Archiv der Kategorie: News

Maisel’s Weisse Alkoholfrei verteidigt Titel als weltbestes alkoholfreies Weißbier

Die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth braut nach Meinung der hochkarätigen Jury des World Beer Awards das beste alkoholfreie Weißbier der Welt. Nachdem die Familienbrauerei bereits im vergangenen Jahr die höchste Auszeichnung bei den World Beer Awards aus London nach Franken holen konnte, wurde ihrer Maisel’s Weisse Alkoholfrei zum zweiten Mal in Folge der international angesehene Spitzenpreis verliehen.

Die Expertenjury der “World Beer Awards” kürte vergangenen Mittwoch in London die besten Biere der Welt. Von der Brauerei Maisel erhielten gleich acht Bierspezialitäten die begehrten Auszeichnungen, was den Bayreuthern Glückwünsche aus aller Welt einbrachte. Besonders freut sich Brauereiinhaber Jeff Maisel über den Folgesieg von Maisel’s Weisse Alkoholfrei: “Es ist unglaublich selten, dass man bei einer Blindverkostung seinen Titel halten kann, deshalb sind wir völlig ausgeflippt, als die Nachricht aus London kam.” Jeff Maisel dankt seinen Braumeistern und allen Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz und dass sie mit ihrem hohen Qualitätsanspruch ihr alkoholfreies Weißbier zum Besten der Welt machen. Neben Maisel’s Weisse Alkoholfrei erreichte auch Maisel’s Weisse Kristall einen Spitzenplatz und wurde zum besten Kristallweizen Deutschlands gekürt. Das sorgte ebenfalls für Freudentaumel in Bayreuth, denn mit dem filtrierten “Champagner-Weizen” fing die Weißbier-Geschichte der Brauerei bereits 1955 an.

Von der Craftbiermarke “Maisel & Friends” wurden sechs Biere mit dem weltbekannten Preis ausgezeichnet. Zum Deutschlandsieger ihres jeweiligen Stils wurden Maisel & Friends Weizen-IPA und Maisel & Friends Marc’s Chocolate Bock gekürt, eine Goldmedaille erhielten Maisel & Friends IPA und das erst seit dem Frühjahr erhältliche Maisel & Friends Hoppy Hell. Das ebenfalls noch sehr neue Maisel & Friends Alkoholfrei wurde mit Silber ausgezeichnet und Maisel & Friends Pale Ale mit einer Bronzemedaille. Die Vielzahl an Auszeichnungen und erreichten Spitzenplatzierungen beim renommierten World Beer Award beweisen, dass sich die innovativen Brauer aus Bayern auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

Der World Beer Award (London)

Der “World Beer Award” ermittelt jährlich die besten Biere der Welt. Dafür verkostet eine internationale, hochkarätig besetzte sowie unabhängige Expertenjury mehr als 3.500 Biere aus über 50 Ländern. Die ersten Verkostungsrunden fanden in Deutschland, England, den USA, Brasilien und Kanada statt. Alle Ländergewinner wurden schließlich am 7. August 2019 in London gegeneinander verkostet, um so “World’s Best Beers” in den einzelnen Bierstilkategorien zu ermitteln.

Maisel’s Weisse von der Brauerei Gebr. Maisel

Hinter Maisel’s Weisse steht die Brauerei Gebr. Maisel, eine Familienbrauerei aus Oberfranken, der Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Über Generationen hinweg prägte die Familie Maisel die Liebe zum Produkt und so war Maisel auch eine der ersten Brauereien, die ein Weißbier auf den Markt brachte. Aus dem einstigen Champagner-Weizenbier entwickelte sich Maisel’s Weisse. Die Bayreuther Spezialitätenbrauer haben dem Trendprodukt Weißbier zum dauerhaften Erfolg verholfen und bieten ihre Weisse heute in fünf Sorten an.

Ottakringer Brauerei ist achtfacher „Country Winner“ bei den World Beer Awards

Bei den World Beer Awards gestern in London sind gleich acht Biere aus dem Hause Ottakringer als österreichische “Country Winner” ausgezeichnet worden; d.h. jedes als das in seiner Kategorie beste österreichische Bier.

