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Apoldaer Spezial Domi als Bier des Monats April 2018 gekürt

Zum “Bier des Monats April 2018” wurde vom deutschlandweiten ProBier-Club.de die Bierspezialität “Apoldaer Spezial Domi” von der Vereinsbrauerei Apolda aus Apolda gewählt. Das “Bier des Monats” ist ein bundesweiter Preis, der in jedem Monat nur einer deutschen Brauerei verliehen wird. Ziel von ProBier-Club.de ist es, Bierliebhaber/ -innen auf besondere Bierspezialitäten aufmerksam zu machen, die traditionell handwerklich gebraut werden.

Der Genießerclub wurde 1998 gegründet und wählt seitdem monatlich ein Bier einer Spezialitätenbrauerei zum “Bier des Monats”. Diese Wahl ist gleichzeitig die Nominierung zum “Bier des Jahres”, dem größten und wichtigsten deutschen Konsumentenpreis der deutschen Braubranche.ProBier-Club.de hat weltweit über 6.000 Mitglieder.

Mit der Aktion “Bier des Monats” werden den Clubmitgliedern monatlich besondere Bierspezialitäten zugesandt, die zuvor von einem Konsumenten-Ausschuss ausgewählt wurden. Mitglied bei ProBier-Club.de kann jeder werden, der gerne die verschiedensten Bierspezialitäten aus Deutschland probieren möchte.

Verkostungsnotiz

Selbstverständlich beschreibt ProBier das Domi auch: Goldgelb und mit einer angenehm festen, schönporigen Schaumkrone präsentiert sich das “Domi” im Glas. Der Geruch ist sehr würzig und erinnert an Brotkruste, frisches Getreide, etwas Honig und Kräuter. Im Antrunk kommt eine leichte Bittere dazu, wobei sich eine feine Malzsüße anhängt. Die Harmonie von Hopfen und Malz zeigt sich als schwungvoller Tanz auf der Zunge. Die frische Rezenz, die sich außergewöhnlich lange hält, begeistert und zeugt von höchster Braukunst und langsamer und langer Reifung.

Bierpapst Conrad Seidl zeichnet Bierspezialitäten der Brau Union Österreich aus

Conrad Seidl, Autor des Bier Guide 2018, prämierte am 16.4. 2018 im Casino Linz Österreichs beste Bierlokale, Biershops und Brauereien. Zugleich präsentierte er auch sein Standardwerk für den Biergenuss: den Bier Guide 2018. Bei diesem Bierfest wurden auch drei Bierspezialitäten der Brau Union Österreich zur Bierinnovation des Jahres gekürt: das Zipfer Meisterwerke Weizen, das Gösser Stifts-Troad und die Sonderedition aus Kaltenhausen 200 Jahre Stille Nacht.

Gabriela Maria Straka, Diplom-Biersommelière und Pressesprecherin der Brau Union Österreich AG, freut sich über die Auszeichnung: “Dass wir mit unseren Bierspezialitäten angesichts der großen Konkurrenz in Österreich gleich drei Bierinnovationen des Jahres stellen, erfüllt uns mit Stolz! Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Österreich zum Land mit der besten Bierkultur zu machen. Höchste Qualität bei unseren Rohstoffen und die langjährige Erfahrung unserer Brauer machen den Unterschied.”

Die Bierkultur hat in Österreich traditionell einen hohen Stellenwert. Das Interesse an außergewöhnlichen Bieren fernab des Mainstreams, die sich durch spezielle Braumethoden, interessante Geschmacksvarianten, spezielle Hopfensorten oder neuartige Rezepturen auszeichnen, ist bereits seit geraumer Zeit besonders hoch. Die Brau Union Österreich trägt mit ihren Bierspezialitäten diesem Trend Rechnung.

