel entrichtete Biersteuer nicht zurück, weil das BVerfG die entsprechende Regelung im Haushaltsbegleitgesetz ungeachtet ihrer Verfassungswidrigkeit für die Vergangenheit für anwendbar erklärt hat.

Der Bayerische Brauerbund e.V. hatte in einem Musterverfahren gegen das Haushaltsbegleitgesetz aus dem Jahre 2004 den Klageweg bis zum Bundesfinanzhof beschritten. Dieser hatte die verfassungsrechtlichen Bedenken des Spitzenverbandes der bayerischen Brauwirtschaft bereits 2011 bestätigt und die Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit des damaligen Gesetzgebungsverfahrens an das BverfG gegeben. Schwerwiegende Mängel im Gesetzgebungsverfahren und die Überschreitung der Kompetenzen des Vermittlungsausschusses, der das unter der Bezeichnung “Koch-Steinbrück-Papier” bekannt gewordene Gesetz zum stufenweisen Abbau von Subventionen erarbeitet hatte, werden als Gründe für die verfassungswidrige Biersteuererhöhung vom BVerfG genannt.

Brauerpräsident Georg Schneider bezeichnet die Entscheidung des BVerfG als Skandal: “Die Biersteuermengenstaffel ist eine über Jahrzehnte funktionierende Mittelstandskomponente, die durch einen ermäßigten Biersteuersatz die Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben von vielen kleinen und mittleren Brauereien sichert. Nun stellt das oberste Gericht fest, dass die Staffel verfassungswidrig zum Nachteil der Branche geändert wurde, aber von den widerrechtlich zu viel eingezogenen Steuern gibt es keinen Cent zurück. Warum haben hunderte Brauereien 15 Jahre lang, Monat für Monat gegen ihren erhöhten Biersteuerbescheid Beschwerde eingelegt? Nur, um am Ende Recht zu bekommen? Da wird das Wort “Mittelstandsfreundlichkeit” zur politischen Worthülse und das Vertrauen in den Rechtsstaat mit Füßen getreten!”

Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kann der Bundesfinanzhof, bei dem der Bayerische Brauerbund stellvertretend für die Branche mit einem Musterverfahren geklagt hat, alle dort anhängigen Klage- und Einspruchsverfahren abarbeiten und abschließen. Die stille Hoffnung auf eine Rückerstattung der verfassungswidrig abgeführten Biersteuer in Millionenhöhe wurde mit der heute bekannt gewordenen Entscheidung des BVerfG in der Brauwirtschaft von bitterer Enttäuschung abgelöst.

Alpirsbacher auf der Grünen Woche in Berlin

Wenn sich das Genießerland Baden-Württemberg auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentiert, dürfen die Spezialitäten von Alpirsbacher Klosterbräu selbstverständlich nicht fehlen. Bei der 84. Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar 2019 in Berlin wird die Schwarzwälder Familienbrauerei die Besucher aus aller Welt am Gemeinschaftsstand des Landes in Halle 5.2b mit ihren Bieren verwöhnen.

Unter dem Motto “Glück frisch gebraut” schenken die Alpirsbacher während der zehn Messetage auf der neu gestalteten Gartenterrasse am See ihre vielfach preisgekrönten Bierspezialitäten aus. Die Biere aus der Klosterstadt im Oberen Kinzigtal sind die idealen Begleiter zu den landestypischen Gerichten wie Maultaschen, Linsen mit Spätzle, Schäufele, Schwarzwälder Schinken oder Wurstsalat, die dort serviert werden.

“Unser Absatzgebiet erstreckt sich zwar überwiegend auf den süddeutschen Raum, aber auch in der Hauptstadt gibt es viele Freunde und Konsumenten unserer Biere, weshalb Alpirsbacher auch sonst in Berlin präsent ist. Mit unserem Auftritt auf der Grünen Woche wollen wir nicht nur Feinschmecker vom besonderen Geschmack unserer Spezialitäten überzeugen, sondern auch neue Genießer gewinnen”, sagt Carl Glauner, der Chef der Alpirsbacher Klosterbrauerei.

