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Riegele erneut beste Brauerei Deutschlands

In Anwesenheit der neuen Botschafterin für Bier, Bundesministerin Julia Klöckner, übergab Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, den Bundesehrenpreis in Gold an das Brauhaus Riegele Augsburg. Riegele verteidigt damit den Titel “Deutschlands Brauerei des Jahres”.

Bereits der “einfache” Bundesehrenpreis gilt als besondere Qualitäts-Auszeichnung. Ihn erhalten die besten 12 Brauereien aus Deutschland. Den goldenen Bundesehrenpreis erhält der Beste unter den Besten aus diesem elitären Kreis. Schon 2017 gewann das Brauhaus aus Augsburg diese höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft und schafft nun eine kleine Sensation. Die Titelverteidigung im Jahr 2018.

“Wir sind richtig stolz und freuen uns über die Aussage von DLG-Vizepräsident Dr. Diedrich Harms, dass Riegele Qualitätsmaßstäbe für die gesamte Branche setzt’, sagt Brauereichef Dr. Sebastian Priller. Gleichzeitig weist er aber daraufhin, dass die DLG Prüfungen technisch-analytische Kriterien bewerten, die im Riegele Selbstverständnis zum Qualitätsstandard zählen. Vielleicht haben die Augsburger auch deshalb den Bundesehrenpreis bereits zum elften Mal in Folge erhalten.

Dennoch bleibt der Titel für die Augsburger Brauer eine einzigartige Auszeichnung, denn man hat den Anspruch das Perfektionsdenken konsequent weiter zu entwickeln. Damit wurde Riegele 2018, wie 2017 auch ‚Deutschlands Craft Brauer des Jahres’ und trägt zudem den Titel ‚Bier des Jahrzehnt’.

Die kleine Biermanufaktur aus Augsburg hat sich mittlerweile zu einer anerkannten Adresse für Bierliebhaber aus ganz Europa entwickelt.

Brauerbund ernennt Julia Klöckner zur Botschaftering des Bieres

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, ist neue “Botschafterin des Bieres”. Auf dem Deutschen Brauertag am Mittwochabend in Berlin wurde die stellvertretende CDU-Vorsitzende von den deutschen Brauern mit dem Ehrentitel ausgezeichnet. Der bisherige Botschafter, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, übergab das Amt vor 500 Gästen in der Landesvertretung Baden-Württembergs an seine Nachfolgerin.

Bundesministerin Julia Klöckner sagte mit Blick auf die Auszeichnung: “Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich als Rheinland-Pfälzerin dem Wein besonders verbunden fühle. Doch wenn es irgendwo in der Welt um gutes Bier geht, fällt ganz schnell das Wort Deutschland. Auch deswegen ist es mir eine große Ehre, neue Botschafterin unseres deutschen Bieres zu sein. Bierbrauen ist ehrliches Handwerk und trägt zur Kulturpflege bei. Maßvoll konsumiert steht Bier für Lebensfreude und Genuss. Es ist Teil der deutschen Tradition. Ich persönlich verbinde Bier mit neuen Begegnungen, alten Freunden und gemeinsamen Erinnerungen. Bier ist außerdem ein wichtiges Produkt für die Landwirtschaft. Die Gersten-, Weizen- und Hopfenfelder prägen unsere Kulturlandschaft seit Jahrhunderten. Mehr als 1.500 deutsche Brauereien sind gerade für den ländlichen Raum wichtig. Sie tragen zum Erhalt tausender Arbeitsplätze bei. Ich freue mich auf dieses Amt.”