Zipfer Meisterwerke Weizen mit Naturhopfen Citra

Mit großer Leidenschaft und Hingabe haben die Braumeister ihre Kunstfertigkeit beim Brauen mit Naturhopfen über viele Jahre hinweg weiterentwickelt und perfektioniert. Dieser Weg führte zu einer exklusiven Serie von Bier-Spezialitäten, die immer wieder neue und überraschende Geschmacksnuancen hervorbringen – die Zipfer Meisterwerke! Für jedes Meisterwerk wird ein ausgewählter Bierstil mit einem besonderen Naturhopfen veredelt. Das Ergebnis sind neue Wege für Genießer, außergewöhnliche Nuancen und Aromen.

2017 fiel die Wahl auf den Bierstil Weizen. Ein besonderer Hefestamm offeriert ein interessantes Bananen-Aroma – die perfekte Ergänzung dazu ist der Naturhopfen Citra, auch als “Obstkorb unter den Aromahopfen” bezeichnet: Seine Nuancen nach Honigmelone und Pfirsich kommen im Meisterwerk Weizen gut zur Geltung. Schlank und facettenreich erstrahlt das neue Zipfer Meisterwerke Weizen in einem satten Goldgelb. Der speziell ausgewählte Hefestamm bringt nur einen dezenten Hauch von Bananennoten mit und gibt Raum für die fruchtigen Honigmelonen- und Pfirsich-Aromen des Naturhopfens “Citra”.

Gösser Brauschätze Stifts-Troad mit Urgetreide Emmer

Besondere Bierspezialitäten sind im Lauf einer tausendjährigen Braukultur auch im Stift Göss entstanden. Zusätzlich zu den Gösser Brauschätzen Stifts-Zwickl hell und dunkel präsentierte die Brau Union Österreich 2017 das Gösser Stifts-Troad.

Die Basis für das Gösser Stifts-Troad bilden heimische Rohstoffe – im Speziellen das wiederentdeckte Urgetreide Emmer – sie werden nach einem ursprünglichen Brauverfahren gebraut. Vom Getreide, in der Mundart “Troad” genannt, kommt auch der Name der außergewöhnlichen Spezialität. Zusätzlich wird mit warmer Gärführung gearbeitet, das heißt, die obergärige Hefe arbeitet bei höheren Temperaturen als üblich. Dadurch wird das Bier besonders fruchtig und mild. Ungefiltert abgefüllt und daher natürlich-trüb ist das Stifts-Troad eine leuchtend bernsteinfarbene Bierspezialität. Mit fruchtigen Aromen entsteht ein samtig, seidiger Geschmack von anhaltender erfrischender Fruchtigkeit.

Bierkultur made in Kaltenhausen – bierige Spezialitäten

Bereits seit dem Jahr 2011 können Interessierte am Standort Kaltenhausen beim “Treffpunkt der Bierkultur” den Brauprozess vom Korn bis ins Glas erleben, die gängigsten österreichischen und internationalen Biersorten kennenlernen und sich Wissen rund um Zapf- und Gläserkunde, Bieraromen und Speisenkombinationen aneignen. Auch die vom Verband der Brauereien Österreichs anerkannte Ausbildung zum Biersommelier kann in Kaltenhausen absolviert werden.

Aber auch mit bierigen Spezialitäten lässt das Hofbräu Kaltenhausen immer wieder aufhorchen: Aus der Spezialitäten-Manufaktur kommt eine stolze Liste von Kreativbieren und Sondereditionen. Zum 200-Jahr-Jubiläum des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt brachte die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen 2017 ein ganz besonderes Bier heraus: die Kaltenhausen Edition 200 Jahre Stille Nacht. Mit dieser Sonderedition wurde ein Bier kreiert, das sich in Farbe, Aroma und Geschmack an die Biere der damaligen Zeit anlehnt, aber modern interpretiert wurde. Weiter kommen mit dem Kaltenhauser Kellerbier, dem Kaltenhauser Original und dem 1475 Pale Ale drei ganzjährig verfügbare Spezialitäten aus dem Hofbräu Kaltenhausen.