Markus Schlör, Geschäftsführer der Familienbrauerei, nennt noch weitere Gründe für das Engagement während der Internationalen Grünen Woche in Berlin. “Die Heimat von Alpirsbacher Klosterbräu liegt mitten im Herzen des Schwarzwalds. Deshalb wird der Name unserer traditionsreichen Brauerei in der Öffentlichkeit nicht nur mit einem qualitativ hochwertigen Biersortiment verbunden, sondern auch mit gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein. Wir gehören in diese Region und tun auch gerne etwas für sie”, betont Markus Schlör. Alpirsbacher Klosterbräu habe ein offenes Ohr für Traditionspflege und insbesondere für Natur- und Umweltschutz. “Unser Engagement soll dazu beitragen, Alpirsbach und den Schwarzwald noch lebenswerter und attraktiver zu gestalten.” Deshalb unterstützt die Familienbrauerei u.a. den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die dortigen Naturparkwirte, das Naturschutzgebiet Glaswaldwiesen sowie die Aktion “Schmeck den Süden”.

Insofern ist auch der Standort von Alpirsbacher Klosterbräu während der Grünen Woche ideal: Denn die neue Gartenterrasse mit eigens dafür gefertigten Weißtannenmöbeln des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg sorgt für eine wohltuende Atmosphäre.

Maisel & Friends auf der Internorga

In fast genau zwei Monaten ist es wieder soweit: die Internorga öffnet in Hamburg ihre Pforten. Seit fünf Jahren ist auch die Craft Beer Arena fester Bestandteil der Messe. Die Brauerei Maisel & Friends ist einer der Initiatoren der CRAFT BEER Arena auf der INTERNORGA und von Beginn an als Aussteller dabei. Als einer der Vorreiter im deutschen Craftbiermarkt sind sie auch in diesem Jahr in der Arena in Hamburg zu Gast.

Die kreativen Brauer der Familienbrauerei Maisel haben jetzt angekündigt, auf der Internorga zwei Messeneuheiten zu präsentieren. Worum es sich handelt, verrät die Brauerei aber noch nicht. Es handelt sich um zwei neue, dauerhaft sowie national verfügbare Craftbiere. Diese werden das bestehende Sortiment an angenehm zu trinkenden Sessionbieren perfekt ergänzen.

Interessierte Gastronomen und Fachbesucher können sich bereits jetzt auf das Pale Ale freuen, das sie am Stand von Maisel & Friends frisch gezapft probieren können. Das Pale Ale hat sich mittlerweile zum Must-have für Bars, Clubs und Restaurants aller Art entwickelt. “Die Gäste erwarten heute Abwechslung beim Restaurantbesuch und bestellen neben den Klassikern Pils, Hell und Weißbier schon völlig selbstverständlich ein Pale Ale,” erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel. “Diese veränderte Konsumgewohnheit sollten findige Gastronomen nicht verschlafen.” Das Pale Ale von Maisel & Friends ist dauerhaft und national im 30 Liter Fass und in der 0,33l Longneckflasche erhältlich. Das super süffige Bier mit Anklängen nach tropischen Früchten ist ein echtes “Brett” an Hopfenaroma.

Der Maisel & Friends-Biersommelier Michael König freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregte Fachgespräche. Wir dürfen durchaus erwarten, dass er auch wieder den einen oder anderen limitierten Sondersud als Überraschung dabeihat.