Die Titel errungen haben:

  • Ottakringer Dunkles
  • Ottakringer Wiener Original
  • Goldfassl Zwickl

sowie aus dem Ottakringer BrauWerk

  • Native Tongue
  • Red Impact
  • Sunbeam
  • Big Easy
  • Black and Proud

“Wir bemühen uns täglich, unsere Biere in bester Qualität zu produzieren und kontinuierlich weiter zu verbessern. Einmal mehr wurde diese Leistung nun von externen Experten bestätigt”, freut sich Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. “Dank unserer Biervielfalt haben wir für jeden Geschmack den richtigen Biergenuss. Acht ‚Country Winner’ Auszeichnungen bestätigen uns dafür.”

Bei den jährlich in London stattfindenden World Beer Awards werden die weltweit besten Biersorten von einer unabhängigen Expertenjury aus Europa, den USA und Asien verkostet, beurteilt und gekürt.

Sole-Bier aus Bad Nauheim

“Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue zu wagen” ist ein Zitat des Großherzogs Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein. Diese Motto hat sich die Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH (BNST) zum Vorbild gemacht und Bier mit Bad Nauheimer Heilwasser gebraut. Das Bier trägt, in Anlehnung an den Großherzog, den Namen ERNST und ist ab sofort in der Tourist Information erhältlich.

Bier mit Heilwasser brauen. Geht das überhaupt? Dieser Herausforderung hat sich die BNST in diesem Frühjahr gestellt. Bevor das Bier gebraut werden und in den Verkauf gehen konnte, brauchte es die Expertise von externen Partnern und Analysen der Lebensmittelkontrolle. Nach Vorstellung der Idee beim Kur- und Servicebetrieb erklärte sich dieser dazu bereit, das Heilwasser für das Bier zur Verfügung zu stellen. Im nächsten Schritt ließ sich die BNST beraten, worauf beim Bier brauen mit Heilwasser zu achten ist.

Mit Braumeister Achim Franzen von der Brauerei Obermühle in Braunfels wurde anschließend ein Partner gefunden, der den Geist des Produkts teilt. Nachdem er eine Probe des Heilwassers erhalten hatte, machte er sich daran, das Bier zu entwickeln und so zu brauen, dass es einen runden Geschmack gibt. “Die Herausforderung bestand im Festlegen des richtigen Mischverhältnisses. Denn das Heilwasser hat einen starken Eigengeschmack, was für das Brauen nicht optimal ist” so Franzen. Während er das Bier entwickelte, wurde Elke Schürmeyer, eine Gästeführerin Bad Nauheims, die in Weihenstephan Brauwesen studierte, zur weiteren Beratung ins Boot geholt. Sie empfahl der BNST die notwendigen Kontrollanalysen durch ein unabhängiges Prüflabor durchzuführen.

Nach erfolgter positiver Prüfung durch das Institut Romeis konnte es an die Gestaltung des Etiketts und die Festlegung auf einen Namen für das Bier gehen. Da es mit Heilwasser aus Bad Nauheim gebraut wird, war schnell klar, dass der Name einen klaren Bezug zur Geschichte des Heilbads haben soll. Namensgeber wurde dann Großherzog Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein, denn er prägte das Motto “Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue zu wagen”. Er selbst ging ungewöhnliche Wege, indem er die neuen Bad Nauheimer Kuranlagen im Jugendstil erbauen ließ. “Ungewöhnliche Wege beschritt die BNST mit dem Bier ebenso. Und so lag es nahe, das Bier nach ihm zu benennen” so Lara Tomasoni, Mitarbeiterin der BNST.

Mit dem Bier, Namen und Etikett greift die BNST den schon seit Jahren anhaltenden Trend der Craft Biere auf. ERNST entstand durch einen begeisterungsfähigen Braumeister, in einem kreativen Prozess in einer kleinen unabhängigen Brauerei. Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot wurden nur natürliche Zutaten verwendet. Groß ist ERNST’s Geburtsstätte, die Brauerei Obermühle, nicht, weshalb auch alles noch in Handarbeit erledigt wird. So auch das Abfüllen der Flaschen.

 

Ab sofort ist das Bier ERNST, das mit Bad Nauheimer Heilwasser gebraut ist, in der Tourist Information erhältlich.

