Archiv des Autors: Maddes

Glühbier

Sie sind vom süßen Glühwein auf den Weihnachtsmärkten nicht begeistert? Das kann ich durchaus verstehen. Aber versuchen Sie es doch einmal mit einem Glühbier. Nein, nicht mit einem erhitzten Kriek aus Belgien, das jetzt im Winter auch immer häufiger angeboten wird. Hier finden Sie ein Rezept für ein echtes und selbstgemachtes Glühbier, das Sie auch garantiert durchwärmt, wenn Sie so richtig verfroren nach Hause kommen.

Zutaten:

Ein Liter dunkles Bockbier
Brauner Zucker je nach Geschmack
etwas Honig
Nelken, Sternanis, Kardamom, Zimtstange
ein Glas Rum
etwas Zitronensaft
ein halber Liter Kirschsaft oder 0,1 Liter Himbeersirup

Die Gewürze in einen Teebeutel füllen und ihn verschließen. Das Bier mit dem Zucker und dem Honig erhitzen, dabei aber nicht kochen lassen. Den Teebeutel mit den Gewürzen dazugeben und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Es schadet auch nichts, wenn Sie das Glühbier bis hierhin vorbereiten, bevor Sie das Haus verlassen und ihn kalt werden lassen. Anschließend nehmen Sie die Gewürze wieder aus dem Glühbier, erhitzen es erneut, wobei Sie darauf achten, dass es nicht kocht und genießen es.

Klüvers Brauhaus

In Neustadt/Holstein liegt das Restaurant von Klüvers Brauhaus direkt am Hafen. Auf zwei Etagen können die Gäste die nicht nur die Bierspezialitäten des Familienbetriebs genießen, sondern die Speisekarte lässt auch nur wenige Wünsche offen. Das Angebot ist an die Region angepasst und so wundert es auch nicht, dass bevorzugt Fisch in den unterschiedlichsten Zubereitungsweisen angeboten wird. Aber auch wer keinen Fisch mag oder gerade keine Lust darauf hat, kommt hier nicht zu kurz. Von Suppen und Eintöpfen über Flammkuchen und diverse Fleischgerichte bis hin zu Burgern und Salaten findet hier jeder etwas auf der Karte. Die Preise erscheinen auf den ersten Blick bereits nicht überzogen, aber wenn erst einmal das Essen vor dem Gast steht, erkennt er sicher an, dass Klüvers vergleichsweise günstig ist. Die Portionen sind reichlich bemessen. Und die Qualität? Ich erwarte in einer Brauereigaststätte keine Spitzengastronomie, aber doch eine leicht überdurchschnittliche Qualität. Diese Erwartung konnte Klüvers nicht nur erfüllen, sondern durchaus übertreffen. Besonders die Bratkartoffeln haben es mir angetan.

Neben den Standardbieren Pils, Dunkel, Weizen, Weizen alkoholfrei, Röker, Bock, Heimat, Lager und Rotbier gibt es noch eine saisonale Bierspezialität. Und wenn Sie noch das eine oder andere Bier mit nach Hause nehmen wollen, ist auch das kein Problem – am Ende des Hauses, auf dem Foto auf der rechten Seite, ist ein Laden von Klüvers, wo Sie nicht nur die in Flaschen abgefüllten Biere erwerben können, sondern auch Räucherfisch, Schinken und vieles mehr.

Die Gaststätte ist modern und dabei doch rustikal eingerichtet, so dass sich der Gast von Anfang an wohlfühlt. Im Sommer kann man in der ersten Etage auf dem Balkon Platz nehmen und Essen, während im Erdgeschoss im Freien vor Allem Stehtische für das schnelle Bier zwischendurch oder auch einen längeren Plausch aufgestellt sind. Aber auch das ist direkt am Wasser schon etwas Besonderes, besonders wenn man wie ich in der Großstadt wohnt.

Wenn Sie in der Nähe von Neustadt in Holstein sind, lohnt sich ein Besuch bei Klüvers auf jeden Fall.