Lückenlos vom Feld bis in die Flasche

Die Brauerei Bischofshof setzt neue Maßstäbe in Sachen Verbraucherschutz und bei der Sicherheit von Lebensmitteln. Als erste mittelständische Brauerei Ostbayerns darf sie künftig das weltweit anerkannte Gütesiegel “FSSC 22.000” tragen. Die Auszeichnung, die der TÜV Süd jetzt nach einem umfangreichen Prüfprozess verlieh, gilt als eine der strengsten internationalen Normen für Transparenz im Herstellungsprozess von Lebensmitteln. “Das Siegel signalisiert eine lückenlose Dokumentation von Herkunft, Herstellung und Lieferung vom Feld bis in die Flasche – und ist ein zusätzliches Qualitätsversprechen für unsere Kunden”, sagt Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß bei der Übergabe der Zertifikate im Dezember in Regensburg.

Woher kommen unsere Lebensmittel? Die Sicherheit und Herkunft von Nahrungsmitteln wird den Deutschen immer wichtiger. 96 Prozent der befragten Bundesbürger sagten in der europaweiten Studie “Eurobarometer”, dass sie beim Kauf auf Qualität achten. Zwei Drittel der Teilnehmer an der Studie gaben an, eine möglichst unabhängige Gütekennzeichnung sei ihnen dabei wichtig.

Das verstand Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß als Auftrag: “Um unser seit jeher gelebtes Qualitätsversprechen auch für den Endkunden noch besser sichtbar zu machen, haben wir uns entschlossen, dieses global anerkannte Verfahren zum Nachweis einer sicheren Lebensmittelproduktion zu durchlaufen”, sagte er. “Umso mehr freuen wir uns über diesen Erfolg”, betonte der Brauereidirektor.

FSSC steht für Food Safety System Certification, auf Deutsch also eine Norm für die Sicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln. Ursprünglich stammt das Qualitätssiegel aus der Raumfahrt und der Essensversorgung im All – als Nachweis für die Produktion sicherer Lebensmittel auf allen Stufen der Herstellung. “FSSC 22.000” ist von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt und genießt eine hohe Akzeptanz im internationalen Handel sowie in der weiterverarbeitenden Industrie.

Dokumentation aller Liefer- und Brauprozesse nach strengsten internationalen Standards

Die Brauerei Bischofshof, zu der mit Weltenburger auch die älteste noch produzierende Klosterbrauerei der Welt gehört, bereitete sich in den vergangenen Monaten intensiv auf die Zertifizierung vor: “Die Herkunft unserer Rohstoffe, ihre hohe Qualität, die Verarbeitung und die gesamte Lieferkette sind jetzt auch nach internationalen Standards dokumentiert”, sagt Laila Schmidt. Sie koordinierte federführend als Zertifizierungsbeauftragte den Einführungsprozess. “Das Qualitätssiegel FSSC 22.000 schafft als Managementsystem Transparenz und Vertrauen in Bezug auf sämtliche Arbeitsschritte von der Herstellung bis zur Abfüllung unserer traditionellen Bierspezialitäten”, sagt Schmidt.

Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 ist nach den Worten von Bischofshof-Braumeister und Qualitätsleiter Andreas König Fundament für die Qualität und Sicherheit des puren Naturproduktes Bier: “Wir verwenden Wasser aus eigenen Brunnen, Hefe aus unserer Reinzuchtanlage, Malz und Hopfen von regionalen Lieferanten”, sagt er. Für das FSSC-22000-Gütesiegel habe die Mannschaft sämtliche Prozessbeschreibungen und Dokumente in ein einheitliches Managementsystem gebracht. Bewährte Rezepturen, das Wissen und die langjährige Erfahrung unserer Brauer und Braumeister und die Freude am Produkt sind nach Königs Worten weitere Erfolgsfaktoren für die vielfach prämierten Biere.

Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß sieht die Zertifizierung auch als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Hauses: Bereits in den vergangenen Jahren investierte Bischofshof Millionen in moderne, innovative umweltschonende und energiesparende Technologien. 2006 weihte die Stiftungsbrauerei das modernste Sudhaus der Welt ein. Seit 2013 arbeiten die Bischofshof-Mitarbeiter in einer neuen Arbeitswelt, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entstand, eng ausgerichtet an ökologischen und ökonomischen Grundsätzen. Seit 2016 in Betrieb ist ein neuer Gär- und Lagerkeller mit einer deutlich effizienteren Kühlleistung. Weitere Investitionen beispielsweise in Ladestationen für E-Fahrzeuge auf dem Brauereigelände sind bei Bischofshof bereits umgesetzt. Derzeit im Bau ist eine neue Energiezentrale, die künftig eine komplett klimaneutrale Produktion möglich machen soll.