Bierabsatz in der ersten Jahreshälfte erneut gesunken

Der Bierabsatz ist im 1. Halbjahr 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,7 % beziehungsweise 127 Millionen Liter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im 1. Halbjahr 2019 rund 4,6 Milliarden Liter Bier abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten im 1. Halbjahr 2019 mit 221 Millionen Litern 4,8 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 wurden 1,5 % weniger Biermischungen abgesetzt.

81,7 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 um 2,7 % auf 3,7 Milliarden Liter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 838,7 Millionen Liter Bier abgesetzt (-2,6 %). Davon gingen 446,3 Millionen Liter (-6,1 %) in EU-Staaten, 386,6 Millionen Liter (+1,7 %) in Nicht-EU-Staaten und 5,8 Millionen Liter (-3,0 %) unentgeltlich an die Beschäftigten der Brauereien.

Jeder zweite Österreicher bleibt seiner Biersorte treu

Österreich weist eine große Biervielfalt auf, über 1.000 Biere werden im ganzen Land gebraut. Beim Konsum zeigt sich die österreichische Bevölkerung aber wenig experimentierfreudig: 46 % greifen eher zur bekannten Biersorte. Besonders treu sind dabei die Männer sowie die 30 – 39jährigen: Die Hälfte, also jeder Zweite, greift eher zur bekannten Biersorte.

Immerhin mehr als ein Drittel der Österreicher (38 %) ist in Sachen Bierkonsum experimentierfreudig und greift eher zu einer neuen Biersorte. Überdurchschnittlich gerne probieren 41% der 18-29-Jährigen sowie 50-59-Jährigen neue Biersorten aus.

Craft Bier – in Österreich ein Trend der Jungen

Ein ähnliches Bild zeigt sich konstant beim Konsum von Craft Bieren, die ein Fünftel der Österreicher gerne, die Hälfte jedoch gar nicht trinken. Besonders beliebt sind sie unter den jüngeren Generationen: Knapp ein Drittel der 18 – 29jährigen (32%) sowie mehr als ein Viertel der 30 – 39jährigen (28 %) trinken gerne Craft Biere. Auch bei einem Viertel der regelmäßigen Bierkonsumenten sind Craft Biere beliebt.

Die Auswahl an Craft Bieren ist groß. Mehr als ein Viertel (27 %) greifen besonders gerne zu Pale Ale. 18 % trinken gerne Stout und 16 % bevorzugen das India Pale Ale (IPA).

Wie es mit dem Craft Bier-Trend weitergeht, darüber sind die Österreicher noch unschlüssig. Etwas mehr als ein Viertel der Österreicher (28 %) glauben, dass der Konsum von Craft Bieren in den nächsten zehn Jahren zunehmen wird. Deutlicher ist diese Ausprägung wieder bei den jüngeren Generationen: 38 % der 18 – 29jährigen sowie 35 % der 30 – 39jährigen sehen einen wachsenden Konsumtrend in den nächsten zehn Jahren. Knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung (31 %) vermutet einen gleichbleibenden Konsum von Craft Bier.

Erkenntnisse aus dem Bierkulturbericht

Alle diese statistischen Zahlen gehen aus dem Bierkulturbericht der Brau Union Österreich hervor, der jährlich erscheint. Diese für Österreich repräsentative Studie wird vom Linzer market-Institut im Auftrag der Brau Union Österreich erarbeitet, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen.

Lossprechungsfeier der Brauer und Mälzer in der Herforder Brauerei

Es gibt Tage im Leben, die muss man ausgelassen feiern. Dazu gehört sicherlich der Tag der Gesellenprüfung. Traditionell am letzten Schultag in Nordrhein-Westfalen, wurden die ehemaligen Auszubildenden im Brauer- und Mälzerhandwerk feierlich losgesprochen. Diesmal wurden die 29 frischgebackenen Junggesellen in der Herforder Brauerei gefeiert.

Als Hausherr und Gastgeber konnte Braumeister Thomas Stukenborg neben den ehemaligen Azubis auch zahlreiche Verwandte, Freunde und Lehrer im Gästezentrum der Herforder Brauerei in Hiddenhausen begrüßen. “Bei diesen Leistungen macht es uns als Ausbildungsbetrieb natürlich sehr viel Spaß und Freude, jungen Menschen einen Lehrberuf mit tollen Zukunftsaussichten zu bieten”. Wie erfolgreich die Ausbildung war, konnten die beiden Brauer und Mälzer der Herforder Brauerei unter Beweis stellen. Sie durften für die Lossprechungsfeier ein eigenes Bier einbrauen.