“Julia Klöckner ist der Landwirtschaft seit jeher verbunden”, sagte der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dr. Jörg Lehmann. Aufgewachsen in einer Winzerfamilie in Rheinland-Pfalz, habe Klöckner sich seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn mit großem Engagement den Themen Umwelt, Landwirtschaft und Regionalität gewidmet. “Der Schutz unserer natürlichen Ressourcen und der Erhalt der Vielfalt – das ist Winzern wie Brauern wichtig und sollte auch künftig ein zentrales Anliegen der Politik bleiben”, sagte Lehmann. Er würdigte überdies den Einsatz Klöckners für Mittelstand und Handwerk, die eine tragende Säule der Wirtschaft seien. Die deutsche Brauwirtschaft sei geprägt durch erfolgreiche Familienbetriebe und unterscheide sich von anderen Branchen durch eine kontinuierliche Zunahme von Neugründungen. Bundesweit gibt es mittlerweile rund 1.500 Brauereien. Nach Jahren des “Brauereisterbens” steigt die Zahl der Betriebe wieder.

Im Rahmen des Deutschen Brauertages wurde die Verkehrssicherheitskampagne DONT DRINK AND DRIVE vorgestellt, die nunmehr seit 25 Jahren erfolgreich vom Brauerbund und den anderen Verbänden der Alkoholwirtschaft in Deutschland betrieben wird. Die bundesweit bekannte Präventionskampagne richtet sich besonders an Fahranfängerinnen und Fahranfänger und leistet einen Beitrag zur Bekämpfung von Alkohol im Straßenverkehr (www.ddad.de).

Ein weiterer Höhepunkt des Deutschen Brauertages war die Verleihung der Bundesehrenpreise für Bier sowie die Auszeichnung der europäischen Gewinner des World Beer Cup, des bedeutendsten Brauwettbewerbes der Welt.

Störtebeker-Biere räumen bei Meiningers International Craft Beer Award ab

Die Störtebeker Braumanufaktur ist weiter auf Erfolgskurs: Nach Auszeichnungen beim European Beer Star sowie beim World Star of Packaging erhielten nun alle vier eigereiften Spezialitäten eine Medaille beim International Craft Beer Award des Meininger Verlags. Das Nordik-Porter wurde mit der Platin-Medaille geehrt und setzte sich damit als bester dunkler Doppelbock gegen 35 Konkurrenten durch.

Damit fuhr die Störtebeker Braumanufaktur ihr bisher bestes Ergebnis beim Meiningers Craft Beer Award ein. Insgesamt sechs Auszeichnungen gab es für die Brauer aus Stralsund. “Zum ersten Mal haben wir dabei eine der begehrten Platin-Medaillen bekommen, noch dazu für eines der Eisbock-Biere. Das macht uns sehr stolz”, freut sich Brauer Christoph Puttnies.

Die Konkurrenz war in diesem Jahr sehr stark: Insgesamt 1090 Biere in 21 Kategorien verkosteten die Jurymitglieder – im Vergleich: 2017 wurden insgesamt 970 Biere verkostet. Von den über 1000 Bieren wurden lediglich 26 mit Platin ausgezeichnet.

“Das zeigt, dass das tiefschwarze Nordik-Porter nicht nur bei den Konsumenten, sondern auch bei Experten, Brauern und Biersommeliers gut ankommt”, erzählt Puttnies weiter.

Medaillen für 5 weitere Brauspezialitäten

Neben dem Nordik-Porter überzeugten auch die anderen 3 Störtebeker Eisbock-Biere die 84-köpfige Jury: Das Störtebeker Eis-Lager erhielt Gold in der Kategorie Experimental Style Lager (bernsteinfarben). Mit Silbermedaillen wurden das Polar-Weizen (Weizendoppelbock hell) sowie das Arktik-Ale (Pale/Blonde Strong Ale) geehrt. “Ein krönender Erfolg für die Range der Eisbock-Biere”, erzählt Puttnies.

Neben diesen besonderen Genussbieren wurden auch eine weitere Störtebeker Brauspezialität sowie das Siegerbier der 1. Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer prämiert. Das helle Bockbier nach dem Rezept des Siegers Nico Leffler überzeugte die Verkoster in der Kategorie “Experimental Style Bock hell” und gewann Gold. Silber gab es für das Baltik-Lager in der Kategorie Lager (bernsteinfarben).