Internorga 2019: Neben Craft Beer auch Craft Spirit und Craft Softdrinks

Handwerklich gebraute Biere aus dem Markt nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Mikrobrauereien haben ihre Erfolgsgeschichte in der Craft Beer-Arena gestartet, die seit vier Jahren eines der absoluten Highlights auf der Internorga ist. 2019 finden die CRAFT BEER Arena und CRAFT SPIRIT Lounge erstmals direkt nebeneinander auf einer Fläche in der Halle B4 OG statt. Vom 15. bis 19. März werden 31 Brauer aus ganz Europa, darunter renommierte und junge Unternehmen, über 150 kreative Biere präsentieren und zum Fachsimpeln einladen. Erstmals mit dabei sind Camba Bavaria GmbH, Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH und lillebräu GmbH, die sich Seite an Seite mit Internorga-erfahrenen Ausstellern wie Brauerei Lemke Berlin GmbH, Rügener Insel Brauerei GmbH oder Schneider Weisse präsentieren. Auf einer Bühne stellen die Experten ihre aktuellen Biere vor, liefern spannende Einblicke in die Braukultur und laden zu Tastings, Mixings und Pairings ein.

Aber nicht nur beim Bier ist das Handwerk gefragt, sondern auch bei den Spirituosen. Auch dort hat die Internorga einige Überraschungen bereit. Wie wäre es mit einem Gin ohne Alkohol? Oder mit handgefertigtem Korn? Mit Likör mit Chilli? In der Welt der Destiller gibt es nichts, was es nicht gibt. In den Fokus rückt dabei immer mehr der gesundheitsbewusste Konsument, der nach alkoholfreien Drinks oder Spirituosen natürlichen Ursprungs sucht. Aber auch experimentierfreudige Genießer und Fans traditioneller Destillate kommen in der vergrößerten CRAFT SPIRIT Lounge auf der INTERNORGA auf ihre Kosten. Im Vergleich zu 2018 wird die Fläche verdoppelt und bietet 18 Ausstellern Platz für die Präsentation ihrer neuesten Kreationen.

Neben Bier und Hochprozentigem durchdringt der Trend handgefertigter Braukunst zunehmend auch den alkoholfreien Erfrischungsgetränkemarkt: “Wir freuen uns, dass wir 2019 zahlreiche Anbieter angesagter Getränke und Innovationen im wachsenden Bereich der Limonaden und Säfte vor Ort haben und damit die hohe Nachfrage im Markt bedienen können,” freut sich Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH. Ob natürlicher Wachmacher mit Mate, grüne Kaffeebohnen oder frische Ingwerlimonade – auf der INTERNORGA können Besucher die neuesten Produkte genauer unter die Lupe nehmen und mit den Herstellern in persönlichen Austausch treten.

Die INTERNORGA findet vom 15. bis 19. März 2019 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt. Die CRAFT SPIRIT Lounge und CRAFT BEER Arena befinden sich erstmals direkt nebeneinander in der Halle B4 OG. Anbieter nicht alkoholischer handgefertigter Getränke präsentieren sich darüber hinaus in den Hallen A1 sowie B1, B2 und B3.

Haardt Bier schließt am 31. 12. 2018

Gerade gestern habe ich über das Ende von Labieratorium berichtet und die Befürchtung geäußert, dass dies der Anfang einer Marktbereinigung sein könnte. “Marktbereinigung” ist ein Euphemismus die eine Welle an Insolvenzen. Heute erreicht mich bereits die nächste Hiobsbotschaft. Auch die Craft Beer-Brauerei Haardt Bier aus Bad Dürkheim schließt zum Jahreswechsel.