Als Chef der Prüfungskommission zeigte sich Oliver Landsberger begeistert von der Leistung seiner neuen Kollegen. “Von den 30 zur Prüfung angetretenen Auszubildenden haben 29 bestanden. Und das durchweg mit guten oder sehr guten Noten. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen um unseren Berufsstand. Im Gegenteil: Die nordrhein-westfälischen Brauereien können sich über zahlreiche Bewerbungen von geeigneten Schulabgängern freuen. Das ist eine echte Ausnahme in den heutigen Handwerksberufen.”

Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat natürlich die schulische Ausbildung der angehenden Brauer und Mälzer. “Das Duale System hat sich in der Berufsausbildung junger Menschen bewährt”, meint Studiendirektorin Sabine Droste, Leiterin der Außenstelle “Ruhrallee” des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund. “Gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben führen wir die Auszubildenden während der dreijährigen Ausbildung ans Ziel. Wer sich für diesen sehr anspruchsvollen Beruf interessiert, sollte einen Hang zur Naturwissenschaft und zum Handwerk haben. Wer dann auch noch zur Schichtarbeit bereit ist und eine gewisse Affinität zur Digitalisierung besitzt, hat genau den richtigen Beruf gewählt.”

Heinz Linden vom Brauereiverband NRW lobte einmal mehr die tollen Leistungen der Auszubildenden. “Dies ist ein erster wichtiger Schritt auf einem spannenden Weg in die berufliche Zukunft”, sagte der Geschäftsführer zu den jungen Männern. “Mit diesem Gesellenbrief können viele Türen geöffnet werden, denn Brauer und Mälzer werden als Experten überall gesucht.” Nach seinen Grußworten zeichnete Linden die Prüfungsbesten aus. Auf dem dritten Platz landete Alexander Maximilian Wendt von der Warburger Brauerei. Dafür bekam er einen Scheck über 100 Euro. Für den Zweitplatzierten Kai Henning Vormbrock von der Herforder Brauerei gab es 200 Euro und für Platz eins sogar 300 Euro. Den sicherte sich Felix Gabriel von der Privatbrauerei Jakob Stauder in Essen.

Dass man auch noch als “Spätberufener” eine Ausbildung im Handwerk erfolgreich absolvieren kann, stellte Felix Gabriel eindrucksvoll unter Beweis. Nach 20 mehr oder weniger leidenschaftslosen Semestern, schmiss der heute 38-Jährige sein Informatikstudium und begann seine Ausbildung in der Privatbrauerei Stauder. “Was vor vielen Jahren als Hobby seinen Anfang nahm, habe ich jetzt mit meiner Gesellenprüfung abgeschlossen”, erzählt der Jahrgangsbeste. Und wie sieht jetzt die Zukunft aus? Studium oder Handwerk? “Studieren kommt für mich nicht mehr infrage. Vielleicht mache ich mich irgendwann einmal mit einer kleinen Handwerksbrauerei selbstständig. Das wäre mein Traum.”

Paulaner Salvator-Preis geht in die dritte Runde

Seit fast 400 Jahren ist die Paulaner Brauerei Bestandteil der Tradition und Geschichte Münchens. Das Wort “Charitas” nahm schon bei den Paulaner Mönchen und ihrem Ordensgründer Franz von Paola ein und das übertrugen sie auch auf ihre Brauerei. Mancher Geschichtsschreiber spricht sogar davon, dass das Wort ihre Bierkrüge schmückte. Ganz in dieser Tradition fördert der Paulaner Salvator-Preis heute mit bis zu 80.000 Euro Initiativen und Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Miteinander in der Stadt München zu verbessern. Das diesjährige Jahresmotto lautet “TraditioNeu – Wie Altbewährtes uns heute verbindet”.