Als erste Brauerei Deutschlands liefert Dinkelacker ab sofort mit e-LKW aus

Robert Leicht, Gründervater der Biermarke Schwaben Bräu, war im Jahre 1897 der erste deutsche Brauer, der seine Bierspezialitäten in einem Lastkraftwagen motorisiert ausfuhr. Zudem standen in den 30er-Jahren die ersten Elektrofahrzeuge auf dem Hof. Mittlerweile gehört Schwaben Bräu zur Familienbrauerei Dinkelacker. Diese knüpft nun an den schwäbischen Pioniergeist an und interpretiert ihn zukunftsträchtig neu: mit der Erweiterung ihres Fuhrparks um einen elektrisch betriebenen LKW. Damit ergänzt sie ihre bisherige Nachhaltigkeitsstrategie mit einem innovativen Baustein und positioniert sich einmal mehr als modernes Traditionsunternehmen. Weitere Schritte, wie der Umbau einiger bestehender Diesel-LKW auf elektrische Antriebe, sind bereits in Planung.

“Wir sind stolz, als erste Brauerei Deutschlands ab sofort elektrisch motorisiert und damit nachhaltig unsere Kundschaft beliefern zu können. Die Gründerväter der Brauerei haben vor vielen Jahrzehnten mit moderner Weitsicht ein Zeichen gesetzt. Wir knüpfen nun mit der Technik von heute daran an”, freut sich Ralph Barnstein, Geschäftsführer Technik und Logistik der Familienbrauerei. Der LKW wurde von ORTEN Electric-Trucks mit Technik der Firma EFA-S aus Zell unter Aichelberg auf E-Antrieb umgerüstet, verfügt über einen gewichtsoptimierten Getränkeaufbau aus dem Hause ORTEN Fahrzeugbau und zeichnet sich, neben seinem nachhaltigen Antrieb, vor allem durch 30 % mehr Nutzlast im Vergleich zum Standard-Diesel-Fahrzeug aus.

“Der Einsatz dieses ersten Modells im ladungs- und gewichtsintensiven Getränketransport ist für uns aber nur der Anfang”, erklärt Ralph Barnstein, der sich schon seit Längerem mit dem Thema des nachhaltigen Waren- und Leergutrücktransports beschäftigt. “Wir sehen dies als Meilenstein eines zukunftsträchtigen Mobilitätskonzeptes, das wir in unserem Hause etablieren, um so eine langfristig ressourcenschonende und umweltverträgliche Transportlösung zu finden. An diesem Entwicklungsprozess lassen wir die Menschen aus der Region teilhaben.”

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Familienbrauerei Dinkelacker

Die Familienbrauerei Dinkelacker investiert seit langem in innovative Maßnahmen zur Stärkung ihres Standorts im Herzen Stuttgarts. Dabei nimmt der sorgsame Umgang mit allen Ressourcen und dem Energiebedarf stets einen großen Stellenwert ein. So produziert die Familienbrauerei bereits seit vielen Jahren ca. 35 Prozent ihres Stroms über eine Kraft-Wärmekopplung selbst. Der Restbedarf wird vollständig mit hinzugekauftem Ökostrom gedeckt. Seit Anfang des Jahres steht den Mitarbeitern auch ein vollelektrisches Poolfahrzeug zur Verfügung, das – ebenso wie die e-LKWs – an den firmeneigenen Ladestationen auf dem Brauereigelände betankt wird. “Wir verfolgen darüber hinaus seit Langem ein effizientes Mehrwegkonzept. Das bedeutet, dass unsere Lastkraftwägen nach der Auslieferung das Leergut wieder mitnehmen. Somit können wir den Verkehr auf Stuttgarts Straßen reduzieren”, erklärt Bernhard Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung. “Der Verkehrsentlastung kommen auch unsere Jobtickets zugute, die wir schon seit mehr als 30 Jahren unseren Mitarbeitern anbieten.”