Haardt Bier schließt am 31. 12. 2018

Gerade gestern habe ich über das Ende von Labieratorium berichtet und die Befürchtung geäußert, dass dies der Anfang einer Marktbereinigung sein könnte. “Marktbereinigung” ist ein Euphemismus die eine Welle an Insolvenzen. Heute erreicht mich bereits die nächste Hiobsbotschaft. Auch die Craft Beer-Brauerei Haardt Bier aus Bad Dürkheim schließt zum Jahreswechsel.

Im Jahr 2015 hat die Brauerei, die ein Gemeinschaftsprojekt von Andreas Dietrich und der Bad Dürkheimer Agentur “Die Medienagenten” ist, begonnen, auf der Brauanlage des Brauhauses Grünstadt zu brauen. Sie stellte neben dem eigenem “Haardt Bier” auch ein Pale Ale für ein Bierlokal in Mannheim her.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: es gibt keinen Grund, das Totenglöckchen für das Craft Beer zu läuten. Neben alkoholfreien Bieren ist das Craft Beer der einzige Bereich in der Welt des Bieres, der noch wächst. Allerdings wächst das Angebot leider schneller als die Nachfrage. Damit sind bedauerliche Ereignisse wie im Fall des Labieratoriums und von Haardt Bier leider nicht zu vermeiden. Es bleibt zu hoffen, dass dies Einzelfälle bleiben und die Nachfrage nach Craft Beer steigt, so dass die Brauer, die viel Herzblut in ihre Produkte stecken, wieder ein gutes Auskommen haben.

Labieratorium gibt auf

Nach einem Bericht der Lausitzer Rundschau wird die Craft Beer-Brauerei Labieratorium zum Ende des Jahres schließen. Nur eineinhalb Jahre, nachdem Olaf Wirths seine eigene Brauerei eröffnet hat und nicht mehr als Gypsy-Brauer arbeitete, kommt für das Unternehmen das Aus. Grund ist der zu geringe Absatz in der Region.

Die Marke Labieratorium gibt es seit 2015. Damit eröffnete Olaf die Bierbar Labyrinth in der Nähe des Cottbuser Bahnhofs und erst im Sommer des letzten Jahres richtete er seine Brauerei ein. Die Bar hat bereits im November geschlossen und zum Ende des Jahres wird das Labieratorium der Vergangenheit angehören.

Ich bedaure das sehr. Aus Cottbus kamen wirklich gute Biere und noch auf der BrauBeviale in Nürnberg habe ich den Wintertraum verkosten können, ein Gewürzbier, das mich wirklich begeistert hat und das sehr gut in die kalte Jahreszeit und die vorweihnachtlichen Gerichte begleitet. Ich habe mich auf dem Bierfest in Dortmund kurz mit Olaf unterhalten können und er war ein sehr netter Mensch. Ein Grund mehr, aufgrund der neuerlichen Entwicklung traurig zu sein.

Ich hoffe, dass diese Betriebsschließung nicht der Anfang einer ganzen Reihe an Insolvenzen ist. Im letzten Monat hat sich Alexander Himburg von Himburgs BrauKunstKeller im Rahmen der Bierakademie in Bochum darüber beklagt, dass das Angebot an Craft-Bieren schneller wächst als die Nachfrage, so dass derzeit ein Überangebot an craft Beer auf dem Markt ist. In den letzten Monaten habe ich auch einen Preisverfall bei Craft Beer feststellen können (ich ha das nicht genau dokumentiert, es handelt sich dabei eher um ein Gefühl). Vor einigen Wochen hat die Getränkemarkt-Kette Trine & Spare verschiedene Craft-Biere im Sonderangebot für unter 2 Euro angeboten. Auch wenn das für die Verbraucher auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, könnte ein solcher Preis darauf hindeuten, dass mittel- und langfristig eine “Marktbereinigung” stattfinden könnte. Das wäre dann wirklich nicht in unserem Sinn.