ProBIER kürt Franken Bräu Märzen zum Bier des Jahres 2018

Zum 20. mal hat ProBIER das “Bier des Jahres” gewählt. Seit 1998 wird dieser bundesweit einmalige Preis von Deutschlands größter Konsumentenvereinigung vergeben, die sich für deutsche Brauereivielfalt und “Bier als Kulturgut” einsetzt.

Perlen der Braukunst

Aus über 7000 deutschen Biermarken von mehr als 1400 Brauereien kürt ProBier-Club.de jeden Monat ein “Bier des Monats”. Dies ist gleichzeitig die Nominierung zur Wahl “Bier des Jahres”. Die ausgewählten Bierköstlichkeiten werden den Mitgliedern des ProBier-Clubs monatlich per Post zugestellt.

“Franken Bräu Märzen” wurde als “Bier des Monats” im Oktober 2017 für diese exklusive Wahl nominiert und bundesweit verköstigt. So standen den Bierexperten aus ganz Deutschland insgesamt zwölf Biere zur Wahl, die ein Jahr lang regelmäßig Bierproben im Hinblick auf Farbe, Geruch, Geschmack, Optik und Gesamteindruck prüften. Jetzt haben sie entschieden:

Der Konsumentenpreis “Bier des Jahres 2018” geht – für die Bierspezialität Franken Bräu Märzen – an die Franken Bräu, Mitwitz.

So schmeckt das beste Bier Deutschlands

Die Brauer der Franken Bräu haben es geschafft hier eine besonders gelungene Interpretation des Bierstils “Märzen” ins Glas zu zaubern. Das Franken Bräu Märzen setzt Maßstäbe und wurde zurecht beim Meiningers Craft Beer Award 2017 mit der Goldmedaille ausgezeichnet!

Bernsteinfarben steht das Märzen im Glas und lässt seinen vollmundigen Körper schon erahnen. Der feinporige Schaum steht darüber fest und stabil. Ein süßlich angehauchter Geruch entfaltet sich in der Nase. Im Antrunk, der sehr weich und mild daherkommt, sind feine Noten von Karamell und Nüssen zu erkennen. Der Hopfen hält sich sanft zurück. Die frische Rezenz begeistert und zeugt von hoher Braukunst. Der Genuss dieses Bieres ist vom ersten bis zum letzten Schluck eine Freude. Das ist Biergenuss auf höchstem Niveau. Weltklasse!

Schussenrieder holt Goldmedaille für Ott Spezial

Das Exportbier Ott Spezial der Schussenrieder Brauerei Ott hat erneut eine Goldmedaille gewonnen. Monde Selection, im Jahre 1961 gegründet, ist ein internationales Institut für Qualitätsselektionen, mit Sitz in Brüssel, das Konsumgüter testet und Qualitätssiegel vergibt. Ganzheitliche Auswertungen werden zu Kennzeichen und bestimmen die Qualität des jeweiligen Produktes. Das Institut für wird oft als der Guide Michelin für Konsumgüter bezeichnet. (Quelle: Wikipedia) Monde Selection bringt mehr als 70 international renommierte Experten zusammen, wie Michelin-Chefköche, weltbekannte Önologen, Universitätsprofessoren, Brauingenieure, Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten. Das Ott Spezial überzeugte die Jury nicht nur im Geschmack und Geruch, sondern auch in Kriterien wie dem visuellen Aspekt und die Informationen, die den Verbrauchern über die verwendeten Zutaten und der Verpackung zur Verfügung gestellt werden. Neben der 4 Sterne Gold-Auszeichnung des Genussmagazins “selection” 2017, der Goldmedaille des “Superior Taste Awards” von iTQi 2017 und der Goldmedaille beim Bierwettbewerb “The International Beer Cup” 2017 erhält das Ott Spezial nun dieses Jahr wieder eine Prämierung in Gold.