Technische Details des ersten Dinkelacker e-LKW

  • Zulässige Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
  • Reichweite ca. 100 km (je nach Streckencharakteristik)
  • Ladedauer maximal 4 Stunden
  • Zulässiges Gesamtgewicht 7,5 t

Brauerei Gold Ochsen unterstützt regionale Vereine mit Kronkorken-Aktion

Unter dem Motto “Zaster für Vereine” stellt die Gold Ochsen Brauerei ihr soziales und kulturelles Engagement unter Beweis. Die Aktion, die vom 14. Mai bis 15. September 2018 läuft, ist regionalen Vereinen jeder Ausrichtung gewidmet und soll diese finanziell unterstützen. Dazu befindet sich im Aktionszeitraum unter jedem Kronkorken der Gold Ochsen Kellerbiere ein Code, der eingelöst 5 Cent wert ist und an einen beliebigen Verein – egal aus welchem Bereich – gespendet werden kann. Schon jetzt können sich alle offiziell registrierten Vereine auf der Aktionsseite anmelden, um die eingehenden Spenden zu empfangen.

“Die Unterstützung von kulturellen, sportlichen und sozialen Projekten ist seit jeher eine Herzensangelegenheit für uns. Wir sind unserem Standort mit Leib und Seele verbunden”, sagt Gold Ochsen Chefin Ulrike Freund und ergänzt: “Deshalb engagieren wir uns gezielt und mit Leidenschaft hier vor Ort und in der Region. Mit der Kronkorken-Aktion möchten wir Vereinen etwas für deren Engagement zurückgeben.”

Aktion im Detail

In jedem Kronkorken der Gold Ochsen Kellerbiere befindet sich ab sofort ein Code mit einem Wert von 5 Cent. Vereine aus dem Gold Ochsen Gebiet – das sich von Ulm über den Schwarzwald, Bayerisch Schwaben, den Bodensee bis in das Hohenloher Land erstreckt – können sich kostenlos anmelden, um eingehende Spenden zu empfangen. Die Codes lassen sich jederzeit online auf kellerbier.goldochsen.de einlösen und werden sofort dem gewählten Lieblingsverein gutgeschrieben. Zusätzlich zur Spende erhält derjenige Verein, für den die meisten Codes eingelöst wurden, 100 Liter Freibier. Für den Zweitplatzierten gibt es 50 Liter und für den Drittplatzierten 30 Liter Freibier.

Naturbelassenes Kellerbier der Brauerei Gold Ochsen

Vor rund sieben Jahren trat die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen mit dem “Kellerbier naturtrüb” den Beweis an, dass eine traditionsreiche Biersorte zur echten Innovation werden kann. Das unfiltrierte und dadurch vollmundige und süffige Bier hat schnell seine Fangemeinde gefunden. Ich habe einige Biere der Brauerei einmal vom Fass probieren können und sie haben mir recht gut gefallen. Leider ist die Brauerei meiner Bitte, mir jeweils einer Flasche ihrer Biere für eine Vorstellung hier im Blog nicht nachgekommen. Deshalb konnte ich die Biere hier bislang nicht besprechen, aber vielleicht komme ich ja mal irgendwann nach Ulm und werde dann sicher einige Flaschen mitbringen.

Höchste Auszeichnung beim World Beer Cup 2018 für Ott Spezial

Das Exportbier Ott Spezial der Schussenrieder Brauerei Ott holt sich die fünfte Goldmedaille innerhalb eines Jahres. Der World Beer Cup, als “Olympiade der Bierwettbewerbe” bezeichnet, ist der renommierteste Bierwettbewerb der Welt. Dieser findet nur alle zwei Jahre statt – diesmal in Nashville, Tennessee, USA. In diesem Jahr wurden 8.234 Biere aus 33 Staaten von 295 Juroren getestet und bewertet. 2.515 Brauereien konnten so in 101 Bierkategorien Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen erhalten. Insgesamt konnten sich neun deutsche Brauereien über eine Auszeichnung freuen. Das Ott Spezial wurde als einziges Bier aus Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Der World Beer Cup zeigt die Breite der globalen Brauergemeinschaft und der Gewinn einer Auszeichnung symbolisiert eine der größten Brauerfolge.