Der Baden-Württembergische Brauerbund sucht die Bierkönigin

Gemeinsam mit seinen teilnehmenden Mitgliedsbrauereien sucht der Baden-Württembergische Brauerbund e.V. ab sofort die “Baden-Württembergische Bierkönigin”. Sie soll künftig das baden-württembergische Bier und die badisch-schwäbische Bierkultur bei vielfältigen Events repräsentieren.

Anwärterinnen können sich noch bis zum 22. Dezember 2018 auf der eigens eingerichteten Aktionswebsite www.bierkoenigin-bw.de bewerben, sofern sie aus Baden-Württemberg stammen und zwischen 18 und 33 Jahre alt sind. Neben der Leidenschaft für das goldene Gebräu aus dem Ländle, ist die Kontakt- sowie Kommunikationsfreudigkeit wichtige Voraussetzung für die Bewältigung der Aufgaben während der Amtszeit.

Durch ein internes Auswahlverfahren wird Anfang 2019 aus den eingegangenen Bewerbungen eine Top 20 zusammengestellt. Diese 20 qualifizierten Kandidatinnen stehen vom 14. Januar bis einschließlich 24. Februar 2019 online für die Bevölkerung zur Abstimmung bereit. In dieser Zeit gilt es, zehn Finalistinnen zu finden, die ab dem 18. März 2019 ausführlich auf der Aktionswebsite vorgestellt werden. Bei der Finalveranstaltung im Mai 2019 werden die Finalistinnen mittels unterhaltsamen Aufgaben sowie einem kleinen Wissenstest von einer hochkarätig besetzten Jury bewertet. Noch am selben Tag wird die “Baden-Württembergische Bierkönigin” mitsamt ihrer beiden als Verstärkung sowie Vertretung fungierenden “Baden-Württembergischen Bierprinzessinnen” gekrönt und auf dem 81. Stuttgarter Frühlingsfest der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Weitere Informationen zur “Baden-Württembergischen Bierkönigin” finden Sie auf der Aktionswebsite www.bierkoenigin-bw.de.

Österreichische Bierkultur am Weg in eine vielfältige Zukunft

Im Jahr 2018 hat das Linzer market-Institut bereits zum zehnten Mal im Auftrag der Brau Union Österreich eine großangelegte, repräsentative Studie zur Bierkultur in Österreich durchgeführt. Dabei wurden zum Jubiläum mehr Österreicher denn je – 2.000 an der Zahl – befragt. Fazit: Bier wird immer facettenreicher und äußerst positiv wahrgenommen.

“Der Jubiläumsbericht fasst die Erkenntnisse der letzten zehn Jahre zusammen. Und die Bestandsaufnahme zeigt, dass sich Stellenwert und Image der österreichischen Bierkultur in dieser Zeit hervorragend entwickelt haben. Zugleich gibt er auch einen Ausblick auf Trends für die Zukunft “, erklärt Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

“Ziel des Bierkulturberichtes war von Beginn an die Bierkultur in und für Österreich zu verbessern und Österreich so zum Land mit der besten Bierkultur Europas zu machen. Und das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt uns die Auszeichnung des Bierkulturberichtes 2017 mit dem Econ Award”, ergänzt Gabriela Maria Straka, Leitung Kommunikation/PR & CSR der Brau Union Österreich. “Dieser Award ist eine besondere Belohnung für die Arbeit unseres Teams, welches den Bericht konzeptioniert, redigiert und publiziert hat. Gleichzeitig war die Auszeichnung auch Ansporn für den Jubiläumsbericht, den wir in kurzer Zeit unter Einbindung von Stakeholdern erstellt haben.”