“Liebgewonnene Tradition”, “seit Jahrzehnten bewährt”, “Brauchtumspflege” aber auch “Brautradition”, das sind oft verwendete Redewendungen, wenn man von Brauereien spricht. 2019 ist “TraditioNeu” das Motto des Paulaner Salvator-Preises, mit dem die Brauerei die besten Ideen für München fördert. Und wie die Kombination der Worte “Tradition” und “Neu” schon sagt, dreht sich alles darum bewährte Wege und Instrumente mit neuen Ideen aufzuladen. München ist geprägt von einem ganz eigenen Lebensgefühl, in dem Traditionen eine wichtige Rolle spielen. Sie stellen in einer schnelllebigen Zeit einen Anker dar und verbinden Menschen. Mit dem Preis möchte die Paulaner Brauereieine Anschubfinanzierung für neue Projekte bieten, die diese Idee für ein lebenswertes München unterstützen. Bewerben können sich Einzelpersonen ebenso wie gemeinnützige Organisationen oder sozial ausgerichtete Unternehmen. Neu in der Jury in diesem Jahr ist der bekannte Regisseur David Dietl. “Mein Lebensmittelpunkt ist ja wieder München geworden und ich finde die Idee Klasse, etwas für Stadt und das Zusammenleben zu tun und zu fördern”, so Dietl über sein Engagement.

In den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils über 100 Bewerbungen für den Paulaner Salvator-Preis. 2018 wurden das “Kulturnetzwerk Silberfilm”, “Hofgesellschaften”, “Tee und mehr” und “Aloha Wanderwelt” gefördert. “Der Salvator-Preis hat uns sehr geholfen. Wir konnten das Projekt “Silberfilm” auf München ausbreiten und haben uns mittlerweile ein kleines Netzwerk aufbauen”, freut sich Sabine Distler vom “Kulturnetzwek Silberfilm, ein Projekt, das Kinobesuche für Demenzkranke und ihre Angehörigen organisiert. “Wer eine Idee hat, unbedingt bei dem Preis bewerben. Schon allein der Workshop, den die Brauerei organisiert, hilft den Projekten weiter”, so Distler.

Ideen können unter www.paulaner-salvator-preis.de eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet am 30. Juli 2019, dann beginnt der weitere Auswahlprozess. Über die Gewinner des mehrstufigen Auswahlverfahrens entscheidet eine neunköpfige Jury, bestehend aus Unternehmensvertretern und Experten aus dem sozialen Bereich in München.

Weitere Informationen zum Preis und zu vier Gewinnerprojekten des Vorjahres finden Sie unter www.paulaner-salvator-preis.de.

Jury-Mitglieder des Paulaner Salvator-Preises:

  • Neu in der Jury ist in diesem Jahr der Münchner Regisseur David Dietl
  • Bud A. Willim, Senior Berater bei Schomerus, Beratung für gesellschaftliches Engagement
  • Christian Boenisch, Geschäftsführung des Arbeiter-Samariter-Bund München/Oberbayern
  • Dr. Dominik Domnik, CFO der Social Entrepreneurship Akademie
  • Ute Bertel, Direktorium der Stadt München, Koordinationsstelle Bürgerschaftliches Engagement
  • Prof. Dr. Martina Wegner, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München
  • Christiane Uhl, Geschäftsführerin der Paulaner Brauerei
  • Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Paulaner Brauerei
  • Bernhard Taubenberger, Leiter Kommunikation & Marketing der Schörghuber Unternehmensgruppe

Bio-Brotbier von Gusswerk wird Austria-Produkt des Jahres

Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und NEWS haben das edel-würzige Brotbier von Braumeister Reini Barta aus Hof/Salzburg mit dem Award “Austria-Produkt des Jahres” in der Kategorie “Helles/Lager” ausgezeichnet – und setzen damit ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung, da das Bier quasi upgecycelt ist.

Veredeln statt wegwerfen

Zu viel produziertes Gebäck, wie Bio-Kaisersemmel und Bio-Kornspitz aus der Interspar-Bäckerei werden nachhaltig verarbeitet. Bio-Handsemmeln und Bio-Kornspitz sind die Basis, für das würzig und naturtrübe Bio-Brotbier. Sie verleihen eine resch-feine Geschmacksnote. Das gewonnene Bier ist doppelt fermentiert, weil sowohl Brot als auch Maische einen enzymatischen Prozess durchlaufen. “Ich habe lange getüftelt, um den Salzgehalt im Brot zu harmonisieren. Und was mich besonders freut, es ist gelungen, die schönen Karamelltöne der Brotkruste herauszuarbeiten” so Barta.