Neben der Goldmedaille von Monde Selection 2018, der 4 Sterne Gold-Auszeichnung des Genussmagazins “selection” 2017, der Goldmedaille des “Superior Taste Awards” von iTQi 2017 und der Goldmedaille beim Bierwettbewerb “The International Beer Cup” 2017 erhält das Ott Spezial nun auch noch die höchste Auszeichnung in Gold.

Mitte Juni wird die Auszeichnung in der Baden Württembergischen Landesvertretung in Berlin an Brauereichef Michael Ott und 1. Braumeister Oliver Kurth überreicht. “Das neue Ott Spezial wurde erst im Herbst 2016 eingeführt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr stolz auf diese erneute hohe Auszeichnung innerhalb dieser kurzen Zeit. Es bestätigt uns, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind. Mein großer Dank gilt diesem hervorragendem Team!” erklärt Brauereichef Michael Ott.

Bald kommt wieder Bier aus der Abtei von Grimbergen

Im Jahr 1128 wurde im Kloster Grimbergen erstmals Bier gebraut. Der Braubetrieb wurde im 18. Jahrhundert während der französischen Revolution eingestellt und seit 1958 stellt die belgische Brauerei-Gruppe Alken-Maes ein Abteibier unter dem Namen Grimbergen her. Das soll sich jetzt ändern und die Mönche der Abtei in der Provinz Flämisch-Brabant wollen wieder ihr eigenes Bier brauen. Geplant ist nach Informationen des Onlineportals flanderninfo.be, in den Gebäuden der Abtei eine Mikrobrauerei und ein Erlebniszentrum zu einzurichten. Derzeit sind sie in ihrer eigenen historischen Bibliothek auf der Suche nach dem alten mittelalterlichen Braurezept.

Seit rund einem Jahr sind die Mönche der Abtei von Grimbergen auf der Suche nach dem alten Rezept ihres angestammten Bieres. Dabei haben sie Hilfe von einigen Ehrenamtlichen, die noch Altniederländisch lesen können. Die Zutaten für das Bier, wie es hier im Mittelalter gebraut wurde, sind bereitsbekannt. Das sind ganz einfach Hopfen, Gerste und Weizen (früher nutzten die Menschen auch die Kräutermischung Grut, bevor Hopfen allgemein üblich wurde). Doch in welchem Verhältnis standen diese Zutaten zueinander? Das wird noch stets in den alten Büchern der Bibliothek gesucht.

Eine weitere Frage, die noch unbeantwortet ist, ist die nach dem Geschmack. Kann ein Bier aus der Zeit des Mittelalters heute noch den Geschmack der Leute finden? Und wenn Rezept und Zutaten passen, stimmt das Ganze denn noch mit dem Wasser überein, dass für den Brauprozess genutet werden wird? Gibt es überhaupt noch die Zutaten? 800 Jahre Hopfenzüchtung haben schließlich ihre Spuren hinterlassen. Das alles muss sich noch erweisen, doch die Pater sind von ihrer Sache überzeugt.

“Wir wollen sehr gerne zurück zu den Wurzeln unseres Bieres. Seit der Französischen Revolution ist Grimbergen nicht mehr in der Abtei selbst gebraut worden, doch die Leute habe ein Recht auf ein authentisches Bier. Darum möchten wir wieder einen direkten Bezug zum Brauprozess haben.”, erklärt Pater Karel Stautemans. Seit vielen Jahren wird das Grimbergen-Bier in all seinen Varianten und Geschmacksrichtungen in der Brauerei Alken Maes gebraut und dass soll auch so bleiben, so die Pater der Abtei. In der noch einzurichtenden Mikrobrauerei soll ein eigenes und exklusives Bier gebraut werden, eben ein Bier nach dem uralten und ureigenen Rezept aus dem Mittelalter.