Getränkekultur ist Bierkultur

Fast 90 Prozent der Österreicher erachten Bier als wichtig oder sehr wichtig für die österreichische Getränkekultur – es gibt kaum jemanden, der hier gar keine Wertigkeit sieht. Das attestiert dem Gerstensaft ein sehr gutes Image in Österreich. Dieser anhaltende Trend zur positiven Imageentwicklung wird auch rückblickend bestätigt: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass sich das Ansehen von Bier in der letzten Dekade verbessert hat.

Genuss als Motiv

Dem Genussfaktor kommt beim Biertrinken eine klar steigende Wertigkeit zu: Mittlerweile jeder Dritte trinkt Bier vor allem, wenn er oder sie Lust auf den typischen Biergeschmack hat. Das zeigt sich auch im Zusammenhang mit alkoholfreiem Bier: Ganze 47 Prozent der Befragten sagen, sie greifen dann zu alkoholfreiem Bier, wenn sie Lust auf den Geschmack haben, aber bewusst auf den Alkohol verzichten möchten – ein Aspekt, der vor allem für Frauen zutrifft.

Nachhaltig und verantwortungsvoll

Die befragten Österreicherinnen und Österreicher haben hohe Ansprüche an eine nachhaltige Bierproduktion, dabei steht der Regionalitätsfaktor im Vordergrund: Jeweils rund 70 Prozent setzen in diesem Zusammenhang auf die Verwendung von regionalen Rohstoffen bzw. eine Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Auch die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen, die Vermeidung von langen Transportwegen, energiesparende Produktionsanlagen und vieles mehr sind dem Großteil der Österreicher ein Anliegen.

Österreichischer Bierkulturbericht der Brau Union Österreich ausgezeichnet

Der Econ Verlag und die Handelsblatt-Gruppe gehören seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Herausgebern deutschsprachiger Medien im Wirtschaftsbereich. Diese Fachkompetenz wurde gebündelt, um den Wettbewerb für die Econ Awards Unternehmenskommunikation auszuschreiben, der seit 2007 die besten Projekte im Bereich Corporate Communications aus dem deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein) auszeichnet. Nach Österreich gingen nur zwei Econ Awards. Einen davon holte die Brau Union Österreich für ihren Bierkulturbericht 2017 ins Land: den Econ Award in Bronze in der Kategorie Imagepublikationen. Dies ist eine wertvolle Bestätigung für die Arbeit des Mitarbeiterteams der Brau Union Österreich, welches für die Inhalte und Publikation des Berichtes verantwortlich ist.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Linzer market-Institut unter 2.000 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews zwischen April und Mai 2018 durchgeführt.

Den vollständigen Bierkulturbericht 2018 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter http://www.brauunion.at/bierkultur/bierkulturbericht zum Durchblättern oder Downloaden.

Edelhopfen Extra

Maisel ist ja eher für seine Weizenbiere bekannt. Jetzt steht aber ein Pils aus der Bayreuther Brauerei vor mir. Das ist nichts besonderes, denn auf ein Pils kann kaum eine Brauerei verzichten. Aber dieses Bier ist schon etwas anders, denn es handelt sich um ein kalorienreduziertes Pils, das aber trotzdem vom Alkoholgehalt her im Durchschnitt liegt. Diesen Effekt erreicht Maisel, indem das Bier höher vergoren wird als normal. Dadurch wird mehr Alkohol gebildet, der aber anschließend teilweise wieder entzogen wird. Dadurch enthält das Bier nach Angaben der Brauerei 75 % weniger Kohlenhydrate als das “normale” Pils von Maisel und kommt auf lediglich 30 Kilokalorien pro 100 ml. Dafür enthält das Bier nicht so viel Malzzucker wie ein normales Pils und ist daher trockener. Wie sich das auf den Geschmack auswirkt will ich jetzt testen.

Strohgelb und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu groß, bleibt aber durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, Biskuit und leicht nach Zitrone. Bis hierhin gefällt mir das Bier schon mal.