“Empfehlenswertes Bier”

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der landesweiten Online-Panel-Befragung bewerteten 230 Produktinnovationen, die von Unternehmen und Konsumentinnen eingereicht werden konnten. Insgesamt 2000 Personen wurden befragt und haben 92.000 Einzelbewertungen abgegeben. Gewonnen hat das Brauhaus Gusswerk in der Kategorie Helles/Lager mit einem Scorewert von 5,51. Gefragt wurde u.a. “ist eine Bereicherung, würde ich Freunden empfehlen.”

Die Gewinner des Meininger’s International Craft Beer Award stehen fest

Im Rahmen einer großen Preisverleihung vergab der Meininger Verlag zum sechsten Mal den bedeutenden und begehrten Meininger’s International Craft Beer Award. Die internationale Bierbranche feierte die Sieger am 17. Juni im Saalbau in Neustadt/Weinstraße.

Großer Jubel in Stralsund bei der Störtebeker Braumanufaktur: Die Brauer aus dem hohen Norden räumten beim 6. Meininger’s International Craft Beer Award zweimal die Höchstauszeichnung Platin sowie zwei Gold- und zwei Silbermedaillen ab. Mit der besten Bewertung aller aus Deutschland eingereichten Biere darf sich das Nordik-Porter “Craftbier des Jahres 2019 national” nennen, ein 9,1 Volumenprozent starkes Imperial Porter mit Aromen von Backpflaume und Rumtopf. Zudem schaffte es die Störtebeker Braumanufaktur mit ihren prämierten Bieren die höchste durchschnittliche Punktzahl zu erzielen und wurde somit zur Brauerei des Jahres national gekürt.

Als Brauerei des Jahres international wurde die Brauerei Doppelleu Boxer aus Winterthur in der Schweiz prämiert. Sie konnte zwei Platin-, drei Gold- und drei Silbermedaillen erringen.

Craftbier des Jahres international ist das Sauerbier Samuel Adams Kosmic Mother Funk Grand Cru von der Boston Beer Company. Zu den beliebtesten und am härtesten umkämpften Bierstilen zählten dieses Jahr holzfassgereifte und alkoholfreie Biere. Die Zahl der Einreichungen legte im Vergleich zum Vorjahr besonders stark zu: Holzfassgereifte Biere um 44 Prozent, alkoholfreie um 24 Prozent. Durch insgesamt 74 Bierstile testeten sich die 90 Juroren aus 13 Ländern, darunter Brauer und Biersommeliers sowie Sensorikexperten aus Forschung und Lehre.

“Die Preisträger spiegeln die ganze Vielfalt des Bieres wider. Eine wahre Leistungsschau der handwerklichen und kreativen Braukunst”, sagte Benjamin Brouër, Bierexperte und Vorstand Meininger’s Craft Beer Award, anlässlich der Preisverleihung und Urkundenübergabe an die Gewinner.

Beim 6. Meininger’s International Craft Beer Award konkurrierten 1229 Biere aus 31 Ländern um eine Auszeichnung. Damit wuchs der Wettbewerb im sechsten Jahr seines Bestehens erneut. Er erzielte in diesem Jahr eine Steigerung um 12 Prozent.

Der Anteil der internationalen Biere lag bei 33 Prozent (2018: 23 Prozent). Besonders stark waren Brauereien aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Belgien vertreten. Aber auch aus Taiwan, Argentinien, China, Australien und Kolumbien wurden Biere eingereicht.

Hier die Brauereien, die (auch) eine Platinmedaille errungen haben:

Brauerei

Platin

Gold

Silber

Bierbrouwerij de Koningshoeven B.V.

2

1

1

Brauerei-Gasthof Kundmüller

2

6

2

Brauhaus Riegele

2

8

2

CREW Republic

2

4

 

Doppelleu Boxer AG, Schweiz

2

3

3

Laitilan Wirvoitusjuomatehdas, Finland

2

 

1

Störtebeker

2

2

2

Weyermann

2

 

2

Boston Beer Company, USA

1

1

 

Brauerei Gebr. Maisel

1

3

3

Brauerei Lemke

1

2

2

Brauerei Rittmayer

1

1

4

BraufactuM

1

2

1

Brauhaus Faust

1

4

2

Haffner

1

   

Hertog Jan

1

3

1

Jopen BV

1

3

1

Kaiser Bräu

1

 