Für den vollmundigen Geschmack des Ott Spezials ist das besondere Brauverfahren verantwortlich, das die mittelständische Familienbrauerei anwendet: die kalte Gärführung in offenen Edelstahlbottichen. In der Braustätte Bad Schussenried wird diese offene Gärung seit Bestehen der Brauerei traditionell eingesetzt, da sich der charakteristische Geschmack in offenen Bottichen besser entfalten kann als in geschlossenen. So ist das Ott Spezial ein Spitzenbier von reinster Qualität, bestechender Optik, charaktervollem Geschmack und dank der sechswöchigen Lagerzeitgarantie von besonderer Haltbarkeit und Reife.

Das Exportbier mit 5,3 Bolumenprozenten und 13,2 % Stammwürze wird ausschließlich mit Rohstoffen aus Oberschwaben hergestellt: nassgeschrotetes Malz aus heimischer Braugerste von der Mälzerei Schwabenmalz aus Baustetten, reinster Aromahopfen aus Tettnang, Hefe aus eigener Reinzucht und kristallklares Wasser aus den Tiefen des Umfelds der Schussenquelle.

Stauder kündigt „Bierchen“ an

Im Jahr 2017 brachte die Brauerei Stauder in Essen das Jacob auf den Markt. Zunächst wurde es nur als Jubiläumsbier zum 150jährigen Bestehen des Unternehmens geplant, vermutlich ein Grund, weshalb es nach dem Firmengründer Jacob Stauder benannt wurde. Offensichtlich war dieses Bier aber ein Erfolg, weshalb es jetzt dauerhaft im Sortiment ist. So wundert es auch nicht, dass jetzt die Brauerei ein weiteres spezielles Bier ankündigt, das “Bierchen”.

Um was für ein Bier es sich handelt verrät die Brauerei noch nicht. Es wird am Montag in einer geschlossenen Veranstaltung der Presse vorgestellt und ab Dienstag soll es in den Supermärkten und Getränkeshops Essens verfügbar sein. Nur so viel hat die Brauerei bereits verraten: die Flasche wird ähnlich gestaltet sein.

Brauereipleiten in den USA steigen um 42 Prozent

Der Markt für Craft Beer boomt. Allerdings muss er in den USA einen ersten Dämpfer hinnehmen. Wie aus den aktuellen Zahlen der Brewers Association hervorgeht, haben 2017 mehr Hersteller ihren Betrieb eingestellt als je zuvor im vergangenen Jahrzehnt. So wurden im Vorjahr landesweit zwar fast 1.000 neue Kleinbrauereien gegründet, 165 mussten aber auch ihre Pforten schließen. Umgerechnet entspricht das einem Anteil von 2,6 Prozent. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Zuwachs an Pleiten von 42 Prozent.

“Glaube an weiteres Wachstum”

“Der Biermarkt befindet sich im Umbruch. Es entstehen immer mehr kleinere, alternative Brauereibetriebe, die sich mit kreativen und hochqualitativen Produkten etablieren können”, erklärt Alois Planner, Mitbegründer der Biermanufaktur Loncium im österreichischen Kärnten, im Gespräch mit pressetext. Der Bierexperte hat sein Unternehmen 2002 gemeinsam mit Partner Klaus Feistritzer gegründet. “Heute produzieren wir rund 80.000 Liter Bier jährlich, wobei unser Ausstoß von Jahr zu Jahr um 30 bis 35 Prozent wächst”, schildert Planner, der sein “flüssiges Gold” mittlerweile unter anderem auch nach Kanada verschifft. “Wir haben zudem Anfragen aus Asien und Italien.”