Der Antrunk ist spritzig und frisch, dabei wie erwartet recht trocken. Auf der Zunge ist das Bier sehr schlank und wirkt fast wie ein alkoholfreies Bier. Die Bitterstoffe sind nur sehr knapp dosiert. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber eher diskret. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Das Bier würde als alkoholfreies Pils eine gute Figur machen, aber bei fast fünf Prozent Alkohol hätte ich mehr Geschmack erwartet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

9,5° Plato

Brauerei:

Gebr. Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.edelhopfen.de

Slaapmutske Bruin

Der Name der Brauerei hat eine Geschichte: Der Brauer Dany hatte die Aufgabe, einen Namen für seine neue Brauerei zu finden. Er und seine Frau hatten gerade ihr erstes Kind bekommen, und die Familie hatte die Tradition, dass der stolze Vater ein Bier braute, um es mit Familie und Freunden zu teilen, die kamen, um ihnen zu gratulieren. Um das neue Baby ruhig zu halten, wurde der Schnuller des Babys ein paar Mal in Danys Bier getaucht. Er bemerkte, dass der biergetauchte Schnuller eine beruhigende Wirkung auf das Baby hatte und damit hatte er den Namen der Brauerei: Slaapmutske (Schlafmütze), daher auch die Grafik auf dem Etikett.

Tiefrot bis kupferfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Darüber eine sehr große Krone aus festem beigem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Komplexe Aromen von Karamell, Brotrinde und Pflaumen verwöhnen meine Nase, unterstützt von einigen würzigen Noten. Langsam beginne ich, mich in dieses Bier zu verlieben.

Der Antrunk ist süß, dabei aber mit reichlich dosierter Kohlensäure spritzig und frisch. Auf der Zunge lässt die Frische nach und der Geschmack nach Pflaumen und Feigen kommt zum Vorschein, begleitet mit etwas sanftem Bitter. Der Alkohol ist in diesem vollmundigen Bier gut eingearbeitet. Der Abgang ist überraschend mild und schlank mit wenigen bitteren Noten, die aber lange nachklingen.

Das Slaapmutske Bruin ist ein schönes Bier für den Winter und passt gut zu Muscheln.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Koriander, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Brauerei:

Brasserie Slaapmutske
Oefenpleinstraat 15
9090 Melle
Belgien
www.slaapmutske.be

Michael Kolarik-Leingartner ist neuer Biersommelier-Staatsmeister in Österreich

Gestern Abend gingen in der Ottakringer Brauerei in Wien die 4. Österreichischen Staatsmeisterschaften der Sommeliers für Bier über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte die hochkarätig besetzte Fachjury Michael Kolarik-Leingartner aus Wien zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel qualifizierten sich die besten Zehn für das bierige A-Team – sie werden für das Bierland Österreich 2019 in Italien um den Weltmeistertitel kämpfen. Als Rahmenprogramm sorgten kulinarische Schmankerl mit passender Bierbegleitung sowie ein Live-Auftritt der Wiener Kultband “5/8erl in Ehr’n” für beste Stimmung.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Alle zwei Jahre messen sich Österreichs Bier-ExpertInnen und stellen bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der Leitung von Kiesbye`s Bierkulturhaus ihr Können unter Beweis. Und im großen Finale müssen die besten ihrer Zunft ein ihnen unbekanntes Bier im Rahmen einer Showpräsentation Jury und Publikum vorstellen. Aus 38 TeilnehmerInnen, darunter fünf Damen, setzte sich am Ende Michael Kolarik-Leingartner gegen die starke Konkurrenz durch. Der Wiener zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine tolle Performance auf der Bühne. “Es war ein super Event mit großartiger Stimmung. Dass ich mich am Ende auch noch durchsetzen konnte, macht mich natürlich wahnsinnig stolz und schmeckt besonders gut”, so der frischgebackene Staatsmeister. Auf dem zweiten Platz folgten Felix Schiffner aus Oberösterreich (amtierender Vize-Biersommelierweltmeister) und Julian Selinger, ebenfalls aus Öberösterreich. Beide dürfen sich ab sofort Österreichischer Biersommelier-Vizestaatsmeister 2018 nennen.