1

Landgang Brauerei

1

1

1

Privat-Brauerei Zötler

1

4

1

Rügener Insel-Brauerei

1

3

2

Stone Brewing

1

2

1

Union Brauerei Bremen

1

1

1

 

Und hier noch einmal die Biere, die jeweils als bestes eingereichtes Bier ausgezeichnet wurden:

  • Als bestes IPA (American Style) wurde das Hopfenstopfer It’ Doomsday der Brauerei Häffner in Bad Rappenau ausgezeichnet.
  • Aus dem Brauhaus Faust in Miltenberg stammt der Faust Eisbock, der als bestes holzfassgereiftes Bier ausgezeichnet wurde.
  • In Bayreuth hat die Brauerei Gebr. Maisel ihren Sitz, die mit dem Maisel’s Weisse Alkoholfrei das beste obergärige alkoholfreie Bier eingereicht hat.
  • Den Vogel hat die Störtebeker Braumanufaktur abgeschossen, die das nationale Craft Beer des Jahres gebraut hat.
  • Von dort kam ursprünglich auch der Gründer der Rügener Insel-Brauerei in Rambin, die mit der Meerjungfrau das beste Freestyle Bier eingereicht hat.
  • Als bestes Pale Ale (American Style) wurde das Stone Ripper Pale Ale von der Stone Brewing GmbH in Berlin ausgezeichnet.
  • Von Riegele in Augsburg stammt das Riegele Hell Alkoholfrei, das beste untergärige alkoholfreie Bier des Wettbewerbs.
  • Internationales Craft Beer des Jahres wurde das Samuel Adams Kosmic Mother Funk Grand Cru von der Boston Beer Company.

Soweit die Ergebnisse des Meininger’s International Craft Beer Award 2019. Ich gratuliere alle Preisträgern.

Staatsbrauerei Weihenstephan eröffnet ihr neues Logistikzentrum

Mit über 400 geladenen Gästen aus Brauwelt und Politik sowie dem Partner- und Kundenkreis feierte die Bayerische Staatsbrauerei am vergangenen Freitag die offizielle Eröffnung des neuen Logistikzentrums im Freisinger Gewerbegebiet Clemensänger. Für die Staatsbrauerei war die Entscheidung für das neue Logistikzentrum ein wichtiger Schritt in die Zukunft, um nun die komplette Logistik aus einer Hand auf höchstem Qualitätsniveau abwickeln zu können. Zudem stellt der Bau natürlich auch eine Investition in den Heimatstandort der Brauerei, Freising, verbunden mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze dar. Brauereidirektor Prof. Dr. Josef Schrädler dankte in seiner Festrede allen am Bau Beteiligten für die stets konstruktiven Diskussionen, die schnelle, unbürokratische Projektabwicklung und die anpackende Mitarbeit ­– vom Aufsichtsrat der Brauerei, den Verantwortlichen in der Politik, Handwerkern, Kunden bis hin zu den Mitarbeitern.

In den neuen Lagerhallen, die bei einer Gebäudehöhe von 12,5 Meter 10.700 Quadratmeter überdachte Fläche umfassen, wurden am 24. Mai 2019 der Abschluss der Bauarbeiten sowie die Inbetriebnahme der Logistik am neuen Standort mit 400 geladenen Gästen gebührend gefeiert.

Für Staatsminister Bernd Sibler, MdL, bekennender Bierliebhaber und einer der Festredner, stellt die bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan eine der wichtigsten bayerischen Erfolgsgeschichten dar: “Es ist eine tolle Marke, die international bekannt ist und einen wichtigen Beitrag für die Stellung und das Image Bayerns in der Welt leistet; eine hervorragende Werbung für die Marke Bayern. Das neue Logistikzentrum ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Brauerei in die Zukunft. Und es stellt zweifellos auch die größte Investition in der Geschichte der ältesten Brauerei dar.” Es ist eine Investition, die der Brauerei am Berg Luft verschafft und ein weiteres Wachstum möglich macht, eine Investition, die sich bezahlt machen wird.