Im Jahr 2015 hat die Brauerei, die ein Gemeinschaftsprojekt von Andreas Dietrich und der Bad Dürkheimer Agentur “Die Medienagenten” ist, begonnen, auf der Brauanlage des Brauhauses Grünstadt zu brauen. Sie stellte neben dem eigenem “Haardt Bier” auch ein Pale Ale für ein Bierlokal in Mannheim her.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: es gibt keinen Grund, das Totenglöckchen für das Craft Beer zu läuten. Neben alkoholfreien Bieren ist das Craft Beer der einzige Bereich in der Welt des Bieres, der noch wächst. Allerdings wächst das Angebot leider schneller als die Nachfrage. Damit sind bedauerliche Ereignisse wie im Fall des Labieratoriums und von Haardt Bier leider nicht zu vermeiden. Es bleibt zu hoffen, dass dies Einzelfälle bleiben und die Nachfrage nach Craft Beer steigt, so dass die Brauer, die viel Herzblut in ihre Produkte stecken, wieder ein gutes Auskommen haben.

Labieratorium gibt auf

Nach einem Bericht der Lausitzer Rundschau wird die Craft Beer-Brauerei Labieratorium zum Ende des Jahres schließen. Nur eineinhalb Jahre, nachdem Olaf Wirths seine eigene Brauerei eröffnet hat und nicht mehr als Gypsy-Brauer arbeitete, kommt für das Unternehmen das Aus. Grund ist der zu geringe Absatz in der Region.

Die Marke Labieratorium gibt es seit 2015. Damit eröffnete Olaf die Bierbar Labyrinth in der Nähe des Cottbuser Bahnhofs und erst im Sommer des letzten Jahres richtete er seine Brauerei ein. Die Bar hat bereits im November geschlossen und zum Ende des Jahres wird das Labieratorium der Vergangenheit angehören.

Ich bedaure das sehr. Aus Cottbus kamen wirklich gute Biere und noch auf der BrauBeviale in Nürnberg habe ich den Wintertraum verkosten können, ein Gewürzbier, das mich wirklich begeistert hat und das sehr gut in die kalte Jahreszeit und die vorweihnachtlichen Gerichte begleitet. Ich habe mich auf dem Bierfest in Dortmund kurz mit Olaf unterhalten können und er war ein sehr netter Mensch. Ein Grund mehr, aufgrund der neuerlichen Entwicklung traurig zu sein.

Ich hoffe, dass diese Betriebsschließung nicht der Anfang einer ganzen Reihe an Insolvenzen ist. Im letzten Monat hat sich Alexander Himburg von Himburgs BrauKunstKeller im Rahmen der Bierakademie in Bochum darüber beklagt, dass das Angebot an Craft-Bieren schneller wächst als die Nachfrage, so dass derzeit ein Überangebot an craft Beer auf dem Markt ist. In den letzten Monaten habe ich auch einen Preisverfall bei Craft Beer feststellen können (ich ha das nicht genau dokumentiert, es handelt sich dabei eher um ein Gefühl). Vor einigen Wochen hat die Getränkemarkt-Kette Trine & Spare verschiedene Craft-Biere im Sonderangebot für unter 2 Euro angeboten. Auch wenn das für die Verbraucher auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, könnte ein solcher Preis darauf hindeuten, dass mittel- und langfristig eine “Marktbereinigung” stattfinden könnte. Das wäre dann wirklich nicht in unserem Sinn.

Österreichische Bierkultur am Weg in eine vielfältige Zukunft

Im Jahr 2018 hat das Linzer market-Institut bereits zum zehnten Mal im Auftrag der Brau Union Österreich eine großangelegte, repräsentative Studie zur Bierkultur in Österreich durchgeführt. Dabei wurden zum Jubiläum mehr Österreicher denn je – 2.000 an der Zahl – befragt. Fazit: Bier wird immer facettenreicher und äußerst positiv wahrgenommen.