Ciao Italia – Biersommelier-WM 2019 in Rimini

Für die besten zehn Biersommeliers – inkl. Staats- und Vizestaatsmeister – heißt es nächstes Jahr Koffer packen. Es geht an die Adriaküste zur 6. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier. “Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich kommen wir als Vizeweltmeister nach Rimini”, so Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Brauereiverbandes. Vergangenes Jahr errang der Oberösterreicher Felix Schiffner die Silbermedaille in Deutschland. “Jetzt aber möchte ich Michael Kolarik-Leingartner, Felix Schiffner und Julian Selinger – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren. Es war ein toller Wettbewerb und Werbung für die heimische Bierkultur!” Und bevor es nach Italien geht, stehen noch intensive Trainingslager in Kiesbye´s Bierkulturhaus in Obertrum bei Salzburg auf dem Programm.

Österreich als Mekka der Bierkultur

Mit aktuell 2.642 Biersommeliers im Land ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen. Nirgends sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-ExpertInnen. Der Biersommelier ist ein professioneller Bierkennen – professionelles Kellermanagement, Einkauf, Lagerung, Schankhygiene, Kalkulation, Verkauf und fachgerechtes Service zählen zu seinen Aufgabengebieten. “Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche dreistufige Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild vieler Nationen geworden”, erklärt Jutta Kaufmann-Kerschbaum abschließend.

Auf einen Blick

Das Österreichische Nationalteam für die WM in Rimini 2019:

  • Michael Kolarik-Leingartner (Wien)
  • Felix Schiffner (Oberösterreich)
  • Julian Selinger (Oberösterreich)
  • Manuel Bartolacci (Wien)
  • Philipp Geiger (Tirol)
  • Christian Harringer (Oberösterreich)
  • Mag. Clemens Kainradl (Burgenland)
  • Harry Mittermaier (Oberösterreich)
  • Birgit Rieber (Wien)
  • Julia Telsnig (Tirol)

Die Fachjury:

  • Nicola Buchner (Geschäftsführerin des Österreichischen Biersommelierverbandes)
  • Johann Einzenberger (Sommelier für Bier, Wein und Käse, Jurymitglied der Biersommelier-Weltmeisterschaft)
  • Tobias Frank (1. Braumeister und Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei)
  • Axel Kiesbye (Gründer und Leiter des Kiesbye`s Bierkulturhauses)
  • Berndt Querfeld (Spitzengastronom; u.a. Geschäftsführer Café Landtmann)

Paulaner Oktoberfest Bier

Das Oktoberfest in München gilt als das größte Bierfest der Welt. Eine Besonderheit des Oktoberfestes ist, dass nur sechs Brauereien aus München auf der Wiesn ausschenken dürfen. Neben Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu und Spaten gehört auch Paulaner zu diesem illustren Kreis. Auch wenn das diesjährige Oktoberfest schon einige Zeit vergangen ist, steht jetzt das Oktoberfest Bier von Paulaner vor mir.

Hellgold strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber bildet sich leicht überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert, unterstützt durch einige würzige Noten des Hopfens. Damit ist das Aroma nicht sonderlich komplex, aber durchaus angenehm. Dazu trägt auch bei, dass dieses Bier ohne Hopfenextrakt gebraut wird.

Beim ersten Kontakt mit der Zunge zeigt sich eine leichte Süße, die durch recht wenig sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Das Bier erzeugt ein volles Mundgefühl. Dabei kommt ein leichtes Bitter zum Vorschein. Im Abgang wird das Bitter etwas stärker, es klingt aber nur kurz nach.

Das Paulaner Oktoberfest Bier lässt sich gut trinken. Es ist wirklich nicht schlecht, aber auch kein großer Genuss. Es ist eher für das Trinken großer Mengen geeignet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA
Ohlmüllerstr. 42
81541 München
www.paulaner.de