Auch die Pater von Grimbergen sind in der modernen Zeit angekommen. Um herauszufinden, wie sie an die Sache und nicht zuletzt an den mittelalterlichen Geschmack des Bieres im Verhältnis zu den heutigen Geschmäckern herangehen können, haben sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Pater wollen, um die Brauerei und ihr Erlebniszentrum einrichten zu können, mehrere Räume innerhalb der Abtei zusammenführen, bzw. Mauern dazwischen einreißen lassen. Dazu gehören das Bistrot Fenikshof, der gleichnamige Festsaal und die Volkssternenwarte MIRA. Das Problem ist, dass der Festsaal Fenikshof der einzige größere Veranstaltungssaal der Gemeinde Grimbergen ist. Viele Vereine nutzen diesen Saal für ihre Events. Der seit 20 Jahren laufende Vertrag zwischen der Gemeinde und der Abtei dazu läuft im Oktober 2019 aus und verlängert wird er nicht. Doch alle Beteiligten suchen nach einer gemeinsamen Lösung. “Vielleicht baut die Gemeinde ja ein neues Vereinshaus.”, so Pater Stautemans.

Regensburger Brauerei Bischofshof wird klimaneutral

Bis zum Jahr 2019 will die Regensburger Stiftungsbrauerei Bischofshof zur ersten völlig klimaneutralen Brauerei in Bayern werden. Wichtigster Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel soll eine rund 8,5 Millionen Euro teure neue Energiezentrale werden, die bis zum Herbst dieses Jahres ans Netz gehen soll. Die neue Energiezentrale, die der Regensburger Energieversorger Rewag auf dem Brauereigelände errichtet, wird die Brauerei sowie ein derzeit entstehendes neues Viertel mit 1.200 Wohnungen und die Kinderklinik St. Hedwig CO2-neutral mit Strom und Wärme versorgen.

Herzstück des neuen “grünen Energiehauses” sind eine Dampfkesselanlage sowie drei Blockheizkraftwerke, die mit Bio-Erdgas aus regionaler Biomasse betrieben werden, wie Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß am 25. April in einem Pressegespräch ankündigte. Zusätzlich soll eine eigene neue Photovoltaikanlage helfen, die Eigenstromversorgung der Brauerei klimaneutral sicherzustellen. Sie produziert jährlich rund 60.000 Kilowattstunden Strom. Diese Menge reicht aus, um etwa eine halbe Million Hektoliter Bier zu brauen.

Die neue Energiezentrale soll nach Aussagen des Rewag-Vorstandschefs Olaf Hermes jährlich rund 28 Millionen Kilowattstunden Wärme und rund 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Wichtiger Schlüssel für die hohe Effizienz der Kraft-Wärme-Kopplung bei den Blockheizkraftwerken ist nach Angaben der Investoren die Nutzung von Synergien: So wird die Abwärme der Brauerei beispielsweise genutzt, um die Wohngebäude im neuen Dörnbergviertel zu beheizen. Damit würde ein außergewöhnlich hoher Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Brauereidirektor Hermann Goß sagte, bis zum kommenden Jahr wolle Bischofshof als Pionier in Bayern komplett klimaneutral produzieren. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Brauerei mit Millioneninvestitionen an diesem Ziel gearbeitet und neue umweltschonende und energiesparende Technologien eingeführt. 2006 weihte die Stiftungsbrauerei, zu der auch Weltenburger gehört das modernste Sudhaus der Welt ein. Es hilft, rund 40 Prozent an Primärenergie einzusparen und erhielt den Umweltpreis der Stadt Regensburg.

Seit 2013 arbeiten die Bischofshof-Mitarbeiter in einer neuen Arbeitswelt, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entstand und die eng an ökologischen und ökonomischen Grundsätzen ausgerichtet ist. Seit 2016 in Betrieb ist ein neuer Gär- und Lagerkeller mit einer deutlich effizienteren Kühlleistung. Weitere Investitionen beispielsweise in Tankmöglichkeiten für E-Fahrzeuge auf dem Brauereigelände sind nach Worten des Brauereidirektors in Planung. Regensburgs Umweltbürgermeister Jürgen Huber sprach bei der Vorstellung der Pläne für die neue Energiezentrale von einem “guten Tag für Regensburg”. Er freute sich, dass globale Herausforderungen mit regionaler Dynamik beantwortet würden.