Ob der gegenwärtige Dämpfer auf dem US-Markt stellvertretend für einen weltweiten Trend zu sehen ist, kann aber auch der österreichische Bierexperte nicht endgültig beantworten. “Eine pauschale Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Bereich ist nur schwer möglich, da sich jeder nationale Markt auf seine eigene Art und Weise von anderen Ländern unterscheidet. Ich glaube aber daran, dass die Branche in Zukunft weiterwachsen wird und, dass noch einige weitere alternative Brauereibetriebe dazukommen werden”, so Planner.

Gesamtumsatz von 26 Mrd. Dollar

Auch die Experten in den USA sind sich einig, dass der jüngste deutliche Zuwachs bei den Firmenschließungen den längerfristigen Aufwärtstrend im Bereich der Craft Beer-Herstellung nicht aufhalten kann. Laut Branchenverband operierten im Vorjahr insgesamt 6.300 entsprechende Unternehmen auf dem US-Markt. Zusammengenommen kommen sie auf 13 Prozent des gesamten Marktvolumens der nationalen Bierindustrie.

“Die Anbieter von Craft-Bier haben 2017 rund 25,4 Mio. Fass Bier produziert und damit einen geschätzten Gesamtumsatz von 26 Mrd. Dollar erwirtschaftet”, hält die Brewers Association fest. Obwohl der allgemeine Biermarkt im vergangenen Jahr um ein Prozent zurückgegangen sei, konnte das Produktionsvolumen bei Craft-Bier-Sorten im selben Zeitraum um fünf Prozent gesteigert werden. “Wir haben es hier mit einer boomenden Industrie zu tun, die noch viel Entwicklungspotenzial aufweist”, ist der Branchenverband überzeugt.

Klüvers Brauhaus bringt ein Algenbier auf den Markt

In Neustadt/Holstein befindet sich am Hafen die Klüvers Manufaktur, ein Brauhaus, das zehn Craft Biere im Angebot hat. Diese Biere sind alle nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut und ich habe sie auch hier bereits beschrieben. Demnächst kommt etwas Neues – ein weiteres Bier, das nicht dem Reinheitsgebot entspricht und das die Braumanufaktur in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut in Lübeck entwickelt.

Das Fraunhofer Institut sieht in den Ressourcen der Meere ein großes Zukunftspotential, das bislang kaum genutzt wird. Dabei war die Entwicklung des Algenbiers nicht so einfach wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Verschiedene Algenarten mussten probiert werden bis ein Bier mit dem erwarteten Geschmack gebraut werden konnte. Gegenüber den Lübecker Nachrichten erkläre Elke Böhme, Arbeitsgruppenleiterin Lebensmitteltechnologie beim Fraunhofer Institut: “Bei einer Algenart schmeckte das Getränk nach Dosenchampignons.” Aber auch nachdem die richtige Algenart gefunden war, waren noch etliche Arbeitsgänge erforderlich, um letztendlich zum gewünschten Ergebnis zu kommen. In der Online-Ausgabe der Lübecker Nachrichten hat das Fraunhofer Institut die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben.

Das Bier ist noch nicht auf dem Markt, aber die Braumanufaktur Klüver hat bereits auf der Internorga einen Probesud vorgestellt, den ich auch verkosten konnte. Das Bier duftete und schmeckte in etwa so, wie ich es auch erwartet hatte. Neben dem Aroma des Malzes stieg ein kräftiger Duft nach frischen Algen in meine Nase. Auch die Zunge stellte einen angenehmen Meeresgeschmack fest, zusammen mit einer leichten Salznote. Das Bier ist sicher nichts für jeden Tag, aber als Begleiter zu einem gebratenen Fisch oder zu Meeresfrüchten ist es hervorragend geeignet. Ich freue mich bereits darauf, das Bier noch einmal in Ruhe verkosten zu können.