Der wesentliche Grund für den Bau des Logistikzentrums war der Platzmangel am Weihenstephaner Berg, an dem die älteste Brauerei der Welt seit Jahrhunderten die international bekannten und mehrfach ausgezeichneten Bierspezialitäten braut. Das Brauereigelände ist umgeben von den modernen Institutsgebäuden der Technischen Universität München in Weihenstephan, die in der ganzen Welt als Ausbildungsstätte von Braumeistern und -ingenieuren bekannt ist. Aus diesem Grund bestand am Weihenstephaner Berg für die Brauerei, die aktuell 450.000 Hektoliter produziert, keine Möglichkeit zur Expansion am Standort. “Der Bau eines Logistikzentrums im Gewerbegebiet nahe der Autobahnzufahrt war ein unumgänglicher Schritt, da die Situation am Weihenstephaner Berg für alle Beteiligten zum Ende hin kaum noch tragbar war. Wir haben dort nur eine einzige Ladestraße, weshalb die täglichen An- und Ablieferungszeiten detailliert geplant werden mussten. Trotz der sehr guten Arbeit des Teams kam es immer wieder zu einem leichten Verkehrschaos. 30 bis 40 Lastwagen wurden in den Hochzeiten am Weihenstephaner Berg abgefertigt. Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter, die dafür gesorgt haben, dass trotz der schwierigen Umstände die Logistik mehr oder weniger reibungslos gelaufen ist. Daher mussten wir die Prozessabläufe dringend überdenken”, erklärt Brauereidirektor Prof. Dr. Josef Schrädler die Entstehungsgeschichte des Neubaus.

Prof. Dr. Josef Schrädler hat sich mit einem umfangreichen Kriterienkatalog auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück für das geplante Logistikzentrum gemacht. Brauereinähe, günstige Verkehrsanbindung, ausreichend Fläche, um die gewünschten Gebäudeelemente unterzubringen, waren nur einige der Punkte, die es zu beachten galt. Fündig wurde die Brauerei mit der Unterstützung der Stadt Freising im Gewerbegebiet Clemensänger. Für die Stadt war es sehr wichtig, eine für alle Seiten gute Lösung in Freising zu finden. Das machte Eva Bönig, Bürgermeisterin der Stadt Freising (Bündnis 90/Die Grünen), im Rahmen der Grundsteinlegung deutlich: “Das traditionsreiche Unternehmen ist ein Pfund, mit dem die Stadt Freising wuchern kann.” Nachdem man sich einig wurde, ging die Planung zügig voran und die Terminierung sah verschiedene Phasen der Inbetriebnahme vor, um den täglichen Ablauf in der Brauerei so wenig wie möglich zu stören und die kontinuierliche Belieferung aller Geschäftspartner im In- und Ausland auch während der Bau- und Umzugsphase zu gewährleisten.

Auch Landrat Josef Hauner bestätigte abschließend der Staatsbrauerei eine enorme Weitsicht bei der Konzeption und Umsetzung des großen Projektes Logistikzentrum, mit dem Weihenstephan in und für die Zukunft geplant hat.

Seit Mai 2019 wird nun die komplette Logistik, national und international, über das Logistikzentrum an vier Rampen zur Container Be- und Entladung und drei Staplerverladeplätzen im Clemensänger abgewickelt. “Nun haben wir alle wichtigen Prozesse in der eigenen Hand, von der Produktion über die Verpackung bis hin zur Verladung. Wir müssen durch die Bündelung der Prozesse weniger LKW einsetzen, die zudem immer mit voller Auslastung fahren. Es fallen keine zusätzlichen Fahrten zum Dienstleister mehr an, womit wir nicht nur Ressourcen sparen, sondern auch umweltschonend und nachhaltig agieren. Ein weiterer Vorteil des neuen Logistikzentrums liegt darin, dass wir nun über ein überdachtes Winterlager verfügen und damit im Herbst keine Außenlager für Leergut mehr bestimmen müssen. Wenn zudem 2020 noch die Westtangente eröffnet werden wird, wird der Transportverkehr auch von unserer Seite durch die Freisinger Innenstadt komplett entfallen und für die Bürger eine enorme Entlastung und ein Gewinn an Lebensqualität darstellen”, zählt Prof. Dr. Josef Schrädler die Vorteile auf. Damit ist die älteste Brauerei der Welt sehr modern und zukunftsfähig aufgestellt und kann durch die Auslagerung der Logistik auch bei weiterem Wachstum nach wie vor am Weihenstephaner Berg brauen.