Apoldaer Spezial Domi als Bier des Monats April 2018 gekürt

Zum “Bier des Monats April 2018” wurde vom deutschlandweiten ProBier-Club.de die Bierspezialität “Apoldaer Spezial Domi” von der Vereinsbrauerei Apolda aus Apolda gewählt. Das “Bier des Monats” ist ein bundesweiter Preis, der in jedem Monat nur einer deutschen Brauerei verliehen wird. Ziel von ProBier-Club.de ist es, Bierliebhaber/ -innen auf besondere Bierspezialitäten aufmerksam zu machen, die traditionell handwerklich gebraut werden.

Der Genießerclub wurde 1998 gegründet und wählt seitdem monatlich ein Bier einer Spezialitätenbrauerei zum “Bier des Monats”. Diese Wahl ist gleichzeitig die Nominierung zum “Bier des Jahres”, dem größten und wichtigsten deutschen Konsumentenpreis der deutschen Braubranche.ProBier-Club.de hat weltweit über 6.000 Mitglieder.

Mit der Aktion “Bier des Monats” werden den Clubmitgliedern monatlich besondere Bierspezialitäten zugesandt, die zuvor von einem Konsumenten-Ausschuss ausgewählt wurden. Mitglied bei ProBier-Club.de kann jeder werden, der gerne die verschiedensten Bierspezialitäten aus Deutschland probieren möchte.

Verkostungsnotiz

Selbstverständlich beschreibt ProBier das Domi auch: Goldgelb und mit einer angenehm festen, schönporigen Schaumkrone präsentiert sich das “Domi” im Glas. Der Geruch ist sehr würzig und erinnert an Brotkruste, frisches Getreide, etwas Honig und Kräuter. Im Antrunk kommt eine leichte Bittere dazu, wobei sich eine feine Malzsüße anhängt. Die Harmonie von Hopfen und Malz zeigt sich als schwungvoller Tanz auf der Zunge. Die frische Rezenz, die sich außergewöhnlich lange hält, begeistert und zeugt von höchster Braukunst und langsamer und langer Reifung.

Bierpapst Conrad Seidl zeichnet Bierspezialitäten der Brau Union Österreich aus

Conrad Seidl, Autor des Bier Guide 2018, prämierte am 16.4. 2018 im Casino Linz Österreichs beste Bierlokale, Biershops und Brauereien. Zugleich präsentierte er auch sein Standardwerk für den Biergenuss: den Bier Guide 2018. Bei diesem Bierfest wurden auch drei Bierspezialitäten der Brau Union Österreich zur Bierinnovation des Jahres gekürt: das Zipfer Meisterwerke Weizen, das Gösser Stifts-Troad und die Sonderedition aus Kaltenhausen 200 Jahre Stille Nacht.

Gabriela Maria Straka, Diplom-Biersommelière und Pressesprecherin der Brau Union Österreich AG, freut sich über die Auszeichnung: “Dass wir mit unseren Bierspezialitäten angesichts der großen Konkurrenz in Österreich gleich drei Bierinnovationen des Jahres stellen, erfüllt uns mit Stolz! Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Österreich zum Land mit der besten Bierkultur zu machen. Höchste Qualität bei unseren Rohstoffen und die langjährige Erfahrung unserer Brauer machen den Unterschied.”

Die Bierkultur hat in Österreich traditionell einen hohen Stellenwert. Das Interesse an außergewöhnlichen Bieren fernab des Mainstreams, die sich durch spezielle Braumethoden, interessante Geschmacksvarianten, spezielle Hopfensorten oder neuartige Rezepturen auszeichnen, ist bereits seit geraumer Zeit besonders hoch. Die Brau Union Österreich trägt mit ihren Bierspezialitäten diesem Trend Rechnung.