Red Castle Brew sucht einen Investor

Wenn ich nach Nürnberg fahre, was viel zu selten geschieht, gehört für mich ein Besuch auf dem Hauptmarkt zum regelmäßigen Programm. Dort hat die Die Ein-Mann-Brauerei “Red Castle Brew” aus Gräfenberg einen Stand, der für mich durchaus ein unabdingbarer Teil von Nürnberg ist. Der Brauer Michael Bellair ist nicht nur für sein Rotbier bekannt, sondern er braut auch regelmäßig besondere Biere, die er nur einmal im Angebot hat. Außerdem produziert er aus seinen Bieren Marmeladen und Liköre. Wer sich einmal mit Michael unterhalten hat, der weiß, mit wie viel Herzblut er bei der Sache ist. Ich kann nur hoffen, dass er auch bei meinem nächsten Besuch in Nürnberg noch auf dem Hauptmarkt stehen wird.

Wie Rechtsanwalt Christian Stunz aus Erlangen erklärt, ordnete das Amtsgericht Bamberg Ende Februar eine vorläufige Insolvenzverwaltung an. Rechtsanwalt Stund wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird derzeit in vollem Umfang fortgeführt, mit dem Ziel, das Unternehmen nachhaltig zu sanieren. “Als ein wichtiger Schritt zur Sanierung wird nunmehr ein Investor gesucht. Ein entsprechender Investorenprozess wurde initiiert”, teilt der Rechtsanwalt mit. Michael Bellair ergänzt: “Das Tagesgeschäft liegt weiterhin in meiner Hand, aber bei größeren Investitionen muss ich mich mit dem Rechtsanwalt absprechen”.

Angebote zur Investition

Wer Interesse hat, in die Gräfenberger Ein-Mann-Brauerei zu investieren, hat in den kommenden Wochen die Möglichkeit, Zahlen und Daten des Unternehmens zu erfragen und detailliert zu prüfen, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter. Anschließend könnten Angebote abgegeben werden. Interessenten, die in “Red Castle Brew” investieren möchten, können sich direkt an Michael Bellair an die Mail-Adresse bellairmichael@gmail.com wenden.

Bier aus Schwangau heißt weiterhin “Neuschwansteiner”

Ganze zwei Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Schloss Neuschwanstein und der Gemeinde Schwangau. Mir erscheint es daher vollkommen logisch, wenn ein in Schwangau gebrautes Bier den Namen dieses weltweit bekannten Schlosses trägt. Das gilt zumindest, solange keine Rechte dritter Parteien verletzt werden. Das sah die Wettbewerbszentrale anders und verklagte die “World of Neuschwanstein Holding GmbH & Co KG” aus Schwangau (Ostallgäu), da die Verbraucher durch den Namen in die Irre geführt würden. Das verwundert mich nicht wirklich, schließlich ist das Versenden von Abmahnungen und Klagen die Kernkompetenz dieser Organisation. Verwundert hat mich aber, dass die Wettbewerbszentrale mit dieser Klage vor dem Landgericht München Recht bekam. Die Brauerei ging in die Berufung und gewann schließlich vor dem Oberlandesreicht. Die Begründung des Richters lautete nach Angaben des Onlinemagazins all-in.de, dass kein Kunde glauben könnte, dass auf dem Schloss neben all den Souvenirständen noch eine Brauerei Platz hätte. Da scheint wirklich ein Richter geurteilt zu haben, der nicht nur seine Gesetzbücher kennt, sondern auch die Realität.

Landgericht Bielefeld verbietet Brauereiwerbung

Ich habe an dieser Stelle bereits mehrfach geschrieben und kritisiert, dass Brauereien sich gegenseitig mit Abmahnungen das Leben schwer machen. Jetzt wurde Mike Cacic von der Brauerei Flutlicht in Bielefeld vom Landgericht Bielefeld verurteilt, da er irreführende Werbung betrieben haben soll. Auch wenn das Urteil juristisch korrekt sein sollte (das kann ich nicht beurteilen, da ich kein Jurist bin), halte ich den gesamten Rechtsstreit für überflüssig.