“Der Jubiläumsbericht fasst die Erkenntnisse der letzten zehn Jahre zusammen. Und die Bestandsaufnahme zeigt, dass sich Stellenwert und Image der österreichischen Bierkultur in dieser Zeit hervorragend entwickelt haben. Zugleich gibt er auch einen Ausblick auf Trends für die Zukunft “, erklärt Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

“Ziel des Bierkulturberichtes war von Beginn an die Bierkultur in und für Österreich zu verbessern und Österreich so zum Land mit der besten Bierkultur Europas zu machen. Und das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt uns die Auszeichnung des Bierkulturberichtes 2017 mit dem Econ Award”, ergänzt Gabriela Maria Straka, Leitung Kommunikation/PR & CSR der Brau Union Österreich. “Dieser Award ist eine besondere Belohnung für die Arbeit unseres Teams, welches den Bericht konzeptioniert, redigiert und publiziert hat. Gleichzeitig war die Auszeichnung auch Ansporn für den Jubiläumsbericht, den wir in kurzer Zeit unter Einbindung von Stakeholdern erstellt haben.”

Getränkekultur ist Bierkultur

Fast 90 Prozent der Österreicher erachten Bier als wichtig oder sehr wichtig für die österreichische Getränkekultur – es gibt kaum jemanden, der hier gar keine Wertigkeit sieht. Das attestiert dem Gerstensaft ein sehr gutes Image in Österreich. Dieser anhaltende Trend zur positiven Imageentwicklung wird auch rückblickend bestätigt: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass sich das Ansehen von Bier in der letzten Dekade verbessert hat.

Genuss als Motiv

Dem Genussfaktor kommt beim Biertrinken eine klar steigende Wertigkeit zu: Mittlerweile jeder Dritte trinkt Bier vor allem, wenn er oder sie Lust auf den typischen Biergeschmack hat. Das zeigt sich auch im Zusammenhang mit alkoholfreiem Bier: Ganze 47 Prozent der Befragten sagen, sie greifen dann zu alkoholfreiem Bier, wenn sie Lust auf den Geschmack haben, aber bewusst auf den Alkohol verzichten möchten – ein Aspekt, der vor allem für Frauen zutrifft.

Nachhaltig und verantwortungsvoll

Die befragten Österreicherinnen und Österreicher haben hohe Ansprüche an eine nachhaltige Bierproduktion, dabei steht der Regionalitätsfaktor im Vordergrund: Jeweils rund 70 Prozent setzen in diesem Zusammenhang auf die Verwendung von regionalen Rohstoffen bzw. eine Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Auch die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen, die Vermeidung von langen Transportwegen, energiesparende Produktionsanlagen und vieles mehr sind dem Großteil der Österreicher ein Anliegen.

Österreichischer Bierkulturbericht der Brau Union Österreich ausgezeichnet

Der Econ Verlag und die Handelsblatt-Gruppe gehören seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Herausgebern deutschsprachiger Medien im Wirtschaftsbereich. Diese Fachkompetenz wurde gebündelt, um den Wettbewerb für die Econ Awards Unternehmenskommunikation auszuschreiben, der seit 2007 die besten Projekte im Bereich Corporate Communications aus dem deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein) auszeichnet. Nach Österreich gingen nur zwei Econ Awards. Einen davon holte die Brau Union Österreich für ihren Bierkulturbericht 2017 ins Land: den Econ Award in Bronze in der Kategorie Imagepublikationen. Dies ist eine wertvolle Bestätigung für die Arbeit des Mitarbeiterteams der Brau Union Österreich, welches für die Inhalte und Publikation des Berichtes verantwortlich ist.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Linzer market-Institut unter 2.000 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews zwischen April und Mai 2018 durchgeführt.

Den vollständigen Bierkulturbericht 2018 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter http://www.brauunion.at/bierkultur/bierkulturbericht zum Durchblättern oder Downloaden.