Zipfer Meisterwerke Weizen mit Naturhopfen Citra

Mit großer Leidenschaft und Hingabe haben die Braumeister ihre Kunstfertigkeit beim Brauen mit Naturhopfen über viele Jahre hinweg weiterentwickelt und perfektioniert. Dieser Weg führte zu einer exklusiven Serie von Bier-Spezialitäten, die immer wieder neue und überraschende Geschmacksnuancen hervorbringen – die Zipfer Meisterwerke! Für jedes Meisterwerk wird ein ausgewählter Bierstil mit einem besonderen Naturhopfen veredelt. Das Ergebnis sind neue Wege für Genießer, außergewöhnliche Nuancen und Aromen.

2017 fiel die Wahl auf den Bierstil Weizen. Ein besonderer Hefestamm offeriert ein interessantes Bananen-Aroma – die perfekte Ergänzung dazu ist der Naturhopfen Citra, auch als “Obstkorb unter den Aromahopfen” bezeichnet: Seine Nuancen nach Honigmelone und Pfirsich kommen im Meisterwerk Weizen gut zur Geltung. Schlank und facettenreich erstrahlt das neue Zipfer Meisterwerke Weizen in einem satten Goldgelb. Der speziell ausgewählte Hefestamm bringt nur einen dezenten Hauch von Bananennoten mit und gibt Raum für die fruchtigen Honigmelonen- und Pfirsich-Aromen des Naturhopfens “Citra”.

Gösser Brauschätze Stifts-Troad mit Urgetreide Emmer

Besondere Bierspezialitäten sind im Lauf einer tausendjährigen Braukultur auch im Stift Göss entstanden. Zusätzlich zu den Gösser Brauschätzen Stifts-Zwickl hell und dunkel präsentierte die Brau Union Österreich 2017 das Gösser Stifts-Troad.

Die Basis für das Gösser Stifts-Troad bilden heimische Rohstoffe – im Speziellen das wiederentdeckte Urgetreide Emmer – sie werden nach einem ursprünglichen Brauverfahren gebraut. Vom Getreide, in der Mundart “Troad” genannt, kommt auch der Name der außergewöhnlichen Spezialität. Zusätzlich wird mit warmer Gärführung gearbeitet, das heißt, die obergärige Hefe arbeitet bei höheren Temperaturen als üblich. Dadurch wird das Bier besonders fruchtig und mild. Ungefiltert abgefüllt und daher natürlich-trüb ist das Stifts-Troad eine leuchtend bernsteinfarbene Bierspezialität. Mit fruchtigen Aromen entsteht ein samtig, seidiger Geschmack von anhaltender erfrischender Fruchtigkeit.

Bierkultur made in Kaltenhausen – bierige Spezialitäten

Bereits seit dem Jahr 2011 können Interessierte am Standort Kaltenhausen beim “Treffpunkt der Bierkultur” den Brauprozess vom Korn bis ins Glas erleben, die gängigsten österreichischen und internationalen Biersorten kennenlernen und sich Wissen rund um Zapf- und Gläserkunde, Bieraromen und Speisenkombinationen aneignen. Auch die vom Verband der Brauereien Österreichs anerkannte Ausbildung zum Biersommelier kann in Kaltenhausen absolviert werden.

Aber auch mit bierigen Spezialitäten lässt das Hofbräu Kaltenhausen immer wieder aufhorchen: Aus der Spezialitäten-Manufaktur kommt eine stolze Liste von Kreativbieren und Sondereditionen. Zum 200-Jahr-Jubiläum des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt brachte die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen 2017 ein ganz besonderes Bier heraus: die Kaltenhausen Edition 200 Jahre Stille Nacht. Mit dieser Sonderedition wurde ein Bier kreiert, das sich in Farbe, Aroma und Geschmack an die Biere der damaligen Zeit anlehnt, aber modern interpretiert wurde. Weiter kommen mit dem Kaltenhauser Kellerbier, dem Kaltenhauser Original und dem 1475 Pale Ale drei ganzjährig verfügbare Spezialitäten aus dem Hofbräu Kaltenhausen.