Was war passiert? Die Flutlicht Brauerei in Bielefeld wurde 2016 gegründet und befindet sich damit noch in der Aufbauphase. Nach Presseberichten wird das Flutlicht in der Brauerei Westheim im sauerländischen Marsberg gebraut. Das hat Mike auch nie verheimlicht, aber leider nicht auf den Etiketten angegeben. Das gefiel der Herforder Brauerei nicht, die sich selbst nicht in Herford befindet, sondern in Hiddenhausen beheimatet ist, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Herford. Sie beschwerte sich bei der Wettbewerbszentrale in München, die Mike eine Abmahnung schickte und ihn letztendlich erfolgreich wegen dieser Formalie verklagte. Das mag ja formell korrekt sein, aber ich bin überzeugt, dass sich diese Kleinigkeit auch anders beigelegt werden könnte.

Als noch ärgerlicher betrachte ich den zweiten Vorwurf, wegen dem Mike jetzt verurteilt wurde. Er hatte den Werbespruch “Endlich kein Bier mehr aus Herford” verwendet. Ich will jetzt nicht darauf rumreiten, dass das Herforder Bier nicht aus Herford stammt. Aber Sprüche wie dieser sind beim Bier immer wieder zu finden. Versuchen Sie doch einfach mal, in einer Brauereigaststätte in Köln ein Altbier zu bestellen. Der Köbes, der in dieser Situation die Brauerei repräsentiert, wird Ihnen einen passenden Spruch zurückgeben. Eine ähnliche Antwort werden Sie auch in Düsseldorf bei der Bestellung eines Kölsch erhalten. Noch derber geht es im Sauerland zu, wenn es um die Entscheidung zwischen Veltins und Warsteiner geht. Kein Nürnberger wird ein Bier aus dem benachbarten Fürth trinken, genau wie kein Einwohner von Fürth ein Bier aus Nürnberg trinkt. Dort kam es zu einer originellen und etwas skurrilen Lösung, als vor über zwanzig Jahren die Brauerei Tucher aus Nürnberg die Brauerei Fürther Patrizier im benachbarten Fürth übernahm. Die Produktion der beiden Brauereien sollte zusammengeführt werden. Es sollte aber zu keinen Klagen dagegen kommen, dass das Nürnberger Bier in Fürth oder das Fürther Bier in Nürnberg gebraut wird. Die Brauerei fand dazu eine nach eigenen Angaben weltweit einmalige Lösung: der neue Produktionsstandort wurde über der Ortsgrenze gebaut. Die postalische Adresse liegt in Fürth, der Großteil der Produktionsanlagen aber auf Nürnberger Gebiet. Nun stehen zwei Sudkessel in Nürnberg und zwei weitere in Fürth. Beim Bier kommt in Deutschland der Lokalpatriotismus voll zum Tragen.

Damit steht Mikes Slogan in einer langen Reihe ähnlicher Sprüche. Solche etwas witzigen Sprüche sind einfach Teil der deutschen Biertradition. Ich würde es schade finden, wenn diese Kabbeleien, die durchaus ein gewisses Amüsement beinhalten, auf dem Rechtsweg kaputtgemacht werden würde. Aber in diesem speziellen Fall kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es der Herforder Brauerei nicht um den Wettbewerb geht, sondern darum, einen neuen Wettbewerber kaputtzumachen. Wären die Energie und das Geld, das der Rechtsstreit bis jetzt gekostet hat, in eine gemeinsame Kampagne für die Biere aus Ostwestfalen investiert worden, hätten sicher alle Brauereien dort etwas davon gehabt. So erscheint mir der ganze Vorgang als destruktiv.

An die Herforder Brauerei kann ich nur die Frage stellen, weshalb sie nicht etwas entspannter und humorvoller reagiert hat, so nach dem Prinzip: “Wenn es schon Bielefeld nicht gibt – wie soll von dort ein anständiges Bier kommen?”